EP4771382A1 - Vorrichtung und verfahren zum fälschungssicheren markieren von produkten und zum freischalten von gerätefunktionalitäten - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zum fälschungssicheren markieren von produkten und zum freischalten von gerätefunktionalitätenInfo
- Publication number
- EP4771382A1 EP4771382A1 EP24765334.8A EP24765334A EP4771382A1 EP 4771382 A1 EP4771382 A1 EP 4771382A1 EP 24765334 A EP24765334 A EP 24765334A EP 4771382 A1 EP4771382 A1 EP 4771382A1
- Authority
- EP
- European Patent Office
- Prior art keywords
- product
- random
- parameter
- measurable parameter
- measurement
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01N—INVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
- G01N33/00—Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
- G01N33/48—Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
- G01N33/483—Physical analysis of biological material
- G01N33/487—Physical analysis of biological material of liquid biological material
- G01N33/4875—Details of handling test elements, e.g. dispensing or storage, not specific to a particular test method
- G01N33/48771—Coding of information, e.g. calibration data, lot number
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
- A61M1/00—Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
- A61M1/14—Dialysis systems; Artificial kidneys; Blood oxygenators ; Reciprocating systems for treatment of body fluids, e.g. single needle systems for hemofiltration or pheresis
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
- A61M2205/00—General characteristics of the apparatus
- A61M2205/60—General characteristics of the apparatus with identification means
- A61M2205/6018—General characteristics of the apparatus with identification means providing set-up signals for the apparatus configuration
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61M—DEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
- A61M2205/00—General characteristics of the apparatus
- A61M2205/60—General characteristics of the apparatus with identification means
- A61M2205/6063—Optical identification systems
-
- G—PHYSICS
- G16—INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR SPECIFIC APPLICATION FIELDS
- G16H—HEALTHCARE INFORMATICS, i.e. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR THE HANDLING OR PROCESSING OF MEDICAL OR HEALTHCARE DATA
- G16H40/00—ICT specially adapted for the management or administration of healthcare resources or facilities; ICT specially adapted for the management or operation of medical equipment or devices
- G16H40/60—ICT specially adapted for the management or administration of healthcare resources or facilities; ICT specially adapted for the management or operation of medical equipment or devices for the operation of medical equipment or devices
- G16H40/63—ICT specially adapted for the management or administration of healthcare resources or facilities; ICT specially adapted for the management or operation of medical equipment or devices for the operation of medical equipment or devices for local operation
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Biomedical Technology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Heart & Thoracic Surgery (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Hematology (AREA)
- Urology & Nephrology (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Emergency Medicine (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Analytical Chemistry (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Biophysics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Immunology (AREA)
- Pathology (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Vascular Medicine (AREA)
- Anesthesiology (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- External Artificial Organs (AREA)
Abstract
Die vorliegende Erfindung richtet sich auf Vorrichtungen und Verfahren zum fälschungssicheren Markieren von Produkten, die mit Geräten interagieren. Die Vorrichtungen und Verfahren werden zur Freischaltung von Gerätefunktionalitäten verwendet. Hierzu wird vorgeschlagen, Parameter von Vorrichtungen zur Markierung von Produkten oder Parameter von Produkten zu messen und verschlüsselt wiederauslesbar abzuspeichern.
Description
Fresenius Medical Care AG
D-61352 Bad Homburg
Vorrichtung und Verfahren zum fälschungssicheren Markieren von Produkten und zum Freischalten von Gerätefunktionalitäten
Technisches Gebiet
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet von fälschungssicheren Markierungen zum Markieren von Produkten und zum Freischalten von Gerätefunktionalitäten von Geräten, die mit den Produkten interagieren.
Hintergrund
Hersteller von Produkten aller Art haben ein Interesse daran, dass ihre Produkte eindeutig identifizierbar sind und ihnen zugeordnet werden können. Nur so ist sichergestellt, dass ein Produkt die vom Originalhersteller garantierten Produkteigenschaften hat. Dies betrifft insbesondere Produkte, die mit anderen
Produkten wie Geräten interagieren. Beispielsweise interagieren Druckerpatronen mit Druckern zusammen. Der Hersteller eines Druckers garantiert hierbei, dass bei Verwendung von von ihm hergestellten Druckerpatronen der Drucker ordnungsgemäß und mit seinen zugesicherten Eigenschaften funktioniert.
Hierzu werden im Stand der Technik beispielsweise spezielle integrierte Schaltkreise verwendet, die eine Druckerpatrone kennzeichnen. Hierzu ist auf dem integrierten Schaltkreis eine Information gespeichert, die den Hersteller und ggfls. das einzelne Produkt individuell kennzeichnet. Wird eine solche Patrone in den Drucker eingelegt, liest der Drucker den Schaltkreis aus und identifiziert die Patrone als Originalpatrone. Dementsprechend schaltet er sich zum Ausdruck frei.
Die Verwendung von speziellen integrierten Schaltkreisen hat aber mehrere Nachteile. Zum Einem wird hierdurch der Produktpreis erhöht. Es hat sich aber auch gezeigt, dass auch derartige Schaltkreise von Produktnachahmern oder Alternativanbietern kopiert werden können. Soll ein Produkt, wie eine einzelne Druckerpatrone, spezifisch gekennzeichnet werden, so muss die Kennzeichnung individuell und einzigartig ausfallen und die Verwendung der Druckerpatrone muss für alle Drucker bekannt gemacht werden. Dies erfordert aber, dass die Drucker die Verwendung einer einzelnen Druckerpatrone über ein Netzwerk mit allen anderen Druckern kommunizieren müssen und entsprechend eingerichtet sein müssen. Dies erhöht die Kosten und die Erfordernisse bei der Verwendung.
Ein anderes Technikgebiet, für das die Verwendung von originalen bzw. zertifizierten Produkten von entscheidender Bedeutung ist, ist das der medizintechnischen Produkte.
Als Beispiel für medizintechnische Produkte sollen im Folgenden Produkte aus dem Bereich der Dialyse dienen. Die Erfindung lässt sich aber ohne erfinderisches Zutun auf jedwedes Technikgebiet und insbesondere auf jedwede medizintechnische Anwendung anwenden.
Die Dialyse ist ein Verfahren zur Reinigung des Blutes bei Patienten, die an Niereninsuffizienz leiden. Dies geschieht in aller Regel unter Verwendung von Dialysemaschinen, die das Blut entweder extrakorporal im Bereich der Hämodialyse oder im Peritoneum eines Patienten im Bereich der Peritonealdialyse reinigen. Es gibt zur Ausführung einer Dialysebehandlung unterschiedliche Behandlungsverfahren. Der Fachmann kennt beispielsweise Hämodialyse, Hämofiltration, Hämodiafiltration und Peritonealdialyse.
Unabhängig davon, welches Verfahren oder welches Gerät für eine Dialysebehandlung verwendet wird, erfordert dies die Verwendung von medizinischen Einmalartikeln, sogenannte Disposables, die aus hygienischen Gründen i.d.R. nur einmal verwendet werden sollen. Hierzu gehören insbesondere Blut und/oder medizinische Flüssigkeiten führende Produkte wie Dialysefilter, Blutschläuche, Flüssigkeitsbehälter wie Beutel, die Dialysierflüssigkeit, Substituat oder Konzentrate zur Herstellung dieser Flüssigkeiten enthalten, Tropfkammern und Ähnliches.
Dialysefilter beispielsweise unterliegen besonderen Qualitätserfordernissen, da im Dialysefilter die eigentliche Blutreinigung stattfindet und Blut entlang einer semipermeablen Membran an einer speziellen Dialysierflüssigkeit entlanggeführt wird. Dementsprechend gelten auch für die Dialysierflüssigkeit hohe Anforderungen an die Qualität und Sicherstellung von entsprechender Produktqualität. Weitere Beispiele für Mittel im Bereich der Dialyse, an die hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden, sind die Dialysierflüssigkeit für die Peritonealdialyse, die dem Peritoneum des Patienten zugeführt wird, oder Heparin, Kalzium und Citratlösungen, die in der Hämodialyse zur Adressierung der Koagulationsproblematik im extrakorporalen Blutkreislauf dem Blut des Patienten zugeführt werden, ebenso wie das Blut verdünnende Substituatslösungen. Es ist offensichtlich, dass die Qualität der o.g. Mittel direkten Einfluss auf die Behandlung und somit auf die Patientensicherheit und Gesundheit hat.
Es kann auch vorkommen, dass die Verwendung von Fremdprodukten für die Standardbehandlungen zwar gestattet ist, wenn diese nachweisbare Standardeigenschaften haben, bestimmte Behandlungsoptionen aber nur mit Originalprodukten des Herstellers des Dialysegeräts freigeschaltet werden, da diese besondere Produkteigenschaften erfordern, die übliche, nur für Standardverfahren zertifizierte Produkte nicht aufweisen.
Originalprodukte haben spezielle Produkteigenschaften, für die ein Hersteller haftet. Diese zugesicherten Eigenschaften umfassen insbesondere spezielle Qualitätsstandards, die ein Produkt oftmals verteuern.
Es gibt für den Anwender deshalb den Anreiz, auf die Verwendung von Originalprodukten zu verzichten und preiswertere Alternativprodukte zu verwenden. Für die Verwendung von Alternativprodukten kann aber der Hersteller der Dialysegeräte keine Haftung übernehmen.
Es liegt deshalb im Interesse des Herstellers von Originalprodukten, dass seine Produkte fälschungssicher markiert sind, und Geräte, wie bspw. Dialysegeräte, die mit derart markierten Produkten oder Disposables interagieren, derart eingerichtet sind, dass sie die Markierung lesen und auswerten können. Wenn im Folgenden von Originalprodukten gesprochen wird, sind insbesondere Produkte gemeint, die von einem Hersteller zur Verwendung mit ganz speziellen Geräten zertifiziert und freigegeben sind.
Eine derartige Markierung soll für den Anwendungsfall der Dialyse dazu verwendet werden, spezielle Nichtstandard-Behandlungsverfahren freizuschalten, die Qualität der Behandlung sicherzustellen und das unrechtmäßige Nachahmen von Originalprodukten zur Vermeidung von Gefahren für den Patienten zu verhindern.
Die Erfindung kann aber ebenfalls für jeden anderen Anwendungsfall verwendet werden, bei dem die Verwendung von Originalprodukten wesentlich ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, Vorrichtungen und Verfahren zum fälschungssicheren Markieren von Produkten, insbesondere von medizintechnischen Einmalartikeln zu schaffen und Geräte, die mit derartigen Produkten interagieren und bestimmte Gerätefunktionalitäten nur dann freischalten, wenn sie die Originalität eines Produktes, mit welchem sie interagieren sollen, erkannt haben.
Gelöst wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 , einem Produkt nach Anspruch 7, einem Gerät nach Anspruch 9 und Verfahren nach den Ansprüchen 12 und 14.
Die Unteransprüche richten sich auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung.
Gängige Markierungen zum Kennzeichnen von Produkten umfassen beispielsweise optische Kodierungen, wie Barcodes oder QR Codes, die Informationen speichern, die das Produkt kennzeichnen. Diese Informationen können verschlüsselt oder unverschlüsselt kodiert werden. In jedem Fall ist ein Kopieren einer solchen grafischen Kodierung mit einfachen Mitteln möglich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Information, die kodiert ist, verschlüsselt vorliegt oder unverschlüsselt, da die Grafik, die ein Barcode oder QR Code darstellt, mit Mitteln der Fotokopie einfach kopiert werden kann. Der Inhalt der Information spielt hierbei keine Rolle, wesentlich ist nur, dass sie kopiert werden kann.
Die Erfindung basiert auf der Idee, den gespeicherten Inhalt einer das Produkt kennzeichnenden Markierung mit einem messbaren Parameter zu verknüpfen. Das Ergebnis der Messung des Parameters wird verschlüsselt auf der Markierung gespeichert. Der Schlüssel zum Verschlüsseln und Entschlüsseln der Information wird vom Originalhersteller des Produkts bzw. der damit interagierenden Vorrichtung geheim gehalten.
Es ist in der Praxis unvermeidbar, dass sich Produkte durch ihr Herstellungsverfahren nicht beliebig genau produzieren und reproduzieren lassen. Dementsprechend variieren einzelne Erzeugnisse eines Produkts innerhalb der Herstellungsvarianzen. Derartige Varianzen können Unterschiede in vielen Parametern des Produkts hervorrufen. Beispielsweise können Maße eines Produkts variieren oder auch das Gewicht.
Wird ein solcher Parameter des Produkts gemessen, kann diese Information verschlüsselt in einer Vorrichtung zur Markierung des Produkts gespeichert werden. Beispielsweise kann ein verschlüsselter QR Code mit dem Ergebnis der Messung des Parameters auf dem Produkt angebracht oder aufgetragen werden.
Ein potenzieller Nachahmer, der ein solchermaßen markiertes Produkt schaffen möchte, das vorgibt, ein Originalprodukt zu sein, steht vor Schwierigkeiten. Er kann die Information, die auf der Markierung eines für ihn erhältlichen Originalprodukts verschlüsselt vorliegt, nicht entschlüsseln, weil ihm der Schlüssel zur Entschlüsselung nicht vorliegt. Dementsprechend weiß er nicht, welcher Parameter des Produkts mit der gespeicherten Information verknüpft ist. Aber selbst wenn er es wüsste, könnte er das Ergebnis einer Messung dieses Parameters nicht in der Weise verschlüsselt in einer Markierung abspeichern, die der Verschlüsselung des Originalprodukts entspricht, weil er den notwendigen Verschlüsselungscode nicht besitzt.
Die einzige Möglichkeit, ein mit einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Markierung versehenem Originalprodukt zu kopieren, wäre es, das Originalprodukt exakt in derselben Form mit allen Produkteigenschaften nachzubilden inklusive der Markierung. Dies ist aber aus herstellungstechnischen Gründen nahezu unmöglich, beziehungsweise nur mit sehr hohem Aufwand, der ein solches Produkt immens verteuern würde.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Weitere Einzelheiten und Aspekte der vorliegenden Vorrichtungen und Verfahren werden unter Anderem anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben.
Es zeigen: die Figur 1 eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; die Figur 2 eine beispielhafte Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung; die Figur 3 eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Produkts; die Figur 4 eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Geräts mit einem erfindungsgemäßen Produkt; die Figur 5 eine beispielhafte Darstellung eines Systems und eines Verfahrens zur Dokumentation der Verwendung von Produkten, die mit Geräten interagieren.
Detaillierte Beschreibung von Ausführungsbeispielen
Die Figur 1 zeigt eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 100.
Die Vorrichtung 100 liegt in diesem Ausführungsbeispiel in flacher rechteckiger Form als Etikett oder Schild (englisch Tag) vor. Ein solches Schild 100 kann ein beliebiges Produkt kennzeichnen, beispielsweise indem es mit ihm verbunden wird. Diese Verbindung ist vorteilhaft untrennbar, beispielsweise kann die Vorrichtung 100 mit einem Produkt verklebt werden.
Auf der Vorrichtung 100 sind zwei elektrisch leitfähige Kontaktpunkte 101 angebracht. Diese können von einer entsprechenden Vorrichtung elektrisch
kontaktiert werden. Beide Kontaktpunkte 101 sind durch eine leitfähige Struktur 104 elektrisch leitfähig verbunden. Die Struktur 104 weist hierbei einen elektrischen Widerstand R auf, dessen Größe von mehreren Parametern abhängt. Diese Parameter umfassen die spezifische Leitfähigkeit des Materials der Struktur, sowie die Breite, Dicke und Länge der im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 als Leiterbahn ausgebildeten Struktur.
Der Verlauf der Struktur 104 ist hierbei spezifisch für die Vorrichtung 100 und ist vorteilhaft zufällig oder quasi zufällig. Eine mögliche Realisierung der Struktur 104 sieht vor, dass diese aus elektrisch leitfähiger Tinte besteht und der Verlauf der Struktur zwischen den beiden Kontaktpunkten 101 zufällig oder quasi zufällig ist.
Hierzu wird bei der Fertigung der Vorrichtung auf entsprechende Zufallsgeneratoren oder andere zufällige oder quasi zufällige Größen zurückgegriffen, beispielsweise die Fertigungszeit und das Fertigungsdatum. Diese zufälligen oder quasi zufälligen Daten werden dann über beliebige Algorithmen in einen dann ebenso zufälligen Verlauf der Struktur 104 überführt und durch Aufdrucken mit leitfähiger Tinte realisiert. Die spezifische Leitfähigkeit der verwendeten Tinte unterliegt ebenfalls Toleranzen oder kann gezielt durch Mischen mit nichtleitfähiger Flüssigkeit beeinflusst werden, so dass auch dieser Parameter zufällig oder quasi zufällig sein kann.
Im Ergebnis ist die Größe des Widerstands R zwischen den beiden Kontaktpunkten 101 zufällig oder quasi zufällig.
Im Folgenden soll „quasi zufällig“ bedeuten, dass hierbei auf dem Fachmann bekannte Zufallsgeneratoren zurückgegriffen wird. Diese erzeugen lediglich Pseudozufallszahlen, da sie auf deterministischen Algorithmen beruhen und bei identischem Startwert immer dieselbe Zahlenfolge erzeugen. „Zufällig“ soll hingegen bedeuten, dass auf statistische Schwankungen zur Erzeugung von Zufallszahlen zurückgegriffen wird, beispielsweise Herstellungsvarianzen, Rauschen, Messungenauigkeiten etc.
Die Größe dieses Widerstands R wird nach der Fertigung der Struktur 104 der Vorrichtung 100 durch eine entsprechende Messvorrichtung bestimmt und in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt auslesbar abgelegt. Im Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist die Speichervorrichtung 103 als QR Code ausgeführt. Jede andere Speichervorrichtung, wie beispielsweise Barcodes oder nichtflüchtiger löschbarer elektrischer Speicher ist ebenfalls denkbar.
Wesentlich ist, dass die Speicherung verschlüsselt erfolgt und der Schlüssel zum Entschlüsseln der abgespeicherten Information geheim gehalten wird.
Der messbare Parameter der Vorrichtung 100 im Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist demnach der elektrische Widerstand R, der sich zwischen den Anschlusspunkten 101 ausbildet. Dieser ist vorteilhaft zufällig oder quasizufällig.
Möglich ist auch, dass der Parameter nicht gewollt zufällig gestaltet wird. Durch die niemals auszuschließenden Herstellungsvarianzen unterliegen jede hergestellte Strukturen gewissen Toleranzen, die ebenfalls einer statistischen Verteilung folgen und sich dementsprechend für jede Fertigung mit hoher Wahrscheinlichkeit unterscheiden. Die Ausführungsform, bei der der Parameter gewollt zufällig oder quasi zufällig gestaltet wird, hat aber den Vorteil, dass die so erzeugten Unterschiede im messbaren Parameter eine vorbestimmte Mindestgröße erreichen können. Hierzu werden die Zufallsgeneratoren entsprechend zur Erzeugung zufälliger Strukturen eingerichtet, die einen Mindestunterschied aufweisen. Der Mindestunterschied orientiert sich hierbei an der Messgenauigkeit bei der Fertigung und bei der Verwendung des Produkts, das mit der Vorrichtung 100 Zusammenwirken soll.
In zur Ausführungsform der Figur 1 analoger Weise können auch zufällige oder quasi zufällige Strukturen bei der Fertigung erzeugt werden, die andere elektrische Größen oder Strukturen realisieren, wie beispielsweise Kapazitäten oder Induktivitäten oder Kombinationen hiervon, wie Schwingkreise oder komplexe Netzwerke.
In der in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt abgespeicherten Information können dann entsprechend Eigenschaften, wie Größe der Kapazität oder Induktivität, Resonanzfrequenzen und Güte von entsprechenden elektrischen Schwingkreisen oder Impedanzgänge von komplexen elektrischen Netzwerken abgespeichert werden. Ebenfalls kann auch ein Temperaturverhalten der erzeugten Struktur abgespeichert werden, was dazu dient, die Messung des Parameters unabhängig von der Umgebungstemperatur zu machen. Wie der Fachmann weiß, unterliegen elektrische Widerstände beispielsweise einer mehr oder weniger ausgeprägten Temperaturabhängigkeit. Ist diese Temperaturabhängigkeit bekannt, beispielsweise durch entsprechende Versuche mit den verwendeten Materialien, kann diese Information ebenfalls in der Speichervorrichtung 103 abgespeichert werden und bei der Messung entsprechend berücksichtigt werden. So kann sichergestellt werden, dass die Messung des messbaren Parameters über einen großen Temperaturbereich mit dem abgespeicherten Wert vergleichbar ist, in dem die Temperatur bei der Messung bestimmt wird und der gemessene Wert entsprechend der Information über die Temperaturabhängigkeit korrigiert wird.
Ein potenzieller Nachahmer einer Vorrichtung 100 sieht sich gleich vor mehrere Schwierigkeiten gestellt.
Zur Nachahmung der Vorrichtung 100 kann er zwar den resultierenden Widerstand leicht messen, ihm fehlt aber die Kenntnis darüber, wie er diese Information entsprechend verschlüsselt abspeichern kann, denn er verfügt nicht über den passenden Schlüssel.
Er könnte versuchen, die Vorrichtung eins zu eins inklusive der Speichervorrichtung (also Kopieren des QR Codes 103 beispielsweise) zu kopieren. Hierzu müsste er aber den resultierenden Widerstand möglichst genau nachbilden. Durch dessen zufälligen Charakter entspricht dieser aber einem Wert, der sich nicht leicht durch beispielsweise Standardwiderstände einer Normreihe (E3, E6, E12, E24, E48, E96) nachbilden lässt. Dies erhöht den Aufwand zur Herstellung massiv und verteuert diesen. Darüber hinaus müsste er ggfls. sicherstellen, dass seine Nachahmung ein identisches Temperaturverhalten wie die Struktur 104 des Originalprodukts hat.
Möchte er die Struktur 104 identisch kopieren, muss er zunächst den spezifischen Widerstand der verwendeten leitfähigen Tinten in Erfahrung bringen, eine Tinte mit dem entsprechenden spezifischen Widerstand beibringen und die Struktur exakt nachbilden. Auch dieses Vorgehen ist enorm aufwändig, wodurch der Anreiz verloren geht, die Vorrichtung kopieren zu wollen.
Zur Erhöhung der Sicherheit der Vorrichtung 100 können darüber hinaus auch mehrere messbare Parameter der Vorrichtung 100 in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt abgespeichert werden.
Dies zeigt das Ausführungsbeispiel nach Figur 2.
In dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 wird als zusätzlicher Parameter der geometrische Verlauf der Struktur 104 bestimmt und ebenfalls in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt abgespeichert.
Dies kann mit einem beliebigen optischen Sensor 201 erfolgen, beispielsweise eine Kamera oder eine Scannervorrichtung. Beispielsweise kann ein Fotosensor mit einzelnen lichtempfindlichen Sensorzellen oder Pixelsensoren (X1Y1 , X1Y2, X2Y1 ... XnYn) verwendet werden, bei dem der Verlauf der Struktur 104 durch eine messbare Reaktion der Sensorzellen bestimmbar ist.
Im Beispiel der Figur 2 ergibt sich der spezifische Verlauf durch eine messbare Reaktion der Sensorzellen, die von der Struktur beschattet werden. Dies kann beispielsweise durch eine Ausführungsform realisiert werden, in der die Vorrichtung 100 zumindest teilweise transparent ist und durchleuchtet werden kann. Wird die Vorrichtung vor den optischen Sensor 201 gehalten und durchleuchtet, werden die der Struktur gegenüberliegenden Einzelsensoren, wie in der Figur 1 beispielsweise die Zellen X2Y1 bis X7Y2 beschattet, was durch Auslesen des Senors entsprechend bestimmt werden kann. Somit kann der Verlauf der Struktur bestimmt werden.
Ein potenzieller Nachahmer der Vorrichtung müsste demnach nicht nur den Wert des Widerstands exakt reproduzieren, sondern auch den genauen Verlauf der Struktur, was dieses Vorhaben nochmals erschwert.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, zusätzlich oder alternativ eine weitere optische Eigenschaft der Vorrichtung zu bestimmen, die ebenfalls zufällig oder quasizufällig sein kann. So kann mithilfe derselben Vorrichtung wie in Figur 2 gezeigt auch der Transmissionsgrad der Vorrichtung 100 an einer bestimmten Stelle oder im Allgemeinen bestimmt werden. Diese Bestimmung des Transmissionsgrads erfolgt durch Beleuchtung des Sensors 201 mit einer Referenzlichtquelle und anschließendem Vorhalten der Vorrichtung 100. An einer Referenzstelle, die vorteilhaft nicht von der Struktur 104 bedeckt ist, wird die Beleuchtungsstärke eines Einzelsensors mit und ohne vorgehaltener Struktur 100 gemessen. Welcher Einzelsensor hierzu verwendet wird, kann ebenfalls zufällig oder quasi zufällig bestimmt werden. Aus dem Verhältnis der beiden gemessenen Beleuchtungsstärken kann der Transmissionsgrad an dieser Stelle bestimmt werden. Auch diese Information, also sowohl herangezogene Einzelzelle als auch gemessener Transmissionsgrad, kann in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt abgespeichert werden.
Ein potenzieller Nachahmer der Vorrichtung 100 müsste die Vorrichtung 100 so reproduzieren, dass sie an jeder Stelle der Vorrichtung genau denselben Transmissionsgrad aufweist wie die Originalvorrichtung, denn er weiß nicht, welche Stelle zur Messung des Transmissionsgrads herangezogen wird.
Auch diese Maßnahme erhöht die Schwierigkeit für einen potenziellen Nachahmer, die Vorrichtung 100 nachzuahmen.
Der Originalhersteller hingegen muss bei der Herstellung der Vorrichtung 100 keine besondere Präzision walten lassen. Die Erfindung beruht auf dem Prinzip, herstellungsbedingte Toleranzen oder zufällig bzw. quasizufällig erzeugte Parameter zur individuellen Markierung heranzuziehen. Dementsprechend ist eine hohe Präzision in der Herstellung nicht notwendig oder gar nicht erwünscht. Bei der Messung der Parameter, wie Widerstand, Verlauf, Transmissionsgrad an einer Stelle hingegen wird eine hinreichende Genauigkeit zugrunde gelegt. Dies bedeutet, dass Abweichungen aufgrund von Messungenauigkeiten bei der
Verwendung der Vorrichtung 100 zur Markierung eines Produkts toleriert werden können.
Generell kann vorgesehen sein, dass bei der Messung des messbaren Parameters und Vergleich mit dem verschlüsselt abgespeicherten Wert vorbestimmte Toleranzen akzeptiert werden, um die der gemessene Wert vom abgespeicherten Wert des messbaren Parameters abweichen darf, um das mit der Markierung versehene Produkt als Originalprodukt zu akzeptieren.
Es zeigt sich in der Praxis, dass die Messung von Parametern wie Widerstand, Transmissionsgrad, Verlauf einer Struktur etc. aber regelmäßig mit weit größerer Genauigkeit zu viel kleineren Kosten erfolgen kann als die Herstellung einer Vorrichtung mit ganz bestimmten Parametern.
Dementsprechend ist der Aufwand, ein Produkt 100 nachzuahmen oder zu kopieren, sehr viel höher und teurer als die Herstellung eines solchen Produkts für einen Hersteller, der den Schlüssel zur Verschlüsselung der gemessenen Parameter kennt.
Durch die schon beschriebene Kombination von mehreren gemessenen und abgespeicherten Parametern der Vorrichtung 100 potenziert sich die Schwierigkeit für einen Nachahmer. Hierdurch wird ein simples Kopieren fast unmöglich bzw. derart aufwändig, dass sich eine Nachahmung wirtschaftlich nicht lohnt.
Weitere Parameter, die gemessen werden können und herstellungsbedingten Toleranzen unterliegen oder gezielt zufällig oder quasi zufällig erzeugt werden können, umfassen den Reflexionsgrad von Oberflächen, eine Abmessung, ein Gewicht, eine Farbe, eine Farbkombination, ein optisches Muster oder ein mechanisches Muster. Hierbei kann der Parameter ein Parameter der Vorrichtung 100 selbst sein, oder eines damit markierten Produkts. Die Vorrichtung 100 kann aber auch selbst das Produkt sein, beispielsweise wenn sie fester Bestandteil des Produkts ist.
Zusätzlich zu dem Ergebnis der Messung des messbaren Parameters der
Vorrichtung 100 können weitere Informationen in der Speichervorrichtung 103
gespeichert werden. Diese weiteren Informationen können beinhalten: Herstellungsdatum, Hersteller, Bezeichnung, Seriennummer, Herstellungsland, Verfallsdatum oder Kompatibilitätsinformationen des Produkts, das mit der Vorrichtung 100 markiert wird. Diese Informationen können verschlüsselt oder unverschlüsselt abgespeichert werden.
Sind Vorrichtung 100 und Produkt, das mit der Vorrichtung markiert werden soll, zwei zunächst getrennte Einheiten, kann die Vorrichtung vorteilhaft getrennt von dem Produkt hergestellt werden.
Es ist ebenfalls möglich, die Verwendung eines Produktes, welches mit einer Vorrichtung 100 markiert ist, zu überwachen. Prinzipbedingt kann eine Vorrichtung 100 einzigartig sein, in dem bei der Herstellung darauf geachtet wird, zufällige Parameter oder Parameterkombinationen nur ein einziges Mal zu erzeugen. Wird die Information über die gemessenen Parameter, die in der Speichervorrichtung 103 gespeichert ist, von einem Gerät, welches mit einem Produkt, das durch die Vorrichtung 100 markiert ist, ausgelesen, dann kann das im Gerät oder in einer Netzwerkressource, auf die eine Kohorte von Geräten Zugriff hat, hinterlegt werden.
Wird hiernach ein nachgeahmtes Produkt eingelesen, welches denselben eigentlich einzigartigen Parameter oder Parameterkombination abspeichert, kann hierdurch erkannt werden, dass diese schon einmal verwendet worden ist. Dementsprechend kann ein Gerät die nochmalige Verwendung eines Produkts, das höchstwahrscheinlich ein Nachahmerprodukt ist, verweigern.
In einer weiteren Ausführungsform kann nach dem Einlesen der Information, die auf der Speichervorrichtung 103 abgespeichert ist, die Vorrichtung 100 derartig manipuliert werden, dass die Parameter, die messbar sein sollen, nicht mehr messbar sind.
Beispielsweise kann nach erfolgter Messung des elektrischen Widerstands R zwischen den Kontaktpunkten 101 eine ausreichend hohe Spannung an die Kontakte angelegt werden, so dass ein ausreichend hoher Strom durch die Struktur
104, die den Widerstand R ausbildet fließt, um die Struktur an einer oder mehreren Stellen zu zerstören. Der Fachmann kennt diese Vorgehensweise unter dem Begriff „Fusing“. Somit wird ausgeschlossen, dass die Vorrichtung 100 nochmal vollständig analysiert werden kann, und eine Kopie der Vorrichtung 100 ist damit ausgeschlossen.
In analoger Weise kann beispielsweise die Vorrichtung nach dem Auslesen der Speichervorrichtung bedruckt oder durchbohrt werden, um ein Erneutes Bestimmen der messbaren Parameter zu erschweren oder zu verhindern.
Die Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Produkt, welches als medizinischer Einmalartikel, nämlich als Dialysefilter 300 ausgeführt ist.
Medizinische Einmalartikel sind hinsichtlich der Produktqualität und Produktausführung besonders kritisch. Die Hersteller von medizintechnischen Geräten und medizintechnischen Einmalartikeln oder medizintechnischem Zubehör, welches mit einem medizintechnischen Gerät zusammenwirkt, haben ein besonderes Interesse daran, sicherzustellen, dass nur originale Teile, die sie selbst herstellen, verwendet werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass Behandlungen, die mit dem medizintechnischen Gerät im Zusammenwirken mit medizintechnischen Einmalartikeln oder medizintechnischem Zubehör durchgeführt werden, mit beabsichtigten Parametern durchgeführt werden können und der Patient nicht gefährdet wird.
Der Dialysefilter nach Figur 3 umfasst eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100. Die Originalität des Dialysefilters ist demnach beweisbar, denn nur der Hersteller des Dialysefilters kennt den Schlüssel, der zur Speicherung des Messergebnisses des messbaren Parameters der Vorrichtung verwendet wird.
Die Markierung des Dialysefilters kann beispielsweise durch Aufkleben einer als Etikett, Auszeichner, Anhänger, Tag oder Schild ausgeführten Vorrichtung 100 auf den Dialysefilter 300 erfolgen. Eine andere Ausführungsform sieht vor, die Vorrichtung als integralen Bestandteil des Dialysefilters zu realisieren. Beispielsweise kann die Widerstandsstruktur 104 bei der Herstellung des
Dialysefilters direkt auf das Gehäuse des Dialysefilters 300 gedruckt werden. In gleicher Weise kann ein optischer Code (QR Code 103), welcher das Messergebnis des messbaren Parameters (bspw. der sich aus der Widerstandsstruktur 104 ergebende Widerstand) verschlüsselt kodiert, auf das Gehäuse des Dialysefilters gedruckt werden. Beide Ausführungsformen sind in Figur 3 durch die gestrichelte Umrandung der Vorrichtung 100 symbolisiert.
Die Figur 4 zeigt ein erfindungsgemäßes Gerät, welches beispielhaft als Dialysegerät 400 ausgeführt ist. Die Erfindung ist bei jedem anderen technischen Gerät ausführbar, bei dem die Originalität verwendeter Teile sichergestellt werden soll. Alle Ausführungsformen, die im Zusammenhang mit einem Dialysegerät im Folgenden beschrieben werden, sind, sofern technisch möglich und sinnvoll, unter Anpassung der entsprechenden Geräte und Produkte auch mit jedem anderen technischen Gerät möglich. Die Darstellung des Dialysegeräts 400 in Figur 4 ist stark vereinfacht. Das Dialysegerät 400 in Figur 4 umfasst ein Display 403, welches als Touchscreen ausgeführt sein kann zur Interaktion mit einem Benutzer. Des Weiteren umfasst das Dialysegerät eine Aufnahmevorrichtung 401 zur Aufnahme eines Dialysefilters 300, mit dem die Maschine zur Durchführung einer Dialysebehandlung interagiert. Die Aufnahmevorrichtung 401 umfasst nicht dargestellte Mittel zur Messung des messbaren Parameters (104) des Dialysefilters 300, sowie zum Auslesen der Speichervorrichtung 103. Eine Steuervorrichtung 402 ist zur Steuerung des Dialysegeräts eingerichtet.
Das Dialysegerät 400 muss zur Durchführung einer Behandlung mit einem Dialysefilter 300 aufgerüstet werden. Selbstverständlich sind zur Durchführung einer Behandlung noch weitere, in Figur 4 nicht dargestellte Teile oder Einmalteile notwendig, die mit dem Dialysegerät 400 Zusammenwirken. Diese umfassen beispielsweise Schlauchsätze, Konzentratbehälter zur Herstellung medizinischer Stoffe wie Fluide, Tropfkammern und Ähnliches. Jedes dieser Teile kann analog zu dem Dialysefilter 300 erfindungsgemäß markiert werden.
Das Dialysegerät 400 ist erfindungsgemäß dazu eingerichtet, die Originalität des Dialysefilters 300, mit dem es zur Durchführung einer Behandlung zusammenwirkt, zu überprüfen. Dies kann in verschiedener Weise erfolgen.
Das Dialysegerät selbst kann Vorrichtungen 401 zum Messen des messbaren Parameters der Vorrichtung 100 aufweisen. Beispielsweise kann das Dialysegerät 400 über Aufnahmevorrichtungen zur Aufnahme des Dialysefilters 300 verfügen, die über entsprechende elektrische Kontakte verfügen, die bei der Aufnahme des Dialysefilters die elektrischen Kontakte 101 der Vorrichtung 100 kontaktieren und so eine Messung des Widerstands der Struktur 104 ermöglichen. In der Figur 4 ist diese Vorrichtung symbolisch vereinfacht als Rechteck 401 dargestellt. Über diese elektrische Kontaktierung kann dann der sich ergebende Widerstand bestimmt werden. Ebenfalls kann das Dialysegerät 400 über eine Auslesevorrichtung zum Auslesen der in der Speichervorrichtung 103 verschlüsselt gespeicherten Information verfügen. Das kann beispielsweise eine Kamera oder ein QR-Code- oder Barcodescanner sein. Denkbar ist auch eine Auslesevorrichtung für elektronisch gespeicherte Information wie RFID oder NFC Lesevorrichtungen.
Das Dialysegerät 400 und der verwendete Dialysefilter 300, welcher mit dem Gerät zusammenwirkt, können so eingerichtet sein, dass ein Zusammenwirken in nur einer bestimmten relativen Position zueinander möglich ist, um die Messung des messbaren Parameters und das Auslesen der Speichervorrichtung 103 sicherzustellen. Dies kann durch entsprechende Formgebung des Dialysefilters 300 und der Aufnahmevorrichtung 401 realisiert werden, die eine Aufnahme des Teils in nur einer bestimmten Position erlauben. Diese Art der Formschlüssigkeit kann generell auf jedwedes Gerät und damit zusammenwirkende oder interagierenden Teile, die erfindungsgemäß markiert sind, angewendet werden.
Eine andere Ausbildungsform sieht vor, eine externe Vorrichtung zum Messen des messbaren Parameters und zum Auslesen der Speichervorrichtung 103 zu verwenden. Dies hat den Vorteil, dass Geräte, wie Dialysegeräte, nicht zwingend umgerüstet werden müssen, solange sie dazu eingerichtet sind, die Information über die Originalität eines verwendeten Teils erhalten zu können. Dies ist
insbesondere durch eine beliebige Datenverbindung des Geräts möglich, beispielsweise eine Netzwerkverbindung. Hierbei wird der messbare Parameter durch ein entsprechend dazu eingerichtetes externes Gerät gemessen, welches ebenfalls zum Auslesen der verschlüsselt gespeicherten Information eingerichtet ist. Das externe Gerät verfügt über den Schlüssel zum Entschlüsseln der gespeicherten Information und kann so feststellen, ob die Information zum gemessenen Parameter passt. In einer Ausführungsform kann das externe Gerät den eingelesenen Code auch undekodiert an eine zentrale Instanz, wie einen Server, senden, wo die Information dekodiert wird und wieder an das externe Gerät zurückgesendet wird. Das Ergebnis der Überprüfung, ob der gemessene Parameter zur dekodierten Information aus der Speichervorrichtung passt, wird dann dem Gerät 400, welches mit dem Teil 300, das erfindungsgemäß markiert ist, Zusammenwirken soll, in beliebiger Weise, beispielsweise über eine (geschützte) Netzwerkverbindung mitgeteilt.
Das Dialysegerät 400, welchem die Information über die Originalität eines zu verwendenden Teils bekannt gemacht wird, kann abhängig davon weitere Aktivitäten initiieren. Hierzu kann das Steuergerät 402 entsprechend konfiguriert sein. Beispielsweise kann das Dialysegerät eine Information auf einem Bildschirm 403 anzeigen, die Auskunft darüber gibt, ob ein Originalteil oder kein Originalteil erkannt wurde. Entsprechende Warnhinweise können bei Letzterem den Benutzer über die Risiken aufklären, kein Originalteil zu verwenden.
Darüber hinaus kann die Behandlung ganz oder in Teilen verhindert werden, wenn kein Originalteil erkannt wird. So können beispielsweise bestimmte Behandlungsoptionen nur bei Verwendung von Originalteilen frei geschaltet werden, während grundlegende Behandlungen auch mit Nichtoriginalteilen durchführbar sein können. Behandlungsoptionen, die beispielsweise für Dialysegeräte nur bei Verwendung von Originalteilen freigeschaltet werden, umfassen beispielsweise Hämodiafiltration, Single Needle Dialyse, Dialyse für pädiatrische Patienten etc.
Es kann vorgesehen sein, für grundlegende Behandlungen Alternativprodukte zu akzeptieren, die hierfür nicht mit der erfindungsgemäßen Markierung versehen sein müssen. Stellt das Dialysegerät allerdings fest, dass eine erfindungsgemäße Markierung vorhanden ist, diese aber eine Fälschung ist, kann jedwede Behandlung verweigert werden. Dies ist dann der Fall, wenn die Messung des messbaren Parameters und die abgespeicherte Information darüber nicht zueinander passen.
In jedem Fall kann das Einlesen und/oder Verwenden als auch das Verweigern oder Freischalten von Behandlungen oder Behandlungsoptionen dokumentiert werden, in dem eine entsprechende Information darüber abgespeichert wird.
Wie schon beschrieben, kann das Dialysegerät nach dem Einlesen der Information, die auf der Speichervorrichtung 103 abgespeichert ist, die Vorrichtung 100 derartig manipulieren, dass die Parameter, die messbar sein sollen, nicht mehr messbar sind und/oder die Vorrichtung nach dem Auslesen der Speichervorrichtung so manipulieren, dass ein Erneutes Bestimmen der messbaren Parameter erschwert oder verhindert wird.
Andere Technikbereiche und Anwendungen, bei denen die erfindungsgemäße Markierung und Verfahren angewendet werden können, sind beispielsweise die Automobilindustrie oder die Fliegerei.
Für beide Bereiche ist es wichtig, dass beispielsweise Ersatzteile zur Anwendung kommen, die nicht gefälscht sind und bestimmte Mindestanforderungen erfüllen.
Dementsprechend können Fahrzeuge und Flugzeuge derart eingerichtet sein, dass sie den Betrieb nur dann erlauben, wenn die Originalität eines Austauschteils, welches routinemäßig beispielsweise zu Wartungsintervallen oder außerplanmäßig bei auftretenden Defekten durch die erfindungsgemäße Markierung bewiesen wurde.
Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, indem Steuergeräte von Fahrzeugen oder Flugzeugen nach Bemerken eines Wartungsbedarfs oder eines Defekts den Weiterbetrieb erst dann erlauben, wenn dem Steuergerät durch
Auslesen der Speichervorrichtung und Vergleichs mit der Messung des messbaren Parameters eines erfindungsgemäß markierten Ersatzteils die Originalität des eingebauten Teils mitgeteilt wird.
Dies kann beispielsweise durch Einscannen eines optischen Codes (QR Code 103) mit einem entsprechenden Scanner erfolgen und Messen des zumindest einen messbaren Parameters, beispielsweise des sich ergebenden elektrischen Widerstands mit einem entsprechenden Messgerät.
Wird hierbei in schon beschriebener Weise die Originalität des mit der Vorrichtung 100 versehenen Teils festgestellt, kann dem Steuergerät des Fahrzeugs oder Flugzeugs dies in beliebiger Weise, beispielsweise durch Übermittlung per OBD (On Board Diagnose) Schnittstelle oder durch sonstige Netzwerkverbindungen mitgeteilt werden. Das Steuergerät ist dementsprechend eingerichtet, den Betrieb des Fahrzeugs oder Flugzeugs nur dann freizugeben, wenn die Originalität des Teils in der beschriebenen Weise festgestellt wurde.
Eine weitere Methode und hierzu verwendete Vorrichtungen, die Nachahmung von Originalteilen zu erschweren, wird nachfolgend beschrieben.
Im Stand der Technik können Produkte wie medizinische Einmalartikel mit einem einmaligen Code, wie beispielsweise einem QR Code, markiert werden. Wird auf die Schaffung eines messbaren Parameters des Produkts wie zuvor beschrieben verzichtet, kann durch Kopieren einer solchen Markierung ein Nachahmerprodukt geschaffen werden. Um die Verwendung eines solchen Nachahmerprodukts zu erschweren, kann vorgesehen sein, jedes Einlesen und/oder Verwenden eines solchermaßen markierten Produkts an zentraler Stelle zu speichern. Geräte, die mit entsprechend markierten Produkten Zusammenarbeiten, haben eine Datenverbindung zu der zentralen Stelle (bspw. Cloudspeicher) und werden entsprechend über die schonmalige Verwendung eines Produkts informiert und können dementsprechend in schon beschriebener Weise reagieren.
Die Figur 5 zeigt hierzu ein Ausführungsbeispiel anhand einer Dialysebehandlung. Die in Figur 5 beschriebene Ausführung ist bei jedem anderen technischen Gerät
ausführbar, bei dem die Originalität verwendeter Teile sichergestellt werden soll. Alle Ausführungsformen, die im Zusammenhang mit einem Dialysegerät im Folgenden beschrieben werden, sind, sofern technisch möglich und sinnvoll auch mit jedem anderen technischen Gerät möglich.
In diesem Beispiel dient ein Smartphone 501 dazu, den Code 103 eines medizinischen Einmalartikels 300 in einem Schritt 510 einzulesen. Das Smartphone sendet die eingelesenen Information an eine zentrale Stelle (Cloudspeicher oder Server) 503. Optional kann auch eine Geräte-ID des Dialysegeräts 400 oder Patientendaten, wie Patientenname oder Patienten-ID des Patienten 504 mit dem Smartphone in einem Schritt 511 eingelesen werden. In welcher Form diese Daten vorliegen, spielt keine Rolle. Diese können beispielsweise auch optisch kodiert sein (QR Code, wie in Figur 5 dargestellt) und am Dialysegerät und dem Patienten vorgehalten werden, sie können aber auch elektronisch übermittelt werden. Das Smartphone 501 übermittelt den eingelesenen Code 103 und ggfls. die optional eingelesenen Patienten- und/oder Gerätedaten an die zentrale Stelle 503 im Schritt 512. Hierbei kann die Dekodierung des Codes 103 im Smartphone 501 selbst erfolgen, sofern der Entschlüsselungscode in diesem vorgehalten wird, oder die Dekodierung erfolgt in der zentralen Stelle 503 selbst. Letzteres hat den Vorteil, dass der Entschlüsselungscode an zentraler Stelle verbleibt.
An der zentralen Stelle 503 wird das Einlesen des Codes 103 dokumentiert und geprüft, ob ein Einlesen oder eine Verwendung des mit dem Code versehenen Produkts 300 einmaligen Codes schon vorher dokumentiert wurde.
Das Verwenden des medizinischen Einmalartikels 300 kann dokumentiert werden, in dem das Dialysegerät nach erfolgter Behandlung zumindest mittelbar über das Smartphone eine entsprechende Mitteilung an die zentrale Stelle sendet.
Es ist vorgesehen, zur Freischaltung von Gerätefunktionalitäten oder Behandlungsoptionen eine Freischaltung an der zentralen Stelle 503 anzufordern. Eine derartige Freischaltung kann einen Freischaltcode beinhalten, der an das Smartphone im Schritt 513 zurückgesendet wird. Ein derartiger Freischaltcode kann ein alphanumerischer Code sein, der am Smartphone angezeigt wird und nach
Eingabe in die Bedienerschnittstelle 403 am Dialysegerät dazu führt, dass das Steuergerät 402 entsprechende Gerätefunktionalitäten oder Behandlungsoptionen am Dialysegerät freischaltet. Ebenfalls möglich ist die direkte Freischaltung derart, dass der Freischaltcode über eine entsprechende Datenverbindung zum Dialysegerät 400 übermittelt wird (Schritt 514).
Wird in der zentralen Stelle 503 festgestellt, dass der eingelesene Code schon vorher eingelesen wurde und/oder die Verwendung eines Produkts, welches mit dem eingelesenen Code versehen ist, schon bekannt ist, kann die Freischaltung des Dialysegeräts zur Behandlung ganz oder teilweise verweigert werden.
Die in Figur 5 gezeigte Ausführungsform zeigt ein Smartphone als Vorrichtung zum Einlesen der Markierung 503 und dem Datenaustausch zwischen zentraler Stelle 503 und dem Dialysegerät 500.
Jedes andere entsprechend ausgerüstete Gerät, wie Tabletcomputer oder Smartwatches kann hierzu verwendet werden. Auf die Verwendung eines derartigen Geräts kann ganz verzichtet werden, wenn dessen Funktionalität im Dialysegerät selbst vorhanden ist.
Dieses Verfahren ermöglicht es auch, die Wiederverwendung von medizinischen Einmalartikeln zu erkennen und zu verhindern oder nur für eine bestimmte Anzahl von Verwendungen freizugeben.
Claims
1. Vorrichtung (100) zur Markierung eines Produkts, umfassend eine Speichervorrichtung (103), die das Ergebnis einer Messung zumindest eines messbaren Parameters des Produkts oder der Vorrichtung (100) verschlüsselt auslesbar speichert.
2. Vorrichtung (100) nach Anspruch 1 , wobei der zumindest eine messbare Parameter eine Eigenschaft zumindest eines Teils des Produkts oder der Vorrichtung ist, der bei der Herstellung des Produkts oder der Vorrichtung unter Verwendung eines Verfahrens zur Erzeugung zufälliger oder quasizufälliger Zahlen erzeugt wurde, wodurch das Ergebnis der Messung zufällig oder quasizufällig ist.
3. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der zumindest eine messbare Parameter ein physikalischer, optischer, mechanischer, chemischer oder elektrischer Parameter oder eine Kombination hiervon ist.
4. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wonach der Parameter ein elektrischer Widerstand, eine Kapazität, eine Induktivität, ein Transmissionsgrad, ein Reflexionsgrad, eine Abmessung, ein Gewicht, eine Farbe, eine Farbkombination, ein optisches Muster oder ein mechanisches Muster ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wonach die Speichervorrichtung (103) eine optische Kodierung des Messergebnisses des messbaren Parameters umfasst.
6. Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wonach die Vorrichtung in Form eines Etiketts, Auszeichners, Anhängers, Tags oder Schilds vorliegt.
7. Produkt (300), welches eine Vorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche aufweist oder umfasst.
8. Medizintechnisches Produkt, medizinisches Einmalprodukt, Blutfilter, Dialysefilter (300), medizinisches Schlauchset, medizinischer Fluidbehälter, Tropfkammer nach Anspruch 7.
9. Gerät (400), das mit einer Vorrichtung (100), einem Produkt oder einem medizintechnischem Produkt (300) nach einem der vorhergehenden Ansprüche interagieren kann, aufweisend eine Lesevorrichtung (401 ), die zum Auslesen der Speichervorrichtung (103) eingerichtet ist, und eine Messvorrichtung (401 ), die zur Messung des zumindest einen messbaren Parameters eingerichtet ist, wobei das Gerät (400) abhängig von dem ausgelesenen Ergebnis und der Messung Gerätefunktionalitäten, welche mit dem Gerät (400) durchführbar sind, freischaltet oder sperrt.
10 Gerät (400) nach Anspruch 9, welches dazu eingerichtet ist, die Vorrichtung (100) nach dem Einlesen der Speichervorrichtung (103) derart zu manipulieren, dass das Auslesen der Speichervorrichtung (103) und/oder das Messen des messbaren Parameters nicht mehr möglich ist.
11. Gerät (400) nach Anspruch 9 oder 10, wobei das Gerät ein medizintechnisches Gerät ist und insbesondere zur Durchführung einer Blutbehandlung wie Hämodialyse, Hämodiafiltration, Plasmapherese oder Peritonealdialyse eingerichtet ist, wobei die Gerätefunktionalitäten Behandlungsoptionen sind.
12. Verfahren zur Markierung eines Produkts (300) umfassend die Schritte:
Messen zumindest eines messbaren Parameters des Produkts (300) oder einer Vorrichtung (100) zur Markierung des Produkts (300),
Verschlüsseltes und wiederauslesbares Abspeichern des Ergebnisses der Messung auf einer Speichervorrichtung (103).
13. Verfahren nach Anspruch 12, umfassend die Schritte:
Herstellen zumindest eines Teils A des Produkts (300) oder der Vorrichtung (100) unter Verwendung eines Verfahrens zur Erzeugung zufälliger oder quasizufälliger Zahlen, wobei das Messen des zumindest einen messbaren Parameters des Produkts oder einer Vorrichtung das Messen eines Parameters des zumindest einen Teils A ist, sodass das Ergebnis der Messung zufällig oder quasizufällig ist.
14. Verfahren zum Freischalten von Geräteoptionen umfassend die Schritte: i) Messen des zumindest einen messbaren Parameters des Produktes (300) oder der Vorrichtung (100) erhalten aus einem Verfahren nach den Ansprüchen 12 oder 13, ii) Auslesen der Speichervorrichtung (103) und Dekodieren der dort enthaltenen Information, iii) Vergleichen der dekodierten Information aus Schritt ii mit dem Ergebnis der Messung aus Schritt i und abhängig von dem Vergleich Freigeben oder Sperren von Gerätefunktionalitäten eines Gerätes.
15. Verfahren nach Anspruch 14, umfassend den anschließenden Schritt: iv) Manipulieren des Produkts (300) oder der Vorrichtung (100) derart, dass das Auslesen der Speichervorrichtung (103) und/oder das Messen des messbaren Parameters nicht mehr möglich ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE102023123596.6A DE102023123596A1 (de) | 2023-09-01 | 2023-09-01 | Vorrichtung und Verfahren zum fälschungssicheren Markieren von Produkten und zum Freischalten von Gerätefunktionalitäten |
| PCT/EP2024/073975 WO2025045902A1 (de) | 2023-09-01 | 2024-08-28 | Vorrichtung und verfahren zum fälschungssicheren markieren von produkten und zum freischalten von gerätefunktionalitäten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| EP4771382A1 true EP4771382A1 (de) | 2026-07-08 |
Family
ID=92633806
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| EP24765334.8A Pending EP4771382A1 (de) | 2023-09-01 | 2024-08-28 | Vorrichtung und verfahren zum fälschungssicheren markieren von produkten und zum freischalten von gerätefunktionalitäten |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP4771382A1 (de) |
| DE (1) | DE102023123596A1 (de) |
| WO (1) | WO2025045902A1 (de) |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102013002231A1 (de) * | 2013-02-11 | 2014-08-14 | Fresenius Medical Care Deutschland Gmbh | Vorrichtung und Verfahren zur Erzeugung und Anzeige von für medizinische Geräte und medizinische Behandlungen spezifischen Grafikkodierungen |
| EP3699792A1 (de) * | 2019-02-20 | 2020-08-26 | Fresenius Medical Care Deutschland GmbH | Verbrauchseinheit mit sicherheitselement, sicherheitselement und verfahren zur herstellerseitigen sicherung eines zulaessigen verbrauchs |
| EP3910646A1 (de) * | 2020-05-11 | 2021-11-17 | Fresenius Medical Care Deutschland GmbH | Medizinisches behandlungssystem zur identifizierung und autorisierung medizinischer kraefte |
| EP4366796A1 (de) * | 2021-07-05 | 2024-05-15 | B. Braun Melsungen AG | Medizinischer einmalartikel mit integriertem marker |
-
2023
- 2023-09-01 DE DE102023123596.6A patent/DE102023123596A1/de active Pending
-
2024
- 2024-08-28 EP EP24765334.8A patent/EP4771382A1/de active Pending
- 2024-08-28 WO PCT/EP2024/073975 patent/WO2025045902A1/de not_active Ceased
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE102023123596A1 (de) | 2025-03-06 |
| WO2025045902A1 (de) | 2025-03-06 |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: UNKNOWN |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: THE INTERNATIONAL PUBLICATION HAS BEEN MADE |
|
| PUAI | Public reference made under article 153(3) epc to a published international application that has entered the european phase |
Free format text: ORIGINAL CODE: 0009012 |
|
| STAA | Information on the status of an ep patent application or granted ep patent |
Free format text: STATUS: REQUEST FOR EXAMINATION WAS MADE |
|
| 17P | Request for examination filed |
Effective date: 20260401 |
|
| AK | Designated contracting states |
Kind code of ref document: A1 Designated state(s): AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC ME MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |