EP4758645A1 - Hochvoltschütz oder hochvoltrelais - Google Patents
Hochvoltschütz oder hochvoltrelaisInfo
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- EP4758645A1 EP4758645A1 EP23755362.3A EP23755362A EP4758645A1 EP 4758645 A1 EP4758645 A1 EP 4758645A1 EP 23755362 A EP23755362 A EP 23755362A EP 4758645 A1 EP4758645 A1 EP 4758645A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais mit einem elektromagnetischen Aktor (12), einem Gehäuse (58) mit einer inneren Kontaktkammer (42), einem ersten Kontaktelement (54), welches in die Kontaktkammer (42) ragt, einem zweiten Kontaktelement (56), welches in die Kontaktkammer (42) ragt, einer Kontaktbrücke (44), die mittels des Aktors (12) in der Kontaktkammer (42) zumindest in eine erste Position verschiebbar ist, in der das erste Kontaktelement (54) mit dem zweiten Kontaktelement (56) über die Kontaktbrücke (44) elektrisch verbunden ist, und in eine zweite Position verschiebbar ist, in der ein elektrischer Kontakt zwischen dem ersten Kontaktelement (54) und dem zweiten Kontaktelement (56) unterbrochen ist, einem Magnetfeldleitkörper (50), der mindestens zwei diametral gegenüberliegend in der Kontaktkammer (42) angeordnete Permanentmagneten (55, 57) magnetisch leitend verbindet. Erfindungsgemäß umgibt der Magnetfeldleitkörper (50) die Kontaktkammer (42) radial vollumfänglich, wodurch eine metallverstärkte radiale Kontaktkammerwand (47) geschaffen ist, die den hohen Drücken in der Kontaktkammer (42) besonders gut standhält.
Description
B E S C H R E I B U N G
Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais
Die Erfindung betrifft ein Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais mit einem elektromagnetischen Aktor, einem Gehäuse mit einer inneren Kontaktkammer, einem ersten Kontaktelement, welches in die Kontaktkammer ragt, einem zweiten Kontaktelement, welches in die Kontaktkammer ragt, einer Kontaktbrücke, die mittels des Aktors in der Kontaktkammer zumindest in eine erste Position verschiebbar ist, in der das erste Kontaktelement mit dem zweiten Kontaktelement über die Kontaktbrücke elektrisch verbunden ist, und in eine zweite Position verschiebbar ist, in der ein elektrischer Kontakt zwischen dem ersten Kontaktelement und dem zweiten Kontaktelement unterbrochen ist, einem Magnetfeldleitkörper, der mindestens zwei diametral gegenüberliegend in der Kontaktkammer angeordnete Permanentmagneten magnetisch leitend verbindet.
Solche Hochleistungs-Schaltgeräte werden benötigt, um im lastfreien Fall und im Lastfall elektrische Verbindungen herstellen und trennen zu können, bei denen im Lastfall Spannungen von über 1000 V und Ströme von über 1000 A, die beispielsweise bei elektrisch betriebenen Kraftfahrzeugen zwischen der Batterie und dem Antriebsmotor oder zwischen einer Ladestation und der Batterie vorhanden sein können. Da beim Trennen der Kontakte aufgrund der hohen Spannungen vor allem im Lastfall im Fahroder Ladezustand oder im Kurzschlussstromfall Lichtbögen entstehen können, sollte die Kontaktkammer nach außen möglichst dicht sein und eine hohe Festigkeit aufweisen, um einerseits einen Partikel-, Gas-, oder Plasmaausstoß zu vermeiden und andererseits dem entstehenden Druck durch den Lichtbogen ausreichend lange standzuhalten. Bei zukünftigen
Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie in Bordladesystemen sind in Zukunft sogar Kurzschlussströme von bis zu 30000 A am Schütz der Traktionsbatterie oder am Schnellladeschütz zu erwarten. Die Gehäuse sollten entsprechend ohne auftretende Außenwirkung, wie einem Materieaustritt oder einer Beschädigung der Außenhülle den im Inneren entstehenden Bedingungen für mehrere Millisekunden widerstehen bis ein zusätzliches Kurzschlusstrennelement, wie eine Schmelz- oder Pyrosicherung den Kurzschlussstrom getrennt hat.
Ein solches Hochvoltschütz ist beispielsweise aus der EP 3 846 193 Al bekannt. Dieses besteht aus einem Aktorgehäuse, welches die Spule radial und an der zur Kontaktkammer entgegengesetzten Seite umgibt. An diesem Aktorgehäuse wird ein Außengehäuse befestigt, welches die Kontaktkammer nach außen begrenzt. Im Inneren dieses Außengehäuses ist ein separates Lichtbogenkammergehäuse angeordnet, welches über eine Dichtung mit der Rückschlussplatte des Aktors verbunden ist, so dass das Lichtbogenkammergehäuse, die Dichtung, die Rückschlussplatte sowie eine Führungshülse des Ankers die Lichtbogenkammer begrenzen sollen.
Bei diesem Schütz ist entsprechend eine Vielzahl an Einzelteilen zur Begrenzung der Lichtbogenkammer notwendig, die zusätzlich möglichst dicht und haltbar miteinander verbunden werden müssen. Bei den in Zukunft zu erwartenden Kurzschlussströmen und daraus folgenden Drücken kann eine ausreichende Dichtheit und Haltbarkeit nicht sichergestellt werden.
Ferner umfasst ein derartiges Hochvoltschütz typischerweise eine Lichtbogenlöscheinrichtung, die aus mehreren Permanentmagneten besteht, die im Bereich der Kontaktelemente derart angeordnet sind, dass ein beim Trennen der Kontakte auftretender Lichtbogen von dem Magnetfeld der Permanentmagneten bogenförmig manipuliert wird, wodurch der Lichtbogen gelängt wird und letztendlich zum Erlöschen
gebracht wird. Diese Permanentmagneten werden daher in der Fachsprache auch als Blasmagneten bezeichnet.
Ein derartiges Hochvoltschütz ist beispielsweise aus der US 2015/0054605 Al bekannt. Dieses weist radial benachbart zu jedem Kontaktelement jeweils einen Permanentmagneten auf, der dort angeordnet ist, wo das Kontaktelement von dem jeweiligen Kontakt der Kontaktbrücke kontaktiert wird. Jeder Permanentmagnet ist jeweils auf einem Magnetfeldleitkörper angeordnet, wobei jeder Magnetfeldleitkörper mit der Rückschlussplatte, die zwischen Kontaktkammer und Aktor sitzt, in magnetisch leitendem Kontakt steht.
Die radiale Kontaktkammerwand, die die Kontaktkammer radial umschließt, ist aus Kunststoff hergestellt und zudem relativ dünn ausgebildet, sodass insbesondere bei einem schlagartigen Auftreten hoher Drücke in der Kontaktkammer, die Kontaktkammerwand bersten und somit undicht werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais zu schaffen, mit dem auf möglichst einfache Weise eine ausreichende Festigkeit und Dichtigkeit der Kontaktkammer erreicht wird, wobei möglichst wenige Einzelteile verwendet werden sollen, um Undichtigkeiten durch Fehler bei der Montage zu vermeiden, aber dennoch ein robustes Gehäuse im Bereich der Kontaktkammer zu schaffen, das dem relativ hohen Druck in der Kontaktkammer standhält.
Diese Aufgabe wird mit einem erfindungsgemäßen Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais weist einen elektromagnetischen Aktor auf, über den das Schütz schaltbar ist. Unter elektromagnetischem Aktor werden alle Aktoren verstanden, welche eine
Bewegung aufgrund einer durch Elektromagnetismus verursachten Kraft erzeugen. Der elektromagnetische Aktor besteht somit insbesondere entweder aus einer Spule, die aus einem Spulenträger und einer darauf gewickelten Wicklung besteht, sowie einem die Spule umgebenden Eisenkreis und einem aufgrund der elektromagnetischen Kraft bewegbaren Anker, der innerhalb der Spule und des Eisenkreises angeordnet ist.
Nachfolgend wird der Einfachheit halber nur noch der Begriff Hochvoltschütz verwendet, womit jedoch auch der Begriff Hochvoltrelais gemeint ist.
Ferner beziehen sich die Begriffe radial, axial und diametral auf die Mittelachse des Hochvoltschützes entlang derer der Anker des Aktors bewegbar ist.
Das Gehäuse ist derart ausgebildet, dass die Kontaktkammer gegenüber der Umgebung nahezu vollständig abgedichtet ist, sodass lediglich ein langsamer Luftaustausch und somit ein geringfügiger Druckausgleich mit der Umgebung stattfindet. Grundsätzlich wird bei der Entstehung des Lichtbogens in der Kontaktkammer plötzlich ein gegenüber der Umgebung relativ hoher Druck erzeugt, der aufgrund des langsamen Luftaustauschs zwischen der Kontaktkammer und der Umgebung nicht sofort gemindert werden kann. Der hohe Druck begünstigt zwar die Löschung der Lichtbögen, führt jedoch auch zu erhöhten Festigkeitsanforderungen an das Gehäuse.
Das Hochvoltschütz weist des Weiteren ein fest am Gehäuse angeordnetes erstes und zweites Kontaktelement auf, welche in die Kontaktkammer ragen und außerhalb des Hochvoltschützes mit zwei Stromschienen verbunden sind, von denen eine zur Batterie führt und die andere beispielsweise zum Antriebsmotorführt oder die mit einer Ladestation und der Batterie des Fahrzeugs verbunden sind. Eine elektrische Verbindung zwischen diesen beiden Kontaktelementen kann über eine Kontaktbrücke hergestellt werden, die mittels des Aktors in der Kontaktkammer bewegt wird. Dabei
wird üblicherweise durch Bestromung der Wicklung die Kontaktbrücke, an deren Enden zwei elektrische Kontakte ausgebildet sein können, axial gegen die beiden am Gehäuse befestigten Kontaktelemente verschoben, um in einer ersten Position eine elektrische Verbindung zwischen dem ersten Kontaktelement und dem zweiten Kontaktelement über die Kontaktbrücke herzustellen. Hierzu ist die Kontaktbrücke beispielsweise über eine Betätigungsstange mit dem Anker wirkverbunden und wird entsprechend durch die Bewegung des Ankers oder Rotors aufgrund der elektromagnetischen Kraft gegen die Kontaktelemente gedrückt. Zum Öffnen dieser elektrischen Verbindung wird die Kontaktbrücke in die entgegengesetzte Richtung belastet, was üblicherweise mittels einer Federkraft erreicht wird, die auf den Anker, den Rotor oder die Kontaktbrücke entgegengesetzt zur elektromagnetischen Kraft wirkt, so dass die Kontaktbrücke in eine zweite Position verschoben wird, in der ein elektrischer Kontakt zwischen dem ersten Kontaktelement und dem zweiten Kontaktelement unterbrochen ist.
Ferner weist das Hochvoltschütz einen Magnetfeldleitkörper auf, der mindestens zwei diametral gegenüberliegend in der Kontaktkammer angeordnete Permanentmagneten magnetisch leitend verbindet. Dazu steht der Magnetfeldleitkörper in einem direkten Kontakt mit den mindestens zwei Permanentmagneten, die vorzugsweise jeweils radial benachbart zu der Kontaktstelle zwischen dem ersten Kontaktelement und der ersten Kontaktplatte der Kontaktbrücke bzw. zu der Kontaktstelle zwischen dem zweiten Kontaktelement und der zweiten Kontaktplatte der Kontaktbrücke angeordnet sind. Mittels der Magnetfelder der Permanentmagneten bzw. mittels der von den Magnetfeldern ausgeübten Lorentzkraft kann der beim Trennen der Kontaktplatten und der Kontaktelemente jeweils entstehende Lichtbogen bogenartig verformt werden, wodurch dieser gelängt und auf diese Weise zum Erlöschen gebracht wird. Der Magnetfeldleitkörper stellt einen magnetischen Kurzschluss zwischen den Permanentmagneten dar, der zum einen zu einer relativ guten Magnetfeldbündelung führt und zum
anderen besonders vorteilhaft sowohl für die lokale Feldstärke als auch für die Feldhomogenität der von den Permanentmagneten erzeugten Magnetfelder ist, was sich letztendlich vorteilhaft auf die Löschung der Lichtbögen auswirkt.
Erfindungsgemäß umgibt der Magnetfeldleitkörper die Kontaktkammer vollumfänglich, d.h., dass der Magnetfeldleitkörper die Kontaktkammer radial vollständig umschließt. Dazu kann der Magnetfeldleitkörper beispielsweise eine rohrartige Form mit einem rechteckigen oder kreisförmigen Querschnitt aufweisen. Der Magnetfeldleitkörper ist vorzugsweise aus einem ferromagnetischen Metall hergestellt und weist daher im Vergleich zu dem meist aus Kunststoff gefertigten Gehäuse eine relativ hohe Festigkeit auf. Das Auftreten von Lichtbögen in der Kontaktkammer ist von einem schlagartig auftretenden, relativ hohen Druckanstieg in der Kontaktkammer begleitet, der insbesondere die die Kontaktkammer radial umgebenden Gehäuseabschnitte belastet und das Gehäuse im schlimmsten Fall zum Bersten bringen kann. Durch den die Kontaktkammer umschließenden Magnetfeldleitkörper wird eine metallische Verstärkung des die Kontaktkammer radial umgebenden Gehäuseabschnitts geschaffen, die den hohen Drücken in der Kontaktkammer, verursacht durch die Lichtbögen, standhält und somit das Gehäuse vor Beschädigungen schützt. Dennoch können die Kontaktkammerwände relativ dünn gestaltet werden, was hinsichtlich der Kompaktheit des Hochvoltschützes von besonderem Vorteil ist.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse eine radiale Kontaktkammerwand auf, die die Kontaktkammer radial vollumfänglich begrenzt, wobei die radiale Kontaktkammerwand durch eine Kontaktkammerinnenwand und eine Kontaktkammeraußenwand gebildet ist. Die Kontaktkammerinnenwand und die Kontaktkammeraußenwand sind radial beabstandet und parallel zueinander angeordnet. Die radiale Kontaktkammerwand ist somit doppelwandig
ausgeführt, wobei zwischen der Kontaktkammerinnenwand und der Kontaktkammeraußenwand ein Spalt gebildet ist, der die Kontaktkammer radial vollumfänglich umgibt. Dieser Spalt kann beispielsweise bei einer im Querschnitt zylindrischen Kontaktkammer und einer entsprechenden ringförmigen Kontaktkammerwand ebenfalls ringförmig ausgebildet sein. Alternativ kann im Falle einer im Querschnitt rechteckigen Kontaktkammer die Kontaktkammerwand vier doppelwandige Seiten aufweisen, wobei jede Seite einen inneren und einen äußeren Wandabschnitt aufweist.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Magnetfeldleitkörper radial zwischen der Kontaktkammerinnenwand und der Kontaktkammeraußenwand angeordnet. Der Magnetfeldleitkörper sitzt somit in dem die Kontaktkammer vollumfänglich umgebenden Spalt zwischen der Kontaktkammerinnenwand und der Kontaktkammeraußenwand. Der Magnetfeldleitkörper ist zudem genau in den Spalt eingepasst, sodass ein spielfreier Sitz gewährleistet ist. Dadurch werden insbesondere die Kontaktkammerinnenwand aber auch die Kontaktkammeraußenwand verstärkt, sodass diese dem relativ hohen Druck insbesondere beim besagten Auftreten von Lichtbögen in der Kontaktkammer standhalten. Der Magnetfeldleitkörper verläuft vollständig im Inneren der radialen Kontaktkammerwand und ist daher den Lichtbögen nicht direkt ausgesetzt. Die Kontaktkammerinnenwand bildet sozusagen eine isolierende Schicht zwischen dem meist metallisch ausgeführten und somit elektrisch leitenden Magnetfeldleitkörper und den Lichtbögen und verhindert daher ein Überspringen des Lichtbogens auf den Magnetfeldleitkörper. Zusätzlich ist der Magnetfeldleitkörper durch die Kontaktkammeraußenwand gegenüber der Umgebung abgeschirmt und somit keinen Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Vorteilhafterweise ist die radiale Kontaktkammerwand durch Umspritzen des Magnetfeldleitkörpers hergestellt. Durch das Umspritzen des Magnetfeldleitkörpers mit einem Kunststoffmaterial wird der
Magnetfeldleitkörper formschlüssig und passgenau in die Kontaktkammerwand eingebettet, wobei durch das Umspritzen an der radialen Innenseite des Magnetfeldleitkörpers die Kontaktkammerinnenwand und durch das radial außenseitige Umspritzen des Magnetfeldkörpers die Kontaktkammeraußenwand entsteht. Hierdurch wird eine metallverstärkte, radiale Kontaktkammerwand in einer sogenannten Sandwichbauweise geschaffen, die sich trotz des leichten und isolierenden Kunststoffmaterials durch ihre Kompaktheit und durch ihre besonders hohe Festigkeit auszeichnet.
In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Permanentmagneten radial zwischen der Kontaktkammerinnenwand und der Kontaktkammeraußenwand angeordnet. Die Permanentmagneten sind daher ähnlich wie der Magnetfeldleitkörper im Inneren der radialen Kontaktkammerwand angeordnet und somit vor den Lichtbögen in der Kontaktkammer geschützt. Insbesondere bei den Permanentmagneten ist dies besonders wichtig, da die Lichtbögen vorzugsweise in Richtung der Permanentmagneten verformt werden, sodass wenn diese unmittelbar in der Kontaktkammer angeordnet wären, der Lichtbogen auf die Permanentmagneten überspringen könnte. Somit bildet die Kontaktkammerinnenwand auch hier eine Isolationsbarriere, die die meist elektrisch leitenden Permanentmagneten vor den Lichtbögen schützt.
Ferner kontaktieren die Permanentmagneten vorzugsweise die radiale Innenseite des Magnetfeldleitkörpers, wodurch die Permanentmagneten in einem unmittelbaren direkten Kontakt mit dem Magnetfeldleitkörper stehen. Hierdurch ist sowohl ein elektrisch als auch ein magnetisch leitender Kontakt zwischen den Permanentmagneten und dem Magnetfeldleitkörper hergestellt, der die bereits genannten Vorteile hinsichtlich der Feldhomogenität sowie der lokalen Feldstärke zusätzlich verstärkt. Entsprechend ist der Magnetfeldleitkörper, dort wo die Permanentmagneten angeordnet werden, radial innenseitig nicht mit Kunststoff umspritzt. Die
innenseitige Anordnung in Bezug auf den Magnetfeldleitkörper sorgt zudem dafür, dass die Permanentmagneten besonders nah an die Kontaktstellen herangebracht werden können, sodass der Löschungseffekt der Lichtbögen besonders hoch ausfällt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Magnetfeldleitkörper durch ein ferromagnetisches Magnetfeldleitblech gebildet. Das Magnetfeldleitblech weist vorzugsweise eine relativ geringe Blechdicke von unter 2 mm auf, wodurch das Magnetfeldleitblech im Verhältnis zu seiner axialen Erstreckung relativ dünnwandig ausgebildet. Ferner ist das Magnetfeldleitblech in Bezug auf die Kontaktkammer derart angeordnet, dass die Blechdicke in radialer Richtung orientiert ist, woraus eine relativ kompakte Ausführung der radialen Kontaktkammerwand resultiert, sodass das Hochvoltschütz in seinen äußeren Abmaßen gleichermaßen kompakt ausgeführt ist. Das Magnetfeldleitblech kann beispielsweise aus einem einfachen Blechstreifen durch Umformen in eine entsprechende Form gebracht werden. Beispielsweise kann der Blechstreifen zu einem im Wesentlichen rechteckigen und rohrförmigen Magnetfeldleitblech gebogen werden, das derart angeordnet ist, dass eine quaderförmige Kontaktkammer gebildet wird, die radial umfänglich von dem Magnetfeldleitblech umschlossen ist. Hieraus ergeben sich insbesondere Vorteile hinsichtlich der Herstellungskosten des Magnetfeldleitkörpers und somit des gesamten Hochvoltschützes.
Vorteilhafterweise weist das Magnetfeldleitblech im nicht umspritzten Zustand mehrere Öffnungen auf, die nach dem Umspritzen mit dem umspritzten Kunststoff gefüllt sind. Die Öffnung können beispielsweise durch Bohrungen gebildet sein, die während der Herstellung des Magnetfeldleitblech in dieses eingebracht werden. Die Öffnungen sind vorzugsweise über den Umfang des Magnetfeldleitblech verteilt angeordnet und erstrecken sich in Bezug auf die Einbauposition in radialer Richtung. Bei einem rechteckrohrförmigen Magnetfeldleitblech weist vorzugsweise jede
der vier Seiten mindestens eine derartige Öffnung auf. Während des Umspritzens des Magnetfeldleitblechs dringt der Kunststoff durch die Öffnungen, wodurch sich im Bereich der Öffnung die Kontaktkammerinnenwand und die Kontaktkammeraußenwand miteinander stoffschlüssig verbinden. Hierdurch wird auf einfache Weise eine formschlüssige Verbindung geschaffen, die das Magnetfeldleitblech sicher in seiner Position hält.
In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse zusätzlich zu der radialen Kontaktkammerwand auch eine axiale Kontaktkammerwand auf, welche den Aktor axial zur Kontaktkammer begrenzt, also axial zwischen der Kontaktkammer und dem Aktor angeordnet ist. Die axiale Kontaktkammerwand, die vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt ist, wirkt elektrisch isolierend und schützt den Aktor vor den in der Kontaktkammer auftretenden Lichtbögen, wodurch Beschädigungen des Aktors und seiner empfindlichen Komponenten verhindert werden.
Die radiale Kontaktkammerwand und die axiale Kontaktkammerwand sind vorzugsweise einstückig ausgebildet und beispielsweise durch ein gemeinsames Umspritzen des Aktors und des Magnetfeldleitkörpers mit Kunststoff hergestellt. Besonders bevorzugt ist die axiale Kontaktkammerwand einstückig mit der Kontaktkammerinnenwand ausgebildet. Die radiale Kontaktkammerwand und die axiale Kontaktkammerwand sind somit stoffschlüssig verbunden, wodurch die Kontaktkammer insbesondere am Übergang zwischen der axialen Kontaktkammerwand und der radialen Kontaktkammerwand vollständig gegenüber der Umgebung abgedichtet ist. Separate Dichtmittel entfallen dadurch, die die Montage erheblich verkomplizieren und zu erhöhten Produktionskosten führen würden. Zudem können keine Undichtigkeiten durch Alterungsprozesse oder Beschädigungen der Dichtmittel auftreten. Ferner wird die Kontaktkammer in Richtung Aktor elektrisch isoliert, sodass
der Aktorstromkreis galvanisch getrennt von dem Schaltstromkreis verbleibt.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die radiale Kontaktkammerwand mindestens zwei diametral gegenüberliegende Taschen auf, die zu der in Bezug auf den Aktor gegenüberliegenden axialen Seite offen sind. In jeder Tasche ist jeweils einer der Permanentmagneten angeordnet, der während der Montage von der offenen Seite aus in die Tasche eingeschoben werden kann. Die Form jeder Tasche ist korrespondierend zu der Form des jeweiligen Permanentmagneten ausgebildet, sodass der Permanentmagnet passgenau und spielfrei in der Tasche sitzt. Alternativ kann jeder Permanentmagnet im entmagnetisierten Zustand mit Kunststoff umspritzt sein und nach dem Umspritzen magnetisiert werden, wodurch die Tasche um den Permanentmagneten herum geformt wird. Die Taschen ragen vorzugsweise von der eigentlichen Kontaktkammerinnenwand radial in die Kontaktkammer hinein, wodurch der Permanentmagnet relativ nahe an die Kontaktstelle zwischen Kontaktelement und Kontaktbrücke herangebracht werden kann, dennoch schützt die radial innenseitig des Permanentmagneten angeordnete Kontaktkammerinnenwand den Permanentmagneten vor einem unmittelbaren Kontakt mit dem Lichtbogen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist jede Tasche eine Anschlagstruktur auf, gegen die der jeweilige in der Tasche angeordnete Permanentmagnet axial anliegt. Die Anschlagstruktur kann beispielsweise durch mindestens eine in der Tasche angeordnete Rippe gebildet sein, die zwischen zwei gegenüberliegenden Wänden der Tasche verläuft. Vorzugsweise erstrecken sich mehrere Rippen zwischen der Kontaktkammerinnenwand und der Kontaktkammeraußenwand und bilden Stege, auf denen der Permanentmagnet aufliegt. Alternativ oder zusätzlich kann ein Wandvorsprung gebildet sein, der von mindestens einer der Wände der Tasche in das Tascheninnere ragt und einen Anschlag für den
Permanentmagneten bildet. Mittels der Anschlagstruktur kann der Permanentmagnet in Bezug auf die Axialrichtung auf Höhe der Kontaktstellen angeordnet werden, ohne dass fertigungstechnische Nachteile wie Materialanhäufungen oder ungleichmäßige Wandstärken in Kauf genommen werden müssen, die insbesondere beim Einsatz von Kunststoffmaterialien zu Qualitätseinbußen hinsichtlich der Verarbeitung des Gesamtprodukts führen würden.
Das Gehäuse weist vorzugsweise einen Kontaktkammerdeckel auf, der die Kontaktkammer auf der in Bezug auf den Aktor gegenüberliegenden axialen Seite verschließt. Der Kontaktkammerdeckel ist umlaufend stoffschlüssig, insbesondere durch Kleben, Laserschweißen, Ultraschallschweißen oder Rotationsvibrationsschweißen an der radialen Kontaktkammerwand befestigt. Diese Befestigung weist eine hohe Haltbarkeit auf und ist vollständig dicht, ohne dass zusätzliche Dichtungen eingebracht werden müssen. Die Kontaktkammer ist gegenüber der Umgebung somit vollständig luftdicht und elektrisch isoliert ausgebildet.
In einer hierzu weiterführenden Ausführungsform verschließt der Kontaktkammerdeckel die Taschen, in denen die Permanentmagneten angeordnet sind, axial, wodurch die Permanentmagneten vollständig in der Tasche fixiert sind. Die Permanentmagneten werden daher lediglich durch eine allseitige formschlüssige Verbindung ohne zusätzliche Verbindungsmittel gehalten, was die Montage des Hochvoltschützes erheblich erleichtert.
Der Kontaktkammerdeckel weist vorzugsweise einen sich axial in Richtung Aktor erstreckenden Kragen auf, der die radiale Kontaktkammerwand radial vollumfänglich umschließt. Der Kragen erstreckt sich axial vorzugsweise über mindestens 20% der axialen Erstreckung der radialen Kontaktkammerwand und liegt radial außenseitig an der Kontaktkammerwand formschlüssig an, wobei der Kontaktkammerdeckel
vorzugsweise stoffschlüssig, insbesondere durch Kleben, Laserschweißen, Ultraschallschweißen oder Rotationsvibrationsschweißen an der radialen Kontaktkammerwand befestigt ist. Auf diese Weise wird zumindest in einem Teilabschnitt der radialen Kontaktkammerwand eine weitere radial begrenzende Außenwand geschaffen, die die Festigkeit zusätzlich erhöht.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Gehäuse ein Aktorgehäuseteil auf, das durch Umspritzen des Aktors mit Kunststoff hergestellt ist. Durch diese Ausführung wird der Aktor, mit Ausnahme der kleinen Öffnung, durch die die Betätigungsstange in die Kontaktkammer ragt, von der Kontaktkammer vollständig abgeschirmt. Dadurch, dass das Gehäuse nach außen hin geschlossen ist, wird auch bei relativ dünnen Wandstärken eine hohe Festigkeit erreicht und notwendige Dichtflächen vollständig vermieden. Durch das Umspritzen wird die Herstellung deutlich vereinfacht, da weniger Einzelteile benötigt werden und montiert werden müssen. Auch wird der Platzbedarf durch den Verzicht auf ein sonst notwendiges Spiel zwischen den Gehäuseteilen sowie die Kosten zur Herstellung im Vergleich zu bekannten Ausführungen gesenkt. Hinzu kommt, dass ein stabiles System geschaffen wird, bei dem sich der Aktor nicht im Gehäuse bewegen kann.
In einer hierzu weiterführenden Ausführungsform ist die radiale Kontaktkammerwand einstückig mit dem Aktorgehäuseteil ausgebildet. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die Kontaktkammerwand und das Aktorgehäuseteil in ein und demselben Spritzgussprozess hergestellt werden. Somit wird auf Verbindungen und Stoßkanten, die zu Undichtigkeiten führen könnten, im Bereich der die Kontaktkammer begrenzenden Kontaktkammerwand vollständig verzichtet, wodurch das gesamte Gehäuse, abgesehen von den vorzugsweise mit Deckeln versehenen axialen Stirnseiten, eine vollständig geschlossene Einheit bildet, die das Innere des Hochvoltschützes gegenüber der Umgebung abdichtet.
Vorteilhafterweise erstreckt sich die radiale Kontaktkammerwand axial vom Aktor aus in Richtung der Kontaktelemente, sodass die Kontaktkammerwand axial benachbart zu dem Aktor angeordnet ist, wodurch eine besonders kompakte Bauweise des Hochvoltschützes erreicht wird.
Der elektromagnetische Aktor weist vorteilhafterweise eine Spule, einen die Spule umgebenden Eisenkreis und einen Anker auf. So wird ein rein translatorisch wirkender Aktor hergestellt, bei dem auf eine Umwandlung der Bewegung verzichtet werden kann. Ein solcher Aktor kann besonders kompakt und kostengünstig hergestellt werden.
Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn der Eisenkreis aus einer Rückschlussplatte und einem U-förmigen Joch gebildet ist, deren freie Schenkel auf der Rückschlussplatte aufliegen. Das Joch kann entsprechend durch einfaches Biegen hergestellt werden, während die gerade Rückschlussplatte als Auflagefläche bei der Umspritzung zur Bildung der axialen Kontaktkammerwand dient.
Entsprechend ist die Rückschlussplatte axial zwischen der Spule beziehungsweise dem Spulenträger und der axialen Kontaktkammerwand angeordnet und liegt gegen die axiale Kontaktkammerwand an, so dass die axiale Kontaktkammerwand von der Rückschlussplatte zusätzlich verstärkt wird. Somit ist nicht nur die radiale Kontaktkammerwand mittels des Magnetfeldleitkörpers metallverstärkt, sondern auch die axiale Kontaktkammerwand mittels der Rückschlussplatte, wodurch eine nahezu vollständig metal (verstärkte Kontaktkammer geschaffen wird, die den extrem hohen Drücken besonders gut standhalten kann.
Vorteilhafterweise ist der Magnetfeldleitkörper in unmittelbarer magnetisch leitender Verbindung mit dem Eisenkreis. Besonders bevorzugt steht der
Magnetfeldleitkörper in unmittelbarer magnetisch leitender Verbindung mit der Rückschlussplatte. Dadurch, dass die Rückschlussplatte vorzugsweise am aktorseitigen axialen Ende des Magnetfeldleitkörpers angeordnet ist, kann auf einfache Weise eine direkte magnetische Verbindung zwischen der Rückschlussplatte und dem Magnetfeldleitkörper hergestellt werden, wodurch der magnetische Kreis auch im aktorseitigen axialen Bereich der Kontaktkammer geschlossen wird.
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Eisenkreis des elektromagnetischen Aktors radial innen und außen vollständig von dem durch Umspritzen hergestellten Aktorgehäuseteil umgeben und axial in Richtung zur Kontaktkammer von der Kontaktkammerwand umgeben. Der Aktor, bzw. der stromführende Teil des Aktors ist dadurch galvanisch vollständig von der Kontaktkammer getrennt, wodurch auch der Aktorstromkreis vollständig von dem zu schaltenden Stromkreis getrennt ist.
Ferner sind der Kontaktkammerdeckel und die Kontaktkammeraußenwand vorzugsweise stoffschlüssig miteinander verbunden. Solche stoffschlüssige Verbindungen werden beispielsweise durch Ultraschallschweißen, Laserschweißen oder andere für Kunststoffe geeignete Schweißverfahren hergestellt. Hierdurch wird die Kontaktkammer vollständig nach außen hin abgedichtet, sodass innerhalb der Kontaktkammer der Druck gegenüber der Umgebung deutlich erhöht werden kann, was hinsichtlich der Löschung der Lichtbögen von erheblichem Vorteil ist.
Ein solches Hochvoltschütz oder Hochvoltrelais weist eine hohe Dichtigkeit von außen nach innen und in umgekehrter Richtung über eine lange Lebensdauer auf und ist in der Lage den hohen Drücken insbesondere beim Entstehen des Lichtbogens standzuhalten.
Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Hochvoltschützes oder Hochvoltrelais ist in den Figuren dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
Die Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Hochvoltschützes in geschnittener Darstellung.
Die Figur 2 zeigt eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Hochvoltschützes der Figur 1 in geschnittener Darstellung, wobei der Schnittverlauf in Figur 1 dargestellt ist.
Das in Figur 1 dargestellte Hochvoltschütz 10 besteht aus einem elektromagnetischen Aktor 12, der eine Spule 14 aufweist, die aus einem Spulenträger 16 sowie einer darauf gewickelten Wicklung 18, einem ferromagnetischen Eisenkreis 20 und einem Anker 22 besteht. Der ferromagnetische Eisenkreis 20 weist ein U-förmig gebogenes Joch 24 auf, dessen Schenkel 26 auf einer Rückschlussplatte 28 aufliegen beziehungsweise an der Rückschlussplatte 28 befestigt sind, so dass der geschlossene Eisenkreis 20 entsteht.
Das Joch 24 weist an seinem Basisteil 30 eine zentrale Öffnung 32 auf, deren Durchmesser im Wesentlichen dem Innendurchmesser des Spulenträgers 16 entspricht. In dieser Öffnung beziehungsweise im Innern des Spulenträgers 16 ist eine Buchse 34 befestigt, in der der Anker 22 verschieblich angeordnet und geführt wird. Bei Bestromung der Spule 14 wird der Anker 22 in bekannter Weise gegen die Kraft einer Feder 36 in der Kontaktkammer 42 zur Rückschlussplatte 28 gezogen.
An dem Anker 22 liegt kontaktkammerseitig eine Betätigungsstange 38 axial an, die durch eine weitere zentrale Öffnung 40 in der Rückschlussplatte 28 in eine Kontaktkammer 42 ragt. Am zum Anker 22 entgegengesetzten Ende der Betätigungsstange 38 ist eine Kontaktbrücke 44 angeordnet.
Diese wird vorzugsweise über ein Federelement 46 gegen einen Anschlag 48 am Ende der Betätigungsstange 38 gedrückt, welches sich an einem Absatz 49 an der Betätigungsstange 38 abstützt und ist entsprechend leicht axial und kippbeweglich auf der Betätigungsstange 38 angeordnet. An den Enden der Kontaktbrücke 44 ist jeweils eine Kontaktplatte 52, 53 befestigt, die aus einem besonders gut leitenden Material besteht. Die erste Kontaktplatte 52 ist axial gegenüberliegend zu einem ersten Kontaktelement 54 angeordnet, welches insbesondere über eine nicht dargestellte Stromschiene mit einer Hochvoltbatterie verbunden werden kann. Die zweite Kontaktplatte 53 ist gegenüberliegend zu einem zweiten Kontaktelement 56 angeordnet, welches beispielsweise über eine Stromschiene mit einem Antriebsmotor eines Kraftfahrzeugs verbunden werden kann.
Das gesamte Hochvoltschütz 10 ist in einem Gehäuse 58 angeordnet, welches aus insgesamt drei Teilen zusammengesetzt ist. Der Aktor 12 ist hierzu zur Bildung eines Aktorgehäuseteils 60 mit einem Kunststoff umspritzt. Dieser Kunststoff umgibt die Spule 14 vollständig radial zur Bildung einer radialen Begrenzungswand 66 und füllt auch einen Zwischenraum 68 radial zwischen der Spule 14 und dem Joch 24. Zusätzlich wird das Joch 24 selbst radial vollständig von diesem Kunststoff umgeben und ist so gegen die Umgebung abgeschirmt. Des Weiteren wird die Rückschlussplatte 28, die an ihrer zum Spulenträger gewandten Seite gegen den Spulenträger 16 anliegt, von diesem Kunststoff axial in Richtung zur Kontaktkammer 42 abgedeckt, wodurch eine axiale Kontaktkammerwand 45 gebildet ist. Auch die Öffnung 40 der Rückschlussplatte 28 ist radial nach innen durch den Kunststoff bedeckt und lässt lediglich eine zentrale Führungsöffnung 70 frei, in der die Betätigungsstange 38 geführt wird.
An der zur Kontaktkammer 42 entgegengesetzten axialen Außenseite 72 des Aktorgehäuseteils 60 erstreckt sich der Kunststoff weiter nach radial
innen entlang in einem radial äußeren Bereich 74 des Basisteils 30 des Jochs 24 beziehungsweise des Aktors 12 und lässt hier lediglich im zentralen, radial innenliegenden Bereich 76 eine Öffnung 78 frei, die symmetrisch zur Öffnung 32 ausgebildet ist, jedoch einen etwas größeren Durchmesser aufweist, damit ausreichend Raum zum Einpressen der Buchse 34 vorhanden ist.
Diese Öffnung 78 wird durch einen Kunststoffdeckel 80 verschlossen, der stoffschlüssig, insbesondere durch Laserschweißen, Ultraschallschweißen oder Rotationsvibrationsschweißen am Aktorgehäuseteil 60 in der Öffnung 78 befestigt wird.
Des Weiteren bildet das durch Umspritzen des Aktors 12 hergestellte Aktorgehäuseteil 60 eine Ausformung 82 in Form eines Steckergehäuses 82 aus, durch welches die Verbindungsleitungen 84 zur Wicklung 18 der Spule 14 nach außen geführt wird, so dass über ein Steckergegenstück die elektrische Verbindung der Spule 14 zu einer Spannungsquelle hergestellt werden kann.
Zusätzlich erstreckt sich von der Rückschlussplatte 28 in Verlängerung des den Aktor 12 umgebenden Kunststoffs eine umlaufende radiale Kontaktkammerwand 47, welche die Kontaktkammer 42 radial begrenzt und ebenfalls einstückig beim Umspritzen des Aktors 12 hergestellt wird und so im vorliegenden Ausführungsbeispiel vier Seitenwände der Kontaktkammer 42 bildet.
Die radiale Kontaktkammerwand 47 ist in so genannter Sandwichbauweise ausgeführt, wie auch in Figur 2 gezeigt ist. Die radiale Kontaktkammerwand 47 ist durch eine Kontaktkammerinnenwand 474 und eine Kontaktkammeraußenwand 476 gebildet, die beabstandet und parallel zueinander angeordnet sind. Zwischen der Kontaktkammerinnenwand 474 und der Kontaktkammeraußenwand 476 ist ein durch ein ferromagnetisches
Magnetfeldleitblech 51 gebildeter Magnetfeldleitkörper 50 angeordnet, der die Kontaktkammer 42 radial vollumfänglich umgibt, wobei die radiale Kontaktkammerwand 47 bzw. die Kontaktkammerinnenwand 474 sowie die Kontaktkammeraußenwand 476 durch innenseitiges bzw. außenseitiges Umspritzen des Magnetfeldleitblechs 51 mit Kunststoff hergestellt sind. Die Umspritzung erfolgt in demselben Arbeitsschritt, in dem auch der Aktor 12 umspritzt wird, wodurch die Kontaktkammeraußenwand 476 einstückig mit dem Aktorgehäuseteil 60 ausgebildet ist und die Kontaktkammerinnenwand 474 einstückig mit der axialen Kontaktkammerwand 45 ausgebildet ist. Dennoch sind die Kontaktkammerinnenwand 474 und die Kontaktkammeraußenwand 476 an mehreren Stellen beispielsweise durch Öffnungen 512 in dem Magnetfeldleitblech 51 stoffschlüssig miteinander verbunden.
Die Kontaktkammer 42 ist quaderförmig ausgebildet und weist daher einen rechteckigen Querschnitt auf, der radial durch vier jeweils von der radialen Kontaktkammerwand 47 gebildeten Seitenwänden begrenzt ist. An den beiden sich einander gegenüberliegenden kurzen Seiten weisen die Seitenwände der Kontaktkammerwand 47 jeweils eine quaderförmige, nach innen ragende Tasche 471, 472 auf, die zu der in Bezug auf den Aktor 12 gegenüberliegenden axialen Seite offen sind, wobei in jeder Tasche 471, 472 jeweils ein Permanentmagnet 55, 57 angeordnet ist. Jede Tasche 471, 472 bzw. jeder in der Tasche 471, 472 angeordnete Permanentmagnet 55, 57 ist benachbart zu jeweils einer der Kontaktplatten 52, 53 der Kontaktbrücke 44 angeordnet. Dabei ist jeder Permanentmagnet 55, 57 bezüglich seiner magnetischen Pole derart ausgerichtet, dass die von den Magnetfeldern der Permanentmagneten 55, 57 ausgeübte Lorentzkraft den jeweils zwischen den Kontaktplatten 52, 53 und den Kontaktelementen 54, 56 auftretenden Lichtbogen bogenförmig verformt und die Lichtbögen auf diese Weise zum Erlöschen bringt.
Das Magnetfeldleitblech 51 ist im Bereich der Tasche 471, 472 innenseitig nicht vollständig umspritzt. Stattdessen kontaktiert jeder Permanentmagnet 55, 57 das Magnetfeldleitblech 51 an seiner jeweiligen Innenseite, wodurch die Permanentmagneten 55, 57 magnetisch leitend miteinander verbunden sind. Innerhalb jeder Tasche 471, 472 ist eine Anschlagstruktur 475 angeordnet, die jeweils durch zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Rippen 477 sowie einen Wandvorsprung 478 gebildet ist. Der Wandvorsprung 478 ragt von der Innenseite des Magnetfeldleitblechs 51 radial nach innen. Die Rippen 477 erstrecken sich radial jeweils von der Kontaktkammerinnenwand 474 bis zum Wandvorsprung 478. Die Permanentmagneten 55, 57 liegen axial gegen die jeweilige Anschlagstruktur 475 an, wodurch jeder Permanentmagnet 55, 57 in Bezug auf die Axialrichtung auf Höhe einer der Kontaktstellen in der Kontaktkammer 42 angeordnet ist.
Zusätzlich erstreckt sich das Magnetfeldleitblech 51 in Aktorrichtung axial bis zu der Rückschlussplatte 28 und kontaktiert diese, sodass das Magnetfeldleitblech 51 mit der Rückschlussplatte 28 und somit mit dem Eisenkreis 20 in einem unmittelbaren, magnetisch leitenden Kontakt steht. Dies führt sowohl zu einer erhöhten lokalen Feldstärke als auch zu einer verbesserten Homogenität des Magnetfelds, wodurch eine relativ starke Verformung der Lichtbögen und somit ein relativ schnelles Löschen der Lichtbögen erreicht wird.
Die Kontaktkammer 42 wird axial an der zur axialen Kontaktkammerwand 45 entgegengesetzten axialen Seite durch einen Kontaktkammerdeckel 88 geschlossen, der auch die Taschen 471, 472 axial verschließt. Am Kontaktkammerdeckel 88 sind zwei axiale Öffnungen 90 ausgebildet, in welchen die beiden Kontaktelemente 54, 56 aufgenommen und beispielsweise durch Ultraschallschweißen oder Umspritzen befestigt sind. Von diesem Kontaktkammerdeckel 88 erstreckt sich umlaufend in axialer Richtung einen Kragen 92, der die umlaufende Kontaktkammeraußenwand
476 radial umschließt, so dass diese beiden Wände 92, 476 umlaufend stoffschlüssig, beispielsweise durch Laserschweißen, Ultraschallschweißen oder Rotationsvibrationsschweißen miteinander verbunden werden können, wodurch ein hochfestes Gehäuse 58 geschaffen wird. Unmittelbar innerhalb des Kragens 92 ist eine umlaufende Axialnut 94 ausgebildet, die somit nach außen durch den Kragen 92 des Kontaktkammerdeckels 88 begrenzt ist und in die das Ende der Gehäusewand 86 des Aktorgehäuseteils 60 ragt, wodurch dieses vor dem Laserschweißen, Ultraschallschweißen oder Rotationsvibrationsschweißen exakt in seiner Position zum Kontaktkammerdeckel 88 festgelegt ist.
Soll nun der Stromfluss zwischen dem Elektromotor oder der Ladesäule und der Batterie freigegeben werden, wird die Spule 14 bestromt, wodurch der Anker in Richtung zur Rückschlussplatte 28 aufgrund der wirkenden elektromagnetischen Kräfte gezogen wird. Hierdurch wird die Betätigungsstange 38 mit der Kontaktbrücke 44 und den Kontaktplatten 52, 53 gegen die Kontaktelemente 54, 56 geschoben, so dass über die Kontaktbrücke 44 ein Strom vom ersten Kontaktelement 54 zum zweiten Kontaktelement 56 und somit von der Batterie zum Elektromotor oder von der Ladesäule zur Batterie fließen kann. Wird die Spule 14 nicht bestromt, wird die Betätigungsstange 38 und der Anker 22 durch die Feder 36 in entgegengesetzter Richtung belastet, so dass die Kontaktbrücke 44 von den Kontaktelementen 54, 56 abgehoben wird und der Stromkreis unterbrochen wird. Dabei entsteht ein Lichtbogen aufgrund der hohen Ströme, der auch eine Druckerhöhung in der Kontaktkammer 42 zur Folge hat.
Diese Druckerhöhung kann durch das Gehäuse 58 aufgrund der die Kontaktkammer 42 umgebenden metal (verstärkten Wände 45, 47 gut aufgenommen werden und auch der Aktor 12 wird insbesondere durch die angespritzte axiale Kontaktkammerwand 45 zuverlässig geschützt. Durch das dichte Verschweißen der lediglich drei Gehäuseteile wird auch eine vollständige Dichtigkeit nach außen erreicht, so dass kein Gas aus der
Kontaktkammer 42 nach außen dringen kann, der Lichtbogen zuverlässig und schnell gelöscht wird und keine Gase oder Flüssigkeiten von außen eindringen können. Der benötigte Bauraum und die Montagekosten sind sehr gering.
Es sollte deutlich sein, dass im Vergleich zum beschriebenen Ausführungsbeispiel verschiedene Modifikationen möglich sind. Insbesondere kann der Aufbau der Kontakteinheit sowie der Anordnung der Federn und Betätigungsstangenführung und -befestigung von der gezeigten Form abweichen.
Claims
1. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais mit einem elektromagnetischen Aktor (12), einem Gehäuse (58) mit einer inneren Kontaktkammer (42), einem ersten Kontaktelement (54), welches in die Kontaktkammer (42) ragt, einem zweiten Kontaktelement (56), welches in die Kontaktkammer (42) ragt, einer Kontaktbrücke (44), die mittels des Aktors (12) in der Kontaktkammer (42) zumindest in eine erste Position verschiebbar ist, in der das erste Kontaktelement (54) mit dem zweiten Kontaktelement (56) über die Kontaktbrücke (44) elektrisch verbunden ist, und in eine zweite Position verschiebbar ist, in der ein elektrischer Kontakt zwischen dem ersten Kontaktelement (54) und dem zweiten Kontaktelement (56) unterbrochen ist, einem Magnetfeldleitkörper (50), der mindestens zwei diametral gegenüberliegend in der Kontaktkammer (42) angeordnete Permanentmagneten (55, 57) magnetisch leitend verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldleitkörper (50) die Kontaktkammer (42) radial vollumfänglich umgibt.
2. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (58) eine radiale Kontaktkammerwand (47) aufweist, die die Kontaktkammer (42) radial vollumfänglich begrenzt, wobei die radiale Kontaktkammerwand (47) durch eine Kontaktkammerinnenwand (474) und eine Kontaktkammeraußenwand
(476) gebildet ist, die radial beabstandet und parallel zueinander angeordnet sind.
3. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldleitkörper (50) radial zwischen der Kontaktkammerinnenwand (474) und der Kontaktkammeraußenwand (476) angeordnet ist.
4. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Kontaktkammerwand (47) durch Umspritzen des Magnetfeldleitkörpers (50) hergestellt ist.
5. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagneten (55, 57) radial zwischen der
Kontaktkammerinnenwand (474) und der Kontaktkammeraußenwand (476) angeordnet sind.
6. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Permanentmagneten (55, 57) die radiale Innenseite des Magnetfeldleitkörpers (50) kontaktieren.
7. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldleitkörper (50) durch ein ferromagnetisches Magnetfeldleitblech (51) gebildet ist.
8. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetfeldleitblech (51) im nicht umspritzten Zustand mehrere Öffnungen (512) aufweist, die nach dem Umspritzen mit dem umspritzten Kunststoff gefüllt sind.
9. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (58) eine axiale Kontaktkammerwand (45) aufweist, die die Kontaktkammer (42) axial in Richtung des Aktors (12) begrenzt.
10. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Kontaktkammerwand (45) und die radiale Kontaktkammerwand (47) einstückig ausgebildet sind.
11. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche 2-10, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Kontaktkammerwand (47) mindestens zwei diametral gegenüberliegende Taschen (471, 472) aufweist, die zu der in Bezug auf den Aktor (12) gegenüberliegenden axialen Seite offen sind, wobei in jeder Tasche (471, 472) einer der Permanentmagneten (55, 57) angeordnet ist.
12. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Tasche (471, 472) eine Anschlagstruktur (475) aufweist, gegen die der jeweilige in der Tasche (471, 472) angeordnete Permanentmagnet (55, 57) axial anliegt.
13. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (58) einen Kontaktkammerdeckel (88) aufweist, der die Kontaktkammer (42) auf der in Bezug auf den Aktor (12) gegenüberliegenden axialen Seite verschließt.
14. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 11-13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkammerdeckel (88) die Taschen (471, 472) axial verschließt.
15. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkammerdeckel (88) einen sich axial in Richtung Aktor (12) erstreckenden Kragen (92) aufweist, der die radiale Kontaktkammerwand (47) radial vollumfänglich umschließt.
16. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (58) ein Aktorgehäuseteil (60) aufweist, das durch Umspritzen des Aktors (12) mit Kunststoff hergestellt ist.
17. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Kontaktkammerwand (47) einstückig mit dem Aktorgehäuseteil (60) ausgebildet ist.
18. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche 2-16,
dadurch gekennzeichnet, dass die radiale Kontaktkammerwand (47) sich axial vom Aktor (12) aus in Richtung der Kontaktelemente (52, 53) erstreckt.
19. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der elektromagnetische Aktor (12) eine Spule (14), einen die Spule (14) umgebenden Eisenkreis (20) und einen Anker (22) aufweist.
20. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkreis (20) aus einer Rückschlussplatte (28) und einem iförmigen Joch (24) gebildet ist, dessen freie Schenkel (26) auf der Rückschlussplatte (28) aufliegen.
21. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückschlussplatte (28) axial zwischen der Spule (14) und der axialen Kontaktkammerwand (69) angeordnet ist und gegen die axiale Kontaktkammerwand (69) anliegt.
22. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche
19-21, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetfeldleitkörper (50) in unmittelbarer magnetisch leitender Verbindung mit dem Eisenkreis (20) steht.
23. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche
20-22, dadurch gekennzeichnet, dass
der Magnetfeldleitkörper (50) in unmittelbarer magnetisch leitender Verbindung mit der Rückschlussplatte (28) steht.
24. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche 18-21, dadurch gekennzeichnet, dass der Eisenkreis (20) des elektromagnetischen Aktors (12) radial innen und außen vollständig von dem durch Umspritzen hergestellten Aktorgehäuseteil (60) umgeben ist und axial in Richtung zur Kontaktkammer (42) von der axialen Kontaktkammerwand (45) umgeben ist.
25. Hochvoltschütz (10) oder Hochvoltrelais gemäß einem der Ansprüche 12-23, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktkammerdeckel (88) und die Kontaktkammeraußenwand (476) stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
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