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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Haushaltgerät umfassend wenigstens eine Gehäuseeinrichtung, wenigstens einen Behandlungsraum mit wenigstens einer Beschickungsöffnung, wenigstens eine Verschlusseinrichtung zum Verschließen der Beschickungsöffnung und wenigstens eine Riegeleinrichtung für die (geschlossene) Verschlusseinrichtung. Dabei ist die Riegeleinrichtung wenigstens abschnittsweise in wenigstens einer Gehäusestruktur der Gehäuseeinrichtung angeordnet, wobei die Riegeleinrichtung wenigstens ein um wenigstens eine Drehachse verlagerbares Riegelelement und wenigstens eine Verlagerungseinrichtung für das Riegelelement umfasst. Das Riegelelement ist zwischen wenigstens einer Schließstellung, wenigstens einer Offenstellung und wenigstens einer Haltestellung zwischen der Schließstellung und der Offenstellung verlagerbar. Weiterhin ist der Verschlusseinrichtung wenigstens eine Dichtung zugeordnet. Die vorliegende Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Betreiben eines solchen Haushaltgerätes.
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Haushaltgeräte weisen oft einen Behandlungsraum auf. So umfassen beispielsweise manche Gargeräte einen als Garraum ausgebildeten Behandlungsraum mit einer Beschickungsöffnung, über welche der Garraum mit Lebensmitteln beladen werden kann. Auch andersartige Haushaltgeräte, beispielsweise Waschmaschinen und Kühlschränke, weisen einen Behandlungsraum auf. Die Funktion des Behandlungsraumes ist gerätespezifisch unterschiedlich.
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Die Behandlungsräume werden in der Regel von einer Tür, einer Klappe, einem Deckel und/oder einem andersartigen Verschluss während des Betriebs verschlossen und verriegelt. Oft ist auch eine Dichtung vorgesehen, um eine möglichst gute Abdichtung des Behandlungsraumes bzw. der Beschickungsöffnung zu erreichen.
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Aus der Druckschrift
DE 10 2021 201 949 A1 ist eine Gargutschublade bekennt, welche eine Gargutaufnahmewanne aufweist, die eine oberseitige Beschickungsöffnung und einen Deckel zum Abdecken der Beschickungsöffnung hat. Der Deckel ist zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung horizontal verschieblich.
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Nachteilig bei bekannten Haushaltgeräten ist, dass ein Benutzer oft relativ viel Kraft aufwenden muss, um den Behandlungsraum ordnungsgemäß zu verschließen. Um eine gute Abdichtung zu erreichen, muss in der Regel eine Dichtung zwischen Tür bzw. Deckel und Beschickungsöffnung bzw. dem die Beschickungsöffnung ausbildenden Gehäuse komprimiert werden. Hierzu muss ein Benutzer an der richtigen Stelle mit ausreichender Kraft gegen die Tür bzw. den Deckel drücken. Die ist oft unkomfortabel und zudem kann durch einen zu großen Krafteinsatz die Lebensdauer der Bauteile nachteilig beeinflusst werden.
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Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Haushaltgerät zur Verfügung zu stellen, bei welchem ein Behandlungsraum durch einen Benutzer komfortabler verschlossen werden kann.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Haushaltgerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgerätes mit den Merkmalen des Anspruchs 15. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen.
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Das erfindungsgemäße Haushaltgerät umfasst wenigstens eine Gehäuseeinrichtung, wenigstens einen Behandlungsraum mit wenigstens einer Beschickungsöffnung, wenigstens eine Verschlusseinrichtung zum Verschließen der Beschickungsöffnung und wenigstens eine Riegeleinrichtung für die (geschlossene) Verschlusseinrichtung, wobei die Riegeleinrichtung wenigstens abschnittsweise in wenigstens einer Gehäusestruktur der Gehäuseeinrichtung angeordnet ist. Die Riegeleinrichtung umfasst wenigstens ein um wenigstens eine Drehachse verlagerbares Riegelelement und wenigstens eine Verlagerungseinrichtung für das Riegelelement. Dabei ist das Riegelelement zwischen wenigstens einer Schließstellung, wenigstens einer Offenstellung und wenigstens eine Haltestellung, welche zwischen der Schließstellung und der Offenstellung vorgesehen ist, verlagerbar. Weiterhin ist der Verschlusseinrichtung wenigstens eine Dichteinrichtung zugeordnet. Die Verlagerungseinrichtung ist dazu geeignet und ausgebildet, die Drehachse des Riegelelements je nach Stellung in einer unterschiedlichen Höhenposition anzuordnen bzw. dafür zu sorgen, dass die Drehachse je je nach Stellung in einer unterschiedlichen Höhenposition vorliegt.
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Eine Schließstellung des Riegelelements ist insbesondere eine Stellung, in welcher der Riegel in Eingriff mit einer Verschlusseinrichtung vorliegt und die Verschlusseinrichtung in die Dichteinrichtung hineingezogen ist bzw. derart vorliegt, dass die Dichtung komprimiert zwischen der Beschickungsöffnung und der Verschlusseinrichtung vorliegt.
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In der Offenstellung ist das Riegelelement insbesondere nicht im Eingriff mit der Verschlusseinrichtung und vorzugsweise zurückgeschwenkt, sodass die Verschlusseinrichtung geöffnet werden kann und/oder je nach Ausgestaltung automatisch bzw. selbstständig öffnet.
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Die Haltestellung ist insbesondere eine Eingriffsstellung, in welcher das Riegelelement vorzugsweise bereits im Eingriff mit der Verschlusseinrichtung vorliegt, die Verschlusseinrichtung jedoch noch nicht in die Dichtung hineingezogen ist bzw. die Dichteinrichtung noch nicht oder nur zum Teil komprimiert ist.
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Das Riegelelement ist insbesondere wenigstens teilweise in der Gehäuseeinrichtung vorgesehen bzw. in einer Gehäusestruktur der Gehäuseeinrichtung angeordnet. Dabei greift das Riegelelement vorzugsweise wenigstens abschnittsweise durch wenigstens eine Öffnung in wenigstens einer Wandung der Gehäusestruktur aus dem Inneren der Gehäusestruktur in Richtung der Verschlusseinrichtung hindurch. So wird es möglich, ein möglichst versteckt angeordnetes Riegelelement zur Verfügung zu stellen, welches auch den Zugang zu dem Behandlungsraum und auch allgemein die Handhabung des Gerätes nicht negativ beeinflusst.
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Der Drehpunkt des Riegelelements ist vorzugsweise auf der Wirkachse angeordnet.
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Das erfindungsgemäße Haushaltgerät bietet viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil ist, dass eine Kraftentlastung des gesamten Systems erreicht werden kann, wodurch insbesondere auch das Benutzerhandling vereinfacht bzw. der Komfort wesentlich erhöht werden kann.
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Durch die unterschiedlichen Stellungen des Riegelelements wird es möglich, dass ein Benutzer möglichst wenig Kraft zum Verriegeln benötigt. Dabei ist es vorgesehen, dass der Benutzer beispielsweise die Verschlusseinrichtung nur leicht zudrückt, sodass das Riegelelement in der Haltestellung vorliegt. Die nötige Kraft, um die Verschlusseinrichtung vollständig zu schließen bzw. in die Dichtung zu ziehen bzw. die Dichteinrichtung zu komprimieren, wird von der Verlagerungseinrichtung und der Riegeleinrichtung übernommen, sodass ein Benutzer möglichst kraftlos die Verschlusseinrichtung des Haushaltgerätes verschließen kann.
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Durch die spezielle Ausgestaltung wird insbesondere auch die Lebensdauer der Verriegelung bzw. der Dichtung und/oder der Scharniere gesteigert, da ein definierter Krafteinsatz zum vollständigen Verschließen der Verschlusseinrichtung vorgegeben werden kann.
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Insbesondere ist vorgesehen, dass eine Verschlusseinrichtung bzw. ein Deckel zunächst leicht gegen die Dichtung geschlossen wird, wobei ein anschließendes Anziehen bzw. Verlagern des Regelelementes die Verschlusseinrichtung nach unten bzw. in eine bestimmte Richtung in die Dichtung hineinzieht.
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Bevorzugt umfasst das Riegelelement wenigstens eine Vorbelastungseinrichtung, wobei das Riegelelement durch die Kraft der Vorbelastungseinrichtung wenigstens abschnittsweise in Richtung der Schließstellung vorbelastet ist. Dabei wird insbesondere an das Riegelelement in die Haltestellung vorbelastet. Durch eine solche Ausgestaltung kann erreicht werden, dass beispielsweise durch das leichte Zudrücken der Verschlusseinrichtung durch einen Benutzer die Verschlusseinrichtung in die Haltestellung gebracht werden kann, da das Riegelelement in die Haltestellung vorbelastet ist und somit z. B. ein Einrasten des Riegelelements eine entsprechende Aufnahme in der Verschlusseinrichtung ermöglicht wird.
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Besonders bevorzugt umfasst die Verlagerungseinrichtung wenigstens eine Kulissenführung für die Drehachse. Dabei kann eine Kulissenführung für die Drehachse insbesondere nach oben bzw. unten bzw. im Wesentlichen vertikal orientiert sein bzw. derart orientiert sein, dass über das Verlagern der Drehachse das Riegelelement von der Haltestellung in die Schließstellung verlagert bzw. insbesondere gezogen wird.
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In zweckmäßigen Ausgestaltungen liegt die Drehachse in der Schließstellung in einer unteren Endposition in der Kulissenführung in der unteren Höhenposition vor, wobei die Drehachse in der Offenstellung in einer oberen Endposition in der Kulissenführung in der oberen Höhenposition vorliegt und wobei die Drehachse in der der Haltestellung in einer mittleren Position in der Kulissenführung in der mittleren Höhenposition vorliegt.
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Bevorzugt ist die Kulissenführung in und/oder an der Gehäusestruktur der Gehäuseeinrichtung ausgebildet. So kann eine sichere Führung des Riegelelements bzw. der Drehachse gewährleistet werden.
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Besonders bevorzugt ist das Riegelelement wenigstens abschnittsweise geführt in der Gehäusestruktur aufgenommen. Dabei ist insbesondere bevorzugt, dass das Riegelelement in alle notwendigen Richtungen abgestützt durch bzw. in der Gehäusestruktur die bzw. in der Gehäusestruktur aufgenommen ist.
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In zweckmäßigen Weiterbildungen umfasst die Verlagerungseinrichtung wenigstens einen Kniehebelmechanismus, wobei das Riegelelement wenigstens über die Drehachse mit dem Kniehebelmechanismus verbunden ist. Über einen Kniehebelmechanismus kann besonders geeignet eine entsprechende Verlagerung in die gewünschten Richtungen erfolgen.
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Vorzugsweise umfasst der Kniehebelmechanismus wenigstens ein Verlagerungselement, welches vorzugsweise als Teilkreissegment ausgebildet ist.
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Bevorzugt ist das Verlagerungselement über wenigstens ein Verbindungselement (drehbar) mit der Drehachse verbunden. Dabei ist es Verbindungselement insbesondere auch Teil des Kniehebelmechanismus.
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In vorteilhaften Ausgestaltungen weist das Verlagerungselement an einem radial äußeren Abschnitt wenigstens eine Zahnung auf, über welche das Verlagerungselement mittels wenigstens eines Zahnrades bewegbar ist bzw. bewegt wird. Ein radial innerer Abschnitt des Verlagerungselements dient dann vorzugsweise als Lagerpunkt bzw. ist z. B. drehbar auf einer Achse aufgenommen.
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Bevorzugt ist wenigstens eine Sicherungseinrichtung umfasst, welche eine ungewollte (Aufwärts)Bewegung der Drehachse in der Schließstellung verhindert. Dabei kann eine solche Sicherungseinrichtung insbesondere als Sperre ausgebildet sein, welche insbesondere vorzugsweise wenigstens einen Anschlag umfasst und vorzugsweise selbsthemmend wirkt.
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Bevorzugt umfasst die Sicherungseinrichtung wenigstens eine Lasche in dem Verlagerungselement, welche in der Schließstellung wenigstens abschnittsweise um die Drehachse greift. Durch das Umgreifen der Drehachse durch das Verlagerungselement kann effektiv eine Bewegung der Drehachse in der Kulissenführung verhindert werden.
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Besonders bevorzugt ist wenigstens eine Sensorik umfasst, welche dazu geeignet und ausgebildet ist, zu überprüfen, ob das Riegelelement in der Schließstellung, der Haltestellung und/oder der Offenstellung vorliegt. Dabei kann eine derartige Sensoreinrichtung beispielsweise wenigstens einen Kontaktschalter und/oder auch andere Sensoren umfassen.
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Bevorzugt ist das Haushaltgerät als Gargutschublade ausgebildet, wobei der Behandlungsraum als Garraum und die Verschlusseinrichtung als (schwenkbarer) Deckel ausgebildet ist.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgerätes, wie es zuvor beschrieben wurde. Dabei schließt ein Benutzer die Verschlusseinrichtung (leicht), sodass das Riegelelement in der Haltestellung im Eingriff mit der Verschlusseinrichtung vorliegt, wobei das Riegelelement anschließend mittels der Verlagerungseinrichtung in die Schließstellung verlagert wird.
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Auch das erfindungsgemäße Haushaltgerät bietet die Vorteile, wie sie zuvor bereits zu dem erfindungsgemäßen Haushaltgerät ausgeführt wurden.
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Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen, welche im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert werden.
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In den Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine rein schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haushaltgerätes in einer Seitenansicht;
- Figur 2
- eine weitere rein schematische Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine nächste rein schematische Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1;
- Figur 4
- eine rein schematische Darstellung einer Riegeleinrichtung in einem erfindungsgemäßen Haushaltgerät in (teil)geschnittenen Seitenansicht; und
- Figur 5
- eine rein schematische Darstellung einer Riegeleinrichtung in einem erfindungsgemäßen Haushaltgerät mit einem Riegelelement in unterschiedlichen Stellungen in drei (teil)geschnittenen Seitenansichten.
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In den Figuren 1 bis 3 ist rein schematisch das gleiche Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Haushaltgerätes 1 dargestellt, wobei die Verschlusseinrichtung 5 und das Riegelelement 7 in unterschiedlichen Stellungen vorliegen.
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Das hier gezeigte Haushaltgerät 1 ist als Gargerät 200 ausgeführt, wobei hier eine Gargutschublade 100 dargestellt ist. Dabei umfasst das Haushaltgerät eine Gehäuseeinrichtung 2, in welchem ein Behandlungsraum 3 mit einer Beschickungsöffnung 4 ausgebildet ist. Über die Beschickungsöffnung 4 kann der Behandlungsraum 3 je nach Ausführung des Haushaltgerätes 1 entsprechend beladen werden. Wenn das Haushaltgerät 1 wie in dem gezeigten Ausführungsbeispiel als Gargerät 200 ausgebildet ist, hier als Gargutschublade 100, ist der Behandlungsraum 3 dementsprechend als Garraum 101 ausgebildet, wobei die Verschlusseinrichtung 5 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ein schwenkbarer Deckel 102 ist. Der Garraum 101 kann dann über die Beschickungsöffnung 4 mit Lebensmitteln beladen werden.
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In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist auf der der Schwenkachse 33 der Verschlusseinrichtung 5 gegenüberliegenden Seite eine Riegeleinrichtung 6 vorgesehen, welche innerhalb einer Gehäusestruktur 8 der Gehäuseeinrichtung 2 angeordnet ist. Die Riegeleinrichtung 6 umfasst ein Riegelelement 7 zum Verriegeln der Verschlusseinrichtung 5 bzw. des Deckels 102, wobei das Riegelelement 7 durch eine Öffnung 34 in der Wandung 35 der Gehäusestruktur 8 aus dem Inneren 36 der Gehäusestruktur 8 in Richtung der Verschlusseinrichtung 5 hindurchgreift.
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In Figur 1 dabei eine Offenstellung 13 dargestellt, in welcher die Riegeleinrichtung 6 bzw. das Riegelelement 7 die Verschlusseinrichtung 5 bzw. den Deckel 102 freigegeben hat, sodass der Deckel 101 nach oben schwenkt. In dieser Offenstellung 13 ist das Riegelelement 7 in das Innere 11 der Gehäusestruktur 8 weitestgehend zurückgeschwenkt.
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In Figur 2 ist eine sogenannte Haltestellung 14 dargestellt, in welcher die Verschlusseinrichtung 5 bzw. der Deckel 102 bereits geschlossen ist und von dem Regelelement 7 gehalten wird, eine zwischen Beschickungsöffnung 4 und Verschlusseinrichtung 5 angeordnet Dichtung 11 jedoch noch nicht oder erst teilweise komprimiert ist.
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In Figur 3 ist eine sogenannte Schließstellung 12 dargestellt, in welcher das Riegelelement 7 wie schon in der Haltestellung 14 nach vorne in Richtung der Verschlusseinrichtung 5 aus dem Inneren 36 der Gehäusestruktur 8 hinausgeschwenktes, wobei in der Schließstellung 12 das Riegelelement 7 zu dem etwas nach unten verlagert ist, sodass die Dichtung 11 zwischen Verschlusseinrichtung 5 und Beschickungsöffnung 4 bzw. Gehäuseeinrichtung 2 komprimiert wird.
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Somit bewegt sich das Riegelelement 7 in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel zumindest nach vorn und hinten und nach oben und unten. Um dies zu erreichen, umfasst die Riegeleinrichtung 6 eine entsprechend ausgebildete Verlagerungseinrichtung 10.
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In Figur 4 ist rein schematisch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Riegeleinrichtung 6 in einer Seitenansicht dargestellt, wobei die Riegeleinrichtung 6 hier in einer Gehäusestruktur 8 der Gehäuseeinrichtung 2 des erfindungsgemäßen Haushaltgerätes 1 angeordnet ist.
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Das Riegelelement 7 der Riegeleinrichtung greift dabei wie zuvor schon ausgeführt durch eine Öffnung 34 in einer Wandung 35 der Gehäusestruktur 8 aus dem Inneren 36 der Gehäusestruktur 8 in Richtung einer zu verriegelnden Verschlusseinrichtung 5 hindurch. Diese Öffnung 34 kann in Verbindung mit dem Riegelelement 7 vorzugsweise durch eine Dichteinrichtung 37 abgedichtet sein, sodass insbesondere keine Feuchtigkeit durch die Öffnung 34 in das Innere 36 der Gehäusestruktur 8 eindringen kann.
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In dem gezeigten Ausführungsbeispiel liegt das Riegelelement in der Haltestellung 14 vor. In dieser Stellung 14 ist die Drehachse 9 des Riegelelements 7 in einer mittleren Position 22 in einer Kulissenführung 19 eines hier vorgesehenen Kniehebelmechanismus 23 angeordnet. Die weitere Ausgestaltung ist in Figur 5 im Detail dargestellt.
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In Figur 4 ist weiterhin gezeigt, dass eine Sensorik 32 vorgesehen sein, welche die Stellung 12, 13, 14 des Riegelelements 7 erkennt bzw. detektiert. An eine solche Detektion bzw. eine so festgestellte Stellung 12, 13, 14 des Riegelelements 7 können bestimmte Funktionalitäten des Haushaltgerätes 1 gekoppelt sein. So kann beispielsweise der Betrieb des Haushaltgerätes 1 erst freigegeben werden, wenn sichergestellt ist, dass das Riegelelement 7 in der Schließstellung 7 vorliegt bzw. die Verschlusseinrichtung 5 ordnungsgemäß verschlossen ist. Auch andere Funktionalitäten insbesondere auch zum Freigeben der Verschlusseinrichtung können an eine Erkennung der Stellung 12, 13, 14 mittels einer Sensorik 32 gekoppelt sein. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Hebel vorgesehen, welcher einen Mikroschalter betätigen kann.
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In Figur 5 sind drei unterschiedliche Stellungen eines Riegelelements 7 einer Riegeleinrichtung 6 für ein erfindungsgemäßes Haushaltgerät 1 rein schematisch in Seitenansicht dargestellt.
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Dabei umfasst die Verschlusseinrichtung 5 neben der Riegeleinrichtung 6 in dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Vorbelastungseinrichtung 18, welche hier als Feder ausgebildet ist, über welche das Riegelelement 7 in Richtung der Schließstellung 12 bzw. der Haltestellung 14 vorbelastet ist.
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In der linken Darstellung ist das Riegelelement 7 in der Offenstellung 13 dargestellt, wobei die Haltestellung 14 des Riegelelements 7 in der mittleren Darstellung und die Schließstellung 12 in der rechten Darstellung gezeigt sind.
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Zum Vor- und Zurückbewegen des Riegelelements 7 sowie hier zum Hoch- und Runterverlagern ist dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein Kniehebelmechanismus 23 mit einem Verlagerungselement 24 vorgesehen. Dabei ist der Kniehebelmechanismus 23 bzw. das Verlagerungselement 24 über ein Verbindungselement 26 mit dem Riegelelement 7 bzw. der Drehachsen 9 des Riegelelements 7 verbunden.
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Das Verlagerungselement 24 ist in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel als Teilkreissegment 25 vorgesehen, wobei das Teilkreissegment 25 an einem radial äußeren Abschnitt 27 eine Zahnung 28 aufweist, welche hier mit einem angetriebenen Zahnrad 29 zusammenwirkt, sodass eine automatische bzw. automatisierte Bewegung des Riegelelements 7 ermöglicht wird. An einem radial inneren Abschnitt 38 ist das Verlagerungselement 24 hier drehbar um eine Achse 39 aufgenommen.
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Weiterhin ist gezeigt, dass die Drehachse 9 in einer unteren Höhenposition 15 in der Schließstellung 12 in einer unteren Endposition 20 in einer Kulissenführung 19 vorgesehen ist, wobei die Kulissenführung 19 hier in bzw. an der Gehäusestruktur 8 ausgebildet ist.
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Durch diese Kulissenführung 19 wird hier eine Auf- und Abwärtsbewegung des Riegelelements 7 je nach Stellung 12, 13, 14 definiert vorgegeben, sodass das Riegelelement 7 durch den Kniehebelmechanismus 23 in der Schließstellung 12 hier nach unten verlagert ist, wodurch das Riegelelement 7 die Verschlusseinrichtung 5 bzw. den Deckel 102 in die Dichtung 11 zieht, bzw. diese komprimiert.
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Je nach Ausgestaltung kann auch eine andere Orientierung der Kulissenführung 19 vorgesehen sein, wenn das Haushaltgerät 1 zum, Beispiel als Backofen ausgebildet ist. Dann muss das Riegelelement 7 vorzugsweise in etwa horizontal von der Haltestellung in die Schließstellung gezogen werden.
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In der mittleren Ansicht ist das Riegelelement 7 in der Haltestellung 14 dargestellt, wobei hier die Drehachse 9 in einer mittleren Höhenposition 17 in der Kulissenführung 19 in einer mittleren Position 22 vorliegt.
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Die linke Darstellung zeigt die hoch- und zurückgefahrene Position des Riegelelements 7, nämlich die Offenstellung 13, in welcher die Drehachse 9 in einer oberen Höhenposition 16 in einer oberen Endposition 21 in der Kulissenführung 19 vorliegt.
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Weiterhin ist dargestellt, dass eine Sicherungseinrichtung 30 vorgesehen sein kann, welche hier durch eine Lasche 31 in dem Verlagerungselement 24 bereitgestellt wird. Ist das Verlagerungselement 24 derart verlagert, dass das Riegelelement 7 in der Schließstellung 12 vorliegt, umgreift die Lasche 31 die Drehachse 9 des Riegelelements 7, sodass die Höhenposition des Riegelelements 7 festgelegt ist.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Haushaltgerät
- 2
- Gehäuseeinrichtung
- 3
- Behandlungsraum
- 4
- Beschickungsöffnung
- 5
- Verschlusseinrichtung
- 6
- Riegeleinrichtung
- 7
- Riegelelement
- 8
- Gehäusestruktur
- 9
- Drehachse
- 10
- Verlagerungseinrichtung
- 11
- Dichtung
- 12
- Schließstellung
- 13
- Offenstellung
- 14
- Haltestellung
- 15
- unteren Höhenposition
- 16
- obere Höhenposition
- 17
- mittlere Höhenposition
- 18
- Vorbelastungseinrichtung
- 19
- Kulissenführung
- 20
- untere Endposition
- 21
- obere Endposition
- 22
- mittlere Position
- 23
- Kniehebelmechanismus
- 24
- Verlagerungselement
- 25
- Teilkreissegment
- 26
- Verbindungselement
- 27
- radial äußerer Abschnitt
- 28
- Zahnung
- 29
- Zahnrad
- 30
- Sicherungseinrichtung
- 31
- Lasche
- 32
- Sensorik
- 33
- Schwenkachse
- 34
- Öffnung
- 35
- Wandung
- 36
- Inneres von 8
- 37
- Dichteinrichtung
- 38
- radial innerer Abschnitt
- 39
- Achse
- 100
- Gargutschublade
- 101
- Garraum
- 102
- Deckel