AT528356A1 - Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse - Google Patents

Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse

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AT528356A1
AT528356A1 ATA50456/2024A AT504562024A AT528356A1 AT 528356 A1 AT528356 A1 AT 528356A1 AT 504562024 A AT504562024 A AT 504562024A AT 528356 A1 AT528356 A1 AT 528356A1
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Rechberger Andreas
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Andritz Ag Maschf
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen Elektrolysemediums, umfassend zumindest eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektrolysezelle (1) mit einer elektrischen Anode (2) in einer Anodenkammer (3) und einer elektrischen Kathode (4) in einer Kathodenkammer (5), einen anodenseitigen Mediumkreislauf (6) mit einer anodenseitigen Ableitung (6a) des Elektrolysemediums aus der Anodenkammer (3) zu einem Sauerstoff-Separator (7), und einer anodenseitigen Zuleitung (6b) des Elektrolysemediums vom Sauerstoff- Separator (7) in die Anodenkammer (3), einen kathodenseitigen Mediumkreislauf (8) mit einer kathodenseitigen Ableitung (8a) des Elektrolysemediums aus der Kathodenkammer (5) zu einem Wasserstoff-Separator (9), und einer kathodenseitigen Zuleitung des Elektrolysemediums vom Wasserstoff-Separator (9) in die Kathodenkammer (5), wobei der Sauerstoff-Separator (7) und der Wasserstoff- Separator (9) in einem gemeinsamen Drucktank (10) angeordnet sind.

Description

A ‚hes AT 528 356 A1 2025-12-15
Ss N
Beschreibung
ELEKTROLYSEUR ZUR ALKALISCHEN WASSERSTOFFELEKTROLYSE
[0001] Die Erfindung betrifft einen Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen Elektrolysemediums.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Elektrolyseure zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse bekannt. Diese dienen zur elektrochemischen Zerlegung eines wässrigen Elektrolysemediums in Wasserstoff und Sauerstoff und umfassen eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektrolysezelle mit einer elektrischen Anode in einer Anodenkammer und einer elektrischen Kathode in einer Kathodenkammer. Die Anodenkammer und die Kathodenkammer sind durch eine permeable Membran (Diaphragma) getrennt und werden vom wässrigen Elektrolysemedium umspült. Durch das Anlegen von Spannung entstehen an der Kathode Hydroxid-lonen (OH—) und gasförmiger Wasserstoff (H2). Die negativ geladenen Hydroxid-lonen bewegen sich durch die Membran von der Kathodenkammer in die Anodenkammer, wo sich in der Folge gasförmiger Sauerstoff (O2) und Wasser bildet. Der erzeugte Wasserstoff und der erzeugte Sauerstoff werden in speziellen Separatoren vom Elektrolysemedium separiert und können als Produktgase weiterverwendet werden.
[0003] Die alkalische Elektrolyse bietet eine hohe Lebensdauer und ermöglicht große Anlagenleistungen. Aktueller Stand der Technik sind Elektrolyseure auf Basis von Einzelzellen, die unter atmosphärischem Druck oder leichtem Überdruck arbeiten und zu größeren Systemen zusammengeschalten werden, oder druckbehaftete Elektrolyseure, die als integrierte Multizellen Stacks ausgeführt sind und bei Temperaturen von 60°C bis 90°C und Drücken von 10 bar bis zu etwa 30 bar arbeiten.
[0004] Auf der Seite der Anode ist üblicherweise ein Kreislauf für das Elektrolysemedium von der Anodenkammer zu einem Sauerstoff-Separator und zurück zu der Anodenkammer vorgesehen. Die Kathodenseite wird in der Regel analog zur Anodenseite aufgebaut und weist ebenfalls einen Kreislauf für das Elektrolysemedium von der Kathodenkammer über einen Wasserstoff-Separator zurück zu der Kathodenkammer auf. Die Separatoren trennen das Elektrolysemedium von den Produktgasen.
[0005] In der Regel befinden sich der Sauerstoff-Separator und der Wasserstoff-Separator in eigenen druckdichten Tanks, damit sich die produzierten Gase nicht vermischen können. Um den erforderlichen Ausgleich der Konzentration und des Drucks des durchlaufenden Elektrolysemediums zu gewährleisten, werden die Tanks hydrostatisch verbunden. Das Druckniveau der beiden Medienkreisläufe ist bei dieser Art der Elektrolyse nahezu identisch. Falls ein Differenzdruck genutzt wird, dann liegt dieser in der Größenordnung von unter 100mbar.
[0006] Ein Problem dieser bekannten Elektrolyseure ist jedoch, dass die beiden getrennten Tanks für die Separatoren zusätzlichen Platz und Verrohrung benötigen und auch die Wartung des Elektrolyseurs erschweren.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, dieses Problem zu lösen und einen platzsparenden, möglichst wartungsarmen Elektrolyseur bereitzustellen.
[0008] Diese und andere Aufgaben werden durch einen Elektrolyseur gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Ein erfindungsgemäßer Elektrolyseur ist zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen Elektrolysemediums ausgebildet. Die alkalische Wasserstoffelektrolyse kann hierbei die Elektrolyse mittels wässriger Kaliumhydroxidlösung (KOH) oder wässriger Natriumhydroxidlösung (NaOH) als Elektrolysemedium umfassen. Als Elektrolysemedium sind die Laugen KOH und NaOH, die Gase H2 und O, sowie Mischungen dieser Substanzen zu verstehen. Das Elektrolysemedium kann unter einem Druck von über 10 bar bis über etwa 30 bar stehen. Dies hat den Vorteil, dass kein Komprimieren der Produktgase H2 und O2 nach deren Herstellung notwendig ist.
[0010] Der Elektrolyseur umfasst zumindest eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektro-
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Iysezelle mit einer elektrischen Anode in einer Anodenkammer und einer elektrischen Kathode in einer Kathodenkammer. Zwischen der Anodenkammer und der Kathodenkammer ist eine im Wesentlichen ionendurchlässige und elektrisch isolierende, vorzugsweise als Membran oder als Diaphragma ausgebildete Trennschicht angeordnet. Als Trennschicht kann beispielsweise ein PoIyphenylensulfidgewebe, dass mit einer Mischung aus einem Polymer (z. B. Polysulfon) und Zirconiumoxid (ZrO2) beschichtet ist, vorgesehen sein. Es können auch mehrere Elektrolysezellen zu einem Elektrolysestack zusammengeschaltet sein.
[0011] Beim Betrieb des Elektrolyseurs wird durch Anlegen einer Gleichspannung von mindestens 1,23 Volt zwischen der Anode und der Kathode in der Kathodenkammer H2 und OH- und in der Anodenkammer O2 und H;O gebildet. OH- kann in weiterer Folge durch die Trennschicht in die Anodenkammer diffundieren, wodurch erneut O2 und H2O gebildet werden können. Vorzugsweise wird während des Betriebs für eine Einzelzelle eine Spannung von 1,48 Volt oder mehr zwischen Anode und Kathode verwendet.
[0012] Die Anodenkammer und die Kathodenkammer umfassen jeweils eine Zuleitung für das Elektrolysemedium sowie eine Ableitung für das, mit H2 bzw. O2 vermischte Elektrolysemedium.
[0013] Es ist ein anodenseitiger Mediumkreislauf für das Elektrolysemedium vorgesehen, wobei das Elektrolysemedium von einer anodenseitigen Ableitung aus der Anodenkammer zu einem Sauerstoff-Separator geleitet wird. Über eine anodenseitige Zuleitung wird das Elektrolysemedium nach der Separation vom Sauerstoff-Separator zurück in die Anodenkammer zurückgeleitet.
[0014] Analog dazu ist ein kathodenseitiger Mediumkreislauf vorgesehen, wobei das Elektrolysemedium von einer kathodenseitigen Ableitung aus der Kathodenkammer zu einem Wasserstoff-Separator geleitet wird. Über eine kathodenseitige Zuleitung wird das Elektrolysemedium nach der Separation vom Wasserstoff-Separator in die Kathodenkammer zurückgeleitet. In sämtlichen Zuleitungen und Ableitungen der Medienkreisläufe können Pumpen, Filter oder lonentauscher vorgesehen sein, um ausreichenden Druck und Homogenität des Elektrolysemediums zu gewährleisten.
[0015] Erfindungsgemäß sind der Sauerstoff-Separator und der Wasserstoff-Separator in einem gemeinsamen Drucktank angeordnet. Der Drucktank kann dazu ausgebildet sein, einen Druck des Elektrolysemediums von bis zu etwa 30bar zu widerstehen.
[0016] Der Drucktank kann in seinem unteren Bereich ein erstes Reservoir aufweisen, welches zur Aufnahme des verbleibenden Elektrolysemediums vom Sauerstoff-Separator ausgebildet ist, und in seinem unteren Bereich ein zweites Reservoir aufweisen, welches zur Aufnahme des verbleibenden Elektrolysemediums vom Wasserstoff-Separator ausgebildet ist. Um den Druck- und Konzentrationsausgleich zwischen den Reservoiren zu ermöglichen, können diese miteinander verbunden sein, ohne dabei jedoch eine Vermischung der Produktgase H2 und O2 zu ermöglichen.
[0017] Erfindungsgemäß kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Sauerstoff-Separator vom Wasserstoff-Separator im gemeinsamen Drucktank durch eine gasundurchlässige Trennwand getrennt ist. Dadurch können die erzeugten Produktgase H2 und O-; sich nicht vermischen. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Trennwand im Bereich der Reservoire, also im unteren Bereich des Drucktanks, offen ist.
[0018] Da die Produktgase im Drucktank nach oben steigen, können sie sich nicht vermischen, während das von den Produktgasen separierte Elektrolysemedium nach unten fließt und sich vermischt, sodass ein Druck- und Konzentrationsausgleich erfolgen kann.
[0019] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass die Trennwand im Bereich der Reservoire eine Rohrverbindung aufweist. Auch dadurch kann sich das von den Produktgasen separierte Elektrolysemedium aus den beiden Separatoren vermischen, sodass ein Druck- und Konzentrationsausgleich erfolgen kann. Die Rohrverbindung kann gegebenenfalls mit Filtern, einer Pumpe, einem Druckregler oder dergleichen ausgestattet sein. Die Rohrverbindung kann vorzugsweise so weit unten wie möglich im Drucktank liegen.
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[0020] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Drucktank im Bereich des SauerstoffSeparators und des Wasserstoff-Separators jeweils einen druckdichten Anschluss zur Ableitung des erzeugten Sauerstoffs und Wasserstoffs aufweist.
[0021] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass der Drucktank im Bereich der Reservoire jeweils einen druckdichten Anschluss zur Ableitung des Elektrolysemediums an die anodenseitige und kathodenseitige Zuleitung der Elektrolysezelle oder des Elektrolysestacks aufweist. Wenn mehrere Elektrolysezellen zu einem Elektrolysestack zusammengeschaltet sind, kann vorzugsweise ebenfalls ein gemeinsamer Drucktank vorgesehen sein.
[0022] Weitere erfindungsgemäße Merkmale ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der nachfolgenden Figurenbeschreibung.
[0023] Die Erfindung wird nun an Hand von nicht-ausschließlichen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
[0024] Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrolyseurs;
[0025] Fig. 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrolyseurs.
[0026] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrolyseurs zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen Elektrolysemediums. In diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem Elektrolysemedium um eine Kaliumhydroxidlösung KOH, die unter einem Druck von 10 bis etwa 30 bar steht.
[0027] Der Elektrolyseur umfasst eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektrolysezelle 1 mit einer Anodenkammer 3 und einer Kathodenkammer 5. Die beiden Kammern 3, 5 sind durch eine Membran getrennt. An der Unterseite der jeweiligen Kammern 3, 5 befindet sich jeweils ein druckdichter Anschluss 14b, 15b zur Zuführung des Elektrolysemediums KOH in die jeweilige Kammer 3, 5. In der Anodenkammer 3 ist eine flächig ausgebildete elektrische Anode 2 vorgesehen. In der Kathodenkammer 5 ist eine flächig ausgebildete elektrische Kathode 4 vorgesehen. Beim Betrieb der Elektrolysezelle wird eine elektrische Gleichspannung im Bereich von mindestens 1,48V angelegt, sodass sich durch Elektrolyse im oberen Bereich der Anodenkammer 3 Sauerstoff O2, und im oberen Bereich der Kathodenkammer 5 Wasserstoff H2 bildet. Durch Ableitungen im oberen Bereich der Kammern 3, 5 wird das unter Druck stehende Gemisch aus KOH und O2 bzw. KOH und H2 zu entsprechenden Separatoren geführt.
[0028] Es ist ein anodenseitiger Mediumkreislauf 6 und ein kathodenseitiger Mediumkreislauf 8 vorgesehen. Der anodenseitige Mediumkreislauf 6 führt das Gemisch aus KOH und O2 durch eine Ableitung 6a aus der Anodenkammer 3 zu einem Sauerstoff-Separator 7. Im SauerstoffSeparator 7 wird Sauerstoff O2 aus dem Gemisch extrahiert und über einen druckdichten Anschluss 14a zur weiteren Verwendung abgeleitet. Das verbleibende Elektrolysemedium wird über eine anodenseitige Zuleitung 6b vom Anschluss 14b im unteren Bereich des Sauerstoff-Separators 7 in den unteren Bereich der Anodenkammer 3 zurückgeführt.
[0029] Der kathodenseitige Mediumkreislauf 8 führt das Gemisch aus KOH und H2 durch eine Ableitung 8a aus der Kathodenkammer 5 zu einem Wasserstoff-Separator 9. Im WasserstoffSeparator 9 wird Wasserstoff H2 aus dem Gemisch extrahiert und über einen druckdichten Anschluss 15a zur weiteren Verwendung abgeleitet.
[0030] Das verbleibende Elektrolysemedium wird über eine kathodenseitige Zuleitung 8b vom Anschluss 15b im unteren Bereich des Wasserstoff-Separators 9 in den unteren Bereich der Kathodenkammer 5 zurückgeführt.
[0031] Der Sauerstoff-Separator 7 und der Wasserstoff-Separator 9 sind in einem gemeinsamen Drucktank 10 angeordnet. Dieser Drucktank ist dazu ausgelegt, einem Druck des Elektrolysemediums von etwa 30bar standzuhalten.
[0032] Der Drucktank 10 weist ein erstes Reservoir 11a auf, welches zur Füllung mit dem ver-
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bleibenden Elektrolysemedium vom Sauerstoff-Separator 7 ausgebildet ist. Ferner weist der Drucktank 10 ein zweites Reservoir 11b auf, welches zur Füllung mit dem verbleibenden ElektroIysemedium vom Wasserstoff-Separator 9 ausgebildet ist. Die beiden Reservoire 11a, 11b sind im unteren Bereich miteinander verbunden, sodass ein Druck- und Konzentrationsausgleich erfolgt. Die Verbindung ist dabei derart im unteren Bereich des Drucktanks 10 ausgebildet, dass das Elektrolysemedium im Betrieb den Bereich der Verbindung übersteigt, sodass sich die Produktgase H2 und O-, nicht vermischen können.
[0033] Konkret wird dies in diesem Ausführungsbeispiel durch eine gasundurchlässige Trennwand 12 erreicht, die von der oberen Wand des Drucktanks 10 nach unten reicht und im unteren Bereich offen ist. Der offene Bereich hat hier eine Höhe von etwa 10% bis 20% der gesamten Höhe des Drucktanks 10, um sicherzugehen, dass im Betrieb das flüssige Elektrolysemedium den offenen Bereich übersteigt, sodass sich keine Produktgase vermischen können. In anderen Ausführungen der Erfindung kann das Ausmaß der Öffnung der Trennwand anders sein; wichtig ist, dass durch die Trennwand 12 eine Vermischung der Produktgase H2 und ©, verhindert und gleichzeitig der Konzentrations- und Druckausgleich des Elektrolysemediums ermöglicht wird.
[0034] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elektrolyseurs zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen Elektrolysemediums. Das Ausführungsbeispiel entspricht jenem aus Fig. 1 mit dem Unterschied, dass die Trennwand 12 im Bereich der Reservoire 11a, 11b eine Rohrverbindung 13 aufweist.
[0035] Die Rohrverbindung befindet sich im unteren Bereich des Drucktanks 10 auf einer Höhe von etwa 10% bis etwa 15% der gesamten Höhe des Drucktanks. Die Rohrverbindung sollte vorzugsweise so weit unten wie möglich liegen. Dadurch wird wiederum sichergestellt, dass sich die Produktgase H2 und O, im Betrieb nicht vermischen, und gleichzeitig ein Konzentrations- und Druckausgleich des Elektrolysemediums ermöglicht wird.
[0036] In einem weiteren, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist statt der Elektrolysezelle 1 ein Elektrolysestack mit mehreren, beispielsweise 20, 50 oder 100 seriell geschalteten Elektrolysezellen vorgesehen. In diesem Fall verfügt der Elektrolysestack über gemeinsame Medienkreisläufe, die in einem gemeinsamen Drucktank 10 mit einem einzigen Sauerstoff-Separator 7 und einem einzigen Wasserstoff-Separator 9 münden.
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Patentansprüche
1. Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen ElektroIysemediums, umfassend a. zumindest eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektrolysezelle (1) mit einer elektrischen Anode (2) in einer Anodenkammer (3) und einer elektrischen Kathode (4) in einer Kathodenkammer (5), b. einen anodenseitigen Mediumkreislauf (6) mit il. einer anodenseitigen Ableitung (6a) des Elektrolysemediums aus der Anodenkammer (3) zu einem Sauerstoff-Separator (7), und il. einer anodenseitigen Zuleitung (6b) des Elektrolysemediums vom Sauerstoff-Separator (7) in die Anodenkammer (3), c. einen kathodenseitigen Mediumkreislauf (8) mit il. einer kathodenseitigen Ableitung (8a) des Elektrolysemediums aus der Kathodenkammer (5) zu einem Wasserstoff-Separator (9), und il. einer kathodenseitigen Zuleitung des Elektrolysemediums vom Wasserstoff-Separator (9) in die Kathodenkammer (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff-Separator (7) und der Wasserstoff-Separator (9) in einem gemeinsamen Drucktank (10) angeordnet sind.
2. Elektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) a. ein erstes Reservoir (11a) aufweist, welches zur Füllung mit Elektrolysemedium vom Sauerstoff-Separator (7) ausgebildet ist, und b. ein zweites Reservoir (11b) aufweist, welches zur Füllung mit Elektrolysemedium vom Wasserstoff-Separator (9) ausgebildet ist, wobei c. die beiden Reservoire (11a, 11b) miteinander verbunden sind, sodass ein Druckund Konzentrationsausgleich erfolgt.
3. Elektrolyseur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff-Separator (7) vom Wasserstoff-Separator (9) im gemeinsamen Drucktank (10) durch eine gasundurchlässige Trennwand (12) getrennt ist.
4. Elektrolyseur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (12) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) offen ist.
5. Elektrolyseur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (12) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) eine Rohrverbindung (13) aufweist.
6. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) im Bereich des Sauerstoff-Separators (7) und des Wasserstoff-Separators (9) jeweils einen druckdichten Anschluss (14a, 15a) zur Ableitung des erzeugten Sauerstoffs und Wasserstoffs aufweist.
7. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) jeweils einen druckdichten Anschluss (14b, 15b) zur Ableitung des Elektrolysemediums an die anodenseitige und kathodenseitige Zuleitung (6b, 8b) der Elektrolysezelle (1) aufweist.
8. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Elektrolysezellen (1) zu einem Elektrolysestack zusammengeschaltet sind, wobei ein gemeinsamer Drucktank (10) vorgesehen ist.
9. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolysemedium eine Kaliumhydroxidlösung KOH oder Natriumhydroxidlösung NaOH ist, die unter einem Druck von über 10 bar, vorzugsweise etwa 30 bar steht.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (9)

A ‚hes AT 528 356 A1 2025-12-15 Ss N Neue Patentansprüche
1. Elektrolyseur zur alkalischen Wasserstoffelektrolyse unter Nutzung eines flüssigen ElektroIysemediums, umfassend a. zumindest eine, vom Elektrolysemedium durchströmte Elektrolysezelle (1) mit einer elektrischen Anode (2) in einer Anodenkammer (3) und einer elektrischen Kathode (4) in einer Kathodenkammer (5), b. einen anodenseitigen Mediumkreislauf (6) mit il. einer anodenseitigen Ableitung (6a) des Elektrolysemediums aus der Anodenkammer (3) zu einem Sauerstoff-Separator (7), und il. einer anodenseitigen Zuleitung (6b) des Elektrolysemediums vom SauerstoffSeparator (7) in die Anodenkammer (3), Cc. einen kathodenseitigen Mediumkreislauf (8) mit il. einer kathodenseitigen Ableitung (8a) des Elektrolysemediums aus der Kathodenkammer (5) zu einem Wasserstoff-Separator (9), und il. einer kathodenseitigen Zuleitung des Elektrolysemediums vom Wasserstoff-Separator (9) in die Kathodenkammer (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff-Separator (7) und der Wasserstoff-Separator (9) in einem gemeinsamen Drucktank (10) angeordnet sind, der von der zumindest einen Elektrolysezelle (1) räumlich getrennt angeordnet ist.
2. Elektrolyseur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) a. ein erstes Reservoir (11a) aufweist, welches zur Füllung mit Elektrolysemedium vom Sauerstoff-Separator (7) ausgebildet ist, und b. ein zweites Reservoir (11b) aufweist, welches zur Füllung mit Elektrolysemedium vom Wasserstoff-Separator (9) ausgebildet ist, wobei c. die beiden Reservoire (11a, 11b) miteinander verbunden sind, sodass ein Druck- und Konzentrationsausgleich erfolgt.
3. Elektrolyseur nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sauerstoff-Separator (7) vom Wasserstoff-Separator (9) im gemeinsamen Drucktank (10) durch eine gasundurchlässige Trennwand (12) getrennt ist.
4. Elektrolyseur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (12) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) offen ist.
5. Elektrolyseur nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (12) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) eine Rohrverbindung (13) aufweist.
6. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) im Bereich des Sauerstoff-Separators (7) und des Wasserstoff-Separators (9) jeweils einen druckdichten Anschluss (14a, 15a) zur Ableitung des erzeugten Sauerstoffs und Wasserstoffs aufweist.
7. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktank (10) im Bereich der Reservoire (11a, 11b) jeweils einen druckdichten Anschluss (14b, 15b) zur Ableitung des Elektrolysemediums an die anodenseitige und kathodenseitige Zuleitung (6b, 8b) der Elektrolysezelle (1) aufweist.
8. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Elektrolysezellen (1) zu einem Elektrolysestack zusammengeschaltet sind, wobei ein gemeinsamer Drucktank (10) vorgesehen ist.
9. Elektrolyseur nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Elektrolysemedium eine Kaliumhydroxidlösung KOH oder Natriumhydroxidlösung NaOH ist, die unter einem Druck von über 10 bar, vorzugsweise etwa 30 bar steht.
ZULETZT VORGELEGTE ANSPRÜCHE
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