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Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Verfahrensanspruches.
In Adsorptionswärmepumpen werden eine Wärmequelle im Gerät, oft ein konventioneller Brenner, und eine Umweltwärmequelle genutzt, um einen Heizkreislauf zu beheizen. Die Umweltwär- mequelle wird genutzt, um in einem Verdampfer Kältemittel zu verdampfen, das in einem Adsorber adsorbiert, wodurch Adsorptionswärme freigesetzt wird. Diese Wärme geht auf einen Wärmeträger in einem Primärkreislauf über. Der Wärmeträger wird anschliessend von der Wärmequelle im Gerät weiter erhitzt und gelangt in einen Desorber. In dem Desorber wird Wärmeenergie dazu benötigt, um Kältemittel zu desorbieren. Das Kältemittel kondensiert an einem Kondensator und gibt dabei Wärme ab. Diese Wärme ist für den Heizkreislauf bestimmt.
Der Wärmeträger des Primärkreislaufs gibt nach Verlassen des Desorber einen Teil seiner Wärme an den Heizkreislauf, um dann wieder in den Adsorber zu strömen. Eine derartige Wärmepumpe ist in der EP 1 108 964 A2 ausführlich beschrieben.
Der Adsorptions- und Desorptionsprozess findet in der Regel bei Temperaturen zwischen 150 und 2000C statt. Soll die Wärmepumpe abgeschaltet werden, so ist zu beachten, dass solange der Adsorptionsprozess läuft, noch Wärme frei wird. Daher ist beispielsweise aus der JP 2000-220 898 A und JP 11-051 405 A bekannt, dass nach dem Abschalten der Wärmequelle Brenner zu Kühlzwecken die Zirkulationspumpe weiterläuft.
Aus der EP 608 500 A 1 und AT 386 674 B ist bekannt, dass bei konventionellen Heizanlagen während eines definierten Zeitintervalls nach dem Abschalten des Brenners die Zirkulationspumpen nachlaufen.
Um eine hohe Energieausbeute zu erreichen, sollte die oben genannte Wärme bei Wärmepumpen jedoch nicht nur abgeführt, sondern genutzt werden. Ein abruptes Abschalten der Anlage würde zudem zu einem heissen Adsorber, möglicherweise Überhitzungen und Wärmeverlusten führen.
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden und ein Verfahren der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem freiwerdende Wärmeenergie möglichst optimal genutzt wird.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruches erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Massnahmen wird erreicht, dass die Wärme, die sich im Primärkreislauf noch befindet beziehungsweise bei der Adsorption und Kondensation noch frei wird, auf den Heizkreislauf übertragen werden kann.
Gemäss den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 2 ergibt sich der Vorteil, dass die Pumpennachlaufphase dann beendet wird, wenn nur noch ein geringer Wärmeübergang stattfindet, was anhand geringer Temperaturdifferenzen am Heiznetzwärmeaustauscher feststellbar ist.
Während gemäss Anspruch 2 der Wärmeübergang im Primärkreislauf die Pumpennachlaufzeit bestimmt, wird gemäss Anspruch 3 der Wärmeübergang im Kondensatorkreislauf gemessen. Das desorbierte Kältemittel kondensiert an einem Kondensator und gibt Wärme ab. Ist diese Wärme gering, so ist dies ein Zeichen dafür, dass kaum noch Desorption stattfindet. Es ist prinzipiell auch möglich, den Kondensator ohne gesonderten Kondensatorkreislauf direkt in den Heiznetzkreislauf einzubinden.
Gemäss den Merkmalen des Anspruchs 4 wird die Pumpennachlaufzeit dann beendet, wenn auf der Heiznetzseite an dem oder den Heiznetzwärmeaustauschern kaum noch eine Temperaturerhöhung feststellbar ist.
Gemäss den Merkmalen des Anspruchs 5 wird bei Beladung eines Warmwasserspeichers die Wärmequelle dann abgeschaltet, wenn durch die Nachladung die Speichersolltemperatur erreicht werden kann.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Fig. 1 erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den Aufbau und die Verschaltung einer erfindungsgemässen Adsorptionswärmepumpe während der eigentlichen Arbeitsphase, in der in den Wärmepumpen-Modulen Wärme übertragen wird.
Eine Wärmepumpe gemäss Fig. 1 verfügt über einen Adsorber-Desorber-Kreislauf 40, in dem sich eine Wärmequelle in Form eines von einem Brenner 19 beheizten Primär-Wärmeaustauschers 11, ein Zeolith-Wärmeaustauscher 10, eine Umwälzpumpe 12, ein erster Heiznetzwärmeaustau-
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scher 21 und ein weiterer Zeolith-Wärmeaustauscher 8, befinden, sowie ein Sole-Leitungssystem 1, das als Verdampferbereich arbeitet, in dem sich ein Kältemittelwärmeaustauscher 7, eine Umwälzpumpe 13 und eine Umweltwärmequelle 6 befinden und schliesslich ein Kondensator-Kreislauf 2, in dem sich ein Kältemittelwärmeaustauscher 9, eine Umwälzpumpe 14 und ein zweiter Heiznetzwärmeaustauscher 5 befinden.
Der Kältemittelwärmeaustauscher 9 und der Zeolith-Wärmeaustauscher 10 einerseits sowie der Kältemittelwärmeaustauscher 7 und der Zeolith-Wärmeaus-
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als baugleiche Wärmepumpen-Modulebehälter umfasst, in dem sich jeweils die Zeolith-Wärmeaustauscher 8 bzw. 10, der Kältemittelwärmeaustauscher 7 bzw. 9, ein Strahlungsschutz zwischen diesen beiden Wärmeaustauschern und das Kältemittel Wasser befinden. Im Warmwasserspeicher befindet sich ein Temperatursensor 56, der über eine Signalleitung mit einer Regelung 55 verbunden ist. Am ersten Heiznetzwärmeaustauscher 21 befinden sich auf beiden Seiten sowohl eingangs-, als auch ausgangsseitig Tem- peratursensoren 51 bis 54, die ebenfalls mit der Regelung 55 verbunden sind. Gleiches gilt für den zweiten Heiznetzwärmeaustauscher 5 mit den Temperatursensoren 57 bis 60.
In dem in Fig. 1 dargestellten Betriebszustand arbeitet Zeolith-Wärmeaustauscher 10 als Desorber und der Zeolith-Wärmeaustauscher 8 als Adsorber, der Kältemittelwärmeaustauscher 7 als Verdampfer und der Kältemittelwärmeaustauscher 9 als Kondensator.
In diesem dargestellten Zustand wird das Wärmeträgermedium im Adsorber-Desorber-Kreislauf 40 im Primär-Wärmeaustauscher 11 von dem Brenner 19 erhitzt. Das heisse Wärmeträgermedium strömt in den Zeolith-Wärmeaustauscher 10, der als Desorber arbeitet. Die Zeolithkugeln des Zeolith-Wärmeaustauscher 10 sind zunächst mit Wasser gesättigt. Die zugeführte Wärme bewirkt, dass das Wasser desorbiert wird und somit den Zeolith-Wärmeaustauscher 10 verlässt. Der so entstehende Wasserdampf kondensiert im Kältemittelwärmeaustauscher 9, der als Kondensator arbeitet und gibt somit Wärme an den Kondensator-Kreislauf 2 ab. Im ersten Heiznetzwärmeaustauscher 21 wird das Wärmeträgermedium des Adsorber-Desorber-Kreislauf 40 weiter abgekühlt und die Wärme auf einen Heizungskreislauf 49 abgegeben.
Im Wärmepumpen-Modul 15 ist der Zeolith im Zeolith-Wärmeaustauscher 8, der als Adsorber arbeitet, zunächst relativ trocken. Dem Kältemittelwärmeaustauscher 7, der als Verdampfer arbeitet, wird Umgebungswärme zugeführt.
Hierdurch wird Wasser, das sich um den Kältemittelwärmeaustauscher 7 (Verdampfer) befindet, verdunstet. Der so entstehende Wasserdampf gelangt zum Zeolith des Zeolith-Wärmeaustauschers 8, der als Adsorber arbeitet, wodurch der Zeolith sich erhitzt. Diese Wärme gibt der Zeolith-Wärmeaustauscher 8 an den Adsorber-Desorber-Kreislauf 40 ab.
Zum Abschalten des Systems wird zunächst der Brenner 19 abgeschaltet. Da sich weiterhin Wärme im Adsorber-Desorber-Kreislauf 40 befindet, findet sowohl weiterhin eine Desorption, als auch eine Adsorption statt. Daher müssen die Pumpen 12 und 46 weiterlaufen. Da Wärme über die beiden Heiznetzwärmeaustauscher 5 und 21 an den Heizungskreislauf 49 abgeführt wird, kühlt sich der Adsorber-Desorber-Kreislauf 40 langsam ab ; auch die Adsorption und die Desorption nimmt ab.
Anhand der Temperaturdifferenzen an den Heiznetzwärmeaustauschern 5 und 21 lässt sich feststellen, ob noch viel Wärme übertragen wird. Ist die Temperaturdifferenz nur noch sehr klein, so muss gegebenenfalls mehr Energie für die Pumpen und die Regelung aufgebracht werden, als auf den Heizungskreislauf 49 übertragen wird. Da dies nicht sinnvoll ist, werden die Pumpen 12 und 46 früher abgeschaltet.
Wird ein Warmwasserspeicher 18 geladen, so muss der Brenner 19 abgeschaltet werden, ehe der Warmwasserspeicher 18 seine Solltemperatur erreicht. Die Abschalttemperatur, die kleiner als die Solltemperatur ist, ist abhängig von dem Warmwasserspeichervolumen und der Leistung der Anlage.
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The invention initially relates to a method according to the preamble of the independent method claim.
In adsorption heat pumps, a heat source in the device, often a conventional burner, and an environmental heat source are used to heat a heating circuit. The environmental heat source is used to evaporate refrigerant in an evaporator, which adsorbs in an adsorber, thereby releasing heat of adsorption. This heat is transferred to a heat transfer medium in a primary circuit. The heat transfer medium is then further heated by the heat source in the device and reaches a desorber. Thermal energy is required in the desorber to desorb refrigerants. The refrigerant condenses on a condenser and emits heat. This heat is intended for the heating circuit.
After leaving the desorber, the heat transfer medium of the primary circuit gives part of its heat to the heating circuit in order to then flow back into the adsorber. Such a heat pump is described in detail in EP 1 108 964 A2.
The adsorption and desorption process usually takes place at temperatures between 150 and 2000C. If the heat pump is to be switched off, please note that heat is still released as long as the adsorption process is running. It is therefore known, for example from JP 2000-220 898 A and JP 11-051 405 A, that after the heat source burner is switched off, the circulation pump continues to run for cooling purposes.
It is known from EP 608 500 A1 and AT 386 674 B that in conventional heating systems the circulation pumps continue to run for a defined time interval after the burner has been switched off.
In order to achieve a high energy yield, the heat mentioned above should not only be dissipated in heat pumps, but used. An abrupt shutdown of the system would also lead to a hot adsorber, possibly overheating and heat loss.
The aim of the invention is to avoid the disadvantages of the prior art and to propose a method of the type mentioned in the introduction in which the heat energy released is used as optimally as possible.
According to the invention, this is achieved in a method of the type mentioned at the outset by the characterizing features of the independent method claim.
The proposed measures ensure that the heat that is still in the primary circuit or is still free during adsorption and condensation can be transferred to the heating circuit.
According to the characterizing features of claim 2, there is the advantage that the pump after-running phase is ended when only a small heat transfer takes place, which can be determined on the basis of small temperature differences on the heating network heat exchanger.
While according to claim 2 the heat transfer in the primary circuit determines the pump run-on time, according to claim 3 the heat transfer in the condenser circuit is measured. The desorbed refrigerant condenses on a condenser and releases heat. If this heat is low, this is a sign that hardly any desorption takes place. In principle, it is also possible to integrate the condenser directly into the heating network circuit without a separate condenser circuit.
According to the features of claim 4, the pump run-on time is ended when on the heating network side on the heating network heat exchanger or exchangers there is hardly any increase in temperature.
According to the features of claim 5, when a hot water storage tank is loaded, the heat source is switched off when the storage tank target temperature can be reached by the recharging.
Exemplary embodiments of the invention are explained below with reference to FIG. 1. It shows
Fig. 1 shows the structure and connection of an adsorption heat pump according to the invention during the actual work phase, in which heat is transferred in the heat pump modules.
1 has an adsorber-desorber circuit 40 in which there is a heat source in the form of a primary heat exchanger 11 heated by a burner 19, a zeolite heat exchanger 10, a circulating pump 12, and a first heating network heat exchanger.
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shear 21 and another zeolite heat exchanger 8, and a brine line system 1, which works as an evaporator area, in which there is a refrigerant heat exchanger 7, a circulation pump 13 and an environmental heat source 6 and finally a condenser circuit 2, in which a refrigerant heat exchanger 9, a circulation pump 14 and a second heating network heat exchanger 5 are located.
The refrigerant heat exchanger 9 and the zeolite heat exchanger 10 on the one hand and the refrigerant heat exchanger 7 and the zeolite heat exchanger
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as a structurally identical heat pump module container in which the zeolite heat exchangers 8 and 10, the refrigerant heat exchangers 7 and 9, radiation protection between these two heat exchangers and the refrigerant water are located. In the hot water tank there is a temperature sensor 56, which is connected to a controller 55 via a signal line. Temperature sensors 51 to 54 are located on both sides of the first heating network heat exchanger 21, both on the input and on the output side, which are likewise connected to the control unit 55. The same applies to the second heating network heat exchanger 5 with the temperature sensors 57 to 60.
In the operating state shown in FIG. 1, zeolite heat exchanger 10 functions as a desorber and zeolite heat exchanger 8 as an adsorber, the refrigerant heat exchanger 7 as an evaporator and the refrigerant heat exchanger 9 as a condenser.
In this illustrated state, the heat transfer medium in the adsorber-desorber circuit 40 in the primary heat exchanger 11 is heated by the burner 19. The hot heat transfer medium flows into the zeolite heat exchanger 10, which works as a desorber. The zeolite balls of the zeolite heat exchanger 10 are initially saturated with water. The heat supplied has the effect that the water is desorbed and thus leaves the zeolite heat exchanger 10. The water vapor thus formed condenses in the refrigerant heat exchanger 9, which works as a condenser, and thus releases heat to the condenser circuit 2. In the first heating network heat exchanger 21, the heat transfer medium of the adsorber-desorber circuit 40 is cooled further and the heat is given off to a heating circuit 49.
In the heat pump module 15, the zeolite in the zeolite heat exchanger 8, which works as an adsorber, is initially relatively dry. Ambient heat is supplied to the refrigerant heat exchanger 7, which works as an evaporator.
As a result, water that is located around the refrigerant heat exchanger 7 (evaporator) evaporates. The water vapor thus generated reaches the zeolite of the zeolite heat exchanger 8, which works as an adsorber, whereby the zeolite heats up. The zeolite heat exchanger 8 emits this heat to the adsorber-desorber circuit 40.
To switch off the system, the burner 19 is first switched off. Since there is still heat in the adsorber-desorber circuit 40, both desorption and adsorption continue to take place. Pumps 12 and 46 must therefore continue to run. Since heat is dissipated to the heating circuit 49 via the two heating network heat exchangers 5 and 21, the adsorber-desorber circuit 40 cools slowly; adsorption and desorption also decrease.
The temperature differences at the heating network heat exchangers 5 and 21 can be used to determine whether much heat is still being transferred. If the temperature difference is only very small, then more energy may have to be applied for the pumps and the control than is transferred to the heating circuit 49. Since this does not make sense, the pumps 12 and 46 are switched off earlier.
If a hot water tank 18 is loaded, the burner 19 must be switched off before the hot water tank 18 reaches its target temperature. The switch-off temperature, which is lower than the target temperature, depends on the hot water storage volume and the performance of the system.
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