DE10154956A1 - Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und Flugzeuge - Google Patents
Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und FlugzeugeInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren beschrieben, daß es erlaubt, mittels der Überprüfung einer Kombination biometrischer Merkmale ein Fahr- oder Flugzeug weitgehend vor unbefugter oder erzwungener Nutzung zu schützen.
Description
- Biometrische Zugangssicherungen sind hinreichend bekannt. Hierzu zählen z. B. Zugangskontrollen mittels einem Sensor für Fingerabdrücke oder eine Gesichtserkennung. Die vorgenannten Verfahren werden vereinzelt als Wegfahrsperren bei KFZ eingesetzt.
- Da der Wert dieser Fahrzeuge relativ zu Flugzeugen sehr gering ist und Entführungen wenig spektakulär sind, werden hier wenig Anstrengungen unternommen, die Verfahren zu verbessern oder komplizierte Verfahren zu entwickeln.
- Da viele biometrische Verfahren noch zu überlisten sind und viele erheblich unter Akzeptanzproblemen leiden, ist für die meisten Verfahren ein Einsatz in Flugzeugen schwer durchzusetzen.
- Die Überlistung von Fingerabdrucksensoren ist allgemein bekannt, auch von denen, die eine Lebenderkennung beinhalten. Weiterhin kann eine Fingerabdruck erzwungen werden, ebenso das zeigen des Gesichtes in eine Kamera! Kleinere Verletzungen an dem zu überprüfenden Finger und leichte Änderungen im Gesicht, z. B. ein 3-Tage-Bart, führen sehr oft zu unberechtigten Abweisungen. Aus diesen Gründen ist der Einsatz als Zugangs- und Ingangsetzungssicherung in Flugzeugen kaum denkbar.
- Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Verfahren zu entwickeln, daß es erlaubt die zuvor beschriebenen Nachteile zu vermeiden und daß es erlaubt Flugzeuge wirksam vor unerlaubtem Zugriff vor und während des Fluges zu schützen.
- Hierzu ist es vorgesehen, den oder die Fahr- oder Flugzeugführer vor Abflug mittels einer Kombination der biometrischen Verfahren Schriftdruckerkennung, Fingerabdruckerkennung, Erkennung des Druckdynamik bei der Abgabe eines Fingerabdrucks, Tippdynamikerkennung bei der Eingabe einer PIN oder eines Paßwortes zu erfassen, die Daten verschlüsselt mittels zwischen dem Bord- und Bodengerät generierten digitaler Signaturen zum Fahr- oder Flugzeugrechner zu senden oder auf einer hochsicheren Chipkarte zu speichern und den oder die Fahr- oder Flugzeugführer vor dem Starten der Motore oder Turbinen und vor dem Wegfahren und während des Betriebes auf identischen Geräten im Fahr- oder Flugzeug biometrisch zu überprüfen und im Flugzeug selber die Erkennung der Bewegungen am Gashebel, Steuerknüppel oder Steuerjoystick während des Fluges als dynamisches biometrisches Erkennungsmerkmal zu nutzen.
- Einem Unbefugten wird es kaum gelingen alle diese Verfahren zu überlisten und das Flugzeug zu starten. Selbst im der Luft befindliches Flugzeug kann dann nur von den berechtigten Personen geflogen werden, da die unsichtbare Bewegungsdynamik der Bediengeräte, Steuerknüppel oder Joysticks nicht nachahmbar oder fälschbar sind! Eine Übernahme des Flugzeuges durch Fremde ist damit unmöglich; immer ist der Pilot oder der Copilot zwingend zur Führung erforderlich und kann das Geschehen kontrollieren!
- Zur Schriftdruckerkennung wird einerseits die eigenhändige Unterschrift, anderseits das eigenhändige Schreiben eines Paßwortes oder der Zahlen einer PIN genutzt. Ferner wird die Tippdynamik bei der herkömmlichen Eingabe einer PIN oder eines Paßwortes genutzt. Ebenso ist die Druckdynamik bei der Überprüfung eines Fingerabdruckes nutzbar wobei idealerweise die Schrift, - Tipp, - und zusätzlich die Eingabedynamik eines Fingerabdruckes, der Fingerabdrucksensor und ein Chipkartenleser in dem HandschrifttErkennungsSYstem kombiniert sind.
- Weiterhin ist vorgesehen, die dann im Flugzeug mindestens zweimal, jeweils beim Piloten und beim Copiloten, vorhandene HandschrifttErkennungsSYsteme als elektronisches Notizblock zu nutzen und alle geschriebenen Daten und Notizen analog zur Sprache auf dem Voicerecorder auf einen "Scriptrecorder" zu speichern und gegebenenfalls nutzbar zu machen.
- Eine nützliche Erweiterung und Verbesserung des Schutzes ist dann gegeben, wenn die Sitze der berechtigten Personen an ihren Auflagepunkten mit Kraftsensoren ausgestattet sind und das die personentypischen Bewegungen als biometrisches Merkmal zur Wiedererkennung nutzbar sind. Hierzu zählen z. B. das Aufstehen oder Hinsetzen, das Befestigen der Sicherheitsgurte oder das Betätigen einer Vorrichtung wie z. B. die Gashebel oder die Pedalerie.
- Werden die Zugangswege zu den sensiblen Bereichen mit einem die Gangdynamik erfassenden System ausgestattet, ist sofort ersichtlich, wenn ein Unberechtigter sich einen Zugang erzwingen will und umgekehrt kann nur ein Berechtigter Zugang erhalten bzw. Sperrungen aufheben.
- Ebenfalls vorgesehen ist, die Oberflächen oder die Bildschirme der an Bord eingesetzten Computer oder rechnergestützten Bediengeräte sowie die Tastaturen so auszustatten, daß sie bei der Eingabe von Befehlen, Buchstabe oder Zahlen oder Felder, die mittels Fingerdruck erfolgen, die Tippdynamik des Bedieners erfassen und auswerten, wobei vorhandene Geräte nachträglich mit Kraftsensoren ausstattbar sind oder die Geräte nachträglich auf Plattformen gestellt werden, die mit Kraftsensoren ausgestattet sind.
- Am einfachsten ist dies bei Displays im Cockpit mittels auf Kraftsensoren gestützten Glas- oder Kunststoffplatten zu realisieren, die nachträglich über die Bildschirme angeordnet sind.
- Erfolgen immer wiederkehrende Routineabfragen über die Bedienelemente der Rechner und den Bildschirmen, wird auch hier die Tippdynamik erfaßt und als biometrisches Merkmal ausgewertet.
Claims (8)
1. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren, dadurch gekennzeichnet, daß der oder
die Fahr- und Flugzeugführer vor Abflug oder Abfahrt mittels einer Kombination der
biometrischen Verfahren Schriftdruckerkennung, Fingerabdruckerkennung,
Erkennung des Druckdynamik bei der Abgabe eines Fingerabdrucks,
Tippdynamikerkennung bei der Eingabe einer PIN oder eines Paßwortes erfaßt wird,
die Daten verschlüsselt mittels zwischen dem Bord- und Bodengerät generierten
digitaler Signaturen zum Flugzeugrechner zu senden oder auf einer hochsicheren
Chipkarte zu speichern und den oder die Flugzeugführer vor dem Starten der Motore
oder Turbinen und vor dem Wegfahren und während des Betriebes auf identischen
Geräten im Flugzeug biometrisch zu überprüfen und im Flugzeug oder Fahrzeug
selber die Erkennung der personentypischen, dynamischen Bewegungen am
Steuerknüppel, Steuerjoystick, Gashebel, Lenkrad und der Betätigungsdynamik der
Pedalerie während des Fluges oder Fahrens als dynamisches biometrisches
Erkennungsmerkmal zu nutzen.
2. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die erfaßten biometrischen Daten im Fahrzeug- oder
Flugzeugrechner, einer Chipkarte oder direkt an den zu sperrenden Geräten, z. B. den
Turbinen, Generatoren oder Pumpen, in einem gesonderten, nicht ohne weiteres
zugänglichem Datenspeicher gespeichert sind und dort auch mit den aktuelle
eingegebenen Daten verglichen werden, wobei bei genügender Übereinstimmung eine
Freigabe, bei ungenügender Übereinstimmung eine Sperrung der Geräte oder
Vorrichtungen erfolgt.
3. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die dann im Flugzeug mindestens zweimal, jeweils beim Piloten
und beim Copiloten, in anderen Fahrzeugen u. U. nur einmal vorhandenen
HandschrifttErkennungsSYsteme als elektronisches Notizblock genutzt und alle
geschriebenen Daten und Notizen analog zur Sprache auf dem Voicerecorder nun auf
einen "Scriptrecorder" zu speichern und gegebenenfalls nutzbar zu machen.
4. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Oberflächen oder die Bildschirme der an Bord eingesetzten
Computer oder rechnergestützten Bediengeräte sowie die Tastaturen so ausgestattet
sind, daß sie bei der Eingabe von Befehlen, Buchstabe oder Zahlen oder Felder, die
mittels Fingerdruck erfolgen, die Tippdynamik des Bedieners erfaß- und auswertbar
sind, wobei vorhandene Geräte nachträglich mit Kraftsensoren ausstattbar oder die
Geräte nachträglich auf Plattformen gestellt werden, die mit Kraftsensoren ausgestattet
sind.
5. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Displays im Cockpit mittels auf Kraftsensoren gestützten
Glas- oder Kunststoffplatten erhalten, die nachträglich über die Bildschirme
angeordnet sind.
6. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der oder die Sitze der Fahrzeug- oder Flugzeugführer oder
andere wichtige Besatzungsmitglieder an ihren Auflage- oder Befestigungspunkten
oder die Auflage oder Befestigungspunkte der die Sitze tragender Teile, wie z. B.
Bodenplatten oder Verstrebungen, mit Kraftsensoren ausgestatten sind und daß die
dort erfaßten vierdimensionalen, personentypischen Bewegungen als dynamisches,
biometrisches Erkennungsmerkmal erfaß- und zu einer Überprüfung nutzbar sind.
7. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Zugangsweg zu dem Fahr- oder Flugzeug oder zum
Führerstand oder Cockpit mit einem die Gangdynamik erkennenden Verfahren
ausgestattet ist und das die Tür zu dem Fahr- oder Flugzeug, dem Führerstand oder
Cockpit nur nach Erkennung der zum Zutritt berechtigten Person entsperrbar und zu
öffnen ist und daß damit bei Zutrittversuchen Unberechtigter eine frühe Warnung an
den Fahr- oder Flugzeugführer erfolgt.
8. Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und
Flugzeuge mittels biometrischer Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tipp- und Bewegungsdynamik immer wiederkehrender
Routineabfragen oder -eingaben über die Bedienelemente der Rechner und den
Bildschirmen erfaßt und als biometrisches Merkmal ausgewertet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10154956A DE10154956A1 (de) | 2001-11-11 | 2001-11-11 | Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und Flugzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE10154956A DE10154956A1 (de) | 2001-11-11 | 2001-11-11 | Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und Flugzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10154956A1 true DE10154956A1 (de) | 2003-05-22 |
Family
ID=7705105
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10154956A Withdrawn DE10154956A1 (de) | 2001-11-11 | 2001-11-11 | Biometrische Zugangssicherung, Ingangsetzungs- und Wegfahrsperre für Fahr- und Flugzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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- 2001-11-11 DE DE10154956A patent/DE10154956A1/de not_active Withdrawn
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