DE102015114146A1 - Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung - Google Patents

Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung Download PDF

Info

Publication number
DE102015114146A1
DE102015114146A1 DE102015114146.9A DE102015114146A DE102015114146A1 DE 102015114146 A1 DE102015114146 A1 DE 102015114146A1 DE 102015114146 A DE102015114146 A DE 102015114146A DE 102015114146 A1 DE102015114146 A1 DE 102015114146A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
granular material
housing
dosing device
buffer
metering device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE102015114146.9A
Other languages
English (en)
Inventor
Stefan Jan Johannaber
Stephan Teckemeyer
Stefan Renger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Amazonen Werke H Dreyer SE and Co KG
Original Assignee
Amazonen Werke H Dreyer SE and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Amazonen Werke H Dreyer SE and Co KG filed Critical Amazonen Werke H Dreyer SE and Co KG
Priority to DE102015114146.9A priority Critical patent/DE102015114146A1/de
Publication of DE102015114146A1 publication Critical patent/DE102015114146A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Images

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/04Single-grain seeders with or without suction devices
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C7/00Sowing
    • A01C7/08Broadcast seeders; Seeders depositing seeds in rows
    • A01C7/081Seeders depositing seeds in rows using pneumatic means

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Filling Or Emptying Of Bunkers, Hoppers, And Tanks (AREA)

Abstract

Die Erfindung umfasst eine Dosiervorrichtung für granulares Material, insbesondere Saatgut, wobei die Dosiervorrichtung eine in einem Gehäuse (1) drehbar gelagerte Fördereinrichtung (2) umfasst, die mit einer Gehäusewandung oder einem Führungselement (3) so zusammenwirkt, dass granulares Material von einem Aufnahmebereich (6) in einen Abgabebereich förderbar ist, wobei in einer Wandung der Dosiervorrichtung wenigstens eine Luftauslassöffnung vorgesehen ist, die durch einen Puffer von granularem Material oder durch ein Blockierelement (27) wenigstens teilweise blockierbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung für granulares Material, insbesondere für Saatgut.
  • Derartige Vorrichtungen finden in landwirtschaftlichen Sämaschinen Anwendung, um Saatgut in definierten Mengen an Abgabeelemente weiterzuleiten und dann auf einer landwirtschaftlichen Fläche abzulegen. Für bestimmtes Saatgut, beispielsweise Mais, ist es wünschenswert, einzelne Körner in vorherbestimmten Abständen abzulegen. Um das Saatgut zu vereinzeln, verwenden bekannte Dosiervorrichtungen eine mit einer Druckdifferenz beaufschlagbare Vereinzelungstrommel oder Vereinzelungsscheibe. Die Vereinzelungstrommel oder Vereinzelungsscheibe umfasst in Perforationsreihen angeordnete Perforationen, an denen sich das Saatgut anlagern kann, wodurch es zu einer Vereinzelung kommt.
  • Diese Vereinzelungstechnik ist jedoch nicht zufriedenstellend für Getreide, wie etwa Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Raps anwendbar. Eine speziell auf einen derartigen Einsatz gerichtete Dosiervorrichtung ist daher aus der DE 10 2012 105 048 A1 bekannt geworden. Diese Dosiervorrichtung umfasst eine in einem Gehäuse konzentrisch rotierende Fördereinrichtung, die annähernd tangential an eine Innenmantelfläche des Gehäuses anschließt. In der Fördereinrichtung sind Taschen gebildet, in denen Körner des Saatguts gedrängt und kreisförmig befördert werden, bis in einem weiteren Gehäusebereich durch eine veränderte Kontur der Innenmantelfläche des Gehäuses und unter Zentrifugalkrafteinflüssen nur jeweils ein einzelnes Korn in der Tasche verbleibt, während überschüssige Körner abgesondert und zur erneuten Förderung in einen ersten Gehäusebereich zurückgeführt werden.
  • Bei diesen Dosiervorrichtungen werden üblicherweise ein Zentraldosierer und ein damit verbundener Verteilerkopf verwendet, um das Saatgut der Fördereinrichtung zuzuführen. Üblicherweise speist ein Verteilerkopf dabei mehrere Dosiervorrichtungen. Bei der Verteilung des granularen Materials auf die einzelnen Dosiervorrichtungen kann es dabei im Betrieb zu Ungleichmäßigkeiten kommen, beispielsweise wenn eine schräge Fläche bearbeitet werden soll. In diesem Fall können manche Dosiervorrichtungen eine zu geringe Anzahl von granularem Material erhalten, was wiederum zu Fehlstellen bei der Ausbringung führen kann. Um solche Fehlstellen zu vermeiden, wird üblicherweise die Zuführung von granularem Material insgesamt erhöht. Dies birgt jedoch die Gefahr, dass in anderen Dosiervorrichtungen Doppel- oder Mehrfachstellen auftreten, also mehr Körner ausgegeben werden, als gewünscht.
  • Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Dosiervorrichtung für granulares Material, insbesondere Saatgut, bereitzustellen, welche eine gleichmäßige Dosierung des granularen Materials ermöglicht.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Dosiervorrichtung gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Gemäß der Erfindung ist es also vorgesehen, dass in einer Wandung der Dosiervorrichtung wenigstens eine Luftauslassöffnung vorgesehen ist, die durch einen Puffer von granularem Material oder durch ein Blockierelement wenigstens teilweise blockierbar ist. Durch diese Maßnahme kann der Förderluftstrom eines Nachfüllsystems zum Zuführen des granularen Materials an die Dosiervorrichtung wenigstens teilweise beeinflusst werden. Über die Beeinflussung des Förderluftstromes kann wenigstens teilweise auch die Nachförderung von granularem Material beeinflusst werden. Dadurch ist es möglich, bedarfsgerechter und wenigstens bis zu einem gewissen Grad selbstregelnd granulares Material für die Dosiervorrichtung bereitzustellen.
  • Beispielsweise kann der Förderluftstrom bei Blockierung der wenigstens einen Auslassöffnung derart abgeschwächt werden, dass es zu keiner Nachförderung von granularem Material zur Dosiervorrichtung mehr kommt. Dadurch kann verhindert werden, dass zu viel granulares Material in die Dosiervorrichtung gelangt und es damit beispielsweise zu Mehrfachstellen kommt. Infolge der Maßnahme kann also eine gleichmäßigere Dosierung erreicht werden.
  • Bei dem granularen Material kann es sich insbesondere um Saatgut handeln, alternativ oder zusätzlich jedoch auch um granulares Düngemittel oder granulares Pestizid. Das Saatgut kann insbesondere Saatgut für Getreide wie etwa Weizen, Roggen, Gerste, Hafer oder Raps sein.
  • Die Fördereinrichtung kann mit der Gehäusewandung oder dem Führungselement insbesondere so zusammenwirken, dass die Anzahl der geförderten Körner des granularen Materials vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich hin abnimmt. Die Dosiervorrichtung kann insbesondere eine Vereinzelungsvorrichtung sein.
  • Als Puffer kann insbesondere ein Reservoir an granularem Material bezeichnet werden, welches der Fördereinrichtung mittelbar oder unmittelbar zur Verfügung steht, um daraus granulares Material vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich zu fördern. Der Puffer kann also beispielsweise direkt im Aufnahmebereich angeordnet sein. In diesem Fall steht der Puffer der Fördereinrichtung unmittelbar zur Verfügung. Alternativ oder zusätzlich kann der Puffer in einem separaten Sammelbehälter angeordnet sein. Damit steht der Puffer der Fördereinrichtung mittelbar zur Verfügung, insbesondere erst nach Förderung von granularem Material aus dem Puffer im Sammelbehälter in den Aufnahmebereich.
  • Der Puffer kann statisch oder dynamisch ausgebildet sein. Ein dynamischer Puffer kann Körner umfassen, welche sich im Gehäuse der Dosiervorrichtung bewegen, beispielsweise annähernd auf einer Kreisbahn, und sich nur temporär im Aufnahmebereich aufhalten. Als Puffer kann in diesem Fall die Menge aller Körner angesehen werden, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Aufnahmebereich befinden. Die Größe des Puffers kann in diesem Fall zeitlich variieren. Ein solcher Puffer kann auch als rotierender Puffer bezeichnet werden.
  • Bei einem statischen Puffer werden Körner des granularen Materials in den Aufnahmebereich und/oder einen Sammelbehälter verbracht, wo sie verbleiben, bis sie durch die Fördereinrichtung aus dem Aufnahmebereich oder durch eine Zuführeinrichtung aus dem Sammelbehälter entfernt werden. Auch die Größe eines solchen statischen Puffers kann somit zeitlich variieren, wenn neue Körner zugeführt und vorhandene Körner abgeführt werden. Der Begriff „statisch“ bezieht sich in diesem Fall also nur darauf, dass die Körner des Puffers ohne entsprechende Interaktion mit der Fördereinrichtung oder der Zuführeinrichtung im Aufnahmebereich bzw. im Sammelbehälter verbleiben.
  • Die wenigstens eine Luftauslassöffnung kann in der Wandung des Gehäuses selbst oder in der Wandung eines mit dem Gehäuse verbundenen Sammelbehälters für granulares Material angeordnet sein. Wenn die wenigstens eine Luftauslassöffnung in der Wandung des Gehäuses selbst angeordnet ist, kann sie insbesondere vollständig oder teilweise im Aufnahmebereich angeordnet sein.
  • Wenn die wenigstens eine Luftauslassöffnung in der Wandung eines Sammelbehälters angeordnet ist, kann der Sammelbehälter über eine Rückleitung mit dem Gehäuse verbunden sein, über die Körner des granularen Materials vom Gehäuse in den Sammelbehälter gefördert werden können.
  • Die wenigstens eine Luftauslassöffnung kann eine Durchlassöffnung oder Durchlassbohrung sein. Die wenigstens eine Luftauslassöffnung kann insbesondere das Innere des Gehäuses oder des Sammelbehälters mit der Umgebung oder einem Bereich der Dosiervorrichtung, in dem ein geringerer Druck als im Gehäuse oder im Sammelbehälter herrscht, verbinden.
  • Es können insbesondere mehrere Luftauslassöffnungen vorgesehen sein, insbesondere zwei oder mehr Luftauslassöffnungen. Es ist auch denkbar, mehrere Luftauslassöffnungen in Form eines Luftauslassgitters oder Luftauslasssiebs vorzusehen. Die Luftauslassöffnungen des Luftauslassgitters oder des Luftauslasssiebs können insbesondere in regelmäßigen Abständen angeordnet sein. Insbesondere können dadurch mehrere Reihen und Spalten von Luftauslassöffnungen gebildet werden.
  • Die Größe, insbesondere der Durchmesser, der wenigstens einen Luftauslassöffnung kann an die Größe der Körner des granularen Materials angepasst sein. Insbesondere kann die Größe, insbesondere der Durchmesser, der wenigstens einen Luftauslassöffnung kleiner sein als die mittlere Ausdehnung eines Korns des granularen Materials.
  • Die wenigstens eine Luftauslassöffnung kann kreisförmig sein. In diesem Fall entspricht die Größe der Luftauslassöffnung deren Durchmesser. Andere Geometrien sind jedoch ebenfalls möglich. In diesem Fall kann die größte Ausdehnung der Luftauslassöffnung als deren Größe verwendet werden.
  • Das Blockierelement zum Blockieren der wenigstens einen Luftauslassöffnung kann ein Ventil, insbesondere ein 2/2-Wege-Magnetventil, sein. Dadurch ist eine besonders einfache und effiziente Regelung der Luftströmung durch die wenigsten eine Luftauslassöffnung möglich.
  • Die Dosiervorrichtung kann insbesondere so ausgebildet sein, dass die Stellung des Blockierelements von der Größe des Puffers und/oder von der Qualität der Dosierung durch die Dosiervorrichtung abhängt. Dadurch kann die Nachfüllung der Dosiervorrichtung mit granularem Material bedarfsgerecht gesteuert oder geregelt werden.
  • Zur Steuerung oder Regelung des Blockierelements kann die Dosiervorrichtung ein Steuerelement umfassen oder mit einem Steuerelement verbunden sein. Bei dem Steuerelement kann es sich beispielsweise um einen Bordcomputer einer Sämaschine handeln.
  • Die Dosiervorrichtung kann insbesondere eine Sensoranordnung umfassen, mit der die Größe des Puffers und/oder ein von der Größe des Puffers abhängiger Parameter bestimmbar ist, wobei das Blockierelement, insbesondere dessen Stellung, abhängig von der bestimmten Größe des Puffers und/oder von dem bestimmten Parameter steuerbar oder regelbar ist.
  • Unter der „Größe“ des Puffers kann hierin jede Angabe verstanden werden, welche proportional zur Anzahl an Körnern des granularen Materials im Puffer ist. Beispielsweise kann die Größe des Puffers die räumliche Ausdehnung des Puffers in wenigstens einer Richtung angeben. Alternativ oder zusätzlich kann die Größe des Puffers auch die Masse und/oder Anzahl an Körnern des granularen Materials im Aufnahmebereich angeben.
  • Alternativ oder zusätzlich kann im Abgabebereich eine Auslassöffnung angeordnet sein, über die ein durch die Fördereinrichtung in den Abgabebereich gefördertes Korn des granularen Materials aus dem Gehäuse ausgeschleust und an eine Abgabeeinrichtung weitergeleitet werden kann, wobei die Dosiervorrichtung einen Sensor umfasst, mit dem die Anzahl der Körner des granularen Materials bestimmbar ist, die über die Auslassöffnung aus dem Gehäuse ausgeschleust und an die Abgabeeinrichtung weitergeleitet werden, und wobei das Blockierelement abhängig von der bestimmten Anzahl der Körner steuerbar oder regelbar ist. Auf diese Weise lässt sich die Qualität der Dosierung berücksichtigen.
  • Der Sensor kann insbesondere so ausgebildet sein, dass die Anzahl der innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls ausgeschleusten Körner für eine Vielzahl von Zeitintervallen bestimmbar ist, wobei auf Basis von Messsignalen des Sensors eine Verteilung der Anzahl der von der Dosiervorrichtung je Zeitintervall abgegebenen Körner bestimmbar ist. Die Verteilung der Körneranzahl kann insbesondere das Verhältnis von Doppel- oder Mehrfachstellen zu Fehlstellen und Sollstellen wiedergeben. Diese Verteilung kann verwendet werden, um die Stellung des Blockierelements zu steuern oder zu regeln.
  • Die Dosiervorrichtung kann über ein Nursingsystem oder über einen Verteilerkopf mit granularem Material gespeist werden. Als Nursingsystem kann ein Nachfüllsystem bezeichnet werden, welches einen zentralen Vorratsbehälter zum Vorhalten des granularen Materials umfasst, der über einen pneumatischen Förderkanal direkt oder unmittelbar mit der Dosiervorrichtung verbunden ist. Bei einem Nursingsystem wird also kein Verteilerkopf verwendet. Auch der in Zusammenhang mit dem Verteilerkopf eingesetzte Zentraldosierer kann bei einem Nursingsystem eingespart werden.
  • Es ist jedoch auch möglich, einen volumetrischen Zentraldosierer mit nachgeschaltetem Verteilerkopf zu verwenden, um die Dosiervorrichtung mit granularem Material zu speisen.
  • Die Dosiervorrichtung, insbesondere die Fördereinrichtung, kann einen Zentrierschieber umfassen, der granulares Material entlang einer Führungsfläche eines Führungselements vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich schiebt und dabei ein Korn zentriert, indem er es beidseitig abstützt oder führt. Nicht zentrierte Körner, die im Aufnahmebereich aufgenommen und entlang der Führungsfläche transportiert werden, können infolge ausgesondert werden, sodass im Abgabebereich das zentrierte Korn verbleibt und an ein Abgabeelement zur Ablage auf einer landwirtschaftlichen Fläche weitergeleitet werden kann. Insbesondere kann genau ein Korn durch den Zentrierschieber zentriert geführt werden. Die Dosiervorrichtung kann also eine Vereinzelungsvorrichtung sein.
  • Die Angabe „beidseitig abstützt oder führt“ bedeutet, dass der Zentrierschieber Elemente umfasst, welche das zentrierte Korn an beiden Seiten (auf die Drehrichtung des Zentrierschiebers bezogen) abstützen oder führen. Damit kann eine Bewegung des Korns quer zur Drehrichtung reduziert oder vermieden werden, sodass das zentrierte Korn im Wesentlichen entlang einer vorbestimmten Bewegungsbahn vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich geschoben wird. Um das Korn seitlich zu führen ist es nicht erforderlich, dass der Zentrierschieber stets in direktem Kontakt mit dem Korn steht. Es ist ausreichend, wenn der Zentrierschieber verhindert, dass das Korn einen vorherbestimmten seitlich begrenzten Bereich verlässt.
  • Als Drehrichtung wird die Bewegungsrichtung bezeichnet, in der sich der Zentrierschieber im Betrieb der Dosiervorrichtung bewegt. Mit anderen Worten bezeichnet die Drehrichtung die Richtung der Vorwärtsbewegung des Zentrierschiebers. Wenn sich der Zentrierschieber entlang einer Kreisbahn bewegt, ist die Bewegungsrichtung an jedem Punkt der Kreisbahn tangential zu dieser. Die Angaben „seitlich“ oder „beidseitig“ beziehen sich daher auf die Bereiche quer zur Drehrichtung.
  • Die Angabe „wenigstens teilweise“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Zentrierschieber das Korn nicht durchgehend vom Aufnahmebereich bis zum Abgabebereich beidseitig abstützen oder führen muss. Beispielsweise kann es Zeit in Anspruch nehmen, bis sich das Korn so relativ zum Zentrierschieber ausgerichtet hat, dass eine beidseitige Abstützung oder Führung möglich ist. Während dieser Zeit kann das Korn bereits einen gewissen Weg vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich bewegt werden. Das Korn kann aber auch entlang des gesamten Wegs beidseitig abgestützt oder geführt werden.
  • Der Zentrierschieber kann auch ein oder mehrere Elemente umfassen, welche das zentrierte Korn in Drehrichtung gesehen nach hinten abstützen. Die Elemente, welche die seitliche Abstützung oder Führung bewirken können zugleich auch die Abstützung nach hinten gewährleisten.
  • Der Zentrierschieber kann so drehbar in dem Gehäuse gelagert sein, dass er entlang einer Kreisbahn bewegbar ist, wobei das Führungselement wenigstens teilweise entlang der Kreisbahn verläuft, und wobei die Breite der Führungsfläche vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich hin abnimmt.
  • Durch die abnehmende Breite der Führungsfläche können die Körner, welche nicht durch den Zentrierschieber zentriert werden, im Laufe der Bewegung vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich aufgrund der wegfallenden Stütze durch die Führungsfläche unter Zentrifugalkrafteinflüssen und/oder Schwerkrafteinflüssen ausgesondert werden. Diese können zur erneuten Förderung in den Aufnahmebereich zurückgeführt werden, insbesondere durch Trägheit und/oder unter Schwerkrafteinfluss. Auch die Breite des Führungselements insgesamt kann vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich hin abnehmen.
  • Der Zentrierschieber kann so im Gehäuse gelagert sein, dass die Kreisbahn im Betrieb der Dosiervorrichtung im Wesentlichen vertikal verläuft. Mit anderen Worten kann die Drehachse, um die der Zentrierschieber rotiert, horizontal verlaufen, insbesondere im Betrieb parallel zum zu bearbeitenden Boden. Insbesondere kann die Drehachse mit der Horizontalen einen Winkel zwischen 0° und 10°, insbesondere zwischen 0° und 5°, einschließen.
  • Das Führungselement kann insbesondere radial außerhalb der Kreisbahn verlaufen. Mit anderen Worten kann das Führungselement die Kreisbahn wenigstens teilweise radial umgeben oder begrenzen. Das Führungselement kann insbesondere annähernd tangential entlang bestimmten Abschnitten der Kreisbahn verlaufen, insbesondere im Abschnitt der Kreisbahn zwischen dem Aufnahmebereich und dem Abgabebereich.
  • Die Kreisbahn kann insbesondere durch ein äußerstes Ende oder eine Spitze des Zentrierschiebers überstrichen werden. Mit anderen Worten kann die Kreisbahn einen Radius aufweisen, der der Länge des Zentrierschiebers entspricht. Die Länge des Zentrierschiebers kann der maximalen radialen Erstreckung des Zentrierschiebers ausgehend von der Drehachse entsprechen.
  • Der Aufnahmebereich kann ein bestimmtes Kreissegment der Kreisbahn des Zentrierschiebers umfassen.
  • Im Abgabebereich kann die Stützwirkung des Führungselementes entfallen oder der Verlauf des Führungselementes sich derart ändern, dass das wenigstens eine Korn durch Fliehkraft in die Auslassöffnung gefördert wird.
  • Als Führungsfläche des Führungselements wird hierin die für die Förderung des granularen Materials vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich wirksame Fläche des Führungselements bezeichnet. Mit anderen Worten entspricht die Führungsfläche des Führungselements der Oberfläche des Führungselements, auf der Körner des granularen Materials bei der Förderung von dem Aufnahmebereich in den Abgabebereich hin bewegt werden. Aufgrund der Bewegung entlang der Kreisbahn wird das granulare Material durch Fliehkraft gegen die Führungsfläche des Führungselements gedrückt. Die Führungsfläche des Führungselements dient daher als Stütze für das granulare Material entgegen der Fliehkraft. Alternativ oder zusätzlich können die Körner auch durch die Schwerkraft gegen die Führungsfläche gedrückt werden. Dies kann insbesondere dann der Fall sein, wenn sich der Zentrierschieber gemäß einer Alternative nicht entlang einer Kreisbahn um die Drehachse bewegt, sondern entlang einer Bahn, die wenigstens teilweise parallel zur Horizontalen verläuft.
  • Wenn die Breite der Führungsfläche abnimmt geht diese Stützwirkung, wie oben erwähnt, für bestimmte Körner des granularen Materials verloren, weshalb diese nicht weiter zum Abgabebereich hin gefördert werden können, sondern ausgesondert werden.
  • Die Breite der Führungsfläche kann vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich hin kontinuierlich abnehmen. Dadurch können überschüssige Körner sukzessive ausgesondert werden. Diese werden dann sukzessive an den Aufnahmebereich zurückgeführt, sodass ein ausreichendes Reservoir von granularem Material im Aufnahmebereich bereitgestellt werden kann, selbst wenn über die Zufuhrleitung temporär zu wenig granulares Material zugeführt wird. Die Breite der Führungsfläche kann jedoch auch diskontinuierlich abnehmen.
  • Als Breite der Führungsfläche kann insbesondere die Ausdehnung der Führungsfläche quer zur Kreisbahn bezeichnet werden. Die Richtung quer zur Kreisbahn bezeichnet hierin eine Richtung, die an jedem Punkt der Kreisbahn senkrecht zur Tangente und senkrecht zum Radius der Kreisbahn verläuft. Die Ausdehnung der Führungsfläche in dieser Richtung wird entlang der, gegebenenfalls konturierten, Führungsfläche bestimmt.
  • Das Führungselement kann eine Vertiefung aufweisen, in die der Zentrierschieber wenigstens teilweise eingreift, wobei die Tiefe der Vertiefung entlang der Kreisbahn des Vereinzelungsschiebers vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich hin abnimmt. Durch die Vertiefung im Aufnahmebereich ist es möglich, dass zuverlässig Saatgut durch den Zentrierschieber aufgenommen und entlang der Führungsfläche bewegt werden kann. Durch die abnehmende Tiefe der Vertiefung entlang der Kreisbahn kann wiederum eine Aussonderung überschüssiger Körner des granularen Materials bewirkt werden. Die Abnahme der Tiefe geht mit einer Abnahme der Breite der Führungsfläche einher.
  • Die Vertiefung im Führungselement kann insbesondere einer Nut oder Kerbe entsprechen. Die Nut oder Kerbe kann insbesondere V-förmig ausgebildet sein.
  • Das Führungselement kann im Abgabebereich einen in Drehrichtung verlaufenden Grat aufweisen. Durch einen solchen Grat wird eine Vereinzelung des granularen Materials weiter gefördert, da entlang des Grats üblicherweise nur ein Korn stabil bewegt werden kann, nämlich das Korn, welches wenigstens teilweise durch den Zentrierschieber zentriert wird. Die vorherbestimmte Bahn entlang der Führungsfläche, entlang der der Zentrierschieber ein Korn zentriert bewegt, kann insbesondere entlang des Grats verlaufen.
  • Beidseitig des Führungselements kann ein Sammelraum für im Laufe des Transports vom Aufnahmebereich zum Abgabebereich ausgesonderte Körner des granularen Materials angeordnet sein, der mit dem Aufnahmebereich verbunden ist. Dadurch können ausgesonderte Körner wieder für den erneuten Transport vom Aufnahmebereich in den Abgabebereich bereitgestellt werden. Der Sammelraum kann durch die Wandung des Gehäuses begrenzt werden.
  • Das Führungselement kann an einer Innenfläche des Gehäuses angeordnet sein, welche den Raum, in dem der Zentrierschieber im Betrieb rotiert, radial begrenzt. Mit anderen Worten kann das Gehäuse im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sein, wobei das Führungselement an der Mantelfläche des Gehäuses angeordnet ist.
  • Das Führungselement kann Teil der Innenfläche des Gehäuses sein. Alternativ kann das Führungselement zerstörungsfrei lösbar oder nicht zerstörungsfrei lösbar mit der Innenfläche des Gehäuses verbunden sein. Beispielsweise kann das Führungselement an das Gehäuse angeschweißt sein.
  • Das Führungselement und der Zentrierschieber können in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sein, wobei das Führungselement und der Zentrierschieber bezüglich dieser Ebene symmetrisch ausgebildet sind. Die gemeinsame Ebene kann insbesondere eine Rotationsebene des Zentrierschiebers sein.
  • Falls das Führungselement eine Vertiefung aufweist, können die Punkte mit der größten Tiefe in der gemeinsamen Ebene liegen.
  • Falls das Führungselement einen Grat aufweist, kann dieser ebenfalls in der gemeinsamen Ebene liegen.
  • Die Dosiervorrichtung kann wenigstens einen weiteren Zentrierschieber umfassen. Dieser kann eines oder mehrere Merkmale des oben genannten Zentrierschiebers aufweisen. Insbesondere kann der wenigstens eine weitere Zentrierschieber so drehbar im Gehäuse gelagert sein, dass er entlang der Kreisbahn bewegbar ist. Mit anderen Worten kann der weitere Zentrierschieber in Umfangsrichtung versetzt zum oben beschriebenen Zentrierschieber angeordnet sein und dem oben beschriebenen Zentrierschieber nachlaufend entlang der Kreisbahn bewegbar sein.
  • Der Zentrierschieber und der wenigstens eine weitere Zentrierschieber können miteinander verbunden sein, insbesondere starr miteinander verbunden sein.
  • Der Zentrierschieber und der wenigstens eine weitere Zentrierschieber können an einer gemeinsamen rotierenden Scheibe oder einem gemeinsam rotierenden Ring angeordnet sein.
  • Der Zentrierschieber und der wenigstens eine weitere Zentrierschieber können ein die Zentrierwirkung des Zentrierschiebers erzeugendes Element aufweisen.
  • Dieses Element kann insbesondere so ausgebildet sein, dass ein Korn des granularen Materials beidseitig stützbar oder führbar ist. Das Element kann nach vorne hin (in Drehrichtung) offen sein. Mit anderen Worten kann eine Abstützung des Korns nach vorne hin unterbleiben.
  • Der Zentrierschieber kann insbesondere eine in Drehrichtung offene Nut oder Kerbe zur Aufnahme eines Korn des granularen Materials umfassen. Die Nut oder Kerbe kann auch in Richtung der Führungsfläche offen sein. Die Größe der Nut kann so gewählt sein, dass sich maximal ein Korn ganz oder teilweise in der Nut anordnen kann.
  • Die Nut kann insbesondere konisch oder V-förmig ausgebildet sein. Die Nut kann insbesondere bezüglich der oben genannten gemeinsamen Ebene des Führungselements und des Zentrierschiebers symmetrisch ausgebildet sein. Eine korrespondierende Vertiefung im Führungselement kann ebenfalls symmetrisch bezüglich dieser Ebene ausgebildet sein. Diese Symmetrie erlaubt insbesondere ein beidseitiges Absondern von überschüssigen Körnern in den umgebenden Sammelraum.
  • In einer alternativen Ausführungsform kann der Zentrierschieber mehrere in Richtung des Führungselements weisende Borsten aufweisen. Wenn die Breite der Führungsfläche zum Abgabebereich hin abnimmt, werden äußere Borsten nicht mehr entlang der Führungsfläche bewegt und können sich infolge der Fliehkraftwirkung aufstellen. Damit können diese Borsten ein Korn des granularen Materials seitlich führen. Nachlaufende Borsten können das Korn in Drehrichtung gesehen nach hinten abstützen. Mit anderen Worten kann sich auch bei einem Borsten umfassenden Zentrierschieber eine konische oder V-förmige Zentrierfläche für ein Korn ausbilden.
  • Das die Zentrierwirkung des Zentrierschiebers erzeugende Element des Zentrierschiebers kann insbesondere am äußersten Ende oder an der Spitze des Zentrierschiebers angeordnet sein.
  • Das Zentrierelement kann austauschbar sein. Beispielsweise kann eine die oben genannte Nut des Zentrierschiebers umfassende Spitze des Zentrierschiebers auswechselbar sein. Dadurch kann eine gewisse Anpassung oder Optimierung hinsichtlich der Korngrößen erzielt werden.
  • Die Dosiervorrichtung kann wenigstens ein Störelement umfassen, welches so ausgebildet ist, dass Körner des granularen Materials, die nicht durch den Zentrierschieber zentriert werden unter Einfluss des Störelements ihre Lage ändern oder vom Transport zum Abgabebereich hin ausgesondert werden. Ein derartiges Störelement begünstigt die Aussonderung überschüssiger Körner und somit die Vereinzelung des granularen Materials.
  • Das Störelement kann beispielsweise eine Druckluftdüse umfassen.
  • Es kann also wenigstens eine Druckluftdüse vorgesehen und so angeordnet sein, dass Druckluft auf granulares Material gerichtet werden kann, welches durch den Zentrierschieber entlang der Führungsfläche des Führungselements geschoben wird. Diese Druckluft kann eine Störung für Körner des granularen Materials darstellen, welche nicht durch den Zentrierschieber zentriert geführt werden. Dadurch kann die Aussonderung von überschüssigen Körnern unterstützt werden. Dies kann auch eine zuverlässigere Vereinzelung des granularen Materials ermöglichen.
  • Die Druckluftdüse kann in das Führungselement integriert sein, und insbesondere eine Luftausströmöffnung umfassen, die in der Führungsfläche angeordnet ist. Dadurch ist eine besonders effiziente Störung überschüssiger Körner möglich.
  • Alternativ oder zusätzlich ist es auch denkbar, eine mit Druckluft beaufschlagbare Scheibe vorzusehen, die gemeinsam mit dem Zentrierschieber rotiert und wenigstens eine Öffnung aufweist, die im Bereich des Zentrierschiebers angeordnet ist. Diese mitlaufende Öffnung kann in Drehrichtung gesehen insbesondere stromabwärts des Zentrierschiebers angeordnet sein, also vorlaufen.
  • Durch die Druckluftdüse kann Druckluft in radialer und/oder axialer Richtung ausgegeben werden.
  • Das Störelement kann alternativ oder zusätzlich ein geometrisches Störelement sein. Mit anderen Worten kann das wenigstens eine Störelement einer lokalen Änderung der Geometrie der Führungsfläche des Führungselements entsprechen. Insbesondere kann das wenigstens eine Störelement eine veränderte Neigung der Führungsfläche umfassen. Im Bereich des Störelements kann sich die Geometrie der Führungsfläche insbesondere diskontinuierlich ändern.
  • Der oder die oben beschriebenen Zentrierschieber können in Drehrichtung eine Ausdehnung oder Länge aufweisen, die wenigstens dem Durchmesser der Auslassöffnung in Drehrichtung entspricht und kleiner ist, als der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zentrierschiebern, oder, bei nur einem Zentrierschieber, kleiner ist, als der Umfang der Kreisbahn entlang der sich der Zentrierschieber bewegt. Dadurch kann erreicht werden, dass der Zentrierschieber die Auslassöffnung möglichst lange wenigstens teilweise blockiert. Dies ist vorteilhaft, um ungewünschte Luftströmungen zwischen einer Zuführöffnung und der Auslassöffnung zu verringern. Die Länge kann insbesondere kleiner oder gleich 90% des Abstands zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zentrierschiebern bzw. kleiner oder gleich 90% des Umfangs der Kreisbahn sein.
  • Der oder die oben beschriebenen Zentrierschieber können auch quer zur Drehrichtung eine Ausdehnung oder Breite aufweisen, die wenigstens dem Durchmesser der Auslassöffnung quer zur Drehrichtung entspricht. Dadurch ist eine noch bessere Abdeckung der Auslassöffnung möglich.
  • Alternativ zur beschriebenen Ausbildungsform unter Verwendung von Zentrierschiebern kann die Dosiervorrichtung auch wie in der DE 10 2012 105 048 A1 beschrieben ausgebildet sein. An die drehbar gelagerte Fördereinrichtung kann also annähernd tangential eine Innenmantelfläche des Gehäuses anschließen. Die Fördereinrichtung kann mit Taschen zusammenwirken, in denen Körner des granularen Materials gedrängt und kreisförmig befördert werden, bis in einem vorherbestimmten Gehäusebereich durch eine veränderte Kontur der Innenmantelfläche des Gehäuses und unter Zentrifugalkrafteinflüssen nur jeweils ein einzelnes Korn in der Tasche verbleibt, während überschüssige Körner abgesondert und zur erneuten Förderung in einen ersten Gehäusebereich zurückgeführt werden.
  • Die Erfindung stellt außerdem ein Nachfüllsystem für granulares Material gemäß Patentanspruch 8 bereit, umfassend einen zentralen Vorratsbehälter zum Vorhalten des granularen Materials, eine oben beschriebene Dosiervorrichtung, und einen pneumatischen Förderkanal zum pneumatischen Fördern von granularem Material vom Vorratsbehälter zur Dosiervorrichtung. Ein derartiges Nachfüllsystem kann auch als Nursingsystem bezeichnet werden.
  • Das Nachfüllsystem kann insbesondere ein Gebläse umfassen, um den pneumatischen Förderkanal mit Förderluft zu beaufschlagen. Der pneumatische Förderkanal kann den zentralen Vorratsbehälter direkt oder unmittelbar mit der Dosiervorrichtung, insbesondere einem Sammelbehälter der Dosiervorrichtung, verbinden. Auf einen Verteilerkopf kann somit, wie erwähnt, verzichtet werden.
  • Die Erfindung stellt außerdem eine Sämaschine umfassend eine oben beschriebene Dosiervorrichtung oder ein oben beschriebenes Nachfüllsystem bereit. Bei der Sämaschine kann es sich insbesondere um eine Einzelkornsämaschine handeln. Die Dosiervorrichtung oder das Nachfüllsystem können eines oder mehrere der oben genannten Merkmale aufweisen. Die Sämaschine kann insbesondere eine Vielzahl der oben beschriebenen Dosiervorrichtungen umfassen, die insbesondere in einer oder mehreren Reihen angeordnet sind.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der beispielhaften Figuren erläutert. Dabei zeigt:
  • 1 einen Querschnitt durch eine beispielhafte Dosiervorrichtung;
  • 2 eine perspektivische Ansicht einer weiteren beispielhaften Dosiervorrichtung; und
  • 3 eine schematische Darstellung einer beispielhaften Dosiervorrichtung mit verbundenem Nachfüllsystem.
  • 1 zeigt einen Querschnitt durch eine beispielhafte Dosiervorrichtung für granulares Material. Die Dosiervorrichtung umfasst ein Gehäuse 1, in dem in diesem Beispiel eine drehbar gelagerte Fördereinrichtung 2 angeordnet ist. Die Fördereinrichtung 2 dreht im Betrieb um eine Querachse A, die in diesem Beispiel senkrecht zur Bildebene verläuft. Die Drehrichtung der Fördereinrichtung 2 im Betrieb ist durch einen Pfeil B angedeutet.
  • Ein nicht dargestellter Motor oder Antrieb ist vorgesehen, um die Fördereinrichtung 2 anzutreiben. Eine Antriebswelle des Motors oder Antriebs kann entlang der Drehachse A verlaufen. Der Motor oder Antrieb ist hinsichtlich seiner Drehzahl regelbar oder steuerbar.
  • Die Fördereinrichtung 2 umfasst in diesem Beispiel drei Mitnehmer 7, welche sich entlang einer Kreisbahn bewegen, deren Radius der Länge der Mitnehmer 7 entspricht.
  • Die Dosiervorrichtung kann so ausgebildet sein, dass die Fördereinrichtung 2 mit einer Frequenz zwischen 5 Hz und 60 Hz rotiert. Durch eine Ausbildung der Fördereinrichtung mit beispielsweise drei Mitnehmern, wird so eine Vereinzelungsfrequenz von 15 Hz bis 180 Hz ermöglicht. Dadurch können sehr geringe Abstände zwischen den abgelegten Körnern erzielt werden.
  • Über eine Zuführleitung 4 werden Körner 5 des granularen Materials, beispielsweise Saatgut, in einen Aufnahmebereich 6 im Gehäuse 1 transportiert. Die Zuführleitung 4 kann über einen nicht gezeigten Verteilerkopf in Verbindung mit einem Zentraldosierer mit dem granularen Material gespeist werden.
  • Entlang Kreisbahn ist in diesem Beispiel wenigstens teilweise ein Führungselement 3 angeordnet, das die Mitnehmer 7 bei ihrer Drehbewegung teilweise überstreichen. Die Mitnehmer 7 und das Führungselement 3 wirken so zusammen, dass im Betrieb der Dosiervorrichtung granulares Material durch die Mitnehmer 7 entlang einer Führungsfläche des Führungselements 3 von dem Aufnahmebereich 6 in den Abgabebereich geschoben wird.
  • Im Abgabebereich ist eine Auslassöffnung vorgesehen, über die das granulare Material aus dem Gehäuse 1 ausgeschleust werden kann. Das so ausgeschleusten granulare Material kann beispielsweise an eine Abgabevorrichtung geleitet werden, welche das granulare Material auf einer landwirtschaftlichen Fläche ablegt. Die Abgabevorrichtung kann beispielsweise ein Säschar umfassen. Der Kanal 20, welcher die Abgabevorrichtung mit der Dosiervorrichtung verbindet, ist in 1 angedeutet.
  • Die hier gezeigten Mitnehmer 7 agieren als Zentrierschieber, welche das granulare Material entlang einer Führungsfläche des Führungselements 3 vor sich herschieben und im Wesentlichen nur ein einzelnes Korn 15 seitlich abstützen und damit zentrieren. Die Breite der Führungsfläche des Führungselements 3 nimmt in diesem Beispiel vom Aufnahmebereich 6 zum Abgabebereich hin ab. Dadurch werden kontinuierlich Körner des granularen Materials, die anfänglich durch die Zentrierschieber 7 entlang der Führungsfläche geschoben wurden, ausgesondert. Nur das jeweils durch die Zentrierschieber 7 zentrierte Korn 15 verbleibt auf der Führungsbahn entlang der Führungsfläche und wird im Abgabebereich über die Auslassöffnung aus dem Gehäuse 1 ausgebracht. Ausgesonderte Körner 16 sind beispielhaft in 1 angedeutet.
  • Die ausgesonderten Körner 16 gelangen in einen Sammelraum, welcher das Führungselement 3 umgibt. Aufgrund ihrer Trägheit bewegen sich die ausgesonderten Körner 16 weiter entlang einer Kreisbahn im Sammelraum. Der Sammelraum umfasst eine Begrenzungswandung, welche den Raum, in dem der Mitnehmer im Betrieb rotiert, radial begrenzt. Die Begrenzungswandung umfasst wenigstens teilweise die Innenmantelfläche des Gehäuses 1.
  • In einem Bereich vor oder stromaufwärts des Aufnahmebereichs 6 umfasst die Begrenzungswandung Abbremsmittel 21 zum Abbremsen ausgesonderter Körner 16 des granularen Materials.
  • Die Abbremsmittel 21 umfassen in diesem Beispiel insbesondere eine Oberfläche der Begrenzungswandung, deren Krümmung gegenüber den übrigen Oberflächenbereichen der Begrenzungswandung erhöht ist. Der Oberflächenbereich mit erhöhter Krümmung ist in diesem Beispiel punktiert dargestellt. Der Oberflächenbereich kann in den Aufnahmebereich hineinreichen.
  • Der Krümmungsradius der Oberfläche der Begrenzungswandung nimmt im Bereich der Abbremsmittel 21 kontinuierlich zum Aufnahmebereich 6 hin ab. Dadurch kommt es zu einer Verlangsamung der ausgesonderten Körner des granularen Materials, wodurch sich diese vermehrt im Aufnahmebereich 6 ansammeln. Dadurch steht ein ausreichend großes Reservoir oder Puffer von granularem Material für die Mitnehmer 7 für den Transport zum Abgabebereich hin bereit. Der entstehende Puffer ist durch die Doppelpfeile C in 1 angedeutet. Wenn der entstehende Puffer eine ausreichende Größe aufweist, können Fehlstellen bei der Ausgabe der Dosiervorrichtung vermieden oder reduziert werden.
  • Ebenfalls in 1 zu sehen ist ein Bereich 22 der Gehäusewandung, in dem eine Vielzahl von Luftauslassöffnungen in Form eines Luftauslassgitters oder Luftauslasssiebs vorgesehen ist. Diese Luftauslassöffnungen sind in Form von Durchgangsöffnungen oder Perforationen in der Wandung des Gehäuses 1 angeordnet. Die Luftauslassöffnungen weisen einen Durchmesser auf, der geringer ist, als der mittlere Durchmesser der Körner 5 des granularen Materials.
  • Durch die sich im Bereich der Abbremsmittel 21 ansammelnden Körner des granularen Materials und der einhergehenden Ausbildung eines Puffers kann es im Betrieb dazu kommen, dass die Luftauslassöffnungen im Bereich 22 teilweise oder vollständig durch Körner des Puffers blockiert werden. Dadurch wird die Förderluftströmung in der Zufuhrleitung 4 abgeschwächt, so dass die Nachlieferung von granularem Material über die Zufuhrleitung 4 reduziert oder unterbrochen wird. Dies hat zur Folge, dass sich im Aufnahmebereich 6 kein zu großer Puffer des granularen Materials aufbaut und somit Doppel- oder Mehrfachstellen vermieden werden können.
  • 2 zeigt eine perspektivische Außenansicht einer beispielhaften Dosiervorrichtung für granulares Material gemäß einer alternativen Ausführungsform. Die Dosiervorrichtung umfasst ein Gehäuse 1, innerhalb dessen eine hier nicht sichtbare Fördereinrichtung drehbar gelagert ist. Die Fördereinrichtung wirkt mit einer Gehäusewandung oder einem Führungselement so zusammen, dass granulares Material von einem Aufnahmebereich in einen Abgabebereich förderbar ist. Im Abgabebereich ist eine Auslassöffnung vorgesehen, über die das granulare Material aus dem Gehäuse 1 ausgeschleust werden kann. Das so ausgeschleuste granulare Material kann beispielsweise über eine in 2 angedeutete Verbindungsleitung 20 an eine Abgabevorrichtung geleitet werden. Die Abgabevorrichtung kann beispielsweise ein Säschar umfassen.
  • Ebenfalls in 2 dargestellt ist ein Sammelbehälter 23 für granulares Material. In den Sammelbehälter 23 mündet eine hier nur teilweise dargestellte Rückleitung 24, welche den Sammelbehälter 23 und das Innere des Gehäuses 1 miteinander verbindet, so dass Körner des granularen Materials vom Gehäuse 1 in den Sammelbehälter 23 über die Rückleitung 24 förderbar sind.
  • Über eine Öffnung 25 kann granulares Material von einem hier nicht gezeigten Nachfüllsystem in den Sammelbehälter 23 eingebracht werden. Dieses granulare Material kann zusammen mit dem über die Rückleitung 24 zugeführten granularen Material einen Saatgutvorrat oder Puffer innerhalb des Sammelbehälters 23 bilden. Über eine hier nicht sichtbare Zuführeinrichtung kann dann granulares Material aus dem Sammelbehälter 23 über die Seitenwand 26 des Gehäuses 1 in das Innere des Gehäuses 1 verbracht werden, so dass es dort für die Fördereinrichtung bereitgestellt wird.
  • In einer Seitenwand des Sammelbehälters 23 ist ein Abschnitt 22 mit einer Vielzahl von Durchlassöffnungen vorgesehen, die ein Luftauslassgitter oder Luftauslasssieb bilden. Durch diese Luftauslassöffnungen oder Bohrungen im Abschnitt 22 ist es möglich, die Zuführung von granularem Material in den Sammelbehälter 23 wenigstens teilweise selbstregelnd zu gestalten.
  • Beispielsweise kann ein Nursingsystem zum Beschicken des Sammelbehälters 23 verwendet werden. Dafür kann der Sammelbehälter 23 mit einem zentralen Vorratsbehälter über einen pneumatischen Förderkanal verbunden sein. Der Förderkanal kann über ein Gebläse mit einem Überdruck gegenüber dem Atmosphärendruck beaufschlagt werden. Solange eine Luftströmung über den pneumatischen Förderkanal und die Luftauslassöffnungen in Abschnitt 22 stattfindet, findet auch eine Förderung von Saatgut aus dem zentralen Vorratsbehälter in den Sammelbehälter 23 statt. Sobald jedoch die in den Sammelbehälter 23 eingebrachten Körner des granularen Materials die Öffnungen im Abschnitt 22 blockieren, bricht der Förderluftstrom im pneumatischen Förderkanal ab, so dass auch die weitere Zuführung von granularem Material aus dem zentralen Vorratsbehälter über die Öffnung 25 in den Sammelbehälter 23 stoppt. Ein solches Nursingsystem ermöglicht also eine selbstregulierende Zuführung von granularem Material zur Dosiervorrichtung.
  • 3 zeigt eine weitere beispielhafte Dosiervorrichtung mit einem schematisch dargestellten Gehäuse 1 und einem Verbindungskanal 20, der zu einer nicht dargestellten Abgabevorrichtung führt.
  • Die Dosiervorrichtung gemäß 3 weist eine hier nicht unmittelbar sichtbare Luftauslassöffnung auf, welche durch ein Blockierelement 27 in Form eines 2/2-Wege-Magnetventils blockierbar ist.
  • Im Bereich des Verbindungskanals 20 ist ein Sensor 28 angeordnet, mit dem die Anzahl der Körner des granularen Materials bestimmbar ist, die über die Auslassöffnung aus dem Gehäuse 1 ausgeschleust und an die Abgabevorrichtung weitergeleitet werden. Das Blockierelement 27 kann abhängig von der bestimmten Anzahl der Körner steuerbar oder regelbar sein. Dafür kann der Sensor 28 insbesondere mit einer Steuereinrichtung verbunden sein, beispielsweise über die Datenleitung 29, die in 3 angedeutet ist.
  • Wenn durch den Sensor 28 beispielsweise festgestellt wird, dass wiederholt Doppel- oder Mehrfachstellen von der Dosiervorrichtung ausgegeben werden, obwohl eine Vereinzelung gewünscht ist, kann daraus geschlossen werden, dass ein zu großer Puffer bereitgestellt wird. Um eine weitere Nachförderung von granularem Material und somit eine weitere Vergrößerung des Puffers zu verhindern, kann das 2/2-Wege-Magnetventil daher so angesteuert werden, dass die Luftauslassöffnung blockiert wird, wie auch in 3 dargestellt. Dadurch kann wiederum die Nachförderung des granularen Materials über die Zuführleitung 4 reduziert oder unterbrochen werden.
  • Der Sensor 28 kann alternativ zu der in 3 dargestellten Anordnung auch im Abgabebereich der Dosiervorrichtung angeordnet sein, insbesondere im Bereich der Auslassöffnung.
  • Bei dem Sensor 28 kann es sich insbesondere um einen optischen Sensor oder einen piezoelektrischen Sensor handeln. Beispielsweise kann der Sensor eine Kamera umfassen, wobei die Anzahl der Körner basierend auf einer Auswertung eines oder mehrerer digitaler Bilder der Kamera bestimmbar ist.
  • Alternativ oder zusätzlich zu Sensor 28 kann auch eine Sensoranordnung verwendet werden, mit der die Größe des Puffers und/oder ein von der Größe des Puffers abhängiger Parameter bestimmbar ist, wobei das Blockierelement 27 abhängig von der bestimmten Größe des Puffers und/oder von dem bestimmten Parameter steuerbar oder regelbar ist. Die Sensoreinrichtung kann in diesem Fall einen oder mehrere kapazitive Sensoren und/oder wenigstens ein Piezoelement umfassen. Mit derartigen Sensoren ist eine besonders effektive Bestimmung der Größe des Puffers und/oder eines von der Größe des Puffers abhängigen Parameters möglich.
  • 3 zeigt zwei alternative Beispiele für die Beschickung der Dosiervorrichtung mit granularem Material. Gemäß einer Alternative ist die Zuführleitung 4 mit einem Nursingsystem 30 verbunden. Das Nursingsystem 30 umfasst einen zentralen Vorratsbehälter 31 zum Vorhalten des granularen Materials sowie einen pneumatischen Förderkanal 32 zum pneumatischen Fördern von granularem Material vom Vorratsbehälter 31 zur Dosiervorrichtung. Die Zuführleitung 4 bildet einen Teil des pneumatischen Förderkanals 32. Mit anderen Worten ist die Dosiervorrichtung also direkt oder unmittelbar mit dem Vorratsbehälter 31 verbunden, insbesondere mit einer sogenannten Nursingkammer 33, welche Teil des zentralen Vorratsbehälters 31 ist, und aus der das granulare Material in den pneumatischen Förderkanal 32 überführt werden kann. Das Nursingsystem 30 umfasst außerdem ein Gebläse 34, um den pneumatischen Förderkanal 32 mit einem Überdruck zu beaufschlagen. Die Luft aus dem Gebläse 34 wird über die Nursingkammer 33 geleitet. Dadurch wird granulares Material aus der Nursingkammer 33 in den Förderluftstrom verbracht und in den pneumatischen Förderkanal 32 gemeinsam mit der Förderluft geleitet.
  • Die Verwendung eines Nursingsystems ist insofern vorteilhaft, da ein Nursingsystem einfach im Aufbau ist und separate Komponenten, wie etwa ein Verteilerkopf, eingespart werden können.
  • Gemäß einer in der 3 dargestellten Alternative kann die Dosiervorrichtung jedoch auch über einen Zentraldosierer und einen nachgeschalteten Verteilerkopf 35 mit granularem Material gespeist werden. Auch die Förderung von granularem Material vom Verteilerkopf 35 zum Gehäuse 1 der Dosiervorrichtung hängt von der Förderluftströmung in der Zuführleitung 4 ab, welche das Gehäuse 1 mit dem Verteilerkopf 35 verbindet. Auch in diesem Fall kann also die Förderung von granularem Material vom Verteilerkopf 35 zum Gehäuse 1 über die Stellung des Ventils 27 beeinflusst werden.
  • Es versteht sich, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte Merkmale nicht auf diese speziellen Kombinationen beschränkt sind und auch in beliebigen anderen Kombinationen möglich sind.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • DE 102012105048 A1 [0003, 0073]

Claims (10)

  1. Dosiervorrichtung für granulares Material, insbesondere Saatgut, wobei die Dosiervorrichtung eine in einem Gehäuse (1) drehbar gelagerte Fördereinrichtung (2) umfasst, die mit einer Gehäusewandung oder einem Führungselement (3) so zusammenwirkt, dass granulares Material von einem Aufnahmebereich (6) in einen Abgabebereich förderbar ist, wobei in einer Wandung der Dosiervorrichtung wenigstens eine Luftauslassöffnung vorgesehen ist, die durch einen Puffer von granularem Material oder durch ein Blockierelement (27) wenigstens teilweise blockierbar ist.
  2. Dosiervorrichtung nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine Luftauslassöffnung in der Wandung des Gehäuses (1) oder in der Wandung eines mit dem Gehäuse (1) verbundenen Sammelbehälters (23) für granulares Material angeordnet ist.
  3. Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei mehrere Luftauslassöffnungen in Form eines Luftauslassgitters vorgesehen sind.
  4. Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Blockierelement (27) ein Ventil, insbesondere ein 2/2-Wege-Magnetventil ist.
  5. Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Dosiervorrichtung außerdem eine Sensoranordnung umfasst, mit der die Größe des Puffers und/oder ein von der Größe des Puffers abhängiger Parameter bestimmbar ist, und wobei das Blockierelement (27) abhängig von der bestimmten Größe des Puffers und/oder von dem bestimmten Parameter steuerbar oder regelbar ist.
  6. Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei im Abgabebereich eine Auslassöffnung angeordnet ist, über die ein durch die Fördereinrichtung (2) in den Abgabebereich gefördertes Korn (5) des granularen Materials aus dem Gehäuse (1) ausgeschleust und an eine Abgabeeinrichtung weitergeleitet werden kann, und wobei die Dosiervorrichtung einen Sensor (28) umfasst, mit dem die Anzahl der Körnern (5) des granularen Materials bestimmbar ist, die über die Auslassöffnung aus dem Gehäuse (1) ausgeschleust und an die Abgabeeinrichtung weitergeleitet werden; und wobei das Blockierelement (27) abhängig von der bestimmten Anzahl der Körner steuerbar oder regelbar ist.
  7. Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Dosiervorrichtung über ein Nursingsystem (30) oder über einen Verteilerkopf (35) mit granularem Material gespeist wird.
  8. Nachfüllsystem für granulares Material umfassend: einen zentralen Vorratsbehälter (31) zum Vorhalten des granularen Materials; eine Dosiervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche; und einen pneumatischen Förderkanal (32) zum pneumatischen Fördern von granularem Material vom Vorratsbehälter (31) zur Dosiervorrichtung.
  9. Sämaschine umfassend eine Dosiervorrichtung nach einem der Ansprüche 1–7.
  10. Sämaschine umfassend ein Nachfüllsystem nach Anspruch 8.
DE102015114146.9A 2015-08-26 2015-08-26 Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung Pending DE102015114146A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102015114146.9A DE102015114146A1 (de) 2015-08-26 2015-08-26 Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102015114146.9A DE102015114146A1 (de) 2015-08-26 2015-08-26 Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102015114146A1 true DE102015114146A1 (de) 2017-03-02

Family

ID=58010615

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102015114146.9A Pending DE102015114146A1 (de) 2015-08-26 2015-08-26 Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102015114146A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3646691A1 (de) * 2018-10-31 2020-05-06 Deere & Company Saatpositionierungsvorrichtung, saatausgabesystem damit, sämaschine und verfahren zur saatpositionierung
EP4032383A1 (de) * 2021-01-22 2022-07-27 Deere & Company Verfahren zur identifizierung eines warenstroms
WO2022207220A1 (de) * 2021-03-31 2022-10-06 Amazonen-Werke H. Dreyer SE & Co. KG Ausbringaggregat für eine landwirtschaftliche ausbringmaschine
US12575482B2 (en) 2021-10-11 2026-03-17 Precision Planting Llc Seed accelerator

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012105048A1 (de) 2012-06-12 2013-12-12 Horsch Maschinen Gmbh Verteilaggregat für körniges Gut, insbesondere Säaggregat

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012105048A1 (de) 2012-06-12 2013-12-12 Horsch Maschinen Gmbh Verteilaggregat für körniges Gut, insbesondere Säaggregat

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP3646691A1 (de) * 2018-10-31 2020-05-06 Deere & Company Saatpositionierungsvorrichtung, saatausgabesystem damit, sämaschine und verfahren zur saatpositionierung
EP4032383A1 (de) * 2021-01-22 2022-07-27 Deere & Company Verfahren zur identifizierung eines warenstroms
WO2022207220A1 (de) * 2021-03-31 2022-10-06 Amazonen-Werke H. Dreyer SE & Co. KG Ausbringaggregat für eine landwirtschaftliche ausbringmaschine
US12575482B2 (en) 2021-10-11 2026-03-17 Precision Planting Llc Seed accelerator

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3135091B1 (de) Dosiervorrichtung für granulares material mit körnerzähler
DE102015114156A1 (de) Sämaschine und Verfahren zum Betreiben einer Sämaschine
EP3777500B1 (de) Verfahren zum ausbringen von körnigem material
EP3440911A1 (de) Sämaschine mit überwachtem körnerstrom
EP3440908B1 (de) Vereinzelungsvorrichtung für granulares material mit umrüst-set
EP3366098A1 (de) Verfahren und steuerungssystem für eine landwirtschaftliche verteilmaschine zum dosieren und ausbringen von granulatartigem verteilgut
EP2858473A1 (de) Verteilaggregat für körniges gut, insbesondere säaggregat
DE102015101256A1 (de) Dosiersystem einer landwirtschaftlichen Maschine
EP3335535B1 (de) Vorrichtung zum fördern von auf einer landwirtschaftlichen fläche auszubringendem granularem material mit gleichmässigem vereinzelungsdruck
EP3135088B1 (de) Dosiervorrichtung für granulares material mit axialer vordosierung
DE102015114146A1 (de) Dosiervorrichtung für granulares Material mit pneumatischer Nachfüllung
DE102022121240A1 (de) Materialverteilsystem für eine Ausbringmaschine, Ausbringmaschine und Verfahren zum Verteilen von Ausbringmaterial
EP3340765B1 (de) Dosiervorrichtung für granulares material mit sammelbehälter
EP3340764B1 (de) Dosiervorrichtung für granulares material
EP3340763B1 (de) Dosiervorrichtung für granulares material mit vordosiereinheit
EP3704923B1 (de) Anordnung für eine landwirtschaftliche sämaschine, verfahren zum vereinzeln von saatkörnern in einer anordnung für eine landwirtschaftliche sämaschine sowie sämaschine
DE102015114151A1 (de) Dosiervorrichtung für granulares Material mit Pufferstärkenmessung
EP3292748B1 (de) Dosiervorrichtung mit sammelräumen für ausgesonderte körner
DE102015114153A1 (de) Dosiervorrichtung für granulares Material mit Abbremsmitteln
DE102016107381A1 (de) Sämaschine mit verbesserter Abluftführung
DE102015114148A1 (de) Dosiervorrichtung für granulares Material mit Schleuse
DE202018006583U1 (de) Landwirtschaftliche Ausbringmaschine zum Ausbringen von körnigem Material

Legal Events

Date Code Title Description
R081 Change of applicant/patentee

Owner name: AMAZONEN-WERKE H. DREYER SE & CO. KG, DE

Free format text: FORMER OWNER: AMAZONEN-WERKE H. DREYER GMBH & CO. KG, 49205 HASBERGEN, DE

R012 Request for examination validly filed