AT528862A1 - Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist - Google Patents
Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet istInfo
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Abstract
Beschlag (12), welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist, umfassend: - wenigstens einen Befestigungssteg (13) zur Befestigung eines zumindest abschnittsweise plattenförmigen Konstruktionselementes (7), vorzugsweise eines Schubladenbodens (7a) oder einer Schubladenrückwand (6), am Beschlag (12), wobei der Befestigungssteg (13) eine Anlageseite (26) zur Anlage am Konstruktionselement (7) und eine durch eine Materialstärke des Befestigungssteges (13) von der Anlageseite (26) beabstandete Befestigungsseite (27) aufweist, - wenigstens eine im Befestigungssteg (13) angeordnete Öffnung (18) zum Durchtritt einer Schraube (14) zur Befestigung des Konstruktionselementes (7) am wenigstens einen Befestigungssteg (13), wobei die wenigstens eine Öffnung (18) an der Befestigungsseite (27) des Befestigungssteges (13) zumindest bereichsweise von einer, vorzugsweise trichterförmigen, Distanzvorrichtung (22) zum Durchtritt der Schraube (14) umgeben ist, wobei die Distanzvorrichtung (22) als integraler Bestandteil des Befestigungssteges (13) ausgebildet ist und von der Befestigungsseite (27) des Befestigungssteges (13) quer absteht.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist, umfassend:
- wenigstens einen Befestigungssteg zur Befestigung eines zumindest abschnittsweise plattenförmigen Konstruktionselementes, vorzugsweise eines Schubladenbodens oder einer Schubladenrückwand, am Beschlag, wobei der Befestigungssteg eine Anlageseite zur Anlage am Konstruktionselement und eine durch eine Materialstärke des Befestigungssteges von der Anlageseite beabstandete Befestigungsseite aufweist,
- wenigstens eine im Befestigungssteg angeordnete Öffnung zum Durchtritt einer Schraube zur Befestigung des Konstruktionselementes am wenigstens einen Befestigungssteg.
[0002] Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Schubladenseitenwand mit wenigstens einem Beschlag der zu beschreibenden Art, eine Anordnung mit wenigstens einem Konstruktionselement und mit wenigstens einem Beschlag der zu beschreibenden Art, sowie eine Schublade mit wenigstens einem solchen Beschlag.
[0003] Der Beschlag gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 kann beispielsweise ein Adapterelement einer Schubladenseitenwand sein, an welcher ein Konstruktionselement in Form eines Schubladenbodens und/oder in Form einer Schubladenrückwand zu befestigen ist.
[0004] Im heutigen Möbelbau werden standardmäßig Schubladenböden mit einer Dicke von 16 mm verwendet. Zur Schonung von Ressourcen und zum Zweck der Materialersparnis besteht jedoch häufig der Wunsch, Schubladenböden mit einer geringeren Dicke einzusetzen, beispielsweise mit einer Dicke von 12 mm. Diese Maßnahme ist insbesondere auch für Schubladen sinnvoll, die für eine geringere Lastaufnahme durch Staugut bestimmt sind.
[0005] Bei der Verwendung eines Schubladenbodens mit einer geringeren Dicke besteht jedoch die Gefahr, dass die Schrauben mit ihren Spitzen eine Dekorlage des Schubladenbodens durchbrechen und aus dem Schubladenboden herausragen. Die aus dem Schubladenboden hervorstehenden Schrauben können erhebliche Beschädigungen des Staugutes und Verletzungen an Personen verursachen.
[0006] Selbstverständlich ist es grundsätzlich möglich, bei Verwendung eines Schubladenbodens mit geringerer Dicke auch Schrauben mit einer kürzeren Nennlänge einzusetzen. Die Verwendung kürzerer Schrauben hat jedoch den Nachteil, dass die maschinelle Zuführung der Schrauben wesentlich ungünstiger ist. Das Verhältnis der Kopfgröße (welche im Möbelbau durch die Verwendung eines Standardwerkzeuges vorgegeben ist) zur kürzeren Schraubenlänge führt nämlich zu einem Verkippen der Schraube und damit zur einer ungünstigeren Zuführsituation.
[0007] Außerdem entsprechen kürzere Schrauben nicht dem üblichen Standard im Küchenbau, sodass stets die Gefahr besteht, dass durch Montagemaschinen oder durch einen Monteur versehentlich eine längere Standardschraube eingedreht wird, welche — wie bereits erwähnt — im eingedrehten Zustand über die Dekorlage des Schubladenbodens hervorstehen kann.
[0008] Somit besteht der Wunsch, eine einheitliche Standardlänge von Schrauben zu verwenden (vorzugsweise mit 15 mm Länge), ohne dass die Schrauben in einem montierten Zustand über einen dünneren Schubladenboden (vorzugsweise mit einer Dicke von 12 mm) vorstehen.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten Beschlag anzugeben, welcher den oben angeführten Anforderungen Genüge leistet.
[0010] Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0011] Gemäß der Erfindung ist also vorgesehen, dass die wenigstens eine Öffnung an der Befestigungsseite des Befestigungssteges zumindest bereichsweise von einer, vorzugsweise trichterförmigen, Distanzvorrichtung zum Durchtritt der Schraube umgeben ist, wobei die Distanzvorrichtung als integraler Bestandteil des Befestigungssteges ausgebildet ist und von der Befestigungsseite des Befestigungssteges quer absteht.
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[0012] Mit anderen Worten ist an der Befestigungsseite des Befestigungssteges eine von der Befestigungsseite quer abstehende, vorzugsweise trichterförmige, Distanzvorrichtung vorgesehen, durch welche das Einschraubmaß der Schraube verkürzt wird. Durch die Distanzvorrichtung wird also effektiv verhindert, dass die längeren Standardschrauben die Deckfläche des Konstruktionselementes durchbrechen und über das Konstruktionselement vorstehen.
[0013] Außerdem wirkt die Distanzvorrichtung als Versteifungssicke, sodass der die Öffnung umgebende Bereich ein verbessertes Widerstandsmoment und damit eine verbesserte Stabilität erhält.
[0014] Gemäß einem Ausführungsbeispiel können am Befestigungssteg weitere Befestigungsmittel angeordnet sein, vorzugsweise wenigstens eine Lasche, eine Kralle, eine Schraube, ein Nagel und/oder wenigstens ein Haken. Auf diese Weise kann das Konstruktionselement am Befestigungssteg zusätzlich gesichert und ein zwischen dem Befestigungssteg und dem Konstruktionselement auftretendes Spiel eliminiert werden.
[0015] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Distanzvorrichtung - eine Dicke zwischen 1 mm und 3 mm, vorzugsweise etwa 2 mm, aufweisen, und/oder - eine, vorzugsweise in Bezug zur wenigstens einen Öffnung rotationssymmetrische, Aufnahmekammer für anfallendes Spanmaterial ausbilden, und/oder - durch Umformen oder durch Prägen hergestellt sein.
[0016] Durch die von der Distanzvorrichtung ausgebildete Aufnahmekammer ist das anfallende Spanmaterial beim Anschrauben des Konstruktionselementes aufnehmbar, sodass das Konstruktionselement flächig an den Befestigungssteg anpressbar ist.
[0017] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann der wenigstens eine Befestigungssteg eine Mittelebene aufweisen, wobei die wenigstens eine Öffnung versetzt zur Mittelebene des Befestigungssteges angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Öffnung von einem Randbereich des Konstruktionselementes weiter beabstandet, sodass die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches des Konstruktionselementes beim Eindrehen der Schraube reduziert wird.
[0018] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist der Beschlag einen vom Befestigungssteg quer abstehenden Vertikalsteg auf, wobei die wenigstens eine Öffnung in Richtung zum Vertikalsteg hin versetzt im Befestigungssteg angeordnet ist.
[0019] Im Vertikalsteg kann beispielsweise eine Ausnehmung angeordnet sein, wobei der Befestigungssteg einen in die Ausnehmung hineinreichenden kreisbogenförmigen Abschnitt aufweist. Durch diese Maßnahme kann die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches des Konstruktionselementes beim Eindrehen der Schraube reduziert werden.
[0020] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass sich die Distanzvorrichtung ausgehend von der Öffnung in eine von der Befestigungsseite wegweisende Richtung verbreitert, sodass die Schraube innerhalb eines Winkels zwischen 90° und 60° in die Öffnung einführbar ist. Somit kann die Schraube schräg in die Distanzvorrichtung eingeführt werden, wobei die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches des Konstruktionselementes zusätzlich reduziert wird.
[0021] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Distanzvorrichtung durch Prägen hergestellt sein. Auf diese Weise ist die Distanzvorrichtung schnell und kostengünstig im Werk herstellbar, ohne dass für die Distanzvorrichtung weitere Bauteile notwendig sind.
[0022] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann der Beschlag wenigstens einen Anschlagsteg aufweisen, welcher im Wesentlichen parallel beabstandet zum wenigstens einen Befestigungssteg verläuft, wobei das Konstruktionselement bereichsweise zwischen dem Befestigungssteg und dem Anschlagsteg aufnehmbar ist. Mit anderen Worten bilden der Befestigungssteg und der Anschlagsteg gemeinsam eine Aufnahmekammer für einen Randbereich des Konstruktionselementes aus, wobei das Konstruktionselement in einem montierten Zustand mit einer ersten Seite am Befestigungssteg und mit einer zweiten Seite am Anschlagsteg anliegt.
[0023] Beispielsweise kann der Abstand zwischen dem Befestigungssteg und dem Anschlagsteg
zwischen 10 mm und 15 mm, vorzugsweise etwa 12,5 mm, betragen.
[0024] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Beschlag als Adapterelement zur Verbindung einer Schubladenseitenwand mit einem Schubladenboden, als Adapterelement zur Verbindung einer Schubladenseitenwand mit einem Schubladenboden und/oder mit einer Schubladenrückwand, oder als Adapterelement zur Verbindung einer Schubladenseitenwand mit einem Schubladenboden und/oder mit einer Schubladenfrontblende ausgebildet.
[0025] Die Schubladenseitenwand gemäß der Erfindung weist wenigstens einen Beschlag der in Rede stehenden Art auf. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Schubladenseitenwand mehrere solche Beschläge aufweist, welche in Längsrichtung der Schubladenseitenwand voneinander beabstandet an der Schubladenseitenwand angeordnet sind.
[0026] Die Anordnung gemäß der Erfindung weist wenigstens ein zumindest abschnittsweise plattenförmiges Konstruktionselement und wenigstens einen Beschlag des in Rede stehenden Typs auf. Das Konstruktionselement kann eine Dicke kleiner als 16 mm, vorzugsweise kleiner als 14 mm, aufweisen. Vorzugsweise beträgt die Dicke des plattenförmigen Konstruktionselementes 12 mm.
[0027] Die Materialstärke des Befestigungssteges kann beispielsweise 0,7 mm betragen und/ oder die Länge der Schraube kann beispielsweise 15 mm betragen.
[0028] Die Schublade gemäß der Erfindung weist wenigstens einen Beschlag, wenigstens eine Seitenwand oder wenigstens eine Anordnung der vorgenannten Art auf.
[0029] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
[0030] Fig. 1a, 1b zeigen eine perspektivische Ansicht eines Möbels mit einem Möbelkorpus und relativ zum Möbelkorpus bewegbar gelagerten Schubladen sowie eine perspektivische Ansicht einer Schublade,
[0031] Fig. 2a, 20 zeigen die Schublade in einer Ansicht von unten sowie eine vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
[0032] Fig. 3a-3c zeigen eine Schubladenseitenwand mit mehreren Beschlägen in einer perspektivischen Ansicht sowie zwei vergrößerte Detaildarstellungen hierzu,
[0033] Fig. 4a, 49 zeigen perspektivische Ansichten des Beschlages in zwei verschiedenen Ausführungsformen,
[0034] Fig. 5a, 5b zeigen die Schublade in einer Querschnittsansicht sowie eine vergrößerte Detaildarstellung hierzu,
[0035] Fig. 6Sa-6d zeigen den Beschlag in verschiedenen Ansichten.
[0036] Fig. 1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Möbels 1 mit einem Möbelkorpus 2 und relativ zum Möbelkorpus 2 bewegbar gelagerten Schubladen 3. Die Schubladen 3 weisen jeweils eine Schubladenfrontblende 4, Schubladenseitenwände 5, eine Schubladenrückwand 6 und ein zumindest abschnittsweise plattenförmiges Konstruktionselement 7 in Form eines Schubladenbodens 7a auf.
[0037] Fig. 1b zeigt die Schublade 3 in einer perspektivischen Ansicht. Die Schublade 3 ist über Schubladenausziehführungen 8 relativ zum Möbelkorpus 2 verfahrbar gelagert, wobei die Schubladenausziehführung 8 eine am Möbelkorpus 2 zu befestigende Korpusschiene 9 und wenigstens eine relativ zur Korpusschiene 9 verfahrbare Ausziehschiene 10 aufweist, wobei die Schublade 3 mit der Ausziehschiene 10 verbunden oder lösbar verbindbar ist.
[0038] Die Schubladenseitenwand 5 kann ein Hohlprofil, beispielsweise aus Metall, aufweisen.
[0039] Fig. 2a zeigt die Schublade 3 in einer Ansicht von unten. Die Schublade 3 umfasst die Schubladenfrontblende 4, zwei gegenüberliegende Seitenwände 5, eine Schubladenrückwand 6 sowie das plattenförmige Konstruktionselement 7 in Form des Schubladenbodens 7a.
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[0040] Durch eine Kupplungsvorrichtung 11 ist die Schublade 3 relativ zur Ausziehschiene 10 der Schubladenausziehführung 8 lösbar koppelbar.
[0041] Das Konstruktionselement 7 in Form des Schubladenbodens 7a ist über wenigstens einen Beschlag 12 an der Schubladenseitenwand 5 zu befestigen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind zwei oder mehrere Beschläge 12 zur Befestigung des Konstruktionselementes 7 vorgesehen, wobei die Beschläge 12 in einer Längsrichtung L voneinander beabstandet an der Schubladenseitenwand 5 angeordnet sind.
[0042] In der gezeigten Figur sind die Beschläge 12 an nur einer Schubladenseitenwand 5 gezeigt. Selbstverständlich können beide Schubladenseitenwände 5 wenigstens einen Beschlag 12 zur Befestigung eines Konstruktionselementes 7 aufweisen.
[0043] Fig. 2b zeigt den in Fig. 2a eingerahmten Bereich in einer vergrößerten Ansicht. Der Beschlag 12 weist wenigstens einen Befestigungssteg 13 zur Abstützung des plattenförmigen Konstruktionselementes 7 auf, wobei das Konstruktionselement 7 über wenigstens eine Schraube 14 mit dem Befestigungssteg 13 verbunden ist.
[0044] Am Befestigungssteg 13 können bei Bedarf weitere Befestigungsmittel 15 angeordnet sein, beispielsweise wenigstens eine Kralle, eine Schraube, ein Nagel, eine Lasche und/oder wenigstens ein Haken. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weisen die weiteren Befestigungsmittel 15 wenigstens eine Lasche auf, welche in Richtung des Schubladenbodens 7a verbiegbar ist. Auf diese Weise ist der Schubladenboden 7a zusätzlich sicherbar.
[0045] Fig. 3a zeigt die Schubladenseitenwand 5 in einer perspektivischen Ansicht, wobei mehrere in Längsrichtung L voneinander beabstandete Beschläge 12 an der Schubladenseitenwand 5 angeordnet sind.
[0046] Der Beschlag 12 kann als Adapterelement 16a zur Verbindung der Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a, als Adapterelement 16b zur Verbindung der Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a und/oder mit der Schubladenrückwand 6, oder als Adapterelement 16c zur Verbindung der Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a und/oder mit der Schubladenfrontblende 4 ausgebildet sein.
[0047] Fig. 3b zeigt den in Fig. 3a eingerahmten Bereich „E“ in einer vergrößerten Ansicht. Der Beschlag 12 ist hier als Adapterelement 16b ausgebildet, durch welches die Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a und mit der Schubladenrückwand 6 verbindbar ist.
[0048] Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Beschlag 12 zwei Befestigungsstege 13, 13a auf, welche quer, vorzugsweise rechtwinklig, zueinander verlaufen. An jedem der beiden Befestigungsstege 13, 13a ist wenigstens eine Öffnung 18 zum Durchtritt einer Schraube 14 zur Befestigung eines Konstruktionselementes 7 (im vorliegenden Fall in Form des Schubladenbodens 7a und in Form der Schubladenrückwand 6) vorgesehen.
[0049] Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind an beiden Befestigungsstegen 13, 13a weitere Befestigungsmittel 15 zur Befestigung des Konstruktionselementes 7 angeordnet.
[0050] Der Beschlag 12 kann wenigstens einen vom Befestigungssteg 13 quer abstehenden Anlagesteg 19 zur seitlichen Anlage des Konstruktionselementes 7 aufweisen. Die wenigstens eine Öffnung 18 des Befestigungssteges 13 ist in eine vom Anlagesteg 19 wegweisende Richtung versetzt im Befestigungssteg 13 angeordnet.
[0051] Mit anderen Worten kann dadurch die Öffnung 18 des Befestigungssteges 13 weiter vom Anlagesteg 19 beabstandet werden, wodurch die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches des Konstruktionselementes 7 beim Eindrehen der Schraube 14 reduziert wird.
[0052] Der Beschlag 12 kann wenigstens ein drehbares Einstellrad 17 umfassen, durch welches eine Lage der Schublade 3, vorzugsweise eine Neigung der Schublade 3, relativ zur ausziehbaren Ausziehschiene 10 (Fig. 1b) der Schubladenausziehführung 8 einstellbar ist.
[0053] Fig. 3c zeigt den in Fig. 3a eingerahmten Bereich „D“ in einer vergrößerten Ansicht. Der Beschlag 12 ist hier als Adapterelement 16a ausgebildet, durch welches die Schubladenseiten-
wand 5 mit dem Schubladenboden 7a verbindbar ist.
[0054] Fig. 4a zeigt den Beschlag 12, welcher als Adapterelement 16b zur Verbindung der Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a und mit der Schubladenrückwand 6 ausgebildet ist. Diese Ausführung entspricht dem Beschlag 12 gemäß Fig. 3b.
[0055] Der erste Befestigungssteg 13 zur Befestigung des Schubladenbodens 7a und der zweite Befestigungssteg 13a zur Befestigung der Schubladenrückwand 6 verlaufen quer zueinander.
[0056] Vorzugsweise verläuft der erste Befestigungssteg 13 im montierten Zustand im Wesentlichen horizontal und der zweite Befestigungssteg 13a im Wesentlichen vertikal.
[0057] In jedem der beiden Befestigungsstege 13, 13a ist wenigstens eine Öffnung 18 zum Durchtritt einer Schraube 14 angeordnet. Der Beschlag 12 gemäß Fig. 4a weist ein, vorzugsweise im Wesentlichen U-förmiges, Aufnahmeprofil 25 zur Aufnahme eines Rands der Schubladenrückwand 6 auf.
[0058] Der Beschlag 12 kann einen vom Befestigungssteg 13 quer abstehenden Vertikalsteg 20 aufweisen, wobei die wenigstens eine Öffnung 18 des Befestigungssteges 13 in Richtung zum Vertikalsteg 20 hin versetzt im Befestigungssteg 13 angeordnet ist. Auf diese Weise wird die Öffnung 18 vom Anlagesteg 19 weiter beabstandet, sodass die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches des Schubladenbodens 7a reduziert wird.
[0059] Im Vertikalsteg 20 kann eine Ausnehmung 23 angeordnet sein, wobei der Befestigungssteg 13 einen in die Ausnehmung 23 hineinreichenden kreisbogenförmigen Abschnitt 24 aufweist. Auf diese Weise kann die Öffnung 18 mit dem kreisbogenförmigen Abschnitt 24 vom Anlagesteg 19 maximal beabstandet werden, sodass die Gefahr eines Bruchs des Schubladenbodens 7a noch weiter reduzierbar ist.
[0060] Fig. 4b zeigt den Beschlag 12, welcher hier als Adapterelement 16a zur Verbindung der Schubladenseitenwand 5 mit dem Schubladenboden 7a ausgebildet ist. Diese Ausführung entspricht dem Beschlag 12 gemäß Fig. 3c.
[0061] Der Befestigungssteg 13 weist eine Anlageseite 26 zur Anlage am Konstruktionselement 7 und eine durch eine Materialstärke des Befestigungssteges 13 von der Anlageseite 26 beabstandete Befestigungsseite 27 auf.
[0062] Die wenigstens eine Öffnung 18 zum Durchtritt der Schraube 14 ist an der Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 zumindest bereichsweise von einer, vorzugsweise trichterförmigen, Distanzvorrichtung 22 zum Durchtritt der Schraube 14 umgeben. Die Distanzvorrichtung 22 ist als integraler Bestandteil des Befestigungssteges 13 ausgebildet und steht von der Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 quer ab.
[0063] Unter der beispielhaften Annahme, dass die Dicke des Konstruktionselementes 7 mit 12 mm und die Länge der Schraube 14 mit 15 mm dimensioniert ist, so kann der Kopf der Schraube 14 durch die Distanzvorrichtung 22 weiter von der Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 beabstandet werden, sodass die Spitze der Schraube 14 in einem eingeschraubten Zustand nicht über eine Deckfläche des Konstruktionselementes 7 vorsteht.
[0064] Im Befestigungssteg 13 kann wenigstens ein Langloch 21 angeordnet sein, durch welches Laserlicht beim Verschweißen des Beschlages 12 mit der Schubladenseitenwand 5 mittels einer Laserschweißvorrichtung führbar ist.
[0065] Fig. 5a zeigt die Schublade 3 mit der Schubladenseitenwand 5 und mit dem Konstruktionselement 7 in Form des Schubladenbodens 7a in einer Querschnittsansicht.
[0066] Der Beschlag 12 weist einen Befestigungssteg 13 zur Befestigung des Konstruktionselementes 7, einen vom Befestigungssteg 13 nach unten abstehenden Vertikalsteg 20 und einen vom Befestigungssteg 13 nach oben abstehenden Anlagesteg 19 zur seitlichen Anlage des Konstruktionselementes 7 auf. Der Vertikalsteg 20 und der Anlagesteg 19 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander.
[0067] Fig. 5b zeigt den in Fig. 5a eingerahmten Bereich in einer vergrößerten Ansicht. Der Befestigungssteg 13 weist eine Anlageseite 26 zur Anlage des Konstruktionselementes 7 und eine durch eine Materialstärke des Befestigungssteges 13 von der Anlageseite 26 beabstandete Befestigungsseite 27 auf.
[0068] Im Befestigungssteg 13 ist wenigstens eine Öffnung 18 zum Durchtritt einer Schraube 14 angeordnet, wobei die wenigstens eine Öffnung 18 an der Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 zumindest bereichsweise von einer, vorzugsweise trichterförmigen, Distanzvorrichtung 22 zum Durchtritt der Schraube 14 umgeben ist. Die Distanzvorrichtung 22 ist als integraler Bestandteil des Befestigungssteges 13 ausgebildet ist und steht von der Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 quer ab.
[0069] Gemäß möglichen Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Distanzvorrichtung 22 - eine Dicke zwischen 1 mm und 3 mm, vorzugsweise etwa 2 mm, aufweist, und/oder - eine, vorzugsweise in Bezug zur wenigstens einen Öffnung 18 rotationssymmetrische, Aufnahmekammer 29 für anfallendes Spanmaterial ausbildet, und/oder - durch Umformen oder durch Prägen hergestellt ist.
[0070] Der Beschlag 12 und/oder die Schubladenseitenwand 5 kann wenigstens einen Anschlagsteg 28 aufweisen, welcher im Wesentlichen parallel beabstandet zum wenigstens einen Befestigungssteg 13 verläuft. Das Konstruktionselement 7 ist bereichsweise zwischen dem Befestigungssteg 13 und dem Anschlagsteg 28 aufnehmbar.
[0071] Beispielsweise kann der Abstand zwischen dem Befestigungssteg 13 und dem Anschlagsteg 28 zwischen 10 mm und 15 mm, vorzugsweise etwa 12,5 mm, betragen.
[0072] Fig. 6a-6d zeigen den Beschlag 12 in verschiedenen Querschnittsansichten.
[0073] Fig. 6a zeigt den Beschlag 12 mit dem Befestigungssteg 13, welcher eine Mittelebene 30 aufweist. Zu erkennen ist, dass die Öffnung 18 versetzt zur Mittelebene 30 des Befestigungssteges 13 angeordnet ist.
[0074] Die Öffnung 18 weist eine Mittelachse 31 auf, welche relativ zur Mittelebene 30 in Richtung zum Vertikalsteg 20 hin versetzt angeordnet ist. Auf diese Weise ist die Öffnung 18 mit einem kleineren Abstand zum Vertikalschenkel 20 und mit einem größeren Abstand zum seitlichen Anlagesteg 19 angeordnet. Auf diese Weise kann die Gefahr eines Ausbrechens eines seitlichen Randbereiches des Konstruktionselementes 7 beim Eindrehen der Schraube 14 mittels eines Werkzeuges reduziert werden.
[0075] Die Mittelachse 31 der Öffnung 18 und die Mittelachse der Aufnahmekammer 29 zur Aufnahme von anfallendem Spanmaterial verlaufen koaxial zueinander.
[0076] Fig. 6b zeigt den Beschlag gemäß Fig. 6a mit der Schraube 14 in einem Montagezustand. Das Konstruktionselement 7 ist aus Gründen des verbesserten Überblicks nicht dargestellt.
[0077] Fig. 6c zeigt den Beschlag 12 mit der an der Befestigungsseite 27 angeordneten Distanzvorrichtung 22 in einer vergrößerten Ansicht.
[0078] Fig. 6d zeigt den Beschlag 12 mit der Distanzvorrichtung 22, welche sich ausgehend von der Öffnung 18 in eine von der Befestigungsseite 27 wegweisende Richtung verbreitert, sodass die Schraube 14 innerhalb eines Winkels zwischen 90° und 60° relativ zur Befestigungsseite 27 des Befestigungssteges 13 in die Öffnung 18 einführbar ist.
[0079] Auf diese Weise kann die Gefahr eines Ausbrechens eines Randbereiches der Konstruktionselementes weiter reduziert werden, mit dem zusätzlichen Effekt, dass sich das Konstruktionselement 7 durch Eindrehen der Schraube 14 in Richtung zur Schubladenseitenwand 5 hinziehen lässt.
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Claims (15)
1. Beschlag (12), welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist, umfassend:
- wenigstens einen Befestigungssteg (13) zur Befestigung eines zumindest abschnitts-
weise plattenförmigen Konstruktionselementes (7), vorzugsweise eines Schubladenbo-
dens (7a) oder einer Schubladenrückwand (6), am Beschlag (12), wobei der Befesti-
gungssteg (13) eine Anlageseite (26) zur Anlage am Konstruktionselement (7) und eine
durch eine Materialstärke des Befestigungssteges (13) von der Anlageseite (26) beabstandete Befestigungsseite (27) aufweist,
- wenigstens eine im Befestigungssteg (13) angeordnete Öffnung (18) zum Durchtritt einer Schraube (14) zur Befestigung des Konstruktionselementes (7) am wenigstens einen Befestigungssteg (13),
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Öffnung (18) an der Befestigungsseite (27) des Befestigungssteges (13) zumindest bereichsweise von einer, vorzugsweise trichterförmigen, Distanzvorrichtung (22) zum Durchtritt der Schraube (14) umgeben ist, wobei die Distanzvorrichtung (22) als integraler Bestandteil des Befestigungssteges (13) ausgebildet ist und von der Befestigungsseite (27) des Befestigungssteges (13) quer absteht.
2. Beschlag (12) nach Anspruch 1, wobei am wenigstens einen Befestigungssteg (13) weitere Befestigungsmittel (15), vorzugsweise wenigstens eine Kralle, eine Schraube, ein Nagel, eine Lasche und/oder wenigstens ein Haken, angeordnet sind.
3. Beschlag (12) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Distanzvorrichtung (22) - eine Dicke zwischen 1 mm und 3 mm, vorzugsweise etwa 2 mm, aufweist, und/oder - eine, vorzugsweise in Bezug zur wenigstens einen Öffnung (18) rotationssymmetrische, Aufnahmekammer (29) für anfallendes Spanmaterial ausbildet.
4. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der wenigstens eine Befestigungssteg (13) eine Mittelebene (30) aufweist, wobei die wenigstens eine Öffnung (18) versetzt zur Mittelebene (30) des wenigstens einen Befestigungssteges (13) angeordnet ist.
5. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Beschlag (12) wenigstens einen vom Befestigungssteg (13) quer abstehenden Anlagesteg (19) zur seitlichen Anlage des Konstruktionselementes (7) aufweist, vorzugsweise wobei die wenigstens eine Öffnung (18) in eine vom Anlagesteg (19) wegweisende Richtung versetzt im Befestigungssteg (13) angeordnet ist.
6. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Beschlag (12) einen vom Befestigungssteg (13) quer abstehenden Vertikalsteg (20) aufweist, wobei die wenigstens eine Öffnung (18) in Richtung zum Vertikalsteg (20) hin versetzt im Befestigungssteg (13) angeordnet ist, vorzugsweise wobei im Vertikalsteg (20) eine Ausnehmung (23) angeordnet ist, wobei der Befestigungssteg (13) einen in die Ausnehmung (23) hineinreichenden kreisbogenförmigen Abschnitt (24) aufweist.
7. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei sich die Distanzvorrichtung (22) ausgehend von der Öffnung (18) in eine von der Befestigungsseite (27) wegweisende Richtung verbreitert, sodass die Schraube (14) innerhalb eines Winkels zwischen 90° und 60° relativ zur Befestigungsseite (27) des Befestigungssteges (13) in die Öffnung (18) einführbar ist.
8. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Distanzvorrichtung (22) durch Umformen oder durch Prägen hergestellt ist.
9. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Beschlag (12) wenigstens einen Anschlagsteg (28) aufweist, welcher im Wesentlichen parallel beabstandet zum wenigstens einen Befestigungssteg (13) verläuft, wobei das Konstruktionselement (7) bereichsweise zwischen dem Befestigungssteg (13) und dem Anschlagsteg (28) aufnehmbar ist, vorzugsweise wobei ein Abstand zwischen dem Befestigungssteg (13) und dem Anschlagsteg (28) zwischen 10 mm und 15 mm, besonders bevorzugt etwa 12,5 mm beträgt.
10. Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Beschlag (12) als Adapterelement (16a) zur Verbindung einer Schubladenseitenwand (5) mit einem Schubladenboden (7a), als Adapterelement (16b) zur Verbindung einer Schubladenseitenwand (5) mit einem Schubladenboden (7a) und/oder mit einer Schubladenrückwand (6), oder als Adapterelement (16c) zur Verbindung einer Schubladenseitenwand (5) mit einem Schubladenboden (7a) und/oder mit einer Schubladenfrontblende (4) ausgebildet ist.
11. Schubladenseitenwand (5) mit wenigstens einem Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Schubladenseitenwand (5) nach Anspruch 11, wobei die Schubladenseitenwand (5) mehrere Beschläge (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist, welche in Längsrichtung (L) der Schubladenseitenwand (5) voneinander beabstandet an der Schubladenseitenwand (5) angeordnet sind.
13. Anordnung mit wenigstens einem zumindest abschnittsweise plattenförmigen Konstruktionselement (7) und mit wenigstens einem Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Konstruktionselement (7) eine Dicke kleiner als 16 mm, vorzugsweise kleiner als 14 mm, aufweist.
14. Anordnung nach Anspruch 13, wobei die Anordnung wenigstens eine Schraube (14) zur Befestigung des Konstruktionselementes (7) am Beschlag (12) aufweist, vorzugsweise wobei eine Länge der Schraube (14) zwischen 13 mm und 17 mm, vorzugsweise 15 mm, beträgt.
15. Schublade (3) mit wenigstens einem Beschlag (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 oder mit wenigstens einer Schubladenseitenwand (5) nach einem der Ansprüche 11 oder 12 oder mit wenigstens einer Anordnung nach Anspruch 13 oder 14.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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| ATA50912/2024A AT528862A1 (de) | 2024-11-19 | 2024-11-19 | Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist |
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Family Applications (1)
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| ATA50912/2024A AT528862A1 (de) | 2024-11-19 | 2024-11-19 | Beschlag, welcher als Möbelbeschlag oder als Baubeschlag ausgebildet ist |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| WO2026107529A1 (de) | 2026-05-28 |