DE1069388B - Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanen durch Kondensation von Organosllanolen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanen durch Kondensation von Organosllanolen

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DE1069388B
DE1069388B DENDAT1069388D DE1069388DA DE1069388B DE 1069388 B DE1069388 B DE 1069388B DE NDAT1069388 D DENDAT1069388 D DE NDAT1069388D DE 1069388D A DE1069388D A DE 1069388DA DE 1069388 B DE1069388 B DE 1069388B
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DE
Germany
Prior art keywords
condensation
organosilanols
organopolysiloxanes
preparation
organic
Prior art date
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Pending
Application number
DENDAT1069388D
Other languages
English (en)
Inventor
Bad Honningen/Rhein Dr. Hans Kunowski
Original Assignee
Kali-Chemie Aktiengesellschaft, Hannover
Publication date
Publication of DE1069388B publication Critical patent/DE1069388B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G77/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing silicon with or without sulfur, nitrogen, oxygen or carbon in the main chain of the macromolecule
    • C08G77/04Polysiloxanes
    • C08G77/06Preparatory processes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Organopolysiloxanen durch Kondensation von Organosilanolen
    Zur Kondensation v,111 FfpIrvlvseprodukten mono-
    oder polj-funlaivneller Or",anosilicitiniverbindtingen wur-
    den bereits die verschiedensten Hilfsmittel vorgeschlagen.
    So ist die Ver#,%-endting von Alkalien oder Säure seit
    langem bekannt. Daneben wurden in den letzten Jahren
    in der Fachliteratur weitere zur Kondensation von Crga-
    nosilanolen get;,nutc Hilfsmittel genannt, «ie Phosphor-
    pentoxycl, Aluniiniurn:ilkoliola;e, Borverbindungen und
    Ferrichlorid.
    Es muß im all,genieinen damit gc;rechnet Beerden, daß
    eine restlose Entfernung derartiger Kondensationsmittel
    aus denn Siloxan nicht mi>irlich ist. Auch eine weitgehende
    Entfernung der @i@@ndensatiunsmittel erfordert bereits
    zusätzliche Arbeitsgänge und ist Käut:` mit erheblichen
    Sclnvierigkeiten verbun Uten. Dicsc Naclitcile lassen sich
    vermeiden, wenn es gclinrit, Festkörper für den genannten
    Zweck einzusetzen, deren luiclite Abtrennbarkeit eine
    vollständige Fntf,:rnnii", aus denn Reaktionsmedium ge-
    währleistet.
    Es wurde nun gefunden, daß sich Ionenaustausclier
    auf Ktinstliarzb:i,i; i0 rv,mmgrnd als hcindcnsatinnsnüttel
    für Or,g<irivsilanole einen, %%olici ihre ldornihe Beschaffen-
    lleit leicht eine vullst;iiicligc Abtrennung nach erfolgter
    Reaktion crinogliclit. Bei cler Prüfunu, verschiedener
    F0171111211 VO-11 @unstl:arzi"nen<tu;taus<liurn stellte es sich
    heraus, daß nicht rill,- f111- den Zvreclc cler Silanulkonden-
    sation @ceignut sin,l. @,i ätit z. B. ,ilie H--F,irni eines
    Kationetlaustait"-l1urs auch b,4 crlii)litc,n "rcnilicraturen
    eine i lctium nenncns,v@rtcn kondensierenden Effekt aus,
    während ,:hic ]Wandlung mit ,h17 tim Mm nach kurzer
    Zeit zu cinum ;>r;_k;aclt @ilanr,i%r#ty,r@@;itreien Produkt
    führt.
    Dicsc Tatsack" ,Littet :larauf l:i:i, ,lad die chuch den
    I_incnau@tau@cir@r hrr,,@r,@crufea" Kondensationsreaktion
    in ihrem Wesen nicht mit derjenigen durch Alkali zu
    ver;@leicllen ist, da (lann auch die H--Forrn analog der
    Kunrlensation durch `äurcn @.t-irl;sam sein müßte. An
    Stelle von in @,@tiam:;,r \`,,ise ."rbeliaiulultcn Kationen-
    auch Ani,:munaustauschharze
    für die Kundcnsatiun von Or",aii,isilctii,ilrn vcrwenden.
    Z-,seclcinü@i@lcr-«,:i;u setzt man ,liese in iliror OH -Form
    ein.
    .11; liatiun,_n;uistans,.-her ci@gnen sich die bekannten
    han,lclsüblichen Pri"lu:@te auf 1'olvstvrul-, Phunol- oder
    1'"1vacrtsä urebash; als Anionunaustauscliurliarze können
    die im I-ian,li 1 crli;iltliclien Produkte auf Pol@mtvrolbasis
    oder Pulvaininkonden<ate benutzt «'erden.
    Ausführliclic Angalicn über Ionenaustauscher, deren
    Wirkungu'cisc, Herstellung, Anwendung auf den ver-
    s,aiiedenstcn l @ebiet@:n uinscltfiußlich einer umfassenden
    >übcrsiclitstabulle über Handclspruduhte finden sich in
    demondurdrucl: über die lonenaustauschertagung in
    Lausanne ani 30.10.193-k mit dein Titel: ,Ionenaus-
    tauscher im Laboratorium und in der Industrie;c, Her-
    ausgeber @cli«eizurisclicr (-hemiker-@urbanci, Zürich,
    verlas 1f- R. @auerl@in,l@@r & ( @>.. Aarau 11n11 Frankfurt
    am Main.
    Die IYndensati,m chT @iianulrui@yx#n rnit;@ls Icmen-
    austauschcrn kann g egebenenfalls in cinein
    erfolgen. Zu-ecknl;ißi@ verwendet 111a11 ein Lüsun@@snütt,@l
    oder l#iisilll,snlittcl,-cniisc 1i, in wrlcliem ,las H@,lr@ilv@c_
    pruchät der (kzaneisiliciutii"erbindung «-i17 m0:1 da c;nt-
    stclic:nclc: Organ cilx:,lvsilc,@an leslich i,t u11,1 #.S@lclies si,:lt
    ge,geiilbrr ,1e11: :lustaiisca, 111!1z 111,11:1,1,"1t .,-,@rh:ilt. Ir.
    Frage komincn bciaüelsi@eisc: alih,liatisclir oder ,ir"n@a-
    tische Kolil,-nm,:isserstoffu. :111w1, hetoae oder Mkoliiile.
    Die Menge aii Ll;ungsniittel kann imtor l-mstündcn
    nach unten nzt
    für die
    Hinsiclitli, h Ji.:r
    während der K,in@tensati"n gilt <lie bokanntu r,usaehc.
    daß die @ondun sa.tiun@@e<, li«itidi;rheit finit ihr 'r,@mpe-
    ratur ansteigt. Diese ist allgenwin legronzt dun G die
    Art des _lustauscllurltarzr;. Dir K,@nilunsati"n kann bei
    Normal- udur uriti;ltt:#ni liri:,'@ d017li,,:fal:rt @.1-er,l,@n. 1>i.
    Reaktion hui urliiilitc,:n I1171.-.-1; .. _ nie .lall! anL#_-
    braclit, wenn niedri@ersi@:,i@@n,1e (_i,@nasmitt.l v,,ri@, 11,1e1
    werden.
    Ctli die Ii,mclensatiunsru,il<ti,in unter _1nschlul@ vol.
    Wasser ablaufen zii l;isscii, ist es n,>t*,@cn,li" (1;1s normaler-
    weise in Wasser in cii,
    organische Pliase zti überführen. b12
    handelt man es hierzu in b@. k!11111,.1 @@',:isc ;::In üclist mil
    einem wasserlüsliclicn or=@.nüsclien Uüsunsmittel, \%-i(
    Aceten oder Alkohol, u11,1 ersetzt Wes dann mhirder
    lichenfall, ;.if.irt oder in zivui Stufen dtircli (lasjunig,
    organische l.i)sungsmittel, in @tulcl.ai die Ruaktioi
    durcligcfülirt werden soll.
    Das - Konden,.#ations u r f a lir Uli 1 ä13
    sich kontinuierlich oder diskontinuierlich durchführen
    Bei kontinuierlicher Arbeitsweise durchströmt das Orga
    nosilanol mit oder ohne Lösungsmittel das Austauscher-
    harzbett. Die Strümungsgnch,hndigkeit bz,v. die Ver-
    weiheit des Silanoh in i Harz bestimmt dann den Konden-
    sationsgrad des Organoliolvsiloxans.
    Wispip1 1
    50g eines @iäth@"fsil,@xan,liols mit einem Gdralt an
    Silanol,gruppen von `_),')'(-", untsl-rcchcnd (Ier Brutto-
    zus,tmmemetzmr<, von wnrdcn in
    200m1 Hcxan g.@li,st und nüt 50m1 eines hationensitis-
    tauschharzes,-c@sctzt, llas in seinerH--Fom: Wag und,
    wie oben bcschriel>en,in date Ilc@anmeilium iiber""efiilirt
    worden war. Der :\nmu munlc -k Stunden hei einer Tem-
    peratur ,"o11 etwa 70- C am RückIluß erhitzt. Nach dem
    Abiiltrieren (los Harzes und _lhzichen du; Hexans im
    Vakuum bis zu einer Temperatur von 30 C wurde ein
    Siloxan mit einen Gehalt an @ilan,rlgrirppen ,o11 noch
    immer 8°'o erhalten.
    In einem zweiten Ansatz wurde in gleicher Wise ver-
    fahren, ic(locli ,(-lirclc crtirulungs@cm;i(3 ein Kationen-
    austauschharz , crW( n (1(t. da; vorher in die Na+-Fortn
    übergeführt ,vordcn war. In dies(#m Falle wurde nach
    dem Abziehen des I-Iexan; (#i11 Organ,(polvsiloxangeinisch
    erhalten, <las mir noch einen (rehalt an Silanol,gruppen
    von weniger ah 1'1'o aMiee Nach (ler Shdeanalvse be-
    stand das Siloxan zu 45 °@" aus Hexaäthvlcvclotrisiloxan,
    250;'" aus Okta:ith@"lc@-clotctrasiloxan, 30 ° "" aus hü huren
    Diäthvlsiloxanen.
    Beispiel 2
    50g eines Di:ithvlsiloxandiols mit einem Gehalt an
    Silanolgruppen von HO', wurden erfindungsgemäß mit
    20 inl Kationenaustauschharz ,"ersetzt, das vor der Ober-
    führung in das organische Lösungsmittel durch Behan-
    deln mit Natronlauge alrf bekannte Weise in die Na--Form
    gebracht worden u<rr. Da, Reaktionsgemisch ,wurde mit
    Hexan aufgenommen, filtriert, mit Silikahel getrocknet
    un<l das Hexan im Vakuum bis zu 30 (_ abgezogen.
    Danach hatte (las Crganopil_ysihean nur noch einen
    Gehalt an Silanolgruppen von ,weniger als 1,51) 'o.
    Bei gleicher Arbeitswehe mit einen Iiationenaustausch-
    harz, das in der F-I--Form er,rlag, besaß Ws Siloxan nach
    dem Abziehen des Hexans noch cincn r=ehalt ,o11 9°:a
    Silam,lgnil>hcn.
    Beispiel .i
    50 g eines @i;ith@"lsiloxanrli,rls mit Amin Whalt an
    Silanolgruppcn ,-1,1r 13,-k" " "-t11(1,11 urfit 20 nil eines
    Anionenaustarischliarzcs ,-cr<,:ra, .Fas r .lnrch Pe-
    handcln mit @atn,nlari,# i:r ,1i" OH -F,>rm üh,r@@-fülirt
    worden mau, Das mit 2i':11 1i11
    Toltiol ,"crs(#tzt und -1 @tnn:c n u:r-ai r ,r":irrat. Da-
    nach umrdt- (oir Ihn;: ::fit
    und das Tiilnr,l his irr An,@r l@c.mp@ ratrrr \(-n .50 t. in]
    `rakuum ab@"@z@->@,@r,. Nach dur
    Gehalt an SilanArrupl-,en i;11 H,ir-: nur ., . .. I A'' ,,.
    licispiul -1
    Eine Usung
    Gehalt an Milan c@lrrirl,cn;,ni 12" in 21-,11 1111
    Hexan, wurde durch Anc# .\nstausr-h@ rs@url,. @,,,#h c11. ,lie
    mit 550m1 Anionunaustara, lrharz ,i,@r OH -h@l@l:r `.-
    füllt war. Durch ci:uun H,-izn:ant,l wurde clas Harz auf
    eine Temperatur v"11 40- C caw;inm. I>ie Tn(nfeem hWin-
    digkeh wurde so Angestellt. c% ZU %crWCilz(ir (le_s
    SiloxamHexan-rAnüschn ai 2 Stun(In, A -k Stumlen
    betrug. Der Gehalt inilan,@l`nipl>,n War (Linach hwi
    a) auf 4°!o, bei bi auf 1.5" " ah@esunkcn.

Claims (1)

  1. p,rHNriNäpnc.. 1r1:
    1. Verfahne zur @ler>tcllung ,"o11 Orga@crlrc>I@-sil- oxanen durch hundensati,rn ,cm @rgall"silan@rlen in Gegenwart ,c,11 I".,nclcnsaticmsmitteln. ,la(lurrli ;rc- kennzeichnet, dal3 als hondensaticinsmittcl organi- sche Ionenaustatucher ,",rwende t würden. 2. Verfahr,:n nach Anspruch 1, ,ia,hirch gekenn- zeichnet, daß als cm@anis,-!t@: I,n;<naust;urs,licr Na- trium- oder l@v(lrnx@l-Icmenaustauscher ,rr"@@n,iet werden. 3. Weiten.\#r.hihlun@ :1.#, Vrrfalrr@@n< na.-1r An- spruch 1 mul 2, dadurch gckennz( ichnot, ,1;11.i ,11e Kondensation ,owohl in knntinuicrlülicr als arrclr in diskontinuierlicher 11cis@@, g;,,b@n fnfails irr ,:i1f,fia organischen I.i";rinL"smitt,-1 rllirrlrgcfüilrl \#ir,l.
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