DE19645903C2 - Elektrische Schutzschaltung - Google Patents
Elektrische SchutzschaltungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine elektrische Schutzschaltung zum
Schutz des Spannungsversorgungsanschlusses eines Transforma
tors einer elektrischen Modellbahnanlage vor rücktransfor
mierten Spannungen.
Die Erfindung betrifft außerdem einen Transformator zur Span
nungsversorgung einer elektrischen Modellbahnanlage.
Ferner betrifft die Erfindung eine Sicherheitsvorrichtung zum
Schutz vor von einem Transformator einer elektrischen Modell
eisenbahn rücktransformierten Spannungen.
Beim Betrieb elektrischer Modellbahnanlagen, beispielsweise
einer elektrischen Modelleisenbahnanlage, kommen üblicherwei
se Transformatoren zum Einsatz, mit deren Hilfe eine elektri
sche Versorgungsspannung von 230 V auf eine Betriebsspannung
von beispielsweise 16 V transformiert wird. Bei umfangreiche
ren Modellbahnanlagen mit einer Vielzahl von elektrischen
Energieverbrauchern werden häufig mehrere Transformatoren
verwendet. Werden beim Einsatz von mindestens zwei Transfor
matoren deren Sekundärspulen parallel geschaltet, wobei der
erste Transformator an eine die elektrische Versorgungsspan
nung bereitstellende Spannungsversorgung angeschlossen, der
zweite Transformator jedoch davon abgetrennt ist, so hat dies
zur Folge, daß an dem für die elektrische Spannungsversorgung
vorgesehenen Anschluß des zweiten Transformators 230 V anlie
gen.
Diese Spannungsbeaufschlagung resultiert aus der im zweiten
Transformator erfolgenden Rücktransformation der vom ersten
Transformator zur Verfügung gestellten Betriebsspannung auf
die hohe Versorgungsspannung. Beim Betrieb üblicher Transfor
matoren ist deshalb ausdrücklich darauf zu achten, daß diese
nicht irrtümlich beispielsweise über einen an beide Transfor
matoren angeschlossenen Verbraucher parallel geschaltet wer
den, da hiermit eine beträchtliche Verletzungsgefahr für den
Betreiber verbunden ist.
Aus der DE 27 18 261 C2 ist eine Schaltungsanordnung zur Ver
meidung von Rückspannungen bei über Transformatoren in Paral
lelschaltung gespeisten Modellanlagen bekannt, bei der bei
einer Unterbrechung der elektrischen Versorgungsspannung der
Sekundärstromkreis des Transformators unterbrochen wird.
Aus der DE 30 49 705 A1 ist eine Schutzschaltung zum Schutz
gegen Rückspannungen beim Zusammenschalten oder Trennen von
zwei oder mehreren Transformatoren bekannt, die die Merkmale
des Oberbegriffs des Anspruchs 1 aufweist.
Bei der aus der DE 30 49 705 A1 bekannten Schutzschaltung
liegt die elektrische Versorgungsspannung direkt am Steuer
eingang des Schaltelements an, so daß das Schaltelement für
hohe Steuerspannungen ausgelegt sein muß, wenn die Schutz
schaltung direkt am Stromversorgungsnetz betrieben werden
soll. Dies macht relativ große und teure Schaltelemente er
forderlich.
In dem Buch von U. Tietze und Ch. Schenk mit dem Titel "Halb
leiterschaltungstechnik" (8. Auflage, Berlin, Springer-Verlag
1986) wird auf Seite 520 eine Spannungsbegrenzung beschrieben
mittels einer Z-Diode, die in Reihe zu einem Ohmschen Widerstand
geschaltet ist und an der eine Steuerspannung abgegrif
fen werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine elektrische
Schutzschaltung derart auszubilden, daß sie aus kleinen,
preiswerten Bauteilen aufgebaut sein und dennoch bei einer
hohen Versorgungsspannung, beispielsweise der Netzspannung,
betrieben werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schutzschaltung
nach Anspruch 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Schutzschaltung verhindert bei parallel
geschalteten Transformatoren zuverlässig eine unbeabsichtigte
Spannungsbeaufschlagung des Spannungsversorgungsanschlusses
der Transformatoren aufgrund einer Spannungsrücktransforma
tion.
Die erfindungsgemäße Schutzschaltung kann zwischen den Trans
formator und die elektrische Spannungsversorgung geschaltet
werden, so daß es zum Abtrennen des Transformators von der
elektrischen Spannungsversorgung lediglich erforderlich ist,
den entsprechenden Anschluß der Schutzschaltung von der elek
trischen Spannungsversorgung zu lösen, während die Verbindung
zwischen Schutzschaltung und Transformator bestehen bleibt.
Das Lösen des Anschlusses von der Spannungsversorgung hat für
die Schutzschaltung eine Unterbrechung der elektrischen Ver
sorgungsspannung zur Folge, und dies wiederum bewirkt, daß
die elektrische Verbindung zwischen dem Anschluß an die Spannungsversorgung
und dem Anschluß an den Transformator mittels
des Schaltelements selbsttätig unterbrochen wird. Mit dem Ab
trennen des entsprechenden Anschlusses der Schutzschaltung
von der Spannungsversorgung wird somit auch die Verbindung
zwischen diesem Anschluß und der Primärspule des Transforma
tors unterbrochen. Ist letzterer mit einem zweiten Transfor
mator parallel geschaltet, so wird aufgrund der erfindungsge
mäßen Schutzschaltung eine Spannungsbeaufschlagung des An
schlusses an die elektrische Spannungsversorgung aufgrund ei
ner erfolgenden Spannungsrücktransformation durch die Unter
brechung der elektrischen Verbindung zwischen den Anschlüssen
der Schutzschaltung zuverlässig verhindert.
Die Schutzschaltung umfaßt zum Schutz vor Induktionsspan
nungsspitzen der Primärspule des Transformators einen paral
lel zur Primärspule anschließbaren spannungsabhängigen Wider
stand. Wird die Spannungsversorgung des Transformators unter
brochen, indem der entsprechende Anschluß der Schutzschaltung
von der elektrischen Spannungsversorgung abgetrennt wird, so
hat dies eine relativ hohe Induktionsspannung zur Folge, mit
der die Schutzschaltung beaufschlagt wird. Um bei sehr hohen
Spannungsspitzen eine Zerstörung der Schutzschaltung zu ver
hindern, ist der spannungsabhängige Widerstand parallel an
die Primärspule des Transformators anschließbar. Bei sehr ho
hen Spannungsspitzen verringert der spannungsabhängige Wider
stand drastisch seinen Widerstandswert, so daß die Primärspu
le praktisch kurzgeschlossen wird. Eine Zerstörung der
Schutzschaltung aufgrund sehr hoher Induktionsspannungen wird
damit verhindert.
Als Schaltelement kann beispielsweise ein elektromechanisches
Relais zum Einsatz kommen. Aufgrund der damit verbundenen re
lativ langen Schaltzeiten ist allerdings nicht in allen Fällen
zuverlässig gewährleistet, daß bei Unterbrechung der
elektrischen Versorgungsspannung die elektrische Verbindung
zwischen den Anschlüssen der erfindungsgemäßen Schutzschal
tung unterbrochen wird. Es ist deshalb vorteilhaft, wenn das
Schaltelement ein elektronisches oder optoelektronisches Bau
element umfaßt, da diese Bauelemente geringere Schaltzeiten
aufweisen.
Besonders günstig ist es, wenn das Schaltelement ein Halblei
terbauelement aufweist.
Bei einer besonders zuverlässig betreibbaren und kostengün
stig herstellbaren Ausführungsform ist vorgesehen, daß das
Schaltelement einen TRIAC (Triode-Alternating-Current switch,
Wechselstrom-Schaltdiode) umfaßt. Ein TRIAC läßt sich mittels
einer Steuerspannung auf einfache Weise steuern, wodurch in
kostengünstiger Weise der Stromfluß zwischen den Anschlüssen
der erfindungsgemäßen Schutzschaltung geschaltet werden kann.
Liegt keine Steuerspannung an, so hat dies zur Folge, daß der
Stromfluß zwischen den Anschlüssen zuverlässig verhindert
wird, während bei Vorliegen einer entsprechenden Steuerspan
nung der TRIAC durchschaltet, so daß eine elektrische Verbin
dung zwischen den Anschlüssen der Schutzschaltung besteht.
Das Spannungsbegrenzungsglied kann beispielsweise zwei in
Reihe geschaltete und entgegengesetzt zueinander gepolte Ze
ner-Dioden umfassen. Die an den Zener-Dioden abfallende Span
nung kann zur Steuerung des Schaltelements verwendet werden,
wobei die Zener-Dioden sicherstellen, daß die Steuerspannung
auf einen das Schaltelement nicht zerstörenden Spannungswert
begrenzt wird, denn bei Überschreiten der entsprechenden Ze
ner-Spannung schalten die Zener-Dioden durch und es erfolgt
nur noch ein relativ geringer Spannungsabfall.
Die Schutzschaltung kann grundsätzlich in ein vom Transforma
tor getrenntes Gehäuse integriert sein und eine separate Si
cherheitsvorrichtung ausbilden. In diesem Fall ist es gün
stig, wenn die Schutzschaltung zum Anschluß an die Steckdose
einer elektrischen Spannungsversorgung ein Versorgungskabel
mit einem Stecker aufweist sowie eine in das Gehäuse inte
grierte Steckdose zum Anschluß des Netzsteckers des Transfor
mators. Soll der Transformator von der elektrischen Span
nungsversorgung getrennt werden, so ist es hierzu lediglich
erforderlich, den Stecker der eigenständig ausgebildeten Si
cherheitsvorrichtung aus der Steckdose der Spannungsversor
gung zu ziehen.
Soll eine dauerhafte Verbindung der elektrischen Schutzschal
tung mit dem Transformator erzielt werden, so ist es von Vor
teil, wenn die Schutzschaltung in den Transformator inte
griert ist, d. h. wenn der Transformator zur Spannungsversor
gung einer elektrischen Modellbahn eine entsprechende Schutz
schaltung umfaßt. Dadurch wird insbesondere verhindert, daß
der Betreiber der Modellbahn irrtümlich die Verbindung zwi
schen der Schutzschaltung und der Primärspule des Transformators
löst anstatt die Verbindung zwischen der Schutzschaltung
und der elektrischen Spannungsversorgung.
Die nachfolgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungs
form der erfindungsgemäßen Schutzschaltung dient im Zusammen
hang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild zweier vorbekannter, par
allel geschalteter Transformatoren und
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Schutzschaltung.
In Fig. 1 sind in schematischer Darstellung zwei mit den Be
zugsziffern 10 bzw. 12 belegte übliche Transformatoren zur
Spannungsversorgung einer aus der Zeichnung nicht ersichtli
chen Modelleisenbahn dargestellt. Hierbei kann es sich sowohl
um Stelltransformatoren als auch um Festspannungstransforma
toren handeln. Die Transformatoren 10 und 12 weisen jeweils
ein Anschlußkabel 14 bzw. 16 auf, an deren freiem Ende ein
Netzstecker 18 bzw. 20 angeordnet ist. Der Netzstecker 20 des
Transformators 12 ist in eine Steckdose einer mit einer in
der Zeichnung nicht dargestellten elektrischen Spannungsver
sorgung verbundenen Steckdosenleiste 22 eingesteckt, während
der Netzstecker 18 des Transformators 10 von der Steckdosen
leiste 22 getrennt ist.
Die Transformatoren 10 und 12 weisen ausgangsseitig jeweils
zwei mit 0 bezeichnete Augänge sowie jeweils einen Ausgang L
und einen Ausgang B auf, wobei die Ausgänge L und B sowie ei
ner der mit 0 bezeichneten Ausgänge über Verbindungskabel 24,
25 bzw. 26 miteinander verbunden sind, d. h. die aus dem Stand
der Technik bekannten Transformatoren 10 und 12 sind parallel
geschaltet. Eine derartige, in aller Regel unbeabsichtigte
Parallelschaltung kann sich beispielsweise dadurch ergeben,
daß die Ausgänge der beiden Transformatoren 10 und 12 irrtüm
lich an denselben elektrischen Energieverbraucher angeschlos
sen sind. Die Gefahr einer solchen Parallelschaltung besteht
insbesondere bei umfangreicheren elektrischen Modellbahnanla
gen mit einer Vielzahl von Energieverbrauchern und mehreren
Transformatoren.
Über die Steckdosenleiste 22, den Netzstecker 20 und das An
schlußkabel 16 wird dem Transformator 12 eine elektrische
Versorgungsspannung zur Verfügung gestellt, so daß an den
Ausgängen des Transformators 12 die für den Betrieb der in
der Zeichnung nicht dargestellten Modelleisenbahn erforderli
che Betriebsspannung anliegt. Da die Ausgänge L, 0 und B des
Transformators 10 beispielsweise über einen in der Zeichnung
nicht dargestellten Energieverbraucher mit den korrespondie
renden Ausgängen des Transformators 12 elektrisch verbunden
sind, erfolgt im Transformator 10 eine Rücktransformation der
Betriebsspannung auf die vergleichsweise hohe Netzspannung, die von der
Steckdosenleiste 22 dem Transformator 12 zur Verfügung ge
stellt wird. Die Parallelschaltung der aus dem Stand der
Technik bekannten Transformatoren 10 und 12 hat somit zur
Folge, daß an dem Netzstecker 18 des Transformators 10 die
hohe Netzspannung anliegt. Dies ist in Fig. 1 durch das
Blitzsymbol dargestellt.
Um eine derartige unbeabsichtigte Spannungsbeaufschlagung des
nicht mit der Steckdosenleiste 22 verbundenen Netzsteckers 18
zu verhindern, wird die in Fig. 2 insgesamt mit dem Bezugs
zeichen 30 belegte Schutzschaltung vorgeschlagen. Diese um
faßt zum Anschluß an die Steckdosenleiste 22 eingangsseitig
zwei Anschlüsse 32 und 33 und zum Anschluß an die Primärspule
eines Transformators ausgangsseitig zwei Anschlüsse 34 und
35, die über Verbindungsleitungen 36 und 37 mit den Anschlüs
sen 32 bzw. 33 elektrisch in Verbindung stehen. Die Anschlüs
se 32 und 33 sind über einen Spannungsteiler miteinander ver
bunden, der einen ohmschen Widerstand 38 sowie zwei in Reihe
geschaltete und entgegengesetzt zueinander gepolte Zener-
Dioden 39 und 40 umfaßt. Der an den Zener-Dioden 39 und 40
erfolgende Spannungsabfall wird von einer Steuerleitung 42
abgegriffen, die eine Verbindung herstellt zwischen einem
zwischen dem ohmschen Widerstand 38 und der Zenerdiode 39 ge
legenen Anschlußknoten 41 und der Steuerelektrode eines in
die Verbindungsleitung 36 geschalteten TRIACS 43. Um den in
der Steuerleitung 42 fließenden Steuerstrom zu begrenzen, ist
in die Steuerleitung in weiterer ohmscher Widerstand 44 ge
schaltet.
Die Schutzschaltung 30 weist außerdem einen zwischen die Ver
bindungsleitungen 36 und 37 geschalteten, die Anschlüsse 34
und 35 miteinander verbindenden spannungsabhängigen Wider
stand 45 auf.
Die Schutzschaltung 30 kann in ein in der Zeichnung nicht
dargestelltes eigenständiges Gehäuse eingebaut sein, beson
ders vorteilhaft ist es allerdings, wenn sie jeweils in die
Gehäuse der in Fig. 1 dargestellten Transformatoren 10 und
12 integriert ist.
Beim Betrieb der beispielsweise in das Gehäuse des Transfor
mators 10 integrierten Schutzschaltung 30 werden die An
schlüsse 32 und 33 mit Hilfe des Anschlußkabels 14 an eine
elektrische Spannungsversorgung angeschlossen. Die Anschlüsse
34 und 35 werden mit der Primärspule des Transformators 10
elektrisch verbunden. Durch die Verbindungsleitungen 36 und
37 wird somit eine elektrische Verbindung zwischen der elek
trischen Spannungsversorgung und der Primärspule des Trans
formators hergestellt. Liegt an den Anschlüssen 32 und 33 die
elektrische Versorgungsspannung an, so wird die Steuerelek
trode des TRIACS 43 mit dem an den Zener-Dioden 39 und 40 er
folgenden Spannungsabfall beaufschlagt, so daß der TRIAC 43
durchschaltet und damit der Anschluß 34 mit dem Anschluß 32
elektrisch verbunden ist. Wird die elektrische Verbindung
zwischen den Anschlüssen 32 und 33 und der elektrischen Span
nungsversorgung durch Ziehen der Netzstecker 18 unterbrochen,
so fällt an den Zener-Dioden 39 und 40 keine Spannung mehr
ab. Dies hat zur Folge, daß der TRIAC 43 nach dem Ziehen des
Netzsteckers 18 ab dem nächsten Nulldurchgang der sinusförmi
gen Netzspannung die Verbindung zwischen den Anschlüssen 32
und 34 unterbricht, da der TRIAC 43 nach diesem Nulldurchgang
erneut eine Zündspannung benötigt, um aus seinem gesperrten
Zustand in seinen geöffneten Zustand überzugehen und die Ver
bindung zwischen den Anschlüssen 32 und 34 freizugeben. Die
erforderliche Zündspannung bleibt jedoch nach dem Ziehen des
Netzsteckers 18 mangels Stromflusses durch die Dioden 39 und
40 aus. Ist der Transformator 12 - wie in Fig. 1 dargestellt
- an die Spannungsversorgung angeschlossen, so hat dies somit
bei parallelgeschalteten Transformatoren 10 und 12 zwar zur
Folge, daß an den Anschlüssen 34 und 35 aufgrund der Span
nungsrücktransformation im Transformator 10 die hohe Netz
spannung anliegt, diese wird jedoch aufgrund des nunmehr ge
sperrten TRIACS 43 nicht an die Anschlüsse 32 und 33 weiter
gegeben. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß bei paral
lelgeschalteten Transformatoren das Ziehen des Netzsteckers
einer der Transformatoren gewährleistet, daß an diesem gezo
genenen Netzstecker auch keine rücktransformierte Spannung
mehr anliegt.
Wird die Schutzschaltung 30 von der elektrischen Spannungs
versorgung abgetrennt, so hat dies außerdem zur Folge, daß in
der mit den Anschlüssen 34 und 35 verbundenen Primärspule des
Transformators 10 eine Spannung induziert wird, mit der die
Schutzschaltung 30 beaufschlagt wird. Zum Schutz vor sehr ho
hen Induktionsspannungsspitzen ist der spannungsabhängige Wi
derstand 45 vorgesehen, der bei hohen Spannungswerten seinen
Widerstandswert drastisch reduziert und damit die Primärspule
praktisch kurz schließt.
Claims (8)
1. Elektrische Schutzschaltung zum Schutz des Spannungsver
sorgungsanschlusses eines Transformators einer elektri
schen Modellbahnanlage vor rücktransformierten Spannungen,
umfassend elektrisch miteinander verbundene Anschlüsse
(32, 34) zum Anschluß der elektrischen Spannungsversorgung
einerseits und der Primärspule des Transformators anderer
seits sowie ein bei Unterbrechung der elektrischen Versor
gungsspannung die elektrische Verbindung (36) zwischen den
Anschlüssen (32, 34) selbsttätig unterbrechendes Schalt
element (43), das mittels einer Steuerspannung steuerbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschaltung (30)
einen mit der elektrischen Spannungsversorgung verbind
baren Spannungsteiler (38, 39, 40) umfaßt, an dem die
Steuerspannung zur Steuerung des Schaltelements (43) abge
griffen wird und der zur Begrenzung der Steuerspannung ein
Spannungsbegrenzungsglied (39, 40) aufweist, und daß die
Schutzschaltung (30) zum Schutz vor Induktionsspannungs
spitzen der Primärspule des Transformators einen parallel
zur Primärspule des Transformators anschließbaren span
nungsabhängigen Widerstand (45) umfaßt.
2. Schutzschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltelement ein elektronisches oder optoelektro
nisches Bauelement (43) umfaßt.
3. Schutzschaltung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schaltelement ein Halbleiterbauelement (43) auf
weist.
4. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schaltelement einen TRIAC (Triode-
Alternating-Current switch, Wechselstrom-Schaltdiode, 43)
umfaßt.
5. Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spannungsbegrenzungsglied zwei in
Reihe geschaltete und entgegengesetzt zueinander gepolte
Zener-Dioden (39, 40) umfaßt.
6. Transformator zur Spannungsversorgung einer elektrischen
Modellbahnanlage, dadurch gekennzeichnet, daß der Trans
formator eine Schutzschaltung nach einem der voranstehen
den Ansprüche umfaßt.
7. Sicherheitsvorrichtung zum Schutz vor von einem Transfor
mator einer elektrischen Modelleisenbahn rücktransformier
ten Spannungen, umfassend ein von dem Transformator ge
trenntes Gehäuse und eine in dem Gehäuse integrierte
Schutzschaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5.
8. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sicherheitsvorrichtung ein Versorgungs
kabel mit einem Stecker zum Anschluß an eine Steckdose ei
ner elektrischen Spannungsversorgung sowie eine in das Ge
häuse integrierte Steckdose zum Anschluß des Netzsteckers
des Transformators umfaßt.
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE3049705A1 (de) * | 1980-12-18 | 1983-05-11 | Wolfgang Ing.(grad.) 7170 Schwäbisch Hall Freier | Schutz gegen rueckspannung beim zusammenschalten und trennen von zwei oder mehreren transformatoren |
| DE2718261C2 (de) * | 1977-04-25 | 1985-09-05 | Gebr. Märklin & Cie GmbH, 7320 Göppingen | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Rückspannungen bei über Transformatoren in Parallelschaltung gespeisten Spielzeug- und Modellanlagen |
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1996
- 1996-11-07 DE DE1996145903 patent/DE19645903C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE2718261C2 (de) * | 1977-04-25 | 1985-09-05 | Gebr. Märklin & Cie GmbH, 7320 Göppingen | Schaltungsanordnung zur Vermeidung von Rückspannungen bei über Transformatoren in Parallelschaltung gespeisten Spielzeug- und Modellanlagen |
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| TIETZE, U., SCHENK, Ch.: Halbleiter-Schaltungs- technik, 8. Aufl. Berlin, Springer-Verlag, 1986, S. 520,532,533 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19645903A1 (de) | 1998-05-20 |
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |
Effective date: 20140603 |