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Die Erfindung bezieht sich auf einen Spielautomaten mit einer Inbetriebnahmesteuerung durch
Eingabe eines Wertträgers, wobei als Inbetriebnahmesteuerung ein an sich bekannter Wertkarten- leser verwendet ist, der eine Einrichtung zum Lesen und gezielten Löschen von auf der Wertkarte aufgebrachten Werten aufweist, wobei auf der Wertkarte Werteinheiten aufbringbar und löschbar sind, nach der AT-PS Nr. 369175.
Spielautomaten, wie Roulette-Spielautomaten, Glücksspielautomaten, aber auch andere anders geartete Unterhaltungsautomaten, die durch Einwurf einer Münze als Wertträger betätigt werden, sind bekannt. Bei diesen Spielautomaten ist die Überwachung des Umsatzes zwischen a) Aufstellerorganisation und Interessent b) Gerät und Finanzamt ungelöst, da die für den Spielautomaten verwendeten Wertträger, nämlich Geldmünzen, auch für andere Zahlungszwecke Verwendung finden können und die Anzahl der in den Geldspielautomaten geworfenen Münzen und der eventuell ausgezahlten Münzen vor allem im Nicht-Kasinobereich schwer überprüft werden können.
In der AT-PS Nr. 369175 ist die Ermöglichung einer exakten Abrechnung zwischen Aufsteller- organisation und Interessenten und dem Gerät und dem Finanzamt beschrieben.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass als Inbetriebnahmesteuerung ein an sich bekannter
Wertkartenleser verwendet ist, der eine Einrichtung zum Lesen und gezielten Löschen von auf der
Wertkarte aufgebrachten Werten aufweist, wobei auf der Wertkarte Werteinheiten aufbringbar und löschbar sind. Es wird ein Spielautomat vorgeschlagen, der ausschliesslich mit einer Wertkarte in Betrieb genommen werden kann. Die Wertkarte wird mittels eines Kartenlesegerätes, einem Wertkartenleser, in den Automaten eingebracht, dort unter Verschluss gehalten und ermöglicht erst dann die Betriebsbereitschaft des Automaten. Auf der Wertkarten sind Wertsymbole aufgebracht. Mit jedem Spiel, abhängig von der Einsatzhöhe des Spielers, wird von der Wertkarte ein entsprechender Teil des Wertes abgeschrieben.
Nach Erreichung des Wertnullstandes blockiert der Automat und ist nicht mehr betriebsbereit. Gleichzeitig wird die nunmehr wertlose Wertkarte ausgestossen. Erst durch Einschieben einer neuen Wertkarte mit noch gültigen Wertsymbolen kann der Automat wieder in Betrieb genommen werden. Als Wertkarte kann eine Magnetstreifenkarte, eine Lochkarte, ein Hologrammträger oder ein anderer mit durch einen geeigneten Leser erkennbaren Symbolen ausgestatteter Datenträger verwendet werden. Es ist dabei zweckmässig, dass zur Verhinderung von Fälschungen die Werte und Daten kodierbar auf die Wertkarten aufbringbar sind und der Wertkartenleser eine Dekodiereinrichtung aufweist. Das Spiel selbst wird gewöhnlich mit Münzen durchgeführt, lediglich die Inbetriebnahmeberechtigung und das Bezahlen der Abgabe wird mit der Wertkarte und dem Wertkartenleser kontrolliert und gesteuert.
Eine über jeden Zweifel erhabene Institution, z. B. das Münzamt kann die Produktion der Wertkarten übernehmen, wobei eventuelle Abgaben direkt vom Verkauf einbehalten werden können. Zum Beispiel bei Hologrammwertkartenträgern aber auch bei Magnetkartenträgern mit kodierten Aufzeichnungen sind die direkten Produktionskosten einer Wertkarte gering, die Produktionsanlage jedoch kostspielig. Es ist jedoch nur eine Produktionsanlage nötig. Durch die hohen Kosten der Produktionsanlage ist eine Fälschung weitgehend ausgeschlossen. Der Betreiber eines Automaten muss sich Wertkarten besorgen und ist erst dadurch in der Lage Automatenumsätze zu erreichen.
Die bekannten Geldspielautomaten sind bisher vor dem Einwurf einer oder mehrerer Münzen, die bei elektronischen Spielautomaten entsprechende Einschaltimpulse ausgelöst haben, spielbereit geschaltet worden. Zum Einschalten der Spielbereitschaft wird nun der Wertkartenleser verwendet. Die Wertkartenleser lassen sich, wenn ein Ausgang zur Abgabe der entsprechenden Impulse eingerichtet ist, sehr rasch bei bestehenden Spielautomaten anwenden. Falls mechanische Einschaltgänge notwendig sind, ist es lediglich notwendig, den Wertkartenleser mit entsprechendem Umsetzer und Auslöser auszustatten.
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darin, dass das System der Wertkartenbehandlung unterschiedlich vom Systemaufbau der nunmehr üblichen elektronischen Spielautomaten ist. Mechanische Wertkartenleser benötigen eine mechanische störanfällige und aufwendige Einrichtung.
Holographische Wertkartenleser benötigen teure Lichterzeuger und Auswerteanlagen für holographische Systeme.
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Die Erfindung beseitigt diese Nachteile dadurch, dass ein nichtflüchtiger Speicher mit einer
Anzahl von Speicherzellen vorgesehen ist, wobei zur Entwertung dem Wert entspechende Speicherzel- len überschrieben werden.
Es wird insbesondere vorgeschlagen, dass als Speicher ein EPROM (Electric programmable memory) verwendet ist. Derartige Speicher sind als Chips bekannt und zu günstigen Preisen erhält- lich. Das Beschreiben und Merken derartiger Speicher erfolgt mit elektronischen Impulsen, also ähnlichen Einrichtungen, die auch zur Steuerung moderner Spielautomaten verwendet werden. Durch die Vielzahl von Systemen zur Erzeugung derartiger Impulse und Impulssteueranlagen sind diese kostengünstig erhältlich und störunanfällig. Zum Beispiel kann ein nichtflüchtiger Speicher im
Inneren einer Berechtigungskarte verwendet werden, der z. B. 17 x 8 bit aufweist. Die Beaufschla- gung eines bits bedeutet jeweils das Abbuchen einer Werteinheit. Dies kann so lange erfolgen, bis sämtliche bits beaufschlagt sind und die Speicherkarte damit voll ist.
Zweckmässig wird vorgeschlagen, dass eine Speichermatrix vorgesehen ist und eine oder mehrere Speicherzellen mit einem Berechtigungscode versehen sind. Der Berechtigungscode wird für den jeweiligen Verwendungszweck beaufschlagt und bewirkt für einen Leser, der mit dem Gerät verbunden ist, dass das Gerät eingeschaltet ist. Zweckmässig ist dabei eine Sicherung eingebaut, die ein Löschen des Speicherinhaltes ohne Löschen des Berechtigungscodes verhindert. Der Kunde kauft z. B. eine Karte, auf der z. B. 100 Speicherzellen (Krediteinheiten) gelöscht sind. Nach Einschieben der Speicherkarte, wobei z.
B. der Plastikriegel abgebrochen werden kann, der Nachweis, dass die Speicherkarte bereits benutzt wurde, überprüft eine Leseeinheit, ob der entsprechende Speichercode vorhanden ist und ermöglicht dann die Entwertung mit entsprechenden Impulsgebern durch Belegung von Speicherzellen und gibt sodann den Spielapparat frei. Sind alle Speicherzellen überschrieben, so ist die Wertkarte wertlos geworden. Die Identifikation und der Einschaltcode sind so geschaltet, dass er bei dem Versuch, die Belegung, also die bereits verbrauchten Speicherstellen zu löschen, gleichfalls gelöscht wird. Damit wird bei einem Versuch die Karte zu löschen, um den Kredit missbräuchlich zu erneuern, der Code gelöscht, was die Karte wertlos macht.
Das System hat den Vorteil, dass es elektronische Elemente verwendet, die den in Automaten verwendeten elektronischen Elementen gleichen und daher einfach und preisgünstig im Aufbau ist. Darüber hinaus lassen sich Prüfeinrichtungen preisgünstig herstellen.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken. In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild eines Spielautomaten gezeigt, Fig. 2 zeigt ein Blockdiagramm eines Wertkartenleser --2-- schematisch, Fig. 3 die Ansicht einer Wertkarte, Fig. 4 einen Anwendungskreis und Fig. 5 das Schema einer 17 x 8 bitmatrix.
In den Zeichnungen ist ein Blockschaltbild eines Spielautomaten gezeigt. Die Steuerung-ldes Spielgerätes, beispielsweise Roulettes, steuert über die Input-Output-Bausteine --4-- die Münz-
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Schnittstellenleitung wird nur dann aktiviert, wenn in den Wertkartenleser --2-- eine Wertkarte - eingeschoben ist und das auf der Wertkarte vorhandene Guthaben ausreichend ist, um den möglichen Höchstgewinn des Gerätes dem Spieler auszahlen und die Steuer od. dgl. auf der Wertkarte abbuchen zu können. Bei Durchführung eines Spieles wird der Spieleinsatz auf jeden Fall abgebucht. Bei Besteuerung auf den Gewinn wird bei Auszahlung des Gewinnes durch die Münzausgabe von der Wertkarte die entsprechende Besteuerung durch eine Rückmeldung von der Steuerung - an den Wertkartenleser abgebucht. Die Besteuerung erfolgt dann über die Wertkarte.
Falls eine Besteuerung über den Umsatz erfolgt, wird der entsprechende Umsatz von der Wertkarte abgenommen und der entsprechende Teil der Wertkarte gelöscht.
Die in Fig. 3 gezeigte Wertkarte wird entsprechend dem Blockdiagramm, wie es in Fig. 2 gezeigt wird, angeschlossen. Ein Taktgeber, der im Taktgebereingang --11-- angeschlossen ist, veranlasst über einen Phasengenerator --18-- das schrittweise Durchlaufen eines 8 bit-Schieberegisters, wobei gleichzeitig der jeweiligen Stellung entsprechend über einen Adresscodeeingang - positive oder negative Impulse eingegeben werden. Über Adressleitungen-AO, AI, A2-- wird zunächst in einem Entschlüssler --20-- die Berechtigung geprüft.
Die dazu notwendigen In-
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formationen wurden über den Programmierungssignaleingang --12-- eingegeben, wobei eine Schutz- sicherung --16-- eingebaut ist, die nach Eingabe des Identifikationsprogrammes zerstört wird, so dass es unmöglich ist, ein anderes Decoderprogramm einzugeben. Über Leitungen--CO bis C7-- werden entsprechend der in Fig. 5 gezeigten Matrix die Überprüfungen vorgenommen, worauf der
Decoder entsprechend übereinstimmt und nur dann die Beaufschlagung der Kreditkarte freigegeben wird.
Dies erfolgt über entsprechende Entwertungsimpulse über den Adresscodeeingang --10-- wäh- rend des Weiterschaltens des Schieberegisters, wobei durch Beaufschlagung entsprechender freier
Speicherstellen die jeweilige Abbuchung erfolgt. Über eine Programmlogik --23-- und einen Out- putbuffer --24-- erfolgt die Steuerung und die Möglichkeit der Prüfung des Inhaltes der Karte.
Im einzelnen wird also die Matrix von 17 Zeilen von je 8 bit durch Serienladung eines inneren
8 bit Schieberegisters adressiert. Die Parallelausgänge-AO bis A7-- werden durch den Kolonnen- und Reihendecoder decodiert um eine einzelne Zelle der Gedächtnismatrix zu adressieren. Der In- halt dieser Zelle kann über den Ausgangsbuffer --24-- kontrolliert werden.
Eine oder zwei Reihen der Matrix sind bei der Herstellung mit einem 8 bit-Wort beschrie- ben und nach dem Schreiben dieses Wortes oder Sicherheitsschlüssels wird der Kreis, mit welchem dieses Beschreiben erfolgt, durch Durchbrennen einer Sicherung zerstört, so dass es nicht mehr möglich ist, neu zu beschreiben. Wenn nun der Versuch gemacht wird, den Wert der Kreditkarte zu erneuern, also die beschriebenen Speicherstellen wieder zu löschen, wird als erstes der Sicherungsschlüssel gelöscht und es ist nicht mehr möglich, die Karte zu verwenden.
Selbstverständlich lässt das Ausführungsbeispiel Variationen, insbesondere in der Grösse der Matrix in der Steuerung, dem Programm, der Überprüfung usw., zu. Die Tastfrequenz liegt üblicherweise bei 100 Khz, es können jedoch auch Abweichungen davon verwendet werden, da es sich durchwegs um einfache elektronische Teile handelt, die betriebssicher sind und die zu den Steuerteilen des Spielautomaten passen und bequem durchzuführen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spielautomat mit einer Inbetriebnahmesteuerung durch Eingabe eines Wertträgers, wobei als Inbetriebnahmesteuerung ein an sich bekannter Wertkartenleser verwendet ist, der eine Einrichtung zum Lesen und gezielten Löschen von auf der Wertkarte aufgebrachten Werten aufweist, wobei auf der Wertkarte Werteinheiten aufbringbar und löschbar sind, nach der AT-PS Nr. 369175, dadurch gekennzeichnet, dass ein nichtflüchtiger Speicher mit einer Auswahl von Speicherzellen vorgesehen ist, wobei zur Entwertung dem Wert entsprechende Speicherzellen überschrieben werden.