Verfahren zum Dichtmachen von fiüssigkeitsdurchlässigem Material. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Dichtmachen von flüssigkeitsdurchläs sigem Material, wie z. B. Böden und sonsti gen Grundmassen, wie unterirdischen Sand schichten, Kies, Felsen oder natürlichen oder künstlichen Gesteinen, Mauerwerk, Beton, Steinaufschüttungen, usw.
Die deutsche Patentschrift Nr. 612494 be schreibt ein Verfahren zu ähnlichen Zwek- ken, das im wesentlichen darin besteht, .dass man in den zu behandelnden Boden oder in die Masse eine wässrige Dispersion bituminö ser Stoffe eindringen lässt und diese an der gewünschten Stelle zur Koag-nlation bringt, so dass eine Wasser und Gase schwer oder nicht durchlassende, verfestigte Schicht ent steht.
Bei der Ausführung dieses Verfah rens nach der genannten Patentschrift kann die natürliche Anwesenheit von Elektrolyten im Boden oder in dem andern zu dichtenden Material die Koagulierung der Dispersion ungünstig beeinflussen, weshalb es vorteil- haft oder erforderlich sein kann, die Konzen tration dieser Substanzen im Boden herab zusetzen, was durch vorheriges Hindurch- oder Einführen reinen Wassers oder einer Lösung von entgegengesetzt wirkenden Sub stanzen, z. B. von koabgulationshemmenden Mitteln, wie eine Lösung von Alkalien, ge schehen kann.
Anderseits kann man auch ge eignete Elektrolytlösungen oder andere, die Koagulation fördernde Mittel vor, während oder nach dem Einführen der Dispersion in .den Boden bringen, um eine richtige Koagu lation der Dispersion an der gewünschten Stelle hervorzurufen.
Ausser dem obenerwähnten Verfahren der Anwendung von Bitumendispersionen ist es auch bekannt, die Böden und sonstigen Mas sen mit Imprägnierungsmitteln verschiedener Art zu behandeln, wie mit Zement- oder Tonsuspensionen, einen Niederschlag, z. B.
Nieselsäure und Aluminiumsilikat, bilden den Chemikalien, usw. Es wurde nun gefunden, dass bessere Er folge in bezug auf die Dichtmachung der Masse dadurch erzielt werden können, dass mehrere Imprägnierungsmittel, von denen mindestens eines eine wässrige - Dispersion bituminöser Stoffe ist, nacheinander in das flüssigkeitsdurchlässige Material eingebracht. werden.
Je nach der Weise, in welcher der all gemeine Gedanke der stufenweisen Anwen dung von Imprägnierungsmitteln verwirk licht wird, zeigt die Erfindung verschiedene wichtige Formen, die nachstehend näher be schrieben werden.
Es wurde gefunden, dass es zweckmässig sein kann, in ,der Vorstufe des in der deut schen Patentschrift Nr. 612494 beschriebenen Verfahrens an Stelle von reinem Wasser oder einer Lösung von koagulationshemmen- den oder befördernden Mitteln eine Bitumen dispersion anzuwenden, welche beständiger als die Bitumendispersion ist, welche durch ihre Koagulierung die Dichtung der behan delten Masse herbeizuführen hat.
Mit Rücksicht hierauf besteht eine Aus führungsform der Erfindung darin, .dass man zunächst in den Boden oder in die andere zu dichtende Masse eine stabilisierte Bitumen dispersioneinführt, welche währenddes Ein dringens nicht koaguliert und darauf eine weniger beständige oder leichter koagulierende Bitumendispersion, welche man an der ge wünschten Stelle koagulieren lässt, gegebe nenfalls derart, dass die Koagulation bereits während der Einführung einsetzt. Je nach den Fällen kann es auch zu empfehlen sein, eine Reihe von Dispersionen von allmählich oder stufenweiser abnehmender Beständig keit oder zunehmender Koagulationsfähig- keit nacheinander zu verwenden.
Durch die vorangehende Anwendung einer sehr beständigen Bitumendispersion. welche gegen die Einwirkung der Bestand teile der zu dichtenden Masse und .der darin anwesenden, gelösten bezw. löslichen Sub stanzen beständig ist, wird diese Masse in eine: derartigen Zustand gebracht, dass, sie die darauf eingeführte, weniger beständige Dispersion nicht vorzeitig zur Koaöulation bringt.
Bei dieser stufenweisen Anwendung von mehreren Bitumendispersionen wird die erste durch die folgende verdrängt, ohne da.ss eine wesentliche Vermenbgung beider Dispersionen stattfindet. Es empfiehlt sich so vorzugehen, dass die weniger beständige Dispersion vor ihrer Koagulation dieselbe Strecke wie die vorangehende, beständigere Dispersion zu rücklegen kann.
Erwünschtenfalls können einer oder meh reren d er im vorliegenden Verfahren verwen deten Bitumendispersionen Füllstoffe, welche in Verbindung mit dem Bitumen die Dich tung des Materials fördern, wie die im schweiz. Patent Nr. 183e616 beschriebenen kolloidalen oder anderen feinverteilten Füll stoffe, z. B. Tonsuspensionen, zugesetzt wer den.
Eine andere Form der Erfindung ist die folgende: Bei der Durchführung der bekannten Imprägnierungsverfahren trat manchmal der Übelstand auf, dass: die Bildung der undurch lässigen Schichten in der behandelten. Masse verhältnismässig grosse Mengen Imprägnie- rungsmittel forderte. Für die Bildung einer wasserdichten Schicht in einem Sandboden verfährt man z.
B. so; dass die Bitumen dispersion in regelmässigen Abständen mit tels Injektionsröhren eingeführt wird, und zwar in derartigen Mengen, dass die von den verschiedenen Injektionszentren aus behan delten Bodenteile aneinander anschliessen. Die grosse Stärke der derart gebildeten Schicht fordert dann selbstverständlich einen ziemlich grossen Materialverbrauch.
Eine Ausführungsform der Erfindung, welche die Bildung von dünnen Schichten oder sogar Häuten gestattet und deshalb eine bedeutende Herabsetzung des Materialver brauches ermöglicht, besteht nun darin, dass man an der zu dichtenden Stelle erst eine un bewegliche, teilweise Dichtung bildet, und daraufhin dieser teilweise gedichteten Masse ein weiteres Imprägnierungsmittel zuführt, wodurch an der Stelle, wo dieses Mittel mit der bereits teilweise gedichteten Masse in Berührung kommt, eine undurchlässige Schicht entsteht.
In dieser Weise genügt als undurchlässige Schicht eine verhältnis mässig dünne Schicht oder eine Haut, wobei doch eine sehr zweckmässige Dichtung er zeugt wird.
In der Durchführung dieser Form der Erfindung kann dieselbe Art Imprägnie- rungsmittel sowohl für die vorangehende teilweise Dichtung als für die endgültige Dichtung dienen oder man kann in den ver schiedenen Stufen des Verfahrens verschie dene Impräbanierungsmittel anwenden.
So kann man in den verschiedenen Stufen des Verfahrens Bitumendispersionen anwenden, welche erwünschtenfalle mit Füllstoffen ver mengt sein können, oder die Anwendung von Bitumendispersion in einer oder mehreren Stufen,des Verfahrens kann mit der Anwen dung von andern Imprägnierungsmitteln, wie Zement- oder Tonsuspensionen, nieder schlagbildenden Chemikalien und derglei chen, in einer oder mehreren andern Stufen des Verfahrens kombiniert werden.
Ein Vorteil des Verfahrens nach der Er findung ist, dass in vielen Fällen ein sehr günstiges Ergebnis durch Anwendung von verhältnismässig sehr verdünnten Dispersio nen oder Lösungen erzielt wird, was eine bedeutende Ersparnis von Imprägnierungs- material ermöglicht.
Man kann bei .der Durchführung der erstbeschriebenen Ausführungsart der Er findung auch derart vorgehen, dass durch die Koagulierung der zuletzt eingeführten Dis persion nur eine teilweise Dichtung entsteht, worauf man durch Pumpen des Grundwas sers oder in anderer Weise die zuerst einge- führte Dispersion wieder der teilweise ge- dichteten Masse zuführt, so @dass sie bei Be rührung dieser Masse abfiltriert und koagu liert wird.
In dieser Weise bildet sich eine undurchlässige Schicht an der Berührungs stelle gegen die teilweise gedichtete Masse.
An Stelle der beschriebenen zweistufigen Ausführungen des Verfahrens nach der Er- findung kann man das Verfahren auch in mehreren Stufen und in verschiedenen Kom binationen durchführen.
In gewissen Fällen kann man sich in der ersten Stufe des Verfahrens auf die Bildung einer vorübergehenden Dichtung beschrän ken, welche nach der Bildung der eigent lichen Schicht wieder verschwinden kann, nämlich dadurch, dass das zeitweilige Im- prägnierungsmittel durch Wasser weggespült wird oder -durch biologische, chemische oder andere Einwirkungen seine Struktur ver liert.
Für die zeitweilige Dichtung in Be tracht kommende Stoffe sind unter anderem organische Kolloide, die man an der ge wünschten Stelle koagulieren oder schwellen lässt, wie Polysaccharide, Gummi, Eiweiss- stoffe, z. B. eine Kaseinlösung oder Mager milch, während die eigentliche Dichtung durch Anwendung - einer Bitumendispersion erzeugt wird.
In den nachstehenden Beispielen werden verschiedene Ausführungsformen der Erfin dung beschrieben, von denen einige anhand der beiliegenden Zeichnung näher erklärt werden. Alle Prozentsätze und Verhältnisse sind auf Gewicht gerechnet.
<I>Beispiel I:</I> Eine ungefähr 5,0 cm dicke Bodenschicht, bestehend aus grobem :Sand und Kies, wird wie folgt wasserdicht ,gemacht: In regelmässigen Abständen von unge fähr 1 m werden Röhren bis zur betreffen den Bodenschicht eingetrieben. In jedes Rohr werden zuerst 50 Liter einer beständi gen Dispersion eingebracht, welche durch Dispergierung von 1 Teil Bitumen (Penetra tion 300 bei<B>25'</B> C, gemessen nach der A. S.
T. M.-Methode) in 2 Teilen einer 0,5 %igen Seifenlösung hergestellt und dar auf durch Zusatz von 1 % Kasein, berechnet auf das Bitumengewicht, stabilisiert worden ist.
Nach ,der Einführung dieser ersten Dis persion werden 200 Liter einer in derselben Weise, aber ohne Zusatz von Kasein herge stellten Bitumendispersion in jedes Rohr eingebracht, Man. kann die Dispersion ein- fach in die Röhren giessen und durch Eigen gewicht in den Boden eindringen lassen, ohne dass es im allgemeinen nötig ist, hier bei Druck anzuwenden.
Beispiel II: In eine aus feinem Sand bestehende Bo denschicht, in welcher ein Grundwasserstrom herrscht, werden Röhren in regelmässigen Abständen von ungefähr 2 m dreieckweise eingetrieben und durch diese Röhren werden der Reihe nach eingebracht: 1. 500 Liter Bitumendispersion gemäss Beispiel 1, stabilisiert mit 15V0 Kasein, der ausserdem l ;ö Methylformiat, berechnet auf Bitumen, zugesetzt wurde; \?. 500 Liter von derselben Dispersion wie oben, aber mit<B>0,7%</B> Kasein;
3. 500 Liter von derselben Dispersion wie oben, aber mit 0,5/'0 Kasein; 4. 1200 Liter oder mehr von derselben Dispersion wie oben, aber mit 0,3% Kasein, welch letztere Dispersion bis zur vollständi gen Dichtung eingeführt wird.
Beispiel III (siehe Fig. 1) ?Man wünscht im Boden 1 einer Bau grube in der Höhe der Untenseite der Dammwand 2" 2' eine abdichtende Schicht zu erzeugen. Zu diesem Zweck wird eine :Menge Bitumendispersion, z.
B. 5 %ige Dis persion, die durch Dispergierung von Erdöl destillationsbitumen in einer 0,5 % igen Sei fenlösung hergestellt -wurde, in den beire f - fenden Bodenteil mittels Röhren 3 derart eingebracht, dass die aus jedem Rohr tre tende Dispersion in der umgebenden Grund masse 4. 4' koaguliert und dort eine teil weise Dichtung herbeiführt.
Um nun eine vollständige Dichtung zu erzielen, wird darauf mittels einer oder meh reren Röhren 5 innerhalb oder ausserhalb des Bodenteils in der Baugrube eine zweite ver dünnte Bitumendispersion eingeführt, z. B. eine 3 %ige Dispersion, die durch Dispergie- rung von Bitumen in einer 0,5 %igen Seifen lösung hergestellt und durch Zusatz von 2 % Kasein, berechnet auf Bitumen, stabili- siert wurde, welche Dispersion derart bestän dig ist, dass sie nicht koaguliert,
bevor sie die teilweise gedichtete Grundmasse 4, =1' erreicht hat. Die Bewegung dieser zweiten Dispersion in der Richtung der teilweise ge dichteten Masse 4. 4' kann dadurch gesche hen, dass an der Gegenseite dieser Masse mit Hilfe einer Pumpe 6 \ffa.sser entzogen wird, so da.ss ein künstlicher Wasserstrom in der Richtung des teilweise gedichteten Boden teils entsteht.
In .dieser 'Weise bildet sich durch Abfiltrierung und Koagulierung der Bitumenteilchen eine undurchlässige Schicht gegen die teilweise gedichtete Masse 4, @'. Beispiel <I>IV:</I> Das Verfahren nach Beispiel III kann wie folgt abgeändert werden: Durch die Röhren 3 wird zunächst .die letzterwähnte, stabilisierte Bitumendisper- sion des Beispiels III eingeführt.
Infolge ihrer hohen Beständigkeit koaguliert diese Dispersion nicht sofort, sondern dringt in den umgebenden Boden durch, wo sie das Grundwasser ersetzt. Darauf führt man ,durch dieselben Röhren die ersterwähnte Bitumendispersion des Beispiels III ein, welche die bereits im Boden anwesende Dis- persion ersetzt und bald koaguliert, was eine teilweise Dichtung der Grundmasse 4, 4' zur Folge hat.
Darnach wird in derselben Weise, wie im Beispiel III beschrieben, mit Hilfe der Pumpe 6 ein künstlicher Wasserstrom erzeugt, wodurch die unkoabgulierte Disper sion zur teilweise gedichteten Grundmasse 4, 4' zurückgeführt --wird und dort durch lbfiltrierung und Koagulierung der Bi tumenteilchen eine undurchlässige Schicht. 7 bildet.
<I>Beispiel. V</I> (siehe Fig. 2) Zwecks Bildung einer wasserdichten Schicht innerhalb eines v,asserdurchlässiglen Kanaldeiches 10 wird im Deichkörper 1 0 oberhalb des undurchlässigen Bodens 11 durch gesondertes, aber gleichzeitiges Ein führen von beschränkten Mengen 5 %lger Wasserglaslösung und 2%i,-,er Kalzium chloridlösung, eine teilweise gedichtet-, Schicht 12 erzeugt.
Darauf setzt man dem Kanalwasser 13 eine derartige Menge Bitu- mendispersion zu, dass durch Abfiltrierung des Bitumens gegen die teilweise gedichtete Masse .12 eine wasserdichte Schicht 14 ent steht.
<I>Beispiel</I> VI (siehe Fig. 3) Zwecks Verlängerung der durch die Dammwand 20 gebildeten Schicht wird in der Nähe des untern Endes dieser Damm wand mittels in -gegenseitigen Abständen von 3 m angeordneter Röhren 21 eine 5 % ige Dispersion von Bitumen in einer 15'70 igen Seifenlösung, der 1 % Ton, sowie 2 % Äthylformiat (das letztere auf Bitumen berechnet) zugesetzt worden sind, einge führt.
Diese Dispersion koaguliert nach einiger Zeit und erzeugt eine teilweise Dich tung bei 22. An der Gegenseite der Damm wand 20 wird in ähnlicher Weise durch Röhren 23, möglichst in der Nähe des teil weise gedichteten Bodenteils 22.
eine zweite Reihe von Injektionen ausgeführt, und zwar mit einer 2 % igen Steinkohlenteerdispers-ion in einer 0,1%igen Natriumhydroxydlösung. Diese Dispersion verbreitet sich im Boden teil 24 und wo sie den teilweise gedichteten Teil 22 berührt, entsteht durch Abfiltrierung eine dichte Schicht 25.
Process for sealing liquid-permeable material. The invention relates to a method for sealing liquid-permeable material such. B. Soils and other basic masses, such as layers of underground sand, gravel, rocks or natural or artificial stones, masonry, concrete, stone embankments, etc.
German Patent No. 612494 describes a process for similar purposes, which essentially consists in allowing an aqueous dispersion of bituminous substances to penetrate into the soil to be treated or into the mass and coagulate them at the desired point -nlation, so that a solidified layer is created that is difficult to pass or not permeable to water and gases.
When carrying out this process according to the patent mentioned, the natural presence of electrolytes in the soil or in the other material to be sealed can adversely affect the coagulation of the dispersion, which is why it may be advantageous or necessary to reduce the concentration of these substances in the soil add what punch by previous passage or introduction of pure water or a solution of counteracting sub, z. B. of anti-coagulation agents, such as a solution of alkalis, ge can happen.
On the other hand, it is also possible to bring suitable electrolyte solutions or other means promoting coagulation before, during or after the introduction of the dispersion into the soil in order to bring about a correct coagulation of the dispersion at the desired location.
In addition to the above-mentioned method of using bitumen dispersions, it is also known to treat the soils and other Mas sen with impregnating agents of various types, such as cement or clay suspensions, a precipitate, e.g. B.
Silicic acid and aluminum silicate form the chemicals, etc. It has now been found that better results can be achieved with regard to the sealing of the compound by adding several impregnating agents, at least one of which is an aqueous dispersion of bituminous substances, to the liquid-permeable material introduced. will.
Depending on the way in which the general idea of the gradual application of impregnating agents is realized, the invention shows various important forms, which will be described in more detail below.
It has been found that it can be useful, in the preliminary stage of the process described in German patent specification No. 612494, to use a bitumen dispersion that is more stable than the bitumen dispersion instead of pure water or a solution of coagulation inhibiting or promoting agents is, which has to bring about the seal of the treated mass through their coagulation.
With this in mind, one embodiment of the invention consists in first introducing a stabilized bitumen dispersion into the ground or into the other mass to be sealed, which does not coagulate during penetration and then a less stable or more easily coagulating bitumen dispersion, which is ge the desired site can coagulate, if necessary in such a way that the coagulation already starts during the introduction. Depending on the case, it may also be advisable to use a series of dispersions of gradually or gradually decreasing resistance or increasing coagulability.
Through the previous application of a very resistant bitumen dispersion. which against the action of the constituent parts of the mass to be sealed and .the dissolved or contained therein. Soluble substances is stable, this mass is brought into a state such that it does not prematurely coalesce the less stable dispersion introduced thereon.
In this step-by-step application of several bitumen dispersions, the first is displaced by the next without the two dispersions being significantly mixed. It is advisable to proceed in such a way that the less stable dispersion can cover the same distance as the preceding, more stable dispersion before it coagulates.
If desired, one or more of the bitumen dispersions used in the present process can be fillers which, in conjunction with the bitumen, promote the seal of the material, such as those in Switzerland. Patent No. 183e616 described colloidal or other finely divided fillers, z. B. clay suspensions added to who the.
Another form of the invention is the following: When carrying out the known impregnation processes, the inconvenience sometimes occurred that: the formation of impermeable layers in the treated. Mass required relatively large amounts of impregnation agent. For the formation of a waterproof layer in a sandy soil, one proceeds z.
B. so; that the bitumen dispersion is introduced at regular intervals by means of injection pipes, namely in such quantities that the soil parts treated from the various injection centers connect to one another. The great thickness of the layer formed in this way then naturally requires a fairly large consumption of material.
An embodiment of the invention, which allows the formation of thin layers or even skins and therefore allows a significant reduction in the material consumption, is that you first form an immobile, partial seal at the point to be sealed, and then this partially sealed A further impregnating agent is added to the compound, which creates an impermeable layer at the point where this agent comes into contact with the already partially sealed compound.
In this way, a relatively moderately thin layer or a skin is sufficient as an impermeable layer, but it is a very useful seal.
In practicing this form of the invention, the same type of impregnating agent can be used for both the preceding partial seal and the final seal, or different impregnating agents can be used in the different stages of the process.
So you can use bitumen dispersions in the various stages of the process, which desired cases can be mixed with fillers, or the use of bitumen dispersion in one or more stages, the process can be reduced with the use of other impregnation agents, such as cement or clay suspensions impact-forming chemicals and the like, can be combined in one or more other stages of the process.
An advantage of the method according to the invention is that in many cases a very favorable result is achieved by using relatively very dilute dispersions or solutions, which enables a significant saving of impregnation material.
When performing the first-described embodiment of the invention, one can also proceed in such a way that the coagulation of the dispersion introduced last results in only a partial seal, whereupon the dispersion introduced first is restored by pumping the groundwater or in some other way partially sealed mass, so that it is filtered off and coagulated when this mass is touched.
In this way, an impermeable layer is formed at the point of contact against the partially sealed mass.
Instead of the described two-stage versions of the process according to the invention, the process can also be carried out in several stages and in various combinations.
In certain cases, in the first stage of the process, one can restrict oneself to the formation of a temporary seal, which can disappear again after the formation of the actual layer, namely by the temporary impregnation agent being washed away by water or by biological means , chemical or other influences lose its structure.
Substances that are considered for temporary sealing include organic colloids that are allowed to coagulate or swell at the desired location, such as polysaccharides, gums, proteins, e.g. B. a casein solution or skimmed milk, while the actual seal is created by using a bitumen dispersion.
In the following examples, various embodiments of the invention are described, some of which are explained in more detail with reference to the accompanying drawings. All percentages and ratios are based on weight.
<I> Example I: </I> An approximately 5.0 cm thick soil layer, consisting of coarse sand and gravel, is made waterproof as follows: At regular intervals of approximately 1 m, tubes are driven down to the relevant soil layer . First 50 liters of a stable dispersion are introduced into each pipe, which is obtained by dispersing 1 part of bitumen (penetration 300 at <B> 25 '</B> C, measured according to the A.S.
T.M. method) in 2 parts of a 0.5% soap solution and on which has been stabilized by adding 1% casein, calculated on the bitumen weight.
After the introduction of this first dispersion, 200 liters of a bitumen dispersion prepared in the same way but without the addition of casein are introduced into each pipe, Man. the dispersion can simply be poured into the pipes and allowed to penetrate into the ground under its own weight, without it being generally necessary to apply pressure here.
Example II: In a soil layer consisting of fine sand, in which there is a current of groundwater, pipes are driven triangularly at regular intervals of about 2 m and through these pipes are introduced in sequence: 1. 500 liters of bitumen dispersion according to Example 1, stabilized with 15V0 casein to which oil formate, calculated on bitumen, was also added; \ ?. 500 liters of the same dispersion as above, but with <B> 0.7% </B> casein;
3. 500 liters of the same dispersion as above, but with 0.5 / 10 casein; 4. 1200 liters or more of the same dispersion as above but with 0.3% casein, which latter dispersion is introduced until completely sealed.
Example III (see Fig. 1)? One wishes to create a sealing layer in the bottom 1 of a construction pit at the level of the underside of the dam wall 2 "2 '. For this purpose, a quantity of bitumen dispersion, e.g.
B. 5% dispersion, which was produced by dispersing petroleum distillation bitumen in a 0.5% soap solution, introduced into the beire fenden bottom part by means of tubes 3 in such a way that the dispersion coming from each tube in the surrounding base mass 4. 4 'coagulates and creates a partial seal there.
In order to achieve a complete seal, a second ver thinned bitumen dispersion is introduced into it by means of one or more tubes 5 inside or outside the bottom part in the excavation, for. B. a 3% dispersion that was produced by dispersing bitumen in a 0.5% soap solution and stabilized by adding 2% casein, calculated on bitumen, which dispersion is so stable that she does not coagulate,
before it has reached the partially sealed matrix 4 '= 1'. The movement of this second dispersion in the direction of the partially sealed mass 4, 4 'can take place in that a pump is used to withdraw this mass from the opposite side, so that an artificial water flow in that direction of the partially sealed floor is created.
In this way, through the filtration and coagulation of the bitumen particles, an impermeable layer is formed against the partially sealed compound 4, @ '. Example <I> IV: </I> The method according to Example III can be modified as follows: The last-mentioned, stabilized bitumen dispersion of Example III is first introduced through the tubes 3.
Due to its high resistance, this dispersion does not coagulate immediately, but penetrates into the surrounding soil, where it replaces the groundwater. The first-mentioned bitumen dispersion of Example III is then introduced through the same tubes, which replaces the dispersion already present in the ground and which soon coagulates, which results in a partial seal of the base material 4, 4 '.
Then, in the same way as described in Example III, an artificial water flow is generated with the aid of the pump 6, whereby the uncoagulated dispersion is returned to the partially sealed base material 4, 4 'and there becomes an impermeable one by filtration and coagulation of the biotum particles Layer. 7 forms.
<I> example. V </I> (see Fig. 2) For the purpose of forming a waterproof layer within a water-permeable canal dike 10, in the dike body 1 0 above the impermeable soil 11 by separate but simultaneous introduction of limited amounts of 5% water glass solution and 2% i, -, he calcium chloride solution, a partially sealed, layer 12 is produced.
An amount of bitumen dispersion is then added to the sewer water 13 such that a watertight layer 14 is created by filtering off the bitumen against the partially sealed compound 12.
<I> Example </I> VI (see Fig. 3) In order to lengthen the layer formed by the dam wall 20, a 5% dispersion is made near the lower end of this dam wall by means of tubes 21 arranged at mutual distances of 3 m of bitumen in a 15'70 strength soap solution to which 1% clay and 2% ethyl formate (the latter based on bitumen) have been added.
This dispersion coagulates after some time and creates a partial seal at 22. On the opposite side of the dam wall 20 is carried out in a similar manner through tubes 23, if possible in the vicinity of the partially sealed bottom part 22.
A second series of injections was carried out using a 2% coal tar dispersion in a 0.1% sodium hydroxide solution. This dispersion spreads in the bottom part 24 and where it touches the partially sealed part 22, a dense layer 25 is created by filtration.