EP4750312A1 - Landwirtschaftliches arbeitsgerät zum bearbeiten einer landwirtschaftlichen nutzfläche und/oder zum ausbringen von verteilgut - Google Patents

Landwirtschaftliches arbeitsgerät zum bearbeiten einer landwirtschaftlichen nutzfläche und/oder zum ausbringen von verteilgut

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EP4750312A1
EP4750312A1 EP24720776.4A EP24720776A EP4750312A1 EP 4750312 A1 EP4750312 A1 EP 4750312A1 EP 24720776 A EP24720776 A EP 24720776A EP 4750312 A1 EP4750312 A1 EP 4750312A1
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EP
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distribution
mobile terminal
process parameters
singling
smartphone
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Stefan Jan Johannaber
Alexander Rempel
Bernd Scheufler
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Amazonen Werke H Dreyer SE and Co KG
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Abstract

Landwirtschaftliches Arbeitsgerät (1) zum Bearbeiten einer landwirtschaftlichen Nutzfläche und/oder zum Ausbringen von Verteilgut (V), mit wenigstens einem einstellbaren Stellelement und einem Steuer- und/oder Regelsystem (100) welches dazu eingerichtet ist, das Stellelement während des Betriebs in Abhängigkeit von einem oder mehrerer Prozessparameter einzustellen. Um die bisherigen landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte (1), insbesondere deren Steuer- und/oder Regelsysteme (100), weiter zu verbessern und/oder zu vereinfachen, ist vorgesehen, dass dem Steuer- und/oder Regelsystem (100) wenigstens ein mobiles Endgerät (110) nach Art eines Smartphones zugeordnet ist, welches während des Betriebs zum fortlaufenden oder zumindest intermittierenden Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter eingerichtet ist.

Description

Landwirtschaftliches Arbeitsgerät zum Bearbeiten einer landwirtschaftlichen Nutzfläche und/oder zum Ausbringen von Verteilgut
Die Erfindung betrifft ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät zum Bearbeiten einer landwirtschaftlichen Nutzfläche und/oder zum Ausbringen von Verteilgut gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und ein Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 22.
Auf dem Gebiet der Landwirtschaft sind vielzählige Varianten gezogener, angebauter und/oder selbstfahrender Arbeitsgeräte für unterschiedliche Anwendungsfälle bekannt. Hierzu zählen unter anderem Bodenbearbeitungsgeräte, Pflanzenbehandlungsgeräte, Erntemaschinen oder Verteilmaschinen, wie etwa Streugeräte oder Sä- und/oder Düngermaschinen zum Ausbringen von schüttgutartigem Verteilgut oder Feldspritzen zum Ausbringen von flüssigem Verteilgut.
Beim Ausbringen von schüttgutartigen Verteilgütern, insbesondere nach Art von Saatgut oder Düngemittel, wird üblicherweise beabsichtigt, eine bedarfsgerechte Menge bzw. eine spezifische Anzahl von Körnern pro Fläche auf die landwirtschaftliche Nutzfläche auszubringen. Beim Ausbringen von flüssigen Verteilgütern nach Art von Spritzflüssigkeit, wie Pflanzenschutz-, Schädlingsbekämpfungs- und/oder Unkrautvernichtungsmittel, wird beabsichtigt, neben einer ausreichenden Menge der Spritzflüssigkeit pro Fläche eine möglichst gleichmäßige Benetzung der Spritzflüssigkeit auf den Pflanzen zu erreichen. Beim Bearbeiten der Nutzfläche mit einem Bodenbearbeitungsgerät ist das Ziel den Ackerboden der Nutzfläche ausreichend zu lockern und/oder zu wenden.
Hierzu werden während des Betriebs bzw. bei der Überfahrt der Nutzfläche oder während Betriebsunterbrechungen an wenigstens einem Stellelement der Verteilmaschine geeignete Einstellungen vorgenommen, um während des Betriebs die entsprechenden Prozessparameter des Arbeitsgeräts, des auszubringende Verteilguts und/oder der Nutzfläche zu beeinflussen und/oder zu erreichen. Die Einstellwerte für das Stellelement werden bisher häufig anhand einer vom Landwirt vorgenommenen manuellen und/oder subjektiven Überwachung bzw. Überprüfung des Bearbeitungsresultats und/oder der Verteilqualität ermittelt. Am Beispiel einer als Sä- und/oder Düngermaschine ausgeführten Verteilmaschine zählen zu derartigen Überwachungs- und/oder Überprüfungsmethoden unter anderem auch Abdrehproben. Je nach Anwendungsgebiet ist es auch bekannt oder notwendig die Ablagegenauigkeit von in einer Säfurche abgelegtem Verteilgut bzw. der Körner zu überprüfen. Bei Streugeräten, wie beispielweise Schleuderdüngerstreuem, werden häufig Messmethoden angewendet, bei denen vor dem Ausbringen einzelne Auffangschalen oder dergl. auf der Nutzfläche positioniert werden.
Derartige Ermittlungsmethoden zur Bestimmung der jeweiligen Einstellwerte sind jedoch fehlerbehaftet und ungenau, da sich die Dosier- und/oder Fördermengen des jeweiligen Verteilguts beispielsweise infolge von Umwelteinflüssen wie z.B. Luftfeuchte oder der Verteilgutqualität etc. ständig ändern können. Ferner ist eine derartige manuelle und/oder subjektive Überwachung umständlich und arbeitsintensiv.
Speziell beim Einsatz von Einzelkornsämaschinen kann die Einstellung der Maschine und/oder das Erreichen stabiler Prozessparameter besonders aufwendig sein. Neben der Überwachung und Einstellung der Ausbringmenge, kommt es hier auch auf die Vereinzelungsqualität einer der Maschine zugeordneten Kornvereinzelungseinrichtung und/oder die Ablagegenauigkeit der jeweiligen Säschare an.
Darüber hinaus ist neben der Überwachung des Arbeitsresultates und/oder der Verteilqualität auch die korrekte Arbeitsstellung und/oder der Maschinenzustand des Arbeitsgeräts zu überwachen.
Um diesen Herausforderungen Rechnung zu tragen sind im Stand der Technik bereits moderne landwirtschaftliche Arbeitsgeräte mit elektronischen Steuer- und/oder Regelsystemen bekannt geworden, mit denen eine rein manuelle und/oder subjektive Überwachung vermieden werden kann. Die bekannten Steuer- und/oder Regelsysteme arbeiten beispielsweise mit elektronischen Messverfahren, bei denen die Prozessparameter, insbesondere die Verteilgutausbringung, die Bearbeitung der Nutzfläche und/oder der Maschinenzustand, sensorisch überwacht werden.
Beispielsweise ist es bei Sä- und/oder Düngermaschinen bekannt, die einzelnen Verteilgutkörner innerhalb der Verteilgutförderleitungen zu erfassen. Ferner ist die Verwendung eines Piezoquarzes zum Zählen von Körnern bekannt, wobei der Verteilgutstrom auf den Piezoquarz gelenkt wird, sodass der Piezoquarz elektrische Aufprallimpulse liefert. Diese Messmethoden sind vergleichsweise unpräzise, insbesondere vor dem Hintergrund, dass große Unterschiede bei den Ausbringmengen bzw. Kornfrequenzen und Korngrößenspektren bei den unterschiedlichen Verteilgütern, beispielsweise Raps, Getreide oder Bohnen, auftreten können.
Außerdem sind Steuer- und/oder Regelsysteme für Sä- und/oder Düngermaschinen mit einem optischen Sensor bekannt. Bei solchen Steuer- und/oder Regelsysteme werden beispielsweise Lichtschranken zur Kömerzählung eingesetzt. Die Erfassungsgenauigkeit solcher Systeme ist vergleichsweise gering. Darüber hinaus können Verschmutzungen das Messergebnis verfälschen.
Am Beispiel von Streugeräten sind außerdem Steuer- und/oder Regelsysteme bekannt geworden, die Radarsensoren zur Streufächerüberwachung verwenden. Ferner sind auch Feldspritzen mit optischen Sensoren, wie beispielsweise Kameras, Infrarotsensoren oder dergl. bekannt, bei denen die Spritzfächer oder das Spritzergebnis auf den Pflanzen überwacht werden. Ebenso sind auch andere berührungslose Sensoren, wie Abstandsensoren, zur Gestänge- und/oder Abstandsregelung bekannt.
Ferner werden auch verschiedene Sensoren zur Überwachung des Maschinenzustands eingesetzt. Beispielsweise werden Arbeitsstellungssensoren zur Überwachung und/oder Überprüfung der Arbeitsstellung eingesetzt. Ebenso werden auch Positions- und/oder Neigungssensoren verwendet, um die Position und/oder Neigung der Maschine zu bestimmen.
Darüber hinaus sind Arbeitsgeräte mit Steuer- und/oder Regelsystemen bekannt geworden, die dazu eingerichtet sind, vor dem Betrieb oder während Betriebsunterbrechungen mit mobilen Endgeräten, wie insbesondere einem Smartphone, zu kommunizieren. Dabei werden Prozessparameter, insbesondere die Arbeitsresultate, die Verteilgutqualität und/oder den Maschinenzustand, betreffende Werte und/oder Einstellwerte für das wenigstens eine Stellelement mit dem mobilen Endgerät, insbesondere Smartphone, erfasst, ermittelt und/oder übertragen.
Besonders nachteilig beim bisherigen Stand der Technik sind die Vielzahl der unterschiedlich ausgeführten Steuer- und/oder Regelsysteme, insbesondere Sensoren und/oder Steuergeräte. Im bisherigen Stand der Technik bedarf es insbesondere den Einsatz unterschiedlichster Sensoren und/oder Steuergeräte. Die bisherigen Steuer- und/oder Regelsysteme unterscheiden sich ferner hinsichtlich Rechenkapazität und/oder Präzision.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht also darin, die bisherigen landwirtschaftlichen Arbeitsgeräte, insbesondere deren Steuer- und/oder Regelsysteme, weiter zu verbessern und/oder zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass dem Steuer- und/oder Regelsystem wenigstens ein mobiles Endgerät nach Art eines Smartphones zugeordnet ist, welches während des Betriebs zum fortlaufenden oder zumindest intermittierenden Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter eingerichtet ist.
In Folge dieser Maßnahme können die Prozessparameter alternativ oder zusätzlich während des Betriebs bzw. der Überfahrt der landwirtschaftlichen Nutzfläche mittels des mobiles Endgeräts erfasst und/oder ausgewertet und/oder geregelt und/oder übermittelt werden. Demzufolge ist das mobile Endgerät vorzugsweise je nach Bedarf und/oder Anwendungsfall als Sensor, Steuergerät bzw. Bordcomputer und/oder Datenübermittlungseinrichtung des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts verwendbar.
Unter dem Begriff „mobiles Endgerät“ ist nachfolgend, sofern nicht anders explizit angegeben, vorzugsweise ein Smartphone, Tablet, eine Smartwatch oder ein anderes derartiges von einem Benutzer bzw. Landwirt tragbares und/oder verwendbares Gerät zu verstehen. Das mobile Endgerät umfasst vorzugsweise eine Funktechnologie wie WLAN, Mobilfunk oder Bluetooth, um mit anderen Geräten oder dem Internet verbunden zu werden.
Unter dem Begriff „Prozessparameter“ sind nachfolgend, sofern nicht anders explizit angegeben, bevorzugt das Verteilgut, das Arbeitsgerät bzw. die Maschine, die Nutzfläche und/oder die Umgebung betreffende Parameter zu verstehen. Die das Verteilgut betreffenden Prozessparameter können neben der Verteilgutverteilung auf der Nutzfläche, der Verteilgutdosierung, der Verteilgutförderung, der Verteilgutqualität oder der Verteilgutsorte, usw. auch die die Größe, das Gewicht oder die Form einzelner Körner oder Portionen betreffenden Parameter sein. Die das Arbeitsgerät betreffenden Prozessparameter können die den Betriebszustand und/oder Betriebsstellungen des Arbeitsgeräts, einzelner Aggregate und/oder einzelner Stellelemente betreffende Parameter sein. Ferner können hierunter auch die Drehzahl, Hubstellungen, Auslenkungen, Arbeitsdrücke usw. einzelner Stellelemente und/oder Aggregate verstanden werden. Die die Nutzfläche betreffenden Prozessparameter können die Bodenhärte, Bodenfeuchtigkeit, Bodenzusammensetzung und/oder die Bodenwerte betreffende Parameter sein. Die die Umgebung betreffenden Prozessparameter können die Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und/oder Luftbewegungen betreffende Parameter sein.
Das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, erlaubt eine präzise Erfassung und/oder Ermittlung der Prozessparameter. Hierzu können die Kamera, Sensoren und/oder Rechenkerne des mobilen Endgeräts verwendet werden. Moderne mobile Endgeräte weisen hochwertige Kamerasysteme bzw. Sensoren und eine hohe Rechenleistung auf, sodass die Erfassung, Auswertung und/oder Übermittlung der Prozessparameter und damit die Steuerung und/oder Regelung des Arbeitsgeräts schnell und präzise erfolgen kann.
Die Kamera des mobilen Endgeräts kann ferner bevorzugt je nach Bedarf und/oder Anwendung zu Einzelbildaufnahmen, Serienbildaufnahmen und/oder Videobildaufnahmen verwendbar sein.
Darüber hinaus erlaubt das mobile Endgerät eine besonders leistungsfähige Übermittlung von Prozessparametern. Hierzu kann je nach Bedarf auf die unterschiedlichen und hochwertigen Funktechnologien des mobilen Endgeräts zurückgegriffen werden. Somit können auch verhältnismäßig große Datenmengen schnell und/oder an unterschiedliche Datenempfänger übermittelt werden.
Das mobile Endgerät ist vorzugsweise dazu eingerichtet, Bildaufnahmen, satellitengestützte (GPS-) Positionserfassungen, Abstandsmessungen, Beschleunigungs- und/oder Geschwindigkeitsmessungen oder Neigungsmessungen vorzunehmen. Mit anderen Worten ist das mobile Endgerät bevorzugt als Kamera, GPS-Sensor, Abstandssensor, Neigungssensor, Beschleunigungs- und/oder Geschwindigkeitssensor, Neigungssensor, Gyroskop und/oder als Arbeitsstellungssensor verwendbar. Des Weiteren kann das mobile Endgerät dazu eingerichtet sein, neben Wind- und/oder Wetterinformationen alternativ oder zusätzlich auch Verteilgutinformationen und/oder die vom Maschinenhersteller relevanten Informationen abzurufen und/oder zu berücksichtigen.
Alternativ oder zusätzlich kann das mobile Endgerät auch als optisches und/oder akustisches Anzeige- und/oder Signalmittel verwendbar sein, beispielsweise um die Prozessparameter, insbesondere den Betriebszustand der Maschine, zu signalisieren. Beispielsweise können anhand des mobilen Endgeräts auch Füllstände, Betriebsstörungen und/oder Warnsignale signalisiert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ist wenigstens eine Haltevorrichtung vorgesehen, mittels welcher das mobile Endgerät, vorzugsweise Smartphone, zumindest während des Betriebs am Arbeitsgerät befestigbar ist. Das mobile Endgerät kann mittels der Haltevorrichtung beispielsweise am Maschinenrahmen, einem Behälter, an einem dem Arbeitsgerät zugeordneten Arbeitswerkzeug oder Arbeitsaggregat, einer Dosiereinrichtung und/oder einer Verteilgutförderleitung angebaut werden. Insbesondere kann das mobile Endgerät mittels der Haltevorrichtung an einem Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug wie einem Schar oder dergleichen angebaut werden. Eine derartige Ausführungsform erlaubt eine präzise und betriebssichere Erfassung und/oder Übermittlung der Prozessparameter.
Das erfindungsgemäße Arbeitsgerät wird ferner dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass die Haltevorrichtung dazu eingerichtet ist, das mobile Endgerät kraft- und/oder formschlüssig zu fixieren. Die Haltevorrichtung kann hierfür beispielsweise eine oder mehrere Geräteklemmglieder umfassen, über welche das mobile Endgerät verklemmt werden kann.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ist die Haltevorrichtung derart einstellbar und/oder verstellbar, dass die Relativposition des fixierten mobilen Endgeräts veränderbar ist. Über die verstellbare Haltevorrichtung kann beispielsweise die Kamera bzw. die Linse oder das Linsensystem der Kamera des mobilen Endgeräts am Arbeitsgerät positioniert und/oder ausgerichtet werden.
Es ist ferner ein erfindungsgemäßes Arbeitsgerät bevorzugt, bei welcher die Haltevorrichtung dazu eingerichtet ist, mobile Endgeräte unterschiedlicher Größe und/oder Form an der Haltevorrichtung aufzunehmen und/oder zu fixieren. Die Geräteklemmglieder der Haltevorrichtung können innerhalb eines Verstellbereichs verstellt werden, sodass mobile Endgeräte unterschiedlicher Hersteller und/oder Serien an der Haltevorrichtung fixiert werden können.
Die Haltevorrichtung kann bevorzugt nach Art einer Befestigungsbox ausgebildet sein oder eine Befestigungsbox umfassen, wobei das mobile Endgerät innerhalb der Befestigungsbox befestigbar ist. Die Befestigungsbox sorgt dafür, dass eine feste Verbindung zwischen mobilem Endgerät und Arbeitsgerät und/oder definierte Mindestabstände eingehalten werden. Dies erlaubt einen besonders betriebssicheren Betrieb des mobilen Endgeräts. Eine Verschmutzung und Beschädigung des mobilen Endgeräts wird durch die Befestigungsbox ebenso verhindert. Beispielsweise kann die Befestigungsbox derart ausgebildet sein, dass insbesondere für den Außeneinsatz notwendige Vorgaben, wie Normen, IP- Zertifizierungen wie beispielsweise IP44, IP65, IP67 oder dergleichen, erreicht sind.
Darüber hinaus kann das mobile Endgerät auch innerhalb der Fahrerkabine angeordnet bzw. befestigt und, insbesondere die Kamera des mobilen Endgeräts, auf das landwirtschaftliche Arbeitsgerät ausgerichtet sein.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ist das mobile Endgerät, vorzugsweise Smartphone, dazu eingerichtet, die Prozessparameter nach Art wenigstens eines Sensoren zu erfassen.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ist das mobile Endgerät, vorzugsweise Smartphone, dazu eingerichtet, von wenigstens einem dem Arbeitsgerät zugeordneten zusätzlichen Sensor erfasste Prozessparameter elektronisch zu verarbeiten.
In einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts sind der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein die landwirtschaftliche Nutzfläche und/oder die Umgebung betreffender Parameter.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts sind der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Verteilgut betreffender Parameter.
In einer weiteren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts sind der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Arbeitsgerät betreffender Parameter. Darüber hinaus ist ein erfindungsgemäßes Arbeitsgerät bevorzugt der der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Arbeitsresultat und/oder die Verteilqualität betreffender Parameter sind.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ist auf dem mobilen Endgerät, vorzugsweise Smartphone, wenigstens eine Anwendung nach Art eines elektronischen Programms, vorzugsweise einer App, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter installiert.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts sind auf dem mobilen Endgerät, vorzugsweise Smartphone, mehrere Anwendung nach Art elektronischer Programme, vorzugsweise App's, installiert. Dabei ist das mobile Endgerät bevorzugt dazu eingerichtet, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter Daten zwischen den mehreren Anwendungen zu übertragen und/oder auszutauschen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner gelöst durch eine landwirtschaftliche Verteilmaschine der eingangs genannten Art, wobei die Verteilmaschine nach zumindest einem der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Verteilmaschine wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts verwiesen.
Die Verteilmaschine ist vorzugsweise als Sä- und/oder Düngermaschine ausgebildet und umfasst wenigstens eine Dosiereinrichtung zum Einstellen bedarfsgerechter Ausbringmengen für das Verteilgut. Die Verteilmaschine ist ferner bevorzugt nach Art eines Streugeräts, insbesondere eines Schleuderdüngerstreuers oder eines pneumatischen Düngerstreuers, ausgebildet.
In einer besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Verteilmaschine sind der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein die maschineninterne Verteilgutförderung und/oder Verteilgutdosierung betreffender Parameter.
Bevorzugt umfasst die Verteilmaschine wenigstens eine Verteileinrichtung nach Art eines Verteilerkopfes, welche zum Verteilen des Verteilguts über mehrere mit der Verteileinrichtung verbundene Verteilgutleitungen vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich umfasst die Verteilmaschine vorzugsweise wenigstens ein Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug, insbesondere nach Art eines Säschars bzw. Säaggregats, welches zum Ausbringen des Verteilguts und/oder zum Bearbeiten der landwirtschaftlichen Nutzfläche vorgesehen ist. Ferner umfasst die Verteilmaschine alternativ oder zusätzlich wenigstens einen Rahmen bzw. Maschinenrahmen an dem die Verteileinrichtung und/oder das Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug angeordnet sind.
Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilmaschine ist die Haltevorrichtung, insbesondere das mobile Endgerät bzw. Smartphone, zumindest während des Betriebs an der Verteileinrichtung und/oder am Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug und/oder am Rahmen angeordnet und/oder anbringbar.
Besonders bevorzugt ist die Verteilmaschine nach Art einer Einzelkornsämaschine ausgebildet, welche wenigstens eine Kornvereinzelungseinrichtung zum zumindest teilweisen Vereinzeln von vorgehaltenem Verteilgut vorgesehen ist.
In einer weiteren besonders bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Verteilmaschine ist die Haltevorrichtung, insbesondere das mobile Endgerät bzw. Smartphone, zumindest während des Betriebs an der Kornvereinzelungseinrichtung angeordnet und/oder anbringbar.
Ferner bevorzugt ist eine als Einzelkornsämaschine ausgebildete Verteilmaschine, bei der die Kornvereinzelungseinrichtung wenigstens ein antreibbares Dosier- und/oder Vereinzelungselement, vorzugsweise nach Art einer Vereinzelungsscheibe bzw. Lochscheibe und/oder einer Trommel oder dergl., umfasst, welche dazu eingerichtet ist, vorgehaltenes Verteilgut zumindest teilweise in Form von einzelnen Körner oder Kornportionen aufzunehmen und zumindest abschnittsweise zu fördern.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilmaschine ist die Haltevorrichtung, insbesondere das mobile Endgerät, derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass vom Vereinzelungselement aufgenommene, transportierte und/oder abgegebene Körner oder Kornportionen, mittels des mobilen Endgeräts, vorzugsweise optisch mittels des Smartphones, erfassbar sind. Das mobile Endgerät ist dabei vorzugsweise derart platzierbar, dass ein Lochbereich des Vereinzelungselements, vorzugsweise der Vereinzelungsscheibe, erfassbar ist.
In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Verteilmaschine weist die Kornvereinzelungseinrichtung, vorzugsweise an einem Gehäuse und/oder im Bereich des Vereinzelungselements, ein Aufnahmefenster auf, welches zum optischen Erfassen des Vereinzelungselements mittels des mobilen Endgeräts vorgesehen ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Verteilmaschine weist das Vereinzelungselement wenigstens teilweise eine vom Verteilgut, insbesondere der Körner, abweichende Kontrastfarbe auf. Alternativ oder zusätzlich ist das Vereinzelungselement strahlungsreflektierend ausgebildet. Ferner bevorzugt ist das Vereinzelungselement zumindest teilweise als Leuchtflächenabschnitt ausgebildet.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ebenso durch eine landwirtschaftliche Feldspritze zum Ausbringen von als Spritzflüssigkeit ausgeführtem Verteilgut gelöst, wobei die Feldspritze nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verteilmaschine ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Feldspritze wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts oder der erfindungsgemäßen Verteilmaschine verwiesen. In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Feldspritze ist das mobile Endgerät während des Betriebs an der Feldspritze, insbesondere am Rahmen und/oder an einem Spritzgestänge, oder an einem Zugfahrzeug befestigt und zur Erfassung der Spritzflüssigkeit auf der Nutzfläche und/oder den Pflanzen vorgesehen. Mit anderen Worten ist das mobile Endgerät zur Online-Erfassung und/oder Online-Ermittlung des Spritzergebnisses bzw. der Benetzungsqualität auf den Blattoberflächen vorgesehen. Somit wird eine manuelle Überwachung und/oder Überprüfung, insbesondere bei welcher der Landwirt das mobile Endgerät auf die Nutzfläche und/oder Pflanzen ausrichten muss, vermieden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Feldspritze umfasst die Feldspritze wenigstens ein Spritzgestänge, an dem eine Vielzahl von als Spritzdüsen ausgeführten Dosiereinrichtungen angeordnet sind. Dabei kann die Höhe und/oder Lage des Spritzgestänges, insbesondere zu einem künstlichen Horizont und/oder dem Boden oder/oder dem Pflanzenbestand und/oder zur Feldspritze selbst, ein Prozessparameter und damit steuerbar und/oder regelbar sein. Die Höhe und/oder Lage ist dabei mittels wenigstens einem antreibbaren Stellelement, beispielsweise einem oder mehrerer Arbeitszylinder oder Drehantrieben, beeinflussbar. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das mobile Endgerät derart angeordnet und dazu eingerichtet ist, die Höhe, Lage und/oder den Abstand des Spritzgestänges zum Boden oder Bestand zu erfassen und/oder zu ermitteln. Ferner kann das mobile Endgerät dazu eingerichtet sein, das dem Spritzgestänge zugeordnete Stellelement anzusteuern und dadurch die die Höhe, Lage und/oder den Abstand des Spritzgestänges zu beeinflussen.
Ferner kann das mobile Endgerät alternativ oder zusätzlich zur Spritzfächerüberwachung vorgesehen sein.
Besonders bevorzugt ist das mobile Endgerät dazu eingerichtet, verschiedene Prozessparameter zu erfassen und/oder zu ermitteln. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass mittels einer Kamera des mobilen Endgeräts neben der Neigung bzw. Lage des Spritzgestänge auch die Höhe des Spritzgestänges und/oder die Neigung der Feldspritze selbst erfasst und/oder ermittelbar ist. Ferner kann das mobile Endgerät dabei alternativ oder zusätzlich zur Bestimmung der Arbeitsgeschwindigkeit und/oder zu Positionsbestimmung der Feldspritze verwendbar sein.
Insbesondere ist auch möglich, dass während des Betriebs wenigstens zwei unterschiedliche Sensoren und/oder wenigstens ein Sensor und wenigstens eine Kamera des mobilen Endgeräts verwendbar ist. Bevorzugt können die Signale und/oder Daten der zwei unterschiedlichen Sensoren und/oder der Sensor- Kamera-Kombination des mobilen Endgeräts von dem Steuer- und/oder Regelsystem der Feldspritze und/oder vom mobilen Endgerät selbst ausgewertet werden, z. B. in Form einer Auswertung einer Sensorfusion bzw. Sensor-Kamera- Fusion.
Besonders bevorzugt ist eine dem mobilen Endgerät zugeordnete Kamera auf das Spritzgestänge ausgerichtet. Ferner bevorzugt ist das mobile Endgerät, insbesondere zur Ermittlung der Neigung der Maschine und/oder des Spritzgestänges, an der Feldspritze angeordnet. Des Weiteren kann dabei die Neigungssensorik des mobilen Endgeräts verwendbar sein.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ebenso durch ein landwirtschaftliches Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgerät, insbesondere Pflug, Grubber, Hackgerät oder dergl. gelöst, wobei das Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgerät nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verteilmaschine ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgeräts wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts oder der erfindungsgemäßen Verteilmaschine verwiesen.
Das erfindungsgemäße Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgerät wird dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, dazu eingerichtet ist, eine Schnitt- und/oder Vorderfurchenbreite zu erfassen und/oder zu ermitteln. Ebenso kann das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, alternativ oder zusätzlich dazu eingerichtet sein, die Schneidwerkzeuge, insbesondere von Hackgeräten, zu erfassen und/oder zu positionieren.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird ebenso durch eine landwirtschaftliche Erntemaschine gelöst, wobei die Erntemaschine nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Erntemaschine wird zunächst auf die Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Arbeitsgeräts verwiesen.
Die erfindungsgemäße Erntemaschine wird dadurch vorteilhaft weitergebildet, dass das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, dazu eingerichtet ist, von und/oder in der Erntemaschine gefördertes Erntegut zu erfassen und/oder zu bewerten. Ebenso kann das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, alternativ oder zusätzlich dazu eingerichtet sein, Wild oder Hindernisse zu erkennen. Darüber hinaus kann das mobile Endgerät alternativ oder zusätzlich zur Führung der Erntewerkzeuge vorgesehen sein.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts während des Betriebs auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche gelöst, wobei das landwirtschaftlichen Arbeitsgerät nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verteilmaschine oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Feldspritze oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Bodenbearbeitungsgeräts oder nach zumindest einer der vorstehenden Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Erntemaschine ausgebildet ist. Hinsichtlich der Vorteile und Modifikationen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird somit zunächst auf die Vorteile und Modifikationen der erfindungsgemäßen Ausführungsformen des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts verwiesen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das mobile Endgerät in der Haltevorrichtung des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts angebracht. Alternativ oder zusätzlich werden der eine oder die mehreren Prozessparameter während des Betriebs des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts mittels des mobilen Endgeräts, insbesondere Smartphones, fortlaufend oder zumindest intermittierend erfasst und/oder ausgewertet und/oder geregelt und/oder übermittelt. Ferner wird alternativ oder zusätzlich das wenigstens eine Stellelemente auf der Basis der Prozessparameter gesteuert und/oder geregelt.
Alternativ oder zusätzlich kann das mobile Endgerät, insbesondere Smartphone, dazu eingerichtet sein, die Prozessparameter an ein einem Zugfahrzeug des Arbeitsgeräts zugeordneten Steuer- und/oder Regelsystems, insbesondere ein Traktorsteuergerät, und/oder eine zentralen Leitstelle zu übermitteln. Die Datenübermittlung zum Steuer- und/oder Regelsystem des Zugfahrzeugs kann bevorzugt via einer WLAN- oder Bluetooth-Schnittstelle realisiert sein. Die Datenübermittlung zu Leitstelle kann bevorzugt via einer Mobilfunk-Schnittstelle realisiert sein.
In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden mittels des mobilen Endgeräts ein oder mehrere optimale und/oder bedarfsgerechte, insbesondere ortsbasierter, Prozessparameter abgerufen und/oder ermitteln. Alternativ oder zusätzlich wird das wenigstens eine Stellelement auf der Basis des einen oder der mehreren optimalen und/oder bedarfsgerechten Prozessparameter vom mobilen Endgerät, insbesondere Smartphone, gesteuert und/oder geregelt.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist das landwirtschaftliche Arbeitsgerät als landwirtschaftliche Verteilmaschine, insbesondere Einzelkornsämaschine ausgebildet, mit wenigstens einer Kornvereinzelungseinrichtung. Dabei wird vorzugsweise die Vereinzelungsqualität der Kornvereinzelungseinrichtung auf der Basis einer Verteilgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, auf dem wenigstens einen Vereinzelungselementes bestimmt.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Verteilgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, bestimmt aus einem Verhältnis von Fehlbelegungen und/oder Einzelbelegungen und/oder Mehrfachbelegungen. Bei Fehlbelegungen befindet sich an den zur Mitnahme des Verteilguts, insbesondere der Körner, vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement entweder kein oder eine zu geringe Menge an Verteilgut, insbesondere Körnern. Bei Einzelbelegungen befindet sich an den zur Mitnahme des Verteilguts, insbesondere der Körner, vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement eine optimale Menge an Verteilgut, insbesondere nur ein einzelnes Korn. Bei Mehrfachbelegungen befindet sich an den zur Mitnahme des Verteilguts, insbesondere der Körner, vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement eine zu große Menge an Verteilgut, insbesondere mehrere Körner. Das mobile Endgerät ist hierbei dazu eingerichtet, Fehlbelegungen, Einzelbelegungen und/oder Mehrfachbelegungen zu erfassen und/oder zu ermitteln.
Alternativ oder zusätzlich kann das mobile Endgerät dazu eingerichtet sein, eine Anzahl der Körner pro Sekunde oder eine Anzahl an Körnern pro Wegstrecke bzw. Abschnitt zu erfassen und/oder zu ermitteln.
Darüber hinaus kann zur Erfassung des Verteilguts, insbesondere innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung das Blitzlicht bzw. die Beleuchtungseinrichtung des mobilen Endgeräts oder einer anderen Lichtquelle innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung genutzt werden.
In einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter zum Anpassen der Vereinzelungsqualität die Einstellungen eines in der Kornvereinzelungseinrichtung angeordneten Abstreifers. Alternativ oder zusätzlich betreffen der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter zum Anpassen der Vereinzelungsqualität die Einstellungen eines in der Kornvereinzelungseinrichtung angeordneten Auswerfers. Alternativ oder zusätzlich betreffen der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter zum Anpassen der Vereinzelungsqualität die Einstellungen einer innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung einstellbaren Druckdifferenz, insbesondere einen einstellbaren Unterdrück oder Überdruck.
In einer weiteren anderen Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter die Einstellungen eines Schardrucks eines Säschars und/oder anderen Bodenbearbeitungswerkzeugen. Alternativ oder zusätzlich betreffen der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter die Einstellungen eines Druckerzeugungs- und/oder Druckbereitstellungssystems eines pneumatischen oder hydraulischen Systems des Arbeitsgeräts. Ferner können die, insbesondere optimalen, Prozessparameter die Einstellungen eines oder mehrere Dämpfungselemente des Arbeitsgeräts betreffen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine Arbeitsgeschwindigkeit des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts, insbesondere der Verteilmaschine; erfasst und/oder berücksichtigt. Alternativ oder zusätzlich wird die Ablagegenauigkeit von auf der Nutzfläche abgelegtem Verteilgut, insbesondere ein Abstand einzelner Körner zueinander innerhalb einer Furche, erfasst und/oder berücksichtigt. Ferner wird alternativ oder zusätzlich eine Ablagetiefe des Verteilguts, insbesondere der Körner, in der Furche erfasst und/oder berücksichtigt. Des Weiteren werden alternativ oder zusätzlich Vibrationen und/oder Beschleunigungen erfasst und/oder berücksichtigt. In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird wenigstens einer der vorstehenden Schritte vom mobilen Endgerät, insbesondere Smartphone, ausgeführt.
In einer weiteren Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das mobile Endgerät, vorzugsweise Smartphone, während des Betriebs als Erfassungseinrichtung und/oder Auswerteeinrichtung und/oder Regeleinrichtung des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts verwendet. Darüber hinaus kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das mobile Endgerät zur Routenplanung bzw. Wegstreckenbestimmung entlang der Nutzfläche und/oder zur Bestimmung von Rest- und/oder Nachfüllmengen des Verteilguts verwendbar ist und/oder eingesetzt wird.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Die Zeichnungen zeigen
Fig.1 ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät in schematischer Perspektivansicht von hinten;
Fig.2 ein Säaggregat mit einem mobilen Endgerät in einer schematischen Seitenansicht;
Fig.3A eine Kornvereinzelungseinrichtung des Säaggregats mit dem mobilen Endgerät und einer Haltevorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung von der Seite;
Fig.3B eine Kornvereinzelungseinrichtung mit dem mobilen Endgerät und einer anderen Haltevorrichtung in einer schematischen Schnittdarstellung von der Seite;
Fig. 4 eine weitere Haltevorrichtung in einer schematischen Darstellung;
Fig.5A das Säaggregat aus Fig.2 in einer schematischen Schnittansicht;
Fig.5B ein weiteres Säaggregat in einer schematischen Schnittansicht;
Fig.5C ein weiteres anderes Säaggregat in einer schematischen Schnittansicht;
Fig.6 ein weiteres landwirtschaftliches Arbeitsgerät in schematischer Ansicht; Fig.7 ein landwirtschaftliches Bodenbearbeitungsgerät in schematischer
Ansicht von oben; und
Fig.8 ein landwirtschaftliches Streugerät in schematischer Seitenansicht.
Die Fig.1 zeigt ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät 1 zum Ausbringen von Verteilgut V, welches in diesem Ausführungsbeispiel als Sä- und/oder Düngermaschine, insbesondere als Einzelkornsämaschine, ausgeführt ist.
Hier sei explizit erwähnt, dass das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel auch als Streugerät, Feldspritze, Bodenbearbeitungsgerät, Pflanzenbehandlungsgerät, Erntemaschine oder nach anderen Arten von Maschinen aus dem landwirtschaftlichen Bereich ausgebildet sein kann. Das landwirtschaftliche Arbeitsgerät 1 kann dabei ferner getragen, gezogen oder selbstfahrend ausgebildet sein.
Die in Fig.1 gezeigte Verteilmaschine 1 wird von einer zugeordneten Zugmaschine T, insbesondere einem Traktor, über eine landwirtschaftliche Nutzfläche gezogen. Die Verteilmaschine 1 umfasst einen zentralen Vorratsbehälter 2 zum Bevorraten von schüttgutartigem Verteilgut V, hier Saatgut. Das Saatgut V, z.B. Getreide, Raps oder Mais, ist über eine der Verteilmaschine 1 zugeordnete Verteileinrichtung 3, hier nach Art eines Verteilerkopfes, und mehreren daran angebrachten Verteilgutleitungen 4 zu mehreren im Heck der Verteilmaschine angeordneten Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeugen 10 zubringbar. Die Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeuge 10 sind hier nach Art von Säscharen bzw. Säaggregaten ausgebildet und über einen Rahmen der Verteilmaschine 1 quer zu einer Fahrt- und/oder Arbeitsrichtung F angeordnet. Die als Säaggregate 10 bezeichneten Säschare umfassen jeweils ferner einen weiteren Vorratsbehälter 12 zum Vorhalten des Saatguts V. Das Saatgut V wird hier vom zentralen Vorratsbehälter 10 über die Verteilguteinrichtung 3 und den Verteilgutleitungen 4 in die jeweiligen Vorratsbehälter 12 der Säaggregate 10 eingeleitet.
Darüber hinaus ist der Verteilmaschine 1 ein Steuer- und/oder Regelsystem 100 zugeordnet, welches zum Steuern und/oder Regeln, insbesondere einstellen, wenigstens eines der Verteilmaschine 1 ebenfalls zugeordneten einstellbaren Stellelement (hier nicht gezeigt) vorgesehen ist. Das Steuer- und/oder Regelsystem 100 ist dazu eingerichtet, das wenigstens eine Stellelement in Abhängigkeit von einem oder mehrerer Prozessparameter einzustellen.
Die Fig.2 zeigt eines der Säaggregate 10 in einer vergrößerten schmatischen Darstellung. Wie hier zu erkennen ist, umfasst das Säaggregat 10 unterhalb des Vorratsbehälters 12 eine Kornvereinzelungseinrichtung 13, welche zum Vereinzeln des vorgehaltenen Saatguts V und zum Ausgeben bzw. Ablegen oder Ausbringen einzelner Körner K des Saatguts S eingerichtet ist. Die vereinzelten Körner K werden von der Kornvereinzelungseinrichtung 13 bedarfsgerecht innerhalb einer von einem Schar 14 und/oder Furchenformer erzeugten Furche F abgelegt. Das Säaggregat 10 kann alternativ oder zusätzlich auch Furchenverschließungs- und/oder Andrückelemente zum Verschließen und/oder Andrücken der mit Saatgut V bzw. Körnern K versehenen Furche F umfassen, welche in diesem Ausführungsbeispiel jedoch nicht gezeigt sind.
Wie ebenfalls zu erkennen ist, ist dem Säaggregat 10 ein mobiles Endgerät 110, hier als Smartphone ausgebildet, zugeordnet, welches Bestandteil des Steuer- und/oder Regelsystems 100 ist. Alternativ oder zusätzlich kann das mobile Endgerät 110 auch nach einer anderen Art eines von einem Bediener bzw. Landwirt tragbaren Endgeräts oder einer Kombination von mobilen Endgeräten ausgebildet sein, beispielsweise als Tablet, Smartwatch oder dergleichen. Das mobile Endgerät bzw. Smartphone 110 ist dazu eingerichtet, den einen oder die mehreren Prozessparameter, auf deren Basis das wenigstens eine Stellelement eingestellt wird, fortlaufend oder zumindest intermittierend während des Betriebs der Verteilmaschine 1 zu erfassen und/oder auszuwerten und/oder zu regeln und/oder zu übermitteln.
Das als Smartphone 110 bezeichnete mobile Endgerät ist hier von außen an der Kornvereinzelungseinrichtung 13 angeordnet. Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel kann das Smartphone 110 auch vollständig innerhalb der der Kornvereinzelungseinrichtung 13 oder zumindest in die Kornvereinzelungseinrichtung 13 hineinragend angeordnet sein. Wie in Fig.3A zu sehen, ist eine Haltevorrichtung 20 vorgesehen, mittels welcher das Smartphone 110 zumindest während des Betriebs der Verteilmaschine 1 befestigbar ist. Die Haltevorrichtung 20 umfasst im gezeigten Ausführungsbeispiel mehrere Geräteklemmglieder 21 , mittels denen das Smartphone 110 in geklemmter Weise an einem Gehäuse 130 der Kornvereinzelungseinrichtung 13 anbringbar ist. An der Kornvereinzelungseinrichtung 13, insbesondere am Gehäuse 130, ist ein Aufnahmefenster 132 ausgebildet, welches für eine Kamera 111 des Smartphones 110 zum optischen Erfassen eines innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung 13 antreibbar angeordneten Vereinzelungselements 131 vorgesehen ist.
Die Fig.3B zeigt ein alternatives oder zusätzliches Ausführungsbeispiel, bei dem die Haltevorrichtung 20 nach Art einer Befestigungsbox 22 ausgebildet ist bzw. die Haltevorrichtung 20 eine Befestigungsbox 22 umfasst, innerhalb welcher das Smartphone 110 angeordnet ist.
Die Haltevorrichtung 20 kann einstellbar ausgebildet sein, damit unterschiedliche Smartphones 110, welche sich in Größe, Form oder hinsichtlich der Kameraposition unterscheiden können, in der Haltevorrichtung 20 aufnehmbar und/oder fixierbar sind. Ferner kann mittels der Haltevorrichtung 20 die Relativposition des Smartphones 110 innerhalb der Verteilmaschine 1 bzw. am Gehäuse 130 der Kornvereinzelungseinrichtung 13 veränderbar sein. Beispielsweise kann die Haltevorrichtung 20 hierzu schwenkbar ausgebildet sein, wie in Fig.4 schematisch angedeutet ist.
In der Fig.5 ist eine Kornvereinzelungseinrichtung 13 während des Betriebs und offenem Gehäusedeckel bzw. im Schnitt dargestellt. Hierbei ist das als Vereinzelungsscheibe bzw. Lochscheibe ausgebildete Vereinzelungselement 131 zu erkennen. Die Kornvereinzelungseinrichtung 13 ist hierbei als pneumatische Überdruckvereinzelung ausgebildet, wobei ebenso auch eine Unterdruckvereinzelung, zur Generierung einer pneumatischen Druckdifferenz innerhalb des Gehäuses 130 denkbar wäre. Alternativ dazu wäre auch eine Schwerkraftvereinzelung oder eine mechanische Vereinzelung denkbar. Das Vereinzelungselement 131 ist (hier im Uhrzeigersinn) drehbar angetrieben. An dem Vereinzelungselement 131 sind eine Vielzahl von Kornaufnahmeausnehmungen 1310, insbesondere Löcher, ausgebildet. In einem definierten Bereich innerhalb des Gehäuses 130 wird das zur Vereinzelung und Ausbringung vorgesehene Saatgut V aus dem Vorratsbehälter 2, 12 vorgehalten. Aufgrund der pneumatischen Druckdifferenz und der Drehung des Vereinzelungselements 131 werden einzelner Körner K des Saatguts V innerhalb der Kornaufnahmeausnehmungen 1310 aufgenommen und in Richtung eines definierten Gehäuseausgangs 134 transportiert bzw. gefördert. Während des Transports werden die Körner K zunächst über eine als Abstreifer ausgebildete optionale Nachvereinzelungseinrichtung 133 geleitet, bevor die Kroner K im Bereich des Gehäuseausgangs 134, insbesondere von einem ebenfalls optionalen und nicht gezeigten Auswerfer, in Richtung der Furche F ausgeworfen werden.
Alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel kann das Vereinzelungselement 131 auch nach Art einer Trommel oder einem Zellenrad ausgebildet sein.
Wie anhand der Fig.5A ebenfalls gut zu erkennen ist, ist die Haltevorrichtung 20 und/oder das Smartphone 110 derart ausgebildet und/oder angeordnet, dass die vom Vereinzelungselement 131 aufgenommenen, transportierten und/oder abgegebenen Körner K, mittels des Smartphones 110, insbesondere optisch und/oder in einem definierten Bildaufnahmebereich A, erfassbar sind.
Der Bildaufnahmebereich A befindet sich in diesem Ausführungsbeispiel an der Oberseite der Kornvereinzelungseinrichtung 13, insbesondere dem Gehäuse 130, und/oder unmittelbar hinter der Nachvereinzelungseinrichtung 133, wobei sich der Bildaufnahmebereich A alternativ oder zusätzlich auch an anderer Position auf der Kornvereinzelungseinrichtung 13 befinden kann.
Zur besseren Erfassung der Körner K kann das Vereinzelungselement 131 , insbesondere die Vereinzelungsscheibe, zumindest teilweise eine vom Saatgut V, insbesondere der Körner K, abweichende Kontrastfarbe aufweisen. Alternativ oder zusätzlich kann das Vereinzelungselement 131 , insbesondere die Vereinzelungsscheibe, zumindest teilweise strahlungsreflektierend und/oder als Leuchtflächenabschnitt ausgebildet sein.
Das Smartphone 110 ist ferner dazu eingerichtet die Verteilgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, auf dem wenigstens einen Vereinzelungselement 131 , insbesondere der jeweiligen Kornaufnahmeausnehmungen 1310, zu erfassen und/oder zu bestimmen. Denn wie zu sehen ist, können einige Kornaufnahmeausnehmungen 1310 neben der eigentlich beabsichtigten Einzelbelegung B1 auch Fehlbelegungen B2 und/oder Mehrfachbelegungen B3 aufweisen. Bei einer Einzelbelegung B1 befindet sich eine optimale Menge an Saatgut V, insbesondere ein einzelnes Korn K, in der Kornaufnahmeausnehmung 1310. Bei einer Fehlbelegungen B2 befindet sich eine zu geringe Menge an Saatgut V, insbesondere kein Korn K, in der Kornaufnahmeausnehmung 1310. Bei einer Mehrfachbelegung B3 befindet sich eine zu große Menge an Saatgut V, insbesondere mehrere Körner K, in der Kornaufnahmeausnehmung 1310.
Insbesondere ist vorgesehen, dass die Verteilgutbelegung bzw. Saatgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, aus einem Verhältnis von Fehlbelegungen zu Einzelbelegungen zu Mehrfachbelegungen bestimmt bzw. ermittelt wird. Alternativ oder zusätzlich ist die Verteilgutbelegung bzw. Saatgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, aus einem Verhältnis von Fehlbelegungen zu Einzelbelegungen bestimmbar bzw. ermittelbar. Ferner alternativ oder zusätzlich ist die Verteilgutbelegung bzw. Saatgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, aus einem Verhältnis von Mehrfachbelegungen zu Einzelbelegungen bestimmbar bzw. ermittelbar.
Ferner ist vorgesehen, dass auf der Basis der Verteilgutbelegung, insbesondere Kornbelegung, auf dem wenigstens einen Vereinzelungselement 131 eine Vereinzelungsqualität der Kornvereinzelungseinrichtung 13 bestimmt wird.
Fig.5B zeigt ein alternatives oder zusätzliches Ausführungsbeispiel, bei welcher wenigstens ein zusätzlicher, insbesondere optischer, Sensor 30 zur Erfassung des Saatguts S, insbesondere der Körner K, vorgesehen ist. Der zusätzliche Sensor 30 kann das Saatgut V, insbesondere die Körner K, alternativ oder zusätzlich zum Smartphone 110 erfassen bzw. detektieren. Ferner ist der zusätzliche Sensor 30 im gezeigten Ausführungsbeispiel an einer Unterseite der Kornvereinzelungseinrichtung 13, insbesondere im Bereich des Gehäuseausgang 134, angeordnet und dazu eingerichtet, die ausgeworfenen und/oder unmittelbar vor Auswurf befindlichen Körner K zu erfassen. Alternativ können auch noch weitere Sensoren 30 vorgesehen sein.
Bei einer derartigen Anordnung ist das Smartphone 110 und/oder der zusätzliche Sensor 30 dazu eingerichtet, den jeweiligen Abstand, insbesondere Kornabstand, der vom Vereinzelungselement 131 abgeworfenen Körner K zu erfassen und/oder zu bestimmen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Datenübermittlung zwischen Smartphone 110 und dem zusätzlichen Sensor 30 kabellos bzw. via Bluetooth oder WLAN ausgeführt ist. Das Smartphone 110 ist ferner dazu eingerichtet, die vom zusätzlichen Sensor 30 erfassten und/oder übermittelten Daten zu verarbeiten und/oder auszuwerten und/oder weiterzuleiten.
Hierbei sei explizit erwähnt, dass das gezeigte Ausführungsbeispiel des zusätzlichen Sensoren 30 nur ein Ausführungsbeispiel ist. Ebenso kann der zusätzliche Sensor 30 zur Erfassung anderer Prozessparameter ausgebildet sein.
Fig.5C zeigt ein weiteres alternatives oder zusätzliches Ausführungsbeispiel, bei der die Haltevorrichtung 20 und/oder das Smartphone 110 derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass mittels des Smartphones 110 die Ablagetiefe Z der in der Furche F abgelegten Körner K erfassbar und/oder berücksichtigbar sind. Hierzu ist die Kamera 111 des Smartphone 110 zum Boden bzw. zur Furche F hin ausgerichtet.
Es sei hier explizit erwähnt, dass das Smartphone 110 alternativ oder zusätzlich zu den beschriebenen Ausführungsbeispielen während des Betriebs der Verteilmaschine 1 an der Verteileinrichtung 3, den Verteilgutleitungen 21 , am Rahmen der Maschine, am Schar 14 oder Bodenbearbeitungswerkzeug, am Vorratsbehälter 2, 12, an der Zugmaschine T oder an anderen Positionen an der Verteilmaschine 1 angeordnet sein kann. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Smartphone 110 während des Betriebs der Verteilmaschine 1 zum fortlaufenden oder zumindest intermittierenden Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln eines oder mehrerer Prozessparameter eingerichtet ist.
Derartige Prozessparameter können je nach Anwendungsfall und/oder Einbauort das Verteilgut bzw. Saatgut V, die Verteilmaschine 1 , die Nutzfläche und/oder die Umgebung betreffende Parameter sein. Die das Saatgut V betreffenden Prozessparameter können neben der Verteilgutverteilung auf der Nutzfläche, der Verteilgutdosierung, der Verteilgutförderung, der Verteilgutqualität oder der Verteilgutsorte, usw. auch die die Größe, das Gewicht oder die Form einzelner Körner K oder Portionen betreffenden Parameter sein. Die die Verteilmaschine betreffenden Prozessparameter können die den Betriebszustand und/oder Betriebsstellungen des Arbeitsgeräts, einzelner Aggregate und/oder einzelner Stellelemente betreffende Parameter oder die Arbeitsgeschwindigkeit sein. Ferner können hierunter auch die Drehzahl, Hubstellungen, Auslenkungen, Arbeitsdrücke usw. einzelner Stellelemente und/oder Aggregate verstanden werden. Die die Nutzfläche betreffenden Prozessparameter können die Bodenhärte, Bodenfeuchtigkeit, Bodenzusammensetzung und/oder die Bodenwerte betreffende Parameter sein. Die die Umgebung betreffenden Prozessparameter können die Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und/oder Luftbewegungen betreffende Parameter sein.
Beim beschriebenen Ausführungsbeispiel der als Einzelkornsämaschine ausgeführten Verteilmaschinen V können derartige Prozessparameter auch die Vereinzelungsqualität, Ablagetiefe Z, die Druckdifferenz innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung 13, die Ablagegenauigkeit wie z.B. Abstand der Körner K in der Furche F, die Drehzahl des Vereinzelungselements 131 usw. sein. Derartige Prozessparameter können auch die auf die Kornvereinzelungseinrichtung 13 und/oder das Säaggregat 10 wirkende Beschleunigungen und/oder Vibrationen sein. Ferner können derartige Prozessparameter auch der Druck oder die Kraft sein mit dem das Säaggregat 10, insbesondere das Schar 14, gegen den Boden angedrückt wird. Das Smartphone 110 ist darüber hinaus zum Abrufen und/oder Ermitteln eines oder mehrerer optimaler, insbesondere ortsbasierter, Prozessparameter vorgesehen. Alternativ oder zusätzlich können dies flächenspezifische Prozessparameter sein, welche je nach Position entlang der Nutzfläche unterschiedlich sein können. Alternativ oder zusätzlich ist das Smartphone 110 zum Steuern und/oder Regeln des wenigstens einen Stellelements auf der Basis des einen oder der mehreren optimalen und/oder bedarfsgerechten Prozessparameter vorgesehen. Die Steuerung und/oder Regelung des einen oder mehrerer Stellelemente erfolgt dabei während des Betriebs der Verteilmaschine bzw. während der Überfahrt der Nutzfläche.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter zum Anpassen der Vereinzelungsqualität die Einstellungen des optional in der Kornvereinzelungseinrichtung 13 angeordneten Abstreifers 133 (Nachvereinzelungseinrichtung) und/oder Auswerfers betreffen.
Insbesondere wird das Smartphone 110 während des Betriebs der Verteilmaschine 1 nach Art einer Erfassungseinrichtung und/oder Auswerteeinrichtung und/oder Regeleinrichtung der Verteilmaschine verwendet.
Ferner ist vorgesehen, dass auf dem Smartphone 110 wenigstens eine Anwendung nach Art eines elektronischen Programms, insbesondere einer App, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter installiert ist. Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass auf dem Smartphone 110 auch mehrere derartiger Anwendung, insbesondere App's, installiert sind, wobei das Smartphone 110 dabei dazu eingerichtet ist, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter Daten zwischen den mehreren Anwendungen zu übertragen und/oder auszutauschen.
In der Fig.6 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel gezeigt, bei welcher das Arbeitsgerät, insbesondere die Verteilmaschine, als Feldspritze 1 ausgeführt ist. In der Figur ist der Bildaufnahmebereich A der Kamera 111 zu sehen. Das Smartphone 110 ist dabei im vom vorderen Bereich der Feldspritze 1 oder vom Zugfahrzeug T aus mit der Kamera 111 nach hinten, insbesondere in Richtung des Spritzgestänges 5 ausgerichtet. Im Bildaufnahmebereich A der Kamera 111 sind so neben dem Vorratsbehälter 2 und dem Spritzgestänge 5 auch die als Spritzdüsen ausgeführten Dosiereinrichtungen 6 und die Pflanzen P erfassbar bzw. zu sehen, welche in dieser Ansicht bereits mit Spritzflüssigkeit V benetzt sind.
Die vom Smartphone 110 erfassten Prozessparameter sind hierbei die Höhe H und/oder Lage L2 des pendelnd und/oder schwenkbar gelagerten Spritzgestänges 5 gegenüber dem Boden bzw. Pflanzenbestand und/oder zur Feldspritze 1 selbst. Alternativ oder zusätzlich kann die Höhe H und/oder Lage L2 des Spritzgestänges 5 auch gegenüber einem künstlichen Horizont erfasst und/oder ermittelt werden.
Das Smartphone 110 kann alternativ auch derart angeordnet sein, dass die Höhe H und/oder Lage L1 , L2 alternativ oder zusätzlich über die im Smartphone 110 befindliche Sensorik, wie beispielsweise einem Gyroskopen, Neigungssensor, Beschleunigungssensor oder dergl. erfasst und/oder ermittelt wird. Das Smartphone 110 ist dabei alternativ oder zusätzlich nach Art eines Neigungssensors zur Erfassung der Neigung bzw. Lage L1 der Feldspritze 1 eingerichtet. Alternativ oder zusätzlich kann das Smartphone 110 dabei während des Betriebs am Rahmen und/oder Spritzgestänge 5, Vorratsbehälter 2, oder am zugeordneten Zugfahrzeug T befestigt sein. Das Smartphone 110 kann dabei auch alternativ oder zusätzlich zur Erfassung der Spritzflüssigkeit V auf der benetzten Nutzfläche und/oder den benetzten Pflanzen P vorgesehen sein. Mit anderen Worten ist das Smartphone 110 zur Online-Erfassung und/oder Online- Ermittlung des Spritzergebnisses bzw. der Benetzungsqualität auf den Blattoberflächen vorgesehen.
In Fig.7 ist ein landwirtschaftliches Arbeitsgerät 1 während des Betriebs bzw. Arbeitsvorgangs auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche gezeigt. Das landwirtschaftliche Arbeitsgerät ist hier als gezogenes Bodenbearbeitungsgerät 1 ausgebildet. Das Arbeitsgerät 1 umfasst hierbei neben dem wenigstens einen Smartphone 100, welches am Arbeitsgerät 1 , insbesondere am Rahmen 7, angeordnet ist, zumindest einen weiteren Sensoren 31 , 32. Hierbei ist wenigstens ein weiterer erster Sensor 31 am Arbeitsgerät 1 , insbesondere Rahmen 7, und zumindest ein optionaler weiterer zweiter Sensor 32 an der Zugmaschine T angeordnet. Alternativ dazu kann nur wenigstens ein weiterer Sensor 31 , 32 entweder an der Zugmaschine T oder am Arbeitsgerät 1 , insbesondere Rahmen 7, vorgesehen sein. Die weiteren Sensoren 31 , 32 sind hier als Positionsbestimmungssensoren, insbesondere GPS-Sensoren, ausgebildet und dazu eingerichtet, eine erste Position und/oder Lage des Arbeitsgeräts 1 und/oder der Zugmaschine zu erfassen und/oder zu bestimmen. Alternativ oder zusätzlich kann der wenigstens eine weitere Sensor 31 , 32 als Neigungssensor oder Beschleunigungssensor oder dergleichen ausgebildet sein.
Das, insbesondere im Bereich der Bodenbearbeitungswerkzeuge 10 angeordnete, Smartphone 110 ist als Positionsbestimmungssensor ausgebildet und dazu eingerichtet, eine zweite Position und/oder Lage des Arbeitsgeräts 1 zu erfassen und/oder zu bestimmen. Alternativ oder zusätzlich kann das Smartphone 110 hier als Neigungssensor, Gyroskop oder dergleichen ausgebildet sein.
Alternativ oder zusätzlich kann der wenigstens eine weitere Sensor 31 , 32 als Positionsbestimmungssensor ausgebildet sein, während das Smartphone 110 zum Erfassen der Neigung des Arbeitsgeräts 1 , insbesondere der Bodenbearbeitungswerkzeuge 10, eingerichtet ist.
Ferner ist vorgesehen, dass das Steuer- und/oder Regelsystem 100 dazu eingerichtet ist, die genaue Position und/oder Lage, insbesondere Ausrichtung, des Arbeitsgeräts 1 unter Berücksichtigung der Position und/oder Lage des Smartphones 110 und des wenigstens einen weiteren Sensoren 31 , 32 zu bestimmen.
In Fig.8 ist ein landwirtschaftliches Streugerät 1 nach Art eines Schleuderdüngerstreuers zu sehen. Das Streugerät 1 umfasst wenigstens ein am Rahmen 7 und unterhalb des Vorratsbehälters 2 angeordnetes Streuorgan 11 , welches nach Art einer Streuscheibe ausgebildet ist. Das Streuorgan 11 ist dazu eingerichtet, dass aus dem Vorratsbehälter 2 zudosierte Verteilgut V, hier Dünger, in Form eines hinter dem Streugerät 1 sich bildenden Streufächer abzuwerfen.
Das Smartphone 110 ist während des Betriebs mittels der Haltevorrichtung 20 am Streugerät 1 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist das Smartphone 110 am Vorratsbehälter 2 angeordnet, kann alternativ oder zusätzlich auch am Rahmen 7 oder an einer dem Streugerät 1 zugeordneten Zugmaschine T angeordnet sein. Das Smartphone 110 ist nach hinten gerichtet und dazu eingerichtet, dass abgeworfene Verteilgut V, insbesondere den Streufächer, zu erfassen. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass das Smartphone 110 dazu eingerichtet ist, dass auf dem Boden und/oder einer Referenzfläche bzw. Kalibrierfläche auf der Nutzfläche befindliche Verteilgut V zu erfassen.
Alternativ oder zusätzlich kann das Smartphone 110 auch zwischen dem Vorratsbehälter 2 und dem Streuorgan 11 angeordnet sein und/oder zur Erfassung des aus dem Vorratsbehälter 2 zum Streugorgan 11 zudosierten Verteilguts V vorgesehen sein.
Ferner ist vorgesehen, dass die Einstellungen des Streugeräts 1 während des Betriebs auf der Basis des Smartphones 110 angepasst werden.
Am landwirtschaftlichen Arbeitsgerät 1 können alternativ oder zusätzlich auch mehrere, insbesondere unterschiedliche, mobile Endgeräte 110, insbesondere Smartphones, Tablets und/oder Smartwatches, angeordnet sein, welche insbesondere zum Erfassen unterschiedlicher Prozessparameter vorgesehen sind.
Es versteht sich, dass in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen genannte Merkmale nicht auf diese speziellen Kombinationen beschränkt und auch in beliebigen anderen Kombinationen möglich sind. Weiterhin versteht es sich, dass in den Figuren gezeigte Geometrien nur beispielhaft sind und auch in beliebigen anderen Ausgestaltungen möglich sind. Bezugszeichenliste
1 landwirtschaftliches Arbeitsgerät, Verteilmaschine, Feldspritze
2 Vorratsbehälter
3 Verteileinrichtung
4 Verteilgutleitung
5 Spritzgestänge
6 Dosiereinrichtung
7 Rahmen
10 Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeuge, Säaggregat
11 Streuorgan
12 Vorratsbehälter
13 Kornvereinzelungseinrichtung
130 Gehäuse
131 Vereinzelungselement
1310 Kornaufnahmeausnehmung
132 Aufnahmefenster
133 Nachvereinzelungseinrichtung, Abstreifer
134 Gehäuseausgang
14 Schar
20 Haltevorrichtung
21 Geräteklemmglied
22 Befestigungsbox
30 Sensor
31 Sensor
32 Sensor
100 Steuer- und/oder Regelsystem
110 mobiles Endgerät, Smartphone
111 Kamera
A Bildaufnahmebereich
B1 Einzelbelegung
B2 Fehlbelegung
B3 Mehrfachbelegung
F Furche H Höhe
K Korn
L1 ,L2 Lage
P Pflanzen R Fahrtrichtung
S Spritzfächer
T Zugmaschine
V Verteilgut, Saatgut
Z Ablagetiefe

Claims

[Patentansprüche]
1 . Landwirtschaftliches Arbeitsgerät (1 ) zum Bearbeiten einer landwirtschaftlichen Nutzfläche und/oder zum Ausbringen von Verteilgut (V), mit wenigstens einem einstellbaren Stellelement und einem Steuer- und/oder Regelsystem (100) welches dazu eingerichtet ist, das Stellelement während des Betriebs in Abhängigkeit von einem oder mehrerer Prozessparameter einzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass dem Steuer- und/oder Regelsystem (100) wenigstens ein mobiles Endgerät (110) nach Art eines Smartphones zugeordnet ist, welches während des Betriebs zum fortlaufenden oder zumindest intermittierenden Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter eingerichtet ist.
2. Arbeitsgerät (1 ) nach Anspruch 1 , gekennzeichnet durch wenigstens eine Haltevorrichtung (20) mittels welcher das mobile Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, zumindest während des Betriebs befestigbar ist.
3. Arbeitsgerät (1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20) derart einstellbar ausgebildet ist, dass
- unterschiedliche mobile Endgeräte (110), vorzugsweise Smartphones, in der Haltevorrichtung (20) aufnehmbar und/oder fixierbar sind; und/oder
- eine Relativposition des mobilen Endgeräts (110), vorzugsweise Smartphones, innerhalb des Arbeitsgeräts (1 ) veränderbar ist.
4. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, dazu eingerichtet ist, die Prozessparameter nach Art wenigstens eines Sensoren (30-32) zu erfassen.
5. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, dazu eingerichtet ist, von wenigstens einem dem Arbeitsgerät (1 ) zugeordneten zusätzlichen Sensoren (30-32) erfasste Prozessparameter elektronisch zu verarbeiten.
6. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein die landwirtschaftliche Nutzfläche und/oder die Umgebung betreffender Parameter sind.
7. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Verteilgut (V) betreffender Parameter sind.
8. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Arbeitsgerät (1 ) betreffender Parameter sind.
9. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein das Arbeitsresultat und/oder die Verteilqualität betreffender Parameter sind.
10. Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem mobilen Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, wenigstens eine Anwendung nach Art eines elektronischen Programms, vorzugsweise einer App, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter installiert ist.
11. Arbeitsgerät (1 ) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem mobilen Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, mehrere Anwendung nach Art elektronischer Programme, vorzugsweise App's, installiert sind, wobei das mobile Endgerät (110) dazu eingerichtet ist, zum Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter Daten zwischen den mehreren Anwendungen zu übertragen und/oder auszutauschen.
12. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (V), vorzugsweise Sä- und/oder Düngermaschine, mit wenigstens einer Dosiereinrichtung (6) zum Einstellen bedarfsgerechter Ausbringmengen für Verteilgut (V), dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilmaschine (V) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ) ausgebildet ist.
13. Verteilmaschine (V) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren Prozessparameter wenigstens ein die maschineninterne Verteilgutförderung und/oder Verteilgutdosierung betreffender Parameter sind.
14. Verteilmaschine (V) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 12 oder 13, umfassend;
- wenigstens eine Verteileinrichtung (3) nach Art eines Verteilerkopfes, welche zum Verteilen des Verteilguts (V) über mehrere mit der Verteileinrichtung (3) verbundene Verteilgutleitungen (4) vorgesehen ist; und/oder
- wenigstens ein Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug (10), vorzugsweise nach Art eines Säschars bzw. Säagregats, welches zum Ausbringen des Verteilguts (V) und/oder zum Bearbeiten der landwirtschaftlichen Nutzfläche vorgesehen ist; und/oder
- wenigstens ein Rahmen (7) an dem die Verteileinrichtung (3) und/oder das
Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug (10) angeordnet sind; dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20), insbesondere das mobile Endgerät (110) bzw. Smartphone, zumindest während des Betriebs an der Verteileinrichtung (3) und/oder am Sä- und/oder Bodenbearbeitungswerkzeug (10) und/oder am Rahmen (7) angeordnet und/oder anbringbar ist.
15. Verteilmaschine (V) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 12 bis 14, wobei die Verteilmaschine (V) nach Art einer Einzelkornsämaschine ausgebildet ist, welche wenigstens eine Kornvereinzelungseinrichtung (13) zum zumindest teilweisen Vereinzeln von vorgehaltenem Verteilgut (V) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20), insbesondere das mobile Endgerät (110) bzw. Smartphone, zumindest während des Betriebs an der Kornvereinzelungseinrichtung (13) angeordnet und/oder anbringbar ist.
16. Verteilmaschine (V) nach Anspruch 15, wobei die Kornvereinzelungseinrichtung (13) wenigstens ein antreibbares Dosier- und/oder Vereinzelungselement (131 ), vorzugsweise nach Art einer Vereinzelungsscheibe bzw. Lochscheibe und/oder einer Trommel oder dergl. , umfasst, welche dazu eingerichtet ist, vorgehaltenes Verteilgut (V) zumindest teilweise in Form von einzelnen Körner aufzunehmen und zumindest abschnittsweise zu fördern, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (20), insbesondere das mobile Endgerät (110), derart ausgebildet und/oder angeordnet ist, dass vom Vereinzelungselement (131) aufgenommene, transportierte und/oder abgegebene Körner, mittels des mobilen Endgeräts (110), vorzugsweise optisch mittels des Smartphones, erfassbar sind.
17. Verteilmaschine (V) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Kornvereinzelungseinrichtung (13), vorzugsweise an einem Gehäuse (130) und/oder im Bereich des Vereinzelungselements (131), ein Aufnahmefenster (132) aufweist, welches zum optischen Erfassen des Vereinzelungselements (131 ) mittels des mobilen Endgeräts (110) vorgesehen ist.
18. Verteilmaschine (V) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Vereinzelungselement (131 ) wenigstens teilweise eine vom Verteilgut (V), insbesondere der Körner, abweichende Kontrastfarbe aufweist; und/oder strahlungsreflektierend ausgebildet ist; und/oder als Leuchtflächenabschnitt ausgebildet ist.
19. Landwirtschaftliche Feldspritze (1 ) zum Ausbringen von als Spritzflüssigkeit ausgeführtem Verteilgut (V), dadurch gekennzeichnet, dass die Feldspritze nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11 oder nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 12 oder 13 ausgebildet ist.
20. Landwirtschaftliches Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgerät, insbesondere Pflug, Grubber, Hackgerät oder dergl. , dadurch gekennzeichnet, dass das Bodenbearbeitungs- und/oder Pflanzenbehandlungsgerät nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.
21 . Landwirtschaftliche Erntemaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die Erntemaschine nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.
22. Verfahren zum Steuern und/oder Regeln eines landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ) während des Betriebs auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche, dadurch gekennzeichnet, dass das landwirtschaftliche Arbeitsgerät (1 ) nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche ausgebildet ist.
23. Verfahren nach Anspruch 22, gekennzeichnet durch wenigstens einen der nachfolgenden Schritte:
- anbringen des mobilen Endgeräts (110) in der Haltevorrichtung (20) des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ); und/oder
- fortlaufendes oder zumindest intermittierendes Erfassen und/oder Auswerten und/oder Regeln und/oder Übermitteln des einen oder der mehreren Prozessparameter während des Betriebs des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ) mittels des mobilen Endgeräts (110), insbesondere Smartphones; und/oder
- steuern und/oder regeln des wenigstens einen Stellelementes auf der Basis der Prozessparameter.
24. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 22 oder 23, gekennzeichnet durch wenigstens einen der nachfolgenden Schritte:
- abrufen und/oder ermitteln eines oder mehrerer optimaler und/oder bedarfsgerechter, insbesondere ortsbasierter, Prozessparameter; und/oder
- steuern und/oder regeln des wenigstens einen Stellelements auf der Basis des einen oder der mehreren optimalen und/oder bedarfsgerechten Prozessparameter; wobei vorzugsweise wenigstens einer der vorstehenden Schritte vom mobilen Endgerät (110), insbesondere Smartphone, ausgeführt wird.
25. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 22 bis 24, wobei das landwirtschaftliche Arbeitsgerät (1) als landwirtschaftliche Verteilmaschine (V), insbesondere Einzelkornsämaschine, nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 12 bis 17 ausgebildet ist, mit wenigstens einer Kornvereinzelungseinrichtung (13), dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungsqualität der Kornvereinzelungseinrichtung (13) auf der Basis einer Verteilgutbelegung (B1-B3), insbesondere Kornbelegung, auf dem wenigstens einen Vereinzelungselement (131 ) bestimmt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Verteilgutbelegung (B1-B3), insbesondere Kornbelegung, bestimmt wird aus einem Verhältnis von
- Fehlbelegungen (B2), bei denen sich an den zur Mitnahme des Verteilguts (V), insbesondere der Körner (K), vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement (131 ) kein oder eine zu geringe Menge an Verteilgut (V), insbesondere kein Korn (K), befindet; und/oder
- Einzelbelegungen (B1 ), bei denen sich an den zur Mitnahme des Verteilguts (V), insbesondere der Körner, vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement (131 ) eine optimale Menge an Verteilgut (V), insbesondere nur ein einzelnes Korn (K), befindet; und/oder
- Mehrfachbelegungen (B3), bei denen sich an den zur Mitnahme des Verteilguts (V), insbesondere der Körner, vorgesehenen Positionen auf dem Vereinzelungselement (131 ) eine zu große Menge an Verteilgut (V), insbesondere mehrere Körner, befindet.
27. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 21 bis 26, wobei das landwirtschaftliche Arbeitsgerät (1) als landwirtschaftliche Verteilmaschine (V), insbesondere Einzelkornsämaschine, nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 13 bis 18 ausgebildet ist, mit wenigstens einer Kornvereinzelungseinrichtung (13), dadurch gekennzeichnet, dass der eine oder die mehreren, insbesondere optimalen, Prozessparameter zum Anpassen der Vereinzelungsqualität die Einstellungen eines in der Kornvereinzelungseinrichtung (13) angeordneten Abstreifers (133) und/oder Auswerfers und/oder eine innerhalb der Kornvereinzelungseinrichtung (13) einstellbare Druckdifferenz, insbesondere einen einstellbaren Unterdrück oder Überdruck; betreffen.
28. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 22 bis 27, gekennzeichnet durch zumindest einen der nachfolgenden Schritte:
- erfassen und/oder berücksichtigen einer Arbeitsgeschwindigkeit des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ), insbesondere Verteilmaschine (V); und/oder
- erfassen und/oder berücksichtigen der Ablagegenauigkeit von auf der Nutzfläche abgelegtem Verteilgut (V), insbesondere des Abstands einzelner Körner zueinander innerhalb einer Furche (F); und/oder
- erfassen und/oder berücksichtigen einer Ablagetiefe (Z) des Verteilguts (V), insbesondere der Körner, in der Furche (F); und/oder
- erfassen und/oder berücksichtigen von Vibrationen und/oder Beschleunigungen; wobei wenigstens einer der vorstehenden Schritte vom mobilen Endgerät (110), insbesondere Smartphone, ausgeführt wird.
29. Verfahren nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche 22 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (110), vorzugsweise Smartphone, während des Betriebs als Erfassungseinrichtung und/oder Auswerteeinrichtung und/oder Regeleinrichtung des landwirtschaftlichen Arbeitsgeräts (1 ) verwendet wird.
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