EP4762365A1 - Verfahren und kompensationsschaltung zur crosstalk-kompensation - Google Patents
Verfahren und kompensationsschaltung zur crosstalk-kompensationInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale (S L1 (t),S L2 (t) ) mindestens eines Kleinsignalwandlers zum Messen elektrischer Größen auf mindestens zwei Leitern (L1, L2), von denen mindestens einer Übersprechen verursacht, - wobei bei Einspeisung einer sinusförmigen elektrischen Größe auf einem der Leiter (L1, L2) eine Crosstalkamplitude und ein Crosstalkphasenwinkel des Kleinsignalwandlers auf dem anderen Leiter (L1, L2) ermittelt wird, - wobei eine Überkopplung (Cr Cap ) bei einem Phasenwinkel von 90° (oder -90°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt wird, - wobei eine Überkopplung (Cr ind ) bei einem Phasenwinkel von 0° (oder 180°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt wird, - wobei zur Bildung eines kompensierten Ausgangssignals (S L1comp (t),S L2comp (t) ) jedes betrachteten Kleinsignalwandlers von einem unkompensierten Ausgangssignal (S L1 (t),S L2 (t) ) dieses Kleinsignalwandlers das Produkt aus der elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung (Cr ind ) bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung (Cr cap ) beim Phasenwinkel von +90° oder -90° abgezogen wird.
Description
2021PF09548 1 Beschreibung Verfahren und Kompensationsschaltung zur Crosstalk- Kompensation Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Kompensations- schaltung zur Crosstalk-Kompensation, insbesondere bei Kleinsignalwandlern. Bei Messwandlern nach IEC 61869, insbesondere Kleinsignal- messwandlern wie zum Beispiel Rogowskispulen und kapazitiven Spannungssensoren, treten typischerweise Überkopplungseffekte zwischen benachbarten Leitern auf. Das heißt zum Beispiel: eine Rogowskispule, die eigentlich den Strom in einer von drei Phasen messen sollte, misst zu einem gewissen Maße auch den Strom in den anderen beiden Phasen. Dies ist nicht gewünscht. Um dies zu verhindern, kann versucht werden, die Sensoren so zu konstruieren und zu schirmen, dass die Überkopplung möglichst klein ist. Eine andere Möglichkeit ist es, die gemessenen Signale anschließen rechnerisch zu korrigieren. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neuartiges Verfahren und eine neuartige Kompensationsschaltung zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale mindestens zweier Kleinsignalwandler anzugeben. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale mindestens zweier Kleinsignalwandler mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Kompensationsschaltung zur Crosstalk- Kompensation für Ausgangssignale mindestens zweier Kleinsignalwandler mit den Merkmalen des Anspruchs 6. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
2021PF09548 2 Es wird ein Verfahren zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale mindestens eines Kleinsignalwandlers zum Messen einer elektrischen Größe auf mindestens zwei Leitern, von denen mindestens einer Übersprechen verursacht, vorgeschlagen. Dabei wird bei Einspeisung einer sinusförmigen elektrischen Größe auf dem einen Leiter eine Crosstalkamplitude und ein Crosstalkphasenwinkel des Kleinsignalwandlers auf dem anderen Leiter ermittelt. Ferner wird die Überkopplung bei einem Phasenwinkel von +90° (oder - 90°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt. Ferner wird die Überkopplung bei einem Phasenwinkel von 0° (oder 180°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt. Erfindungsgemäß wird zur Bildung eines kompensierten Ausgangssignals jedes betrachteten Kleinsignalwandlers von einem unkompensierten Ausgangssignal dieses Kleinsignalwandlers das Produkt aus der elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter und der Überkopplung beim Phasenwinkel von 0° (oder 180°) und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter und der Überkopplung beim Phasenwinkel von +90° (oder -90°) abgezogen. Dieses Verfahren eliminiert den Crosstalk vollständig. Mehrfachkopplungen können mit den entsprechenden mathematischen Matrix-Rechenmethoden berücksichtig werden. In einer Ausführungsform wird das Verfahren auf mehrere Kleinsignalwandler auf jeweils einem Leiter angewandt. In einer Ausführungsform wird die Crosstalkamplitude und der Crosstalkphasenwinkel jedes Kleinsignalwandlers einmalig, insbesondere bei einer Stückprüfung, ermittelt.
2021PF09548 3 In einer Ausführungsform wird das um 90° phasenversetzte Ausgangssignal durch Bilden der zeitlichen Ableitung des jeweiligen Ausgangssignals erzeugt. In einer Ausführungsform ist für jeden Leiter ein Integrationsglied vorgesehen, wobei als Ausgangssignal des jeweiligen Leiters ein an einem Ausgang des Integrationsglieds abgegriffenes Signal verwendet wird, wobei als Ableitung ein an einem Eingang des Integrationsglieds abgegriffenes Signal verwendet wird. In einer Ausführungsform kann zur Erzeugung der Ableitung jeweils ein Differenzierer verwendet werden. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Kompensationsschaltung zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale mindestens zweier Messwandler, insbesondere Kleinsignalwandler, zum Messen einer elektrischen Größe auf jeweils einem Leiter vorgeschlagen. Dabei ist eine Crosstalkamplitude und ein Crosstalkphasenwinkel jedes Messwandlers oder Kleinsignalwandlers bekannt, beispielsweise durch einmaliges Bestimmen, insbesondere bei korrekter Berücksichtung von Mehrfachüberkopplungen. Dieser Crosstalk wird wie oben beschrieben zerlegt in einen 0°(oder 180°) und einen 90° (oder -90°) Anteil. Eine Überkopplung bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° wird aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Messwandler oder Kleinsignalwandler bestimmt und ist somit bekannt. Eine Überkopplung bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° wird aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Messwandler oder Kleinsignalwandler bestimmt und ist somit bekannt. Erfindungsgemäß ist die Kompensationsschaltung als eine analoge und/oder digitale Elektronik zur Bildung eines kompensierten Ausgangssignals jedes betrachteten Messwandlers oder Kleinsignalwandlers ausgebildet, die dazu
2021PF09548 4 konfiguriert ist, von einem unkompensierten Ausgangssignal dieses Messwandlers oder Kleinsignalwandlers das Produkt aus der elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Messwandler oder Kleinsignalwandler und der ermittelten Überkopplung beim Phasenwinkel von 0° (oder 180°) und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe des jeweils anderen Messwandlers oder Kleinsignalwandlers und der Überkopplung beim Phasenwinkel von +90° (oder -90°) abzuziehen. Diese Kompensationsschaltung eliminiert den Crosstalk vollständig. In einer Ausführungsform umfasst die Kompensationsschaltung je ein Element zur Erzeugung des um 90° phasenversetzten Ausgangssignals durch Bilden der zeitlichen Ableitung des jeweiligen Ausgangssignals. In einer Ausführungsform ist das Element als ein Integrationsglied oder als ein Differenzierer ausgebildet. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Messschaltung vorgeschlagen, umfassend mindestens zwei Kleinsignalwandler zum Messen je einer elektrischen Größe auf jeweils einem Leiter und eine Kompensationsschaltung wie oben beschrieben, wobei die Kleinsignalwandler dazu konfiguriert sind, die zeitliche Ableitung des zu messenden Signals zu verwenden. Beispielsweise können die Kleinsignalwandler Rogowskispulen mit Integratoren verwenden. Bei Kleinsignalwandlern, die Sensoren nutzen, die die zeitliche Ableitung des zu messenden Signals ausgeben (beispielsweise Rogowskispule) ist die zeitliche Ableitung bereits vorhanden und somit ist eine Realisierung besonders einfach. Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im
2021PF09548 5 Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen, die im Zusammenhang mit einer Zeichnung näher erläutert werden. Dabei zeigt: FIG 1 eine schematische Ansicht einer Kompensationsschaltung für Ausgangssignale zweier Kleinsignalwandler zum Messen einer elektrischen Größe. Die einzige Figur 1 ist eine schematische Ansicht einer Kompensationsschaltung 1 für Ausgangssignale zweier Kleinsignalwandler zum Messen einer elektrischen Größe, insbesondere Strom oder Spannung, auf jeweils einem Leiter L1, L2. Die Kompensationsschaltung 1 dient der rechnerischen Kompensation des Übersprechens zwischen den beiden Kanälen oder Leitern L1, L2. Dabei wird das Übersprechen (auch Überkopplung oder Crosstalk genannt) erfindungsgemäß bei Phasenwinkeln von 0° (oder 180°) und +90° (oder -90°) kompensiert. Rechnerisch gilt allgemein: ^^^^^ ^^^ ൌ ^^^ఠ௧ ^^ ^^ ^ ^^ ^ ൌ ^^^^ ^ ^^ ^ ൫ ^^ ^^^^ௗ ^ ^^ ^^ ^^^^^൯ SL1(t) ist der Strom oder die Spannung in einem bestimmten Leiter, zum Beispiel dem Leiter L1. Cr(t) ist die in einem anderen Leiter, zum Beispiel dem Leiter L2, gemessene Überkopplung. Crind ist eine Überkopplung mit einem Phasenwinkel von 0° (oder 180°). Crcap ist eine Überkopplung mit einem Phasenwinkel von +90° (oder -90°). Eine mögliche Ursache der Überkopplung Crcap ist die kapazitive Überkopplung einer stromproportionalen Spannung bei einer Rogowskispule. Die durch Crind induzierte Spannung
2021PF09548 6 verursacht einen Stromfluss, der über die Eigeninduktivität der Spule eine Spannung induziert. Der Nachbarleiter induziert Wirbelströme in einen Streckmetallkäfig eines Sensorrings. Diese erzeugen ein radiales Magnetfeld, das in nicht exakt radiale Wicklungen der Rogowskispule eine Spannung einkoppelt. Bei einer Vermessung (Stückprüfung) der Kleinsignalwandler werden jeweils eine Crosstalkamplitude CTA und ein Crosstalkphasenwinkel CTW ermittelt und dem Anwender bereitgestellt. Dabei gilt vor der Kompensation bei der Vermessung:
Die Kompensationseinrichtung kann als eine analoge oder digitale Elektronik so konfiguriert sein, dass die Überkopplung in einem Ausgangssignal S(t) eliminiert wird. Bei einem üblichen, einfachen Verfahren gilt:
Das heißt, zur Bildung des kompensierten Ausgangssignals ^^^ଶ^^^^ ^ ^^ ^ des Leiters L2 wird vom unkompensierten Ausgangssignal ^^^ଶ^ ^^^ des Leiters L2 das Produkt aus dem unkompensierten Ausgangssignal ^^^^^ ^^^ des anderen Leiters L1 und der gemessenen Crosstalkamplitude CTA abgezogen. Dabei gilt nach der Kompensation:
90°
2021PF09548 7 Bei einem erfindungsgemäß verbesserten Verfahren gilt:
Das heißt, zur Bildung des kompensierten Ausgangssignals ^^^ଶ^^^^ ^ ^^ ^ des Leiters L2 werden vom unkompensierten Ausgangs- signal ^^^ଶ^ ^^^ des Leiters L2 das Produkt aus der elektrischen Größe ^^^^^ ^^^ auf dem anderen Leiter L1 und der Überkopplung ^^ ^^^^ௗ bei einem Phasenwinkel von 0° (oder 180°) und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe ^^ ^^^^ ^ ^^ ^ auf dem anderen Leiter L1 und der Überkopplung ^^ ^^^^^ bei einem Phasenwinkel von +90° (oder -90°) abgezogen. Die Überkopplung ^^ ^^^^^ bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° wird aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude CTA und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels bestimmt. Die Überkopplung ^^ ^^^^ௗ bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° wird aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude CTA und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels CTW bestimmt. Dabei gilt nach der Kompensation: ^^ ^ ^^ ^ ൌ ^^ ^ఠ௧ ൫ ^^ ^^^^ௗ ^ ^^ ^^ ^^^^^൯ െ ^^ ^^^^ௗ ^^ ^ఠ௧ െ ^^ ^^ ^^^^^ ^^ ^ఠ௧ ൌ 0 [8] Dieses Verfahren eliminiert den Crosstalk vollständig. Benötigt wird dazu allerdings ein um 90° phasenversetztes Ausgangssignal ^^ ^^^^^ ^^^ des anderen Leiters L1. Dies kann beispielsweise durch Bilden der zeitlichen Ableitung ^^^^′^ ^^^ des Ausgangssignals ^^^^^ ^^^erzeugt werden. Bei Kleinsignalwandlern, die Sensoren nutzen, die die zeitliche Ableitung des zu messenden Signals verwenden (beispielsweise Rogowskispule und Integratoren) ist diese zeitliche Ableitung bereits vorhanden und somit ist eine Realisierung besonders einfach.
2021PF09548 8 Beispielsweise kann für jeden Kanal oder Leiter L1, L2 ein Integrationsglieds 2.1, 2.2 vorgesehen sein, wobei das Ausgangssignal ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^ des jeweiligen Leiters L1, L2 nach dem Integrationsglied 2.1, 2.2 und die Ableitung ^^ ^^^^^ ^^^, ^^ ^^^ଶ^ ^^^ vor dem Integrationsglied 2.1, 2.2 abgegriffen wird. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird eine deutlich verbesserte Störunterdrückung erreicht. Mehrfachkopplungen können mit im Folgenden beschriebenen mathematischen Matrix-Rechenmethoden berücksichtig werden. Drei Messwandler, beispielsweise drei Kleinsignalwandler, messen auf drei Phasen A, B, C oder Leitern beispielsweise die folgenden Ausgangssignale ^^^^^^. Diese Ausgangssignale ergeben sich aus den realen Strömen unter Berücksichtigung des Crosstalks Cr gemäß der folgenden Gleichung [9]:
Um aus den gemessenen Strömen die realen Ströme zu ermitteln wird die inverse Matrix benutzt:
Bei 3,6% Crosstalk in allen drei Phasen ist die inverse Matrix zum Beispiel: 1.0025 െ 0.0348 െ 0.0348 െ0.0348 1.0025 െ 0.0348൩ [11] െ0.0348 െ 0.0348 1.0025 Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungs- beispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt
2021PF09548 9 und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Claims
2021PF09548 10 Patentansprüche 1. Verfahren zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) mindestens eines Kleinsignalwandlers zum Messen elektrischer Größen auf mindestens zwei Leitern (L1, L2), von denen mindestens einer Übersprechen verursacht, - wobei bei Einspeisung einer sinusförmigen elektrischen Größe auf einem der Leiter (L1, L2) eine Crosstalkamplitude und ein Crosstalkphasenwinkel des Kleinsignalwandlers auf dem anderen Leiter (L1, L2) ermittelt wird, - wobei eine Überkopplung ( ^^ ^^^^^^ bei einem Phasenwinkel von 90° (oder -90°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt wird, - wobei eine Überkopplung ( ^^ ^^^^ௗ^ bei einem Phasenwinkel von 0° (oder 180°) aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bestimmt wird, - wobei zur Bildung eines kompensierten Ausgangssignals
betrachteten Kleinsignalwandlers von einem unkompensierten Ausgangssignal ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) dieses Kleinsignalwandlers das Produkt aus der elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung ^ ^^ ^^^^ௗ) bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung ( ^^ ^^^^^) beim Phasenwinkel von +90° oder -90° abgezogen wird. 2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Crosstalkamplitude und der Crosstalkphasenwinkel jedes Kleinsignalwandlers einmalig, insbesondere bei einer Stückprüfung, ermittelt wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das um 90° phasenversetzten Ausgangssignal ( ^^ ^^^^^ ^^^, ^^ ^^^ଶ^ ^^^) durch Bilden
2021PF09548 11 einer zeitlichen Ableitung ( ^^^^′^ ^^^, ^^^ଶ′^ ^^^) des jeweiligen Ausgangssignals ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) erzeugt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei für jeden Leiter (L1, L2) ein Integrationsglied (2.1, 2.2) vorgesehen ist, wobei als Ausgangssignal ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) des jeweiligen Leiters (L1, L2) ein an einem Ausgang des Integrationsglieds (2.1, 2.2) abgegriffenes Signal verwendet wird, wobei als Ableitung ( ^^^^′^ ^^^, ^^^ଶ′^ ^^^) ein an einem Eingang des Integrationsglieds (2.1, 2.2) abgegriffenes Signal, insbesondere das um 90° phasenversetzte Ausgangssignal ( ^^ ^^^^^ ^^^, ^^ ^^^ଶ^ ^^^), verwendet wird. 5. Verfahren nach Anspruch 3, wobei zur Erzeugung der Ableitung jeweils ein Differenzierer verwendet wird. 6. Kompensationsschaltung (1) zur Crosstalk-Kompensation für Ausgangssignale ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) mindestens eines Kleinsignalwandlers zum Messen einer elektrischen Größe auf mindestens zwei Leitern (L1, L2), von denen mindestens einer Übersprechen verursacht, - wobei eine Crosstalkamplitude und ein Crosstalkphasenwinkel jedes Kleinsignalwandlers bekannt ist, - wobei die Überkopplung ( ^^ ^^^^^^ bei einem Phasenwinkel von 90° oder -90° aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Sinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bekannt ist, - wobei die Überkopplung ( ^^ ^^^^ௗ^ bei einem Phasenwinkel von 0° oder 180° aus dem Produkt der gemessenen Crosstalkamplitude und dem Cosinus des gemessenen Crosstalkphasenwinkels für jeden Kleinsignalwandler bekannt ist, - wobei die Kompensationsschaltung (1) als eine analoge oder digitale Elektronik zur Bildung eines kompensierten Ausgangssignals ( ^^^^^^^^ ^ ^^ ^ , ^^^ଶ^^^^ ^ ^^ ^ ) jedes betrachteten Kleinsignalwandlers ausgebildet und dazu konfiguriert ist, von einem unkompensierten Ausgangssignal ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^) dieses Kleinsignalwandlers das Produkt aus der elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung
2021PF09548 12 ^ ^^ ^^^^ௗ) beim Phasenwinkel von 0° oder 180° und das Produkt aus der um 90° phasenversetzten elektrischen Größe auf dem jeweils anderen Leiter (L1, L2) und der Überkopplung ( ^^ ^^^^^) beim Phasenwinkel von +90° oder -90° abzuziehen. 7. Kompensationsschaltung (1) nach Anspruch 6, umfassend je ein Element zur Erzeugung des um 90° phasenversetzten Ausgangssignals ( ^^ ^^^^^ ^^^, ^^ ^^^ଶ^ ^^^) durch Bilden der zeitlichen Ableitung ( ^^^^′^ ^^^, ^^^ଶ′^ ^^^) des jeweiligen Ausgangssignals ( ^^^^^ ^^^, ^^^ଶ^ ^^^). 8. Kompensationsschaltung (1) nach Anspruch 7, wobei das Element als ein Integrationsglieds (2.1, 2.2) oder als ein Differenzierer ausgebildet ist. 9. Messschaltung, umfassend mindestens zwei Kleinsignalwandler zum Messen je einer elektrischen Größe auf jeweils einem Leiter (L1, L2) und eine Kompensationsschaltung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Kleinsignalwandler dazu konfiguriert sind, die zeitliche Ableitung ( ^^^^′^ ^^^, ^^^ଶ′^ ^^^) des zu messenden Signals, insbesondere des um 90° phasenversetzten Ausgangssignals ( ^^ ^^^^^ ^^^, ^^ ^^^ଶ^ ^^^), zu verwenden. 10. Messschaltung nach Anspruch 9, wobei die Kleinsignal- wandler zur Verwendung von Rogowskispulen mit Integratoren angeordnet sind oder wobei die Kleinsignalwandler als Kondensatoren mit Verschiebungsstrommessung, als C-Teiler oder RC-Teiler ausgebildet sind.
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