EP4793431A1 - Verdichtungsvorrichtung mit kühlsystem - Google Patents

Verdichtungsvorrichtung mit kühlsystem

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Publication number
EP4793431A1
EP4793431A1 EP25157296.2A EP25157296A EP4793431A1 EP 4793431 A1 EP4793431 A1 EP 4793431A1 EP 25157296 A EP25157296 A EP 25157296A EP 4793431 A1 EP4793431 A1 EP 4793431A1
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EP
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motor
housing
drive
belt
cooling
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Pending
Application number
EP25157296.2A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Uwe Behringer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hilti AG
Original Assignee
Hilti AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Hilti AG filed Critical Hilti AG
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Publication of EP4793431A1 publication Critical patent/EP4793431A1/de
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    • E—FIXED CONSTRUCTIONS
    • E01—CONSTRUCTION OF ROADS, RAILWAYS, OR BRIDGES
    • E01C—CONSTRUCTION OF, OR SURFACES FOR, ROADS, SPORTS GROUNDS, OR THE LIKE; MACHINES OR AUXILIARY TOOLS FOR CONSTRUCTION OR REPAIR
    • E01C19/00—Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving
    • E01C19/22—Machines, tools or auxiliary devices for preparing or distributing paving materials, for working the placed materials, or for forming, consolidating, or finishing the paving for consolidating or finishing laid-down unset materials
    • E01C19/30—Tamping or vibrating apparatus other than rollers ; Devices for ramming individual paving elements
    • E01C19/34—Power-driven rammers or tampers, e.g. air-hammer impacted shoes for ramming stone-sett paving; Hand-actuated ramming or tamping machines, e.g. tampers with manually hoisted dropping weight
    • E01C19/38—Power-driven rammers or tampers, e.g. air-hammer impacted shoes for ramming stone-sett paving; Hand-actuated ramming or tamping machines, e.g. tampers with manually hoisted dropping weight with means specifically for generating vibrations, e.g. vibrating plate compactors, immersion vibrators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Road Paving Machines (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdichtungsvorrichtung (100) mit einer Antriebsvorrichtung (101) zum Bewegen einer Grundplatte (108) und einem Kühlsystem, wobei das Kühlsystem eine Belüftungsvorrichtung aufweist, welche dazu ausgebildet ist, die Antriebsvorrichtung (101) mit Kühlluft zu beaufschlagen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verdichtungsvorrichtung, insbesondere aber nicht ausschließlich eine Rüttelplatte, mit einem Kühlsystem. Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen von Verdichtungsvorrichtung.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Bei Bodenarbeiten, die Aufschüttungen oder andere Erdbewegungen umfassen, besteht die Gefahr, dass sich die bearbeiteten Bodenabschnitte im Laufe der Zeit absenken. Dies kann zu Schäden an den darauf verlegten Bodenbelägen führen. Beispiele für solche Beläge sind Asphaltstraßen oder gepflasterte Bürgersteige und Terrassen.
  • Um das Setzen der Bodenabschnitte zu minimieren und damit Schäden an den Belägen zu vermeiden, wird das Erdreich bzw. Asphalt verdichtet. Dafür kommen Verdichtungsvorrichtungen wie Rüttelplatten zum Einsatz, auch bekannt als Vibrationsplatten. Diese Geräte bestehen aus einer Grundplatte, die durch eine Antriebseinheit mit einer Exzenterwelle in Bewegung versetzt wird. Diese Bewegung der Grundplatte führt schließlich zu einer Verdichtung des Bodens. Der Boden kann sowohl vor als auch nach dem Verlegen des Bodenbelags verdichtet werden. Im Falle von Asphaltverdichtung wird final der Bodenbelag selbst verdichtet.
  • Die Exzenterwelle ist in der Regel mit Wälzlagern gelagert, die sich in einem Exzentergehäuse befinden. Durch die auftretende Zentrifugalkraft der drehenden Exzenterwelle, müssen die Wälzlager sehr hohe Radialkräfte aufnehmen. Diese radiale Belastung führt zu einer starken Erwärmung der Wälzlager.
  • Die Exzenterwelle wird häufig über einen Riementrieb durch einen Motor angetrieben. Der Riementrieb besteht typischerweise aus mindestens zwei Umlenkrollen und einem Antriebsriemen. Ein Riementrieb ist eine weitere Wärmequelle. Insbesondere die häufig verwendeten Keilriemen weisen eine hohe Reibung beim Ein- und Austritt der Umlenkrollen auf. Die auftretenden Temperaturen erfordern eine entsprechend große Dimensionierung von Riementrieb und Wälzlagern und wirken sich nachteilig auf die Lebensdauer des Antriebsriemens aus. Dies stellt ein Zielkonflikt mit der Wirtschaftlichkeit der Komponenten und einem kompakten Bauraum dar. Für Letzteres sind möglichst kleine Komponenten und günstigere, weniger temperaturbeständige Materialien wünschenswert.
  • Auf Grundlage der oben genannten Problemstellung ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verdichtungsvorrichtung anzugeben, welche dazu ausgebildet ist, die im System auftretenden Temperaturen besser zu regulieren.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen zu dem Gegenstand der unabhängigen Ansprüche finden sich in den abhängigen Ansprüchen.
  • Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung eine Verdichtungsvorrichtung mit einer Antriebsvorrichtung zum Bewegen einer Grundplatte und einem Kühlsystem, wobei das Kühlsystem eine Belüftungsvorrichtung aufweist, welche dazu ausgebildet ist, die Antriebsvorrichtung mit Kühlluft zu beaufschlagen. Durch die Belüftung der Antriebsvorrichtung kann verhindert werden, dass der Riemen bzw. die Lager der Exzenterwelle zu hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Hierdurch wird die Standzeit der Antriebsvorrichtung erhöht. Es ist kein separates Kühlmedium (wie beispielsweise Wasser) notwendig, um das Kühlsystem zu betreiben. Vielmehr kann Außenluft dazu verwendet werden, die Antriebsvorrichtung zu kühlen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Antriebsvorrichtung wenigstens einen Motor, vorzugsweise einen elektrischen Motor, auf, welcher dazu ausgebildet ist die Antriebsvorrichtung anzutreiben.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird das Kühlsystem durch den Motor angetrieben. Dies stellt eine besonders einfache und kostengünstige Variante dar, um den benötigten Kühlluftstrom zu erzeugen. Nach dieser Ausführungsform kommt dem Motor eine doppelte Funktion zu. Einerseits betreibt dieser die Antriebsvorrichtung, um Vibrationen der Grundplatte zu erzeugen. Andererseits wird die Rotationsbewegung des Motors gleichzeitig dazu verwendet, das Kühlsystem anzutreiben, d. h. einen Kühlluftstrom zu erzeugen mit dem die Antriebsvorrichtung beaufschlagt wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Kühlsystem ein Lüfterrad auf, welches durch den Motor angetrieben wird. Ein durch den Motor angetriebenes Lüfterrad hat auch den Vorteil, dass der Volumenstrom des Kühlluftstroms proportional zur Drehzahl des Motors ist. Bei höheren Drehzahlen kommt es zu einer größeren Wärmeentwicklung am Riemen bzw. an der Exzenterwelle. Dies wird gemäß dieser Ausführungsform dadurch kompensiert, dass sich bei größeren Drehzahlen des Motors auch die Drehzahl des Lüfterrats erhöht, wodurch der Kühlluftstrom ebenfalls erhöht wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Lüfterrad mit einer Motorwelle des Motors verbunden, insbesondere auf der Motorwelle des Motors angeordnet. Das Anbringen des Lüfterrads auf der Motorwelle ist besonders platzsparend. Hierdurch kann die Rüttelplatte, trotz des zusätzlichen Kühlsystems, besonders kompakt und einfach transportierbar gestaltet werden. Das Lüfterrad kann auch direkt zusammen mit dem Motor geliefert werden, wodurch Produktionskosten und -zeit eingespart werden können.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Antriebsvorrichtung ein Vibrationsmittel zum Erzeugen von Vibrationen, insbesondere eine Exzenterwelle, und einen Riementrieb auf, wobei der Riementrieb dazu ausgebildet ist, den Motor mit dem Vibrationsmittel zu verbinden, und wobei das Kühlsystem dazu ausgebildet ist, den Riementrieb und/oder das Vibrationsmittel zu kühlen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind der Motor und das Lüfterrad in einem Motorgehäuse angeordnet, wobei das Motorgehäuse wenigstens einen Kühlluftauslass aufweist, welcher in Richtung des Riementriebs ausgerichtet ist. Durch einen derartig angeordneten Kühlluftauslass des Hauptgehäuses wird gewährleistet, dass der Kühlluftstrom nicht nur zum Kühlen der Komponenten innerhalb des Hauptgehäuses, sondern auch zum Kühlen des Riemengetriebes verwendet werden kann. Dabei wird durch die spezielle Anordnung des Kühlluftauslasses erreicht, dass im Wesentlichen die gesamte Kühlluft vom Hauptgehäuse in das Riemengehäuse übertragen wird. Somit wird eine größtmögliche Kühlung des Riemens und der Umlenkrollen erzielt.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der Riementrieb ein Riemengehäuse auf, wobei das Riemengehäuse wenigstens einen Luftauslass aufweist, welcher in Richtung eines Vibrationsgehäuses ausgerichtet ist, in welchem das Vibrationsmittel aufgenommen ist. Die im Riemengehäuse verwendete Kühlluft wird also nachdem das Riemengehäuse durchströmt wurde, auf die Oberfläche des Vibrationsgehäuses geleitet. Das Vibrationsgehäuse und das darin enthaltene Vibrationsmittel, beispielsweise eine Exzenterwelle und Lager, können somit effektiv gekühlt werden. Der Luftauslass des Riemengehäuses kann dabei beispielsweise durch eine gitterartige Struktur am vorderen Endbereich des Riemengehäuses ausgebildet sein. Somit wird durch den Luftauslass eine im Wesentlichen unbehindertes ausströmen des Kühlluftstroms ermöglicht, wobei gleichzeitig durch die gitterartige Struktur die nötige Festigkeit des Riemengehäuses gewährleistet wird.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Vibrationsgehäuse Kühlrippen auf, wobei die Kühlrippen insbesondere auf einer Außenseite des Vibrationsgehäuses angeordnet sind. Die Kühlrippen können dabei derart auf der Außenoberfläche des Vibrationsgehäuses angeordnet sein, dass diese in Richtung des aus dem Riemengehäuse austretenden Luftstroms ausgerichtet sind. In einem Ausführungsbeispiel wird der Luftstrom im Wesentlichen in Längsrichtung der Rüttelplatte aus dem Riemengehäuse geleitet. Demnach sind auch die Kühlrippen vorzugsweise im Wesentlichen in Längsrichtung der Rüttelplatte angeordnet. Somit kann der Luftstrom bestmöglich an den Oberflächen der Kühlrippen vorbeiströmen.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform stehen die Kühlrippen mindestens 5mm, vorzugsweise mindestens 7mm, über einer Außenoberfläche des Vibrationsgehäuses hervor. Die Kühlrippen stehen insbesondere in radialer Richtung über die Außenoberfläche hervor. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch ein besonders vorteilhafter Kühleffekt erzielt werden kann.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Verdichtungsvorrichtung eine Rüttelplatte.
  • Nach einem weiteren Aspekt betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Betreiben von Verdichtungsvorrichtungen mit einer Antriebsvorrichtung zum Bewegen einer Grundplatte, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
    • Erzeugen von Kühlluft mit Hilfe einer Belüftungsvorrichtung;
    • Beaufschlagen der Antriebsvorrichtung mit der Kühlluft.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Verdichtungsvorrichtung einen Motor zum Antreiben der Antriebsvorrichtung auf, wobei der Motor gleichzeitig dazu verwendet wird, die Belüftungsvorrichtung zu betreiben.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. Die Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
  • Es zeigen:
  • Fig. 1
    schematische Seitenansicht einer Verdichtungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 2
    perspektivische Frontansicht einer Verdichtungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
    Fig. 3
    schematische, seitliche Schnittdarstellung der Verdichtungsvorrichtung gemäß Fig. 2.
    Detaillierte Beschreibung
  • Figur 1 zeigt eine Ausführungsform einer Verdichtungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die in Figur 1 dargestellte Verdichtungsvorrichtung ist eine Rüttelplatte 100. Die Rüttelplatte 100 weist eine Antriebsvorrichtung 101 aus einem Motor 102 und einem Vibrationssystem 104 auf. Das Vibrationssystem weist einen Riementrieb sowie ein Vibrationsmittel auf. Das Vibrationssystem 104 ist mit dem im Hauptgehäuse 106 angeordneten Elektromotor 102 verbunden. Der Elektromotor 102 kann beispielsweise mit einer Drehzahl von über 10.000 Umdrehungen/min betrieben werden, um das Vibrationssystem 104 anzutreiben. Das Vibrationssystem 104 ist mit dem Vibrationsmittel ausgestattet, welches durch den Motor 102 angetrieben wird, um Vibrationen/Unwuchten zu erzeugen.
  • Die oben erwähnten Unwuchten werden in den hier dargestellten Ausführungsformen durch ein als Exzenter-Wellengetriebe ausgebildetes Vibrationsmittel erzeugt. Das Exzenter-Wellengetriebe bringt eine Grundplatte 108 der Rüttelplatte 100 zum Schwingen/Vibrieren und sorgt für die zur Bodenverdichtung notwendigen Schwingungen.
  • Das Vibrationssystem 104 ist über einen Riementrieb (alternativ einen Kettentrieb) mit einer Riemen-Antriebswelle verbunden. Insbesondere weist der Riemenantrieb eine Antriebsrolle 112 auf welche mit der Riemen-Antriebswelle des Motors 102 verbunden ist. Die Riemen-Antriebswelle ist wahlweise die Motorwelle selbst oder über ein Getriebe mit der Motorwelle verbunden. Die Antriebsrolle 112 ist über einen Riemen 110 mit einer Abtriebsrolle 114 verbunden. Die Abtriebsrolle 114 dient zum Antreiben des Extender-Wellengetriebes. Das Extender-Wellengetriebe weist eine Exzenterwelle auf, welche im Exzentergehäuse 116 angeordnet ist. Bei dem hier dargestellten Extender-Wellengetriebe handelt es sich um ein Mittel zum Erzeugen von Vibrationen. Diese Vibrationen werden, wie oben bereits erwähnt, über das Exzentergehäuse auf die Grundplatte 108 übertragen.
  • Im Hauptgehäuse 106 befindet sich neben dem Motor 102 auch eine Steuervorrichtung 105, welche dazu ausgebildet ist, die Geschwindigkeit, d. h. die Drehzahl des Motors 102 zu steuern. Die Steuervorrichtung 105 kann auch über Kommunikationseinrichtungen verfügen, welche dazu ausgebildet sind, Nutzeranweisungen zu empfangen oder mit anderen Geräten zu kommunizieren.
  • Bei der Bodenverdichtungsvorrichtung 100 gemäß der vorliegenden Erfindung handelt es sich vorzugsweise um eine elektrisch betriebene Rüttelplatte 100. Diese ist besonders bevorzugt kabellos, d. h. batteriebetrieben. Aus diesem Grund ist eine oder mehrere Batterien 103 im Hauptgehäuse 106 zusammen mit dem Motor 102 untergebracht. Die Batterie 103 kann beispielsweise über eine Serviceklappe in das Hauptgehäuse 106 eingesteckt und wieder aus diesem entfernt werden. Somit kann die Batterie zum Ladevorgang schnell und einfach gewechselt werden. Darüber hinaus ist diese im Hauptgehäuse 106 sicher vor Umwelteinflüssen wie Staub oder Regen geschützt.
  • Das Hauptgehäuse 106 ist vorzugsweise vibrationsentkoppelt gegenüber der Grundplatte 108 und gleichzeitig gegenüber dem Vibrationssystem 104. In der in Figur 1 dargestellten schematischen Seitenansicht ist das Hauptgehäuse 106 hierzu über Dämpfungselemente 118, 120 mit der Grundplatte 108 verbunden. Dies dient insbesondere dazu, die ausschließlich im Hauptgehäuse 106 angeordnete Elektronik aus Batterie 103, Steuervorrichtung 105 und Elektromotor 102 von den Schwingungen der Grundplatte 108 zu entkoppeln.
  • Die in Figur 1 schematisch dargestellte Rüttelplatte 100 weist neben der oben beschriebenen Antriebsvorrichtung 101 und der Grundplatte 108 ein Kühlsystem auf. Das Kühlsystem, welches in Figur 1 nicht im Detail dargestellt ist, umfasst eine Belüftungsvorrichtung, welche dazu ausgebildet ist, die Antriebsvorrichtung mit einem Kühlluftstrom 122 zu beaufschlagen. Beispielsweise kann die kühle Luft durch ein Lüfterrad (nicht gezeigt) erzeugt werden, welches mit der Motorwelle des Motors 102 verbunden ist. Beispielsweise kann das Lüfterrad direkt auf der Rotorwelle des Motors 102 angeordnet sein. Der durch die Belüftungsvorrichtung, beispielsweise durch das Lüfterrad, erzeugte Kühlluftstrom 122 wird erfindungsgemäß derart aus dem Hauptgehäuse 106 geleitet, dass dieser über den Riemenantrieb und das Exzentergehäuse 116 geführt wird.
  • Das hier dargestellte Kühlsystem dient also dazu, den Motor, den Riemen sowie auch das Vibrationssystem zu kühlen. Hierzu bedarf es gemäß der in Figur 1 dargestellten Ausführungsvariante lediglich der Anordnung eines Lüfterrads auf der Motorwelle sowie entsprechend ausgerichteten Lüftungsöffnungen, welche einen Luftkanal zwischen dem Motorgehäuse (Hauptgehäuse 106), einem Riemengehäuse und dem Exzentergehäuse 116 ausbilden. Ein Beispiel für einen derartigen Luftkanal ist der Ausführung gemäß der Figuren 2 und 3 zu entnehmen.
  • Die Figuren 2 und 3 zeigen eine weitere Ausführungsform einer Verdichtungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung. Auch die Verdichtungsvorrichtung gemäß der Ausführungsform der Figuren 2 und 3 ist eine Rüttelplatte 200. Die Rüttelplatte 200 gemäß der Figuren 2 und 3 entspricht im Wesentlichen der Rüttelplatte gemäß Figur 1. Gleichwertige bzw. gleich wirkende Bauteile sind mit korrespondierenden Referenzzeichen versehen, welche um "100" erhöht wurden.
  • Auch die Rüttelplatte 200 gemäß der Figuren 2 und 3 weist ein Hauptgehäuse 206 auf, in welchem ein Motor 202, eine Batterie 203 und eine Steuervorrichtung 205 vorgesehen sind. Wie dies aus Figur 3 ersichtlich ist, sind die Batterie 203 und die Steuervorrichtung 205 derart gegenüber dem Motor 202 angeordnet, dass diese in einem Luftkanal vor (d. h. stromaufwärts) dem Motors 202, angeordnet sind. Der Motor 202 ist mit einer Antriebsrolle 212 eines Riemengetriebes verbunden. In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Antriebsrolle 212 insbesondere auf der Riemen-Antriebswelle angeordnet, die wahlweise über ein Getriebe oder direkt mit dem Motor gekoppelt ist. Die Antriebsrolle 212 ist über einen Riemen 210 mit einer Abtriebsrolle 214 verbunden.
  • Das oben beschriebene Riemengetriebe ist in einem Riemengehäuse 224 aufgenommen. Das Riemengehäuse 224 umgibt den Riemenantrieb im Wesentlichen vollständig. Das Getriebegehäuse 224 ist in der hier dargestellten Ausführungsform seitlich des Hauptgehäuse 206 angeordnet.
  • An einem ersten hinteren Endbereich ist das Riemengehäuse 224 mit dem Hauptgehäuse 206 verbunden, insbesondere strömungsmäßig verbunden. An einem zweiten, vorderen Ende des Getriebegehäuses 224 überdeckt das Getriebegehäuse 224 zumindest einen Teilbereich des Exzentergehäuses 216. Wie dies später näher erläutert werden wird, ist dies besonders vorteilhaft für die Verteilung der Kühlluft auf dem Exzentergehäuse 216. Es ist auch denkbar, dass das Riemengehäuse 216 neben dem Exzentergehäuse 216 angeordnet ist und Kühlluft seitlich aus dem Riemengehäuse 224 in Richtung des Exzentergehäuse 216 ausströmt.
  • Am zweiten, vorderen Ende des Riemengehäuse 224 ist das Exzentergehäuse 216 angeordnet. In der hier dargestellten Ausführungsform ist das Exzentergehäuse 216 insbesondere vor dem und im Abstand zu dem Hauptgehäuse 206 angeordnet.
  • Im Sinne der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform ist auch das Exzentergehäuse 216 der zweiten Ausführungsform dazu ausgebildet, eine Exzenterwelle 232 aufzunehmen. Die Exzenterwelle steht in Verbindung mit der Abtriebsrolle 214 des Riemengetriebes. Beispielsweise kann die Exzenterwelle 232 konzentrisch mit der Antriebswelle 214 auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sein. Eine Rotation der Abtriebsrolle 214 wird auf die Exzenterwelle 232 übertragen, welche bei Rotation Unwuchten erzeugt, die zur Vibration der Grundplatte 208 führen.
  • Das Exzentergehäuse 216 weist eine Vielzahl an Kühlrippen 230a, 230b, 230c, 230d auf. Die Kühlrippen 230a, 230b, 230c, 230d sind parallel zueinander angeordnet. Die Kühlrippen 230a, 230b, 230c, 230d erstrecken sich im Wesentlichen in Längsrichtung der Rüttelplatte 200. Es hat sich gezeigt, dass eine besonders gute Kühlleistung durch die Kühlrippen erzielbar ist, wenn diese mindestens 5 mm, vorzugsweise mindestens 7 mm, über einer Außenoberfläche des Exzentergehäuses 216 hervorstehen.
  • Aus der Figur 3 ist der Strömungsweg der schematisch dargestellten Kühlluft dargestellt. Der Kühlluftstrom 222 bewegt sich insbesondere von einem Lufteinlass 234 am Hauptgehäuse 206 bis zu einem Luftauslass 226 des Riemengehäuses 224. Wie oben bereits erwähnt, kann der Kühlluftstrom 222 auf verschiedene Art und Weisen erzeugt werden. In den hier dargestellten Ausführungsbeispielen ist jeweils ein Lüfterrad vorgesehen, welches mit der Motorwelle des Motors 202 verbunden ist. Somit wird das Drehmoment des Motors direkt auch zu Kühlung der Verdichtungsvorrichtungen verwendet. Insbesondere ist das Lüfterrad derart angeordnet, dass Luft von einer Hinterseite der Rüttelplatte 200 angesaugt und in Richtung des Riemengehäuses ausgestoßen wird. Dies ist durch die schematischen Pfeile in Figur 3 verdeutlicht.
  • Innerhalb des Hauptgehäuse 206 wird durch die Aneinanderreihung der Bauteile und Reflektoren ein Luftkanal ausgebildet. Der Luftkanal erstreckt sich zwischen einem Lufteinlass 234 an der Hinterseite des Hauptgehäuses 206 und einem Luftauslass 228 seitlich des Hauptgehäuses 206. Der Lufteinlass 234 ist in Strömungsverbindung mit der Umwelt, sodass Frischluft in das Innere des Hauptgehäuse 206 gesaugt werden kann. Der Luftauslass 228 des Hauptgehäuses 206 ist strömungstechnisch mit dem Riemengehäuse 224 verbunden. Das Riemengehäuse 224 überdeckt den seitlichen Luftauslass 228 des Hauptgehäuses 206. Demnach wird der Kühlluftstrom 222, welcher durch das Lüfterrad in das Hauptgehäuse 206 eingesaugt und aus dem Hauptgehäuse 206 ausgeblasen wird, direkt in das Riemengehäuse 224 geleitet. Der Kühlluftstrom 222 innerhalb des Riemengehäuses 224 dient der Kühlung des Riemens sowie der Umlenkrollen, sodass der Riemen beispielsweise die Glastemperatur nicht erreicht und entsprechend längere Standzeiten aufweist.
  • In Figur 2 ist angedeutet, dass das Riemengehäuse 224 mit einem Luftauslass 226 am vorderen Ende der Rüttelplatte 200 versehen ist. Dabei ist das Riemengehäuse 224 gemäß der Ausführungsform der Figuren 2 und 3 derart ausgebildet, dass dieses am vorderen Ende das Exzentergehäuse 216 zumindest teilweise überlappt. Somit tritt der Kühlluftstrom 222 direkt an der Außenoberfläche des Exzentergehäuses 216 aus dem Riemengehäuse 224 heraus. Der Kühlluftstrom 222 wird demnach direkt über die Kühlrippen 230a, 230b, 230c, 230d des Exzentergehäuses 216 geleitet und dient somit auch der Kühlung des Vibrationsmittels, d. h. der im Exzentergehäuse angeordneten Exzenterwelle und den entsprechenden Lagern.
  • Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die in den Figuren dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Kombination sämtlicher darin offenbarter Merkmale. Insbesondere ist die Erfindung auch nicht auf die Verwendung eines mit dem Motor gekoppelten Lüfterrads zum Erzeugen des Kühlluftstroms 222 beschränkt. Beispielsweise kann auch eine separate Belüftungseinrichtung vorgesehen sein, welche einen eigenen Motor aufweist. In jedem Fall dient die in den beiden Ausführungsformen beschriebene Batterie gleichzeitig als Energieversorgung für den Motor 202 und die separate Belüftungsvorrichtung.
  • Bezugszeichenliste
  • 100, 200
    Rüttelplatte
    101
    Antriebsvorrichtung
    102, 202
    Motor
    104
    Vibrationssystem
    106, 206
    Hauptgehäuse
    108, 208
    Grundplatte
    110,210
    Riemen
    112,212
    Antriebsrolle
    114, 214
    Abtriebsrolle
    116, 216
    Exzentergehäuse
    118, 120
    Dämpfungsmittel
    122,222
    Kühlluftstrom
    224
    Riemengehäuse
    226
    Luftauslass Riemengehäuse
    228
    Luftauslass Hauptgehäuse
    230a, 230b, 230c, 230d
    Kühlrippen
    232
    Exzenterwelle
    234
    Lufteinlass Hauptgehäuse

Claims (13)

  1. Verdichtungsvorrichtung (100) mit einer Antriebsvorrichtung (101) zum Bewegen einer Grundplatte (108) und einem Kühlsystem, wobei das Kühlsystem eine Belüftungsvorrichtung aufweist, welche dazu ausgebildet ist, die Antriebsvorrichtung (101) mit Kühlluft zu beaufschlagen.
  2. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 1,
    wobei die Antriebsvorrichtung (101) wenigstens einen Motor (102), vorzugsweise einen elektrischen Motor (102), aufweist, welcher dazu ausgebildet ist die Antriebsvorrichtung (101) anzutreiben.
  3. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 2,
    wobei das Kühlsystem durch den Motor (102) angetrieben wird.
  4. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 3,
    wobei das Kühlsystem ein Lüfterrad aufweist, welches durch den Motor (102) angetrieben wird.
  5. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 4,
    wobei das Lüfterrad mit einer Motorwelle des Motors (102) verbunden ist, insbesondere auf der Motorwelle des Motors (102) angeordnet ist.
  6. Verdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
    wobei die Antriebsvorrichtung (101) ein Vibrationsmittel zum Erzeugen von Vibrationen, insbesondere eine Exzenterwelle, und einen Riementrieb aufweist, wobei der Riementrieb dazu ausgebildet ist, den Motor (102) mit dem Vibrationsmittel zu verbinden, und wobei das Kühlsystem dazu ausgebildet ist, den Riementrieb und/oder das Vibrationsmittel zu kühlen.
  7. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 6,
    wobei der Motor (102) und das Lüfterrad in einem Motorgehäuse angeordnet sind, und
    wobei das Motorgehäuse wenigstens einen Kühlluftauslass (228) aufweist, welcher in Richtung des Riementriebs ausgerichtet ist.
  8. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 6 oder 7,
    wobei der Riementrieb ein Riemengehäuse (224) aufweist, und wobei das Riemengehäuse (224) wenigstens einen Luftauslass (226) aufweist, welcher in Richtung eines Vibrationsgehäuses ausgerichtet ist, in welchem das Vibrationsmittel aufgenommen ist.
  9. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 8,
    wobei das Vibrationsgehäuse Kühlrippen (230a, 230b, 230c, 230d) aufweist, wobei die Kühlrippen insbesondere auf einer Außenseite des Vibrationsgehäuses angeordnet sind.
  10. Verdichtungsvorrichtung (100) nach Anspruch 9,
    wobei die Kühlrippen mindestens 5mm, vorzugsweise mindestens 7mm, über einer Außenoberfläche des Vibrationsgehäuses hervorstehen.
  11. Verdichtungsvorrichtung (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
    wobei die Verdichtungsvorrichtung eine Rüttelplatte ist.
  12. Verfahren zum Betreiben Verdichtungsvorrichtung (100) mit einer Antriebsvorrichtung (101) zum Bewegen einer Grundplatte (108), wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
    - Erzeugen von Kühlluft mit Hilfe einer Belüftungsvorrichtung;
    - Beaufschlagen der Antriebsvorrichtung (101) mit der Kühlluft.
  13. Verfahren nach Anspruch 12,
    wobei die Verdichtungsvorrichtung (100) einen Motor (102) zum Antreiben der Antriebsvorrichtung (101) aufweist, und wobei der Motor (102) gleichzeitig dazu verwendet wird, die Belüftungsvorrichtung zu betreiben.
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