EP4747900A1 - Elektrische baugruppe und leistungsschalter - Google Patents
Elektrische baugruppe und leistungsschalterInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine elektrische Baugruppe (2) für einen Leistungsschalter (1). Die Baugruppe (2) umfasst eine Unterbrechereinheit (10) mit wenigstens zwei elektrischen Anschlüssen (12 bis 15), die jeweils als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung (19 bis 22) ausgebildet sind, und einen Feststoffisolator (11), in den die Unterbrechereinheit (10) einschließlich der elektrischen Anschlüsse (12 bis 15) eingebettet ist.
Description
Beschreibung
Elektrische Baugruppe und Leistungsschalter
Die Erfindung betri f ft eine elektrische Baugruppe für einen Leistungsschalter und einen Leistungsschalter .
Leistungsschalter werden in verschiedenen Bauformen ausgeführt . Beispielsweise wird unterschieden zwischen Leistungsschaltern in der so genannten Dead-Tank-Bauweise und Leistungsschaltern in der so genannten Live-Tank-Bauweise .
Unter einem Leistungsschalter in der Dead-Tank-Bauweise versteht man einen Leistungsschalter, dessen Unterbrechereinheit in einem Gehäuse aus einem elektrisch leitenden Material , in der Regel aus einem Metall , angeordnet ist . Das Gehäuse wird im Betrieb des Leistungsschalters in der Regel geerdet , das heißt das Gehäuse wird auf ein elektrisches Erdpotential gelegt . Um Spannungsüberschläge zwischen dem Gehäuse und den spannungs führenden Bauteilen einer Unterbrechereinheit des Leistungsschalters zu vermeiden, ist ein Mindestabstand zwischen dem Gehäuse und den spannungs führenden Bauteilen erforderlich . Dieser Mindestabstand hängt von der Spannung ab, die zwischen dem Gehäuse und den spannungs führenden Bauteilen anliegt und steigt mit dieser Spannung . Ferner hängt der Mindestabstand von den dielektrischen Eigenschaften des Mediums ab, mit dem das Gehäuse befüllt ist . Oft wird ein derartiger Leistungsschalter gasisoliert ausgeführt und das Gehäuse des Leistungsschalters wird im Betrieb des Leistungsschalters mit einem I soliergas befüllt . Als I soliergas wurde in der Vergangenheit oft ein so genanntes F-Gas , das heißt ein flouriertes Gas , verwendet , insbesondere Schwef elhexaf lourid, das eine besonders hohe dielektrische Festigkeit aufweist und daher eine kompakte Bauweise des Leistungsschalters ermöglicht . Jedoch sind F-Gase und insbesondere Schwef elhexaf lourid starke Treibhausgase und somit nicht umweltverträglich . Daher werden anstelle dieser Gase
zunehmend umweltverträgliche I soliergase eingesetzt , beispielsweise synthetische Luft oder Stickstof f . Da diese Isoliergase aber eine geringere dielektrische Festigkeit als F-Gase aufweisen, erfordern sie einen größeren Abstand zwischen einer Gehäusewand des Gehäuses und den spannungs führenden Bauteilen der Unterbrechereinheit des Leistungsschalters . Dies wirkt sich insbesondere negativ bei einem für Hochspannungen ausgelegten Leistungsschalter aus , da dadurch die Größe des Leistungsschalters zunimmt .
Unter einem Leistungsschalter in der Live-Tank-Bauweise versteht man einen Leistungsschalter, dessen Unterbrechereinheit durch einen I solator gegenüber einem Erdpotential elektrisch isoliert ist . Dabei sind die spannungs führenden Anschlüsse des Leistungsschalters in der Regel durch die Luft in der Umgebung des Leistungsschalters isoliert .
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde , eine elektrische Baugruppe mit einer Unterbrechereinheit für einen Leistungsschalter anzugeben, die für verschiedene Bauformen des Leistungsschalters geeignet ist , beispielsweise sowohl für einen Leistungsschalter in der Dead-Tank-Bauweise als auch für einen Leistungsschalter in der Live-Tank-Bauweise .
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Baugruppe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einen Leistungsschalter mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst .
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche .
Eine erfindungsgemäße elektrische Baugruppe für einen Leistungsschalter umfasst
- eine Unterbrechereinheit mit wenigstens zwei elektrischen Anschlüssen, die j eweils als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung ausgebildet sind, und
- einen Feststof f isolator, in den die Unterbrechereinheit einschließlich der elektrischen Anschlüsse eingebettet ist .
Die Bezeichnung Feststof f isolator umfasst , dass der Feststof f isolator unter Betriebsbedingungen des Leistungsschalters ein Festkörper, also insbesondere weder ein Gas noch eine Flüssigkeit , ist . Ferner umfasst sie , dass der Feststof f isolator zumindest überwiegend aus einem elektrisch isolierenden I solatormaterial gefertigt ist .
Die Aus führung der erfindungsgemäßen Baugruppe mit einem Feststof f isolator, in den die Unterbrechereinheit einschließlich der elektrischen Anschlüsse eingebettet ist , bietet den Vorteil , dass ein Feststof f isolator eine wesentlich höhere dielektrische Festigkeit , die auch als Durchschlagfestigkeit bezeichnet wird, aufweisen kann als beispielsweise ein I soliergas . Daher kann im Fall , dass die Unterbrechereinheit in einem elektrisch leitenden Gehäuse des Leistungsschalters angeordnet ist , durch die Einbettung der Unterbrechereinheit in den Feststof f isolator beispielsweise ein Abstand zwischen der Unterbrechereinheit und der Gehäusewand des Gehäuses des Leistungsschalters wesentlich verringert werden gegenüber einem Leistungsschalter, bei dem der Zwischenraum zwischen der Unterbrechereinheit und der Gehäusewand lediglich durch ein I soliergas ausgefüllt ist . Daher ermöglicht die Erfindung vorteilhaft , das Volumen und damit die Baugröße eines derartigen Leistungsschalters deutlich zu reduzieren gegenüber einem Leistungsschalter, bei dem der Zwischenraum zwischen der Unterbrechereinheit und der Gehäusewand durch ein I soliergas ausgefüllt ist .
Die Aus führung der Unterbrechereinheit mit wenigstens zwei elektrischen Anschlüssen, die j eweils als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung ausgebildet sind, ermöglicht , diese Anschlüsse in einfacher Weise mechanisch und elektrisch mit elektrischen Leitern zu verbinden . Dieser Vorteil einer erfindungsgemäßen Baugruppe besteht unabhängig davon, ob die Baugruppe in einem Gehäuse des
Leistungsschalters angeordnet ist und ob der
Leistungsschalter überhaupt ein Gehäuse aufweist .
Ferner ermöglicht die Aus führung der Unterbrechereinheit mit wenigstens zwei elektrischen Anschlüssen, die j eweils als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung ausgebildet sind, nicht für elektrische Verbindungen genutzte Anschlüsse der Unterbrechereinheit zum rein mechanischen Verbinden der elektrischen Baugruppe mit anderen Komponenten des Leistungsschalters zu nutzen, beispielsweise um die Baugruppe in einem Gehäuse des Leistungsschalter zu fixieren .
Zusammenfassend ermöglicht eine erfindungsgemäße elektrische Baugruppe daher eine kompaktere Bauweise eines Leistungsschalters durch die Feststof f isolation im Fall , dass der Leistungsschalter ein Gehäuse aufweist , eine einfache Verbindung der Unterbrechereinheit mit elektrischen Leitern und eine einfache mechanische Fixierung der elektrischen Baugruppe in einem Gehäuse eines Leistungsschalters durch elektrische Anschlüsse der Unterbrechereinheit , die nicht für elektrische Verbindungen sondern lediglich für mechanische Steckverbindungen genutzt werden .
Bei einer Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe weist die Unterbrechereinheit eine Schaltkammer und zwei in der Schaltkammer angeordnete Kontaktelemente auf , wobei die Kontaktelemente zwischen einer ersten Schaltstellung, in der sie aneinander anliegen, und einer zweiten Schaltstellung, in der sie voneinander getrennt sind, relativ zueinander bewegbar sind, und wobei j edes Kontaktelement mit einem elektrischen Anschluss der Unterbrechereinheit elektrisch verbunden ist . Diese Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe ermöglicht die elektrische Kontaktierung der Kontaktelemente der Unterbrechereinheit durch elektrische Anschlüsse der Unterbrechereinheit .
Bei einer weiteren Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe ist j eder elektrische Anschluss der Unterbrechereinheit als ein Teil einer Kabelanschlussbaugruppe ausgebildet . Unter einer Kabelanschlussbaugruppe wird hier eine Baugruppe verstanden, die es ermöglicht , ein Kabel an einen elektrischen Anschluss der Unterbrechereinheit anzuschließen .
Bei einer weiteren Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe ist der Feststof f isolator wenigstens überwiegend aus einem Silikon oder Epoxidharz gefertigt . Ein Silikon oder Epoxidharz eignet sich als I solatormaterial des Feststof f isolators aufgrund seiner dielektrischen Eigenschaften und der vorteilhaften Herstellung des Feststof f isolators beispielsweise durch Umgießen der Unterbrechereinheit mit dem Silikon oder Epoxidharz .
Bei einer weiteren Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe weist der Feststof f isolator außenseitig Rippen auf , die j eweils ringförmig um eine Längsachse des Feststof f isolators herum verlaufen . Diese Aus führung einer erfindungsgemäßen Baugruppe ermöglicht vorteilhaft die Verlängerung von Kriechwegen, über die Kriechströme an der Außenseite des Feststof f isolators fließen können . Dies ist insbesondere vorteilhaft , wenn die erfindungsgemäße elektrische Baugruppe in einer Freiluftanwendung ohne ein sie umgebendes Gehäuse verwendet wird .
Bei einer weiteren Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe weist die Unterbrechereinheit eine Vakuumschaltröhre auf .
Eine Vakuumschaltröhre weist eine Schaltkammer auf , die in dem Betrieb des Leistungsschalters evakuiert ist , so dass in der Schaltkammer ein ( technisches ) Vakuum herrscht . Eine Vakuumschaltröhre ist unter anderem deshalb vorteilhaft , weil bei Trennungen der Kontaktelemente in der Schaltkammer keine
Gasentladungen zwischen den Kontaktelementen auftreten können und somit so genannte Schaltlichtbögen zwischen den Kontaktelementen reduziert werden .
Ein erfindungsgemäßer Leistungsschalter weist eine erfindungsgemäße elektrische Baugruppe auf .
Die Vorteile eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters ergeben sich aus den oben genannten Vorteilen einer erfindungsgemäßen elektrischen Baugruppe .
Bei einer Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters weist der Leistungsschalter ein Gehäuse auf , in dem die elektrische Baugruppe angeordnet ist .
Bei einer weiteren Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters ist das Gehäuse aus einem elektrisch leitenden Material , insbesondere aus einem metallischen Material , gefertigt . Alternativ ist das Gehäuse aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt .
Die vorgenannten Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters zielen im Fall eines Gehäuses aus einem elektrisch leitenden Material auf einen Leistungsschalter in Dead-Tank-Bauweise oder in gasisolierten Schaltanlagen und im Fall eines Gehäuses aus einem elektrisch isolierenden Material auf einen Leistungsschalter in Live-Tank-Bauweise mit einem Gehäuse für die Unterbrechereinheit .
Bei einer Weitergestaltung der vorgenannten Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters ist die elektrische Baugruppe an einer Gehäusewand des Gehäuses durch eine Stützeinheit , die aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt ist , abgestützt . Beispielsweise ist die elektrische Baugruppe mit der Stützeinheit durch eine Steckverbindung mechanisch verbunden, mittels derer ein elektrischer Anschluss der Unterbrechereinheit mit der Stützeinheit mechanisch verbunden ist .
Die vorgenannten Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters zielen insbesondere auf die oben bereits genannte Möglichkeit , nicht für elektrische Verbindungen genutzte Anschlüsse der Unterbrechereinheit zum mechanischen Fixieren der elektrischen Baugruppe in dem Gehäuse des Leistungsschalters zu nutzen .
Bei einer weiteren Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters weist der Leistungsschalter einen elektrischen Leiter auf , der mit einem elektrischen Anschluss der Unterbrechereinheit durch eine Steckverbindung elektrisch und mechanisch verbunden ist . Beispielsweise ist der elektrische Leiter in eine Feststof f isolation eingebettet , die aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt ist . Ferner kann der elektrische Leiter innerhalb des Gehäuses des Leistungsschalters angeordnet sein, sofern der Leistungsschalter ein Gehäuse für die Unterbrechereinheit aufweist .
Die vorgenannten Ausgestaltungen eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters zielen auf die ebenfalls oben bereits genannte elektrische und mechanische Verbindung der Unterbrechereinheit mit elektrischen Leitern des Leistungsschalters über Steckverbindungen, für die die elektrischen Anschlüsse der Unterbrechereinheit genutzt werden . Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein mit einem elektrischen Anschluss der Unterbrechereinheit verbundener Leiter in eine Feststof f isolation eingebettet ist . Dadurch kann der elektrische Leiter vorteilhaft beispielsweise gegenüber einem Gehäuse des Leistungsschalters abgeschirmt werden, insbesondere wenn das Gehäuse aus einem elektrisch leitenden Material gefertigt ist . Dadurch können insbesondere die Abstände elektrischer Leiter von einer Gehäusewand des Gehäuses verkleinert werden und die Größe des Gehäuses und damit auch die Größe des Leistungsschalters weiter reduziert werden .
Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise , wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung von Aus führungsbeispielen, die im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden . Dabei zeigen :
FIG 1 ein erstes Aus führungsbeispiel eines Leistungsschalters in einer Schnittdarstellung,
FIG 2 ein zweites Aus führungsbeispiel eines Leistungsschalters in einer Schnittdarstellung,
FIG 3 ein drittes Aus führungsbeispiel eines Leistungsschalters in einer Schnittdarstellung,
FIG 4 ein viertes Aus führungsbeispiel eines Leistungsschalters in einer Schnittdarstellung .
Einander entsprechende Teile sind in den Figuren mit denselben Bezugs zeichen versehen .
Figur 1 ( FIG 1 ) zeigt ein erstes Aus führungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters 1 in einer Schnittdarstellung . Der Leistungsschalter 1 umfasst eine erfindungsgemäße elektrische Baugruppe 2 , ein Gehäuse 3 , eine erste Stützeinheit 4 und eine zweite Stützeinheit 5 .
Das Gehäuse 3 umfasst einen im Wesentlichen hohl zylindrischen Rumpf abschnitt 6 und zwei von dem Rumpf abschnitt 6 hosenbeinartig abstehende Säulenabschnitte 7 , 8 . Das Gehäuse 3 ist aus einem elektrisch leitenden Material , beispielsweise aus einem metallischen Material , gefertigt und ist in dem Betrieb des Leistungsschalters 1 geerdet , das heißt liegt in dem Betrieb des Leistungsschalters 1 auf einem elektrischen Erdpotential . Die Stützeinheiten 4 , 5 sind an sich gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 3 j eweils innenseitig an einer Gehäusewand 9 des Gehäuses 3 angeordnet
und j eweils aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt .
Die elektrische Baugruppe 2 umfasst eine Unterbrechereinheit 10 , einen Feststof f isolator 11 und vier elektrische Anschlüsse 12 bis 15 . Die Unterbrechereinheit 10 einschließlich ihrer elektrischen Anschlüsse 12 bis 15 ist in den Feststof f isolator 11 eingebettet .
Die Unterbrechereinheit 10 weist eine Schaltkammer 16 und zwei in der Schaltkammer 16 angeordnete Kontaktelemente 17 , 18 auf , wobei die Kontaktelemente 17 , 18 zwischen einer ersten Schaltstellung, in der sie aneinander anliegen, und einer zweiten Schaltstellung, in der sie voneinander getrennt sind, relativ zueinander bewegbar sind . Beispielsweise weist die Unterbrechereinheit 10 eine Vakuumschaltröhre auf , deren Schaltkammer 16 im Betrieb des Leistungsschalters 1 evakuiert wird, so dass in ihr ein ( technisches ) Vakuum herrscht . Jedes Kontaktelement 17 , 18 der Unterbrechereinheit 10 ist mit zwei elektrischen Anschlüssen 12 bis 15 der Unterbrechereinheit 10 elektrisch verbunden .
Jeder elektrische Anschluss 12 bis 15 der Unterbrechereinheit 10 ist als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung und als ein Teil einer Kabelanschlussbaugruppe ausgebildet . Ein erster Anschluss 12 und ein zweiter Anschluss 13 sind auf einer ersten Seite der Schaltkammer 16 angeordnet . Dabei erstreckt sich der erste Anschluss 12 entlang einer Längsachse der Unterbrechereinheit 10 zu der ersten Stützeinheit 4 hin . Der zweite Anschluss 13 erstreckt sich senkrecht dazu zu einem ersten Säulenabschnitt 7 . Der erste Anschluss 12 ist mit der ersten Stützeinheit 4 mechanisch durch eine erste Steckverbindung 19 verbunden . Der zweite Anschluss 13 ist durch eine zweite Steckverbindung 20 elektrisch und mechanisch mit einem ersten elektrischen Leiter 23 verbunden, der sich durch den ersten Säulenabschnitt 7 zu einem dem Rumpf abschnitt 6 des Gehäuses 3 abgewandten Ende des ersten Säulenabschnitts 7 erstreckt und an diesem Ende durch eine
erste Durchführung 25 aus dem Gehäuse 3 herausgeführt ist . Der erste elektrische Leiter 23 ist ferner in eine erste Feststof f isolation 27 eingebettet .
Ein dritter Anschluss 14 und ein vierter Anschluss 15 sind auf einer der ersten Seite gegenüberliegenden zweiten Seite der Schaltkammer 16 angeordnet . Dabei erstreckt sich der dritte Anschluss 14 entlang einer Längsachse der Unterbrechereinheit 10 zu der zweiten Stützeinheit 5 hin . Der vierte Anschluss 15 erstreckt sich senkrecht dazu zu dem zweiten Säulenabschnitt 8 . Der dritte Anschluss 14 ist mit der zweiten Stützeinheit 5 durch eine dritte Steckverbindung 21 mechanisch verbunden . Der vierte Anschluss 15 ist durch eine vierte Steckverbindung 22 elektrisch und mechanisch mit einem zweiten elektrischen Leiter 24 verbunden, der sich durch den zweiten Säulenabschnitt 8 zu einem dem Rumpf abschnitt 6 des Gehäuses 3 abgewandten Ende des zweiten Säulenabschnitts 8 erstreckt und an diesem Ende durch eine zweite Durchführung 26 aus dem Gehäuse 3 herausgeführt ist . Der zweite elektrische Leiter 24 ist ferner in eine zweite Feststof f isolation 28 eingebettet .
Der Feststof f isolator 11 ist zumindest überwiegend aus einem elektrisch isolierenden I solatormaterial gefertigt , beispielsweise aus einem Silikon oder Epoxidharz . In das Isolatormaterial des Feststof f isolators 11 können außerdem elektrisch leitfähige Zusätze zur Feldsteuerung eines elektrischen Feldes in dem Gehäuse 3 eingebettet sein . Beispielsweise können in das I solatormaterial des Feststof f isolators 11 als Zusätze Mikrovaristoren und/oder Rußpartikel eingebettet sein . Die Zusätze sind beispielsweise in Bereichen des Feststof f isolators 11 angeordnet , in denen der Feststof f isolator 11 an die Unterbrechereinheit 10 grenzt , und/oder in Bereichen des Feststof f isolators 11 , in deren Nähe j eweils ein elektrischer Leiter 23 , 24 verläuft . Der Feststof f isolator 11 weist außenseitig Rippen 29 auf , die
j eweils ringförmig um eine Längsachse des Feststof f isolators 11 herum verlaufen .
Figur 2 ( FIG 2 ) zeigt ein zweites Aus führungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters 1 in einer Schnittdarstellung . Dieses Aus führungsbeispiel unterscheidet sich von dem in Figur 1 gezeigten Aus führungsbeispiel im Wesentlichen lediglich durch die Anordnung der Stützeinheiten 4 , 5 in dem Gehäuse 3 und die Anordnung des ersten elektrischen Anschlusses 12 und des dritten elektrischen Anschlusses 14 der Unterbrechereinheit 10 . Die erste Stützeinheit 4 ist bei diesem Aus führungsbeispiel an der Gehäusewand 9 gegenüber dem ersten Säulenabschnitt 7 angeordnet . Die zweite Stützeinheit 5 ist bei diesem Aus führungsbeispiel an der Gehäusewand 9 gegenüber dem zweiten Säulenabschnitt 8 angeordnet . Dementsprechend verlaufen der erste elektrische Anschluss 12 und der dritte elektrische Anschluss 14 nicht entlang der Längsachse der Unterbrechereinheit 10 , sondern senkrecht dazu zu j eweils einer der Stützeinheiten 4 , 5 . Wiederum ist der erste Anschluss 12 mit der ersten Stützeinheit 4 durch eine Steckverbindung 19 mechanisch verbunden und der dritte Anschluss 14 ist mit der zweiten Stützeinheit 5 durch eine Steckverbindung 21 mechanisch verbunden .
Figur 3 ( FIG 3 ) zeigt ein drittes Aus führungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters 1 in einer Schnittdarstellung . Dieses Aus führungsbeispiel unterscheidet sich von dem in Figur 1 gezeigten Aus führungsbeispiel dadurch, dass der elektrische Anschluss 12 und der elektrische Anschluss 14 der Unterbrechereinheit 10 entfallen, so dass die Unterbrechereinheit 10 nur die elektrischen Anschlüsse 13 und 15 aufweist . Diese sind wiederum j eweils durch eine Steckverbindung 20 , 22 mit einem der Leiter 23 und 24 mechanisch und elektrisch verbunden . Ein weiterer Unterschied zu dem in Figur 1 gezeigten Aus führungsbeispiel besteht darin, dass die elektrische Baugruppe 2 in diesem Fall in dem Gehäuse 3 durch zwei
Aufhängungen 30, 31, die jeweils aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt sind, aufgehängt ist, wobei die Aufhängungen 30, 31 jeweils mit dem Feststoff isolator 11 der Baugruppe 2 verbunden sind.
Figur 4 (FIG 4) zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Leistungsschalters 1 in einer Schnittdarstellung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Leistungsschalter 1 in der sogenannten Live-Tank-Bauweise ausgeführt, wobei der Leistungsschalter 1 kein elektrisch leitendes Gehäuse 3 aufweist. Wiederum weist der Leistungsschalter 1 jedoch eine elektrische Baugruppe 2 auf, die wie bei dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ausgeführt ist. Die Baugruppe 2 ist nicht in einem Gehäuse angeordnet, sondern auf einem Stützer 32, beispielsweise für einen Freilufteinsatz des Leistungsschalters 1. Die elektrischen Anschlüsse 12 bis 15 werden hier verwendet, um die Unterbrechereinheit 10 mit elektrischen Hochspannungsanschlussfahnen 33, 34 zu verbinden. Auch dabei ist die Verbindung einer Hochspannungsanschlussfahne 33, 34 mit einem der Anschlüsse 12 bis 15 eine Steckverbindung 20, 21. Dadurch, dass die elektrische Baugruppe 2 vier Anschlüsse 12 bis 15 aufweist, können verschiedene Anschlusskonfigurationen realisiert werden.
Obwohl die Erfindung im Detail durch bevorzugte Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
Claims
1. Elektrische Baugruppe (2) für einen Leistungsschalter (1) , die Baugruppe (2) umfassend
- eine Unterbrechereinheit (10) mit wenigstens zwei elektrischen Anschlüssen (12 bis 15) , die jeweils als ein Stecker oder eine Buchse einer Steckverbindung (19 bis 22) ausgebildet sind, und
- einen Feststoff isolator (11) , in den die Unterbrechereinheit (10) einschließlich der elektrischen Anschlüsse (12 bis 15) eingebettet ist.
2. Elektrische Baugruppe (2) nach Anspruch 1, wobei die Unterbrechereinheit (10) eine Schaltkammer (16) und zwei in der Schaltkammer (16) angeordnete Kontaktelemente (17, 18) aufweist, wobei die Kontaktelemente (17, 18) zwischen einer ersten Schaltstellung, in der sie aneinander anliegen, und einer zweiten Schaltstellung, in der sie voneinander getrennt sind, relativ zueinander bewegbar sind, und wobei jedes Kontaktelement (17, 18) mit einem elektrischen Anschluss (12 bis 15) der Unterbrechereinheit (10) elektrisch verbunden ist .
3. Elektrische Baugruppe (2) nach Anspruch 1 oder 2, wobei jeder elektrische Anschluss (12 bis 15) der Unterbrechereinheit (10) als ein Teil einer Kabelanschlussbaugruppe ausgebildet ist.
4. Elektrische Baugruppe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Feststoff isolator (11) wenigstens überwiegend aus einem Silikon oder Epoxidharz gefertigt ist.
5. Elektrische Baugruppe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Feststoff isolator (11) außenseitig Rippen (29) aufweist, die jeweils ringförmig um eine Längsachse des Feststoff isolators (11) herum verlaufen.
6. Elektrische Baugruppe (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Unterbrechereinheit (10) eine Vakuumschaltröhre aufweist.
7. Leistungsschalter (1) mit einer gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildeten elektrischen Baugruppe ( 2 ) .
8. Leistungsschalter (1) nach Anspruch 7 mit einem Gehäuse (3) , in dem die elektrische Baugruppe (2) angeordnet ist .
9. Leistungsschalter (1) nach Anspruch 8, wobei das Gehäuse (3) aus einem elektrisch leitenden Material, insbesondere aus einem metallischen Material, gefertigt ist.
10. Leistungsschalter (1) nach Anspruch 8, wobei das Gehäuse (3) aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt ist.
11. Leistungsschalter (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die elektrische Baugruppe (2) an einer Gehäusewand (9) des Gehäuses (3) durch eine Stützeinheit (4, 5) , die aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt ist, abgestützt ist.
12. Leistungsschalter (1) nach Anspruch 11, wobei die elektrische Baugruppe (2) mit der Stützeinheit (4, 5) durch eine Steckverbindung (19 bis 22) mechanisch verbunden ist, mittels derer ein elektrischer Anschluss (12 bis 15) der Unterbrechereinheit (10) mit der Stützeinheit (4, 5) mechanisch verbunden ist.
13. Leistungsschalter (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12 mit einem elektrischen Leiter (23, 24, 33, 34) , der mit einem elektrischen Anschluss (12 bis 15) der Unterbrechereinheit (10) durch eine Steckverbindung (19 bis 22) elektrisch und mechanisch verbunden ist.
14. Leistungsschalter (1) nach Anspruch 13, wobei der elektrische Leiter (23, 24) in eine Feststoff isolation (27, 28) die aus einem elektrisch isolierenden Material gefertigt ist, eingebettet ist.
15. Leistungsschalter (1) nach einem der Ansprüche 8 bis 12 und einem der Ansprüche 13 oder 14, wobei der elektrische Leiter (23, 24) innerhalb des Gehäuses (3) angeordnet ist.
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