AT365403B - Verfahren zur kontinuierlichen produktion von nutzpflanzen bzw. von pflanzlichen lebensmitteln - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen produktion von nutzpflanzen bzw. von pflanzlichen lebensmitteln

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AT365403B
AT365403B AT0154979A AT154979A AT365403B AT 365403 B AT365403 B AT 365403B AT 0154979 A AT0154979 A AT 0154979A AT 154979 A AT154979 A AT 154979A AT 365403 B AT365403 B AT 365403B
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    • A01G31/00Soilless cultivation, e.g. hydroponics
    • A01G31/02Special apparatus therefor
    • A01G31/04Hydroponic culture on conveyors
    • A01G31/042Hydroponic culture on conveyors with containers travelling on a belt or the like, or conveyed by chains
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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    • Y02P60/20Reduction of greenhouse gas [GHG] emissions in agriculture, e.g. CO2
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontinuierlichen Produktion von Nutzpflanzen bzw. von pflanzlichen Lebensmitteln, bei welchem in geschlossenen Fliessband-Anlagen die Züchtung vom Saatgut oder Setzling bis zu erntereifen Pflanzen kontinuierlich erfolgt, wonach anschliessend in Weiterverarbeitungsanlagen die Ernteprodukte von Pflanzenresten (Abfälle) abgetrennt und nach einer eventuellen Sortierung bzw. Reinigung unmittelbar vom Fliessband den Verpackungsanlagen zugeführt werden. 



   Die traditionelle Produktion von Nahrungsmitteln pflanzlicher Herkunft beruht darauf, dass im Freiland, ausgehend von einem Saatgut, die Pflanze nach einem bestimmten Kulturverfahren bis zum erntereifen Zustand wächst. Die Ernte erfolgt durch den Einsatz von Erntemaschinen oder von Hand aus, wird von Abfällen befreit, gesammelt, gegebenenfalls sortiert und zu einem weiteren Sammelplatz transportiert. 



   Je nachdem, ob ein unmittelbarer Verbrauch oder eine Zwischenlagerung bis zum Verbrauch bevorsteht oder eine Konservierung nach üblichen Verfahren erfolgen soll, erfährt die Pflanze im Rahmen des biologischen Abbaues verschiedene Qualitätsverluste. Auch die Kosten für den hohen Arbeitsaufwand für Zwischentransporte, Lagerungen, Konservierung und Verpackung, entsprechend der jeweiligen Verfahrenstechnik, übersteigen oft den Wert des Ernteproduktes um ein Vielfaches. 



  Auch die Unsicherheit der Qualitätsminderung, der entstehende Abfallanteil durch die erforderliche Manipulation, Lagerreste und Verderben infolge Überangebot, bedingt, dass der unmittelbare Ernteerlös gegenüber dem Verkaufserlös grosse Preisdifferenzen nach sich zieht. 



   Durch die AT-PS Nr. 345606 und Nr. 326395 ist ein Verfahren bekanntgeworden, bei dem die Pflanzen vom Saatgut bis zur erntereifen Pflanze gezüchtet und danach sortiert und verpackt werden. Bei diesem Verfahren wird der Abfallanteil als Verlust gebucht. 



   Schliesslich sind Verfahren zur Umwandlung pflanzlicher Stoffe durch chemisch, physikalische Prozesse bekannt, die jedoch nicht mit dem Produktionsprozess von Pflanzen in Verbindung stehen. 



   Erfindungsgemäss soll ein kontinuierliches Verfahren geschaffen werden, welches es ermöglicht, ein Nahrungsmittelendprodukt ausgehend vom Saatgut oder Setzling bzw. Jungpflanze, in einer Fliessband-Anlage bis zur erntereifen Pflanze zu kultivieren, wobei durch Umwandlung der Abfallanteile Nebenprodukte wie Wasser, Kohlensäure, Mineralsalze, Wärme usw. gewonnen und wieder in vorteilhafter Weise dem Produktionsprozess rückgeführt werden. 



   Dies wird dadurch erreicht, dass bei einem Verfahren der eingangs erwähnten Art, erfindungsgemäss nicht unmittelbar verwertbare Pflanzenreste bzw. pflanzliche Abfälle in einer Rückgewinnungsanlage, welche im Nebenschluss an die eigentliche Erzeugungsanlage angeschlossen ist, durch an sich bekannte Verfahren wie Hydrolyse und Fermentation oder durch Verbrennung unter Wieder- 
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Die Herstellung des Nahrungsmittelendproduktes erfolgt in mehreren Verfahrensstufen, wie   z. B.   



   1. Saatgut oder Setzlingslagerung,
2. Anzucht von Jungpflanzen,
3. kontinuierlicher, kontrollierter Wachstumsverlauf der Pflanzen in Raumgitterkulturen, die Gegenstand der AT-PS Nr. 334127 sind. 



   4. Aberntung,
5. Trennung des Erntegutes von eventuell anfallenden Pflanzenresten (Blätter, Stengel,
Wurzeln, wie   z. B.   bei einer Tomaten- bzw. Erdbeerproduktion usw.),
6. Reinigung, falls erforderlich,
7. Konservierung, falls erforderlich,
8. Aufbereitung jenach Lagerung und Weiterverwendung,
9. Verpackung (Gefriertechnik, Konserventechnik), Trocknung, usw. 



   Dies bedeutet, dass die angeführten traditionellen langwierigen, qualitätsvermindernden und hohe Kosten anfordernden Methoden erfindungsgemäss im Rahmen eines Fliessbandverfahrens ermöglicht werden. 



   Weitere Vorteile ergeben sich durch die Möglichkeit einer ganzjährigen gleichmässigen Produktion, hygienischer, gesunder, umweltfreundlicher Verfahren bei geringem Arbeitsaufwand. 



   Da die Ernte in kurzen Abständen,   z. B.   stündlich oder täglich durchgeführt werden kann, sind sämtliche anschliessenden Anlagenteile klein dimensioniert und gewährleisten eine billige, qualitativ hochwertige Produktion. Auch die Einsparung an Arbeitskräften ist beachtlich. 

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   Zumeist wird nicht die Gesamtpflanze für die Nahrungsmittelherstellung benötigt, so dass Pflanzenreste anfallen, welche oft ein Mehrfaches an Gewicht gegenüber dem Ernteprodukt darstellen. Es ist nur möglich, in einem   Umlaufverfahren   anorganische Rohstoffe bzw. Energieträger rückzugewinnen. So kann im Nebenschluss eine Rückführanlage angeschlossen werden, in welcher entweder rein chemisch oder auf fermentativem Weg ein proteinreiches Produkt z. B. Tierfutter, erzeugt wird oder es können, was besonders für Trockengebiete interessant erscheint, aus diesen Abfallprodukten Wasser, Kohlensäure, Mineralsalze und Wärmeenergie rückgewonnen werden. 



   Die erfindungsgemässe, kontinuierliche Pflanzenproduktion ermöglicht es, den Wachstumsverlauf zu optimieren und eine gleichmässige Qualität und Erntemenge zu sichern. Die zur Durchführung des Verfahrens dienenden Anlagen können unmittelbar am Verbrauchsort, so   z. B.   in Industriekonzernen, Supermärkten und Ballungszentren, bei Werksküchen, Spitälern, Militärlagern usw. aufgestellt werden. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Anlage schematisch dargestellt. 



   Es   bezeichnet --1-- eine   Aufbereitungskammer, in welcher Saatgut oder Setzlinge gelagert wird bzw. werden. Hier erfolgt auch das Einbringen des Saatgutes in Tassen bzw. der Setzlinge in ein Substrat od. dgl., das allenfalls in Behältern ist, welche ebenso wie die Tassen auf Träger eines Umlaufsystems aufgehängt werden können. Der Aufbereitungskammer folgt eine Züchtungskammer   - -2--,   welche im vorliegenden Fall in drei voneinander getrennte   Räume-ZA, ZB, ZC-unterteilt   ist, von denen jeder ein endloses Umlaufsystem --3-- aufweist, auf welchem die Pflanzen in lotrechten Schlangen geführt und den optimalen Umweltfaktoren ausgesetzt werden.

   In den zwischen den   Räumen --2A,   2B,   2c-- befindlichen Zwischenkammern --4-- sind   Umsetzeinrichtungen vorgesehen, welche die Tassen, Behälter od. dgl., in denen die Pflanzen gezüchtet werden, nach Beendigung des Teilzüchtungsabschnittes von einem Umlaufsystem auf das andere umsetzen. Die über alle drei   Räume-ZA, ZB, ZC-geführte Kurve-5-deutet   die Entwicklung der Pflanzen an. 



   Am Ende des Umlaufsystems --3-- in der   Kammer --2C--,   etwa in dem mit Pfeil 6 angedeuteten Bereich erfolgt die Ernte. Das Erntegut wird der nachfolgenden   Kammer --7-- zugeführt,   in der eine Sortierung desselben durchgeführt wird. Die für die Verwertung bestimmten Teile des Ernte- 
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 --8-- gebracht,- eines zweiten Kreislaufes zugeführt werden, in welcher auch allfällige Reste aus der Kammer - gesammelt werden. In dieser Kammer erfolgt eine Trennung der Reste, von welchen ein Teil einer   Kammer --10-- zugeführt   wird, in der auf fermentativem Weg ein proteinreiches Produkt,   z. B.   das Tierfutter gewonnen wird, während der Rest in die Kammer --11-- gelangt, wo eine Verbrennung stattfindet.

   Dieser Kammer --11-- kann aus dem   Raum --2c-- Sauerstoff   zugeführt werden, während Wärme tragende Abgase in die   Züchtungskammer-Z-geleitet   werden. Auch allenfalls anfallendes Wasser, Mineralsalze usw. können zur Aufbereitung der Nährlösung herangezogen werden, die zur Versorgung der Pflanzen dient. 



   Nach der Reinigung wird das Ernteprodukt in der nachfolgenden Kammer --12-- konserviert oder sonstwie in einen haltbaren oder gebrauchsfertigen Zustand gebracht, worauf in der weiteren Kammer --13-- die Ware verpackt und anschliessend abtransportiert wird. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren und die zur Durchführung desselben dienende Anlage wird das Saatgut in einem kontinuierlichen Verfahren bis zur fertigen Konserve entwickelt, gezüchtet und bearbeitet, während anfallende Restpflanzen in einem Wiedergewinnungsverfahren für die Züchtung der Pflanzen verwertet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur kontinuierlichen Produktion von Nutzpflanzen bzw. von pflanzlichen Lebensmitteln, bei welchem in geschlossenen Fliessband-Anlagen die Züchtung vom Saatgut oder Setzling bis zu erntereifen Pflanzen kontinuierlich erfolgt, wonach anschliessend in Weiterverarbeitungsanlagen die Ernteprodukte von Pflanzenresten (Abfälle) abgetrennt und nach einer eventuellen Sortierung bzw.
    Reinigung unmittelbar vom Fliessband den Verpackungsanlagen zugeführt werden, <Desc/Clms Page number 3> dadurch gekennzeichnet, dass nicht unmittelbar verwertbare Pflanzenreste bzw. pflanzliche Abfälle in einer Rückgewinnungsanlage, welche im Nebenschluss an die eigentliche Erzeugungsanlage angeschlossen ist, durch an sich bekannte Verfahren wie Hydrolyse und Fermentation oder durch Verbrennung unter Wiedergewinnung von Wasser, Kohlensäure, Mineralsalzen bzw. Wärmeenergie aufgearbeitet werden.
AT0154979A 1979-03-01 1979-03-01 Verfahren zur kontinuierlichen produktion von nutzpflanzen bzw. von pflanzlichen lebensmitteln AT365403B (de)

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