DE1129986B - Verfahren zur Aufzeichnung von elektrischen Signalen auf einen Isolator - Google Patents
Verfahren zur Aufzeichnung von elektrischen Signalen auf einen IsolatorInfo
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Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit HiKe dessen ein Signal,
insbesondere ein Fernsehsignal, auf eine Fläche aus Isoliermaterial, insbesondere Kunststoff, aufgezeichnet
und durch einen die Fläche abtastenden Elektronen- oder Lichtstrahl wiedergewonnen werden
kann. Die Fläche kann auf einem bandförmigen oder scheibenförmigen bewegten Träger aus Isoliermaterial
liegen.
Es ist bereits ein Verfahren zur Aufzeichnung von Fernsehsignalen auf ein bewegtes Band aus Kunststoffmaterial
bekannt, welches darin besteht, daß das Band mit einem hochfrequent modulierten Elektronenstrahl
mit oberflächlichen Ladungen versehen wird und sodann eine Aufheizvorrichtung passiert, in
welcher die Folie zum Teil plastisch wird. Dabei entstehen durch die Abstoßungskräfte der Ladungen
Runzeln auf der Oberfläche, welche durch darauffolgende Abkühlung fixiert werden. Das auf diese
Weise entstehende Bild kann durch eine optische Projektion mit Hilfe einer Schlierenoptik projiziert
und sichtbar gemacht werden. Dieses Verfahren zeichnet sich durch Einfachheit und hohe Auflösung
aus, besitzt jedoch den Nachteil, daß es für Fernsehzwecke nur indirekt verwendet werden kann, etwa
dadurch, daß das erzeugte optische Bild wiederum mit einer Fernsehkamera aufgenommen und in elektrische
Signale umgewandelt wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren anzugeben, mit welchem ein auf dem Kunststoffträger
entstehendes Ladungsbild so umgewandelt werden kann, daß es auch nach längerer Lagerung
unmittelbar durch einen den Träger abtastenden Elektronenstrahl wieder in elektrische Signale umgewandelt
wird, die unmittelbar an eine Studioanlage weitergegeben werden können.
Die Erfindung verwendet hierbei unter anderem Mittel, die aus der elektrographischen Reproduktionstechnik
bekannt sind. Bei der elektrographischen Reproduktionstechnik, der sogenannten Xerographie,
wird eine mit einem Photoleiter überschichtete metallische Platte durch eine Sprühentladung elektrisch
aufgeladen und sodann mit einem optischen Bild belichtet, so daß durch die hierdurch entstehende Photoleitung
die Ladungen an den belichteten Stellen gelöscht werden. Dann wird die Platte mit einem etwa
durch elektrophoretischen bzw. Reibungseffekt aufgeladenen Pulver aus gefärbtem Kunststoffmaterial
bestäubt, welches nur an den Stellen hängenbleibt, an denen die Ladungen zurückgeblieben sind. Danach
wird dieses Pulver auf einen geeigneten Träger übertragen und dort durch Erwärmung festgeschmolzen.
Verfahren zur Aufzeichnung
von elektrischen Signalen auf einen Isolator
von elektrischen Signalen auf einen Isolator
Anmelder:
Fernseh G. m. b. H.,
Darmstadt, Am Alten Bahnhof 6
Darmstadt, Am Alten Bahnhof 6
Dr. Rolf Möller, Darmstadt-Eberstadt,
und Dr. Werner Tretner, Darmstadt,
sind als Erfinder genannt worden
Bei dem Verfahren zum Aufzeichnen bzw. Ablesen
von elektrischen Signalen, z. B. Fernsehsignalen, auf isolierenden Folien, z. B. Kunststoffolien, auf welche
mit Hilfe von elektrostatischen Ladungen fein verteilte, insbesondere in Pulverform vorliegende Teilchen
angeheftet und in einem nachfolgenden Prozeß, ζ. B. durch Verschmelzen, mit dem Träger verbunden
werden, sollen erfindungsgemäß entweder fluoreszierende Teilchen auf einer nichtleuchtenden Folie oder
nichtleuchtende Teilchen auf einer fluoreszierenden Folie aufgebracht werden, derart, daß die aufgezeichneten
Signale durch Abtasten mit einem Kathodenstrahl sichtbar gemacht und durch Auffangen des
Fluoreszenzlichtes mit einer Photozelle in elektrische Bildsignale umgewandelt werden können. Als Photozelle
kann z.B. eine Sekundärelektronenverstärkerröhre dienen. Falls fluoreszierende Teilchen verwendet
werden, bestehen diese vorzugsweise aus CaO—Al2O3—SiO2 oder aus ZnO. Es können
auch organische Fluoreszenzstoffe in Pulverform benutzt werden.
Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert, welches in
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines Fernsehsignals auf eine Kunststoffolie und in
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Aufzeichnen eines Fernsehsignals auf eine Kunststoffolie und in
Fig. 2 eine solche zur Wiedergabe desselben zeigt.
In Fig. 1 ist 1 ein Vakuumgehäuse, in welches
über eine Vakuumschleuse 2 eine Kunststoffolie 22
von einer Vorratstrommel 3 über verschiedene Führungs- und Transportrollen 4 bis 11 eingeführt
und zu einer Aufwickelspule 12 zurückgeleitet wird. In dem Vakuumgehäuse befindet sich ein Elektronen-
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Strahlsystem 13 mit einer Ablenkvorrichtung 14, welche den Elektronenstrahl quer zur Richtung des
Bandes ablenkt. Die Fernsehsignale werden einer Modulationselektrode des Strahlsystems über die
Klemme 15 zugeführt. In dem Vakuumgehäuse befindet sich ferner eine Streuvorrichtung 16, welche
sehr fein zerteiltes Leuchtstoffpulver in der Korngröße von 1 bis 3 μ enthält. Ferner ist eine Sammelvorrichtung
17 aufgestellt, welche das nicht auf dem portrichtung das Band überfährt, sind photoempfindliche
Einrichtungen, z. B. zwei Sekundärelektronenverstärker 19, 20, angebracht, welche das
beim Auftreffen des Elektronenstrahls erzeugte Licht aufnehmen und in Elektronenströme umwandeln.
Am Ausgang der Sekundärelektronenverstärker entstehen dann elektrische Signale, deren Verlauf demjenigen
der bei 15 (Fig. 1) eingespeisten Signale entspricht. Diese Signale können an der Klemme 21 ab-
Band festgehaltene Leuchtstoffmaterial aufnimmt. io genommen und einem Verbraucher zugeführt werden.
Mit 18 ist eine Heizvorrichtung bezeichnet, die das Bei einer anderen Ausführung der Erfindung
Band oder eine auf dem Band befindliche Klebe- werden statt der emittierten Lichtquanten die vom
schicht so aufheizt, daß die Leuchtstoffkörner an dem Abtaststrahl erzeugten Sekundärelektronen als Träger
Band festgeklebt werden. des abgelesenen Signals benutzt. An Stelle der
Zum Betrieb der Vorrichtung werden mit dem 15 Photovervielfacher 19 und 20 genügen dann einfache
Elektronenstrahlsystem 13 zeilenweise quer zur
Bandrichtung Ladungen auf das Isolierband aufgebracht. Diese Ladungen werden mit der Vorrichtung 16, die von irgendeiner bekannten Art sein
kann, bestäubt, so daß Leuchtstoffteilchen an den ao die eine hohe Sekundäremissionsausbeute haben.
Bandrichtung Ladungen auf das Isolierband aufgebracht. Diese Ladungen werden mit der Vorrichtung 16, die von irgendeiner bekannten Art sein
kann, bestäubt, so daß Leuchtstoffteilchen an den ao die eine hohe Sekundäremissionsausbeute haben.
Sekundärelektronenvervielfacher ohne Photokathode. In diesem Fall ist es zweckmäßig, das Pulver aus
Leuchtphosphor durch staubförmiges Metalloxyd, z. B. Aluminium- oder Magnesiumoxyd, zu ersetzen,
'Ladungen hängenbleiben. Andere Bestäubungsvorrichtungen können z. B. aus einer rotierenden Bürste
bestehen, welche aus einem Vorrat Leuchtstoffteilchen hochschleudert und gegen das Band wirft.
Es erscheint auch möglich, die Teilchen mit einem Elektronenstrahl hochzuwirbeln, welcher ihnen eine
Aufladung erteilt, die derjenigen der Folie entgegengesetzt ist. Die überschüssigen Leuchtstoffteilchen
können bei der Vorrichtung 17 wieder abgeschüttelt werden. Bei der Weiterbeförderung des Bandes gelangt
dieses in die Heizvorrichtung 18, wo die Teilchen auf die Unterlage festgeklebt werden. Diese
Vorrichtung kann auch durch eine Zerstäubereinrichtung ersetzt werden, welche erhitzte Kunstharzteilchen
in Tropfenform auf das Band schleudert und dadurch die Leuchtstoffteilchen auf der Unterlage
festheftet. Das fertigbeschichtete Band kann dann über die Schleuse 2 aus dem Vakuumraum
herausgeführt und auf einer Vorratsspule 12 aufgewickelt werden.
Zur Rückgewinnung der Fernsehsignale von einem mit Leuchtstoffteilchen beschichteten Band kann eine
Vorrichtung gemäß Fig. 2 verwendet werden. Diese Vorrichtung enthält ein Kathodenstrahlsystem ähnlich
der in Fig. 1 gezeigten Art sowie außerdem eine Transportvorrichtung zur Förderung des Kunststoffbandes
durch das Vakuum. An der Stelle, wo der Elektronenstrahl in einer Richtung quer zur Trans-
Claims (1)
- Patentanspruch.Verfahren zum Aufzeichnen (und Ablesen) von elektrischen Signalen, z. B. Fernsehsignalen, auf isolierende Folien, z. B. Kunststoffolien, auf welche mit Hilfe von elektrostatischen Ladungen fein verteilte, insbesondere in Pulverform vorliegende Teilchen angeheftet und in einem nachfolgenden Prozeß, z. B. durch Verschmelzen, mit dem Träger verbunden werden, dadurch gekenn zeichnet, daß entweder fluoreszierende Teilchen auf einer nichtleuchtenden Folie oder nichtleuchtende Teilchen auf einer fluoreszierenden Folie angebracht sind, derart, daß die aufgezeichneten Signale durch Abtasten mit einem Kathodenstrahl sichtbar gemacht und durch Auffangen des Fluoreszenzlichtes mit einer Photozelle in elektrische Bildsignale umgewandelt werden können.In Betracht gezogene Druckschriften:Deutsche Auslegeschrift Nr. 1069 671; französische Patentschriften Nr. 996 932, 398;»Radio und Fernsehen«, Januar 1959, S. 26; »Elektronik«, 1959, Nr. 5, S. 130 bis 132;»Journal of the SMPTE«, Januar 1960, S. 32 bis 34.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 209 601/183 5.62
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|---|---|---|---|
| DEF31515A DE1129986B (de) | 1960-06-25 | 1960-06-25 | Verfahren zur Aufzeichnung von elektrischen Signalen auf einen Isolator |
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Family Applications (1)
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Also Published As
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