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Einrichtung für Frage-und Antwortspiele.
Bei Gesellschaftsspielen ist es an sich nicht neu, einen Film als Behelf mitzuverwenden.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung für besondere Frage-und Antwortspiele, die darin besteht, dass ein Tonfilm als Behelf mitverwendet wird, indem von einer oder mehreren Personen gestellte Fragen durch Vorführung eines Tonfilms beantwortet werden, der aus einer Anzahl vorrätig gehaltener voneinander unabhängiger Tonfilmrollen zusammengestellt ist, auf welchen die Antworten auf die gestellten Fragen oder Elemente der Antworten aufgenommen sind.
Die Einrichtung und die Durchführung einer solchen Vorführung können etwa auf folgende Weise vorgenommen werden : Der Vorführende ersucht einen versammelten Kreis von Personen, ihm irgendwelche Fragen zu stellen oder ihm Fragen auf einem Zettel oder auf der Rückseite eines Kuverts schriftlich bekanntzugeben, die Beantwortung dieser Fragen werde nach einer besonderen Methode auf eine bisher unbekannte und überraschende Weise durch ein Filmwesen"erteilt werden, d. It. es werde ein Tonfilm vorgeführt werden, in welchem ein. Magier " die gestellten Fragen genau beantworten werde. Die Fragestellung kann darin bestehen, dass aus dem Publikum Ziffern oder Ziffernreihen, wie Telephonnummern.
Aktenzahlen usw., genannt werden. die nun im Film gedeutet ; werden sollen, es können ferner auch Geburtsdaten oder ähnliche Daten genannt werden, wozu der Vorführende bemerkt, dass der gefilmte Hellseher ein. Horoskop" der betreffenden Person stellen werde. Auch über historische Daten oder aktuelle Ereignisse könne der Filmmagier"Aufschluss geben usw.
Die Antworten oder Elemente der Antworten sind auf mehr oder weniger kurzen Tonfilmstreifen aufgenommen, in welchen immer ein und derselbe Sprecher zu den einzelnen Fragen Stellung nimmt. Man kann beispielsweise zehn oder mehr derartiger Filmrollen vorrätig halten, in denen der Magier, z. B. in einer scherzhaften Weise, über die Bedeutung von Ziffern od. dgl. spricht. Nennt beispielsweise jemand aus dem Publikum die Zahl 347, so werden die Filmstreifen, in denen über die Ziffern drei, vier und sieben gesprochen wird, auf an sich bekannte Weise lösbar aneinandergekoppelt.
Ein anderer Zuhörer gibt z. B. ein Geburtsdatum bekannt. Der Operateur sucht dann bei der Zusammenstellung des Films jene Rollen aus, welche die Elemente eines zu stellenden Horoskops"enthalten ; diese Rollen werden sodann an die bereits zusammengestellten Filmstreifen gekoppelt usw. Der so zusammengestellte Film wird nun dem Publikum vorgeführt. Man hat mit z. B. 300 solcher Filmrollen einen Vorrat zur Verfügung, mit welchem durch verschiedene Auswahl und verschiedene Zusammenstellung der Filmstreifen die verschiedensten Antworten erteilt und miteinander kombiniert werden können. Horoskope" können durch den Film z.
B. auf die Weise gestellt werden, dass eine Reihe von Filmrollen vorrätig gehalten werden, welche, etwa in scherzhafter Form, über die astrologische Bedeutung der einzelnen Monate Aufschluss geben, der gefilmte Magier kann ferner beispielsweise darül) er plaudern, welchen Charakter oder welches Schicksal März-Menschen"od. dgl. oder im Zeichen eines bestimmten Sternbilds, z. B. des Widders", Geborene haben.
Bei Vorführungen ähnlicher Art werden bekanntlich bestimmte historische oder aktuelle Ereignisse vom Publikum immer wieder genannt, und man kann daher, wenn man eine
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entsprechende Anzahl einschlägige Filmrollen vorrätig hält, auch den Wünschen des Publikums nach dieser Richtung hin Rechnung tragen.
Die Zusammenstellung der Filmstreifen kann nach einem bestimmten System erfolgen. durch das beispielsweise erreicht werden kann, dass der Film ein Horoskop stellt, das so ausfällt, als wenn die betreffende Person sich ihr Horoskop von einem Astrologen hätte stellen
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zusammenstellen, in welcher verschiedenen Daten oder Zahlen Begriffe zugeordnet werden. und es kann nun gleichzeitig vermerkt werden, auf welchen Filmrollen die entsprechenden Antworten oder Elemente dieser Antworten zu finden sind. Die Filmrollen selbst sind nach einem bestimmten System gleichfalls in einer Kartothek geordnet. Auf diese Weise ist es möglich, auf Grund von Kartotheken, Handbüchern oder eines andern vorrätig gehaltenen Materials eine entsprechende Zusammenstellung von Filmstreifen zu finden.
Nach der Vorführung wird der Film wieder in die einzelnen Teilrollen auseinandergenommen und in der Kartothek geordnet.
Eine Vorführung dieser Art wirkt auf die uneingeweihten Zuhörer oder Beteiligten ausserordentlich überraschend. Befindet sich z. B. unter den Hörern eine Person, die sich von einem Astrologen ein Horoskop hat stellen lassen, so wird sich diese kaum erklären können, wie es gemacht wird, dass der Film ihr ein Horoskop stellt, das in vielen wesentlichen Einzelheiten mit der Deutung übereinstimmt, die ihr früher ein Astrolog gegeben hat. Der Zuhörer, der die Zahl 347 genannt hat, muss oder wird natürlich an die Bedeutung der Ziffern, die ihm der gefilmte Hellseher bekanntgibt, nicht glauben, er wird aber jedenfalls überrascht sein, dass der Film überhaupt eine Antwort gerade auf die von ihm genannte Zahl erteilt.
Das Publikum wird sich im allgemeinen nicht erklären können, wie dieser Film, der kurze Zeit nachdem das Publikum seine Fragen gestellt hat, vorgeführt wird, zustande kommt. Es wird vielfach den Eindruck haben, dass die einzelnen Aufnahmen in dem Zeitintervall zwischen Fragenstellung und Vorführung nach irgendeinem unbekannten Schnellverfahren, etwa nach Art der Schnellphotographie, hergestellt worden sind. Der überraschende Effekt kann noch dadurch erhöht werden, dass auf dem Bild der Vorführende selbst als"Magier"erscheint.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung für Frage-und Antwortspiele, dadurch gekennzeichnet, dass von einer oder mehreren Personen gestellte Fragen durch Vorführung eines Tonfilms beantwortet werden, der aus einer Anzahl vorrätig gehaltener, voneinander unabhängiger Filmrollen zusammen- gestellt ist, auf welchen die Antworten oder Elemente derselben aufgenommen sind.