EP4763963A1 - Stabile flüssigwaschmittel - Google Patents

Stabile flüssigwaschmittel

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EP4763963A1
EP4763963A1 EP25221485.3A EP25221485A EP4763963A1 EP 4763963 A1 EP4763963 A1 EP 4763963A1 EP 25221485 A EP25221485 A EP 25221485A EP 4763963 A1 EP4763963 A1 EP 4763963A1
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EP
European Patent Office
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agents
acid
liquid surfactant
containing agent
agent according
Prior art date
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Pending
Application number
EP25221485.3A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Petra WOLTERY
Sheila Edwards
Simon Assmann
Nicole BODE
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Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11D—DETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D3/00—Other compounding ingredients of detergent compositions covered in group C11D1/00
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    • C11D3/2041—Dihydric alcohols
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Abstract

Ein flüssiges tensidhaltiges Mittel zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien, welches 1,2-Octandiol enthält, ist auch ohne Zusatz herkömmlicher Konservierungsmittel keimresistent und hat eine textilweichmachende Wirkung.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein flüssiges tensidhaltiges Mittel zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien, das 1,2-Octandiol enthält, dessen Verwendung als weichmachendes, antimikrobiell wirksames Waschmittel, ein Verfahren zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien, bei dem dieses Mittel eingesetzt wird, sowie die Verwendung von 1,2-Octandiol in flüssigen Waschmitteln zur Verhinderung oder Verringerung der Verkeimung und als weichmachende Komponente.
  • Flüssigwaschmittel werden von Verbrauchern wegen ihrer bequemen Dosierung und Handhabung häufig verwendet und anerkannt. Diese neigen jedoch zur Verkeimung. Um dies zu vermeiden, werden Flüssigwaschmitteln Konservierungsmittel zugefügt, die durch ihre antimikrobielle Wirkung einen stabilisierenden Effekt haben. Insbesondere Verbraucher mit empfindlicher Haut oder mit Allergien wünschen jedoch Produkte mit geringem oder keinem sensibilisierenden Potenzial. Da einige gängige Konservierungsmittel sensibilisierend wirken können, bestand der Wunsch, solche Konservierungsmittel aus den Rezepturen zu entfernen bzw. durch weniger risikobehaftete Stoffe zu ersetzen.
  • Zudem ist es seitens der Verbraucher erwünscht, dass sich die gewaschene Wäsche möglichst weich anfühlt. Viele, insbesondere empfindliche, Verbraucher meiden jedoch den Einsatz herkömmlicher Weichspüler. Ein Waschmittel, das der Wäsche auch ohne übliche Weichspülwirkstoffe eine größere Weichheit verleiht, war daher wünschenswert.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein mikrobiologisch stabiles flüssiges Textilwaschmittel bereitzustellen, in welchem keine herkömmlichen Konservierungsmittel erforderlich sind und welches gleichzeitig den Ansprüchen an Sauberkeit und Weichheit der gewaschenen Wäsche genügt.
  • Überraschend wurde gefunden, dass durch Zugabe von 1,2-Octandiol die mikrobiologische Resistenz eines flüssigen Textilwaschmittels so weit verbessert wird, dass auf den Einsatz herkömmlicher Konservierungsmittel verzichtet werden kann, und gleichzeitig die gewaschene Wäsche deutlich weicher wird.
  • Die vorliegende Aufgabe wurde demnach gelöst durch ein flüssiges tensidhaltiges Mittel zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass es 1,2-Octandiol enthält.
  • Das Mittel kann zur Textilwäsche verwendet werden. Ein weiterer Gegenstand dieser Anmeldung ist daher ein Verfahren zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien unter Einsatz dieses Mittels.
  • Weitere Gegenstände dieser Anmeldung sind die Verwendung von 1,2-Octandiol in Waschmitteln zur Verringerung oder Verhinderung der Verkeimung sowie zur verbesserten Weichheit der Wäsche.
  • Diese und weitere Aspekte, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden für den Fachmann aus dem Studium der folgenden detaillierten Beschreibung und Ansprüche ersichtlich. Dabei kann jedes Merkmal aus einem Aspekt der Erfindung in jedem anderen Aspekt der Erfindung eingesetzt werden. Ferner ist es selbstverständlich, dass die hierin enthaltenen Beispiele die Erfindung beschreiben und veranschaulichen sollen, diese aber nicht einschränken und insbesondere die Erfindung nicht auf diese Beispiele beschränkt ist.
  • Alle Prozentangaben sind, sofern nicht anders angegeben, Gewichts-% bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel/Zusammensetzung.
  • Numerische Bereiche, die in dem Format "von x bis y" angegeben sind, schließen die genannten Werte ein. Wenn mehrere bevorzugte numerische Bereiche in diesem Format angegeben sind, ist es selbstverständlich, dass alle Bereiche, die durch die Kombination der verschiedenen Endpunkte entstehen, ebenfalls erfasst werden.
  • "Mindestens ein", wie hierin verwendet, bezieht sich auf 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder mehr. Im Zusammenhang mit Bestandteilen der hierin beschriebenen Zusammensetzungen bezieht sich diese Angabe nicht auf die absolute Menge an Molekülen, sondern auf die Art des Bestandteils. "Mindestens ein anionisches Tensid" bedeutet daher beispielsweise ein oder mehrere verschiedene anionische Tenside, d.h. eine oder mehrere verschiedene Arten von anionischen Tensiden. Zusammen mit Mengenangaben beziehen sich die Mengenangaben auf die Gesamtmenge der entsprechend bezeichneten Art von Bestandteil.
  • Das erfindungsgemäße Mittel enthält 1,2-Octandiol. Dieses Diol ist auch unter dem Trivialnamen Caprylylglycol bekannt und ist unter anderem unter dem Handelsnamen Yesteem 85 kommerziell erhältlich. Im erfindungsgemäßen Mittel ist 1,2-Octandiol in einer Menge von 0,1 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 1,5 Gew.-% enthalten, bezogen auf das Mittel.
  • Weiterhin enthält das erfindungsgemäße Mittel bevorzugt ein oder mehrere Tenside, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Aniontensiden, nichtionischen Tensiden, amphoteren bzw. zwitterionischen Tensiden sowie Gemischen derselben.
  • Als Aniontenside, die im Sinne dieser Anmeldung eingesetzt werden können, sind beispielsweise lineare oder verzweigte Alkylbenzolsulfonate, Fettalkoholsulfate, Alkylethersulfate, Ethercarboxylate, sekundäre Alkansulfonate, Sulfosuccinate, Tauride, Isethionate oder Rhamnolipide zu nennen.
  • Tenside vom Sulfonat-Typ sind als Aniontenside besonders bevorzugt. Als solche kommen dabei vorzugsweise C9-13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält, in Betracht. Geeignet sind auch C12-18-Alkansulfonate und die Ester von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren.
  • Als weitere bevorzugte Aniontenside sind die Fettalkoholsulfate (weitere Bezeichnung: Alk(en)ylsulfate) zu nennen. Als solche werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester der C12-C18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C10-C20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Aus waschtechnischem Interesse sind die C12-C16-Alkylsulfate und C12-C15-Alkylsulfate sowie C14-C15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate sind geeignete anionische Tenside.
  • Geeignete anionische Tenside umfassen weiterhin Alkylethersulfate der Formel

            R1-O-(AO)n-SO3 - X+

  • In dieser Formel steht R1 für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten Alkylrest, bevorzugt für einen Fettalkoholrest. Hierbei sind bevorzugte Reste R1 ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-, Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecyl-, Eicosylresten und deren Mischungen, wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an C-Atomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Reste R1 sind abgeleitet von C8-C18-Fettalkoholen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol, besonders bevorzugt sind dabei C12-14-Fettalkohole. AO steht für eine Ethylenoxid-(EO) oder Propylenoxid- (PO) Gruppierung, vorzugsweise für eine Ethylenoxidgruppierung. Der Index n steht für eine ganze Zahl von 1 bis 50, vorzugsweise von 1 bis 20 und insbesondere von 2 bis 10. Ganz besonders bevorzugt steht n für die Zahlen 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8. X steht für ein einwertiges Kation oder den n-ten Teil eines n-wertigen Kations, bevorzugt sind dabei die Alkalimetallionen und darunter Na+ oder K+, wobei Na+ äußerst bevorzugt ist. Besonders bevorzugt wird ein C12-14-Alkylethersulfat mit 2 EO eingesetzt.
  • Bevorzugt enthält das erfindungsgemäße Mittel zudem Seifen. Bei Seifen handelt es sich um Salze von linearen oder verzweigten, gesättigten oder ein- oder mehrfach ungesättigten C8-22-Carbonsäuren. In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich dabei um eine lineare, gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte C8-22-Carbonsäure, besonders bevorzugt eine lineare, gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte C8-18-Carbonsäure, insbesondere eine lineare, gesättigte oder ein- oder mehrfach ungesättigte C12-18-Carbonsäure. Beispiele für geeignete gesättigte und ungesättigte Fettsäureseifen sind die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
  • Die anionischen Tenside können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Magnesium- oder Ammoniumsalze vorliegen. Als Gegenionen für die anionischen Tenside sind auch die protonierten Formen von Cholin, Triethylamin, Monoethanolamin oder Methylethylamin geeignet.
  • Vorzugsweise enthält das flüssige Textilwaschmittel Aniontenside in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Mittel.
  • Zu den geeigneten nichtionischen Tensiden zählen beispielsweise Fettalkoholalkoxylate, alkoxylierte Fettsäurealkylester, Fettsäureamide, alkoxylierte Fettsäureamide, Polyhydroxyfettsäureamide, Alkylphenolpolyglycolether, Aminoxide, Alkylpolyglycoside, Sophorolipide, Mannosylerythritollipide und Mischungen daraus.
  • Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder propoxylierte, bevorzugt ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 22 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann beziehungsweise lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 Mol EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C8-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO.
  • Die Fettalkoholalkoxylate gehorchen bevorzugt der nachstehenden Formel,

            R' -O-(EO)m-H

    wobei R' für einen linearen oder verzweigten, substituierten oder unsubstituierten C8-C22-Alkylrest steht, EO eine Ethylenoxid-Gruppierung ist und m eine ganze Zahl von 1 bis 50, vorzugsweise 2 bis 20 und bevorzugt 2 bis 10 ist. Insbesondere ist m 3, 4, 5, 6, 7 oder 8.
  • Bevorzugte Reste R' sind ausgewählt aus Decyl-, Undecyl-, Dodecyl-, Tridecyl-, Tetradecyl, Pentadecyl-, Hexadecyl-, Heptadecyl-, Octadecyl-, Nonadecylresten und deren Mischungen, wobei die Vertreter mit gerader Anzahl an Kohlenstoffatomen bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Reste R' sind abgeleitet von Fettalkoholen mit 12 bis 19 Kohlenstoffatomen, beispielsweise von Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder von Oxoalkoholen mit 10 bis 19 Kohlenstoffatomen.
  • Es können auch Mischungen von Fettalkoholethoxylaten mit unterschiedlichen Alkylkettenlängen und Ethoxylierungsgraden eingesetzt werden. Ganz besonders bevorzugte Vertreter sind Fettalkohole mit 10 bis 18 Kohlenstoffatomen und mit 7 EO. Solche Fettalkoholethoxylate sind unter den Verkaufsbezeichnungen Dehydol® LT7 (BASF), Lutensol® AO7 (BASF), Lutensol® M7 (BASF) und Neodol® 45-7 (Shell Chemicals) erhältlich.
  • Ferner kann das flüssige Textilwaschmittel als nichtionisches Tensid Aminoxid enthalten. Als Aminoxid sind prinzipiell alle im Stand der Technik für diese Zwecke etablierten Aminoxide, also Verbindungen, die die Formel R1R2R3NO aufweisen, worin jedes R1, R2 und R3 unabhängig von den anderen eine gegebenenfalls substituierte Kohlenwasserstoffkette mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ist, einsetzbar. Besonders bevorzugt eingesetzte Aminoxide sind solche, in denen R1 Alkyl mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen und R2 und R3 jeweils unabhängig Alkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind, insbesondere Alkyldimethylaminoxide mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen. Beispielhafte Vertreter geeigneter Aminoxide sind N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid, N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, Myristyl-/Cetyldimethylaminoxid oder Lauryldimethylaminoxid.
  • Als nichtionische Tenside eignen sich weiterhin beispielsweise Alkylglykoside der allgemeinen Formel RO(G)x, in der R einem primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen entspricht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis 1,4.
  • Weitere geeignete nichtionische Tenside sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkylkette. Auch Polyhydroxyfettsäureamide, Polyolfettsäureester, alkoxylierte Triglyceride, Hydroxymischether, Sorbitanfettsäureester und Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Sorbitanfettsäureester wie beispielsweise die Polysorbate, Zuckerfettsäureester und Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Zuckerfettsäureester, Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid an Fettsäurealkanolamide und Fettamine, Fettsäure-N-alkylglucamide sowie Biotenside wie Sophorolipide oder Mannosyl-Erythritollipide (MEL) können als nichtionische Tenside zum Einsatz kommen.
  • Vorzugsweise enthält das flüssige Textilwaschmittel nichtionische Tenside in einer Menge von 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-%, bezogen auf das Mittel.
  • Auch zwitterionische oder amphotere Tenside können eingesetzt werden, beispielsweise Betaine, Sulfobetaine oder Amphoacetate.
  • Kationische Tenside können ebenfalls eingesetzt werden, etwa quartäre Ammoniumverbindungen, insbesondere Esterquats. In einer bevorzugten Ausführungsform ist das flüssige Textilwaschmittel jedoch frei von Kationtensiden.
  • Das flüssige Mittel enthält bevorzugt Wasser. Daneben können dem Mittel nichtwässrige, organische Lösemittel zugesetzt werden. Geeignete nichtwässrige Lösungsmittel umfassen ein- oder mehrwertige Alkohole, Alkanolamine oder Glykolether, sofern sie im angegebenen Konzentrationsbereich mit Wasser mischbar sind. Vorzugsweise werden die Lösungsmittel ausgewählt aus Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, Butanolen, Glykol, Propandiol, Butandiol, Methylpropandiol, Glycerin, Diglykol, Propyldiglycol, Butyldiglykol, Hexylenglycol, Ethylenglykolmethylether, Ethylenglykolethylether, Ethylenglykolpropylether, Ethylenglykolmono-n-butylether, Diethylenglykolmethylether, Diethylenglykolethylether, Propylenglykolmethylether, Propylenglykolethylether, Propylenglykolpropylether, Dipropylenglykolmonomethylether, Dipropylenglykolmonoethylether, Methoxytriglykol, Ethoxytriglykol, Butoxytriglykol, 1-Butoxyethoxy-2-propanol, 3-Methyl-3-methoxybutanol, Propylen-glykol-t-butylether, Di-n-octylether sowie Mischungen dieser Lösungsmittel. Besonders bevorzugt wird ein Alkohol, insbesondere Ethanol und/oder Glycerin, eingesetzt.
  • Zur weiteren Verbesserung der Stabilität der Mittel können Lösungsvermittler, auch als Hydrotrope bezeichnet, eingesetzt werden. Der Begriff "Hydrotrop", wie im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung verwendet, bezieht sich auf Zusatzstoffe oder Lösungsmittel, die die Steigerung der Wasserlöslichkeit von schwerlöslichen (hydrophoben) organischen Verbindungen bewirken. Dabei wird der schwerlöslichen Substanz eine zweite Komponente (d.h. das Hydrotrop) zugesetzt, die selbst aber kein Lösungsmittel ist. Derartige Hydrotrope weisen hydrophile und hydrophobe Struktureinheiten auf (wie Tenside), zeigen aber (anders als Tenside) nicht die Tendenz, in Wasser Aggregate zu bilden. In verschiedenen Ausführungsformen haben diese Hydrotrope keine Mizellen-bildende Aktivität oder die kritische Mizellbildungskonzentration (CMC) ist größer als 10-4 mol/L, vorzugsweise größer als 10-3 mol/L und noch bevorzugter 10-2 mol/L. Die "kritische Mizellbildungskonzentration" ist im Einklang mit dem allgemeinen Verständnis im Stand der Technik die Konzentration des entsprechenden Stoffs, über welcher dieser anfängt Mizellen zu bilden und jedes weitere Molekül, das dem System zugesetzt wird, in die Mizellen übergeht. Die eingesetzten Hydrotrope haben typischerweise ein Molekulargewicht < 10.000 g/mol, vorzugsweise < 2500 g/mol, bevorzugter < 1000 g/mol und am meisten bevorzugt < 500 g/mol. Sie können beispielsweise ausgewählt werden aus kurzkettigen Mono-, Di-, Tri-, Tetra- oder Penta-Alkylbenzolsulfonaten, insbesondere C1-6 Alkylbenzolsulfonaten, wobei die Alkylgruppen linear oder verzweigt sein können, einschließlich aber nicht beschränkt auf Cumolsulfonat, Toluolsulfonat und/oder Xylolsulfonat sowie Butylglykol, Propylenglykol, 3-Methoxy-3-methyl-1-butanol, 2,2-Dimethyl-4-hydroxymethyl-1,2-dioxolan, Propylencarbonat, Butyllactat, 2-Isobutyl-2-methyl-1,3-dioxolan-4-methanol oder Mischungen daraus.
  • Zur Einstellung des gewünschten pH-Werts können dem erfindungsgemäßen Mittel, sofern sich dieser pH-Wert nicht von selbst durch die Mischung der übrigen Komponenten ergibt, system- und umweltverträgliche Säuren, insbesondere Zitronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure, Aminosäuren wie beispielsweise Glycin, Glutaminsäure, Arginin und/oder Asparaginsäure, Glykolsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Salicylsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber gegebenenfalls auch Mineralsäuren, insbesondere Schwefelsäure, oder Basen, insbesondere Ammonium- oder Alkalihydroxide, zugefügt werden.
  • Es ist weiterhin bevorzugt, dass das flüssige Textilwaschmittel nur eine begrenzte Menge an üblichen als Konservierungsmittel wirksamen Inhaltsstoffen aufweist und vorzugsweise frei von Konservierungsmitteln ist. Als übliche Konservierungsmittel sind dabei insbesondere 2H-Isothiazol-3-on-Derivate (Isothiazole und deren Derivate) zu nennen. Weitere üblicherweise in flüssigen Textilwaschmitteln eingesetzte Konservierungsmittel sind antimikrobielle Wirkstoffe aus der Gruppe von antimikrobiellen Peptiden, Benzylalkohol, formaldehydhaltigen Konservierungsmitteln, Phthalimiden, Benzalkoniumchlorid, Benzoesäure, Phenoxyethanol oder Mischungen von diesen. Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass diese als Konservierungsmittel wirksame Inhaltsstoffe in einer Menge von weniger als 0,5 Gew.-%, besonders bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% im erfindungsgemäßen Mittel enthalten sind. Es ist insbesondere bevorzugt, dass das flüssige Textilwaschmittel frei von diesen Inhaltsstoffen ist. Dies bedeutet im Rahmen dieser Erfindung, dass andere als Konservierungsmittel wirksame Inhaltsstoffe weder als separater Inhaltsstoff zugesetzt werden noch über Zubereitungen weiterer Inhaltsstoffe in das beanspruchte Mittel eingebracht wird, wie zum Beispiel in Mengen von bis zu 0,01 bzw. von bis zu 0,001 Gew.-% bezogen auf die Gesamtmasse des Mittels.
  • Ein bevorzugter Gegenstand ist demnach ein flüssiges Textilwaschmittel wie in dieser Anmeldung beschrieben, welches keinen antimikrobiellen Wirkstoff aus der Gruppe von antimikrobiellen Peptiden, Benzylalkohol, formaldehydhaltigen Konservierungsmitteln, Isothiazolen und deren Derivaten, Phthalimiden, Benzalkoniumchlorid, Benzoesäure, Phenoxyethanol oder Mischungen von diesen aufweist.
  • Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass das flüssige Textilwaschmittel mindestens einen weiteren Wirkstoff, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend Enzyme, Gerüststoffe (Builder), Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, hautpflegenden Wirkstoffe, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber enthält.
  • Der flüssige Textilwaschmittel kann ein oder mehrere Enzyme enthalten. Prinzipiell sind diesbezüglich alle im Stand der Technik für diese Zwecke etablierten Enzyme einsetzbar. Vorzugsweise handelt es sich um eines oder mehrere Enzyme, die in einem Waschmittel eine katalytische Aktivität entfalten können, insbesondere eine Protease, Amylase, Lipase, Cellulase, Hemicellulase, Mannanase, Pektin-spaltendes Enzym, Tannase, Xylanase, Xanthanase, ß-Glucosidase, Carrageenase, Perhydrolase, Oxidase, Oxidoreduktase, Hexosaminidase sowie deren Gemische. Bevorzugte hydrolytische Enzyme umfassen insbesondere Proteasen, Amylasen, insbesondere a-Amylasen, Cellulasen, Lipasen, Hemicellulasen, insbesondere Pectinasen, Mannanasen, b-Glucanasen, sowie deren Gemische. Besonders bevorzugt sind Enzyme ausgewählt aus der Gruppe umfassend Amylasen, Proteasen, Cellulasen, Mannanasen und Lipasen sowie deren Gemische. Diese Enzyme sind im Prinzip natürlichen Ursprungs; ausgehend von den natürlichen Molekülen stehen für den Einsatz in Waschmitteln verbesserte Varianten zur Verfügung, die entsprechend bevorzugt eingesetzt werden. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Inaktivierung zu schützen. Die einzusetzenden Enzyme können ferner zusammen mit Begleitstoffen, etwa aus der Fermentation, oder mit Stabilisatoren konfektioniert sein.
  • Es ist erfindungsgemäß bevorzugt, dass das flüssige Textilwaschmittel mindestens ein Enzym aufweist, besonders bevorzugt ein oder mehrere Enzyme vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Amylasen, Proteasen, Cellulasen, Mannanasen, Lipasen sowie Gemische derselben.
  • Ein erfindungsgemäßes Textilwaschmittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen, organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Zitronensäure und Zuckersäuren, monomere und polymere Aminopolycarbonsäuren und deren Salze, insbesondere Glutaminsäure-N,N-diessigsäure (GLDA), Methylglycindiessigsäure (MGDA), Nitrilotriessigsäure (NTA), Iminodisuccinate wie EthylendiaminN,N'-dibernsteinsäure (EDDS) und Hydroxyiminodisuccinate (HIDS), Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) sowie Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren, insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis (methylenphosphonsäure), Lysintetra(methylenphosphonsäure) und 1-Hydroxyethan1,1-diphosphonsäure, polymere Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere durch Oxidation von Polysacchariden zugängliche Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren, Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative mittlere Molekülmasse der Homopolymeren ungesättigter Carbonsäuren liegt im Allgemeinen zwischen 5 000 g/mol und 200 000 g/mol, die der Copolymeren zwischen 2 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise 50 000 g/mol bis 120 000 g/mol, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer weist eine relative mittlere Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche organische Buildersubstanzen können weiterhin auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten.
  • Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen Polyphosphate, vorzugsweise Natriumtriphosphat, sowie die wasserlöslichen kristallinen und/oder amorphen Alkalisilikat-Builder in Betracht. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die erfindungsgemäßen Textilwaschmittel jedoch phosphatfrei.
  • Als wasserunlösliche anorganische Buildermaterialien werden insbesondere kristalline oder amorphe, wasserdispergierbare Alkalialumosilikate eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, Zeolith P sowie Zeolith MAP und gegebenenfalls Zeolith X, bevorzugt.
  • Als Bleichmittel können alle Stoffe dienen, die durch Oxidation, Reduktion oder Adsorption Farbstoffe zerstören bzw. aufnehmen und dadurch Materialien entfärben. Dazu gehören unter anderem hypohalogenithaltige Bleichmittel, Wasserstoffperoxid, Perborat, Percarbonat, Peroxoessigsäure, Diperoxoazelainsäure, Diperoxododecandisäure und oxidative Enzymsysteme.
  • Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von Textilfasern abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert zu halten. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise Stärke, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich andere als die obengenannten Stärkederivate verwenden, zum Beispiel Aldehydstärken. Bevorzugt werden Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Mischether, wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxymethylcellulose und deren Gemische eingesetzt.
  • Weiterhin können schmutzablösevermögende Polymere oder auch Soil Release-Polymere, sog. SRPs, enthalten sein. Als SRPs sind insbesondere Oligoester erhältlich aus vorzugsweise Terephthalsäure, Isophthalsäure, Sulfoisophthalsäure und/oder deren Methylestern, aliphatischen Dicarbonsäuren (gesättigten und/oder ungesättigten), beispielsweise Adipinsäure, und/oder deren Anhydriden, aliphatischen substituierten Dicarbonsäuren, beispielsweise Nonylbernsteinsäure, Alkylenglykolen (Ethylen-, 1 ,2-Propylen-, 1 ,2-Butylenglykol), Polyethylenglykolen, Alkylpolyethylenglykolen, Polyethylenglykolbenzoesäureester, Polyethylenglykolsulfobenzoesäureester sowie gegebenenfalls Alkanolaminen einsetzbar. Bevorzugt sind Polymere auf Terephthalat-PEG Basis, wie sie beispielsweise unter dem Handelsnamen Texcare® kommerziell erhältlich sind. Alternativ sind auch (Co)Polymere auf Basis von Polyethylenimin, Polyvinylacetat und Polyethylenglykol einsetzbar.
  • Geeignete schmutzablösevermögende Polymere sind generell bereits in hinreichendem Maße aus dem Stand der Technik bekannt. Insbesondere können daher alle im Stand der Technik für diesen Zweck bekannten Polymere eingesetzt werden.
  • Um während des Waschens und/oder des Reinigens von gefärbten Textilien die Farbstoffablösung und/oder die Farbstoffübertragung auf andere Textilien wirksam zu unterdrücken, kann die erfindungsgemäße Zusammensetzung einen Farbübertragungsinhibitor (Dye Transfer Inhibitor, DTI) enthalten. Es ist bevorzugt, dass der Farbübertragungsinhibitor ein Polymer oder Copolymer von cyclischen Aminen wie beispielsweise Vinylpyrrolidon und/oder Vinylimidazol ist. Geeignete Polymere umfassen Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol (PVI), Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI), Polyvinylpyridin-N-oxid, Poly-N-carboxymethyl-4-vinylpyridiumchlorid sowie Mischungen daraus. Besonders bevorzugt werden Polyvinylpyrrolidon (PVP), Polyvinylimidazol (PVI) oder Copolymere von Vinylpyrrolidon und Vinylimidazol (PVP/PVI) als Farbübertragungsinhibitor eingesetzt.
  • Als Antiredepositionsmittel kommen insbesondere Polycarboxylate in Betracht. Geeignete Materialien sind durch die Polymerisation oder Copolymerisation von ungesättigten Carbonsäuremonomeren, wie beispielsweise Acrylsäure, Maleinsäure (oder -anhydrid), Fumarsäure, Itaconsäure, Aconitsäure, Mesaconsäure, Citraconsäure und Methylmalonsäure darstellbar. Besonders bevorzugt sind Acrylatpolymere und Acryl-/Maleinsäure-Copolymere.
  • Als optische Aufheller können die Textilwaschmittel beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten. Dabei sind Colorwaschmittel jedoch vorzugsweise frei von optischen Aufhellern. Geeignet sind zum Beispiel Salze der 4,4'-Bis(2- anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend sein, zum Beispiel die Alkalisalze des 4,4'- Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls, oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten optischen Aufheller können verwendet werden.
  • Insbesondere beim Einsatz in maschinellen Verfahren kann es von Vorteil sein, Textilwaschmitteln übliche Schauminhibitoren zuzusetzen. Als Schauminhibitoren eignen sich beispielsweise Seifen natürlicher oder synthetischer Herkunft, die einen hohen Anteil an C18-C24-Fettsäuren aufweisen. Geeignete nichttensidartige Schauminhibitoren sind beispielsweise Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter Kieselsäure sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit silanierter Kieselsäure oder Bisfettsäurealkylendiamiden. Mit Vorteilen werden auch Gemische aus verschiedenen Schauminhibitoren verwendet, zum Beispiel solche aus Silikonen, Paraffinen oder Wachsen. Vorzugsweise sind die Schauminhibitoren, insbesondere Silikon- und/oder Paraffin-haltige Schauminhibitoren, an eine granulare, in Wasser lösliche beziehungsweise dispergierbare Trägersubstanz gebunden. Insbesondere sind dabei Mischungen aus Paraffinen und Bistearylethylendiamid bevorzugt.
  • Ein weiterer Erfindungsgegenstand ist ein Verfahren zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien umfassend die Verfahrensschritte:
    1. a) Bereitstellen einer Waschlösung umfassend ein erfindungsgemäßes flüssiges tensidhaltiges Mittel,
    2. b) In Kontakt bringen eines Textils mit der Waschlösung gemäß a).
  • Noch ein weiterer Erfindungsgegenstand ist die Verwendung von 1,2-Octandiol in flüssigen Waschmitteln zur Verringerung oder Verhinderung der Verkeimung.
  • Noch ein weiterer Erfindungsgegenstand ist die Verwendung von Caprylsäure in flüssigen Waschmitteln als weichmachende Komponente.
  • Noch ein weiterer Erfindungsgegenstand ist die Verwendung eines erfindungsgemäßen flüssigen tensidhaltigen Mittels als weichmachendes, antimikrobiell wirksames Waschmittel.
  • Beispiele
  • Es wurden zwei flüssige Waschmittelformulierungen hergestellt, deren Zusammensetzungen der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen sind; alle Mengenangaben sind dabei in Gew.-% Aktivstoff.
    A B
    Fettalkoholethersulfat 4,459 4,459
    Alkylbenzolsulfonsäure 4,015 4,015
    Fettalkoholethoxylat 4,958 4,958
    C12-18-Fettsäure 0,234 0,234
    Natriumcumolsulfonat 0,74 0,74
    1,2-Octandiol 1,5 0,5
    Zitronensäure 1,258 1,258
    Natriumhydroxid 1,269 1,269
    Optischer Aufheller + +
    Parfum + +
    Farbstoff + +
    Enzyme + +
    Wasser ad 100% ad 100%
  • Als Enzyme wurden dabei Protease, Amylase, Mannanase und Cellulase eingesetzt.
  • Prüfung der antimikrobiellen Wirksamkeit:
  • Mit den Zusammensetzungen wurde ein Konservierungsbelastungstest durchgeführt. Hierzu wurden Proben der jeweiligen Zusammensetzungen mit verschiedenen Keimen inokuliert und die Abnahme der Keimzahl in definierten Zeitintervallen bestimmt. Bei den Keimen handelt es sich im Wesentlichen um die im Europäischen Arzneibuch (Pharmacopoeia Europaea, Ph.Eur.) und anderen internationalen Normen geforderten Standardkeime, und auch bezüglich der Anzucht- und Kultivierungsbedingungen, der Prüfungsintervalle und der Bewertungsintervalle wurde sich an der Ph.Eur. orientiert.
  • Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden beiden Tabellen wiedergegeben:
    a) Bakterien: Die Proben wurden jeweils mit einer Bakteriensuspension versetzt, deren Keimzahl 2000000 cfu/g betrug (cfu = colony-forming units, deutsch: Koloniebildende Einheiten KBE), und die Keimzahlen in den Proben nach 7, 14, 21, 28 und 35 Tagen bestimmt.
    Zeitintervall A B
    7 Tage 670 cfu/g >1000 cfu/g
    14 Tage <50 cfu/g >1000 cfu/g
    21 Tage <50 cfu/g >1000 cfu/g
    28 Tage <50 cfu/g -
    35 Tage <50 cfu/g -
    b) Pilze: Die Proben wurden jeweils mit einer Pilzsuspension versetzt, deren Keimzahl 450000 cfu/g betrug, und die Keimzahlen in den Proben nach 7, 14, 21, 28 und 35 Tagen bestimmt.
    Zeitintervall A B
    7 Tage <50 cfu/g <50 cfu/g
    14 Tage <50 cfu/g <50 cfu/g
    21 Tage <50 cfu/g <50 cfu/g
    28 Tage <50 cfu/g -
    35 Tage <50 cfu/g -
  • Prinzipiell gilt ein Test als bestanden, wenn die Keimzahl nach 28 Tagen bei Bakterien um 4 bis 5 log-Stufen und bei Pilzen um 2 bis 3 log-Stufen reduziert wird. Je niedriger die Keimzahl, desto besser also die Wirksamkeit eines Konservierungsmittels.
  • Es zeigt sich, dass Formulierungen B, die lediglich 0,5 Gew.-% 1,2-Octandiol enthielt, gegenüber Pilzen bereits eine sehr gute Wirksamkeit aufwies, während ihre Leistung gegenüber Bakterien nicht zufriedenstellend war. Formulierung A mit einem Gehalt an 1,2-Octandiol von 1,5 Gew.-% zeigte dagegen sowohl gegenüber Pilzen als auch gegenüber Bakterien eine sehr gute antimikrobiellen Wirksamkeit.
  • In einem weiteren Versuch wurden Zusammensetzungen mit 0,5, 1,5 sowie 2,0 Gew.-% 1,2-Octandiol jeweils paarweise bezüglich ihrer Wirksamkeit miteinander verglichen. Hierbei zeigte sich, dass die besten Ergebnisse bei 1,5 Gew.-% erzielt wurden.
  • In Waschversuchen wurde zudem festgestellt, dass Textilien, die mit dem erfindungsgemäßen flüssigen tensidhaltigen Mittel gewaschen wurden, einen weicheren Griff hatten als solche, die mit einem entsprechenden Mittel ohne 1,2-Octandiol gewaschen wurden.

Claims (10)

  1. Flüssiges tensidhaltiges Mittel zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass es 1,2-Octandiol enthält.
  2. Flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es das 1-2 Octandiol in einer Menge von 0,1 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise in einer Menge von 0,5 bis 2 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 1,5 Gew.-% enthält, bezogen auf das Mittel.
  3. Flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% anionische Tenside enthält, bezogen auf das Mittel
  4. Flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es 2,5 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% nichtionische Tenside enthält, bezogen auf das Mittel.
  5. Flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es frei ist von Konservierungsmitteln.
  6. Flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen weiteren Wirkstoff, bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe umfassend Enzyme, Gerüststoffe (Builder), Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Elektrolyte, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel, Farbübertragungsinhibitoren, Antioxidantien, Korrosionsinhibitoren, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel, hautpflegenden Wirkstoffe, Quell- und Schiebefestmittel, weichmachenden Komponenten sowie UV-Absorber enthält.
  7. Verfahren zur Reinigung und/oder Pflege von Textilien umfassend die Verfahrensschritte:
    a) Bereitstellen einer Waschlösung umfassend ein flüssiges tensidhaltiges Mittel gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6,
    b) In Kontakt bringen eines Textils mit der Waschlösung gemäß a).
  8. Verwendung von 1,2-Octandiol in flüssigen Waschmitteln zur Verringerung oder Verhinderung der Verkeimung.
  9. Verwendung von 1,2-Octandiol in flüssigen Waschmitteln als weichmachende Komponente.
  10. Verwendung eines flüssigen tensidhaltigen Mittels gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6 als weichmachendes, antimikrobiell wirksames Waschmittel.
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