WO1999034674A1 - Verfahren und vorrichtung zur bekämpfung von milben - Google Patents

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WO1999034674A1
WO1999034674A1 PCT/EP1998/008493 EP9808493W WO9934674A1 WO 1999034674 A1 WO1999034674 A1 WO 1999034674A1 EP 9808493 W EP9808493 W EP 9808493W WO 9934674 A1 WO9934674 A1 WO 9934674A1
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Erich Schaller
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; CARE OF BIRDS, FISHES, INSECTS; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K51/00Appliances for treating beehives or parts thereof, e.g. for cleaning or disinfecting
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01MCATCHING, TRAPPING OR SCARING OF ANIMALS; APPARATUS FOR THE DESTRUCTION OF NOXIOUS ANIMALS OR NOXIOUS PLANTS
    • A01M19/00Apparatus for the destruction of noxious animals, other than insects, by hot water, steam, hot air, or electricity

Abstract

Beschrieben wird ein Verfahren zur Bekämpfung von Milben, bei dem diese Schallwellen mit einer Frequenz von 4000 bis 20000 Hertz ausgesetzt werden. Eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Vorrichtung umfaßt einen Tongenerator, der Frequenzen im angegebenen Bereich erzeugt, und eine Schallabstrahlvorrichtung.

Description

Verfahren und Vorrichtung zur Bekämpfung von Milben

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bekämpfung von Milben. Insbesondere betrifft sie die Verwendung von Schallwellen in einem bestimmten Frequenzbereich zur Bekämpfung von Milben.

Milben (Ordnung Acaή) gehören zu den Spinnentieren (Arachnida) aus dem Stamm der Gliederfüßer (Arthropoda) . Die Ordnung gliedert sich in ca. 200 Familien mit insgesamt ca. 40000 Arten. Zu den Milben zählen zahlreiche Arten, die als Schädlinge auch wirtschaftliche Bedeutung haben. Bisherige Bekämpfungsmethoden setzen vor allem chemische Mittel ein, die insbesondere im Lebensmittelbereich zu unerwünschten Rückständen führen können.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Bereitstellung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Bekämpfung von Milben, mit dem bzw. der die Verwendung irgendwelcher unter Umwelt- und Gesundheitsgesichtspunkten bedenklicher Mittel vermieden werden kann und das bzw. die zu keinerlei Rückständen führt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch das Verfahren und die Vorrichtung, wie sie in den Ansprüchen definiert sind.

Im Zuge von auf die Bereitstellung eines alternativen Bekämpfungsverfahrens für Milben gerichteten Untersuchungen ergab sich, daß über die Fähigkeit der Milben, Schallwellen wahrzunehmen und auf sie physiologisch zu reagieren, nichts bekannt ist. Im Laufe dieser Untersuchungen wurde festgestellt, daß Milben sehr wohl Schall wahrnehmen können. Je nach Art liegen die betreffenden Frequenzen zwischen 4000 und 20000 Hertz, reichen also bis an den Ultraschallbereich heran. Dauereinwirkung mit Hilfe einer genügend leistungsstarken Schallquelle im genannten Frequenzbereich führt dabei letztlich zum Tod der Tiere, was eine neue Bekämpfungsmöglichkeit ohne den Einsatz von schädlichen Mitteln, insbesondere Chemikalien, eröffnet.

Diese neue Bekämpfungsmöglichkeit wird im folgenden am Beispiel der Bekämpfung der Varroa-Milben (Varroa jacobsoni, Familie Varroidae, Unterordnung Gamasida) näher erläutert.

Die Varroa-Milben leben als Ectoparasiten auf Bienen und Bienenlarven und stellen bedeutende und inzwischen weltweit verbreitete Schädlinge in der Bienenzucht dar. Eine zur Bekämpfung dieser Schädlinge geeignete Vorrichtung umfaßt z.B. einen Tongenerator, der Frequenzen im Bereich von 12000 bis 17000 Hertz mit konstanter oder variabler Tonhöhe und/oder konstanter oder variabler Schalleistung erzeugt, und eine Schallabstrahleinrichtung, z.B. einen piezoelektrischen Lautsprecher.

Diese Vorrichtung wird entweder in einem Bienenstock oder in dessen unmittelbarer Nähe bereitgestellt. Die Schalleistung am Wirkungsort, d.h. nach Möglichkeit im gesamten Bienenstock, soll dabei vorzugsweise im Bereich von 10~7 und 10-4 W/m2 liegen. Die Varroa-Milben reagieren auf Schallwellen der genannten Intensität zwar im (breiteren) Bereich zwischen 7000 und 17000 Hertz, jedoch können Bienen Schallwellen im Bereich von unterhalb 12000 Hertz ebenfalls wahrnehmen und reagieren darauf mit gesteigerter Unruhe. Im Bereich zwischen 12000 und 15000 Hertz konnten jedoch auch bei Beschallung über zwei Monate hinweg keine schädlichen Auswirkungen auf die Bienen festgestellt werden. Zu Beginn der Beschallung stellen Varroa-Milben ihre normalen Bewegungen ein und beginnen unkontrolliert zu zittern. Junge Milben, wie sie sich an Bienenlarven finden, sterben bei einer Schallleistung von mehr als 10~6 W/m2 innerhalb einer Stunde nahezu vollständig. Ältere Milben, wie sie an adulten Bienen anzutreffen sind, besitzen größere Widerstandskraft und sterben erst nach mehrstündiger bis mehrtägiger Beschallung.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zur Bekämpfung von Milben, dadurch gekennzeichnet, daß man diese Schallwellen mit einer Frequenz im Bereich von 4000 bis 20000 Hertz aussetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz im Bereich von 8000 bis 18000 Hertz, insbesondere von 10000 bis 17000 Hertz, liegt.
3. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalleistung am Wirkungsort 10-8 bis 10~3, vorzugsweise 10"7 bis 10-4 und insbesondere mindestens 10""6 W/m2 beträgt.
4. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschallung für 30 Minuten bis 240 Stunden, insbesondere 1 bis 96 Stunden durchgeführt wird.
5. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschallung mit variierender Frequenz und/oder variierender Leistung erfolgt.
6. Verfahren nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei den Milben um Varroa-Milben handelt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz im Bereich von 12000 bis 17000 Hertz liegt.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Tongenerator, der Frequenzen im Bereich von 4000 bis 20000 Hertz erzeugt, und eine Schallabstrahleinrichtung umfaßt .
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallabstrahleinrichtung einen piezoelektrischen Lautsprecher umfaßt.
PCT/EP1998/008493 1998-01-07 1998-12-29 Verfahren und vorrichtung zur bekämpfung von milben WO1999034674A1 (de)

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