DE202007018657U1 - Fahrwerksvermessungseinrichtung - Google Patents

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Abstract

Fahrwerksvermessungseinrichtung für ein auf einem Messplatz (2) stehendes Kraftfahrzeug (4), umfassend:
nach oben gerichtete Messtargets (6, 8, 10, 12) an den Rädern des Kraftfahrzeugs (4),
eine nach unten gerichtete erste Messkamera (14), die so oberhalb des Messplatzes (2) auf der rechten Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des rechten Vorderrads (6) und das Messtarget des rechten Hinterrads (8) in ihrem Blickfeld (18) liegen;
eine nach unten gerichtete zweite Messkamera (16), die so oberhalb des Messplatzes (2) auf der linken Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des linken Vorderrads (10) und das Messtarget des linken Hinterrads (12) in ihrem Blickfeld liegen;
wobei die erste und die zweite Messkamera (14, 16) in einer vorgegebenen Position zueinander angeordnet sind; und
eine Datenverarbeitungseinheit, die so konfiguriert ist, dass sie aus den von den Messkameras (14, 16) erfassten Abbildungen der Messtargets (6, 8, 10, 12) die räumliche Stellung der...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahrwerksvermessungseinrichtung für ein auf einem Messplatz stehendes Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, die mit wenigstens zwei Messkameras erfasst werden.
  • Aus der WO 97/14016 ist eine Fahrwerksvermessungseinrichtung bekannt, bei der Targets mit bekannten geometrischen Formen an den Rädern angebracht werden, und bei der Kameras auf einem Gestell vor dem Messplatz angeordnet sind, die diese Targets erfassen. Hierbei ist vom Nachteil, dass das Gestell zusätzlichen Platz vor dem Messplatz benötigt, der bei vorhandenen Messplätzen oft nicht zur Verfügung steht und erst durch kostenintensive Umbaumaßnahmen geschaffen werden muss. Auch bei einem Neubau des Messplatzes ist der vergrößerte Platzbedarf mit erhöhten Kosten verbunden.
  • Des Weiteren wird ein derartiges Gestell im rauen Werkstattbetrieb, in dem auch andere Arbeiten, wie bspw. Reparaturarbeiten am Fahrzeug durchgeführt werden, gelegentlich beschädigt oder die Kameras auf dem Gestell werden dekalibriert, indem bspw. ein Mechaniker mit einem Werkzeugwagen an das Gestell anstößt.
  • Weiterhin wird die Messung oft durch die Bedienperson gestört und muss wiederholt werden, insbesondere, wenn die Bedienperson die Sichtverbindung zwischen Kameras und Targets unterbricht, was besonders dann vorkommt, wenn die Bedienperson während des Messverfahrens eine Drehbewegung des Lenkrads durchführen muss. Dieses Problem kann auch nicht dadurch umgangen werden, dass sich die Bedienperson für die Lenkbewegung in das Fahrzeug setzt, da die Messwerte infolge des geänderten Einfederverhaltens des Fahrzeugs verfälscht werden. Um dieses Problem zu umgehen, muss die Bedienperson während der Lenkbewegung eine gekrümmte, ergonomisch ungünstige Körperhaltung einnehmen, um das Lenkrad durch das geöffnete Seitenfenster hindurch zu drehen, ohne dabei die Sichtverbindung zwischen den Kameras und dem Target am hinteren Rad zu unterbrechen.
  • Des Weiteren ergeben sich bei der Fahrwerksvermessungseinrichtung der WO 97/14016 Genauigkeitsprobleme.
  • Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine besser für den rauen Werkstattbetrieb geeignete und genauere Fahrwerksvermessungseinrichtung anzugeben, die einen geringeren Platzbedarf erfordert und mit der die Messungen bedienerfreundlicher durchgeführt werden können.
  • Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
  • Eine erfindungsgemäße Fahrwerksvermessungseinrichtung ist für ein auf einem Messplatz stehendes Kraftfahrzeug mit nach oben gerichteten Messtargets an seinen Rädern bestimmt. Die Fahrwerksvermessungseinrichtung umfasst eine erste Messkamera, die so oberhalb des Messplatzes auf der rechten Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des rechten Vorderrads und das Messtarget des rechten Hinterrads in ihrem Blickfeld liegen, und eine zweite Messkamera, die so oberhalb des Messplatzes auf der linken Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des linken Vorderrads und das Messtarget des linken Hinterrads in ihrem Blickfeld liegen. Die erste und die zweite Messkamera sind in einer vorgegebenen Position zueinander angeordnet. Des Weiteren ist eine Datenverarbeitungseinheit vorgesehen, die so konfiguriert ist, dass sie aus den von den Messkameras erfassten Abbildungen der Messtargets die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder ermittelt.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Fahrwerksvermessungseinrichtung ist für ein auf einem Messplatz stehendes Kraftfahrzeug mit nach oben gerichteten Messtarget an seinen Rädern bestimmt, und sie umfasst vier Messkameras, die so oberhalb des Messplatzes angeordnet sind, dass jeweils ein Messtarget in ihrem Blickfeld liegt. Hierfür sind zwei Messkameras auf der linken Kraftfahrzeugseite und zwei Messkameras auf der rechten Kraftfahrzeugseite jeweils in einer vorgegebenen Position zueinander angeordnet. Eine Datenverarbeitungseinheit ist so konfiguriert, dass sie aus den von den Messkameras erfassten Abbildun gen der Messtargets die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder ermittelt.
  • Unter der Richtungsangabe "nach oben gerichtet" der Messtargets wird dabei sowohl eine waagrechte Ausrichtung als auch eine Ausrichtung der Messtargets verstanden, bei der die Oberfläche des Messtargets noch von oben erfasst werden kann. Somit ist auch eine Ausrichtung in einem Winkel zur Messkamera als nach oben gerichtet zu verstehen, bei dem die Oberfläche des Messtargets mit der Kamerarichtung nicht einen Winkel von 0° bildet.
  • Für die Ermittlung der räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder werden die Form und die Lage der Abbildungen der Messtargets mit gespeicherten Sollwerten verglichen und bei einer Übereinstimmung der Form und der Lage der Abbildungen der Messtargets, innerhalb von Toleranzgrenzen, mit den gespeicherten Werten ist die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder bestimmt.
  • Hierfür ist es erforderlich, dass die Position der Messkameras zueinander, sowohl in Lage als auch im Winkelbezug, bekannt ist, was entweder durch eine hochgenaue Befestigung der Messkameras oder durch eine Kalibrierung der beiden Kameras zueinander gewährleistet werden kann. Diese Kalibrierung kann mithilfe von dem Fachmann bekannten Verfahren durchgeführt werden, bspw. durch die gleichzeitige Aufnahme einer Kalibrierplatte in dem Messplatz mit beiden Messkameras, dabei lässt sich durch die unterschiedliche Abbildung der Kalibrierplatte in jeder Messkamera die Stellung und der Winkelbezug der Messkameras zueinander berechnen.
  • Es ist eine weitere Voraussetzung für die Ermittlung der räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder, dass Messtargets verwendet werden, deren Form und ggf. deren Oberflächengestaltung bekannt sind, und wofür der Datenverarbeitungseinheit gespeicherte Sollwerte zur Verfügung stehen.
  • Die erfindungsgemäßen Fahrwerksvermessungseinrichtungen benötigen keine zusätzliche Fläche auf dem Messplatz und können demgemäß sehr platzspa rend und kostengünstig, sowohl bei Neubauten als auch bei Nachrüstungen installiert werden. Der Raumbedarf oberhalb des Messplatzes ist zum einen gering, zum anderen steht an der Messplatz- oder Werkstattdecke solcher Raum zumeist ohnehin zur Verfügung.
  • Die Messkameras sind vor Beschädigungen oder Dekalibrierungen durch ungewollte Benutzereinwirkung zuverlässig geschützt, da sich die Messkameras außerhalb der Reichweite der Bedienperson befinden.
  • Des Weiteren wird auch die Durchführung der Messungen vereinfacht und benutzerfreundlicher gestaltet, und die Messkameras ermöglichen eine ergonomisch optimierte Fahrwerksvermessung. Das Durchführen von Lenkbewegungen und von anderen Arbeitsschritten am Fahrzeug kann nun unproblematisch vorgenommen werden, ohne dass die senkrecht oder schräg nach oben gerichtete Sichtverbindung zwischen Messtarget und Messkamera gestört oder unterbrochen wird. Ergonomisch ungünstige Körperpositionen der Bedienpersonen werden dadurch verhindert.
  • Durch die erfindungsgemäße Fahrwerksvermessungseinrichtung wird ein Höchstmaß an Messgenauigkeit erreicht. Da die Messtargets jeweils gleich weit von den Messkameras entfernt sind, ist deren Abbildung in der Messkamera auch gleich groß, was zu einer gleichmäßigen und hohen Messgenauigkeit führt.
  • Im Vergleich zu der WO 97/14016 ist insbesondere die Auflösung und die Messgenauigkeit der Messtargets an den Hinterrädern deutlich erhöht. Es ist nicht erforderlich, die Messtargets an den Hinterrädern vergrößert auszuführen, um hierdurch die Messgenauigkeit zu erhöhen. Die damit verbundenen Probleme des erhöhten Eigengewichts der Messtargets, der schwierigeren Handhabung derselben und der erhöhten Anforderung an die Radadapter werden dadurch vermieden.
  • Des Weiteren können die Türen des Kraftfahrzeugs unproblematisch geöffnet und geschlossen werden, und eine Bedienperson kann in den Wagen ein- und aus diesem aussteigen, ohne dass die Sichtverbindung zwischen den Messkameras und den Messsensoren gestört wird, und ohne dass eine Gefahr der Beschädigung oder Dekalibrierung der Messkameras besteht. Die Messkameras behindern den normalen Ablauf bei vorzunehmenden Service- und Reparaturarbeiten, wie Reifenwechsel und Bremsenservice nicht.
  • Des Weiteren entfällt ein im Stand der Technik manchmal erforderliches Abbauen und Aufbauen der Messkameras für die Durchführung von Service- und Reparaturarbeiten, was zusätzlich Zeit und Kosten spart, da die Messkameras außerhalb der Reichweite der Bedienperson oberhalb des Messplatzes angeordnet sind.
  • Optional kann ein Vergleich der ermittelten räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder mit Soll-Daten aus einer Datenbank erfolgen, wonach ein Ergebnis feststeht, gemäß dem sich die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder in einem zulässigen Bereich befindet oder außerhalb dieses Bereichs ist, was Einstellungs- oder Reparaturmaßnahmen nach sich zieht.
  • In einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind wenigstens zwei der Messkameras, insbesondere die hinteren Messkameras oder die vorderen Messkameras, längsverschieblich und in unterschiedlichen Längspositionen feststellbar ausgebildet, um Kraftfahrzeuge mit unterschiedlichen Radständen erfassen zu können. Hierdurch können unterschiedliche Radstände der Fahrzeuge ausgeglichen werden, wenn der Öffnungswinkel der Messkamera zur Erfassung der Messtargets nicht mehr ausreicht.
  • Je genauer die Position des Messtargets zu dem Rad ist, desto besser gibt die von der Datenverarbeitungseinheit ermittelte räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder deren tatsächliche räumliche Stellung wieder. Wenn das Messtarget in einer genau definierten Position zur Raddrehachse, bspw. in einem rechten Winkel zur Radebene angeordnet wird, bestimmt die von der Datenverarbeitungseinheit ermittelte räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder mit deren tatsächlicher räumlicher Stellung sehr genau überein. Dies wird insbesondere dadurch gewährleistet, indem für die jeweiligen Räder spezielle her stellerspezifische Radadapter zur Befestigung der Messtargets verwendet werden.
  • Um die Genauigkeit der ermittelten räumlichen Stellungen der Vorder- und Hinterräder noch weiter zu erhöhen, oder im Fall, dass die Messtargets nicht in einer genau definierten Position zu dem Rad bspw. im rechten Winkel zur Radebene angebracht werden können, bspw., wenn keine passenden Radadapter zur Verfügung stehen, können die Räder des Fahrzeugs linear nach vorne oder nach hinten oder auf Rollen bewegt werden, und die Messkameras erfassen im Betrieb den Bewegungsablauf der Messtargets während ihrer Drehbewegung. Dabei ist die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert, dass sie aus dem Bewegungsverlauf der Messtargets die Drehachse der Räder und somit die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder, und somit die Fahrwerksgeometrie des Kraftfahrzeugs bestimmt. Aus der räumlichen Bewegung der Messtargets lässt sich die jeweilige Radachse bestimmen, um die das Messtarget abgerollt wird. Da das Messtarget fest mit dem Rad verbunden ist, ist diese Achse auch gleichzeitig die Raddrehachse. Die so ermittelte Raddrehachse und die im rechten Winkel darauf stehende Radebene geben die Winkelstellung des Rades im Raum wieder. Auch die weiter unten beschriebene Höhenstandsmessung bezieht sich dann auf diese Raddrehachse.
  • Das Abrollen der Räder kann durch Schieben oder Fahren des Fahrzeuges erfolgen. Ebenfalls können Rollensätze verwendet werden, auf denen das jeweilige Fahrzeugrad steht und manuell oder motorisch angetrieben wird. Für die Erfassung des Bewegungsverlaufs der Messtargets durch die Messkameras reicht es aus, wenn die Messkameras jeweils mehrere Abbildungen bzw. eine Abbildungsfolge erfassen.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Messkameras jeweils als ein Paar von zwei Stereokameras ausgebildet, die beide jeweils mit einem unterschiedlichen Winkel auf das entsprechende Messtarget ausgerichtet sind. In diesem Fall kann die Ermittlung der räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder zusätzlich oder anstelle des Vergleichens der Abbildungen der Messtargets mit Sollwerten mithilfe eines dem Fachmann bekannten Triangulati onsverfahrens erfolgen. Bei dieser Ausführungsform ergibt sich der weitere Vorteil, dass die geometrische Form des Messtargets nicht genau bekannt sein muss, und keinen großen Einfluss auf das tatsächliche Messergebnis hat. Dadurch sinken die Anforderungen an die Gestaltung des Messtargets, und das Messtarget lässt sich wesentlich einfacher und preisgünstiger herstellen und ist aufgrund seiner einfacheren Gestaltung unempfindlicher gegen mechanische Beschädigungen. Es wird eine Stereorekonstruktion der Messtargets im Raum durchgeführt.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind weitere auf die Messtargets gerichtete Kameras vorgesehen, um die Messgenauigkeit, insbesondere durch statistische Methoden in der Auswertung der Abbildungen, weiter zu erhöhen.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Messkameras höhenverstellbar ausgebildet, um das Fahrwerk unterschiedlicher Kraftfahrzeuge, bspw. von Personen- und Lastkraftwagen vermessen zu können.
  • In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung sind die Messkameras an der Decke des Messplatzes angebracht.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Messkameras an einem Befestigungsträger oberhalb des Messplatzes angebracht. Bei einem derartigen Befestigungsträgers kann es sich um einen Tragbalken oder um einen Tragrahmen, bspw. um einen H-förmigen oder rechteckigen Tragrahmen handeln.
  • Der Befestigungsträger kann höhenverstellbar ausgebildet sein, und über einen Antrieb verfügen, um die Vermessung von Fahrwerken von Kraftfahrzeugen unterschiedlicher Höhe, bspw. Personen- und Lastkraftwagen zu ermöglichen. Ferner kann der Messplatz über eine Hebebühne verfügen, auf der das zu vermessende Fahrzeug steht. Dabei kann eine Fahrwerksvermessung gleichzeitig mit anderen Arbeitsschritten bspw. an der Unterseite des Kraftfahrzeugs durchgeführt werden.
  • Wenn der Antrieb des höhenverstellbaren Befestigungsträgers mit der Hebebühne gekoppelt ist, kann eine synchrone Bewegung des höhenverstellbaren Befestigungsträgers mit der Hebebühne ermöglicht werden.
  • In den folgenden weiteren Ausführungsformen wird zusätzlich zu der Fahrwerksvermessung auch eine Höhenstandsmessung durchgeführt, die mittlerweile von einigen Automobilherstellern zwingend vorgeschrieben wird, da sich die räumliche Stellung des Rads in Abhängigkeit von dessen Einfederung, bspw. bedingt durch den Beladungszustand, ändert.
  • Auch wenn die vorliegenden Ausführungsformen stets in Kombination mit der erfindungsgemäßen Fahrwerksvermessungseinrichtung beansprucht sind, wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die nachfolgend beschriebene Höhenstandsmessung auch unabhängig von der eigentlichen Vermessung der Messtargets mit den Messkameras durchgeführt werden kann, und diese Ausführungsformen sind somit als unabhängig von der Fahrwerksvermessung offenbart anzusehen.
  • Bei der erfindungsgemäßen Höhenstandsmessung wird der Höhenstand der Räder in Bezug zu einem Karosserieteil gemessen und hieraus werden geeignete Sollwerte für die Vermessung und Einstellung des Fahrwerks ermittelt.
  • In einer Ausführungsform der Fahrwerksvermessungseinrichtung ist ein Entfernungssensor bzw. Abstandssensor so oberhalb des Messplatzes angeordnet, dass er im Betrieb den Abstand zu einem vorgebbaren Messpunkt auf der Karosserie, insbesondere zu dem höchsten Punkt des Dachs der Karosserie oder einem Randpunkt der Karosserie bestimmt, und wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie im Betrieb aus der Abbildung der Messtargets die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera und dem jeweiligen Messtarget berechnet, und dass sie aus diesen Abständen, aus dem Abstand des Abstandssensors zu dem Messpunkt auf der Karosserie sowie aus der Position der Messkameras zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs berechnet.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann der Abstandssensor an einer der Messkameras oder an dem Befestigungsträger angebracht sein.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann ein Abstandssensor so an einer vorgebbaren Position auf der Karosserie angeordnet sein, dass er im Betrieb den Abstand zu dem Befestigungsträger oder zu wenigstens einer Messkamera bestimmt. Die Datenverarbeitungseinheit ist in diesem Fall so konfiguriert, dass sie im Betrieb aus der Abbildung der Messtargets die Abstände zwischen den der jeweiligen Messkamera und dem jeweiligen Messtarget berechnet, und dass sie aus diesen Abständen, aus dem Abstand des Abstandssensors zu dem Befestigungsträger oder zu der Messkamera sowie aus der Position der Messkameras zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs berechnet.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erfasst wenigstens eine Messkamera im Betrieb einen vorgebbaren Messpunkt an der Karosserie des Kraftfahrzeugs. In diesem Fall ist die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert, dass sie im Betrieb aus der Abbildung des Messpunkts den Abstand zwischen der Messkamera und dem Messpunkt und aus der Abbildung der Messtargets die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera und dem jeweiligen Messtarget berechnet, und dass sie aus diesen Abständen, sowie aus der Position der Messkameras zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs berechnet.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung erfasst wenigstens eine der Messkameras im Betrieb ein an einer vorgebbaren Position an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angebrachtes Abstandstarget. In diesem Fall ist die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert, dass sie im Betrieb aus der Abbildung des Abstandstargets den Abstand zwischen der Messkamera und dem Abstandstarget und aus den Abbildungen der Messtargets die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera und dem jeweiligen Messtarget berechnet, und dass sie aus diesen Abständen sowie aus der Position der Messkameras zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs berechnet.
  • Der Abstandssensor kann dabei von beliebiger Bauart sein, beispielsweise ein Lasersensor, insbesondere ein Lasertriangulationssensor, oder ein Ultraschallsensor.
  • Gemäß diesen Weiterbildungen der Erfindung kann zusätzlich zu der eigentlichen Fahrwerksvermessung auch eine komfortable, weitgehend automatische Höhenstandsmessung durchgeführt werden.
  • Bei den Ausführungsformen, bei denen die Messkameras entweder einen Messpunkt oder ein Abstandtarget erfassen, kann bereits eine große Genauigkeit erreicht werden. Die Ausführungsformen mit zusätzlichem Abstandssensor arbeiten dabei besonders genau.
  • Anstelle eines Abstandssensors kann stets auch eine beliebige andere Abstandsmessvorrichtung, beispielsweise ebenfalls eine Messkamera vorgesehen werden.
  • Wenn die Messtargets in einer genügend genauen Position zu den Rädern angebracht sind, wird der gemessene Abstand zwischen der jeweiligen Messkamera und dem definierten Karosseriepunkt oder dem Abstandstarget mit den zu den Messkameras gemessenen Abständen der Messtargets berechnet, und damit werden die Höhenstände der Räder zu einem definierten Karosseriepunkt bestimmt.
  • Wenn der gemessene Abstand zwischen der jeweiligen Messkamera und dem definierten Karosseriepunkt oder dem Abstandstarget mit den Abständen der wie zuvor beschrieben berechneten Raddrehachsen verrechnet wird, können die Höhenstände der Räder zu einem definierten Karosseriepunkt bestimmt werden.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert, dass sie in Abhängigkeit der ermittelten Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs die für diese Höhenstände gültigen Sollwerte der räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder errechnet oder aus einer Datenbank abruft.
  • Die erfindungsgemäße Fahrwerksvermessungseinrichtung umfasst somit die Messkameras, ggf. deren Halterung und Befestigung, sowie die entsprechend konfigurierte Datenverarbeitungseinheit, mit der die Messkameras verbunden sind. In einer erweiterten Auslegung umfasst die Fahrwerksvermessungseinrichtung zusätzlich noch die jeweiligen Messtargets.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die Räder des Kraftfahrzeugs linear oder auf Rollen bewegt, und die Messkameras erfassen den Bewegungsverlauf der Messtargets, zumindest mehrere Abbildungen der Messtargets während deren Bewegungsverlaufs. Dann wird aus diesem Bewegungsverlauf der Messtargets die Drehachse dieser Räder und somit die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder des Kraftfahrzeugs bestimmt. Diese Ausführungsform ist insbesondere von Vorteil, wenn die Messtargets nicht in einer genügend genauen Position zu den Rädern angebracht werden können.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird zusätzlich der Höhenstand der Räder des Kraftfahrzeugs bestimmt. Dabei erfasst wenigstens eine der Messkameras einen vorgebbaren Messpunkt an der Karosserie des Kraftfahrzeugs oder ein an einer vorgebbaren Position an der Karosserie des Kraftfahrzeugs angebrachtes Abstandstarget. Alternativ dazu bestimmt ein oberhalb des Messplatzes angeordneter Abstandssensor den Abstand zu einem vorgebbaren Messpunkt auf der Karosserie, oder ein an einer vorgebbaren Position auf der Karosserie angeordneter Abstandssensor bestimmt den Abstand zu dem Befestigungsträger oder zu wenigstens einer Messkamera.
  • Durch die zusätzliche Integration dieser Höhenstandsbestimmung in der erfindungsgemäßen Fahrwerksvermessung kann zum einen eine zusätzliche separate Höhenstandmessung entfallen, und zum anderen können die Ergebnisse der Höhenstandsbestimmung für die Fahrwerksvermessung genutzt werden, indem die für die jeweiligen Höhenstände gültigen Sollwerte errechnet oder aus einer Datenbank abgerufen werden, wodurch eine präzise Aussage über die Qualität der räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder getroffen werden kann.
  • Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert.
  • 1 zeigt eine Draufsicht auf einen ersten Messplatz und auf ein darin stehendes Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des ersten Messplatzes aus 1;
  • 3 zeigt eine Draufsicht auf einen zweiten Messplatz und auf das darin stehende Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel;
  • 4 zeigt eine Seitenansicht des zweiten Messplatzes aus 3;
  • 5 zeigt eine Draufsicht auf einen dritten Messplatz und auf das darin stehende Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel;
  • 6 zeigt eine Seitenansicht des dritten Messplatzes aus 5;
  • 7 zeigt eine Draufsicht auf einen vierten Messplatz und auf das darin stehende Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel;
  • 8 zeigt eine Seitenansicht des vierten Messplatzes aus 7;
  • 9 zeigt eine Draufsicht auf einen fünften Messplatz und auf das darin stehende Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel;
  • 10 zeigt eine Seitenansicht des fünften Messplatzes aus 9;
  • 11 zeigt eine Draufsicht auf einen sechsten Messplatz und auf das darin stehende Kraftfahrzeug mit Messtargets an seinen Rädern, gemäß einem sechsten Ausführungsbeispiel; und
  • 12 zeigt eine Seitenansicht des sechsten Messplatzes aus 11.
  • 1 zeigt eine Draufsicht auf einen ersten Messplatz 2 und auf ein darin stehendes Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Die Vorderseite des Kraftfahrzeugs 4 ist in den Figuren nach links gerichtet. Mit Spannmitteln oder Radadaptern, die in 1 trapezförmig dargestellt sind, sind vier Messtargets 6, 8, 10, 12 an den Rädern des Kraftfahrzeugs 4 befestigt. Die plattenförmigen Messtargets 6, 8, 10, 12 sind in 1 nach oben gerichtet und weisen eine rechteckige Form mit abgerundeten Ecken auf. Auf ihrer nach oben gerichteten Oberfläche haben sie ein jeweils übereinstimmendes geometrisches Muster mit einem mittigem Achteck, mit drei in den Ecken angeordneten Kreisen und einem an einem äußeren Eck gelegenen zum Fahrzeug hin zeigenden Dreieck sowie mit kleineren Kreisen in den Zwischenräumen zwischen den drei größeren Kreisen und dem Zwischenraum zwischen dem Dreieck und dem inneren größeren Kreis.
  • Alle vier Messtargets 6, 8, 10, 12 haben das gleiche geometrische Muster, wobei das geometrische Muster der linken Messtargets 10 und 12 in 1 jeweils punktsymmetrisch gespiegelt zu dem Muster der rechten Messtarget 6 und 8 ist.
  • An der Werkstatt- oder Messplatzdecke, die in den Figuren nicht dargestellt ist, ist ein quer zur Fahrzeugrichtung angeordneter Tragbalken 22 befestigt, dessen Enden sich über die linke und die rechte Kraftfahrzeugseite hinaus erstrecken. An dem rechten Ende des Tragbalkens 22 ist eine rechte Messkamera 14 angeordnet, und an dem linken Ende des Tragbalkens 22 ist eine linke Messkamera 16 angeordnet. Die Kamerablickfelder 18 und 20 der beiden Messkameras 14 und 16 sind in 1 schematisch in Form von gestrichelten Rechtecken dargestellt. Die in den Draufsichten gezeigten Kamerablickfelder 18, 20 sowie 34, 36, 38, 40 sind schematisch rechteckig ausgeführt, in der Praxis haben sie oft eine ovale oder runde Form.
  • Das Kamerablickfeld 18 der rechten Messkamera 14 ist so bemessen, dass das Messtarget 6 an dem rechten Vorderrad und das Messtarget 8 an dem rechten Hinterrad 8 vollständig darin liegen. Ebenso ist das Kamerablickfeld 20 der linken Messkamera 16 so bemessen, dass das Messtarget 10 an dem linken Vorderrad und das Messtarget 12 an dem linken Hinterrad des Kraftfahrzeuges 4 vollständig darin liegen.
  • 2 zeigt eine Seitenansicht des ersten Messplatzes 2.
  • In 2 sind die Plattenform der linken Messtargets 10 und 12 sowie die Spannmittel bzw. Radadapter, mit denen diese an dem linken Vorderrad und dem linken Hinterrad des Kraftfahrzeugs 4 befestigt sind, gut zu erkennen.
  • Des Weiteren ist die linke Messkamera 16 zu erkennen, die an dem Tragbalken 22 befestigt ist und sich von diesen ein Stück weit nach unten erstreckt. Das Kamerablickfeld 20 der linken Messkamera 16 ist mittels zwei gestrichelten Linien dargestellt. Die linken Messtargets 10 und 12 liegen in diesem Kamerablickfeld 20.
  • 3 zeigt eine Draufsicht auf einen zweiten Messplatz 24 und auf das darin stehende Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Das Kraftfahrzeug 4 mit seinen an den Rädern angeordneten Messtargets 6, 8, 10 und 12 entspricht dem in 1 gezeigten.
  • Die Fahrwerksvermessungseinrichtung umfasst einen oberhalb des Kraftfahrzeugs 4 an der Messplatzdecke angeordneten rechteckigen Tragrahmen 42, dessen Querstreben sich jeweils über die linke und rechte Kraftfahrzeugseite hinaus erstrecken, und dessen Längsstreben die Endbereiche der vorderen und hinteren Querstreben miteinander verbinden. An den Enden der Querstreben und oberhalb der jeweiligen Messtargets 6, 8, 10 und 12, sind jeweils vier Messkameras 26, 28, 30 und 32 befestigt. Diese sind nach unten gerichtet und haben jeweils ein Kamerablickfeld 34, 36, 38 und 40, das in 3 durch ein gestricheltes Rechteck dargestellt ist. Die Kamerablickfelder 34, 36, 38 und 40 sind deutlich kleiner ausgeprägt als die Kamerablickfelder 18 und 20 in 1, und sie umfassen jeweils nur das darunter liegende Messtarget 6, 8, 10 und 12.
  • 4 zeigt eine Seitenansicht des zweiten Messplatzes 24.
  • In 4 sind die unterhalb des Tragrahmens 42 angeordneten und nach unten gerichteten linken Messkameras 30 und 32 sowie deren Kamerablickfelder 38 und 40 zu erkennen, in denen die beiden linken Messtargets 10 und 12 liegen.
  • 5 zeigt eine Draufsicht auf einen dritten Messplatz 44 und auf das darin stehende Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Der dritte Messplatz 44 entspricht dem in 1 gezeigten ersten Messplatz 2, wobei im Unterschied hierzu die Kamerablickfelder 18, 20 breiter ausgeführt sind und sich bis zu einer Position auf dem Kraftfahrzeug 4 erstrecken, die ungefähr auf einem Drittel der Breite des Kraftfahrzeugs 4 liegt. Ferner ist ein kreisförmiges Abstandstarget 46 in einem vorderen linken Endbereich des Dachs des Kraftfahrzeugs 4 angeordnet. Das Abstandstarget 46 ist scheibenförmig, nach oben gerichtet und weist an seiner Oberseite Muster mit vier kleinen, an den Eckpunkten eines nicht gezeigten Quadrats angeordneten Kreisen auf. Das Abstandstarget 46 liegt innerhalb des Kamerablickfelds 20 der linken Messkamera 16 und wird somit von dieser erfasst.
  • 6 zeigt eine Seitenansicht des dritten Messplatzes 44.
  • In 6 ist das Abstandstarget 46 von der Seite zu sehen. Dabei ist die obere kreisförmige Targetscheibe sowie ein flacher und flächiger Befestigungsmagnet zu erkennen, der unterhalb der Targetscheibe angeordnet ist, und mit Hilfe dessen das Abstandstarget 46 an der bestimmten Position auf dem Dach des Kraftfahrzeugs 4 befestigt ist.
  • 7 zeigt eine Draufsicht auf einen vierten Messplatz 48 und auf das darin stehende Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Der vierte Messplatz 48 entspricht dem ersten Messplatz 2, wobei zusätzlich ein Abstandssensor 50 vorgesehen ist, der hinter dem mittleren Bereich des Tragbalkens 22 angeordnet und fest mit diesem verbunden ist. Der Abstandssensor 50 umfasst eine kreisförmig dargestellte Laserquelle und einen ebenfalls kreisförmig dargestellten Empfänger hierfür. Der Verlauf des auf einen bestimmten Punkt des Dachs des Kraftfahrzeugs 4, insbesondere auf den höchsten Punkt des Dachs, gerichteten und davon reflektierten Laserstrahls ist in 7 in Form von zwei gestrichelten Pfeilen dargestellt.
  • 8 zeigt eine Seitenansicht des vierten Messplatzes 48.
  • In 8 ist ebenfalls der hinter dem Tragbalken 22 angeordnete, nach unten gerichtete Abstandssensor 50 zu erkennen. Der Verlauf des Laserstrahls von dem Abstandssensor 50 auf den höchsten Punkt des Dachs des Kraftfahrzeugs 4 und zurück ist in Form eines gestrichelten Doppelpfeils dargestellt.
  • 9 zeigt eine Draufsicht auf einen fünften Messplatz 52 und auf das darin stehende Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Der fünfte Messplatz 52 entspricht dem zweiten Messplatz 24, wobei im Unterschied hierzu die Kamerablickfelder 34, 36, 38, 40 jeweils breiter ausgebildet sind und sich ein Stück weit bis auf das Kraftfahrzeug 4 erstrecken, insbesondere bis zu einer Breitenposition von etwa einem Fünftel der Fahrzeugbreite. Des Weiteren ist ein Abstandstarget 54 an der linken Seite der Motorhaube des Kraftfahrzeugs 4 an einer bestimmten Position angeordnet, das hinsichtlich seines Aufbaus dem Abstandstarget 46 des dritten Messplatzes 44 entspricht. Das Abstandstarget 54 liegt innerhalb des Kamerablickfelds 38 der vorderen linken Messkamera 30.
  • 10 zeigt eine Seitenansicht des fünften Messplatzes 52.
  • In 10 ist die Targetscheibe sowie der darunter angeordnete flächige Befestigungsmagnet des Abstandstargets 54 zu erkennen, mithilfe dessen das Abstandstarget 54 auf der Motorhaube des Kraftfahrzeugs 4 an einer vorgegebenen Position befestigt ist.
  • 11 zeigt eine Draufsicht auf einen sechsten Messplatz 56 und auf das darin stehende Kraftfahrzeug 4 mit Messtargets 6, 8, 10, 12 an seinen Rädern.
  • Der sechste Messplatz 65 entspricht dem zweiten Messplatz 24, wobei im Unterschied hierzu ein Abstandssensor 58 vorgesehen ist, der sich von der hinteren Querstrebe des Tragrahmens 42 an einem Haltearm nach vorne erstreckt, sodass er sich in etwa mittig über dem Dach des Kraftfahrzeugs 4 befindet. Der Abstandssensor 58 weist eine kreisförmig dargestellte Laserquelle und einen ebenfalls kreisförmig ausgeführten Empfänger hierfür auf. Der Verlauf des auf einen bestimmten Punkt des Dachs des Kraftfahrzeugs 4, insbesondere auf den höchsten Punkt des Dachs, gerichteten und davon reflektierten Laserstrahls ist in 11 durch zwei gestrichelte Pfeile dargestellt.
  • 12 zeigt eine Seitenansicht des sechsten Messplatzes 56.
  • In 12 ist der in dem Tragrahmen 42 angeordnete und ein Stück weit aus diesem nach unten herausstehende Abstandssensor 58 zu erkennen. Des Weiteren ist der Verlauf des auf den vorgegebenen Punkt auf dem Kraftfahrzeug 4 ausgestrahlte und von diesem reflektierte Laserstrahl mittels eines gestrichelten Doppelpfeils dargestellt.
  • Die Messplätze 3, 24, 44, 48, 52 und 56 verfügen des Weiteren noch über eine Datenverarbeitungseinheit, die mit den Messkameras 14, 16 oder 24, 28, 30, 32 sowie, falls vorhanden, mit den Abstandssensoren 50 und 58 verbunden ist und dafür konfiguriert ist, die Abbildung der Messkameras 14, 16 oder 24, 28, 30, 32 und ggf. die Messwerte der Abstandssensoren 50 und 58 zu verarbeiten. Diese Datenverarbeitungseinheit ist in den Figuren nicht dargestellt.
  • Im Betrieb der Messplätze 2, 24, 44, 48, 52 und 56 werden zunächst die Messtargets 6, 8, 10 und 12 mittels ihrer Spannwerkzeuge oder Radadapter an den Rädern des Kraftfahrzeugs 4 befestigt und so in eine festgelegte Position zu den Rädern des Kraftfahrzeugs 4 gebracht.
  • Die Position der Messkameras 14 und 16 sowie der Messkameras 26, 28, 30 und 32 zueinander ist entweder durch eine hochgenaue Anbringung an dem Tragbalken 22 oder dem Tragrahmen 42 oder durch eine vorige Kalibrierung genau bekannt.
  • Dann werden die Messtargets 6, 8, 10, 12 beim den Messplätzen 2, 44, 48 mit zwei Kameras 14 und 16 und bei den Messplätzen 24, 52, 56 mit den vier Kameras 26, 28, 30 und 32 erfasst.
  • Nach Übermittlung der Abbildungen der Messkameras 14, 16 bzw. 26, 28, 30 und 32, ermittelt die Datenverarbeitungseinheit die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder daraus, indem die Abbildungen mit gespeicherten Referenzabbildungen verglichen werden.
  • Um die Genauigkeit zu erhöhen und insbesondere, wenn die zur Verfügung stehenden Messtargets 6, 8, 10 und 12 mit den zur Verfügung stehenden Spannmitteln bzw. Radadaptern nicht positionsgenau an den Rädern des Kraftfahrzeugs 4 befestigt werden können, können die Räder des Kraftfahrzeugs 4, insbesondere durch Verschieben des Kraftfahrzeugs 4 nach vorne oder nach hinten, bewegt und abgerollt werden, und die Messkameras 14 und 16 (bei den Messplätzen 2, 44, 48) und 26, 28, 30 und 32 (bei den Messplätzen 24, 52, 56) erfassen den Bewegungsverlauf der Messtargets 6, 8, 10, 12, mindestens je doch eine Folge von mehreren Abbildungen davon. Aus dem Bewegungsverlauf der Messtargets 6, 8, 10, 12 bestimmt die Datenverarbeitungseinheit die Drehachse der Räder und somit die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder des Kraftfahrzeugs 4.
  • Bei den Messplätzen 44 und 52 erfasst die Kamera 16, 30 zusätzlich noch das Abstandstarget 46, 54. Die Datenverarbeitungseinheit berechnet aus der Abbildung des Abstandstargets 46, 54 den Abstand zwischen der Messkamera 16, 30 und dem Abstandstarget 46, 54, und aus der Abbildung der Messtargets 6, 8, 10, 12 die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera 14, 16 bzw. 26, 28, 30, 32 und dem jeweiligen Messtarget 6, 8, 10, 12, und sie berechnet aus diesen Abständen, sowie aus der Position der Messkameras 14, 16 bzw. 26, 28, 30, 32 zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs 4. Diese Berechnung ist dem Fachmann bekannt und braucht hier nicht erläutert zu werden.
  • Bei den Messplätzen 48 und 56 bestimmt der Abstandssensor 50, 58 zusätzlich noch den Abstand zu einem vorgegebenen Messpunkt auf der Karosserie des Kraftfahrzeugs 4, insbesondere zum höchsten Punkt dessen Dachs. Die Datenverarbeitungseinheit berechnet aus der Abbildung der Messtargets 6, 8, 10, 12 die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera 14, 16 bzw. 26, 28, 30, 32 und dem jeweiligen Messtarget 6, 8, 10, 12, und sie berechnet aus diesen Abständen, aus dem Abstand des Abstandssensors 50, 58 zu dem Messpunkt auf der Karosserie, sowie aus der Position der Messkameras 14, 16 bzw. 26, 28, 30, 32 zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs 4.
  • Nach Ermittlung der Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs 4, entweder basierend auf dem Erfassen der Abstandstargets 46, 54 durch die entsprechenden Messkameras 14, 16 bzw. 26, 28, 30, 32 oder basierend auf den Abstandssensoren 50, 58, kann die Datenverarbeitungseinheit daraus Sollwerte für die räumliche Stellung der Vorder- und Hinterräder ermitteln, die für die Beurteilung der Qualität der von der Datenverarbeitungseinheit ermittelten räumlichen Stellung der Vorder- und Hinterräder bspw. durch einen Vergleich herangezogen werden kann.
  • 2
    erster Messplatz
    4
    Kraftfahrzeug
    6, 8, 10, 12
    Messtarget
    14, 16
    Messkameras
    18, 20
    Kamerablickfelder
    22
    Tragbalken
    24
    zweiter Messplatz
    26, 28, 30, 32
    Messkameras
    34, 36, 38, 40
    Kamerablickfelder
    42
    Tragrahmen
    44
    dritter Messplatz
    46
    Abstandstarget
    48
    vierter Messplatz
    50
    Abstandssensor
    52
    fünfter Messplatz
    54
    Abstandstarget
    56
    sechster Messplatz
    58
    Abstandssensor
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - WO 97/14016 [0002, 0005, 0018]

Claims (19)

  1. Fahrwerksvermessungseinrichtung für ein auf einem Messplatz (2) stehendes Kraftfahrzeug (4), umfassend: nach oben gerichtete Messtargets (6, 8, 10, 12) an den Rädern des Kraftfahrzeugs (4), eine nach unten gerichtete erste Messkamera (14), die so oberhalb des Messplatzes (2) auf der rechten Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des rechten Vorderrads (6) und das Messtarget des rechten Hinterrads (8) in ihrem Blickfeld (18) liegen; eine nach unten gerichtete zweite Messkamera (16), die so oberhalb des Messplatzes (2) auf der linken Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des linken Vorderrads (10) und das Messtarget des linken Hinterrads (12) in ihrem Blickfeld liegen; wobei die erste und die zweite Messkamera (14, 16) in einer vorgegebenen Position zueinander angeordnet sind; und eine Datenverarbeitungseinheit, die so konfiguriert ist, dass sie aus den von den Messkameras (14, 16) erfassten Abbildungen der Messtargets (6, 8, 10, 12) die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder ermittelt.
  2. Fahrwerksvermessungseinrichtung für ein auf einem Messplatz (24) stehendes Kraftfahrzeug (4), umfassend: nach oben gerichtete Messtargets (6, 8, 10, 12) an den Rädern des Kraftfahrzeugs (4), eine nach unten gerichtete erste Messkamera (26), die so oberhalb des Messplatzes (24) auf der rechten Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des rechten Vorderrads (6) in ihrem Blickfeld liegt; eine nach unten gerichtete zweite Messkamera (28), die so oberhalb des Messplatzes (24) auf der rechten Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des rechten Hinterrads (8) in ihrem Blickfeld liegt; eine nach unten gerichtete dritte Messkamera (30), die so oberhalb des Messplatzes (24) auf der linken Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des linken Vorderrads (10) in ihrem Blickfeld liegt; eine nach unten gerichtete vierte Messkamera (32), die so oberhalb des Messplatzes (24) auf der linken Kraftfahrzeugseite angeordnet ist, dass das Messtarget des linken Hinterrads (12) in ihrem Blickfeld liegt; wobei die Messkameras (26, 28, 30, 32) in einer vorgegebenen Position zueinander angeordnet sind; und eine Datenverarbeitungseinheit, die so konfiguriert ist, dass sie aus den von den Messkameras (26, 28, 30, 32) erfassten Abbildungen der Messtargets (6, 8, 10, 12) die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder ermittelt.
  3. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach Anspruch 2, wobei wenigstens zwei der Messkameras (26, 28, 30, 32), insbesondere die hinteren Messkameras (28, 32) oder die vorderen Messkameras (26, 30), längsverschieblich ausgebildet sind, um Kraftfahrzeuge mit unterschiedlichen Radständen zu erfassen.
  4. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Messkameras (14, 16) im Betrieb den Bewegungsverlauf der Messtargets (6, 8, 10, 12) während einer Drehbewegung der Räder des Kraftfahrzeugs (4) erfassen, und wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie aus dem Bewegungsverlauf der Messtargets (6, 8, 10, 12) die Drehachse der Räder und somit die räumliche Stellung der Vorderräder und der Hinterräder des Kraftfahrzeugs (4) bestimmt.
  5. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Messkameras (14, 16) jeweils als ein Paar von zwei Stereokameras ausgebildet sind, die beide jeweils mit einem unterschiedlichen Winkel auf das entsprechende Messtarget (6, 8, 10, 12) ausgerichtet sind.
  6. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei weitere auf die Messtargets (6, 8, 10, 12) gerichtete Kameras vorgesehen sind.
  7. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Messkameras (14, 16) höhenverstellbar sind.
  8. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Messkameras (14, 16) an der Decke des Messplatzes (2) angebracht sind.
  9. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Messkameras (14, 16; 26, 28, 30, 32) an einen Befestigungsträger (22; 42), insbesondere an einem Tragbalken (22) oder an einem Tragrahmen (42), oberhalb des Messplatzes (2; 24) angebracht sind.
  10. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach Anspruch 9, wobei der Befestigungsträger (22) höhenverstellbar ist.
  11. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach Anspruch 10, wobei der höhenverstellbare Befestigungsträger (22) der Messkameras (14, 16) über einen Antrieb verfügt.
  12. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei der Messplatz (2) ferner über eine Hebebühne verfügt.
  13. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach Anspruch 12, wobei der Antrieb des höhenverstellbaren Befestigungsträgers (22) mit der Hebebühne gekoppelt ist, um im Betrieb eine synchrone Bewegung des höhenverstellbaren Befestigungsträgers (22) mit der Hebebühne zu ermöglichen.
  14. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei ein Abstandssensor (50) so oberhalb des Messplatzes (48) angeordnet ist, dass er im Betrieb den Abstand zu einem vorgebbaren Messpunkt auf der Karosserie, insbesondere zu dem höchsten Punkt des Dachs der Karosserie, bestimmt, wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie im Betrieb aus der Abbildung der Messtargets (6, 8, 10, 12) die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera (14, 16) und dem jeweiligen Messtarget (6, 8, 10, 12) berechnet, und dass sie aus diesen Abständen, aus dem Abstand des Abstandssensors (50) zu dem Messpunkt auf der Karosserie sowie aus der Position der Messkameras (14, 16) zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs (4) berechnet.
  15. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach Anspruch 14, wobei der Abstandssensor (50) an einer der Messkameras (14, 16) oder an dem Befestigungsträger (22) angebracht ist.
  16. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei ein Abstandssensor so an einer vorgebbaren Position auf der Karosserie angeordnet ist, dass er im Betrieb den Abstand zu dem Befestigungsträger (22) oder zu wenigstens einer Messkamera (14, 16) bestimmt, wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie im Betrieb aus der Abbildung der Messtargets (6, 8, 10, 12) die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera (14, 16) und dem jeweiligen Messtarget (6, 8, 10, 12) berechnet, und dass sie aus diesen Abständen, aus dem Abstand des Abstandssensors zu dem Befestigungsträger (22) oder der Messkamera (14, 16) sowie aus der Position der Messkameras (14, 16) zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs (4) berechnet.
  17. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei wenigstens eine Messkamera (14, 16) im Betrieb einen vorgebbaren Messpunkt an der Karosserie des Kraftfahrzeugs (4) erfasst, und wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie im Betrieb aus der Abbildung des Messpunkts den Abstand zwischen der Messkamera (14, 16) und dem Messpunkt und aus der Abbildung der Messtargets (6, 8, 10, 12) die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera (14, 16) und dem jeweiligen Messtarget (6, 8, 10, 12) berechnet, und dass sie aus diesen Abständen sowie aus der Position der Messkameras (14, 16) zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs (4) berechnet.
  18. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei wenigstens eine der Messkameras (16) im Betrieb ein an einer vorgebbaren Position an der Karosserie des Kraftfahrzeugs (4) angebrachtes Abstandstarget (46) erfasst, und wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie im Betrieb aus der Abbildung des Abstandstargets (46) den Abstand zwischen der Messkamera (16) und dem Abstandstarget (46) und aus der Abbildung der Messtargets (6, 8, 10, 12) die Abstände zwischen der jeweiligen Messkamera (14, 16) und dem jeweiligen Messtarget (6, 8, 10, 12) berechnet, und dass sie aus diesen Abständen sowie aus der Position der Messkameras (14, 16) zueinander die Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs (4) berechnet.
  19. Fahrwerksvermessungseinrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 18, wobei die Datenverarbeitungseinheit so konfiguriert ist, dass sie in Abhängigkeit der ermittelten Höhenstände der Räder des Kraftfahrzeugs (4) die für diese Höhenstände gültigen Sollwerte der räumlichen Stellung der Vorderräder und der Hinterräder errechnet oder aus einer Datenbank abruft.
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