DE10231908A1 - Verfahren zur lastabhängigen, selbstparametrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur lastabhängigen, selbstparamentrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen. DOLLAR A Es ist die Aufgabe der Erfindung, die stickstoffabhängige Regelung des Sauerstoffeintrages in das Nitrifikationsbecken in der Weise zu verändern, dass bei hohem Ammoniumstickstoffwert (NH¶4¶-N) und gleichzeitig niedrigem Nitratstickstoffwert (NO¶3¶-N) im Ablauf des Nitrifikationsbeckens der Sauerstoffgehalt erhöht und bei entgegengesetzten Verhältnissen abgesenkt wird. DOLLAR A So ist das erfindungsgemäße Verfahren zur lastabhängigen, selbstparamentrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen, bei denen das Nitrifikationsbecken oder einzelne Zonen desselben kontinuierlich belüftet werden, vorzugsweise Kläranlagen, die nach den Verfahren der vorgeschalteten oder simultanen Denitrifikation arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Parametern Redoxpotential und/oder pH-Wert ein je nach Belastung der Kläranlage variabler Sollwert für eine an sich bekannte Sauerstoffregelung berechnet wird, wobei der variable Sauerstoffsollwert aus der Differenz des gemessenen aktuellen Redoxpotentialistwertes und/oder aktuellen pH-Wertes und des für die jeweilige Kläranlage spezifischen Normals des Redox- und/oder pH-Wertes berechnet wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur lastabhängigen, selbstparamentrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
- Eine optimale Prozessführung für Kläranlagen mit vorgeschalteter oder simultaner Denitrifikation setzt eine ständige bedarfsgerechte Konzentration von Gelöstsauerstoff im Nitrifikationsbecken bzw. in den belüfteten Zonen voraus.
- Problematisch ist bei der vorgeschalteten Denitrifikation, dass das nitrat- und sauerstoffhaltige Abwasser-/Schlammgemisch aus dem Nitrifikationsbecken und der nitrathaltige Rücklaufschlamm in einer internen Rezirkulation dem Denitrifikationsbecken bzw. der Denitrifikationszone zugeführt wird, wobei es sich hier mit dem Zulauf mischt.
- Bei der simultanen Denitrifikation strömt der nitrat- und sauerstoffhaltige Belebtschlamm aus der Nitrifikationszone der Denitrifikationszone direkt zu.
- In beiden Fällen wird die Denitrifikation durch die Verschleppung des Gelöstsauerstoffs aus der Nitrifikations- in die Denitrifikationszonen erheblich behindert. Dabei wird kohlenstoffzehrende Substanz verbraucht, was zu einer Minderung des vor allem für die Denitrifikation dringend benötigten Biologischen Sauerstoffbedarf (BSB) führt. Gleichzeitig bedeutet der verschleppte Gelöstsauerstoff eine Vergeudung der Belüftungsenergie.
- Weit verbreitet sind heute vorwiegend konventionelle Regler mit fest eingestellten Sollwerten. Geregelt werden z.B. Ammonium-, Nitrat- und Phosphatkonzentrationen, oder der organischen Summenparameter wie Totaler Organischer Kohlenstoff (TOC), Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB), Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB), wobei als Stellgröße die Sauerstoffzufuhr benutzt wird.
- Eingesetzt werden dabei kontinuierlich messende Analysatoren zur Istwertbestimmung. Ein wesentlicher Nachteil bei der Verwendung dieser Parameter besteht in den hohen Anschaffungs- und Betriebskosten der Analysatoren. Ein zweiter funktioneller Nachteil besteht darin, dass der erforderliche Zeitraum zwischen Probenahme aus dem Belebungsbekken und Bereitstellung des Messwertes für die Regelung, so gross ist, dass das der ermittelte Istwert für die Regelung schon nicht mehr mit den tatsächlichen Zustandsbedingungen im Belebungbecken übereinstimmt. Ein prozessoptimales Reagieren der Regelung ist durch diese Totzeit nicht möglich.
- Die weitere Variante der Belüftungsregelung arbeitet mit fest vorgegebenen Sollwerten für die Sauerstoffkonzentration in der Nitrifikationszone bzw. des Belebungsbeckens. Dabei beruht die Sollwertvorgabe (wie auch im ersten Falle) auf Erfahrung und ist damit in hohem Maße subjektiver Beur teilung unterworfen. Entsprechend unterschiedlich ist das Ergebnis der Regelung und der der Abstand zum Optimum der Regelung.
- Auch unter Anwendung aufwendiger und komplizierter Regelungsmodelle ist man nicht in der Lage, auf die komplexen und komplizierten Prozesse der Abwasserreinigung optimal zu reagieren, solange feste Sollwerte vorgegeben werden müssen (Korrespondenz Abwasser Nr. 4/1994, Seite 556–563). Solche Strategien sind mit erheblichen Problemen behaftet, da die den Abwasserreinigungsprozeß bestimmenden Faktoren nicht nur ein unterschiedliches dynamisches Verhalten aufweisen, sondern es ergeben sich bei multivariater Regelung z.T. entgegengesetzte Regelungsziele (z.B. zu hohe NH4-Ablaufkonzentrationen durch Hemmung der Nitrifikanten aufgrund eines zu geringen pH-Wertes). Seit einigen Jahren wird daher an der Anwendung wissensbasierter Regelungssysteme und adaptiver Regelungen auf Modellbasis für die Prozeßregelung von Abwasserbehandlungsanlagen gearbeitet (Schriftenreihe WAR 109/56. Darmstädter Seminar-Abwassertechnik-1997, Seite 81–107). Bisher sind diese Modelle nur in sehr eingeschränktem Maße in der Lage, die Komplexität des Prozesses abzubilden. Fuzzy-Logic-Regelungen zeigen eine Vereinfachung der Modellbildung, da nur auf der Ebene des Prozesswissens modelliert werden kann. Dazu bedient man sich unscharfer (fuzzy) "wenn- dann-Regeln", die aus Expertenerfahrungen gewonnen werden. Bei allen Vorteilen der Fuzzy- Technologien hat diese Strategie unter sehr komplexen Anwendnugsbedingungen den Nachteil, dass die Anzahl der Eingangsgrößen und der Regeln sehr hoch ist. So ist bekannt, dass allein zur Regelung der Belüftung einer intermittierenden Kläranlage insgesamt 48 "wenn/dann-Regeln" auf der Basis von 6 Eingangsgrößen erforderlich sind. Damit ist die Basisforderung für regelbasierte Syste me nach Vollständigkeit und Widerspruchsfreiheit der Regeln kaum zu erfüllen. Wesentlich ist weiterhin die Tatsache, dass die Effektivität der Fuzzy-Logic-Regelungen maßgeblich durch die Qualität des Expertenwissens, aus dem diese Regeln erstellt werden und aus den konkreten durch Experten vorgegebenen Einstellbedingungen (z.B. Wahl der Form und Zahl der Zugehörigkeitsfunktionen, der Fuzzy-Operatoren und der Ausgangsgewichtsberechnung), bestimmt wird. Einsatzerfahrungen zeigten, dass Regelungen auf Basis von Fuzzy-Logic unter bestimmten Umständen zu schlechteren Betriebsergebnissen führten, als die herkömmlich eingesetzten Regelungen mit fest vorgegebenem Sollwert.
- Selbstlernende Regelungssyteme auf der Basis neuronaler Netze befinden sich derzeit erst in den Anfängen. Bisher wurden sie hauptsächlich zur Simulation, Klassifikation und Voraussage von Zulauf- parametern eingesetzt (
DE 198 27 877 A1 ) und (DE 199 12 655 A1 ). - Modellbasierte Regelungen auf der Basis von Prozesssimulationen haben zum Ziel, auf der Basis von online-Messungen die aktuelle Reinigungskapazität zu ermitteln und aus den vorausgegangenen und gegenwärtigen Meßdaten die zu erwartenden Ablaufkonzentrationen zu ermitteln. Diese Regelungen erfordern eine ständige Anpassung der Modellparameter an die realen Bedingungen. Da im Regelfall nicht alle zur Berechnung der Modellparameter erforderlichen Messgrößen kontinuierlich bestimmt werden können, sind z.T. starke Vereinfachungen in der Modellbildung nötig (Schriftenreihe WAR 108/9. Gemeinsames Seminar -Abwassertechnik- Darmstadt
1998 , Seite 109–136). Der zu regelnde Abwasserreinigungsprozeß kann daher nur eingeschränkt optimiert werden. - Aus der Analyse des Standes der Technik geht hervor, dass die Aufgaben einer prozessoptimalen Belüftungsregelung in der Praxis bisher nur unzureichend gelöst worden sind.
- Es ist die Aufgabe der Erfindung, die stickstoffabhängige Regelung des Sauerstoffeintrages in das Nitrifikationsbekken in der Weise zu verändern, dass bei hohem Ammoniumstickstoffwert (NH4-N) und gleichzeitig niedrigem Nitratstickstoffwert (NO3-N) im Ablauf des Nitrifikationsbeckens der Sauerstoffgehalt erhöht und bei entgegengesetzten Verhältnissen abgesenkt wird.
- Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1. Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Regelung der Belüftung bei Kläranlagen mit vorgeschalteter oder simultaner Denitrifikation sollte so vorgenommen werden, dass eine optimale Energienutzung unter sich ändernden Lastbedingungen möglich wird. Dabei handelt es sich um eine bedarfsgerechten Regelung des Sauerstoffeintrags in die Nitrifikationszone in der Weise, dass Sauerstoff je nach anfallender Fracht bereitgestelt wird. Eine solche bedarfsgerechte Regelung des Sauerstoffeintrages in Abhängigkeit von der Fracht führt zur Senkung der Betriebskosten durch Minimierung des erforderlichen Aufwandes an Belüftungsenergie.
- So ist das erfindungsgemäße Verfahren zur lastabhängigen, selbstparamentrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen, bei denen das Nitrifikationsbecken oder einzelne Zonen desselben kontinuierlich belüftet werden, vorzugsweise Kläranlagen, die nach den Verfahren der vorgeschalteten oder simultanen Denitrifikation arbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Parametern Redoxpotential und/oder pH-Wert ein je nach Belastung der Kläranlage variabler Sollwert für eine an sich bekannte Sauerstoffregelung berechnet wird, wobei der variable Sauerstoffsollwert aus der Differenz des gemessenen aktuellen Redoxpotentialistwertes und/oder aktuellen pH-Wertes und des für die jeweilige Kläranlage spezifischen Normals des Redox- und/oder pH-Wertes berechnet wird.
- Für die Ermittlung des für die jeweilige Kläranlage spezifischen Normals des Redox- und/oder pH-wertes wird ein Mittelwert aus dem Langzeitverhalten der Meßwerte, Redoxpotential und/oder pH-Wert in einer Weiterbildung der Erfindung herangezogen.
- Vorteilhafterweise erfolgt die Mittelwertbildung über einen Zeitraum gleich oder größer der mittleren Verweildauer des Klärgutes in der Kläranlage.
- In einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Erfindung erfolgt die Bestimmung der Mittelwerte zur Berechnung des Redox- und/oder pH-Wertes durch die Bildung einer Amplitudenhäufigkeit, wobei der Mittelwert ein wählbares Quantil der Amplitudenhäufigkeit ist.
- In einer weiteren, zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung wird der Sollwert der Sauerstoffkonzentration aus der Summe des mathematischen Produktes einer einstellbaren Konstante und aus der Differenz des Redox- und/oder pH-Wertes und eines vorgegebenen Sauerstoffgrundwertes gebildet.
- Durch messende Beobachtung von relevanten Prozeßgrößen in der Nitrifikationszone über einen langen Zeitraum wird das Normalverhalten der Kläranlage erfasst, aus der Differenz dieses Normals mit dem aktuellen Wert der aktuellen Belastungszustand der Kläranlage ermittelt und aus diesem Zustandswert ein optimaler Sauerstoffsollwert für die Sauerstoffregelung berechnet. Der Sauerstoffsollwert wird einem an sich bekannten Regler (z.B. PID-Regler) zugeführt. Erfindungsgemäß werden als relevante Prozeßgrößen das Redox-Potential und/oder der pH-wert herangezogen. Mit dem Verfahren zur Regelung der Belüftung für intermittierende Klärwerke (
DE 198 198 75 ) konnte gezeigt werden, dass Prozessgrössen Gelöstsauerstoff, Redox-Potenzial und pH-wert im Belebungsbecken Relevanz für eine Zustandsbeschreibung im Belebungsbecken haben. - Das Verfahren soll im Folgenden an einem Beispiel und den zugehörigen Zeichnungen näher erläutert werden: Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung einer Kläranlage mit vorgeschalteter Denitrifikation, -
2 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Regelungsverfahrens und -
3a undb ein Beispiel der Berechnung des Kläranlagennormals durch Amplitudenhäufigkeitsverteilung des Redoxpotenzials. - Ein beispielhafter Aufbau einer Kläranlage mit vorgeschalteter Denitrifikation ist in
1 dargestellt. Das Klärgut fließt zunächst durch einen Rechen in einen belüfteten Sandfang/Fettfang1 , dann in ein Vorklärbecken2 . Das Klärgut wird über einen Verteiler2a auf einzelne Straßen3 ,4 und5 , die in Kaskaden6 ,7 ,8 ,9 ,10 ;11 und12 unterteilt sind, verteilt. Nach den letzten Kaskaden12 der Straßen3 ,4 und5 wird das Klärgut in einem gemeinsamen Zusammenfluß13 zusammengeführt, von dem es in Nachklärbekken14 und15 fließt. Eine interne Rezirkulation16 fördert einen Teil des Klärgutes von den letzen Kaskaden12 in die ersten Kaskaden6 . Eine Rücklaufschlammförderung17 fördert von beiden Nachklärbecken14 und15 Schlamm zum Verteiler2a zurück. Die Kaskaden9 ,10 und11 der Straßen3 ,4 und5 werden für einen optimalen Ablauf der Nitrifikation belüftet. - Das Redoxpotenzial, der pH-Wert und der Gelöstsauerstoff werden in den Kaskaden
12 gemessen, die sich den belüfteten Kaskaden9 ,10 und11 anschließen. - Das erfindungsgemäße Verfahren zur Regelung der Belüftung ist in
2 schematisch dargestellt. - Das Redoxpotenzial bzw. der pH-Wert werden von entsprechenden Sensoren als Analogwerte
18 einem Vorverarbeitungsmodul19 zugeführt. Hier werden aus den Analogwerten im Zeittakt von 2 s Einzelmesswerte aufgenommem, aus denen alle 60 s ein Mittelwert berechnet wird. Die Mittelwerte werden im Vorverarbeitungsmodul19 als Zeitreihen zwischengespeichert. Die Zeitreihen werden über eine Normalübertragung20 anschließend für einen definierten Zeithorizont, der der mittleren Verweildauer des Klärgutes in der Kläranlage entspricht, an ein Modul für die Ermittlung des Kläranlagennormals21 übertragen. Im Modul für die Ermittlung des Kläranlagennormals21 wird die Berechnung des Kläranlagennormals ausgeführt. Dazu werden aus zeitlich begrenzten Zeitreihen31 und32 statistische Amplitudenhäufigkeitsverteilungen33 und34 berechnet (3 ). Diese statistischen Verteilungen wiederspiegeln das Normalverhalten des Klärprozesses über ein längeres Zeitintervall, das erfahrungsgemäß keine Normalverteilung, sondern eine mehrgipflige Amplitudenhäufigkeitsverteilung33 und34 , wie aus3 zu entnehmen ist, zeigt. Aus den Amplitudenhäufigkeitsverteilungen33 und34 wird ein Quantil (z.B. 70% der Histogrammfläche) berechnet, das als mittleres Kläranlagennormal35 interpretiert wird. Dieser Wert wird als Redox- bzw. pH-Sollwert22 bezeichnet. Der Redox- bzw. pH-Sollwert22 wird gleitend in einem einstellbaren Zeitabstand ermittelt (z.B. alle 3 Stunden) und einem Reglermodul23 zugeführt. Gleichzeitig wird ein aktueller Redox- bzw. pH-Istwert24 an das Reglermodul23 übergeben. - Es wird ein Referenzwert
25 für die Gelöstsauerstoffkonzentration festgelegt (z.B. 1 mg/l). Der Referenzwert25 entspricht der erforderlichen Sauerstoffkonzentration, wenn der Redoxistwert24 dem Redoxsollwert22 entspricht. - Bei Abweichen des Redoxistwertes
24 zum Redoxsollwert22 wird eine Sauerstoffkonzentrationsänderung berechnet (z.B. - +3 mg/l je –100mV Redoxdifferenz zwischen Ist- und Sollwert.). Der ermittelte Sauerstoffwert wird geglättet und nach oben und unten begrenzt und an einen PID-Regler
27 als Sauerstoffsollwert26 weitergegeben. Gleichzeitig wird ein Gelöstsauertsoffistwert28 dem PID-Regler27 zugeführt und durch den PID-Regler27 aus der Differenz vom Gelöstsauerstoffistwert28 und Sauerstoffsollwert24 ein weiterer Luftschieberstellungssollwert29 berechnet. Durch einen Zweipunktregler30 wird die Luftschieberaktion ausgelöst. -
3a ) undb ) zeigen Diagramme zur Darstellung der Berechnung des mittleren Kläranlagennormals35 .3a zeigt den Verlauf des Redoxpotenzials über einen Zeitraum von 90 Stunden und exemplarisch zwei Zeitreihen31 und32 . In3b sind die zugehörigen relativen Amplitudenhäufigkeitsverteilungen33 und34 (Histogramme) der jeweiligen Zeitreihen31 und32 dargestellt. Zur Zeitreihe31 gehört das die Amplitudenhäufigkeitsverteilung33 , zur Zeitreihe32 die Amplitudenhäufigkeitsverteilung34 . Das berechnete mittlere Kläranlagennormal35 ist ebenfalls eingezeichnet. -
- 1
- Sandfang/Fettfang
- 2
- Vorklärbecken
- 2a
- Verteiler
- 3
- Straße
- 4
- Straße
- 5
- Straße
- 6
- Kaskade
- 7
- Kaskade
- 8
- Kaskade
- 9
- Kaskade
- 10
- Kaskade
- 11
- Kaskade
- 12
- Kaskade
- 13
- Zusammenfluß
- 14
- Nachklärbecken
- 15
- Nachklärbecken
- 16
- innere Rezirkulation
- 17
- Rücklaufschlammförderung
- 18
- Analogwert
- 19
- Vorverarbeitungsmodul
- 20
- Normalübertragung
- 21
- Modul für die Ermittlung des Kläranlagennormals
- 22
- Redox- bzw. pH-Sollwert
- 23
- Reglermodul
- 24
- Redox- bzw. pH-Istwert
- 25
- Referenzwert
- 26
- Sauerstoffsollwert
- 27
- PID-Regler
- 28
- Gelöstsauerstoffistwert
- 29
- Luftschieberstellungswert
- 30
- Zweipunktregler
- 31
- Zeitreihe
- 32
- Zeitreihe
- 33
- Amplitudenhäufigkeitsverteilung
- 34
- Amplitudenhäufigkeitsverteilung
- 35
- mittleres Kläranlagennormal
Claims (5)
- Verfahren zur lastabhängigen selbstparametrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen, bei denen das Belebungsbecken oder einzelne Zonen desselben kontinuierlich belüftet werden, vorzugsweise Kläranlagen, die nach den Verfahren der vorgeschalteten oder simultanen Denitrifikation arbeiten, dadurch gekennzeichnet dadurch, dass aus den Parametern Redoxpotential und/oder pH-Wert ein je nach Belastung der Kläranlage variabler Sollwert für eine an sich bekannte Sauerstoffregelung berechnet wird, wobei der variable Sauerstoffsollwert aus der Differenz des gemessenen aktuellen Redoxpotentialistwertes und/oder aktuellen pH-Wertes und des für die jeweilige Kläranlage spezifischen Normals des Redox- und/oder pH-Wertes berechnet wird.
- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Ermittlung des für die jeweilige Kläranlage spezifischen Normals des Redox- und/oder pH- Wertes ein Mittelwert aus dem Langzeitverhalten der Messwerte Redoxpotential und/oder pH-Wert herangezogen wird.
- Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelwertbildung über einen Zeitraum gleich oder größer der mittleren Verweildauer des Klärgutes in der Kläranlage erfolgt.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der Mittelwerte zur Berechnung des Redox- und/oder pH-Wertes durch die Bildung einer Amplidudenhäufigkeit erfolgt, wobei der Mittelwert ein wählbares Quantil der Amplitudenhäufigkeit ist.
- Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert der Sauerstoffkonzentration aus der Summe des mathematischen Produkts einer einstellbaren Konstante und aus der Differenz des Redox- und/oder pH-wertes und eines vorgegebenen Sauerstoffgrundwertes gebildet wird.
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|---|---|---|---|
| DE10231908A DE10231908A1 (de) | 2002-07-09 | 2002-07-09 | Verfahren zur lastabhängigen, selbstparametrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE10231908A DE10231908A1 (de) | 2002-07-09 | 2002-07-09 | Verfahren zur lastabhängigen, selbstparametrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10231908A1 true DE10231908A1 (de) | 2004-02-19 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10231908A Ceased DE10231908A1 (de) | 2002-07-09 | 2002-07-09 | Verfahren zur lastabhängigen, selbstparametrierenden Regelung der Belüftung von Kläranlagen |
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|---|---|
| DE (1) | DE10231908A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007034133A1 (de) | 2007-07-21 | 2009-01-22 | Hochschule Magdeburg-Stendal (Fh) | Verfahren zum Betrieb einer Kläranlage |
| EP2196438A1 (de) | 2008-12-11 | 2010-06-16 | Envicon Klärtechnik Verwaltungsgesellschaft mbH | Verfahren zur belastungsabhängigen Regelung der Nitrifikation und Denitrifikation in Abwasserbehandlungsanlagen mit vorgeschalteter Denitrifikation |
| CN115793471A (zh) * | 2023-02-10 | 2023-03-14 | 森海环保集团有限公司 | 一种基于污水处理监测的可调式控制方法及系统 |
-
2002
- 2002-07-09 DE DE10231908A patent/DE10231908A1/de not_active Ceased
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| EP2196438A1 (de) | 2008-12-11 | 2010-06-16 | Envicon Klärtechnik Verwaltungsgesellschaft mbH | Verfahren zur belastungsabhängigen Regelung der Nitrifikation und Denitrifikation in Abwasserbehandlungsanlagen mit vorgeschalteter Denitrifikation |
| DE102009011490A1 (de) | 2008-12-11 | 2010-06-17 | Envicon Klärtechnik Verwaltungsgesellschaft mbH | Verfahren zur belastungsabhängigen Regelung der Nitrifikation und Denitrifikation in Abwasserbehandlungsanlagen mit vorgeschalteter Denitrifikation |
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