AT526139B1 - Temperiersystem - Google Patents

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AT526139B1 ATA50181/2022A AT501812022A AT526139B1 AT 526139 B1 AT526139 B1 AT 526139B1 AT 501812022 A AT501812022 A AT 501812022A AT 526139 B1 AT526139 B1 AT 526139B1
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Abstract

Temperiersystem zum Temperieren von zumindest einem Batteriemodul (7), wobei zumindest ein Batteriemodul (7) auf einer temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) positioniert ist und durch zumindest jeweils eine Zuleitungsöffnung (6) und eine Ableitungsöffnung (10) Temperiermittel aus einem Temperiermittelkanal (4) der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) in eine Leitung (5) geführt wird, welche durch das Batteriemodul (7) geführt wird und so die im Batteriemodul (7) befindlichen Batteriezellen (12) temperiert.

Description

Beschreibung
TEMPERIERSYSTEM
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Temperiersystem zum Temperieren eines Batteriemoduls, wobei das Temperiersystem zumindest aus einer temperiermitteldurchströmten Bodenplatte, welche zumindest einen Temperiermittelkanal aufweist und einem Batteriemodul besteht, wobei das Batteriemodul auf der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte positioniert ist.
[0002] Durch die fortschreitende Entwicklung und die immer steigenden Packungsdichten bei Batteriemodulen im automotiven Bereich, beispielsweise für sog. Battery Electric Vehicles (BEV) werden auch die Anforderungen an die Kühlung der Batteriemodule bei entsprechender Bauh6heneinschränkung immer höher. Gleichzeitig werden die Bauräume aufgrund der fortschreitenden Entwicklung auf diesem Gebiet immer kleiner und eingeschränkter.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind hier sowohl luftgekühlte als auch flüssiggekühlte Temperiersystem zum Temperieren einer Batterie bekannt, welche darauf ausgelegt sind, Batteriemodule, oder Batteriezellen entsprechend einer Vorgabe zu temperieren.
[0004] Die DE 112012002517 zeigt beispielsweise eine elektrische Baugruppe mit mehreren kombinierten Batteriezellen, welche über ein Abstandselement beabstandet sind, wobei im Abstandselement Kühlkanäle untergebracht sind, welche die Batteriezellen mit Kühlluft durchströmen.
[0005] Weiters zeigt die EP 2831947 A1 eine Flüssigkeitskühlung eines Batteriepacks, welches aus mehreren Batteriezellen besteht, welche aneinander gestapelt sind und eine Kühlplatte aufweisen. Jede Kühlplatte der Batteriezellen ist mit einem Kühlmittelzufluss und einem Kühlmittelabfluss verbunden, wobei diese von der Batteriezelle beabstandet sind und die Batteriezellen in Stapelrichtung verspannt werden.
[0006] Die ebenfalls bekannte DE 102015201068 zeigt einen Zellenhalter für Rundzellen, welcher die Batteriezellen eines Batteriemoduls aufnimmt und fixiert. Darüber hinaus verfügt der Zellenhalter über einen internen Temperiermittelkanal, welcher mit zwei Anschlüssen verbunden ist und so beispielsweise mit einem bestehenden Kühlsystem verbindbar ist.
[0007] Weiters sind aus dem Stand der Technik ebenfalls die Dokumente DE 102020121498 A1, DE 102013113797 A1, US 2022/037716 A1 und DE 102009018787 A1 bekannt, welche ebenfalls Kühlvorrichtungen für Batteriemodule mit einer Grundplatte als Basis offenbaren.
[0008] Nachteil der bekannten Temperiersysteme ist, dass einerseits die Temperierleistung bei luftdurchströmten Systemen und hohen Packungsdichten oft zu gering ist und beispielsweise kein sicherer Abtransport der im Batteriemodul entwickelten Wärme möglich ist, andererseits sind flüssigkeitsdurchströmte Systeme meistens sehr schwer bzw. sehr empfindlich auf Quer- und Längsbeschleunigungen, wenn diese in einem Fahrzeug appliziert werden. Bei einem flüssigen Temperiermittel, wie beispielsweise Wasser oder wasserhaltige Emulsionen gibt es weiter die Gefahr von elektrischen Überschlägen durch verwendete Hochvolt-Batterien. Nichtleitende Temperiermittel sind dagegen relativ teuer und die entsprechenden Temperiersysteme sind teils sehr wartungsintensiv.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein möglichst einfaches und leistungsfähiges Temperiersystem zum Temperieren von Batteriemodulen bereit zu stellen.
[0010] Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Temperiersystem nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen und Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung samt zugehöriger Zeichnungen.
[0011] Das erfindungsgemäße Temperiersystem zum Temperieren eines Batteriemoduls, wobei das Temperiersystem zumindest aus einer temperiermitteldurchströmten Bodenplatte, welche zumindest einen Temperiermittelkanal aufweist und einem Batteriemodul besteht, wobei das Batte-
riemodul auf der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte positioniert ist das Batteriemodul eine Leitung aufweist, welche mit dem Temperiermittelkanal der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte durch eine Zuleitungsöffnung und eine Ableitungsöffnung strömungsverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte eine Separierzunge im Temperiermittelkanal aufweist.
[0012] Unter Temperieren eines Batteriemoduls im Sinne der Erfindung ist ein Erwärmen oder Abkühlen eines Batteriemoduls zu verstehen.
[0013] Unter Bodenplatte im Sinne der Erfindung ist ein Teil eines Batteriegehäuses zu verstehen, auf welchem das zumindest eine Batteriemodul positioniert ist.
[0014] Unter Zuleitungsöffnung im Sinne der Erfindung ist eine Öffnung in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte zu verstehen, durch welche das Temperiermittel aus dem Kanal der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte in die Leitung zufließt.
[0015] Unter Ableitungsöffnung ist eine Öffnung in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte zu verstehen, durch welche das Temperiermittel von der Leitung in die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte abfließt.
[0016] Unter Leitung im Sinne der Erfindung ist eine Leitung zum Führen und Verteilen von Temperiermittel innerhalb des Batteriemoduls zu verstehen, welche an den Öffnungen der Leitung jeweils mit der Zuleitungsöffnung oder der Ableitungsöffnung strömungsverbunden ist.
[0017] Als Öffnungen der Leitung im Sinne der Erfindung ist jener Teil der Leitung zu verstehen, welcher das jeweilige Ende der Leitung definiert und mit der Zuleitungsöffnung und AbleitungsÖffnung strömungsverbunden ist.
[0018] Die Leitung ist so im Batteriemodul positioniert, dass die Position der Öffnungen der Leitung in einer Einbaulage mit der Position der Zuleitungsöffnung und der Ableitungsöffnung der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte im Wesentlichen übereinstimmen.
[0019] Die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte wird beispielsweise über eine oder mehrere Pumpen, Radiatoren oder Ventilatoren betrieben und kann kontinuierlich von einem Temperiermittel durchströmt werden. Aufgrund der hohen Kühlleistung ist es vorteilhaft, die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte mit einem flüssigen Temperiermittel zu durchströmen. Eine Verwendung von gasförmigem Temperiermittel ist ebenfalls denkbar, wobei bei höherem Wärmeeintrag der Batteriemodule ein flüssiges Temperiermittel zu präferieren ist.
[0020] Das Batteriemodul kann beispielsweise über verschiedene lösbare oder nicht lösbare Fixierungsmöglichkeiten auf der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte fixiert werden. Um einen Temperiermittelfluss zwischen der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte und der Leitung zu erreichen, sind die Öffnungen der Leitung und die Zuleitungsöffnungen und der Ableitungsöffnungen der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte strömungsmäßig verbunden und beispielsweise mit einer Dichtung, insbesondere einer ringförmigen Dichtung abgedichtet. Als geeignete Dichtungen können hier beispielsweise O-Ring Gummidichtungen, aber auch Papierdichtungen oder ähnliches verwendet werden.
[0021] Durch die Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung sind aufgrund des direkten Kontakts zwischen der Leitung und der jeweiligen Öffnungen in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte sehr geringe Bauhöhen möglich und selbst auf sehr engem Bauraum werden hohe Temperierleistungen erreicht, da beispielsweise kein zusätzlicher Bauraum für Anschlüsse oder Steckverbindungen beansprucht wird, welcher den Bauraum erhöht und somit die Leitungsdichte des Moduls bei gleicher Bauhöhe verringert.
[0022] Das Batteriemodul ist so positioniert, dass die Leitung über Öffnungen der Leitung mit dem Temperiermittelkanal der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte strömungsverbunden ist und sich die Zuleitungsöffnung, die Ableitungsöffnung und die Öffnungen der Leitung im Wesentlichen auf der gleichen Ebene befinden, wobei die Querschnittsebene der Öffnungen der Leitung mit den Querschnittsebenen der Zuleitungsöffnung und der Ableitungsöffnung im Wesentlichen übereinstimmen.
[0023] So wird vorteilhaft sichergestellt, dass selbst wenn sich die Batteriemodule beispielsweise im Fahrbetrieb eines Fahrzeug durch etwaige Quer- oder Längsbeschleunigung bewegen sollten, immer noch ausreichend Durchfluss zwischen der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte und der Leitung vorherrscht und eine sichere Kühlung des Batteriemoduls gewährleistet ist.
[0024] Das Batteriemodul kann zumindest eine erste und/oder eine zweite Seitenwand aufweisen, welche beispielsweise normal oder parallel zur temperiermitteldurchströmten Bodenplatte ausgerichtet ist, wobei die erste und/oder zweiten Seitenwand so ausgeführt ist, dass die Leitung zumindest teilweise durch die Seitenwand geführt ist.
[0025] Unter Seitenwand im Sinne der Erfindung ist ein Teil eines Batteriegehäuses zu verstehen, welches die Leitung aufnimmt und die Öffnungen der Leitung durch ihre Position in der Seitenwand in einer Einbaulage mit der Zuleitungsöffnung und der Ableitungsöffnung strömungsverbunden sind.
[0026] Dadurch kann erreicht werden, dass die Verteilung des Temperiermittelstroms, welcher durch die Zuleitungsöffnung und die Leitung geführt wird, optimal an die Batteriezellen im Batteriemodul abgegeben wird. Die Seitenwand kann beispielsweise so ausgeführt sein, dass die anliegenden Batteriezellen eine möglichst große Auflagefläche auf den temperiermitteldurchströmten Leitung aufweisen, um eine maximale Kühlleistung zu erhalten.
[0027] Weiters können mehrere verschiedene Batteriemodule nebeneinander angeordnet sein, wobei die Batteriemodule beispielsweise verschiedene elektrische Leistungen bereitstellen oder unterschiedliche Arten von Batteriezellen beinhalten und durch das gleiche Temperiersystem temperiert werden können. Hierzu muss lediglich darauf geachtet werden, dass die jeweiligen Zuleitungsöffnung und die Ableitungsöffnung mit den Öffnungen der jeweiligen Leitungen der Module übereinstimmen und strömungsverbunden sind. Somit können vorteilhafterweise mehrere verschiedene Batteriemodule durch das gleiche Temperiersystem temperiert werden. Die Verschaltung der Batteriezellen, sowie die konkrete Ausgestaltung der Leitung im Inneren des Batteriemoduls spielt hierbei keine weitere Rolle.
[0028] Die Leitung im Batteriemodul kann in mehrere Kanäle aufgeteilt sein, um so eine bessere Verteilung des Temperiermittels zu erreichen. Bei der Verwendung von dielektrischen Temperiermittel ist auch ein direkter Kontakt des Temperiermittels mit den Batteriezellen denkbar.
[0029] Die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte kann - ähnlich wie das Batteriemodul - mehrere Kanäle beinhalten, welche jeweils mit der Zuleitungsöffnung oder der Ableitungsöffnung strömungsverbunden sind. Somit können mehrere Batteriezellen gleichzeitig temperiert werden.
[0030] Jeder dieser Kanäle weist in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte jeweils zumindest eine Zuleitungsöffnung und eine Ableitungsöffnung auf, welche jeweils mit einer Leitung so verbunden sind, dass die gesamte Temperierungsleistung jeweils auf mehrere Kanäle verteilt wird.
[0031] Darüber hinaus kann ein Ventil zur Regelung des Temperiermittelstroms in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte positioniert sein. Dies hat den Vorteil, dass der Temperiermittelstrom vollständig oder nur teilweise in die Leitung umgelenkt werden kann und entsprechend des Bedarfs, welcher beispielsweise durch Sensoren im Batteriemodul erhoben werden kann, geregelt wird. Die Leitung würde so zumindest teilweise die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte bypassen und so zumindest teilweise den Temperiermittelstrom durch das Batteriemodul leiten. Dies kann beispielsweise an die benötigte Temperierleistung angepasst werden und das Ventil kann dem Bedarf entsprechend als Flachschieber oder Drosselklappe oder ähnliches ausgeführt sein.
[0032] Im Temperiermittelkanal ist eine Separierzunge vorgesehen, welche so ausgebildet ist, dass sie innerhalb des Temperiermittelkanals einen zusätzlichen Kanal ausbildet. Dieser zusätzliche Kanal speist die Leitung mit Temperiermittel, welches durch die Zuleitungsöffnung in das Batteriemodul geführt wird. So sind verschiedene Temperaturen in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte gleichzeitig möglich, welche zu unterschiedlichen Batteriemodulen geführt
werden und über die Separierzunge zu den entsprechenden Zuleitungsöffnungen geleitet werden.
[0033] Dies ist insofern vorteilhaft, dass verschiedene Batteriemodule mit verschiedenen Leistungen und verschiedene Batteriezellen entsprechend des jeweiligen Bedarfs durch das gleiche Temperiersystem temperiert werden können. Die Separierzunge kann beispielsweise so ausgebildet sein, dass sie einen zusätzlichen Strömungskanal innerhalb des Temperiermittelkanals ausbildet, welcher beispielsweise einen anderen Querschnitt als die Leitung aufweist, und so vorteilhaft der Druck des Temperiermittels für die Leitung über diesen zusätzlichen Strömungskanal erhöht wird und so die Temperierleistung entsprechend angehoben werden kann.
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Ausführungsformen geben die erfindungsgemäße Vorrichtung nur beispielhaft wieder und sind nicht einschränkend auf das jeweilige Ausführungsbeispiel zu sehen.
[0035] So zeigen:
[0036] Fig. 1a eine erste Ausführungsform anhand eines Schnitts des Temperiersystems,
[0037] Fig. 1b die erste Ausführungsform anhand der Draufsicht auf das Temperiersystem,
[0038] Fig. 2a eine zweite Ausführungsform anhand eines Schnitts und einer Draufsicht des Temperiersystems,
[0039] Fig. 2b die zweite Ausführungsform anhand der Draufsicht auf das Temperiersystem,
[0040] Fig. 3 einen Schnitt durch eine Ausführungsform des Temperiersystems,
[0041] Fig. 4 bis Fig. 7 zeigen weitere verschiedene Ausführungsformen anhand eines Schnitts durch das Temperiersystems.
[0042] Die Fig. 1a zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, wobei die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 einen Temperiermittelkanal 4 von einem flüssigen Temperiermittel, wie beispielsweise Wasser oder einer wasserhaltigen Emulsion durchströmt wird, wobei die Strömung beispielsweise von einem Radiator oder einer Pumpe (nicht gezeigt) indiziert werden kann. Die Fig.1a zeigt das erfindungsgemäße Batteriemodul 7 im Schnitt, welches jeweils an den Seitenflächen durch eine erste und eine zweite Seitenwand 2,3 abgeschlossen ist und auf der die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 positioniert ist. Das Batteriemodul 7 zeigt dabei eine Leitung 5, welche in der ersten Seitenwand 2 integriert ist, bei welcher die Öffnungen der Leitung 5 durch die Positionierung des Batteriemoduls 7 auf der die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 mit der Zuleitungsöffnung 6 und der Ableitungsöffnung 10 der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 strömungsmäßig verbunden sind.
[0043] Das flüssige Temperiermittel kann somit von der Zuleitungsöffnung 6 der die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 durch die Leitung 5, zu den Batteriezellen 12, welche im Batteriemodul 7 aufgenommen sind geleitet werden. Durch den Temperaturunterschied zwischen den Batteriezellen 12 und dem Temperiermittel, welches durch die Leitung 5 strömt, wird die Temperatur der Batteriezellen 12 an die Temperatur des Temperiermittels in der Leitung 5 angeglichen und so Wärme eingebracht oder Wärme abgeführt. Die Leitung 5 wird durch das Batteriemodul 7 geführt und in der zweiten Seitenwand 3 wieder rückgeführt. Die Rückführung kann beispielsweise in die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 im Temperiermittelkanal 4 erfolgen, welcher in der Draufsicht, der Fig. 1b strichliert dargestellt ist, oder wie in Fig. 2b gezeigt, kann der Temperiermittelkanal 4 in einen Zuleitungskanal 4a und einen Ableitungskanal 4b unterteilt sein.
[0044] Wie Fig. 2b weiter zeigt, ist das Batteriemodul 7 in dieser Ausgestaltungsform so positioniert, dass die Zuleitungsöffnung 6 des Zuleitungskanal 4a und die Ableitungsöffnung 10 des Ableitungskanal 4b jeweils den Öffnungen der Leitung 5 im Wesentlichen übereinstimmen. Das
Batteriemodul 7 kann natürlich durch verschiedenste Möglichkeiten auf der die temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 fixiert sein. Einzig die entsprechenden Öffnungen der ZuleitungsÖffnung 6 und der Ableitungsöffnung 10 und Öffnungen der Leitung 5 müssen im Wesentlichen übereinstimmen, wobei die Verbindungsstellen der Öffnungen vorteilhafterweise durch Dichtungen abgedichtet sind.
[0045] Fig. 3 zeigt mehrere mögliche Kanalformen der Kühlkanäle 4a und 4b. Die Kanäle 4a, 4b können entsprechend der Batteriemodule 7 optimiert und angepasst werden, so kann es aufgrund eines Batteriemoduls 7 und des detaillierten Aufbaus des Batteriemoduls 7 und den damit aufgenommenen Batteriezellen 12 beispielsweise notwendig sein, dass der Ableitungskanal 4b noch einmal geteilt ist, um den Wärmeeintrag der Batteriezellen 12 optimal abzuführen.
[0046] Weiter zeigt die Fig. 4 beispielhaft eine weitere Ausgestaltungsform der Kanalführung der vorliegenden Erfindung. Hierbei offenbar die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte 1 einen Zuleitungskanal 4a, welcher - wie bereits beschrieben - an der Offnung der Leitung 5 mündet und entsprechend durch das Batteriemodul 7 geführt wird. Der Ableitungskanal 4b ist allerdings nicht in der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 sondern in einem Deckelelement 8 integriert. Somit wird das Temperiermittel durch das Batteriemodul 7 geführt und durch das Deckelelement 8, in welchem sich der Ableitungskanal 4b befindet, wieder abgeführt. Dies kann beispielsweise bei sehr hohen Leistungen der Batteriemodule 7 vorteilhaft sein, da sowohl der Zuleitungskanal 4a als auch der Ableitungskanal 4b entsprechen größer ausgeführt werden können.
[0047] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung, wobei hier die Leitung 5 in einer ersten Seitenwand 2 integriert ist und diese erste Seitenwand 2 direkt auf der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 positioniert ist. Somit wird die Leitung 5 nicht direkt zu den Batteriezellen 12 geführt, sondern über es wird lediglich die erste Seitenwand 2, auf welcher beispielsweise die Batteriezellen 12 positioniert sind durch die Leitung 5 temperiert. Die Fig. 5 zeigt aufgrund des Schnitts durch das Temperiersystem nur die Zuleitungsöffnung 5 und den Zuleitungskanal 4a. Die Ableitungsöffnung 10 und der Ableitungskanal 4b befindet sich (nicht in der Fig. 5 ersichtlich) auf der gegenüberliegenden Seite des Batteriemoduls 7.
[0048] Fig. 6 offenbart eine weitere Ausgestaltungsform, wobei der Temperiermittelkanal 4 der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte 1 mit einem Ventil 9 versehen ist, welches gesteuert werden kann und so der Durchfluss der Strömung im Temperiermittelkanal 4 reguliert werden kann. Mit dem Ventil 9 ist es möglich, das Temperiermittel entsprechend auf die Leitung 5 umzuleiten und entsprechend der Anforderungen mehr oder weniger Temperiermittel durch die Leitung 5 zu strömen, was mit den Pfeilen im Kanal 4 angedeutet ist. Fig. 6 offenbart ebenfalls eine Ausgestaltungsform, bei der die zu Zuleitungsöffnung 6 und die Ableitungsöffnung 10 am gleichen Temperiermittelkanal 4 positioniert sind.
[0049] Eine weitere Ausgestaltungsform ist in Fig. 7 so dargestellt, dass im Temperiermittelkanal 4 eine Separierzunge 11 ausgebildet ist, welcher einen zusätzlichen Strömungskanal 13 innerhalb des Temperiermittelkanals 4 ausbildet, und über die Zuleitungsöffnung und die AbleitungsÖffnung mit dem Batteriemodul 7 strömungsverbunden ist. Die in Fig. 7 gezeigte Ausgestaltungsform hat den Vorteil, dass mehrere, verschiedene Temperiermittel mit verschiedenen Temperaturen gleichzeitig im Temperiersystem geführt werden können und so auf den jeweiligen Temperierungsbedarf, mehrerer Batteriemodule Rücksicht genommen werden kann.
BEZUGSZEICHEN:
1 Bodenplatte
2 erste Seitenwand 3 zweite Seitenwand 4 Temperiermittelkanal 4a Zwuleitungskanal
4b Ableitungskanal
5 Leitung
6 Zuleitungsöffnung 7 Batteriemodul
8 Deckelelement
9 Ventil
10 Ableitungsöffnung 11 Separierzunge
12 Batteriezellen
13 zusätzlichen Strömungskanal

Claims (9)

Patentansprüche
1. Temperiersystem zum Temperieren eines Batteriemoduls (7), wobei das Temperiersystem zumindest aus einer temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1), welche zumindest einen Temperiermittelkanal (4) aufweist und einem Batteriemodul (7) besteht, wobei das Batteriemodul (7) auf der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) positioniert ist, das Batteriemodul (7) eine Leitung (5) aufweist, welche mit dem Temperiermittelkanal (4) der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) durch eine Zuleitungsöffnung (6) und eine Ableitungsöffnung (10) strömungsverbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte (1) eine Separierzunge (11) im Temperiermittelkanal (4) aufweist.
2. Temperiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitungsöffnung (6) und die Ableitungsöffnung (10) der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) zur Leitung (5) hin mit einer Dichtung, insbesondere einer ringförmigen Dichtung, abgedichtet ist.
3. Temperiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitung (5) über Öffnungen der Leitung (5) mit dem Temperiermittelkanal (4) der temperiermitteldurchströmten Bodenplatte (1) strömungsverbunden ist und sich die Zuleitungsöffnung (6), die Ableitungsöffnung (10) und die Öffnungen der Leitung (5) im Wesentlichen auf der gleichen Ebene befinden, wobei die Querschnittsebene der Öffnung der Leitung (5) mit den Querschnittsebenen der Zuleitungsöffnung (6) und der Ableitungsöffnung (10) im Wesentlichen übereinstimmen.
4. Temperiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Batteriemodul (7) zumindest eine erste und/oder zweite Seitenwand (2,3) aufweist, durch welche die Leitung (5) zumindest teilweise geführt ist.
5. Temperiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Batteriemodul (7) eine oder mehrere Batteriezellen (12) aufnimmt, wobei die Batteriezellen (12) derart angeordnet sind, dass die Batteriezellen (12) direkt oder indirekt durch ein Temperiermittel im Batteriemodul (7) temperiert werden.
6. Temperiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte (1) mehrere Kanäle (4a, 4b) beinhaltet, welche jeweils mit einer Zuleitungsöffnung (6) und einer Ableitungsöffnung (10) strömungsverbunden sind.
7. Temperiersystem nach einem der vorherigen Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die temperiermitteldurchströmte Bodenplatte (1) ein Ventil (9) zur Regelung des Temperiermittels aufweist.
8. Temperiersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (9) im Temperiermittelkanal (4) und/oder in der Leitung (5) positioniert ist.
9. Temperiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Separierzunge (11) einen zusätzlichen Strömungskanal (13) innerhalb des Temperiermittelkanals (4) ausbildet und dieser mit dem Batteriemodul (7) über die Zuleitungsöffnung (6) und die Ableitungsöffnung (10) strömungsverbunden ist.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen
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