EP4754381A1 - Anordnung zum abdichten eines pitchrohrs - Google Patents
Anordnung zum abdichten eines pitchrohrsInfo
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Abstract
Dichtungsanordnung (101, 201, 301) für ein Pitchrohr (103) eines Windkraftgetriebes. Die Dichtungsanordnung (101, 201, 301) weist mindestens einen Axial-Wellendichtring (111) und mindestens eine kreisringförmige, relativ zu dem Axial-Wellendichtring (111) verdrehbare Gegenlauffläche; wobei das Pitchrohr (103), der Axial-Wellendichtring (111) und die Gegenlauffläche koaxial zueinander ausgerichtet sind; und wobei mindestens eine Dichtlippe des Axial-Wellendichtrings (111) axial gegen die Gegenlauffläche verspannt ist.
Description
Anordnung zum Abdichten eines Pitchrohrs
Die Erfindung betrifft eine Dichtungsanordnung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
Aus WO 2021/083466 A1 ist eine Dichtungsanordnung für ein Pitchrohr eines Windkraftgetriebes bekannt. Zur Abdichtung des Pitchrohrs wird eine Labyrinthdichtung verwendet, deren Labyrinth eine äußere Mantelfläche des Pitchrohrs umschließt. Das Pitchrohr ist relativ zu der Labyrinthdichtung drehbar und stützt sich über ein Lager in der Labyrinthdichtung ab.
Das Lager ist erforderlich, um einen gleichbleibenden Abstand zwischen dem Pitchrohr und der Dichtung zu gewährleisten. Andernfalls würde das Pitchrohr aufgrund toleranzbedingter radialer Lagerabweichungen mit der Dichtung kollidieren.
Das Lager kann grundsätzlich mit Öl oder Fett oder geschmiert werden. Ein fettgeschmiertes Lager hat den Nachteil einer begrenzten Lebensdauer der Fettfüllung. Bei einem ölgeschmierten Lager sind zusätzliche Leitungen erforderlich, die das Lager mit Öl versorgen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lagerung und Abdichtung eines Pitchrohrs eines Windkraftgetriebes zu verbessern. Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Dichtungsanordnung für ein Pitchrohr eines Windkraftgetriebes nach Anspruch 1. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen enthalten und ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung.
Ein Windkraftgetriebe bezeichnet ein Getriebe, das für die Verwendung im Antriebsstrang einer Windkraftanlage ausgebildet ist. Neben dem Getriebe umfasst der Antriebsstrang einen vom Wind angetriebenen Rotor und einen Generator. Das Getriebe ist zwischen dem Rotor und dem Generator angeordnet und überträgt ein Antriebsmoment des Rotors zu dem Generator.
Mit Pitchrohr wird ein Durchführungsrohr zum Durchführen von - etwa elektrischen oder hydraulischen - Versorgungsleitungen durch das Getriebe bezeichnet. Es führt durch das Getriebe beziehungsweise das Gehäuse des Getriebes hindurch. Entsprechend sind die Mündungen des Pitchrohrs außerhalb des Getriebes beziehungsweise des Gehäuses angeordnet. Gegenüber dem Gehäuse ist das Pitchrohr bevorzugt schmierstoffundurchlässig abgedichtet.
Die Dichtungsanordnung umfasst erfindungsgemäß mindestens einen Axial-Wellen- dichtring. Dies ist ein Wellendichtring, der einen sich in axialer Richtung, das heißt in Richtung einer Dreh- und/oder Mittelachse des Pitchrohrs, zwischen zwei relativ zueinander verdrehbaren Getriebekomponenten erstreckenden Spalt abdichtet.
Die Dichtungsanordnung umfasst darüber hinaus mindestens eine kreisringförmige Gegenlauffläche. Die Gegenlauffläche hat also die Form eines Kreisrings. Ein Kreisring ist eine Fläche zwischen zwei konzentrischen Kreisen, das heißt zwischen zwei Kreisen mit einem gemeinsamen Mittelpunkt, die in einer gemeinsamen Ebene verlaufen.
Die Gegenlauffläche ist vorliegend relativ zu dem Axial-Wellendichtring verdrehbar. Insbesondere kann eine erste der beiden oben genannten relativ zueinander verdrehbaren Getriebekomponenten, zwischen denen sich der abzudichtende Spalt erstreckt, die Fläche aufweisen, wobei der Axial-Wellendichtring Teil der zweiten Getriebekomponente beziehungsweise in der zweiten Getriebekomponente fixiert ist.
Das Pitchrohr, der Axial-Wellendichtring und die Gegenlauffläche sind koaxial zueinander ausgerichtet. Eine Mittelachse des Pitchrohrs, eine Mittelachse des Axial- Wellendichtrings und eine Mittelachse der Gegenlauffläche stimmen also überein.
Der Axial-Wellendichtring ist als Lippendichtung ausgestaltet. Dies bedeutet, dass er mindestens eine Dichtlippe aufweist. Die Dichtlippe ist gegen die Gegenlauffläche verspannt. Dies bedeutet, dass die Dichtlippe entlang einer kreis- oder kreisringförmigen, Berührfläche an der Gegenlauffläche anliegt und über die Berührfläche eine Spannkraft auf die Gegenlauffläche ausübt.
Der Axial-Wellendichtring ist mit seiner Dichtlippe ist axial gegen die Gegen lauffläche verspannt. Entsprechend ist die Spannkraft axial, das heißt parallel zu den oben genannten Mittelachsen ausgerichtet.
Die erfindungsgemäße Dichtungsanordnung ermöglicht eine axial versetzte Anordnung des Axial-Wellendichtrings und der Gegen lauffläche. Radiale Bewegungen des Axial-Wellendichtrings und der Gegenlauffläche relativ zueinander infolge toleranzbedingter radialer Lageabweichungen des Pitchrohrs führen daher nicht zu einer Kollision des Axial-Wellendichtrings mit der Gegenlauffläche. Vielmehr bleibt ein axialer Abstand zwischen dem Axial-Wellendichtring und der Gegenlauffläche konstant. Dadurch entfällt die Notwendigkeit einer Lagerung des Pitchrohrs im Bereich der Dichtungsanordnung. Ebenso entfällt die Notwendigkeit eigens für die Lagerung vorgesehener Schmierstoffleitungen. Ist das Pitchrohr im Bereich der Dichtungsanordnung nicht gelagert und damit freischwebend, besteht auch kein Risiko eines Lagerschadens.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist der Axial-Wellendichtring relativ zu dem Pitchrohr drehfest fixiert. Da die Gegenlauffläche relativ zu dem Axial-Wellendichtring verdrehbar ist, impliziert dies, dass die Gegenlauffläche und entsprechend die oben genannte zweite Getriebekomponente relativ zu dem Pitchrohr verdrehbar ist.
Bevorzugt ist die Anordnung mit einem Steg weitergebildet, der um das Pitchrohr herum verläuft. Der Steg ist bevorzugt zu den oben genannten Mittelachsen rotationssymmetrisch. Er weist die Gegenlauffläche auf. Dies impliziert, dass der Steg Teil der oben genannten zweiten Getriebekomponente ist. Ausgehend von einem Grundkörper der zweiten Getriebekomponente erstreckt sich der Steg vorzugsweise radial nach innen hin, das heißt in Richtung der oben genannten Mittelachsen.
Der Axial-Wellendichtring kann direkt auf dem Pitchrohr fixiert sein. In dem Fall ist das Pitchrohr identisch mit der oben genannten ersten Getriebekomponente.
In einer bevorzugten Weiterbildung ist als erste Getriebekomponente aber ein separat von dem Pitchrohr ausgeführtes, insbesondere nicht einstückig mit dem Pitchrohr verbundenes Mittel vorgesehen. Das Mittel ist ausgebildet, in mehreren, das heißt in mindestens zwei, axialen Positionen axialen Positionen auf einer äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs fixiert zu werden. Vorzugsweise kann das Mittel in mindestens drei, mindestens vier, mindestens fünf, mindestens zehn, mindestens zwanzig oder beliebig vielen axialen Positionen auf der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs fixiert werden
Vorzugsweise wird das Mittel unbeweglich, das heißt ohne die Möglichkeit einer Relativbewegung auf dem Pitchrohr fixiert. Im unfixierten Zustand ist das Mittel bevorzugt auf der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs axial verschiebbar. In einer Position, die das Mittel im Rahmen seiner Verschiebbarkeit auf der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs einnehmen kann, lässt es sich dann auf der äußeren Mantelfläche Pitchrohr fixieren.
Die weiterbildungsgemäße Fixierbarkeit des Mittels in mehreren axialen Positionen ist von Vorteil, da sie eine genaue Positionierung des Mittels und damit des Axial- Wellendichtrings relativ zu der Gegenlauffläche unabhängig von toleranzbedingten Längenabweichungen des Pitchrohrs ermöglicht.
Das Mittel ist bevorzugt mit einer Vertiefung weitergebildet. Diese verläuft in Umfangsrichtung und damit um eine Mittelachse des Mittels herum. Ist das Mittel auf dem Pitchrohr fixiert, verläuft die Vertiefung somit um das Pitchrohr und um die Mittel- und/oder Drehachse des Pitchrohrs herum.
Der Verlauf der Vertiefung ist bevorzugt in sich geschlossen. Ein Anfang, von dem ausgehend das Mittel um seine Mittelachse herum verläuft, entspricht also dem Ende dieses Verlaufs. Insbesondere kann die Vertiefung zu der Mittelachse des Mittels und damit auch zu der Mittel- und/oder Drehachse des Pitchrohrs rotationssymmetrisch sein.
In axialer Richtung erstreckt sich die Vertiefung so weit, dass sie den Steg beidseitig überragt. Die Vertiefung erstreckt sich also sowohl rotorseitig als auch generatorseitig in axialer Richtung weiter als der Steg. Damit ist der Steg axial so ausgerichtet, dass er bei einer radialen Lageabweichung des Pitchrohrs in die Vertiefung eintauchen kann, ohne das Mittel zu berühren. Dadurch lassen sich auch bei größeren Lageabweichungen Beschädigungen des Mittels und des Stegs vermeiden.
Alternativ zu dem Axial-Wellendichtring kann einer bevorzugten Weiterbildung die Gegenfläche relativ zu dem Pitchrohr drehfest fixiert sein. In dem Fall ist der relativ zu der Gegenlauffläche verdrehbare Axial-Wellendichtring relativ zu dem Pitchrohr verdrehbar. Auch dann verläuft bevorzugt ein Steg, der die Gegenlauffläche aufweist, wie oben beschrieben, um das Pitchrohr herum. Im Unterschied zu obigen Ausführungen ist der Steg allerdings bei einer relativ zu dem Pitchrohr drehfest fixierten Gegenlauffläche ebenfalls relativ zu dem Pitchrohr drehfest fixiert.
Darüber hinausgehend bevorzugt ist die Anordnung mit einem Mittel weitergebildet, das sich, wie oben beschrieben, in mehreren axialen Positionen auf der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs fixieren lässt. Weiterbildungsgemäß weist das Mittel allerdings nicht den Axial-Wellendichtring, sondern die Gegenlauffläche auf.
Das oben beschriebene Mittel, das den Axial-Wellendichtring oder die Gegenlauffläche aufweist, ist in einer bevorzugten Weiterbildung kraftschlüssig auf einem zylindrischen Abschnitt der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs fixiert. Im Einzelnen ist die äußere Mantelfläche des Pitchrohrs mindestens teilweise kreiszylindrisch. Mindestens ein Teil der äußeren Mantelfläche des Pitchrohrs hat also die Form einer Mantelfläche eines Kreiszylinders. Auf dieser Mantelfläche ist das Mittel kraftschlüssig fixiert.
Der Kraftschluss kommt bevorzugt zustande durch eine Druckspannung, die das Mittel auf den kreiszylindrischen Abschnitt der Mantelfläche aufbringt. Zum Aufbringen der Druckspannung kann das Mittel etwa einen Klemmmechanismus aufweisen. Alternativ ist es möglich, das Mittel durch eine Übermaßpassung, die etwa durch Aufschrumpfen des Mittels auf den kreiszylindrischen Abschnitt der äußeren
Mantelfläche und/oder durch Eindehnen des Pitchrohrs im Bereich des kreiszylindrischen Abschnitts zustande kommt.
Durch die weiterbildungsgemäße kraftschlüssige Fixierung des Mittels lässt sich die axiale Position des Mittels innerhalb des kreiszylindrischen Abschnitts frei wählen. Die Menge der möglichen axialen Positionen des Mittels entspricht damit einem offenen oder geschlossenen Intervall reeller Zahlen.
In einer bevorzugten Weiterbildung weist die Anordnung neben dem oben beschriebenen, erstgenannten Axial-Wellendichtring und der oben beschriebenen, erstgenannten Gegenlauffläche einen weiteren Axial-Wellendichtring und eine weitere Gegenlauffläche auf. Der weitere Axial-Wellendichtring ist spiegelsymmetrisch zu dem erstgenannten Axial-Wellendichtring angeordnet. Ebenso ist die weitere Gegenlauffläche spiegelsymmetrisch zu der erstgenannten Gegenlauffläche angeordnet. Eine Spiegelebene der Axial-Wellendichtringe und eine Spiegelebene der Gegenlaufflächen sind dabei identisch. Die Spiegelebene ist bevorzugt radial, das heißt orthogonal zu der oben genannten Drehachse und den oben genannten Mittelachsen ausgerichtet.
Analog zu dem erstgenannten Axial-Wellendichtring und der erstgenannten Gegenlauffläche ist die weitere Gegenlauffläche relativ zu dem weiteren Axial-Wellendichtring verdrehbar. Das Pitchrohr, der weitere Axial-Wellendichtring und die weitere Gegenlauffläche sind weiterbildungsgemäß koaxial zueinander ausgerichtet. Wie der erstgenannte Axial-Wellendichtring weist auch der weitere Axial-Wellendichtring mindestens eine Dichtlippe auf. Diese ist axial gegen die weitere Gegenlauffläche verspannt.
Obige Ausführungen zur weiterbildungsgemäßen Ausgestaltung des erstgenannten Axial-Wellendichtrings und der erstgenannten Gegenlauffläche gelten darüber hinausgehend bevorzugt auch mutatis mutandis für den weiteren Axial-Wellendichtring und die weitere Gegenlauffläche. Insbesondere kann das oben genannte Mittel neben dem erstgenannten Axial-Wellendichtring auch den weiteren Axial-Wellendichtring aufweisen. Die Vertiefung des Mittels ist bevorzugt derart weitergebildet, dass
sie nicht nur den Steg, der die erstgenannte Gegenlauffläche aufweist, sondern auch einen Steg, der die weitere Gegenlauffläche aufweist, axial beidseitig überragt.
Bevorzugt ist die erfindungsgemäße Anordnung oder eine bevorzugte Weiterbildung als Teil des oben beschriebenen Windkraftgetriebes weitergebildet. Das Pitchrohr der Anordnung bildet dabei ein Pitchrohr des Windkraftgetriebes.
Das Pitchrohr kann drehfest in einer Ausgangswelle oder einem Gehäuse des Getriebes fixiert sein. In einer bevorzugten Weiterbildung ist das Pitchrohr aber drehfest in einer Eingangswelle des Getriebes fixiert. Damit ist es relativ zu der Ausgangswelle und dem Gehäuse verdrehbar.
Die Weiterbildung sieht vor, dass die Ausgangswelle oder das Gehäuse den Axial- Wellendichtring oder die Gegenlauffläche aufweist. Die Ausgangswelle ist in dem Fall koaxial zu der Eingangswelle angeordnet.
Das Pitchrohr ist in einer darüber hinaus bevorzugten Weiterbildung ausschließlich in der Eingangswelle fixiert. Dies bedeutet, dass das Pitchrohr neben der Eingangswelle in keiner anderen Komponente des Getriebes, insbesondere nicht in der Ausgangswelle oder in dem Gehäuse gelagert oder fixiert ist. Weiterbildungsgemäß wird also die im Stand der Technik übliche generatorseitige Lagerung des Pitchrohrs eingespart. Entsprechend entfällt die Notwendigkeit, dieses Lager mit Öl zu versorgen. Auch das Risiko einer Beschädigung des Lagers entfällt.
Das Getriebe ist bevorzugt mit einer Scheibe weitergebildet, die eine durchgehende Aussparung aufweist. Bevorzugt ist die Aussparung rotationssymmetrisch. Insbesondere kann die Aussparung zu der oben beschriebenen Drehachse und/oder zu den oben beschriebenen Mittelachsen rotationssymmetrisch sein.
Durch die Aussparung verläuft das Pitchrohr hindurch. Die Scheibe dient als Zentrierscheibe für das Pitchrohr. Bei zu großen radialen Lageabweichungen kommt das Pitchrohr an einem Rand der Aussparung temporär mit der Scheibe in Kontakt. Dadurch
verhindert die Scheibe noch größere radiale Lageabweichungen, die andernfalls zu Beschädigungen führen können.
Die weiterbildungsgemäße Verwendung einer Zentnerscheibe ist von Vorteil, da sich für die Zentnerscheibe ein Material mit guten Gleiteigenschaften, etwa Teflon oder Nylon, verwenden lässt. Zudem ist es möglich, die Scheibe so anzubringen, dass sie von außerhalb des Gehäuses zugänglich ist. Dadurch ist die Scheibe im Falle fortgeschrittenen Verschleißes oder einer Beschädigung einfach austauschbar.
Ein zwischen der Scheibe beziehungsweise einem Rand der Aussparung und dem Pitchrohr verlaufender Spalt, der sich in radialer Richtung erstreckt, ist in einer bevorzugten Weiterbildung schmaler als ein zwischen dem oben beschriebenen Steg und dem Pitchrohr oder dem oben beschriebenen Mittel verlaufender Spalt, der sich ebenso in radialer Richtung erstreckt. Eine Breite des erstgenannten Spalts ist also geringer als eine Breite des letztgenannten Spalts. Dadurch kommt das Pitchrohr bei einer radialen Lageabweichung mit der Scheibe in Kontakt, ehe der Steg das Pitchrohr oder das Mittel berührt. Eine Beschädigung des Stegs wird somit vermieden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt. Übereinstimmende Bezugsziffern kennzeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche Merkmale. Im Einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine Anordnung zum Abdichten eines Pitchrohrs;
Fig. 2 eine alternative Anordnung; und
Fig. 3 eine weitere alternative Anordnung.
Die in Fig. 1 dargestellte Dichtanordnung 101 für ein Pitchrohr 103 weist eine Spannbuchse 105 auf. Die Spannbuchse 105 wird mittels eines konischen Klemmmechanismus 107 kraftschlüssig auf einer äußeren Mantelfläche 109 des Pitchrohrs 103 fixiert.
Die Spannbuchse 105 weist einen ersten Axial-Wellendichtring 111 und einen zweiten Axial-Wellendichtring 113 auf. Der erste Axial-Wellendichtring 111 und der zweite Axial-Wellendichtring 113 dienen dazu, die Spannbuchse 105 gegenüber einem Abschlussstück 115 abzudichten. Das Abschlussstück 115 bildet einen Flansch 117 aus, der mit einem entsprechenden Flansch einer Ausgangswelle oder eines Getriebegehäuses verschraubt werden kann.
Weiterhin bildet das Abschlussstück 115 einen ersten Steg 119 und einen zweiten Steg 121 aus. Der erste Steg 119 und der zweite Steg 121 erstrecken sich ausgehend von dem Abschlussstück 115 beziehungsweise einem Grundkörper des Abschlussstücks 115 radial nach innen hin, das heißt in Richtung einer Drehachse des Pitchrohrs 103.
Rotorseitig des ersten Stegs 119 befindet sich der erste Axial-Wellendichtring 111. Er weist eine Dichtlippe auf, die sich ausgehend von dem ersten Axial-Wellendichtring 111 beziehungsweise von einem Grundkörper des Axial-Wellendichtrings 111 generatorseitig in Richtung des ersten Stegs 119 erstreckt. Die Dichtlippe berührt eine durch den ersten Steg 119 gebildete, kreisringförmige Gegenlauffläche.
Der zweite Axial-Wellendichtring 113 und der zweite Steg 121 sind spiegelsymmetrisch zu dem ersten Axial-Wellendichtring 111 und dem ersten Steg 119 aufgebaut. Entsprechend weist auch der zweite Axial-Wellendichtring 113 eine Dichtlippe auf. Diese erstreckt sich ausgehend von dem zweiten Axial-Wellendichtring 113 beziehungsweise von einem Grundkörper des zweiten Axial-Wellendichtrings 1113 rotorseitig in Richtung des zweiten Stegs 121 erstreckt. Die Dichtlippe berührt eine durch den zweiten Steg 121 gebildete, kreisringförmige Gegenlauffläche.
Mit dem Abschlussstück 115 verschraubt ist eine Zentrierscheibe 123. Diese bildet mittig ein kreisrundes, durchgehendes Loch, durch welches das Pitchrohr 103 hindurch verläuft. Bei zu großen radialen Lageabweichungen kommt das Pitchrohr 103 mit einem Rand des Lochs der Zentrierscheibe 123 in Kontakt und stützt sich somit gegen die Zentrierscheibe 123 ab. Dadurch wird verhindert, dass der erste Steg 119 und der zweite Steg 121 mit der Spannbuchse 105 kollidieren.
Gegenüber der in Fig. 1 dargestellten Dichtungsanordnung 101 sind bei der in Fig. 2 dargestellten Dichtungsanordnung 202 die Zuordnungen der ersten Dichtung 111 und der zweiten Dichtung 113 sowie des ersten Stegs 119 und des zweiten Stegs 121 zu der Spannbuchse 105 beziehungsweise zu dem Abschlussstück 115 invertiert. So bildet gemäß Fig. 2 die Spannbuchse 105 den ersten Steg 119 und den zweiten Steg 121 aus. Das Abschlussstück 115 weist den ersten Axial-Wellendicht- ring 111 und den zweiten Axial-Wellendichtring 113 auf.
Auch die Anordnung der Spannbuchse 115 lässt sich, wie der in Fig. 3 dargestellten Dichtungsanordnung 301 zu entnehmen ist, invertieren. Gemäß Fig. 3 ist die Spannbuchse 105 radial außerhalb einer Buchse 303 angeordnet. Sie ist formschlüssig in einer inneren, kreiszylindrischen Mantelfläche des Abschlussstücks 115 fixiert. Entsprechend ist die Abschlussbuchse 105 bei der Montage axial in dem Abschlussstück 115 verschiebbar und kann so bei der Montage in geeigneter axialer Position fixiert werden.
Wie bei der in Fig. 1 dargestellten Dichtungsanordnung 101 erstrecken sich auch bei der in Fig. 3 dargestellten Dichtungsanordnung 301 der erste Steg 119 und der zweite Steg 121 radial nach innen zu dem Pitchrohr 103 hin. Die Spannbuchse 105 bildet gemäß Fig. 3 den ersten Steg 119 und den zweiten Steg 121 aus.
Auch in Fig. 3 sind der erste Axial-Wellendichtring 111 und der zweite Axial-Wellendichtring 113 auf dem Pitchrohr 103 fixiert. Dazu dient die Buchse 303. Diese ist kreiszylindrisch und in ihrem Inneren hohl ausgestaltet. Sie ist formschlüssig auf dem Pitchrohr 103 fixiert. Axial steht die Buchse 303 zu einer Seite hin mit einem Absatz 305 des Pitchrohrs 103 in Kontakt. Zur anderen Seite hin wird sie formschlüssig durch einen Sicherungsring 307 gehalten, der in eine entsprechende Nut des Pitchrohrs 103 eingelassen ist.
Bezugszeichen
Dichtungsanordnung Pitchrohr Spannbuchse
Klemmmechanismus
Mantelfläche
Axial-Wellendichtring
Axial-Wellendichtring Abschlussstück Flansch
Steg
Steg
Zentrierscheibe
Dichtungsanordnung
Dichtungsanordnung
Buchse
Absatz
Sicherungsring
Claims
1. Dichtungsanordnung (101 , 201 , 301 ) für ein Pitchrohr (103) eines Windkraftgetriebes; gekennzeichnet durch mindestens einen Axial-Wellendichtring (111 ) und mindestens eine kreisringförmige, relativ zu dem Axial-Wellendichtring (111) verdrehbare Gegenlauffläche; wobei das Pitchrohr (103), der Axial-Wellendichtring (111 ) und die Gegenlauffläche koaxial zueinander ausgerichtet sind; und wobei mindestens eine Dichtlippe des Axial-Wellendichtrings (111 ) axial gegen die Gegenlauffläche verspannt ist.
2. Anordnung (101 , 301 ) nach Anspruch 1 ; dadurch gekennzeichnet, dass der Axial-Wellendichtring (111) relativ zu dem Pitchrohr (103) drehfest fixiert ist.
3. Anordnung (101 , 201 , 301 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; gekennzeichnet durch mindestens einen um das Pitchrohr (103) herum verlaufenden Steg (119), der die Gegenlauffläche aufweist.
4. Anordnung (101 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; gekennzeichnet durch ein Mittel (105), das ausgebildet ist, in mehreren axialen Positionen auf einer äußeren Mantelfläche (109) des Pitchrohrs (103) fixiert zu werden, und den Axial-Wellendichtring (111 ) aufweist.
5. Anordnung (101 ) nach dem vorhergehenden Anspruch; dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (105) eine in Umfangsrichtung verlaufende Vertiefung aufweist, die den Steg (119) beidseitig axial überragt.
6. Anordnung (201 ) nach Anspruch 1 ; dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenlauffläche relativ zu dem Pitchrohr (103) drehfest fixiert ist.
7. Anordnung (201 ) nach dem vorhergehenden Anspruch; gekennzeichnet durch
ein Mittel (105), das ausgebildet ist, in mehreren axialen Positionen auf einer äußeren Mantelfläche (109) des Pitchrohrs (103) fixiert zu werden, und die Gegenlauffläche aufweist.
8. Anordnung (101 , 201 ) nach einem der Ansprüche 4, 5 oder 7; dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (105) kraftschlüssig auf einem kreiszylindrischen Abschnitt der äußeren Mantelfläche (109) des Pitchrohrs (103) fixiert ist.
9. Anordnung (101 , 201 , 301 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche; gekennzeichnet durch einen spiegelsymmetrisch zu dem Axial-Wellendichtring (111 ) angeordneten weiteren Axial-Wellendichtring (113) und eine spiegelsymmetrisch zu der Gegenlauffläche angeordnete, relativ zu dem weiteren Axial-Wellendichtring (113) verdrehbare weitere Gegenlauffläche; wobei das Pitchrohr (103), der weitere Axial-Wellendichtring (113) und die weitere Gegenlauffläche koaxial zueinander ausgerichtet sind; und wobei mindestens eine Dichtlippe des weiteren Axial-Wellendichtrings (113) axial gegen die weitere Gegenlauffläche verspannt ist.
10. Windkraftgetriebe mit einem Pitchrohr (103); gekennzeichnet durch eine Anordnung (101 , 201 , 301 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
11 . Getriebe nach dem vorhergehenden Anspruch; dadurch gekennzeichnet, dass das Pitchrohr (103) drehfest in einer Eingangswelle des Getriebes fixiert ist; wobei eine koaxial zu der Eingangswelle angeordnete Ausgangswelle des Getriebes oder ein Gehäuse des Getriebes den Axial-Wellendichtring (111 , 113) oder die Gegenlauffläche aufweist.
12. Getriebe nach dem vorhergehenden Anspruch; dadurch gekennzeichnet, dass das Pitchrohr (103) ausschließlich in Eingangswelle fixiert ist.
13. Getriebe nach einem der vorhergehenden zwei Ansprüche; gekennzeichnet durch eine Scheibe (123) mit einer durchgehenden Aussparung; wobei das Pitchrohr (123) durch die Aussparung hindurch verläuft.
14. Getriebe nach dem vorhergehenden Anspruch mit einer Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5; dadurch gekennzeichnet, dass ein zwischen der Scheibe (123) und dem Pitchrohr (103) verlaufender radialer Spalt schmaler ist als ein zwischen dem Steg (119) und dem Pitchrohr (103) oder dem Mittel (105) verlaufender radialer Spalt ().
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| CN121548691A (zh) | 2026-02-17 |
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