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Vorrichtung zur Materialzufuhr für Kunststoffspritzgusspressen und Strangpressen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Materialzufuhr für Kunststoffspritzgusspressen und Strangpressen, welche eine das Material vom Vorratsbehälter in die Einzugskammer der Presse fördernde, motorisch angetriebene Förderschnecke aufweist.
Vorrichtungen dieser Art finden insbesondere dann Verwendung, wenn Kunststoffe verarbeitet werden sollen deren Rieselfähigkeit ungleichmässig oder zu gering ist und die zur Bildung von Zusammenballungen neigen. Diese Vorrichtungen, die auch durch motorisch angetriebene Rührstäbe, die im Vorratsbehälter für das zu verarbeitende Material angeordnet sind, ergänzt sein können, vermögen das Entstehen von Stockungen im Materialzufluss sicher zu vermeiden. Bedingt durch die kräftige Materialförderung kann dabei auch eine Beeinflussung der in der Kunststoffpresse vorherrschenden Bedingungen eintreten, was natürlich nicht erwünscht ist. Um eine solche Beeinflussung gering zu halten, ist eine entsprechende Koordinierung der Drehzahl der Förderschnecke mit den Betriebsbedingungen der Kunststoffpresse vorzunehmen, was häufig auf Schwierigkeiten stösst.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung vermeidet die Nachteile der bekannten Vorrichtungen und ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines selbststeuerenden Druckaufbaues bei der Materialzufuhr die Schneckenfläche der Förderschnecke axial federnd verschiebbar ausgebildet ist und dass vorzugsweise ein im Steuerkreis des Motorantriebes vorgesehener Schalter durch die axiale Verschiebung betätigbar ist.
Während der Drehung der Förderschnecke findet in dem, in die Einzugskammer der Kunststoffpresse geförderten Material ein Druckaufbau statt, wobei der Druck, falls die Förderung grösser als der Materialeinzug der Kunststoffpresse ist, rasch grosse Werte annehmen kann. Einem Schwanken dieses Druckes, wie es durch ungleichmässigen Materialzufluss zur Förderschnecke eintreten könnte, wirkt die axial federnde Anordnung der Schneckenfläche der Förderschnecke entgegen. Durch das Vorsehen eines in den Steuerkreis des Motorantriebes eingefügten Schalters, der durch die axiale Verschiebung betätigbar ist, wird die Materialzufuhr selbsttätig der Einzugsmenge der Presse angeglichen und der bei der Einzugskammer entstehende Druck auch über längere Zeiträume und bei verschiedenen, auch wechselnden Materialeigenschaften konstant gehalten.
Um eine federnde Axialverschiebbarkeit der Schneckenfläche zu erzielen, ist vorzugsweise die Schneckenwelle entgegen einer in Förderrichtung drückenden Feder axial verschiebbar gelagert. Dabei kann die Schnecke selbst starr ausgebildet sein, d. h. dass die Schneckenfläche auf ihrer ganzen Länge mit der Kernwelle
Eine andere Ausbildung des Erfindungsgegenstandes sieht vor, dass die Schneckengänge nur über einen Teil ihrer Längserstreckung mit der Schneckenwelle verbunden sind, wobei die freitragenden Schneckengänge in sich federnd ausgebildet sind.
Bei dieser Ausbildung, die sowohl bei axial gefederter verschiebbarer als auch bei unverschiebbarer Kernwelle vorgesehen werden kann, vermag sich die Schneckenfläche bzw. die Schneckengänge, bei entsprechendem Druckaufbau in der Einzugszone der Kunststoffpresse, axial zusammenzudrücken, wodurch auch die Fördermenge der Förderschnecke sinkt und so bereits ohne zusätzliche Schaltmassnahmen im Antrieb ein gewisser Ausgleich erzielbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung eine erste Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, Fig. 2 eine
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Federungs- und Schaltvorrichtung für eine erfindungsgemässe Vorrichtung und Fig. 3 eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist eine in einem Vorratstrichter --1-- angeordnete
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--2-- auf,Trichter--l--in den Einzugsbereich --6-- der Kunststoffpresse --7--, von wo es durch die Schnecke --8-- in die Presszone der Presse --7-- eingezogen wird. Die Schnecke --2-- ist in Lagern--9--drehbar und axial verschiebbar gelagert, wobei eine Feder--10--die Schnecke nach unten drückt. Ein an der Schneckenwelle--3--vorgesehener Bund--11--dient zur Betätigung einer Gabel-12--, die ihrerseits den Schalter-13--, der in die Steuerung des Motorantriebes der Schnecke eingefügt ist, betätigt.
Steigt beim Betrieb der Vorrichtung der Druck im Einzugsbereich--6--
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Druck nicht entsprechend gross ist, um das Abschalten auszulösen, tritt eine Verminderung der Förderung dadurch ein, dass die Schnecke zum Teil aus dem engen Bereich des Trichters nach oben ausweicht.
Die Vorrichtung gemäss Fig. 2 dient dazu, eine einer Welle-14-erteilte Drehbewegung-5-
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Die Welle --14-- ist dabei in die Bohrung-15-einer Hülse --16-- eingefügt, welche Bohrung eine Nut --17-- aufweist. Die Welle --14-- weist eine mit der Nut --17-- korrespondierende Nut --18-- auf und ein in den Nuten vorhandener Einlegekeil-19-überträgt das Drehmoment. Die Welle-3-ist in die Hülse --16-- eingeschraubt. Ein Bund-20-stützt die Welle --14-- gegen ein ortsfestes Lager--21--und ergibt gleichzeitig eine Auflage für eine Torsionsfeder--22--, die an einem Bund-23-der Hülse-16-angreift und diese nach unten drückt.
Am Aussenmantel des Bundes --23--liegt eine Wippe --24-- an, die zur Betätigung des Schalters --13-- vorgesehen ist.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes weist eine Schnecke auf,
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Druck im Einzugsbereich --6-- der Presse --7-- an, verschiebt sich der freitragende Teil der Schneckenfläche nach oben und die geförderte Materialmenge sinkt ab.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Materialzufuhr für Kunststoffspritzgusspressen und Strangpressen, welche eine das Material vom Vorratsbehälter in die Einzugskammer der Presse fördernde, motorisch angetriebene
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Druckaufbaues bei der Materialzufuhr die Schneckenfläche der Förderschnecke axial federnd verschiebbar ausgebildet ist und dass vorzugsweise ein im Steuerkreis des Motorantriebes vorgesehener Schalter durch die axiale Verschiebung betätigbar ist.
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