-
Gegenstand der Erfindung ist ein Badewannenbrett mit Einstellung des Längenanschlags nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
-
Badewannenbretter werden verwendet, um mit ihrer Längserstreckung quer auf eine Badewanne aufgesetzt zu werden, um so eine sich über die Breite der Badewanne erstreckende Sitzfläche für einen Benutzer zu bieten, der auf dem Badewannenbrett sitzt.
-
Solche Badewannenbretter sind bekannt (
DE 2020 17 001 299 U1 ) und werden vor allem für Rehabilitationsmaßnahmen verwendet, bei denen die Benutzer nicht in der Lage sind, in den Innenraum der Badewanne zu gelangen. Das Gleiche gilt für pflegebedürftige Personen, die ebenfalls nur auf dem Badewannenbrett sitzen und sich von dort aus bevorzugt abduschen oder abduschen lassen.
-
Für Pflegekräfte ist es einfacher, eine auf dem Badewannenbrett sitzende Person zu behandeln, als vergleichsweise eine Person, die in der Badewanne liegt und nur schwer aus der Badewanne wieder herauskommt.
-
Die Länge des Badewannenbrettes sollte so bemessen sein, dass die Breite der Badewanne durch die Länge des Badewannenbretts überspannt wird, was bedeutet, dass die Stirnseiten des Badewannenbrettes mindestens der Breite der Badewanne entsprechen, sodass das Badewannenbrett sicher auf den beiden Seitenrändern der Badewanne aufliegt.
-
Nachdem es unterschiedlich breite Badewannen gibt und die Badewannenbretter unterschiedliche Längen haben, besteht das Bedürfnis, die Einstellung des Längenanschlags des Badewannenbrettes an die Breite der Badewanne anzupassen, und zwar in der Weise, dass das Badewannenbrett möglichst verrutschungsgesichert auf der Badewanne lagert, um der darauf sitzenden Person ein sicheres Gefühl zu vermitteln und bei Waschvorgängen eine Verschiebung des Badewannenbrettes in Richtung auf die Badewanne zu vermeiden, was sogar zu schwerwiegenden Unfällen führen könnte, weil das Badewannenbrett mindestens einseitig in die Badewanne hineinrutschen könnte.
-
Auch bei Körperform-Badewannen besteht das Problem, dass die Länge des Badewannenbrettes, welches mit seiner Längserstreckung quer auf der Badewanne aufsitzt, an das Badewannenprofil angepasst werden muss. Zur Anpassung derartiger Badewannenbretter an unterschiedliche Breiten von Badewannen ist es bekannt, an der Unterseite des jeweiligen Badewannenbrettes im Abstand voneinander angeordnete, in der Nähe der Stirnseiten des Badewannenbretts befindliche Zapfen anzuordnen, die bevorzugt jeweils an den Unterseiten des Badewannenbrettes längeneinstellbar festlegbar sind. Im korrekt eingestellten Zustand legen sie sich möglichst spielfrei an den sich gegenüber liegenden Innenseiten der Badewanne an und sorgen für eine verschiebungsgesicherte Auflage des Badewannenbretts auf der Badewanne.
-
Eine bekannte Ausführung sieht ein Badewannenbrett mit Einstellung des Längsanschlags zur verschiebungsgesicherten Auflage auf dem Rand einer Badewanne vor, bestehend aus einem vorzugsweise aus Kunststoff bestehenden Brett, dessen Längsachse quer zur Längserstreckung der Badewanne ausgerichtet ist und eine Sitzfläche für einen Benutzer bildet, wobei die Einstellung des Längsanschlags aus jeweils in der Nähe der Stirnseiten am Badewannenbrett angeordneten zylindrischen Anschlagzapfen besteht, die in einer Verschiebeführung am Badewannenbrett verschiebbar und feststellbar gelagert sind und zur Anlage an die Innenseite der Badewanne bringbar sind
-
Um eine Anpassung der Anschlagschieber an die Badewanneninnenseite zu ermöglichen, ist eine Einstellung der Verschiebungslage der Zapfen am Badewannenbrett dergestalt bekannt, dass die Zapfen mit ihren an der Unterseite befindlichen Befestigungsteilen in Langlöchern des Badewannenbrettes verschiebbar und festsetzbar sind, sodass durch Lösen und Verschieben des jeweiligen Zapfens eine Anpassung des gegenseitigen Abstandes der Anschlagschieber am Badewannenprofil möglich ist.
-
Eine solche Ausführung eines Badewannenbrettes mit einer bekannten Einstellung der Verschiebestellung der Anschlagschieber ist auf dem Markt. Allerdings besteht der Nachteil, dass die Bedienung der an der Unterseite des Badewannenbrettes angeordneten Zapfen schwierig ist, denn der Benutzer muss zur Einstellung der Verschiebstellung ohne Augenkontrolle unter das Badewannenbrett greifen, um den jeweiligen Zapfen mit der Hand zu ergreifen und zu betätigen. Er muss auch entfernt von seinem Standort befindliche Zapfen von der Unterseite des Badewannenbretts her suchen und ergreifen, diese Zapfen durch eine Drehbewegung lösen, in einem brettseitigen Langloch verschieben und dann durch eine entgegengesetzte Drehbewegung wieder festsetzen. Bedingt durch diese Einstellbewegung gelingt es nicht, die drehend betätigten Zapfen bündig und lastübertragend an die Innenseite der Badewanne anzulegen, weil sich der Zapfen aufgrund der Drehbewegung wieder von der Badewanne löst. Der Einstellaufwand ist demnach erheblich.
-
Weiterer Nachteil ist, dass die Zapfen immer im demontierten Zustand angeliefert werden, das heißt, der Benutzer ist selbst darauf angewiesen, die Zapfen und deren Zubehörteile (z.B. eine Gummischeibe) mit einer entsprechenden Gebrauchsanweisung am Badewannenbrett in den zugeordneten Langlöchern zu befestigen, was mit einem unerwünschten und vermeidbaren Montageaufwand verbunden ist. Fehler bei der Montage treten oft auf, wenn der Benutzer die reibungshemmende Gummischeibe an der Oberseite anstatt an der Unterseite des Badewannenbrettes montiert.
-
Weiterer Nachteil ist, die schwache Befestigung des Zapfens, der lediglich mit seiner Oberseite mit einem geeigneten Gegenbolzen verbunden wird, welcher durch das Langloch im Badewannenbrett hindurchgreift und sich mit seinem Kopf an der gegenüberliegenden Seite des Langloches in der Umgebung des Langlochs am Badewannenbrett anlegt. Eine solche einseitige Befestigung ist stark auf Biegung beansprucht und kann aus der Befestigung im Badewannenbrett ausbrechen. Bei einem versehentlichen Fall des Badewannenbrettes auf den Boden, bei dem die Zapfen bereits montiert sind, besteht für die Zapfenbefestigung Bruchgefahr.
-
Weiterer Nachteil ist, dass die Gegenzapfen, welche durch die Langlöcher im Badewannenbrett hindurchgreifen, mit ihren Köpfen über die Sitzfläche hinausstehen und damit den Komfort der Sitzfläche beeinträchtigen, weil der Benutzer in diesen Bereichen nur schwer oder unbequem sitzen kann.
-
Die Erfindung liegt ausgehend von einem Badewannenbrett mit Einstellung der Verschiebung der Anschlagschieber die Aufgabe zugrunde, die Einstellvorrichtung einfacher zu bedienen Sie soll auch höhere Kräfte übertragen und nicht nachträglich montiert werden müssen.
-
Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung durch die technische Lehre des Anspruches 1 gekennzeichnet.
-
Bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist, dass die Einstellvorrichtung jeweils an den Seitenflächen des Badewannenbrettes angeordnet ist, wobei insgesamt bevorzugt mindestens eine Einstellvorrichtung vorhanden ist. Dabei wird es bevorzugt, wenn die Einstellvorrichtung mit einem Anschlagschieber verbunden ist, welcher zur Anlage an die Badewanneninnenseite geeignet ist.
-
Diese Ausführung geht in einer ersten Ausführung davon aus, dass auf der nächst der Wandseite liegenden Seite des Bretts mindestens zwei feste, nichteinstellbare Anschläge vorhanden sind, wobei auf der dem Benutzer zugewandten Seite mindestens ein einstellbarer Anschlagschieber vorhanden ist. Insgesamt sind demnach 3 Anschläge vorhanden, nämlich zwei feste Anschläge an der Wandseite und ein einstellbarer Anschlagschieber auf der dem Benutzer zugewandten Seite.
-
In einer davon abgewandelten zweiten Ausführung kann es vorgesehen sein, dass den zwei festen, wandnahen Anschlägen nunmehr zwei im Abstand voneinander angeordnete einstellbare Anschlagschieber auf der dem Benutzer zugewandten Seite am Badewannenbrett angeordnet sind.
-
Schließlich wird in der folgenden Beschreibung als weitere bevorzugte dritte Ausführung eine Anordnung von zwei wandseitigen und zwei benutzerseitigen jeweils einstellbaren Anschlagschiebern beschrieben. Die folgende Beschreibung mit insgesamt vier einstellbaren Anschlagschiebern ist deshalb nicht als beschränkend für den Schutzumfang der Erfindung anzusehen.
-
Dabei wird es besonders bevorzugt, wenn die Einstellvorrichtung an der Seitenfläche des Badewannenbretts angeordnet ist und aus jeweils einem in Längsrichtung des Badewannenbretts verschiebbar und feststellbaren Schiebeschlitten besteht, der mit jeweils einem Anschlagschieber verbunden ist.
-
Mit dieser technischen Lehre ergibt sich der Vorteil, dass eine leichte Betätigung der Einstellvorrichtung möglich ist. Der Benutzer muss nicht mehr unter das Badewannenbrett greifen, um ohne Sichtkontrolle die vorher dort angeordneten Anschlagzapfen zu verdrehen. Er kann jetzt die an den Seitenflächen (Schmalseiten) des Badewannenbrettes angeordnete Schiebeschlitten unter Sichtkontrolle ergreifen und diese in Längsrichtung des Badewannenbrettes verschieben und wahlweise arretieren, wobei damit eine wesentlich einfachere Bedienung gegeben ist.
-
Weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahme ist, dass nun eine stabile Befestigung zwischen dem jeweiligen Anschlagschieber und den Teilen des Schiebeschlittens möglich ist, sodass eine hoch belastbare und gegen Biegung und Bruch geschützte Verbindung vorgesehen werden kann, was beim Stand der Technik nicht der Fall war.
-
Für die weitere Beschreibung der Erfindung reicht es aus, eine einzige Einstellvorrichtung zu beschreiben, weil alle Einstellvorrichtungen gleich ausgebildet sind. Es befinden sich demnach an jeder Längsseite des Badewannenbrettes - jeweils an dessen seitlichen Enden - zwei im Abstand von einander angeordnete und in Verschieberichtung gegeneinander gerichtete Einstellvorrichtungen, wobei jede Einstellvorrichtung mit einem davon abstehenden und nach unten gerichteten Anschlagschieber verbunden ist, der zur Anlage an der Innenseite der Badewanne geeignet ist.
-
Von besonderem Vorteil ist, dass der Anschlagschieber - bevorzugt werkstoffeinstückig - mit einer horizontal davon abragenden Auflageplatte verbunden ist, deren Unterseite mit einem rutschhemmenden Belag versehen ist. Damit ergibt sich der Vorteil, dass das Badewannenbrett auf der rutschhemmenden Auflageplatte auf dem Badewannenrand gegen Verrutschung gesichert aufliegt und damit gleichzeitig die stabile Anlage der Anschlagschieber an der Wanneninnenseite gewährleistet ist. Das Gewicht des Benutzers lastet auf dem Badewannenbrett und wird von diesem direkt auf die Auflageplatte des Anschlagschiebers übertragen, dessen Lage an der Innenseite der Badewanne durch das Gewicht des Benutzers fixiert ist.
-
In einer ersten bevorzugten Ausführung besteht jede Einstellvorrichtung brettseitig im Wesentlichen aus einem Zahnprofil, welches bevorzugt werkstoffeinstückig an der Seitenwand des Badewannenbrettes angeordnet ist. Dies heißt, dass in einer bevorzugten Ausführung das Zahnprofil bei der Herstellung des Badewannenbrettes in der Spritzgussform mit angespritzt wird und daher einen werkstoffeinstückigen Verbund mit dem Material des Badewannenbrettes bildet. Es könnte auch als Duroplastteil ausgebildet sein und in der Kunststoffform zusammen mit dem Kunststoff des Badewannenbretts verpresst sein.
-
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass das Zahnprofil nachträglich angebracht wird, entweder durch eine Klebung, eine Klemmung, Verschraubung oder Vernietung und dass eben keine werkstoffeinstückige Verbindung zwischen dem Material des Badewannenbrettes und dem brettseitigen Zahnprofil vorhanden ist.
-
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass jedem brettseitigem Zahnprofil ein Schiebeschlitten zugeordnet, der in einer an der Seitenwand des Badewannenbretts angeordneten Verschiebeführung verschiebbar und feststellbar geführt ist.
-
Dabei ist am Schiebschlitten eine einseitig federnde Rastzunge angeordnet, deren Unterseite mit einem dem brettseitigen Zahnprofil entgegengesetzt komplementären Zahnprofil ausgerüstet ist. Für die Ausgestaltung dieses Zahnprofils reicht es aus, einen einzigen Rastzahn vorzusehen. Es wird jedoch bevorzugt, wenn mehrere gleichartige Rastzähne das rastzungenseitige Zahnprofil bilden.
-
Im eingerasteten und gegen Verschiebung gesicherten Zustand greift das an der Unterseite der Rastzunge angeordnete Zahnprofil in das brettseitige Zahnprofil ein und ist dort mindestens in der nach innen gerichteten Schieberichtung verschiebungsgesichert gehalten. Die Anschlagschieber können daher ohne Entarretierung des Schiebschlittens nicht mehr von der Innenseite des Badewannenrandes entfernt werden. Mit dem Begriff der "nach innen gerichteten Schieberichtung" ist gemeint, dass der Schiebeschlitten im Sinn einer Abhebebewegung der damit verbundenen Anschlagschieber von der Badewanneninnenseite in der eingerasteten Stellung arretiert ist. Er kann deshalb im eingerasteten Zustand nicht mehr im Sinn einer Abhebebewegung der Anschlagschieber von der Badewanneninnenseite verschoben werden.
-
Dabei wird es bevorzugt, dass eine entgegengesetzte - nach außen gerichtete - Schiebebewegung auch bei einem Zahneingriff der beiden Zahnprofile möglich ist, um so mit einer Hand den Schiebeschlitten in Richtung auf den Badewannenrand zu schieben. Damit können die am Schiebeschlitten angeordneten Anschlagschieber an der Innenseite der Badewanne zur Anlage gebracht werden. Eine Verschiebung in Gegenrichtung ist jedoch nur dann möglich, wenn die am Schiebeschlitten angeordnete Rastzunge von Hand betätigt wird.
-
Die Arretierung in der einen Richtung wird dadurch erreicht, dass die im Eingriff befindlichen Zahnprofile zwischen der Unterseite der Rastzunge und dem brettseitigen Zahnprofil ein in Schieberichtung angeschrägtes, widerhakenartiges Profil ausbilden, sodass nur in der nach außen gerichteten Verschieberichtung der Schiebeschlitten auch bei bestehendem Zahneingriff verschoben werden kann. In der entgegengesetzten Richtung muss die mit dem Schiebeschlitten verbundene Rastzunge mit den Fingern einer Hand angehoben werden, um das an der Unterseite der Rastzunge angeordnete Zahnprofil außer Eingriff mit dem brettseitigen Zahnprofil zu bringen.
-
Statt einer Handbetätigung der einseitig federnden Rastzunge mit den Fingern einer Hand können auch andere Betätigungseinrichtungen vorhanden sein. Beispielsweise kann ein Exzenterrad an der Rastzunge angeordnet werden, welches bei Drehung in der einen Richtung die Rastzunge nach oben gerichtet entgegen der elastischen Rückstellkraft verbiegt und das Zahnprofil außer Eingriff mit der brettseitigen Zahnschiene bringt, während bei der Drehung in der anderen Richtung die Rastzunge in ihre eingerastete Ruhestellung gelangt.
-
Statt der vorher beschriebenen Einstellvorrichtung mit einem brettseitigen Zahnprofil, welches mit einem komplementären Zahnprofil an einer Rastzunge eines Schiebeschlittens zusammenwirkt, kann in einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung vorgesehen sein, dass zwar ein Schiebeschlitten vorhanden ist, dass aber die Arretierung des Schiebeschlittens in zwei zueinander entgegengesetzten Schieberichtungen möglich ist, wobei dann die Arretierung in der einen Richtung durch zusätzliche Maßnahmen erfolgt.
-
Zu diesem Zweck kann es vorgesehen sein, dass am Schiebeschlitten jeweils ein Klemmhebel angeordnet ist, der in der aufgeschwenkten Stellung die Klemmung zwischen dem Klemmhebel und einer brettseitigen Klemmfläche aufhebt, sodass der Schiebeschlitten in beide Schieberichtungen verschoben werden kann. Bei Verschwenkung des Klemmhebels in seine Ruhestellung wird dann die aufgefundenen Schiebestellung arretiert.
-
Der Klemmhebel ist in einer bestimmten Schwenkachse schwenkbar am Schiebeschlitten gelagert und bei Hochschwenken des Klemmhebels wird ein Exzenterkeil außer Eingriff mit der brettseitigen Klemmfläche gebracht, während beim Herunterschwenken des Klemmhebels in seine Arretierstellung die Arretierkante im Klemmeingriff mit der brettseitigen Klemmfläche kommt.
-
In einer dritten Ausführung kann es vorgesehen sein, dass die Arretiervorrichtung am Schiebeschlitten nicht aus einer brettseitigen Zahnstange besteht, sondern dass stattdessen am Schiebeschlitten eine Klemmschraube angeordnet ist, die mit ihrem bolzenseitigen Ende auf einer Anschlagfläche am Badewannenbrett zur Anlage bringbar ist. Damit kann die Schiebestellung des Schiebeschlittens stufenlos eingestellt werden.
-
In einer vierten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Schiebeschlitten, der in einer Längsführung an den Schmalseiten des Badewannenbrettes verschiebbar und feststellbar geführt ist, wahlweise vorhanden ist oder entfällt und stattdessen die Einstellvorrichtung aus einer Gewindespindel besteht, deren Längsachse parallel zur Längsachse des Bretts gerichtet ist, die in an der Brettseite angeordneten Lagerböcken drehbar gelagert ist und eine Spindelmutter trägt, die mit einem vorher beschriebenen Anschlagschieber verbunden ist, der bei Drehung der Gewindespindel zur Anlage oder zum Abheben an oder von der Innenseite der Badewanne gebracht werden kann. Die Anschlagschieber können dabei in Längsführungen am Badewannenbrett verschiebbar geführt sein.
-
Bei Vorhandensein eines Schiebeschlittens ist der den Längsschieber tragende Schiebeschlitten mit der Spindelmutter verbunden. Dabei kann jedem Schiebeschlitten eine solche Gewindespindel zugeordnet sein.
-
In einer davon abweichenden Ausführung kann sich auf jeder Brettseite eine jeweils sich annähernd über die Länge des Badewannenbretts erstreckende Gewindespindel angeordnet sein, welche die zwei mit Spindelmuttern verbundenen Schiebeschlitten einer Brettseite mit zueinander gegensätzlichem Gewinde durchgreift und betätigt. Bei der Betätigung der Gewindespindel jeder Brettseite werden die auf dieser Brettseite angeordneten, vorderen und hinteren Anschlagschieber synchron auswärts oder einwärts gerichtet verschoben. Demnach sind auf jeder Brettseite jeweils eine Gewindespindel angeordnet, mit der die benutzerseitigen und wandseitigen Längsschieber einer Brettseite synchron eingestellt werden können. Dabei wird es bevorzugt, wenn die beiden Gewindespindeln von der Benutzerseite aus betätigt werden, weil die wandseitigen Anschlagschieber synchron mit den benutzerseitigen Anschlagschieber jeder Brettseite über die jeweilige Gewindespindel betätigt werden.
-
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
-
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung, könnten als erfindungswesentlich beansprucht werden, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Die Verwendung der Begriffe "wesentlich" oder "erfindungsgemäß" oder "erfindungswesentlich" ist subjektiv und impliziert nicht, dass die so benannten Merkmale zwangsläufig Bestandteil eines oder mehrerer Patentansprüche sein müssen.
-
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
-
Es zeigen:
- Figur 1:
- Perspektivische Seitenansicht eines Badewannenbrettes mit der erfindungsgemäßen Einstellvorrichtung
- Figur 2:
- Unteransicht des Badewannenbrettes nach Figur 1
- Figur 3:
- Eine Detailansicht einer Einstellvorrichtung im arretierten Zustand
- Figur 4:
- Die Einstellvorrichtung nach Figur 3 in einer anderen Blickrichtung
- Figur 5:
- Ein Schnitt durch die Einstellvorrichtung im arretierten Zustand
- Figur 6:
- Eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer Einstellvorrichtung an einem Badewannenbrett
-
In Figur 1 ist ein Badewannenbrett 1 dargestellt, welches bevorzugt aus einem Kunststoffspritzgussmaterial besteht, welches eine Anzahl von sich in Längsrichtung erstreckenden Entwässerungsnuten aufweist, an deren Nutengrund mehrere, einen gegenseitigen Abstand aufweisende Entwässerungsbohrungen vorgesehen sind, sodass das Wasch- oder Badewasser, welches von oben in die Längsnuten gelangt, durch die Entwässerungsöffnungen nach unten abfließen kann.
-
Somit wird das Badewannenbrett 1 mit seiner Längserstreckung quer zur Längsrichtung der Badewanne auf die Längsseiten des umlaufenden Randes der Badewanne aufgelegt und liegt mit rutschhemmenden Belägen 33 von mit den Anschlagschiebern 10, 11 verbundenen Auflageplatten 32 auf der Oberseite der Badewanne lagengesichert an. Damit wird eine auf dem Rand der Badewanne angeordnete Sitzfläche für die zu behandelnde Person gebildet.
-
Um eine lagengesicherte Auflage des Badewannenbrettes auf den längsseitigen Rändern der Badewanne zu bilden, ist vorgesehen, dass die Länge des Badewannenbrettes länger oder gleich ist als der breitseitige Abstand zwischen den Außenkanten der Badewanne.
-
Demnach ragt das Badewannenbrett mit seiner Längserstreckung über den breitseitigen Rand der Badewanne (Badewannen-Außenseite 34) um ein bevorzugtes Maß im Bereich zwischen -5 cm bis +10 cm hinaus.
-
Das Badewannenbrett 1 bildet an der Oberseite eine Sitzplatte 2 aus, auf die der Benutzer sitzt, wobei er an einem seitlichen Frontprofil 4 seine Beine herabhängen lässt, die in die Badewanne ragen, während auf der gegenüberliegenden Seite eine Sitzbegrenzung 7 angeordnet ist, welche eine haptische Rückmeldung für die Sitzfläche des Benutzers bieten soll, der mit seinem Gesäß so weit nach hinten auf dem Badewannenbrett 1 rutschen kann, dass es an der Sitzbegrenzung 7 anstößt. Damit wird vermieden, dass der Benutzer auf der Sitzplatte 2 zu weit nach hinten rutscht und über die hintere Längskante des Badewannenbretts 1 in die Badewanne abkippt.
-
Zur lagengesicherten Befestigung des Badewannenbrettes 1 auf der Badewanne sind die beschriebenen Einstellvorrichtungen 8 vorgesehen, die jeweils bevorzugt an den Seitenflächen am Badewannenbrett 1 angeordnet sind. Es reicht daher aus, lediglich eine einzige Einstellvorrichtung 8 zu beschreiben, weil alle vier Einstellvorrichtungen 8 gleich ausgebildet sind und lediglich die Einstellvorrichtungen 8 einer Brettseite in gegensätzliche Schieberichtungen verschoben werden.
-
Zur besseren Handhabung des Badewannenbrettes 1 ist es vorgesehen, dass aus der Sitzplatte 2 ein Griff 5 nach oben herausragt, der eine Grifföffnung 6 begrenzt. Auf diese Weise kann der Benutzer, der auf der Sitzplatte 2 sitzt, seine Sitzposition ändern. Der Griff 5 könnte auch nur als Öffnung im Badewannenbrett ausgebildet sein.
-
Im Übrigen weist das Badewannenbrett stirnseitige Seitenprofile 3 auf, die mit dem Badewannenrand 34 bündig sein sollten, wobei die an der Unterseite der Einstellvorrichtung 8 angeordneten Anschlagschieber 10, 11 mit ihren daran angeordneten Auflageplatten 32 und den unterseitigen Belägen 33 auf der Oberseite der Badewanne aufliegen und gleichzeitig an der Innenseite der Badewanne zur Anlage kommen, um das Badewannenbrett 1 spielfrei und lagengesichert auf der Badewanne festzulegen
-
Weil die Einstellvorrichtungen 8 auf einer Seite des Badewannenbretts 1 gegeneinander gerichtet sind, werden zwei verschiedene Bezugszeichen 8 und 9 verwendet, obwohl die Einstellvorrichtungen 8 und 9 identisch ausgebildet sind und nur gegeneinander gerichtet ausgebildet sind.
-
Jede Einstellvorrichtung 8, 9 weist ein brettseitiges Zahnprofil 14 auf, auf dem ein Schiebeschlitten 12 verschiebbar ist, der in einer aus Nuten gebildeten Verschiebeführung an der Seitenwand des Badewannenbretts 1 verschiebbar und arretierbar geführt ist.
-
Der Schiebeschlitten weist eine einseitig federnd gelagerte Rastzunge 13 auf, an deren Unterseite gemäß Figur 5 ein zahnstangenähnliches Rastprofil 21 angeordnet ist.
-
Die gegeneinander gerichteten Anschlagschieber 10, 11 werden also mit ihren jeweiligen Außenseiten, die mit einer Antirutschgummierung 18 verbunden sind, in den Einstellrichtungen 15 so weit auseinandergeschoben, sodass die Außenseiten der Anschlagschieber 10, 11 mit ihren Antirutschgummierungen 18 verschiebungsgesichert und spielfrei an den Innenseiten der Badewanne anliegen.
-
In einer anderen Ausführung kann es vorgesehen sein, dass auf einer Seite des Bretts zwei Anschläge fix montiert oder integriert sind und nur auf der gegenüberliegenden Seite mindestens ein einstellbarer Anschlagschieber angeordnet ist. In der vorliegenden Ausführung sind insgesamt mindestens 3 einstellbare Anschlagschieber vorhanden. Es ist in einer anderen Ausführung vorgesehen, insgesamt 4 einstellbare Anschlagschieber anzuordnen.
-
Im Bereich der seitlichen Frontflächen 16, die an den Längsseiten des Badewannenbrettes 1 angeordnet sind, sind brettseitige Zahnprofile in der Art von Zahnstangen angespritzt und im Bereich dieser Frontflächen 16 sind nicht näher dargestellte Nuten angeordnet, in denen der Schiebeschlitten 12 in den Pfeilrichtungen 15 verschiebbar gelagert ist.
-
Weitere Einzelheiten lassen sich aus Figur 2 und 3 entnehmen. Hierbei besteht der Schiebeschlitten 12 aus einem etwa halbrunden Profilteil, welches in zugeordneten Nuten im Bereich der Frontfläche 16 in den Pfeilrichtungen 19a, 19b verschiebbar ist, wobei die Raststellung zwischen dem brettseitigen Zahnprofil 14 und dem an der Unterseite der Rastzunge 13 angeordneten Rastprofil 21 so ausgebildet ist, dass nur eine Verschiebung in Pfeilrichtung 19b ohne Anheben der Rastzunge 13 möglich ist, während eine Verschiebung in Pfeilrichtung 19a nur dann möglich ist, wenn mit den Fingern einer Hand in eine zugeordnete Ausnehmung 17 eingegriffen wird und dabei die Rastzunge 13 entgegen ihrer elastischen Federkraft in Pfeilrichtung 31 (siehe Figur 5) angehoben wird. Damit kommt das rastzungenseitige Rastprofil 21 außer Eingriff mit dem brettseitigen Zahnprofil 14 und es ist demnach auch eine Verschiebung in beiden Pfeilrichtung 19a, 19b möglich.
-
Die einander zugeordneten und zueinander komplementären Zahnprofile 14, 21 weisen zueinander komplementäre und parallele Schrägen 22, 23 auf, die im Winkel 24 zur Senkrechten (siehe Figur 5) schräg gerichtet sind.
-
Es handelt sich also um ein Rastprofil, welches lediglich in einer Verschieberichtung verschiebbar ist und in der anderen Verschieberichtung blockiert.
-
Gemäß Figur 4 kann somit der Schiebeschlitten 12 ohne großen Widerstand in Pfeilrichtung 19b nach außen verschoben werden, und zwar so weit, bis die Antirutschgummierung 18 an der Außenseite des jeweiligen Anschlagschiebers 10, 11. zu rutschfesten und verschiebungsgesicherten Anlage an der Badewanneninnenseite kommt. Gleichzeitig kommt damit die Auflageplatte 32 zur Auflage auf den Badewannenrand. Bei dieser Verschiebebewegung wird die Rastzunge 13 nicht betätigt.
-
Zur erleichterten Handhabung kann der Benutzer an der Rückseite 20 des jeweiligen Anschlagschiebers 10 angreifen, weil diese Rückseite als Handhabe ausgebildet ist. Er braucht deshalb nicht den Schiebeschlitten 12 selbst zu ergreifen.
-
Erst wenn die arretierte Stellung in Figur 5 aufgehoben werden soll, wird die Rastzunge 13 durch Eingriff eines Fingers in eine Ausnehmung 17 am Schiebeschlitten 12 in Pfeilrichtung 31 entgegen der elastischen Federkraft der Rastzunge 13 angehoben, wodurch das schlittenseitige Rastprofil 21 außer Eingriff mit dem brettseitigen Zahnprofil 14 kommt. Damit kann der Schiebeschlitten in beiden Pfeilrichtungen 15 frei verschoben werden.
-
Der Schiebeschlitten könnte in einer alternativen Ausführungsform mittels einer Stellschraube / Schraubverbindung in seiner Endlage fixiert werden.
-
Die Figur 6 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Einstellvorrichtung 25, die im Wesentlichen in der gleichen Weise arbeitet, nur dass ein andersartiger Schiebeschlitten 26 vorhanden ist, der bei entarretiertem Klemmhebel 27 in beiden Schieberichtungen 15 verschiebbar ist. Dies ist in Figur 6 auf der rechten Seite gezeigt. Der Klemmhebel 27 ist im Bereich einer Schwenkachse 29 schwenkbar am jeweiligen Schiebeschlitten 26 gelagert. Wird der Klemmhebel allerdings in seine Arretierstellung gemäß der Darstellung auf der linken Seite nach Figur 6 heruntergeklappt, kommt eine an der Unterseite angeordnete Keilfläche 28 in Klemmeingriff mit der zugeordneten brettseitigen Klemmfläche 30 und arretiert den Schiebeschlitten 26.
-
Es handelt sich also um eine Exzenterklemmvorrichtung, die im gelösten Zustand eine Verschiebung in beide Pfeilrichtungen 15 zulässt.
Zeichnungslegende
-
- 1. Badewannenbrett
- 2. Sitzplatte
- 3. Stirnseitenprofil
- 4. Frontprofil
- 5. Griff
- 6. Grifföffnung
- 7. Sitzbegrenzung
- 8. Einstellvorrichtung
- 9. Einstellvorrichtung
- 10.Anschlagschieber
- 11.Anschlagschieber
- 12.Schiebeschlitten
- 13. Restzunge
- 14.Zahnprofil (von 16)
- 15. Einstellvorrichtung
- 16. Frontfläche
- 17.Ausnehmung
- 18.Antirutschgummierung
- 19. Pfeilrichtung (19a, 19b)
- 20. Rückseite (von 10)
- 21.Rastprofil (von 13)
- 22. Schräge (von 21)
- 23. Schräge (von 14)
- 24.Winkel (von 22 + 23)
- 25. Einstellvorrichtung
- 26. Schiebeschlitten
- 27. Klemmhebel
- 28. Keilfläche
- 29. Schwenkachse
- 30. Klemmfläche
- 31. Pfeilrichtung
- 32.Auflageplatte
- 33. Belag
- 34. Badewannen-Außenseite