AT528343A1 - Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine - Google Patents

Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine

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AT528343A1
AT528343A1 ATA50460/2024A AT504602024A AT528343A1 AT 528343 A1 AT528343 A1 AT 528343A1 AT 504602024 A AT504602024 A AT 504602024A AT 528343 A1 AT528343 A1 AT 528343A1
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AT
Austria
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locking nut
locking
traction element
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mounting plate
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ATA50460/2024A
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Eppich Stephan
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Engel Austria Gmbh
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Abstract

Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, insbesondere für eine Spritzgießmaschine (2), mit wenigstens einer Formaufspannplatte (3, 4), wenigstens einem Holm (5) sowie wenigstens einer Verriegelungsmutter (6), wobei der wenigstens eine Holm (5) mittels der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) relativ zur wenigstens einen Formaufspannplatte (3, 4) verriegelbar ist und ein Antriebsstrang zum Antreiben einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) gegenüber dem wenigstens einen Holm (5) vorgesehen ist, wobei der Antriebsstrang wenigstens ein umlenkbares Zugmittel (7) aufweist.

Description

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Beschreibung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1, sowie eine Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit.
[0002] Unter Formgebungsmaschinen können SpritzgieRßmaschinen, Spritzpressen, Pressen und dergleichen verstanden werden. Auch Formgebungsmaschinen, bei welchen die plastifizierte Formmasse einem offenen Formwerkzeug zugeführt wird, sind durchaus denkbar.
[0003] Im Folgenden soll der Stand der Technik anhand einer Spritzgießmaschine umrissen werden. Analoges gilt allgemein für Formgebungsmaschinen.
[0004] Gattungsgemäße Schließeinheiten für Spritzgießmaschinen umfassen wenigstens eine Formaufspannplatte, wenigstens einen Holm sowie wenigstens eine Verriegelungsmutter, wobei der wenigstens eine Holm mittels der wenigstens einen Verriegelungsmutter relativ zur wenigstens einen Formaufspannplatte verriegelbar ist und ein Antriebsstrang zum Antreiben einer Öffnungs- und/oder SchlieRßbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter gegenüber dem wenigstens einen Holm vorgesehen ist.
[0005] Eine entsprechende Schließeinheit geht beispielsweise aus der AT 525237 A1 hervor.
[0006] Bei entsprechenden Schließeinheiten des Standes der Technik wird zumeist der Antriebsstrang durch sogenannte Synchronisationsstangen ausgebildet, wobei diese Synchronisationsstangen über eine Kolben-Zylinder-Einheit angetrieben werden und dazu ausgebildet sind, wenigstens zwei Verriegelungsmuttern — zumeist geteilte Verriegelungsmuttern — synchron zueinander zu bewegen oder anzutreiben.
[0007] Entsprechende Ausgestaltungen haben jedoch den Nachteil, dass die Synchronisationsstangen eine geringe Flexibilität hinsichtlich des Bauraumes aufweisen. So sind die Synchronisationsstangen linear zwischen den zu synchronisierenden Verriegelungsmuttern anzuordnen.
[0008] Eine Positionierung anderer Komponenten in diesem Bereich ist daher nicht möglich, da es nicht möglich ist, die Synchronisationsstangen um entsprechende Komponenten herumzuführen.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, sowie eine Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit bereitzustellen, bei der die zuvor beschriebenen Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise verbessert werden können und/oder eine höhere Flexibilität hinsichtlich der Gestaltung eines Antriebsstranges für die Verriegelungsmuttern bereitgestellt werden kann und/oder mit Hilfe welcher die Positionierbarkeit von Anbaukomponenten an einer Formgebungsmaschine großzügiger und freier gewählt werden kann.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 1, sowie mit einer Formgebungsmaschine mit einer solchen Schließeinheit gelöst.
[0011] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass eine Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine wenigstens eine Formaufspannplatte, wenigstens einen Holm, sowie wenigstens eine Verriegelungsmutter umfasst, wobei der wenigstens eine Holm mittels der wenigstens einen Verriegelungsmutter relativ zur wenigstens einen Formaufspannplatte verriegelbar ist und ein Antriebsstrang zum Antreiben einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter gegenüber dem wenigstens einen Holm vorgesehen ist, wobei der Antriebsstrang wenigstens ein umlenkbares Zugmittel aufweist.
[0012] Durch das Vorsehen von umlenkbaren Zugmitteln wird in einfacher Art und Weise der Antriebsstrang um ein Betätigungsmittel erweitert, welches flexibel in seiner Führung ausgelegt werden kann, ohne dabei hohe Fertigungskosten oder einen hohen Fertigungsaufwand darzustellen.
[0013] Somit wird eine weit einfachere, flexiblere Ausgestaltung bzw. Anordnung des Antriebs
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strangs zum Antreiben einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter ermöglicht.
[0014] Durch das Ausbilden des Antriebsstrangs mit einem umlenkbaren Zugmittel können beispielsweise auch mehrere Verriegelungsmuttern durch den gleichen Antrieb betätigt werden, wenn sich dennoch zwischen den Verriegelungsmuttern auf dem direkten Weg andere Bauteile, wie beispielsweise eine Auswerfereinheit, befinden, wobei durch Umlenkrollen oder ähnlichen Bauteilen dieses Bauteil (beispielsweise die Auswerfereinheit) umgelenkt werden kann.
[0015] Ein umlenkbares Zugmittel kann beispielsweise als Teil eines Zugmittelgetriebes ausgebildet sein.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass das umlenkbare Zugmittel beispielsweise als Kette, Riemen und/oder Seil ausgebildet ist.
[0017] Eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann durch ihren Einsatz in bereits bekannten Ausführungsvarianten des Standes der Technik, wie beispielsweise in der Beschreibungseinleitung beschrieben, finden und nachträglich installiert werden.
[0018] Anders formuliert, können die in Bezug auf den Stand der Technik beschriebenen Merkmale natürlich auch in Kombination mit der Erfindung umgesetzt werden.
[0019] Unter Formgebungsmaschinen können SpritzgieRßmaschinen, Spritzpressen, Pressen und dergleichen verstanden werden. Auch Formgebungsmaschinen, bei welchen die plastifizierte Formmasse einem offenen Formwerkzeug zugeführt wird, sind durchaus denkbar.
[0020] Im Zuge des vorliegenden Dokumentes ist — wenn von einer Platte die Rede ist — nicht zwangsläufig von einer ebenen, planen Platte auszugehen. Diese kann auch über Vertiefungen, Erhöhungen sowie eine konkave Bearbeitung der Aufspannflächen für optimale Schließkraftverteilung im geschlossenen Zustand verfügen. Auch Ausführungen mit Rippen zur Stabilisierung (und/oder beispielsweise Versteifungsgeometrien) sind durchaus denkbar.
[0021] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0022] Vorzugweise kann vorgesehen sein, dass eine Antriebseinheit zum Antreiben und/oder Bremsen des Antriebsstranges vorgesehen ist.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass die Antriebseinheit als rotatorische Antriebseinheit, vorzugsweise Elektromotor, Hydraulikmotor oder Servomotor, ausgebildet ist.
[0024] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Antriebsstrang wenigstens ein Antriebsrad aufweist, besonders bevorzugt, welches wenigstens eine Antriebsrad zumindest teilweise durch das wenigstens eine Zugmittel umschlossen wird und/oder in das wenigstens eine Zugmittel eingreift, wobei das wenigstens eine Antriebsrad durch die Antriebseinheit antreibbar oder bremsbar ist und dazu ausgebildet ist, diese Bewegung auf das wenigstens eine Zugmittel zu übertragen.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass wenigstens ein Umlenkelement, vorzugsweise eine Umlenkrolle, vorgesehen ist, welches dazu ausgebildet ist, das wenigstens eine Zugmittel umzulenken.
[0026] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Zugmittel an der wenigstens einen Verriegelungsmutter, insbesondere einem Umfang der wenigstens einen Verriegelungsmutter, anlenkt und dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der wenigstens einen Verriegelungsmutter rotatorisch um eine Rotationsachse anzutreiben.
[0027] Insbesondere kann es vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Verriegelungsmutter rotatorisch antreibbar ist, wobei die wenigstens eine Verriegelungsmutter selbst eine translatorische oder rotatorische Offnungs- und/oder SchlieRßbewegung ausführt.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Verriegelungsmutter als zwei Verriegelungsmutternhälften aufweisende, geteilte Verriegelungsmutter ausgebildet ist, welche zwei Verriegelungsmutternhälften relativ zueinander — insbesondere translatorisch - bewegbar gela-
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gert sind und dazu ausgebildet sind, durch eine Öffnungs- und/oder Schließbewegung den wenigstens einen Holm an der wenigstens einen Formaufspannplatte zu verriegeln und/oder freizugeben.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass die zwei Verriegelungsmutternhälften zueinander linear zwischen einer geöffneten und/oder einer geschlossenen Stellung bewegbar sind, wobei die Verriegelungsmutternhälften in entgegengesetzte Richtungen in eine geöffnete und/oder geschlossene Stellung bewegbar sind.
[0030] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die zwei Verriegelungsmutternhälften rein
translatorisch, relativ zueinander bewegbar gelagert sind, wobei das wenigstens eine Zugmittel
entlang seiner Längserstreckung
- an einer ersten Verriegelungsmutternhälfte der zwei Verriegelungsmutternhälften angelenkt ist,
- anschließend an die erste Verriegelungsmutternhälfte durch wenigstens ein Umlenkelement, vorzugsweise um 180°, umgelenkt ist, und
- nach der Umlenkung an einer zweiten Verriegelungsmutternhälfte der zwei Verriegelungsmutternhälften angelenkt ist.
[0031] Es kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Zugmittel wenigstens ein, vorzugsweise in das wenigstens eine Zugmittel eingreifendes, Befestigungsmittel aufweist, welches wenigstens eine Befestigungsmittel das Zugmittel mit der wenigstens einen Verriegelungsmutter und/oder mit einer der zwei Verriegelungsmutternhälften verbindet.
[0032] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Zugmittel mittels des wenigstens einen Befestigungsmittels mit der ersten Verriegelungsmutternhälfte der zwei Verriegelungsmutternhälften verbunden ist und — insbesondere durch eine Gleitfläche des Befestigungsmittels — durch die zweite Verriegelungsmutternhälfte der zwei Verriegelungsmutternhälften hindurchgeführt ist, bevor das Zugmittel durch das wenigstens eine Umlenkelement umgelenkt ist.
[0033] Es kann vorgesehen sein, dass das Befestigungsmittel durch eine der zwei Verriegelungsmutternhälften zumindest teilweise durch wenigstens ein Führungselement — insbesondere eine Führungsbuchse — geführt ist.
[0034] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass wenigstens zwei Verriegelungsmuttern vorgesehen sind, wobei der Antriebsstrang und/oder das wenigstens eine Zugmittel an beiden der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern anlenkt und dazu ausgebildet ist, eine Stellung der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern, insbesondere eine Stellung der Verriegelungsmutternhälften der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern, zu synchronisieren.
[0035] Es kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Zugmittel als geschlossenes Zugmittel ausgebildet ist.
[0036] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der wenigstens eine Holm die wenigstens eine Formaufspannplatte durchsetzt.
[0037] Es kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine Holm relativ zur Formaufspannplatte durch Zusammenwirken eines Innenprofils der wenigstens einen Verriegelungsmutter mit einem Außenprofil des zumindest einen Holms verriegelbar ist.
[0038] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das umlenkbare Zugmittel an wenigstens zwei Verriegelungsmuttern, insbesondere an zwei Verriegelungsmutternhälften der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern, angelenkt ist.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass das umlenkbare Zugmittel an einem Stellelement anlenkt, welches Stellelement dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Zugmittels — vorzugsweise in eine translatorische - Öffnungs- und/oder Schließbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter umzusetzen.
[0040] Vorzugweise kann vorgesehen sein, dass das Stellelement wenigstens eine Führungskulisse und wenigstens eine in der Führungskulisse geführtes Folgeelement, vorzugsweise wenigs-
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tens einen Bolzen, aufweist.
[0041] Es kann vorgesehen sein, dass das Stellelement als Baugruppe ausgebildet ist, welche Baugruppe wenigstens eine Führungskulisse und wenigstens eine in der Führungskulisse geführtes Folgeelement, vorzugsweise wenigstens einen Bolzen, aufweist, wobei durch das Führen des wenigstens einen Folgeelements in der wenigstens einen Führungskulisse eine rotatorische (beispielsweise Antriebs-) Bewegung in eine translatorische (beispielsweise Öffnungs- und/oder Schließ-) Bewegung umsetzbar ist.
[0042] Weiters wird Schutz begehrt für eine Formgebungsmaschine, insbesondere eine Spritzgießmaschine mit einer erfindungsgemäßen Schließeinheit.
[0043] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt:
[0044] Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schließeinheit,
[0045] Fig. 2 eine Detailansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 1,
[0046] Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel,
[0047] Fig. 4 ein drittes, erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit,
[0048] Fig. 5, 6 und 7 Detailansichten zum Ausführungsbeispiel der Fig. 4,
[0049] Fig. 8 ein viertes Ausführungsbeispiel,
[0050] Fig. 9 eine Detailansicht des Ausführungsbeispiels der Fig. 8,
[0051] Fig. 10 ein Ausführungsbeispiel einer Spritzgießmaschine, und
[0052] Fig. 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Spritzgießmaschine.
[0053] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit 1 für eine Formgebungsmaschine, insbesondere einer Spritzgießmaschine 2.
[0054] Die dargestellte Schließeinheit 1 umfasst eine feste Formaufspannplatte 3 und eine relativ zur festen Formaufspannplatte 3 bewegliche Formaufspannplatte 4.
[0055] Die bewegliche Formaufspannplatte 4 ist über die Holme 5 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 geführt.
[0056] Die Holme 5 sind über Druckkissen 31 mit der beweglichen Formaufspannplatte 4 verbunden, welche Druckkissen 31 in diesem Ausführungsbeispiel aus Gründen der UÜbersichtlichkeit nicht dargestellt sind.
[0057] Des Weiteren sind die Eilhubvorrichtungen 16 zwischen beweglicher Formaufspannplatte 4 und fester Formaufspannplatte 3 vorgesehen, um einen Eilhub der beweglichen Formaufspannplatte 4 umzusetzen.
[0058] Diese Eilhubvorrichtungen 16 umfassen dabei einen Servomotor und eine Kurbelumlaufspindel und werden dazu eingesetzt, einen schnellen Versatz der beweglichen Formaufspannplatte 4 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 umzusetzen, wodurch eine Öffnungsbewegung eines zwischen der beweglichen Formaufspannplatte 4 und der festen Formaufspannplatte 3 anzuordnenden Formwerkzeuges 32 umgesetzt werden kann.
[0059] Durch diese Eilhubvorrichtung 16 kann die bewegliche Formaufspannplatte 4 und die feste Formaufspannplatte 3 bzw. ein dazwischen angeordnetes Formwerkzeug 32 geöffnet werden und geschlossen werden.
[0060] Alternativ ist es auch durchaus denkbar, dass die Eilhubvorrichtung 16 hydraulisch — beispielsweise mittels einer hydraulischen Kolben-Zylinder-Einheit — ausgebildet ist.
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[0061] Wenn das Formwerkzeug 32 geschlossen wird bzw. die Formwerkzeugteile des Formwerkzeugs 32 über die Eilhubvorrichtung 16 in Anlage gebracht wurden, kann die bewegliche Formaufspannplatte 4 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 durch Verschließen der Verriegelungsmuttern 6 an den Holmen 5 verriegelt werden.
[0062] Nach Verriegelung der Verriegelungsmuttern 6 mit den Holmen 5 wird über die Druckkissen 31 eine Druckkraft aufgebaut, welche die Holme 5 durch die bewegliche Formaufspannplatte 4 hindurchziehen und somit über die Verriegelungsmuttern 6 und die feste Formaufspannplatte 3 eine Druckkraft zwischen den zwei Formaufspannplatten 3, 4 auf das Formwerkzeug 32 ausübt.
[0063] Diese Druckkraft ist als Schließkraft der Schließeinheit 1 bekannt und dient dazu, das Formwerkzeug 32 während des Spritzgießprozesses geschlossen zu halten.
[0064] Die Verriegelungsmuttern 6 dieses Ausführungsbeispiels sind als zweiteilige Verriegelungsmuttern 6 umgesetzt, welche eine erste Verriegelungsmutternhälfte 12 und eine zweite Verriegelungsmutternhälfte 13 umfassen.
[0065] Diese Verriegelungsmutternhälften 12, 13 sind rein translatorisch zueinander bewegbar, wobei durch diese translatorische Bewegung die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 eine Innengeometrie der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 in eine Außengeometrie der Holme 5 eingreifen kann, womit die Holme 5 gegenüber der Verriegelungsmutter 6 und somit der festen Formaufspannplatte 3 verriegelbar sind.
[0066] In gleicher Weise können durch eine translatorische Bewegung der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 wiederum die Holme 5 freigegeben werden.
[0067] Die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 umschließen die Holme 5 und sind gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 mittels der Rückhalteplatten 17 gelagert.
[0068] Zur Umsetzung dieser Öffnungs- und/oder Schließbewegung der Verriegelungsmuttern 6 ist ein das umlenkbare Zugmittel 7 umfassender Antriebsstrang vorgesehen.
[0069] Dieses umlenkbare Zugmittel 7 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Kette 8 ausgebildet.
[0070] Die Kette 8 überträgt dabei eine Antriebsbewegung der Antriebseinheit 9 auf die Verriegelungsmutternhälften 12, 13.
[0071] An dieser Stelle sei zur näheren Erläuterung auf die Figur 2 verwiesen, welche eine Schnittdarstellung durch eine der Verriegelungsmuttern 6 des Ausführungsbeispiels der Fig. 1 darstellt.
[0072] In dieser Ansicht der Fig. 2 ist zu erkennen, dass das umlenkbare Zugmittel 7 einerseits durch die Kette 8 ausgebildet ist, sowie die Befestigungsmittel 14 umschließt, welche Befestigungsmittel 14 beidseitig an ihrem Ende mit Teilelementen der Kette 8 verbunden sind.
[0073] Diese Befestigungsmittel 14 sind rotationssymmetrisch ausgebildet und durchsetzen jeweils beide Verriegelungsmutternhälften 12, 13.
[0074] Genau genommen durchdringt das obere Befestigungsmittel 14 die erste Verriegelungsmutternhälfte 12 durch eine Führungsbuchse 15, wobei zwischen Führungsbuchse 15 und Befestigungsmittel 14 eine Relativbewegung ermöglicht wird, sowie eine translatorische Führung für die erste Verriegelungsmutternhälfte 12 dargestellt wird.
[0075] Des Weiteren durchdringt das obere Befestigungsmittel 14 die zweite Verriegelungsmutternhälfte 13 durch eine entsprechende Öffnung, ist jedoch mittels der Befestigungsschraube 18 mit der zweiten Verriegelungsmutternhälfte 13 verklemmt, wodurch sich eine bewegungsstarre Lagerung des oberen Befestigungsmittels 14 gegenüber der zweiten Verriegelungsmutternhälfte 13 ergibt.
[0076] Das untere Befestigungsmittel 14 ist dahingehend genau umgekehrt mit den Verriegelungsmutternhälften 12, 13 verbunden, wobei das untere Befestigungsmittel 14 in der zweiten Verriegelungsmutternhälfte 13 über die Führungsbuchse 15 translatorisch bewegbar gelagert ist und mit der ersten Verriegelungsmutternhälfte 12 mittels der Befestigungsschraube 18 verklemmt
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ist.
[0077] Die Befestigungsschrauben 18 dieses Ausführungsbeispiels sind als Gewindestifte umgesetzt.
[0078] Wie ebenfalls durch die Darstellung der Fig. 1 erkennbar ist, wird das umlenkbare Zugmittel 7 — genauer gesagt: die Kette 8 — über die Antriebseinheit 9 angetrieben.
[0079] Die Antriebseinheit 9 ist in diesem Ausführungsbeispiel mit einem Antriebsrad 10 (als Zahnrad umgesetzt) verbunden, welches Antriebsrad 10 in die Kette 8 eingreift und sie um 90° umlenkt.
[0080] Weiters ist ein Umlenkelement 11 (wie aus Fig. 2 ersichtlich ist) vorgesehen, um die Kette 8 ein weiters Mal um 90° umzulenken und über das zweite Befestigungsmittel 14 wiederum durch die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 zu führen.
[0081] Die Antriebseinheit 9 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Elektromotor — insbesondere Servomotor — umgesetzt.
[0082] Wenn nun diese Antriebseinheit 9 eine Rotationsbewegung ausführt, wird diese Rotationsbewegung direkt über das Zugmittel 7 in eine translatorische Betätigungsbewegung der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 umgesetzt, womit die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 relativ zueinander distanziert oder zusammengeführt werden können (also zwischen einer geöffnetenund geschossenen Stellung bewegbar sind).
[0083] Der Antriebsstrang des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 und 2 umfasst jedoch nur eine Antriebseinheit 9.
[0084] An einem der Antriebseinheit 9 gegenüberliegenden Ende des Antriebsstranges ist ein Umlenkelement 11 anstelle des Antriebsrades 10 vorgesehen, womit die Kette 8 umgelenkt wird, jedoch nicht zusätzlich angetrieben wird.
[0085] Wie aus den Figuren in besonders vorteilhafterweise hervorgeht, kann somit die Positionierung der Antriebseinheit 9 nahezu frei gewählt werden und darüber hinaus eine verhältnismäBig kleine Antriebseinheit zur Betätigung der Verriegelungsmuttern 6 vorgesehen werden.
[0086] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Antriebseinheit 9 mit ihrer Längserstreckung orthogonal zur Betätigungsrichtung der Verriegelungsmuttern 6 angeordnet werden kann, was es ermöglicht — wie ersichtlich ist — den Bauraum relativ kompakt zu halten.
[0087] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schließeinheit 1, welche dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 in einem großen Maßstab ähnelt.
[0088] Im Vergleich zu Fig. 1 zeigt jedoch das Ausführungsbeispiel der Fig. 3, dass weitere Umlenkelemente 11 in Gestalt von Zahnrädern vorgesehen sind, womit ein zentraler Bereich der festen Formaufspannplatte 3 zwischen den Verriegelungsmuttern 6 für das Anordnen etwaiger anderer Bauteile freigestellt werden kann.
[0089] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist ein solches Bauteil als Auswerfereinheit 19 umgesetzt, welche im zentralen Bereich der festen Formaufspannplatte 3 anzuordnen ist, um Bauteile — beispielsweise in einem SpritzgieRprozess — auswerfen zu können.
[0090] Im Vergleich zum Stand der Technik wäre dies nicht möglich, da bei einer Ausgestaltung des Antriebsstrangs der Verriegelungsmuttern 6 mit einem Synchronisationsgestänge eine direkte Verbindung zwischen den Verriegelungsmuttern 6 umgesetzt werden muss und somit eine Anordnung eines Bauteils genau in diesem Bereich nicht möglich wäre.
[0091] Die verbleibenden Merkmale des Ausführungsbeispiels der Fig. 3 entsprechen im Wesentlichen dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2.
[0092] Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Ausführungsform gemäß der Erfindung einer Schließeinheit 1 zwei Zugmittel 7 umfasst, wie es beispielsweise durch die Ausführungsvariante der Fig. 4 dargestellt ist.
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[0093] Zur genaueren Erklärung ist auf die Figuren 5, 6 und 7 zu verweisen, wobei Fig. 5 einen Schnitt durch das Zugmittel 7, welches weiter von der festen Formaufspannplatte 3 distanziert ist, darstellt und Fig. 6 einen Schnitt durch das Zugmittel 7, welches näher an der festen Formaufspannplatte 3 positioniert ist. Fig. 7 stellt einen Schnitt entlang der Antriebsachse der Antriebseinheit 9 des Ausführungsbeispiels der Fig. 4 dar.
[0094] Wie zu erkennen ist, sind die zwei Zugmittel 7 jeweils entgegengesetzt entweder mit der ersten Verriegelungsmutternhälfte 12 oder mit der zweiten Verriegelungsmutternhälfte 13 bewegungsschlüssig verbunden und jeweils durch die Führungsbuchsen 15 an den jeweils anderen Verriegelungsmutternhälften 12, 13 translatorisch bewegbar geführt.
[0095] Beide Zugmittel 7 (bzw. beide Ketten 8) werden über das Antriebsrad 10 umgelenkt und angetrieben.
[0096] Diese Antriebsräder 10 sind jeweils über eine Passfeder rotatorisch bewegungsschlüssig an der Antriebwelle 20 oder dem Motorgehäuse 21 der Antriebseinheit gelagert.
[0097] Durch diese Konfiguration stellt sich eine gegenläufige Antriebsbewegung der Antriebsräder 10 ein, wobei die Antriebswelle 20 eine gegenläufige Rotationsbewegung als das Motorgehäuse 21 auf das Antriebsrad 10 ausübt.
[0098] Gelagert ist die Antriebswelle 20 und darüber das Motorgehäuse 21 über ein Kugellager 22 an der Lagerplatte 23, welche Lagerplatte 23 wiederum mit der festen Formaufspannplatte 3 fest verbunden ist.
[0099] Durch eine entsprechende Ausbildung ist es nun möglich, jeweils über eine der Ketten 8 über eine reine Zugbeanspruchung eine Schließ- und/oder OÖffnungsbewegung auf eine jede Verriegelungsmutternhälfte 12, 13 auszuüben.
[00100] Fig. 8 zeigt ein weiteres, erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Schließeinheit 1.
[00101] In diesem Ausführungsbeispiel sind die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 über die Führungssäulen 24 gelagert und translatorisch bewegbar geführt.
[00102] Fig. 9 stellt wiederum einen Schnitt entlang des umlenkbaren Zugmittels 7 des Ausführungsbeispiels der Fig. 8 dar.
[00103] Es ist zu erkennen, dass die Verriegelungsmutternhälften 12, 13 jeweils einen Bolzen 26 aufweisen.
[00104] Diese Ausführungsform umfasst ein Stellelement 36, welches Stellelement 36 eine Führungskulisse 25 und einen in der Führungskulisse 25 geführten Bolzen 26 aufweist, wobei durch das Führen des Bolzens 26 in der Führungskulisse 25 eine rotatorische Antriebsbewegung in eine translatorische Öffnungs- und/oder Schließbewegung der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 umsetzbar ist.
[00105] Dieser bewegungsstarr mit den Verriegelungsmutternhälften 12, 13 verbundene Bolzen 26 ist in einer Führungskulisse 25 (welche in diesem Ausführungsbeispiel als Teil des Zahnrads 37 ausgebildet ist) des Stellelements 36 gelagert.
[00106] Wenn nun das Stellelements 36 über das Zugmittel 7 einer Rotationsbewegung ausgesetzt wird, bewegen sich die Bolzen 26 in der Führungskulisse 25, womit eine translatorische Bewegung der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 entlang der Führungssäulen 24 umgesetzt wird.
[00107] Durch diese translatorische Bewegung der Verriegelungsmutternhälften 12, 13 entlang der Führungssäulen 24 wird somit eine Öffnungs- und/oder SchlieRbewegung der Verriegelungsmuttern 6 umgesetzt.
[00108] Das Stellelement 36 ist drehbar über die Lagerhülse 27 und die Rückhalteplatte 17 an der festen Formaufspannplatte 3 gelagert.
x bes AT 528 343 A1 2025-12-15
Ss N
[00109] Die in Fig. 10 beispielhaft dargestellte Spritzgießmaschine 2 weist eine Einspritzeinheit 28 und eine Schließeinheit 1 auf, welche gemeinsam auf einem Maschinenrahmen 29 angeordnet sind.
[00110] Der Maschinenrahmen 29 könnte alternativ auch mehrteilig ausgebildet sein.
[00111] Die dargestellte Schließeinheit 1 ist gemäß einem Ausführungsbeispiel einer aus dem Stand der Technik bekannten Schließeinheit 1 für eine SpritzgieRßmaschinen 2 dargestellt. Diese Ausführungsvariante der Fig. 10 ist als Zwei-Platten-Schließeinheit 1 ausgeführt.
[00112] Die feste Formaufspannplatte 3 ist dabei stationär am Maschinenrahmen 29 angeordnet, wohingegen die bewegliche Formaufspannplatte 4 relativ zur festen Formaufspannplatte 3 gleitend mittels der Führungsvorrichtung 30 am Maschinenrahmen 29 gelagert ist.
[00113] Die bewegliche Formaufspannplatte 4 kann zur Öffnungs- und Schließbewegung mittels einer Kolben-Zylinder-Einheit (welche als Eilhubvorrichtung 16 dient) verfahren werden.
[00114] Um eine Schließkraft zwischen der festen Formaufspannplatte 3 und der beweglichen Formaufspannplatte 4 aufzubringen, wird die bewegliche Formaufspannplatte 4 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 über die Holme 5 und der Verriegelungsmuttern 6 verriegelt.
[00115] Die Verriegelungsmuttern 6 sind in diesem Ausführungsbeispiel an der beweglichen Formaufspannplatte 4 angeordnet.
[00116] Nach Verriegelung der beweglichen Formaufspannplatte 4 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 kann über die Druckkissen 31 an der festen Formaufspannplatte 3 eine Zugkraft auf die Holme 5 übertragen werden, welche Holme 5 über die Verriegelungsmuttern 6 die bewegliche Formaufspannplatte 4 gegenüber der festen Formaufspannplatte 3 heranzieht und somit eine Schließkraft und/oder eine Druckkraft auf ein Formwerkzeug 32 (gestrichelt dargestellt) ausübt, welches zwischen den Formaufspannplatten 3, 4 angeordnet werden kann.
[00117] An der festen Formaufspannplatte 3 und der beweglichen Formaufspannplatte 4 können Formhälften eines Formwerkzeugs 32 aufgespannt oder montiert werden (gestrichelt dargestellt).
[00118] Das in Fig. 10 geschlossen dargestellte Formwerkzeug 21 weist wenigstens eine Kavität auf.
[00119] Zur Kavität führt ein Einspritzkanal, über welchen eine plastifizierte Masse des Plastifizieraggregates 33 zugeführt werden kann.
[00120] Die Einspritzeinheit 28 dieses Ausführungsbeispiels weist einen Massezylinder 34 und eine im Massezylinder 34 angeordnete Einspritzschnecke auf.
[00121] Diese Einspritzschnecke ist um ihre Längsachse drehbar sowie entlang der Längsachse axial in Förderrichtung bewegbar.
[00122] Diese Bewegungen werden über eine schematisch dargestellte Antriebsvorrichtung 35 angetrieben. Bevorzugt umfasst diese Antriebsvorrichtung 35 einen Drehantrieb für die Drehbewegung und einen linearen Antrieb für die axiale Einspritzbewegung.
[00123] Fig. 11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Spritzgießmaschine 2, welche in einer sogenannten vertikalen Bauweise ausgebildet ist.
[00124] Diese Spitzgießmaschine umfasst eine Schließeinheit 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1, wobei jedoch die Einspritzeinheit 28 vertikal oberhalb der beweglichen Formaufspannplatte 4 angeordnet ist und sich mit der beweglichen Formaufspannplatte 4 mitbewegt.
[00125] Die verbleibenden Merkmale der Ausführungsform der Fig. 11 entsprechen im Wesentlichen der Funktionalität der Ausführungsform der Fig. 10.
x bes AT 528 343 A1 2025-12-15
Ss N
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Schließeinheit
2 Spritzgießmaschine
3 feste Formaufspannplatte
4 bewegliche Formaufspannplatte 5 Holm
6 Verriegelungsmutter
7 Zugmittel
8 Kette
9 Antriebseinheit
10 Antriebsrad
11 Umlenkelement
12 Verriegelungsmutternhälfte 13 Verriegelungsmutternhälfte 14 Befestigungsmittel
15 Führungsbuchse
16 Eilhubvorrichtung
17 Rückhalteplatte
18 Befestigungsschraube
19 Auswerfereinheit
20 Antriebswelle
21 Motorgehäuse
22 Kugellager
23 Lagerplatte
24 Führungssäule 25 Führungskulisse 26 Bolzen
27 Lagerhülse 28 Einspritzeinheit 29 Maschinenrahmen
30 Führungsvorrichtung 31 Druckkissen 32 Formwerkzeug
33 Plastifizieraggregat 34 Massezylinder
35 Antriebsvorrichtung 36 Stellelement
37 Zahnrad
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Claims (16)

x bes AT 528 343 A1 2025-12-15 Ss N Patentansprüche
1. Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine, insbesondere für eine Spritzgießmaschine (2), mit wenigstens einer Formaufspannplatte (3, 4), wenigstens einem Holm (5) sowie wenigstens einer Verriegelungsmutter (6), wobei der wenigstens eine Holm (5) mittels der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) relativ zur wenigstens einen Formaufspannplatte (3, 4) verriegelbar ist und ein Antriebsstrang zum Antreiben einer Öffnungs- und/oder Schließbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) gegenüber dem wenigstens einen Holm (5) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsstrang wenigstens ein umlenkbares Zugmittel (7) aufweist.
2. Schließeinheit nach Anspruch 1, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) als Kette (8) oder Riemen ausgebildet ist.
3. Schließeinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Antriebseinheit (9) zum Antreiben und/oder Bremsen des Antriebsstranges vorgesehen ist.
4. Schließeinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Antriebsstrang wenigstens ein Antriebsrad (10) aufweist, vorzugweise welches wenigstens eine Antriebsrad (10) zumindest teilweise durch das wenigstens eine Zugmittel (7) umschlossen wird und/oder in das wenigstens eine Zugmittel (7) eingreift, wobei das wenigstens eine Antriebsrad (10) durch die Antriebeinheit (9) antreibbar oder bremsbar ist und dazu ausgebildet ist, diese Bewegung auf das wenigstens eine Zugmittel (7) zu übertragen.
5. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens ein Umlenkelement (11), vorzugweise eine Umlenkrolle, vorgesehen ist, welche dazu ausgebildet ist, das wenigstens eine Zugmittel (7) umzulenken.
6. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) an der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6), vorzugweise an einem Umfang der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6), anlenkt und dazu ausgebildet ist, zumindest einen Teil der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) rotatorisch um eine Rotationsachse anzutreiben.
7. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die wenigstens eine Verriegelungsmutter als zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) aufweisende geteilte Verriegelungsmutter (6) ausgebildet ist, welche zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) relativ zueinander bewegbar gelagert sind und dazu ausgebildet sind, durch eine Öffnungs- und/oder Schließbewegung den wenigstens einen Holm (5) an der wenigstens einen Formaufspannplatte (3, 4) zu verriegeln.
8. Schließeinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) rein translatorisch relativ zueinander bewegbar gelagert sind, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) entlang seiner Längserstreckung - an einer ersten Verriegelungsmutternhälfte (12) der zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) angelenkt ist,
- anschließend an die erste Verriegelungsmutternhälfte (12) durch wenigstens ein Umlenkelement (11), vorzugsweise um 180°, umgelenkt ist, und
- nach der Umlenkung an einer zweiten Verriegelungsmutternhälfte (13) der zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) angelenkt ist.
9. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) wenigstens ein, vorzugsweise in das wenigstens eine Zugmittel (7) eingebundenes, Befestigungsmittel (14) aufweist, welches wenigstens eine Befestigungsmittel (14) das Zugmittel (7) mit der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) und/oder mit einer der zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) verbindet.
10. Schließeinheit nach Anspruch 8 und 9, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) mittels des wenigstens einen Befestigungsmittels (14) mit der ersten Verriegelungsmutternhälften der zwei Verriegelungsmutternhälften (12) verbunden ist und, vorzugsweise durch eine Gleitflä-
che des Befestigungsmittels (14), durch die zweite Verriegelungsmutternhälfte (13) der zwei Verriegelungsmutternhälften (12, 13) hindurchgeführt ist, bevor das Zugmittel (7) durch das wenigstens eine Umlenkelement (11) umgelenkt ist.
11. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens zwei Verriegelungsmuttern (6) vorgesehen sind, wobei der Antriebsstrang und/oder das wenigstens eine Zugmittel (7) an beiden der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern (6) anlenkt und dazu ausgebildet ist, eine Stellung der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern (6), vorzugsweise eine Stellung der Verriegelungsmutternhälften (12, 13) der wenigstens zwei Verriegelungsmuttern (6), zu synchronisieren.
12. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine Zugmittel (7) als geschlossenes Zugmittel (7) ausgebildet ist.
13. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der wenigstens eine Holm (5) die wenigstens eine Formaufspannplatte (3, 4) durchsetzt.
14. Schließeinheit nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das umlenkbare Zugmittel (7) an einem Stellelement (36) anlenkt, welches Stellelement (36) dazu ausgebildet ist, eine Bewegung des Zugmittels (7) — vorzugsweise in eine translatorische - Öffnungs- und/oder SchlieRßbewegung der wenigstens einen Verriegelungsmutter (6) umzusetzen.
15. Schließeinheit nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Stellelement (36) wenigstens eine Führungskulisse (25) und wenigstens eine in der Führungskulisse (25) geführtes Folgeelement, vorzugsweise wenigstens einen Bolzen (26), aufweist.
16. Formgebungsmaschine, insbesondere Spritzgießmaschine, mit einer Schließeinheit (1) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
ATA50460/2024A 2024-06-06 2024-06-06 Schließeinheit für eine Formgebungsmaschine AT528343A1 (de)

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