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Die Erfindung bezieht sich auf einen Dämpfer für Möbel mit mindestens einem beweglichen Möbelteil, wie Schublade, Türe oder Klappe, der die Bewegung des mindestens einen beweglichen Möbelteiles in der Schlussphase der Schliess- und/oder Öffnungsbewegung dämpft, wobei der Dämpfer als Unterdruckdämpfer mit einem in einer Zylinderkammer eines Zylinders linear ver- schiebbaren Kolben ausgeführt ist.
Aus der DE 35 42 700 A1 ist ein Dämpfer für die Klappe eines Handschuhfaches mit einem in einer Zylinderkammer verschiebbaren Kolben bekannt, bei dem der Unterdruck in einer Kammer im Zylinder von der Geschwindigkeit der Kolbenbewegung abhängt, sodass die Dämpfwirkung in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Bewegung der Klappe erfolgt.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Dämpfer für den bewegbaren Möbelteil derart zu verbessern, dass die Dämpfwirkung bezogen auf den Kolbenweg sehr schnell auf ihren maximalen Wert ansteigt.
Die erfindungsgemässe Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Kolben mit einem elastisch ver- formbaren Kolbenteil versehen ist, der an einer am Kolben ausgebildeten Kolbenstange ausgebil- det ist, die in einem Kanal des Zylinders mit Spiel geführt ist, wobei sich der elastisch verformbare Kolbenteil unter Druckbelastung radial ausweitet und an der Wand des Kanals anliegt.
Damit der Kolben nicht stehen bleibt, wenn der Unterdruck und die Reibung einerseits und die Gegenkraft an der Druckseite des Kolbens gleich gross sind, ist in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung der Kolben mit mindestens einer Düse versehen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zylinderwand eine axiale Vertie- fung vorgesehen, die, wenn der Kolben sich im Bereich der Vertiefung befindet, einen Überlauf von einer vorderen Teilkammer zu einer hinteren Teilkammer bildet. Weiters wäre es möglich, den Kolben mit einem gewissen Spiel in der Zylinderkammer zu führen, sodass ein ständiger Überlauf von einer Teilkammer zur anderen gewährleistet wird. Das Spiel muss natürlich so gering sein, dass die Bildung eines Unterdrucks nicht verhindert wird.
Nachfolgend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Figuren der beilie- genden Zeichnungen beschrieben.
Die Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Dämpfer, wobei der Kol- ben in der Ausgangs- bzw. Bereitschaftsstellung gezeigt ist, die Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Dämpfer, wobei der Kolben in der Dämpfstellung gezeigt ist, die Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemässen Dämpfer, wobei der Kolben in der Endstellung gezeigt ist, und die Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungs- gemässen Dämpfers, wobei der Kolben in der Bereitschafts- bzw. Ausgangsstellung gezeigt ist.
Der erfindungsgemässe Dämpfer weist einen Zylinder 1 mit einer Zylinderkammer 2 auf, in der ein Kolben 3 linear verfahrbar ist. Der Kolben 3 teilt die Zylinderkammer 2 in eine hintere Teilkam- mer 2' und eine vordere Teilkammer 2".
Am Kolben 3 ist eine Kolbenstange 4 ausgebildet, die durch einen Kanal 5 des Zylinders 1 ragt und die Teil des Kolbens 3 ist. Die Kolbenstange 4 ist im Kanal 5 mit Spiel aufgenommen, sodass die Kolbenstange 4 und die Kanalwandung 9 in der Ruhestellung des Kolbens 3 einen Ringspalt 10 abgrenzt.
Der Kolben 3 ist in der Zylinderkammer 2 dichtend geführt.
Die Kolbenstange 4 besteht aus zwei starren Abschnitten 7,8, zwischen denen ein elastisch verformbarer Kolbenteil 6 angeordnet ist. Der Kolbenteil 6 ist als Vollkörper aus gummielastischem Material ausgebildet.
An ihrem freien Ende ist die Kolbenstange 4 mit einem Puffer 11aus elastischem Material ver- sehen und weiters mit einer Abdeckkappe 12, die zwei Luftdurchlässe 13 aufweist. Die Abdeck- kappe 12 ist in einem Ringspalt 14 des Zylinders 1 geführt und innerhalb der Abdeckkappe 12 ist eine Druckfeder 15 angeordnet, die den Kolben 3 über die Kolbenstange 4 in die Ausgangsstellung bewegt. Der Zylinder 1 weist eine stirnseitige Luftdurchtrittsöffnung 17 auf, über die Luft in die Teilkammer 2" einströmen kann.
Beim Dämpfen trifft der Möbelteil, beispielsweise eine Türe oder eine Schublade, auf den Puf- fer 11der Kolbenstange 4 auf und drückt diese zusammen mit dem Kolben 3 nach rechts (mit Bezug auf die Figuren der Zeichnung). Sobald sich der Kolben 3 bewegt, entsteht hinter dem
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Kolben 3 in der hinteren Teilkammer 2' der Zylinderkammer 2 ein Unterdruck, wobei allerdings Luft durch die Durchtrittsöffnungen 13 und den Ringspalt 10 zwischen der Kolbenstange 4 und der Wand 9 des Kanals 5 in die Teilkammer 2' nachströmt. Dadurch, dass der Ringspalt 10 sehr eng gehalten ist, ist die Luftzufuhr sehr gering.
Bei langsamer Kolbenbewegung strömt ausreichend Luft nach und der Kolben 3 bewegt sich ungebremst weiter.
Bei schnellerer Kolbenbewegung strömt zuwenig Luft durch den Ringspalt 10 in die Teilkam- mer 2' und hinter dem Kolben 3 entsteht ein Unterdruck. Dieser Unterdruck erzeugt eine Kraft F1 (Fig. 1), welche der Kolbenbewegung entgegensteht.
Dies bewirkt, dass der elastisch verformbare Kolbenteil 6 in der Kolbenstange 4 gestaucht wird, wobei sich dieser Kolbenteil 6, wie in der Fig. 2 gezeigt, radial ausdehnt und an die Wand 9 des Kanals 5 gedrückt wird. Dadurch wird der Ringspalt 10 geschlossen und die weitere Bewegung des Kolbens 3 wird sowohl durch den Unterdruck in der Teilkammer 2' als auch durch die Reibung zwischen dem mittleren Kolbenteil 6 und der Wand 9 abgebremst.
Wenn auf den Kolben 3 weiterhin eine Kraft in der Richtung des Pfeiles F2 der Fig. 2 einwirkt, kann der Kolben 3 stehen bleiben, wenn durch den Unterdruck und die Reibung eine gleich grosse Gegenkraft F1 aufgebaut wurde.
Um zu verhindern, dass der Kolben 3 in der Mitte der Zylinderkammer 2 stecken bleibt, ist im Kolben 3 eine Düse 16 vorgesehen, durch die Luft zum Abbau des Unterdrucks in der Teilkammer 2' einströmen kann. Dadurch kann sich der Kolben 3 weiterbewegen und bis in die in der Fig. 3 gezeigte Endstellung gedrückt werden.
Bei erfolgter Entlastung, beispielsweise wenn die Möbeltüre oder die Schublade geöffnet wird, drückt die Feder 15 den Kolben 3 über die Kolbenstange 4 wieder in die in der Fig. 1 gezeigte Bereitschaftsstellung.
Als Variante zum Kanal 16 kann, wie in der Fig. 4 gezeigt, in der Zylinderwand eine Vertiefung 18 vorgesehen sein, die die beiden Teilkammern 2' und 2" verbindet, wobei durch verschiedene Querschnitte der Vertiefung 18 der Abbau des Unterdrucks wegabhängig vom Kolben 3 gesteuert werden kann.
Beim erfindungsgemässen Dämpfer wird bei der Verdoppelung des Volumens der Teilkammer 2' der Luftdruck um den Faktor 0,5 verringert. Dafür wird nur ein sehr geringer Kolbenweg benötigt und die Bremswirkung des Dämpfers setzt sehr schnell ein und steigt sehr schnell auf den maxi- malen Wert an. Die maximale Bremskraft ist jedoch durch den in der Teilkammer 2' möglichen Unterdruck begrenzt.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Dämpfer für Möbel mit mindestens einem beweglichen Möbelteil, wie Schublade, Türe oder Klappe, der die Bewegung des mindestens einen beweglichen Möbelteiles in der
Schlussphase der Schliess- und/oder Öffnungsbewegung dämpft, wobei der Dämpfer als
Unterdruckdämpfer mit einem in einer Zylinderkammer eines Zylinders linear verschiebba- ren Kolben ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (3) mit einem elas- tisch verformbaren Kolbenteil (6) versehen ist, der an einer am Kolben (3) ausgebildeten
Kolbenstange (4) ausgebildet ist, die in einem Kanal (5) des Zylinders (1 ) mit Spiel geführt ist, wobei sich der elastisch verformbare Kolbenteil (6) unter Druckbelastung radial auswei- tet und an der Wand (9) des Kanals (5) anliegt.
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The invention relates to a damper for furniture with at least one movable furniture part, such as a drawer, door or flap, which dampens the movement of the at least one movable furniture part in the final phase of the closing and / or opening movement, the damper as a vacuum damper with a a cylinder chamber of a cylinder is linearly displaceable piston.
DE 35 42 700 A1 discloses a damper for the flap of a glove box with a piston that is displaceable in a cylinder chamber, in which the negative pressure in a chamber in the cylinder depends on the speed of the piston movement, so that the damping effect depends on the speed of the movement the flap is done.
The object of the invention is to improve the damper for the movable furniture part in such a way that the damping effect in relation to the piston travel increases very quickly to its maximum value.
The object according to the invention is achieved in that the piston is provided with an elastically deformable piston part which is formed on a piston rod which is formed on the piston and is guided with play in a channel of the cylinder, the elastically deformable piston part being underneath The pressure load expands radially and lies against the wall of the channel.
So that the piston does not stop when the negative pressure and the friction on the one hand and the counterforce on the pressure side of the piston are equal, in one embodiment of the invention the piston is provided with at least one nozzle.
In a further exemplary embodiment of the invention, an axial depression is provided in the cylinder wall, which, when the piston is located in the region of the depression, forms an overflow from a front partial chamber to a rear partial chamber. It would also be possible to guide the piston with a certain amount of play in the cylinder chamber, so that a constant overflow from one sub-chamber to the other is ensured. The game must of course be so small that the formation of a vacuum is not prevented.
Two exemplary embodiments of the invention are described below with reference to the figures in the accompanying drawings.
1 shows a longitudinal section through a damper according to the invention, the piston being shown in the starting or standby position, FIG. 2 showing a longitudinal section through a damper according to the invention, the piston being shown in the damping position, FIG 3 shows a longitudinal section through a damper according to the invention, the piston being shown in the end position, and FIG. 4 shows a longitudinal section through a further exemplary embodiment of a damper according to the invention, the piston being shown in the ready or starting position.
The damper according to the invention has a cylinder 1 with a cylinder chamber 2, in which a piston 3 can be moved linearly. The piston 3 divides the cylinder chamber 2 into a rear part chamber 2 'and a front part chamber 2 ".
A piston rod 4 is formed on the piston 3, which projects through a channel 5 of the cylinder 1 and which is part of the piston 3. The piston rod 4 is received with play in the channel 5, so that the piston rod 4 and the channel wall 9 delimit an annular gap 10 in the rest position of the piston 3.
The piston 3 is sealingly guided in the cylinder chamber 2.
The piston rod 4 consists of two rigid sections 7, 8, between which an elastically deformable piston part 6 is arranged. The piston part 6 is designed as a solid body made of rubber-elastic material.
At its free end, the piston rod 4 is provided with a buffer 11 made of elastic material and also with a cover cap 12 which has two air passages 13. The cover cap 12 is guided in an annular gap 14 of the cylinder 1 and a compression spring 15 is arranged inside the cover cap 12 and moves the piston 3 into the starting position via the piston rod 4. The cylinder 1 has an air passage opening 17 on the end face, via which air can flow into the partial chamber 2 ″.
When steaming, the furniture part, for example a door or a drawer, hits the buffer 11 of the piston rod 4 and presses it together with the piston 3 to the right (with reference to the figures in the drawing). As soon as the piston 3 moves, is created behind the
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Piston 3 in the rear part chamber 2 'of the cylinder chamber 2 has a negative pressure, although air flows through the through openings 13 and the annular gap 10 between the piston rod 4 and the wall 9 of the channel 5 into the part chamber 2'. Because the annular gap 10 is kept very narrow, the air supply is very small.
When the piston moves slowly, sufficient air flows in and the piston 3 continues to move without braking.
When the piston moves faster, too little air flows through the annular gap 10 into the partial chamber 2 'and a vacuum is created behind the piston 3. This negative pressure generates a force F1 (FIG. 1) which opposes the piston movement.
This causes the elastically deformable piston part 6 to be compressed in the piston rod 4, this piston part 6, as shown in FIG. 2, expanding radially and being pressed against the wall 9 of the channel 5. As a result, the annular gap 10 is closed and the further movement of the piston 3 is braked both by the negative pressure in the partial chamber 2 'and by the friction between the central piston part 6 and the wall 9.
If a force continues to act on the piston 3 in the direction of the arrow F2 in FIG. 2, the piston 3 can stop if an equally large counterforce F1 has been built up due to the negative pressure and the friction.
In order to prevent the piston 3 from getting stuck in the middle of the cylinder chamber 2, a nozzle 16 is provided in the piston 3, through which air can flow in in the partial chamber 2 ′ to break down the negative pressure. As a result, the piston 3 can continue to move and be pressed into the end position shown in FIG. 3.
When the load has been relieved, for example when the furniture door or the drawer is opened, the spring 15 presses the piston 3 again via the piston rod 4 into the ready position shown in FIG. 1.
As a variant of the channel 16, as shown in FIG. 4, a recess 18 can be provided in the cylinder wall, which connects the two subchambers 2 'and 2 ", with the cross-section of the recess 18 reducing the vacuum depending on the piston 3 can be controlled.
In the damper according to the invention, when the volume of the partial chamber 2 'is doubled, the air pressure is reduced by a factor of 0.5. Only a very small piston travel is required for this and the braking effect of the damper sets in very quickly and rises very quickly to the maximum value. However, the maximum braking force is limited by the negative pressure that is possible in the partial chamber 2 '.
CLAIMS:
1. Damper for furniture with at least one movable furniture part, such as a drawer, door or flap, which the movement of the at least one movable furniture part in the
Final phase of the closing and / or opening movement dampens, the damper as
Vacuum damper with a piston which can be displaced linearly in a cylinder chamber of a cylinder, characterized in that the piston (3) is provided with an elastically deformable piston part (6) which is formed on a piston (3) on the piston
Piston rod (4) is designed, which is guided with play in a channel (5) of the cylinder (1), the elastically deformable piston part (6) expanding radially under pressure and on the wall (9) of the channel (5 ) is present.