EP4747828A1 - Lagerregal, anordnung mit einem lagerregal und verfahren zum verwalten des inhalts eines lagerregals - Google Patents

Lagerregal, anordnung mit einem lagerregal und verfahren zum verwalten des inhalts eines lagerregals

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EP4747828A1
EP4747828A1 EP23748731.9A EP23748731A EP4747828A1 EP 4747828 A1 EP4747828 A1 EP 4747828A1 EP 23748731 A EP23748731 A EP 23748731A EP 4747828 A1 EP4747828 A1 EP 4747828A1
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EP
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EP23748731.9A
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Dr. Adrien MARQUETTE
Louisa Aschoff
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Adolf Wuerth GmbH and Co KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Lagerregal mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln, bei dem jedem Lagerplatz eine Identifikationseinrichtung zugeordnet ist, wobei die Identifikationseinrichtung so ausgebildet und angeordnet ist, um beim Einlegen des Artikels in den Lagerplatz, beim Entnehmen des Artikels aus dem Lagerplatz und/oder nach Positionieren des Artikels in dem Lagerplatz den Artikel zu identifizieren, wobei eine Recheneinheit vorgesehen ist, insbesondere eine stationäre oder mobile Recheneinheit, wobei die Recheneinheit ausgebildet ist, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, auf Basis von Informationen von der Identifikationseinrichtung Informationen über eine aktuelle Lagerbelegung zu erstellen, nämlich an welchem Lagerplatz welcher Artikel in welcher Menge eingelagert ist, wobei in der Recheneinheit ein Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert ist oder die Recheneinheit auf einen abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplan zugreifen kann und die Recheneinheit, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, einen Soll-Ist-Vergleich zwischen dem Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung zu erstellen.

Description

Lagerregal, Anordnung mit einem Lagerregal und Verfahren zum Verwalten des Inhalts eines Lagerregals
Die Erfindung betrifft ein Lagerregal mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln. Die Erfindung betrifft auch eine Anordnung mit einem Lagerregal. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Verwalten des Inhalts eines Lagerregals.
Lagerregale mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln dienen beispielsweise in Handwerksbetrieben dazu, Schrauben, Muttern und Kleinteile, allgemein Artikel, zu lagern und in übersichtlicher Weise und leicht entnehmbar anzuordnen. Beispielsweise nimmt ein Werker vor seinem Arbeitseinsatz eine Schachtel mit Schrauben aus dem Regal. Dies passiert in der Regel morgens bei Arbeitsbeginn. Legt der Werker dann am
Abend gegebenenfalls nicht verbrauchte Schrauben bzw. Schachteln mit Schrauben in das Regal zurück, allgemein Artikel, so ist der Werker am Abend in der Regel in großer Eile, da er seinen Feierabend beginnen will. Es ist daher zu beobachten, dass das Einlegen von Artikeln bzw. von Verpackungen mit Artikeln in ein Lagerregal teilweise äußerst nachlässig erfolgt. Dies führt in der Konsequenz dazu, dass der Inhalt des Lagerregals nicht mehr geordnet ist. Wenn dann ein bestimmter Artikel, beispielsweise eine bestimmte Schraube, gesucht wird, ist dies äußerst zeitaufwändig, da im schlimmsten Fall das komplette Regal durchsucht werden muss. Am Beispiel eines Handwerksbetriebs überwacht beispielsweise ein Meister den Inhalt des Lagerregals. Unterstützt werden kann er beispielsweise von einem Vertriebsmann bzw. Verkäufer, der den Inhalt des Lagerregals regelmäßig prüft und dafür sorgt, dass von allen
Artikeln stets eine ausreichende Anzahl vorhanden ist. Sollen neue Artikel in das Lagerregal aufgenommen werden, erfolgt dies in der Regel in Absprache mit dem Meister.
Mit der Erfindung sollen ein Lagerregal, eine Anordnung mit einem Lagerregal und ein Verfahren zum Verwalten des Inhalts eines Lagerregals verbessert werden. Erfindungsgemäß ist hierzu ein Lagerregal mit den Merkmalen von Anspruch 1 , eine Anordnung mit den Merkmalen von Anspruch 8 bzw. ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 16 vorgesehen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den jeweiligen Unteransprüchen genannt.
Erfindungsgemäß ist ein Lagerregal mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln vorgesehen, bei dem jedem Lagerplatz eine Identifikationseinrichtung zugeordnet ist, wobei die Identifikationseinrichtung so ausgebildet und angeordnet ist, um beim Einlegen des Artikels in den Lagerplatz, beim Entnehmen des Artikels aus dem Lagerplatz und/oder nach Positionieren des Artikels in dem Lagerplatz den Artikel zu identifizieren, wobei eine Recheneinheit vorgesehen ist, insbesondere eine stationäre oder mobile Recheneinheit, wobei die Recheneinheit ausgebildet ist, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, auf Basis von Informationen von der Identifikationseinrichtung Informationen über eine aktuelle Lagerbelegung zu erstellen, nämlich an welchem Lagerplatz welcher Artikel in welcher Menge eingelagert ist, wobei in der Recheneinheit ein Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert ist oder die Recheneinheit auf einen abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplan zugreifen kann und die Recheneinheit, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, einen Soll-Ist-Vergleich zwischen dem Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung zu erstellen.
Die Soll-Lagerbelegung kann dabei nicht nur den Lagerplatz für einen bestimmten Artikel, sondern auch eine Soll-Anzahl für einen bestimmten Artikel enthalten. Indem die Recheneinheit einen Soll-Ist-Vergleich durchführen kann, kann ein Bediener sofort feststellen, wo in dem Lagerregal welche Artikel möglicherweise falsch eingeordnet sind. Es ist dabei festzuhalten, dass bei vollautomatischen Lagerregalen ein solcher Soll-Ist-Vergleich an und für sich nicht benötigt wird, da es völlig genügt, wenn der Lagerverwaltungsrechner den Ort eines eingelagerten Artikels kennt. Bei Lagerregalen mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln ist ein Soll-Ist-Vergleich aber äußerst vorteilhaft, da zum einen aufgrund des manuellen Einlegens und Entnehmens von Artikeln mit Fehlbelegungen gerechnet werden muss und da auf diese Weise falsch eingeordnete Artikel leicht aufgefunden werden können, entweder um diese dann zu entnehmen oder um diese korrekt einzusortieren. Im speziellen Fall eines Lagerregals mit mehreren Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln bietet die Möglichkeit, einen Soll-Ist-Vergleich zwischen einem Soll- Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung durchzuführen, daher überraschende Vorteile, die das Benutzen des Lagerregals sowie auch dessen Instandhaltung oder Pflege, also das Aufrechterhalten einer vorgegebenen Ordnung in dem Lagerregal und/oder das Aufrechterhalten einer Soll-Lagerbelegung, erheblich erleichtern. Die Recheneinheit kann als stationäre oder mobile Recheneinheit ausgebildet sein und beispielsweise als Smartphone, Tablet, Notebook oder dergleichen realisiert sein. Im Rahmen der Erfindung liegt auch der Einsatz einer Recheneinheit in einer Cloud, mit anderen Worten eine Recheneinheit in Form einer internetbasierten Anwendung. Im Rahmen der Erfindung ist auch die Trennung von Daten und Software vorgesehen, dass also beispielsweise auf einer mobilen Recheneinheit eine Software abläuft, die auf Daten in einem Netz, beispielsweise einem Intranet oder dem Internet, zugreift. Im Falle einer stationären Recheneinheit kann ebenfalls auf Daten in einem Netz zugegriffen werden oder die Daten können auch lokal in einem Speicher der Recheneinheit abgelegt sein. Wenn sich das Lagerregal in einem Fahrzeug befindet, kann entweder eine fahrzeugstationäre Recheneinheit vorgesehen sein, in der auch die Daten abgelegt sind, um unabhängig von einer Mobilfunkabdeckung arbeiten zu können.
Alternativ oder zusätzlich kann mit einem Smartphone als mobiler Recheneinheit, einschließlich Zugriff auf Daten über eine Mobilfunkverbindung, gearbeitet werden.
Eine auf der Recheneinheit ausgeführte Lagerverwaltungssoftware kann in Form einer einfachen Tabelle ausgeführt sein, kann aber auch den Zugriff auf eine Datenbank ermöglichen. Die Trennung von Software und Daten ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen.
Neben Informationen über eine aktuelle Lagerbelegung, also unter anderem in welcher Menge ein bestimmter Artikel im Lagerregal vorhanden ist, kann die Lagerverwaltungssoftware auch weitere Informationen über den Artikel enthalten, beispielsweise ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Beispielsweise arbeiten sogenannte Chemiedübel oder Injektionsdübel mit Harz und Härter und weisen ein Ablaufdatum auf. Kurz vor dem Ende des Ablaufdatums kann die Lagerverwaltungssoftware zum Verbrauch des Artikels auffordern oder beispielsweise auch dessen Preis senken. Ist das Ablaufdatum überschritten, kann die Recheneinheit bzw. die Lagerverwaltungssoftware zum Aussortieren des Artikels auffordern. Selbstverständlich können weitere Daten zu den einzelnen Artikeln vorgehalten werden, beispielsweise Verarbeitungshinweise und dergleichen.
Das Lagerregal und/oder die Recheneinheit können in einem Fahrzeug, beispielsweise in einem Servicefahrzeug eines Handwerkers, angeordnet sein. Solche Lagerregale können eine beachtliche Größe haben und eine Vielzahl von Artikeln enthalten, so dass das erfindungsgemäße Lagerregal erhebliche Vorteile bietet. In Weiterbildung der Erfindung weist die Identifikationseinrichtung eine am Lagerplatz angeordnete RFID-Leseeinrichtung auf.
Jeder Artikel, beispielsweise jede Verpackung, sollte in diesem Fall einen RFID-Chip mit einer eineindeutigen Kennzeichnung aufweisen. Beim Abfragen des RFID-Chips mittels der RFID- Leseeinrichtung gibt der RFID-Chip diese eineindeutige Kennzeichnung aus und diese Kennzeichnung kann dann einem Datensatz zugeordnet werden, der den Artikel oder die Kleinteile innerhalb einer Verpackung beschreibt. Da die RFID-Leseeinrichtung an einem definierten Lagerplatz angeordnet ist, trifft die Recheneinheit eine Zuordnung, zu welchem Lagerplatz die RFID-Leseeinrichtung gehört. Beim Identifizieren eines Artikels durch eine bestimmte RFID-Leseeinheit ist der Recheneinheit damit nicht nur der Artikel, sondern auch der Lagerplatz im Lagerregal dieses Artikels bekannt.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Identifikationseinrichtung eine am Lagerplatz angeordnete Leseeinrichtung zum Lesen eines Codes auf dem Artikel auf. Eine solche Leseeinrichtung kann beispielsweise eine Kamera oder auch einen Barcode-Leser aufweisen. Auch auf diese Weise kann ein Artikel im Lagerregal identifiziert werden. Jede Leseeinrichtung ist dabei einem bestimmten Lagerplatz zugeordnet, so dass also die Recheneinheit eine Zuordnung treffen kann, von welcher Leseeinheit ein Signal erhalten wurde. Mittels der Recheneinheit ist dadurch bekannt, welcher Artikel an welchem Lagerplatz im Lagerregal abgelegt ist.
In Weiterbildung der Erfindung ist jedem Lagerplatz eine elektronische Anzeigevorrichtung zugordnet.
Mittels einer solchen elektronischen Anzeigevorrichtung kann beispielsweise der an dem Lagerplatz eingeordnete Artikel angezeigt werden, im Falle von Schrauben beispielsweise Typ, Durchmesser und Länge. Die Anzeige kann auch in Form einer Abbildung oder Symboldarstellung des Artikels erfolgen. Darüber hinaus kann beispielsweise auch die Anzahl der an dem Lagerplatz befindlichen Artikel angezeigt werden. Beim Entnehmen eines Artikels kann mittels der Recheneinheit die Anzeige der Anzahl der Artikel automatisch verringert werden, beim Einlegen eines Artikels kann die Anzahl, die auf der elektronischen Anzeigevorrichtung angezeigt wird, erhöht werden. Beim Einlegen eines falschen Artikels kann es beispielsweise eine Warnmeldung geben oder die Anzeigevorrichtung kann in einer Signalfarbe aufleuchten. Wird ein bestimmter Artikel gesucht, so kann die Recheneinheit beispielsweise auch veranlassen, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ablaufenden Software, dass an dem Lagerplatz, an dem sich der gesuchte Artikel befindet, die Anzeigeeinheit in einer Signalfarbe aufleuchtet. Die Steuerung der elektronischen Anzeigevorrichtung erfolgt durch die Recheneinheit, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware.
In Weiterbildung der Erfindung weist die Identifikationseinrichtung wenigstens eine am Lagerplatz angeordnete Kamera zum Erfassen wenigstens einer Abbildung des Artikels und eine elektronische Bildverarbeitungseinheit zum Verarbeiten der Abbildung und zum Identifizieren des Artikels auf. Auch mittels elektronischer Bildverarbeitung kann ein Artikel, beispielsweise eine Verpackung mit mehreren Artikeln, identifiziert werden. Beispielsweise kann eine Verpackung oder ein Artikel mittels der Kamera aufgenommen werden und dann eine Abbildung der Verpackung oder des Artikels erstellt werden. Ein Code oder eine Beschreibung oder ein Symbol auf der Verpackung oder auch der Artikel selbst können dann mittels elektronischer Bildverarbeitung der Abbildung erkannt werden, wodurch der Artikel identifiziert werden kann. Ein Code kann ein Strichcode, QR-Code, Buchstabencode und/oder Zahlencode sein.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet, bei Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan eine aktuelle Lagerbelegung als neuen Soll-Lagerbelegungsplan zu übernehmen, wobei das Übernehmen von einem Benutzer quittiert werden muss.
Auf diese Weise kann die Lagerbelegung dynamisch angepasst werden, beispielsweise dann, wenn sich die abzuarbeitenden Projekte ändern und infolgedessen andere Artikel benötigt werden, um diese Projekte bearbeiten zu können. Beispielsweise müssen für die Errichtung einer tragenden Holzkonstruktion andere Schrauben bereitgestellt werden als für die Erstellung eines dekorativen Innenausbaus. Bei dem erfindungsgemäßen Lagerregal kann die Lagerbelegung entsprechend geändert werden. Beispielsweise ist es auch möglich, lediglich die Lagerplätze von Artikeln zu tauschen, so dass also besonders häufig benötigte Artikel unmittelbar in Griffhöhe angeordnet werden. Eine dadurch verursachte Änderung des Soll- Lagerbelegungsplans kann in einfacher Weise durch Quittieren einer aktuellen Lagerbelegung als neuer Soll-Lagerbelegungsplan übernommen werden.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet, unterschiedliche Berechtigungen für unterschiedliche Benutzer zum Anzeigen und Quittieren einzurichten. Beispielsweise sind unterschiedliche Berechtigungen dahingehend sinnvoll, dass ein Werker, der beispielsweise morgens Artikel auf seine Baustelle mitnimmt, lediglich Lagerorte für bestimmte Artikel im Lagerregal ermitteln kann. Ein Meister oder ein Lagerverwalter kann hingegen auch die Lagerbelegung ändern und infolgedessen den Soll-Lagerbelegungsplan ändern. Ein Verkäufer, der für die Bestückung und Auffüllung sowie auch die Pflege des Lagerregals verantwortlich ist, kann beispielsweise ebenfalls den Soll-Lagerbelegungsplan ändern, eventuell ist hierzu aber neben der Quittierung des Verkäufers auch noch die Quittierung des Lagerverwalters oder Meisters erforderlich. Mit der Erfindung ist dadurch der individuell angepasste Betrieb eines Lagerregals zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln realisierbar.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch eine Anordnung mit einem erfindungsgemäßen Lagerregal und wenigstens einer mobilen Anzeige- und/oder Recheneinheit gelöst, insbesondere einem Smartphone, bei der das Ergebnis des Soll-Ist-
Vergleichs der Recheneinheit an der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt werden kann.
Auf diese Weise kann ein Bediener mittels der mobilen Anzeige- und/oder Recheneinheit, insbesondere mittels seines Smartphones, auf dem eine geeignete Software installiert ist, sofort erkennen, an welchem Lagerplatz sich falsch eingeordnete Artikel befinden und/oder an welchem Lagerplatz sich zu wenige Artikel befinden. Die Pflege bzw. Instandhaltung des Lagerregals für einen Verkäufer ist dadurch erheblich erleichtert. Auch ein Lagerverwalter oder Meister kann auf diese Weise sehr schnell erkennen, ob das Lagerregal für die kommenden Arbeitstage ausreichend gefüllt ist oder ob das Lagerregal nachgefüllt werden muss. In Weiterbildung der Erfindung wird bei Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan für falsch eingeordnete Artikel ein korrekter, dem Soll-Lagerbelegungsplan entsprechender Lagerplatz für diese Artikel in der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt.
Mittels der mobilen Anzeige- und Recheneinheit wird also nicht nur angezeigt, auf welchem Lagerplatz sich falsch eingeordnete Artikel befinden, sondern es kann auch noch angezeigt werden, wo der korrekte, dem Soll-Lagerbelegungsplan entsprechende Lagerplatz liegt. Eine solche Anzeige kann entweder über die Nummer des Lagerplatzes erfolgen oder auch in Form eines Bilds oder einer grafischen Darstellung des Lagerregals. Wenn das Lagerregal an jedem Lagerplatz mit einer elektronischen Anzeigevorrichtung ausgerüstet ist, kann beispielsweise auch die elektronische Anzeigevorrichtung am korrekten Lagerplatz aufleuchten. Beispielsweise leuchtet die elektronische Anzeigevorrichtung am aktuellen Lagerplatz des falsch eingeordneten
Artikels in einer ersten Signalfarbe auf und die elektronische Anzeigevorrichtung am korrekten Lagerplatz leuchtet in einer zweiten Signalfarbe auf.
In Weiterbildung der Erfindung kann bei Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan eine aktuelle Lagerbelegung als neuer Soll-Lagerbelegungsplan mittels der mobilen Anzeige- und Recheneinheit quittiert werden. Auf diese Weise kann das Lagerregal bei Bedarf umsortiert werden, beispielweise um häufig benötigte Artikel in bequemer Griffhöhe anzuordnen.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet, unterschiedliche Berechtigungen zum Anzeigen und Quittieren einzurichten.
In Weiterbildung der Erfindung kann mittels der mobilen Anzeige- und Recheneinheit eine Artikelsuche im Lagerregal durchgeführt werden, so dass die mobile Anzeige- und Recheneinheit den aktuellen Lagerplatz des gesuchten Produkts anzeigt.
Auf diese Weise kann jeder Werker, beispielsweise mittels seines Smartphones und einer auf dem Smartphone installierten Software, in einfacher Weise einen gesuchten Artikel im Lagerregal auffinden.
In Weiterbildung der Erfindung wird der aktuelle Lagerplatz auf einem Display der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt und/oder jedem Lagerplatz ist eine am Lagerregal angeordnete Anzeigevorrichtung zugeordnet, wobei der aktuelle Lagerplatz mittels der zugeordneten Anzeigevorrichtung angezeigt wird.
In Weiterbildung der Erfindung ist mittels der Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ein Lagerbestand entsprechend einer Anzahl eines bestimmten Artikels an einem Lagerplatz und/oder im gesamten Lagerregal feststellbar, wobei insbesondere die mobile Anzeige- und Recheneinheit die aktuelle Anzahl eines bestimmten Artikels an einem Lagerplatz und/oder im gesamten Lagerregal anzeigt.
Auf diese Weise kann beispielsweise ein Verkäufer feststellen, ob an einem bestimmten Lagerplatz eine ausreichende Anzahl an Artikeln vorhanden ist und ob möglicherweise an weiteren, anderen Lagerplätzen ebenfalls sich solche, dann falsch einsortierte, Artikel befinden. Basierend hierauf kann die Entscheidung getroffen werden, ob die falsch einsortierten Artikel lediglich umsortiert werden müssen oder ob Artikel nachbestellt werden müssen. Auch ein Lagerverwalter oder Meister kann auf diese Weise feststellen, ob sich noch genügend der benötigten Artikel im Lagerregal befinden.
In Weiterbildung der Erfindung ist die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet, eine dynamische Lagerverwaltung zu ermöglichen, wobei insbesondere bei einer Änderung eines Lagerplatzes eines oder mehrerer Artikel der Soll-Lagerbelegungsplan automatisch geändert wird.
Auf diese Weise kann das Lagerregal an sich gegebenenfalls ändernde Anforderungen in sehr einfacher Weise angepasst werden. Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zum Verwalten des Inhalts eines Lagerregals gelöst, mit den Schritten automatisches Identifizieren eines in einen Lagerplatz des Lagerregals von einem Bediener manuell eingelegten oder manuell entnommenen Artikels mittels einer Identifikationseinrichtung, wobei das Identifizieren des Artikels beim Einlegen des Artikels in den Lagerplatz, beim Entnehmen des Artikels aus dem Lagerplatz und/oder nach dem Positionieren des Artikels in dem Lagerplatz erfolgt, Übergeben eines Datensatzes zu dem entnommenen oder eingelegten Artikel an eine Recheneinheit, insbesondere eine stationäre oder mobile Recheneinheit, wobei der Datensatz eine Identifikation des Artikels, Informationen, ob der Artikel eingelegt oder entnommen wurde, und Informationen zum Identifizieren des Lagerplatzes enthält, und Bestimmen einer aktuellen Lagerbelegung des Lagerregals mittels der Recheneinheit sowie Durchführen eines Soll-Ist- Vergleichs der Lagerbelegung anhand eines in der Recheneinheit abgelegten Soll- Lagerbelegungsplans oder anhand eines abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplans, auf den die Recheneinheit zugreifen kann.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es dadurch bei einem Lagerregal zum manuellen Einlegen und manuellen Entnehmen von Artikeln möglich, die Lagerbelegung bzw. den Lagerbestand elektronisch zu verwalten. Dadurch können die Vorteile eines Lagerregals zum manuellen Einlegen und manuellen Entnehmen von Artikeln und einer elektronischen Lagerverwaltung kombiniert werden. Vor allem aber kann mit dem erfindungsgemäßen Verfahren festgestellt werden, ob sich sämtliche Artikel in dem Lagerregal an dem vorgesehenen Lagerplatz befinden oder ob Abweichungen zwischen einem Soll- Lagerbelegungsplan und einer aktuellen Lagerbelegung vorhanden sind. Die Pflege bzw. Instandhaltung des Lagerregals wird dadurch erheblich erleichtert und insbesondere ist es schnell und mit wenig Aufwand möglich, gegebenenfalls falsch einsortierte Artikel in dem Lagerregal auf die korrekten Lagerplätze zu legen. In Weiterbildung der Erfindung ist das Übernehmen einer aktuellen Lagerbelegung als Soll- Lagerbelegungsplan mittels Quittierens durch einen Benutzer vorgesehen. Auf diese Weise kann der Soll-Lagerbelegungsplan in sehr einfacher Weise geändert werden. Dies kann beispielsweise beim Ersetzen von Artikeln durch weiterentwickelte Artikel, beim Anpassen des Inhalts des Lagerregals auf abzuarbeitende Projekte oder auch beim einfachen Erhöhen oder Erniedrigen der Soll-Anzahl von Artikeln an einem bestimmten Lagerplatz erfolgen.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Prüfen einer Berechtigung eines Benutzers vor dem Akzeptieren des Quittierens vorgesehen.
Vorteilhafterweise kann nicht jeder Benutzer den Soll-Lagerbelegungsplan ändern. Dies ist beispielsweise lediglich dem Lagerverwalter oder Meister und gegebenenfalls einem Verkäufer, eventuell in Absprache mit dem Lagerverwalter oder Meister, vorbehalten. Ein Werker, der lediglich Artikel aus dem Lagerregal entnimmt und nicht benötigte Artikel wieder zurücklegt, soll in der Regel aber keine Berechtigung haben, den Soll-Lagerbelegungsplan zu ändern.
In Weiterbildung der Erfindung werden durch die Recheneinheit Informationen bereitgestellt, auf welchem Lagerplatz sich ein bestimmter Artikel befindet. Auf diese Weise kann dann, wenn ein bestimmter Artikel gesucht wird, durch eine elektronische Abfrage in einfacher Weise festgestellt werden, wo sich der Artikel, beispielsweise eine Verpackung mit mehreren Kleinteilen, befindet. Das versehentliche oder schlampige Ablegen von Artikeln an einem falschen Lagerort führt infolgedessen nicht mehr dazu, dass ein bestimmter Artikel im gesamten Lagerregal gesucht werden muss. Dies führt zu einer erheblichen Zeitersparnis und kann große Verärgerung bei den Benutzern des Lagerregals verhindern.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Bestimmen eines Nachfüllbedarfs des Lagerregals vorgesehen.
Da die Recheneinheit die aktuelle Lagerbelegung kennt, kann ein Nachfüllbedarf bestimmt werden. Beispielsweise kann immer dann ein Nachfüllbedarf erkannt werden, wenn lediglich noch zwei Stück eines speziellen Artikels vorhanden sind.
In Weiterbildung der Erfindung wird beim Bestimmen des Nachfüllbedarfs für wenigstens einen Artikel die Anzahl der entnommenen Artikel während eines vordefinierten Zeitraums berücksichtigt. Beispielsweise kann über einen Zeitraum von einer Woche die Anzahl der entnommenen Artikel berücksichtigt werden. Wenn dann nur noch diese Anzahl oder eine kleinere Anzahl im Lagerregal vorhanden ist, wird ein Nachfüllbedarf erkannt.
In Weiterbildung der Erfindung ist das automatische Bestellen des ermittelten Nachfüllbedarfs vorgesehen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass immer ein ausreichender Bestand an benötigten Artikeln vorhanden ist.
In Weiterbildung der Erfindung ist das Identifizieren des Artikels mittels der Abfrage eines RFID- Chips am oder im Artikel, mittels Lesen eines Codes am Artikel oder auf einer Verpackung des Artikels und/oder mittels Erfassen wenigstens einer Abbildung des Artikels oder der Verpackung des Artikels durch wenigstens eine Kamera und eine nachfolgende elektronische Bildverarbeitung der Abbildung vorgesehen.
Mittels RFID-Chips, mittels Lesen eines Codes, beispielsweise eines Strichcodes oder eines QR-Codes, oder auch einer im Klartext geschriebenen Bezeichnung, oder mittels Kameras und elektronischer Bildverarbeitung, kann ein Artikel sicher identifiziert werden, auch dann, wenn der Artikel sehr rasch und manuell in das Lagerregal eingelegt oder aus dem Lagerregal entnommen wird. RFID-Chips können hier besonders vorteilhaft sein, da das Abfragen eines RFID-Chips während des Einlegens oder Entnehmens oder auch erst nach dem Positionieren auf dem Lagerplatz erfolgen kann. Das Auslesen eines RFID-Chips erfolgt mittels Funkwellen und ist dadurch auch vergleichsweise unabhängig von der Lage des Artikels in dem Lagerplatz. Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den Zeichnungen. Einzelmerkmale der unterschiedlichen dargestellten und/oder beschriebenen Ausführungsformen lassen sich dabei in beliebiger Weise miteinander kombinieren, ohne den Rahmen der Erfindung zu überschreiten. Dies gilt auch für die Kombination von Einzelmerkmalen ohne weitere Einzelmerkmale, mit denen sie im Zusammenhang dargestellt sind. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Lagerregals gemäß einer ersten Ausführungsform und
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Lagerregals gemäß einer zweiten Ausführungsform. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Lagerregals 10 mit mehreren Lagerplätzen 12, 14, 16. In Fig. 1 sind beispielhaft lediglich drei Lagerplätze oder Regalfächer dargestellt. Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung wesentlich mehr oder auch weniger Lagerplätze 12, 14, 16 vorhanden sein. Das Lagerregal 10 ist zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b vorgesehen. Als Artikel werden im Rahmen der Erfindung allgemein Produkte, Bauteile, Kleinteile, zum Beispiel Schrauben, Muttern oder Dübel, sowie Verpackungen mit mehreren Produkten, Bauteilen oder Kleinteilen bezeichnet. Dies soll in Fig. 1 dadurch dargestellt werden, dass ein Bediener 24, beispielsweise ein Werker, einen Artikel 18b in der Hand hält. Der Bediener 24 kann den Artikel 18b manuell in einen der Lagerplätze 12, 14, 16 des Lagerregals 10 einlegen. Der Bediener 24 kann auch einen oder mehrere der Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b aus einem jeweiligen Lagerplatz 12, 14, 16 des Lagerregals 10 entnehmen.
Das Lagerregal 10 ist an jedem der Lagerplätze 12, 14, 16 mit einer Identifikationseinrichtung 26a, 26b, 26c versehen. Die Identifikationseinrichtung 26a ist dem Lagerplatz 12 zugeordnet, die Identifikationseinrichtung 26b ist dem Lagerplatz 14 zugeordnet und die Identifikationseinrichtung 26c ist dem Lagerplatz 16 zugeordnet.
Die Identifikationseinrichtungen 26a, 26b, 26c stehen mit einer Recheneinheit 28 in Verbindung, die beispielsweise als stationärer Lagerverwaltungsrechner ausgebildet sein kann. Die Recheneinheit 28 kann aber beispielsweise auch als mobile Recheneinheit ausgebildet sein und kann insbesondere auch als Smartphone ausgebildet sein, auf der eine geeignete Lagerverwaltungssoftware abläuft.
Eine Verbindung zwischen den Identifikationseinrichtungen 26a, 26b, 26c und der Recheneinheit 28 ist in Fig. 1 mittels Datenleitungen symbolisiert. Eine Verbindung kann aber beispielsweise auch drahtlos erfolgen, beispielsweise mittels Bluetooth, mit anderen Worten also einer geeigneten Funkverbindung.
Jeder der Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b ist mit einem RFID-Chip 30 versehen. Jeder der RFID-Chips 30 trägt eine eineindeutige Kennung, die er beim Auslesen ausgibt. Auch wenn daher alle RFID-Chips 30 in Fig. 1 mit der Bezugsziffer 30 gekennzeichnet sind, so sind die RFID-Chips 30 dahingehend verschieden, dass jeder RFID-Chip 30 eine andere Kennung hat.
Diese Kennung ist bei RFID-Chips in der Regel so gestaltet, dass es eine mehrstellige Zahl ist. Die mehrstellige Zahl ist lediglich einem einzigen RFID-Chip zugeordnet, so dass es keine zwei RFID-Chips mit der gleichen Zahl als Kennung gibt. Mittels der eineindeutigen Kennung kann in der Recheneinheit 28 jedem Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b ein Datensatz zugeordnet werden, in dem beispielsweise die Eigenschaften der einzelnen Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b enthalten sind. Die Eigenschaften können beispielsweise Abmessungen, Material sowie auch die Anzahl der Artikel, beispielsweise Schrauben, in einer Verpackung enthalten. In der Recheneinheit 28 wird auch erkannt, welche der Identifikationseinrichtungen 26a, 26b, 26c die Kennung eines der RFID-Chips 30 an die Recheneinheit übermittelt. Dadurch ist der Recheneinheit 28 bekannt, an welchem der Lagerplätze der jeweilige Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b abgelegt ist. Mit anderen Worten kann mittels der Recheneinheit 28 eine aktuelle Lagerbelegung des Lagerregals 10 bestimmt werden.
Wenn der Bediener den Artikel 18b in das Lagerregal 10 einlegt, erfolgt beim Einlegen oder auch erst dann, wenn der Artikel 18b in dem jeweiligen Lagerplatz 12, 14 oder 16 positioniert ist, ein Auslesen des RFID-Chips 30 in dem Artikel 18b, beispielsweise einer Verpackung mit mehreren Kleinteilen. Das Ergebnis dieser Identifikation wird von den Identifikationseinrichtungen 26a, 26b bzw. 26c dann der Recheneinheit 28 übermittelt. Wenn der Bediener 24 den Artikel 18b, den er in der Hand hält, in den in Fig. 1 obersten Lagerplatz 12 einlegt, so ist dies der vorgesehene Lagerplatz für den Artikel 18b. Die Identifikationseinrichtung kann dann dem Lagerverwaltungsrechner 28 einen Datensatz übermitteln, der zum einen den Artikel 18b identifiziert und zum anderen den Lagerplatz 12 enthält, in dem der Artikel 18b abgelegt ist. In der Recheneinheit 28 ist ein Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert oder die Recheneinheit 28 kann auf einen Soll-Lagerbelegungsplan zugreifen, der an einem anderen Ort abgespeichert ist. In diesem Soll-Lagerbelegungsplan ist den Artikeln 18, also den Artikeln 18a, 18b, der Lagerplatz 12 zugewiesen. Den Artikeln 20, also den Artikeln 20a, 20b, ist der Lagerplatz 14 zugeordnet und den Artikeln 22, also den Artikeln 22a, 22b, ist der Lagerplatz 16 zugeordnet. In dem Soll-Lagerbelegungsplan kann auch die jeweilige Soll-Anzahl von Artikeln 18, 20, 22 an einem Lagerplatz 12, 14, 16 enthalten sein.
Sollte der Bediener 24 den Artikel 18b, den er in der Hand hält, irrtümlicherweise in dem Lagerplatz 14 ablegen, so wird dies beim Auslesen des RFID-Chips 30 in dem Artikel 18b erkannt. In diesem Fall würde dann die Identifikationseinrichtung 26b dem Lagerverwaltungsrechner 28 einen Datensatz übermitteln, in dem der Artikel 18b identifiziert wird und in dem der Lagerplatz 14, an dem der Artikel 18b nun liegt, enthalten ist.
Die Recheneinheit 28 hat dadurch aber immer Informationen über eine aktuelle Lagerbelegung des Lagerregals 10. Mittels einer auf der Recheneinheit 28 ausgeführten Lagerverwaltungssoftware kann die Recheneinheit 28 einen Soll-Ist-Vergleich zwischen dem Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung erstellen. Das Ergebnis eines solchen Soll-Ist-Vergleichs ist dann, welche Artikel auf nicht dem Soll-Lagerbelegungsplan entsprechenden Lagerplätzen abgelegt sind und insbesondere auch, welche Artikel nicht in der Soll-Anzahl vorhanden sind. Ein solcher Soll-Ist-Vergleich lässt in sehr einfacher Weise erkennen, welche Artikel nicht entsprechend dem Soll-Lagerbelegungsplan in dem Lagerregal 10 abgelegt wurden. Auch wenn die Artikel nicht entsprechend dem Soll-Lagerbelegungsplan abgelegt wurden, ist der Recheneinheit 28 dennoch bekannt, dass und wo die falsch abgelegten Artikel im Lagerregal positioniert sind. Zum einen kann der Soll-Ist-Vergleich zwischen dem Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung daher dazu dienen, einen falsch abgelegten Artikel aufzufinden oder auch dazu, eine Belegung des Lagerregals entsprechend dem Soll-Lagerbelegungsplan wiederherzustellen.
Der Soll-Lagerbelegungsplan kann nicht nur den vorgesehenen Lagerplatz für bestimmte Artikel, sondern auch eine vorgesehene Anzahl an Artikeln an einem Lagerplatz enthalten. Der Soll-Ist-Vergleich kann daher auch eine Information darüber ergeben, welche Artikel gegebenenfalls nachgefüllt werden müssen oder von welchen Artikeln zu viele im Lagerregal vorhanden sind.
Wenn beispielsweise der Bediener 24 einen bestimmten Artikel 22 sucht, also einen der Artikel 22a, 22b, so kann er über eine mobile Anzeige- und Rechenvorrichtung 32, beispielsweise ein Smartphone, abfragen, an welchem Lagerplatz sich die Artikel 22, also die Artikel 22a, 22b, befinden. Während dieser Abfrage greift die mobile Anzeige- und Recheneinheit 32 auf Informationen der Recheneinheit 28 zu und erhält dadurch die Auskunft, dass sich die Artikel 22a, 22b im Lagerplatz 16 befinden. Die Recheneinheit 28 kann beispielsweise auch zusätzliche Informationen dahingehend übermitteln, dass nur noch zwei Artikel 22a, 22b am Lagerplatz 16 vorhanden sind. Wesentlich ist im Rahmen der Erfindung aber zum einen, dass der Bediener 24 einen bestimmten Artikel nicht mühsam in allen Lagerplätzen 12, 14, 16 suchen muss, beispielsweise weil der gesuchte Artikel am falschen Lagerplatz abgelegt ist, sondern über sein Smartphone von der Recheneinheit 28 den aktuellen Lagerort des Artikels erhalten kann, und darüber hinaus, dass durch einen Soll-Ist-Vergleich zwischen der aktuellen Lagerbelegung und dem Soll-Lagerbelegungsplan eine Information darüber bereitgestellt wird, welche Artikel im Lagerregal 10 am falschen Lagerplatz angeordnet sind. Wäre beispielsweise der Artikel 22a fälschlicherweise im Lagerplatz 12 abgelegt, würde dem Benutzer auch der Lagerplatz 12 an der mobilen Anzeige- und Recheneinheit 32 angezeigt. Ergänzend kann im Rahmen der Erfindung die Recheneinheit 28 darüber hinaus noch die Information bereitstellen, an welchen Lagerplatz ein falsch abgelegter Artikel gebracht werden muss, um dem Soll- Lagerbelegungsplan zu entsprechen. Das Lagerregal 10 kombiniert damit die Vorteile eines Lagerregals zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln, nämlich das schnelle und einfache Einräumen und Entnehmen von Artikeln, mit der Möglichkeit, den Lagerplatz eines gesuchten Artikels durch eine elektronische Abfrage zu erhalten und mit der weiteren Möglichkeit, mittels eines Soll-Ist- Vergleichs falsch einsortierte Artikel zu lokalisieren und gegebenenfalls auch den korrekten
Lagerplatz für die falsch einsortierten Artikel zu erhalten. Gerade bei großen Lagerregalen mit zahlreichen Lagerplätzen zum manuellen Einlegen und Entnehmen sowie auch dann, wenn zahlreiche Werker oder Bediener 24 sich an einem Lagerregal 10 bedienen, kann dadurch eine erhebliche Zeitersparnis beim Suchen von Artikeln erzielt werden. Auch die Pflege oder Instandhaltung des Lagerregals 10 wird dadurch wesentlich vereinfacht. Ein Verkäufer oder ein
Lagerverwalter, der für die Pflege und Instandhaltung des Lagerregals 10 verantwortlich ist, kann aufgrund des Ergebnisses des Soll-Ist-Vergleichs zwischen dem Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung sofort erkennen, an welchen Lagerplätzen sich falsch einsortierte Artikel befinden und er kann auch sofort feststellen, von welchen Artikeln zu viel oder vor allem von welchen Artikeln zu wenig an dem im Soll-Lagerbelegungsplan vorgesehenen Lagerplatz vorhanden sind. Das mühsame Durchsehen und gegebenenfalls Sortieren des Lagerregals 10 kann dadurch entfallen und ein Verkäufer oder Lagerverwalter kann in sehr kurzer Zeit das Lagerregal 10 korrekt und vollständig befüllen.
Neben einer Identifikation des Artikels und dem Lagerplatz eines Artikels können einer Kennung des jeweiligen RFID-Chips, bzw. dem Datensatz, der der Kennung zugeordnet ist, selbstverständlich auch noch weitere Informationen zugeordnet sein, beispielsweise ein Hersteller, eine Adresse des Herstellers, Verarbeitungsinformationen, wie beispielsweise Drehzahl und Drehmoment und dergleichen.
Die Recheneinheit 28 kann auch eine automatische Nachbestellung auslösen, so dass immer genügend Artikel 18a, 18b, 20a, 20b, 22a, 22b zur Verfügung stehen, um das Lagerregal 10 zu füllen.
Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Lagerregal 100 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Das Lagerregal 100 weist insgesamt zwölf Lagerplätze 112 bis 136 auf. Lediglich beispielhaft ist im Lagerplatz 112 ein Artikel 18a dargestellt. Jeder der Lagerplätze 112 bis 136 ist für andere Artikel vorgesehen, beispielsweise werden im Lagerplatz 114 Artikel 20a, 20b eingelagert und im Lagerplatz 118 Artikel 22a, 22b. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich der Artikel 18a als einziger Artikel im Lagerregal 100 eingezeichnet. Der Artikel 18a und auch alle weiteren Artikel, die in das Lagerregal 100 eingelagert werden, weisen jeweils einen RFID-Chip 30 auf und jeder Lagerplatz 112 bis 136 ist mit einer RFID-Leseeinrichtung 126a bis 126m versehen. Mittels der RFID-Leseeinrichtungen 126a bis 126m werden die RFID-Chips 30 an den Artikeln oder an den Artikelverpackungen ausgelesen. Die RFID-Leseeinrichtungen 126a übermitteln dann die eineindeutige Kennung eines jeweiligen RFID-Chips 30 an eine mobile Recheneinheit 128. Zusätzlich zu der eineindeutigen Kennung wird noch von jeder RFID-Leseeinrichtung 126a bis 126m der jeweilige Lagerplatz übermittelt. Die mobile Recheneinheit 128, die beispielsweise auch als Smartphone oder Tablet ausgebildet sein kann, kann dann der eineindeutigen Kennung eines jeweiligen RFID-Chips 30 einen Datensatz zuordnen. Mittels der von den RFID- Leseeinrichtungen 126a bis 126m zusätzlich übermittelten Lagerplätze kann die mobile Recheneinheit 128 damit eine aktuelle Lagerbelegung erstellen. Die aktuelle Lagerbelegung enthält Informationen darüber, an welchem Lagerplatz sich die Artikel befinden und welche
Anzahl von Artikeln sich an einem jeweiligen Lagerplatz befindet. Die mobile Recheneinheit 128 kann damit einen Soll-Ist-Vergleich zwischen einem in der mobilen Recheneinheit 128 abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung durchführen bzw. erstellen. Das Lagerregal 100 wird infolgedessen in gleicher Weise verwaltet, wie dies bereits anhand des Lagerregals 10 der Fig. 1 beschrieben wurde.
Eine mobile Anzeige- und Recheneinheit 132 ist in Form eines weiteren Tablets oder Smartphones ebenfalls vorgesehen. Mit der mobilen Anzeige- und Recheneinheit 132 kann ein Bediener beispielsweise den aktuellen Lagerplatz eines gesuchten Artikels 18a ermitteln. Auf der mobilen Anzeige- und Recheneinheit 132 würde bei einer Suche nach einem Artikel 18 dann der Lagerplatz 112 angezeigt werden. Zusätzlich könnte angezeigt werden, dass sich nur noch ein Artikel 18a am Lagerplatz 112 befindet. Die Anzeige des Lagerplatzes des Artikels 18a kann in Datenform erfolgen, dass also beispielsweise „Lagerplatz 112, Stückzahl 1“ angezeigt wird. Alternativ oder zusätzlich kann die Anzeige des Lagerplatzes auch mit einer stilisierten Darstellung des Lagerregals 100 erfolgen, bei der dann der Lagerplatz 112, also der Lagerplatz links oben, in einer Signalfarbe angezeigt wird.
Das Lagerregal 100 ist an jedem Lagerplatz mit einer elektronischen Anzeigevorrichtung 150 versehen. Jede elektronische Anzeigevorrichtung 150 weist dabei ein Display 152 und eine Signalleuchte 154 auf, wobei im Rahmen der Erfindung auch lediglich ein Display oder lediglich eine Signalleuchte vorgesehen sein kann. Im Display 152 kann der Artikel, der an dem jeweiligen Lagerplatz abgelegt ist oder abzulegen ist, angezeigt werden. Beispielhaft ist in Fig. 2 daher im Display 152 des Lagerplatzes 112 die Zahl „18“ angezeigt, da der Lagerplatz 112 für Artikel 18, also den Artikel 18a sowie gegebenenfalls einen weiteren Artikel 18b, vorgesehen ist. Das Display 152 der elektronischen Anzeigeeinheit des Lagerplatzes 114 zeigt die Zahl „20“, da der Lagerplatz 114 für Artikel 20 vorgesehen ist. Die elektronische Anzeigeeinheit 150 des Lagerplatzes 118 zeigt die Zahl „22“, da der Lagerplatz 118 für Artikel 22 vorgesehen ist. Alternativ kann in dem Display 152 der einzelnen Lagerplätze eine Abbildung des Artikels oder auch Eigenschaften des Artikels angezeigt werden, beispielsweise Holzschraube, 5x20 mm oder dergleichen.
Die Signalleuchte 154 ist dafür vorgesehen, bei der Suche nach einem Artikel den gesuchten Lagerplatz anzuzeigen. Wenn beispielsweise mittels des Smartphones 132 der Artikel 18a gesucht wird, so kann auf dem Display des Smartphones 132 der Lagerplatz 112 angegeben werden und zusätzlich kann die Signalleuchte 154 des Lagerplatzes 112 beispielsweise gelb leuchten. Dem Bediener 24 wird dadurch optisch signalisiert, wo der gesuchte Artikel 18a im Lagerregal 100 zu finden ist. Die Signalleuchte 154 kann bei korrekter Belegung eines jeweiligen Lagerplatzes beispielsweise grün leuchten, also dann, wenn eine ausreichende Anzahl an Artikeln an dem jeweiligen Lagerplatz angeordnet ist. Wird eine im Soll- Lagerbelegungsplan angegebene Mindestanzahl an Artikeln unterschritten, so kann die Signalleuchte 154 beispielsweise rot oder gelb leuchten. Wenn ein Bediener 24 einen Artikel falsch einsortiert, also beispielsweise den Artikel 18a nicht in den Lagerplatz 112, sondern in den Lagerplatz 132 einlegt, wird dies mittels der Identifikationseinrichtung 126k erkannt und beispielsweise kann dann die Signalleuchte 154 des Lagerplatzes 132 in einer geeigneten Signalfarbe aufleuchten, beispielsweise rot oder orange. Der Bediener 24 wird dadurch unmittelbar optisch darauf hingewiesen, dass er gerade dabei ist, den Artikel 18a am falschen Lagerplatz abzulegen. Mit anderen Worten kann mittels der Signalleuchten 154 angezeigt werden, an welchem der Lagerplätze Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan aufgetreten sind. Die Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan können dadurch nicht nur an der mobilen Recheneinheit 28 oder am Smartphone 132, sondern zusätzlich auch am Lagerregal 100 selbst angezeigt werden.
Beispielsweise befindet sich das Lagerregal 100 in einem Handwerksbetrieb. Das Lagerregal 100 wird von mehreren Werkern oder Monteuren sowie einem Meister benutzt, die alle aus dem
Regal 100 Artikel entnehmen können, die sie für die jeweiligen Montageaufträge benötigen. Weiter gibt es in dem Betrieb einen Lagerverwalter, der für die vollständige und korrekte Befüllung des Regals 100 verantwortlich ist, sowie einen Verkäufer des Schraubenlieferanten, der beispielsweise eine Bestellung des Lagerverwalters annimmt und gegebenenfalls auch selbst dafür sorgt, dass das Lagerregal 100 korrekt befüllt ist.
Wie bereits beschrieben wurde, kann ein Monteur, wenn er beispielsweise den Artikel 18a nicht sofort im Lagerregal 100 findet, an seinem Smartphone 132 den gesuchten Artikel 18a eingeben. Auf dem Display des Smartphones 132 wird ihm dann der Lagerplatz 112 des Artikels 18a genannt. Zusätzlich kann die Signalleuchte 154 des Lagerplatzes 112 aufleuchten, so dass der Monteur den Artikel 18a schnell ergreifen und mitnehmen kann.
Ist der Artikel 18a nicht entsprechend dem Soll-Lagerbelegungsplan am Lagerplatz 112 einsortiert, sondern beispielsweise am Lagerplatz 132, so wird dies dem Monteur an seinem Smartphone 132 ebenfalls angezeigt und er kann den gesuchten Artikel 18a rasch entnehmen, ohne diesen umständlich und lange suchen zu müssen.
Der Meister kann, gegebenenfalls zusammen mit dem Lagerverwalter, feststellen, welche Stückzahl an jeweiligen Artikeln im Lagerregal 100 vorhanden ist. Bei dem erfindungsgemäßen Lagerregal 100 kennt die mobile Recheneinheit 128 auch den Lagerplatz gegebenenfalls falsch einsortierter Artikel. Der Meister kann dadurch feststellen, ob sich noch genügend Artikel, gegebenenfalls am falschen Lagerplatz, im Regal befinden, und dann gegebenenfalls dem Lagerverwalter den Auftrag erteilen, die korrekte Lagerbelegung anhand des Soll- Lagerbelegungsplans wiederherzustellen. Der Lagerverwalter kann hierzu ebenfalls das Smartphone 132 oder die mobile Recheneinheit 128 benutzen, die ihm den Lagerplatz falsch einsortierter Artikel sowie auch den korrekten Lagerplatz für diese falsch einsortierten Artikel anzeigt. Wie ausgeführt wurde, kann der korrekte Lagerplatz auch mittels der jeweiligen Signalleuchten 154 an den Lagerplätzen angezeigt werden.
Der Meister kann mittels der mobilen Recheneinheit 128 oder mittels des Smartphones 132 auch den Soll-Lagerbelegungsplan ändern. Beispielsweise kann er sehr häufig benutzte Artikel bequem auf Griffhöhe anordnen und diese geänderte aktuelle Lagerbelegung dann quittieren, so dass die aktuelle Lagerbelegung dann als Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert wird. Beispielsweise hat der Meister hierfür eine andere Berechtigung als der Lagerverwalter, so dass lediglich der Meister eine aktuelle Lagerbelegung so quittieren kann, dass diese als Soll- Lagerbelegungsplan abgespeichert wird. Der Lagerverwalter und die Monteure hingegen haben nicht die Berechtigung, eine aktuelle Lagerbelegung als Soll-Lagerbelegungsplan abzuspeichern.
Ein Verkäufer kann, entweder mittels der mobilen Recheneinheit 128 oder ebenfalls mittels des Smartphones 132, einen Nachfüllbedarf im Lagerregal 100 erkennen. Dies beispielsweise dadurch, dass an dem Smartphone 132 mittels der Lagerverwaltungssoftware, die auf dem Smartphone 132 abläuft, angezeigt wird, von welchen Artikeln zu wenige oder gegebenenfalls auch zu viele an den jeweiligen Lagerplätzen im Lagerregal 100 angeordnet sind. Der Verkäufer kann die fehlenden Artikel dann beispielsweise mitbringen und gleich in das Lagerregal 100 einsortieren. Das Smartphone 132 kann ihm hierzu, beispielsweise wenn er einen Strichcode auf der Artikelverpackung abscannt, den korrekten Lagerplatz im Lagerregal 100 anzeigen und, wie ausgeführt, kann der korrekte Lagerplatz für einen bestimmten Artikel auch durch die elektronische Anzeigevorrichtung 150 an einem jeweiligen Lagerplatz, insbesondere durch die Signalleuchte 154, angezeigt werden. Das Display 152 jeder elektronischen Anzeigevorrichtung 150 kann beim Einlegen eines Artikels beispielsweise auch die aktuell im Lagerplatz befindliche
Anzahl an Artikeln anzeigen. Beim Entnehmen eines Artikels aus dem Lagerplatz wird die angezeigte Anzahl verringert, beim Einlegen eines Artikels in einen Lagerplatz wird die aktuelle Anzahl erhöht.
Je nachdem, welche Berechtigung der Verkäufer hat, kann auch der Verkäufer eine aktuelle Lagerbelegung zum Soll-Lagerbelegungsplan machen, indem er eine aktuelle Lagerbelegung quittiert. Die Vergabe von Berechtigungen hängt selbstverständlich vom jeweiligen Einzelfall ab.
Das erfindungsgemäße Lagerregal sowie auch die in Fig. 2 dargestellte Anordnung mit dem Lagerregal 100 und der mobilen Recheneinheit 128 ermöglicht es einem Bediener, einen gesuchten Artikel sehr rasch im Lagerregal 100 aufzufinden. Durch den mittels der mobilen Recheneinheit 128 durchgeführten Soll-Ist-Vergleich zwischen einer aktuellen Lagerbelegung und einem Soll-Lagerbelegungsplan können Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan sehr schnell und einfach bestimmt und gegebenenfalls korrigiert werden. Dies erleichtert einem Lagerverwalter sowie auch einem Verkäufer die Arbeit ganz erheblich. Schließlich ist mit dem erfindungsgemäßen Lagerregal 100 und der mobilen Recheneinheit 128 auch eine dynamische Lagerverwaltung möglich. Wenn also beispielsweise ein Meister eine andere Lagerbelegung für besser geeignet hält, so kann dies in sehr einfacher Weise umgesetzt werden, indem eine aktuelle Lagerbelegung quittiert wird und dann als neuer Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert wird.

Claims

Patentansprüche
1. Lagerregal (10) mit mehreren Lagerplätzen (12, 14, 16) zum manuellen Einlegen und Entnehmen von Artikeln (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B), dadurch gekennzeichnet, dass jedem Lagerplatz (12, 14, 16) eine Identifikationseinrichtung (26A, 26B, 26C) zugeordnet ist, wobei die Identifikationseinrichtung (26A, 26B, 26C) so ausgebildet und angeordnet ist, um beim Einlegen des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) in den Lagerplatz (12, 14, 16), beim Entnehmen des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) aus dem Lagerplatz (12, 14, 16) und/oder nach Positionieren des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) in dem Lagerplatz (12, 14, 16) den Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) zu identifizieren, weiter gekennzeichnet durch eine Recheneinheit (28), insbesondere eine stationäre oder mobile Recheneinheit, wobei die Recheneinheit (28) ausgebildet ist, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, auf Basis von Informationen von der Identifikationseinrichtung (26A, 26B, 26C) Informationen über eine aktuelle Lagerbelegung zu erstellen, nämlich an welchem Lagerplatz (12, 14, 16) welcher Artikel
(18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) in welcher Menge eingelagert ist, wobei in der Recheneinheit ein Soll-Lagerbelegungsplan abgespeichert ist oder die Recheneinheit auf einen abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplan zugreifen kann und die Recheneinheit, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, einen Soll-Ist-Vergleich zwischen dem Soll-
Lagerbelegungsplan und der aktuellen Lagerbelegung zu erstellen.
2. Lagerregal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationseinrichtung (26A, 26B, 26C) eine am Lagerplatz (12, 14, 16) angeordnete RFID-Leseeinrichtung aufweist.
3. Lagerregal nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationseinrichtung eine am Lagerplatz angeordnete Leseeinrichtung zum Lesen eines Codes auf dem Artikel aufweist.
4. Lagerregal nach wenigstens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Lagerplatz eine elektronische Anzeigevorrichtung zugeordnet ist.
5. Lagerregal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationseinrichtung wenigstens eine am Lagerplatz angeordnete Kamera zum Erfassen wenigstens einer Abbildung des Artikels und eine elektronische Bildverarbeitungseinheit zum Verarbeiten der Abbildung und zum Identifizieren des Artikels aufweist.
6. Lagerregal nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, bei Abweichungen vom Soll- Lagerbelegungsplan eine aktuelle Lagerbelegung als neuen Soll-Lagerbelegungsplan zu übernehmen, wobei das Übernehmen von einem Benutzer quittiert werden muss.
7. Lagerregal nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, unterschiedliche Berechtigungen für unterschiedliche Benutzer zum Anzeigen und Quittieren einzurichten.
8. Anordnung mit einem Lagerregal nach einem der vorstehenden Ansprüche und wenigstens einer mobilen Anzeige- und/oder Recheneinheit, insbesondere einem Smartphone, dadurch gekennzeichnet, dass das Ergebnis des Soll-Ist-Vergleichs der
Recheneinheit an der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt werden kann.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan für falsch eingeordnete Artikel ein korrekter, dem Soll- Lagerbelegungsplan entsprechender Lagerplatz für diese Artikel in der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt wird.
10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Abweichungen vom Soll-Lagerbelegungsplan eine aktuelle Lagerbelegung als neuer Soll- Lagerbelegungsplan mittels der mobilen Anzeige- und Recheneinheit quittiert werden kann.
11. Anordnung nach Anspruch 8, 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, unterschiedliche Berechtigungen zum
Anzeigen und Quittieren einzurichten.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der mobilen Anzeige- und Recheneinheit eine Artikelsuche im Lagerregal durchgeführt werden kann, so dass die mobile Anzeige- und Recheneinheit den aktuellen Lagerplatz des gesuchten Produkts anzeigt.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aktuelle Lagerplatz auf einem Display der mobilen Anzeige- und Recheneinheit angezeigt wird und/oder dass jedem Lagerplatz eine am Lagerregal angeordnete Anzeigevorrichtung zugeordnet ist, wobei der aktuelle Lagerplatz mittels der zugeordneten Anzeigevorrichtung angezeigt wird.
14. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ein Lagerbestand entsprechend einer Anzahl eines bestimmten Artikels an einem Lagerplatz und/oder im gesamten Lagerregal feststellbar ist, wobei insbesondere die mobile Anzeige- und Recheneinheit die aktuelle Anzahl eines bestimmten Artikels an einem Lagerplatz und/oder im gesamten Lagerregal anzeigt.
15. Anordnung nach wenigstens einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit, insbesondere mittels der auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, ausgebildet ist, eine dynamische Lagerverwaltung zu ermöglichen, wobei insbesondere bei einer Änderung eines Lagerplatzes eines oder mehrerer Artikel der Soll-Lagerbelegungsplan automatisch geändert wird.
16. Verfahren zum Verwalten des Inhalts eines Lagerregals (10), gekennzeichnet durch automatisches Identifizieren eines in einen Lagerplatz (12, 14, 16) des Lagerregals (10) von einem Bediener (24) manuell eingelegten oder manuell entnommenen Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) mittels einer Identifikationseinrichtung (26A, 26B, 26C), wobei das Identifizieren des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) beim Einlegen des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) in den Lagerplatz (12, 14, 16), beim Entnehmen des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) aus dem Lagerplatz (12, 14, 16) und/oder nach dem Positionieren des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) in dem Lagerplatz (12, 14, 16) erfolgt, Übergeben eines Datensatzes zu dem entnommenen oder eingelegten Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) an eine Recheneinheit (28), insbesondere eine stationäre oder mobile Recheneinheit, wobei der Datensatz eine Identifikation des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B), Informationen, ob der Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) eingelegt oder entnommen wurde und Informationen zum Identifizieren des Lagerplatzes (12, 14, 16) enthält, und Bestimmen einer aktuellen Lagerbelegung des Lagerregals (10) mittels der Recheneinheit (28), insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, sowie Durchführen eines Soll-Ist-Vergleichs der Lagerbelegung anhand eines in der
Recheneinheit (28) abgelegten Soll-Lagerbelegungsplans oder anhand eines abgespeicherten Soll-Lagerbelegungsplans, auf den die Recheneinheit zugreifen kann.
17. Verfahren nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch Übernehmen einer aktuellen Lagerbelegung als Soll-Lagerbelegungsplan mittels Quittierens durch einen Benutzer.
18. Verfahren nach Anspruch 17, gekennzeichnet durch Prüfen einer Berechtigung eines Benutzers vor dem Akzeptieren des Quittierens.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 18, gekennzeichnet durch Bereitstellen von
Informationen durch die Recheneinheit (28), insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware, auf welchem Lagerplatz (12, 14, 16) sich ein bestimmter Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) befindet.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 19, gekennzeichnet durch Bestimmen eines Nachfüllbedarfs des Lagerregals (10), insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass beim Bestimmen des Nachfüllbedarfs für wenigstens einen Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) die Anzahl der entnommenen Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) während eines vordefinierten Zeitraums berücksichtigt wird.
22. Verfahren nach Anspruch 20 oder 21 , gekennzeichnet durch automatisches Bestellen des ermittelten Nachfüllbedarfs, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22, gekennzeichnet durch Identifizieren des Artikels (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B) mittels der Abfrage eines RFID-Chips (30) am oder im Artikel (18A, 18B, 20A, 20B, 22A, 22B), mittels Lesen eines Codes am Artikel oder auf einer Verpackung des Artikels und/oder mittels Erfassen wenigstens einer Abbildung des Artikels oder der Verpackung des Artikels durch wenigstens eine Kamera und eine nachfolgende elektronische Bildverarbeitung der Abbildung, insbesondere mittels einer auf der Recheneinheit ausgeführten Lagerverwaltungssoftware.
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