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Vorrichtung zum Spannen von Schnüren aus Baumwolle, Garn, diinnem Draht od. dgl. über oder um Gebüsche, Beete und Bäume.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Spannen von Schnüren a. us Baumwolle, Garn, dünnem Draht od. dgl. über besäten oder bepflanzten Boden und über oder um Gebüsche und Bäume, wie solche als Abschreckungsmittel für Vögel u. dgl. an sich bekannt sind. So wurde z.
B. bereits vorgeschlagen, Garnfäden od. dgl. im Zickzack zwischen Rahmen auszuspannen, deren jeder aus einem Querstück mit zwei Beinen besteht, die in den Boden gesteekt werden. tblieherweise sind diese Querteile nur mit Führungen für die Garnfäden versehen. die die Form von Vorsprüngen oder Kerben besitzen und die wohl das Befestigen der Schnüre oder Durehfädeln ermöglichen, jedoch die
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Löchern oder Ösen versehen, durch welche die Schnüre durchgefädelt werden müssen. Es wurde auch schon ein Rahmen aus gebogenem Draht vorgeschlagen, der zum Tragen einer Anzahl getrennter
Schnüre bestimmt war.
Bei diesem Rahmen wurden die Führungsosen durch Biegen des Drahtes in Achterform hergestellt, so dass die einzelnen Schnüre ohne Durchfädeln eingelegt werden konnten.
Bei dieser älteren Einrichtung, bei der jede Führung durch Biegen in derselben Richtung hergestellt wurde, mussten die. Führungen unterhalb des Querteiles oder an der Innenseite des Rahmens angebracht sein, da sie in umgekehrter Lage schlaffe Zickzaekschnure nicht festhalten könnten. Dementsprechend musste beim Aufstellen der Vorrichtung so vorgegangen werden, dass zuerst die Rahmen aufgestellt und sodann die Schnüre einzeln in die Ösen eingelegt und gespannt wurden, was ebenso umständlich als zeitraubend war. Es sind auch schon Einrichtungen zur Herstellung von als Hagelschutz dienenden Drahtnetzen bekannt, bei welchen die Drähte von auf Wegen gelagerten Drahtspulen abgezogen und mittels eines auf Tragdrähten quer beweglichen Schlittens hin und her bewegt werden.
Auch diese Einrichtungen sind derart kostspielig und unhandlich, dass ihre praktische Verwendbarkeit in Frage gestellt erscheint.
Die Erfindung besteht in einer besonderen baulichen Ausgestaltung einer solchen Vorrichtung, wie dies nachstehend beschrieben und in den Patentansprüchen gekennzeichnet ist.
In der Zeichnung stellt die Fig. 1 und 2 zwei verschiedene Ausfi'hrungsformen der Vorrichtung dar und Fig. H zeigt eine Einzelheit der Fig. 1 bzw. 2.
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Drahtbügeln 1, 2, deren Schenkel Beine 1"4 bilden, die in den Boden gesteckt werden können und die durch einen bogenförmigen Steg bzw. Querteil 5, der mit einer Mehrzahl von Führungen 6 versehen ist, verbunden sind. Die Bügel 1, 2 weisen auch zwei Träger. 9 für mit Baumwolle, Garn, feinem Draht od. dgl. bewickelte Spulen 7 auf.
Beim Aufstellen der Vorrichtung wird z. B. der Bügel am Ende einer Pflanzenreihe im Boden befestigt, der Baumwollfaden od. dgl. von einer Spule, z. B. 7, in zickzackförmigrr Linie zwischen den Führungen 6 beider Bügel 1, 2 hin und her geführt und das Ende sodann an der zweiten Spule 7 befestigt.
Die Bedienungsperson trägt nun den zweiten Bügel 2 vom Bügel 1 weg an das andere Ende der Reihe, wobei der Baumwollfaden od. dgl. von beiden Spulen abgespult wird (in mehr oder weniger gleichen Stücken, da der Widerstand, der von jeder zu überwinden ist, mehr oder weniger gleich sein wird) und befestigt auch den Bügel 2 im Boden. Es ist zu beachten, dass eine Mehrzahl von Baumwoll- schnüren bei einer einzigen Manipulation von nur zwei Spulen ausgespannt wird.
In Fig. 1 entspricht die Gesamtzahl der Schnüre einer geraden Zahl und es befinden sich dementsprechend die beiden Spulen 7 am selben Bügel j !. In Fig. 2 ist eine ungerade Zahl von Fäden vor-
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gesehen und dementsprechend an jedem Bügel eine Spule ? befestigt, für welchen Fall, wie später genauer ausgeführt, die beiden Rahmen gleich sein können.
Es ist auch möglich, nur eine Spule anzuwenden, in welchem Falle die Schnur von einer Spule, z. B. 7, nachdem sie um die Führungen 6 herumgeführt worden ist, je nachdem an dem Bügel 1 oder 2 befestigt wird. Wenn dann der eine Bügel von dem andern wegbewegt wird, sind sämtliche Schnüre von einer Spule 7 zu liefern. Wenn die Bügel 1, 2 gemäss Fig. 1 mit einer geraden Zahl von Schnüren versehen sind. muss lediglich ein einziges Tragorgan 9 vorgesehen werden, welches beide Spulen 7 trägt, die übereinander angeordnet werden.
Die Zahl der Schnüre, welche von je einer Spule 7 gespeist werden kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter von der Festigkeit der Baumwolle od. dgl. und von der Reibung in den Fishrungen 6. Natürlich ermöglichen zwei Spulen 7 gemäss Fi ?. l und 2 das gleichzeitige Spannen von mehr Schnüren als nur eine Spule, wie im vorstehenden beschrieben. Wenn es erwünscht ist, noch mehr Schnüre gleichzeitig zu spannen, kann eine grössere Zahl von Führungen vorgesehen werden und Spulen in geeigneten Zwischenräumen, wobei beide zusammenwirken wie bei Fig. 1 oder 2, mit andern Worten, es werden mehrere Garnituren von Schnüren parallel gespannt.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf Ausführungsformen der Vorrichtung wie in Fig. 1 und 2 dargestellt, obwohl diese praktische Formen darstellen, welche leicht aus gebogenem Draht herstellbar sind. Um die Schnüre parallel zu halten, wie dies im allgemeinen erwünscht ist, sind die Führungen 6 in gleichen Abständen angeordnet wie die Zwischenräume zwischen ihnen.
Eine besonders praktische Form wird erhalten durch Biegen des die Bügel 1, 2 bildenden Drahtes zu Paaren von offenen Ösen 6 cl und 6b, sogenannten Schweinesc1nvänzchen entgegengesetzten Windungsverlaufes, von denen sich eine an jedem Ende der Führung befindet, so dass die Schnüre eingezogen werden können, ohne dass sie durchgefädelt werden müssen (Fig. 3) und wenn einmal eingeführt, nicht herausgleiten können, wenn sie locker werden.
Wie in Fig. 1 gezeigt, können die Bügel einen gebogenen Querteil 5 besitzen ; diese Form ist geeignet für den Gebrauch bei Pflanzenreihen wie Erdbeeren. Fig. 2 zeigt einen Rahmen mit einem geraden Querteil' ? ; diese Form wird vorteilhaft dort angewendet, wo mehrere Rahmen Seite an Seite angeordnet werden müssen, um ein breites Beet zu schützen. Es können weitere Ösen oder Führungen 11 an den Bügelschenkeln vorgesehen werden, um die Beete auch seitlich abzuschliessen.
Die Schnüre können leicht in geringere Zwischenräume gebracht werden als der Zwischenraum der Führungen 6 in den Fig. 1 und 2 beträgt, indem man die Rahmen zu der Richtung der Baumwollsehnüre od. dgl. im Winkel aufstellt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann zum Spannen von Schnüren sowohl um oder über Gebüsche und Bäume als auch über relativ ebene Grundstücke verwendet werden. Wo die Rahmen vertikal bewegt werden müssen, ist es vorteilhaft, horizontale Spindeln für die Spulen vorzusehen, im
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Im Falle, dass grosse Spannweiten vorhanden sind, ist es vorteilhaft, Zwischenträger einzuschalten, um das Durchhängen und Schwanken der Schnüre zu verhindern. Diese Zwischenträger können aus in den Boden gesteckten Drahtbügeln bestehen, die durch einen gewellten oder gedrehten
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1.
Vorrichtung zum Spannen von Schnüren aus Baumwolle, Garn, feinem Draht od. dgl. über oder um Gebüsche, Beete und Bäume, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe aus zwei jochartig in den Boden zu steckende Drahtbügeln (1, 2) besteht, deren einer oder beide mit Spulenträgern od. dgl. versehen sind und Führungen aus seitlich offenen, aus dem Bügeldraht gebogenen Schraubenösen (6 a, 6b, Schweinesehwänzehen) aufweisen, in welche die Schnüre ohne Einfädeln einlegbar sind, wobei das Ausspannen der Schnüre durch Wegbewegen eines Bügels von dem andern erfolgt, in dem die Schnur unter Vermittlung der Führungsösen (6) von den auf den Trägern (9) befindlichen Spulen (7) abläuft.
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Device for tensioning cords made of cotton, yarn, thin wire or the like over or around bushes, beds and trees.
The invention relates to a device for tensioning cords a. Us cotton, yarn, thin wire or the like. Over seeded or planted ground and over or around bushes and trees, such as those used as deterrents for birds and the like. Like. Are known per se. So was z.
B. already proposed to stretch yarn threads or the like in a zigzag between frames, each of which consists of a cross piece with two legs that are stuck into the ground. Usually these transverse parts are only provided with guides for the yarn threads. which have the shape of projections or notches and which allow the attachment of the cords or thread threads, but the
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Provide holes or eyes through which the cords must be threaded. A bent wire frame has also been proposed to support a number of separate
Cords was intended.
In this frame, the guide sockets were made by bending the wire in a figure-of-eight shape so that the individual cords could be inserted without being threaded through.
In this older facility, where each guide was made by bending in the same direction, the. Guides must be attached underneath the transverse part or on the inside of the frame, as they could not hold slack zigzag cords in the reverse position. Accordingly, when setting up the device, it was necessary to proceed in such a way that first the frames were set up and then the cords were individually placed in the eyelets and tensioned, which was just as cumbersome as it was time-consuming. Devices for the production of wire nets serving as hail protection are also known, in which the wires are drawn off from wire spools stored on paths and moved back and forth by means of a slide which is transversely movable on supporting wires.
These devices are also so expensive and unwieldy that their practical usability appears to be questionable.
The invention consists in a special structural embodiment of such a device, as described below and characterized in the patent claims.
In the drawing, FIGS. 1 and 2 represent two different embodiments of the device and FIG. H shows a detail of FIGS. 1 and 2, respectively.
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Wire brackets 1, 2, the legs of which form legs 1 ″ 4, which can be inserted into the ground and which are connected by an arched web or transverse part 5, which is provided with a plurality of guides 6. The brackets 1, 2 have also two carriers 9 for bobbins 7 wound with cotton, yarn, fine wire or the like.
When setting up the device z. B. the bracket attached at the end of a row of plants in the ground, the cotton thread od. Like. From a spool, z. B. 7, guided back and forth in a zigzag-shaped line between the guides 6 of both brackets 1, 2 and the end then attached to the second coil 7.
The operator now carries the second bracket 2 away from the bracket 1 to the other end of the row, with the cotton thread or the like being unwound from both bobbins (in more or less equal pieces, since the resistance that must be overcome by each will be more or less the same) and also fasten the bracket 2 in the floor. It should be noted that a large number of cotton cords are stretched out by only two spools with a single manipulation.
In Fig. 1 the total number of cords corresponds to an even number and there are accordingly the two coils 7 on the same bracket j! In Fig. 2 an odd number of threads is shown
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seen and accordingly a coil on each bracket? attached, in which case, as detailed later, the two frames can be the same.
It is also possible to use only one reel, in which case the line from one reel, e.g. B. 7, after it has been guided around the guides 6, is attached to the bracket 1 or 2, depending on. When one bracket is then moved away from the other, all of the cords are to be supplied from a spool 7. If the brackets 1, 2 according to FIG. 1 are provided with an even number of cords. only a single support member 9 has to be provided, which carries both coils 7, which are arranged one above the other.
The number of cords that can be fed by a reel 7 each depends on various factors, including the strength of the cotton or the like and the friction in the guides 6. Of course, two reels 7 according to FIG. 1 and 2 the simultaneous tensioning of more lines than just one spool, as described above. If it is desired to stretch even more cords at the same time, a larger number of guides and spools in suitable spaces can be provided, both working together as in Fig. 1 or 2, in other words, several sets of cords are tensioned in parallel.
The invention is not limited to embodiments of the device as shown in Figures 1 and 2, although these represent practical forms which can easily be made from bent wire. In order to keep the cords parallel, as is generally desired, the guides 6 are spaced equally as the spaces between them.
A particularly practical shape is obtained by bending the wire forming the brackets 1, 2 to form pairs of open eyelets 6cl and 6b, so-called pig-necks, with opposite turns, one of which is at each end of the guide so that the cords can be drawn in, without having to be threaded through (Fig. 3) and once inserted, they cannot slide out if they become loose.
As shown in Fig. 1, the bracket can have a curved transverse part 5; this shape is suitable for use with rows of plants such as strawberries. Fig. 2 shows a frame with a straight transverse part '? ; this form is used advantageously where several frames have to be arranged side by side to protect a wide bed. Further eyelets or guides 11 can be provided on the bracket legs in order to close off the beds at the sides.
The cords can easily be brought into smaller spaces than the space between the guides 6 in FIGS. 1 and 2 by setting up the frame at an angle to the direction of the cotton cord.
The device according to the invention can be used for tensioning cords both around or over bushes and trees as well as over relatively flat properties. Where the frames have to be moved vertically, it is advantageous to provide horizontal spindles for the coils, in the
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In the event that there are large spans, it is advantageous to use intermediate supports to prevent the cords from sagging and swaying. These intermediate carriers can consist of wire brackets inserted into the floor, which are supported by a corrugated or twisted
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PATENT CLAIMS:
1.
Device for tensioning cords made of cotton, yarn, fine wire or the like over or around bushes, beds and trees, characterized in that the same consists of two yoke-like wire brackets (1, 2) to be stuck into the ground, one or both of which are provided with bobbins or the like and have guides from laterally open screw eyes (6a, 6b, pig's tail), in which the cords can be inserted without being threaded, the cords being unclamped by moving one bracket away from the other takes place in which the cord runs off the spools (7) located on the carriers (9) through the intermediary of the guide eyes (6).