Anordnung mit einer Schubladenseitenwand und mit einem Halteteil
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung , umfassend :
- eine Schubladenseitenwand mit wenigstens einer
Befestigungsvorrichtung zum lösbaren Verbinden der Schubladenseitenwand mit einer Schubladenfrontblende , wobei die wenigstens eine Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand wenigstens ein bewegbar gelagertes Verriegelungselement aufweist ,
- wenigstens ein an der Schubladenfrontblende angeordnetes oder zu befestigendes Halteteil , welches mit dem Verriegelungselement der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand bei einem Einschieben des Halteteiles in einer Einschubrichtung in die Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand lösbar verriegelbar ist .
Im Weiteren betrifft die Erfindung eine Schublade mit wenigstens einer
Anordnung der zu beschreibenden Art .
In der WO 2016/ 000002 Al ist eine Anordnung mit einer Schubladenseitenwand und mit einem an einer Schubladenfrontblende zu befestigenden Halteteil offenbart . Zur Montage der Schubladenfrontblende an der Schubladenseitenwand wird in einem ersten Schritt das Halteteil an der Schubladenfrontblende vormontiert . In einem nächsten Schritt wird das vormontierte Halteteil in eine Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand eingeschoben, wobei das Halteteil mit einem federbelasteten Verriegelungselement der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand selbsttätig verriegelbar ist . Durch die Verriegelung wird die Schubladenfrontblende an die Stirnseite der Schubladenseitenwand angepresst und in Position relativ zur Schubladenseitenwand gehalten .
Beim Stand der Technik kann häufig das Problem auftreten, dass das an der Schubladenfrontblende angeordnete Halteteil nicht ordnungsgemäß mit dem Verriegelungselement der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand verriegelt wird . Insbesondere kann es dabei vorkommen, dass die Schubladenfrontblende bei deren Montage an der
Stirnseite des Möbelkorpus anschlägt , noch bevor eine Verriegelung zwischen dem Halteteil und der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand stattfindet . Das Halteteil ragt also für eine erfolgreiche Verriegelung nicht weit genug in die Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand hinein und durch das Anschlägen der Schubladenfrontblende am Möbelkorpus steht auch keine Bewegungsreserve für ein weiteres Einschieben des Halteteiles zur Verfügung . Dies kann letztlich dazu führen, dass eine Verriegelung zwischen dem Halteteil und der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand massiv erschwert oder gar unmöglich ist .
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es , eine Anordnung der eingangs erwähnten Gattung unter Vermeidung der oben diskutierten Nachteile anzugeben .
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst . Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben .
Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Befestigungsvorrichtung wenigstens eine Gleitschräge aufweist , durch welche das wenigstens eine Verriegelungselement beim Einschieben des Halteteiles in die Befestigungsvorrichtung in eine Richtung entgegen der Einschubrichtung bewegbar ist .
Mit anderen Worten weist die Befestigungsvorrichtung wenigstens eine Gleitschräge auf , durch welche das Verriegelungselement beim Einschieben des Halteteiles in die Befestigungsvorrichtung in eine Richtung des eingeschobenen Halteteiles hin bewegbar ist . Auf diese Weise kann eine frühere Verriegelung zwischen der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand und dem an der Schubladenfrontblende vormontierten Halteteil und damit eine Vergrößerung des Verriegelungsbereiches der Befestigungsvorrichtung herbeigeführt werden .
Durch die wenigstens eine Gleitschräge ist auch der Entriegelungsbereich der Befestigungsvorrichtung vergrößerbar, weil das Halteteil bei der
Entriegelung über eine vergrößerte Distanz entgegen der Einschubrichtung ausstoßbar ist .
Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung .
zeigen eine Schublade mit Schubladenseitenwänden und einer Schubladenfrontblende in einer perspektivischen Ansicht sowie vergrößerte Detaildarstellungen hierzu,
zeigen das an der Schubladenfrontblende vormontierte Halteteil und die Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand in zwei verschiedenen Ansichten, zeigt eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand mit dem zu verriegelnden Halteteil in einer Lösestellung, zeigt eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand mit dem zu verriegelnden Halteteil in einer Zwischenstellung, zeigt eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung der Schubladenseitenwand mit dem Halteteil in einer
Verriege lungs Stellung,
Fig . 6 zeigt die Befestigungsvorrichtung der
Schubladenseitenwand mit dem zu verriegelnden Halteteil in einer Explosionsansicht ,
Fig . 7a-7d zeigen verschiedene Ausführungsformen der Gleitschräge und der Einzugsschräge des Verriegelungselementes .
Fig . la zeigt eine perspektivische Ansicht einer Schublade 1 mit Schubladenseitenwänden 2 , einer mit den Schubladenseitenwänden 2 zu verbindenden Schubladenfrontblende 3 , einem Schubladenboden 4 und einer Rückwand 5 .
Die Schubladenseitenwände 2 umfassen j eweils eine
Befestigungsvorrichtung 6 zum lösbaren Befestigen der
Schubladenfrontblende 3 mit der Schubladenseitenwand 2 .
Die Schubladenseitenwände 2 können j eweils ein Hohlprofil 8 , vorzugsweise aus Metall , aufweisen, in welchem die Befestigungsvorrichtung 6 zumindest bereichsweise , vorzugsweise im Wesentlichen vollständig, anordenbar ist .
Die Schubladenseitenwand 2 weist eine der Schubladenfrontblende 3 zugewandte Stirnseite 7 auf , welche im befestigten Zustand der Schubladenfrontblende 3 an der Rückseite der Schubladenfrontblende 3 anliegt .
Die Schublade 1 ist über Schubladenaus ziehführungen 9 relativ zu einem hier nicht gezeigten Möbelkorpus verfahrbar gelagert . Die Schubladenaus ziehführungen 9 umfassen j eweils eine an einem Möbelkorpus zu befestigende Korpusschiene 10 und wenigstens eine relativ zur Korpusschiene 10 bewegbare Ausziehschiene 11 .
Zur Realisierung eines so genannten Vollauszuges , bei dem die Rückwand 5 in einer vollständigen Offenstellung der Schublade 1 annähernd fluchtend zu einer Stirnseite des Möbelkorpus verläuft , kann zwischen der stationären Korpusschiene 10 und der bewegbaren Ausziehschiene 11 noch eine zusätzliche Mittelschiene verschiebbar gelagert sein .
Die Schublade 1 ist über wenigstens eine gemäß dem Stand der Technik bekannte Koppelvorrichtung mit der Ausziehschiene 11 der Schubladenaus ziehführung 9 lösbar koppelbar .
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Befestigungsvorrichtung 6 zum lösbaren Befestigen der Schubladenfrontblende 3 auch die Koppelvorrichtung zum lösbaren Koppeln der Schubladenseitenwand 2 mit der Aus ziehschiene 11 der Schubladenaus ziehführung 9 aufweist .
Die Schublade 1 umfasst wenigstens eine parallel zur Schubladenfrontblende 3 anordenbare Rückwand 5 . Die Schubladenseitenwand 2 kann wenigstens einen Rückwandhalter 12 aufweisen, über welchen die Rückwand 5 mit der Schubladenseitenwand 2 , vorzugsweise lösbar, verbindbar ist .
Fig . 1b zeigt den in Fig . la eingerahmten Bereich in einer vergrößerten Ansicht .
Fig . 1c zeigt ein Halteteil 13 , welches beispielsweise über Schrauben 14 und/oder Dübel an der Rückseite der Schubladenfrontblende 3 zu befestigen ist .
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Halteteil 13 wenigstens eine vormontierte Schraube 14 , vorzugsweise wenigstens zwei vormontierte Schrauben 14 , zur Befestigung an der Schubladenfrontblende 3 aufweist .
Fig . Id zeigt das an der Rückseite der Schubladenfrontblende 3 befestigte Halteteil 13 . Die Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 umfasst ein federbelastetes Verriegelungselement 15 ( Fig . 2a ) , durch welches das Halteteil 13 mit der Schubladenseitenwand 2 lösbar verriegelbar ist .
Fig . 2a zeigt das an der Schubladenfrontblende 3 angeordnete oder vormontierbare Halteteil 13 und die Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 . Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die rechte Schubladenseitenwand 2 nicht dargestellt .
Die Schubladenseitenwand 2 kann wenigstens ein Hohlprofil 8 umfassen . Alternativ ist es möglich, die Schubladenseitenwand 2 aus einem soliden Holzmaterial herzustellen .
Die Befestigungsvorrichtung 6 umfasst einen Grundkörper 6a, welcher in einem montierten Zustand in einem vorderen Endbereich der Schubladenseitenwand 2 , vorzugsweise formschlüssig, eingesetzt ist .
Die Schubladenfrontblende 3 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel mehrteilig aufgebaut und umfasst wenigstens eine Dekorplatte 18 , beispielsweise aus Glas , Stein, Metall , Kunststoff , Holz oder einem Verbundmaterial .
Zum Halten der wenigstens einen, vorzugsweise im Wesentlichen quaderförmigen, Dekorplatte 18 sind zwei seitliche Haltevorrichtungen 16a , 16b vorgesehen, welche dazu ausgebildet sind, j eweils einen Endabschnitt der Dekorplatte 18 auf zunehmen .
Die Haltevorrichtungen 16a, 16b weisen j eweils wenigstens ein Halteteil 13 auf , welches mit einem, vorzugsweise federbelasteten, Verriegelungselement 15 der Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 lösbar verriegelbar ist .
Die Haltevorrichtungen 16a, 16b können j eweils wenigstens zwei Halteteile 13 aufweisen, welche in Höhenrichtung voneinander beabstandet sind und welche mit dem Verriegelungselement 15 lösbar verriegelbar sind . Auf diese Weise können auch Schubladenfrontblenden 3 mit größerer Höhe an den beiden Schubladenseitenwänden 2 befestigt werden .
Das zumindest eine Halteteil 13 kann im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet sein und/oder derart ausgebildet sein, mit wenigstens einer Haltevorrichtung 16a, 16b, vorzugsweise lösbar , verbunden zu werden . Zu diesem Zweck kann wenigstens eine Haltevorrichtung 16a, 16b eine Führung zum Einschieben des Halteteiles 13 aufweisen .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind die beiden Haltevorrichtungen 16a, 16b zusammen mit den Halteteilen 13 einstückig aus einem Kunststoffmaterial gebildet .
Zum Lösen der Verriegelung zwischen dem Halteteil 13 und der Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 ist wenigstens ein Löseelement 17 vorgesehen .
Das Löseelement 17 ist bereichsweise außerhalb der Schubladenseitenwand 2 angeordnet oder anordenbar und für eine manuelle Betätigung ausgebildet . Durch Kraftausübung auf das Löseelement 17 entgegen der federbelasteten Wirkung des Verriegelungselementes 15 ist die Verriegelung zwischen dem Halteteil 13 und dem Verriegelungselement 15 lösbar .
Fig . 2b zeigt das an der Schubladenfrontblende 3 angeordnete Halteteil 13 und den Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 in einer weiteren perspektivischen Ansicht .
Das Verriegelungselement 15 der Befestigungsvorrichtung 6 ist am oder im Grundkörper 6a in Höhenrichtung verschiebbar gelagert , also im Wesentlichen parallel zu einer von der Schubladenfrontblende 3 gebildeten Vertikalebene .
Das Löseelement 17 zum Lösen der Verriegelung kann mit dem Verriegelungselement 15 einstückig ausgebildet sein . Alternativ ist es möglich, dass das Löseelement 17 und das Verriegelungselement 15 als voneinander gesonderte Bauteile ausgebildet sind und bewegungsgekoppelt miteinander verbunden sind .
Gemäß möglichen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6
- im Wesentlichen vollständig aus Kunststoff gebildet ist , und/oder
- formschlüssig in die Schubladenseitenwand 2 eingesetzt ist , und/oder
- zumindest bereichsweise wabenförmig ausgebildet ist , und/oder
- wenigstens eine ( hier nicht ersichtliche ) Kupplungsvorrichtung zum lösbaren Kuppeln mit der Schubladenausziehführung 9 aufweist , vorzugsweise wobei die wenigstens eine Kupplungsvorrichtung wenigstens einen schwenkbaren Koppelhebel zum lösbaren Koppeln mit der Aus ziehschiene 11 der Schubladenaus ziehführung 9 aufweist , und/ oder
- wenigstens eine Nut 22 zur Aufnahme eines Rands eines Schubladenbodens 4 aufweist .
Das Halteteil 13 umfasst wenigstens einen Halteabschnitt 20 , welcher in einem gehaltenen Zustand des Halteteiles 13 zumindest abschnittsweise in der Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 , vorzugsweise innerhalb einer Kerbe 23 ( Fig . 4 ) des
Verriegelungselementes 15 , auf genommen ist .
Das Verriegelungselement 15 kann eine Anschlagschräge 21 aufweisen, an welcher das Halteteil 13 , vorzugsweise der Halteabs chnitt 20 , beim Einschieben in die Befestigungsvorrichtung 6 anlegbar ist , wodurch das Verriegelungselement 15 in eine Richtung quer zur Einschubrichtung X bewegbar ist .
In einem verriegelten Zustand ist der Halteabschnitt 20 des Halteteiles 13 innerhalb der Kerbe 23 des Verriegelungselementes 15 auf genommen .
Durch eine Seiteneinstellvorrichtung 19 ist eine Lage des Halteteiles 13 in eine Richtung quer zur Einschubrichtung X einstellbar . Die Seiteneinstellvorrichtung 19 kann wenigstens ein drehbares Einstellrad 19a , vorzugsweise aus Metall , aufweisen .
Fig . 3 zeigt die Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 mit dem zu verriegelnden Halteteil 13 in einer Seitenansicht .
Im oder am Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 ist das Verriegelungselement 15 höhenbeweglich gelagert .
Zur Kraftbeaufschlagung des Verriegelungselementes 15 ist wenigstens ein Federelement 24 , beispielsweise wenigstens eine Blattfeder , vorgesehen, wobei das Verriegelungselement 15 durch das Federelement 24 in Richtung einer das Halteteil 13 verriegelnden Stellung ( also im vorliegenden Fall in eine nach unten weisende Richtung ) drückbar ist .
Am Grundkörper 6a ist wenigstens ein Vorsprung 26a , 26b, 26c , vorzugsweise mehrere Vorsprünge 26a , 26b, 26c , angeordnet , wobei der wenigstens eine Vorsprung 26a , 26b , 26c ein seitliches Herausfallen des Verriegelungselementes 15 aus dem Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 verhindert . Das Verriegelungselement 15 ist also seitlich entlang der Vorsprünge 26a, 26b , 26c gleitend geführt .
Bei einem Einschieben des Halteteiles 13 in die Einschubrichtung X in die Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 tritt zunächst der Halteabschnitt 20 ( Fig . 2b ) des Halteteiles 13 mit der
Anschlagschräge 21 des Verriegelungselementes 15 in Kontakt .
Die Befestigungsvorrichtung 6 weist wenigstens eine Gleitschräge 25 auf , durch welche das wenigstens eine Verriegelungselement 15 beim Einschieben des Halteteiles 13 in die Befestigungsvorrichtung 6 in eine Richtung entgegen der Einschubrichtung X bewegbar ist . Auf diese Weise kann eine frühere Verriegelung des Halteteiles 13 ermöglicht und der Verriegelungsbereich der Befestigungsvorrichtung 6 vergrößert werden .
Die Gleitschräge 25 kann beispielsweise am Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 angeordnet oder ausgebildet sein .
Die Gleitschräge 25 kann beispielsweise als Führungsschlitz und/oder Führungsbahn ausgebildet sein, entlang welcher wenigstens ein Führungselement (beispielsweise ein Zapfen ) des Verriegelungselementes 15 gleitend geführt ist .
Es ist j edoch auch möglich, die Schubladenseitenwand 2 aus einem Holzmaterial (beispielsweise einer Spanplatte oder einer Holzfaserplatte ) herzustellen, wobei die wenigstens eine Gleitschräge 25 direkt im Holzmaterial der Schubladenseitenwand 2 ausgebildet ist . Die Anordnung der Gleitschräge 25 im Holzmaterial der Schubladenseitenwand 2 kann beispielsweise durch Fräsen erfolgen .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist wenigstens eine zweite Gleitschräge 25a vorgesehen, durch welche das wenigstens eine Verriegelungselement 15 beim Einschieben des Halteteiles 13 in die Befestigungsvorrichtung 6 in eine Richtung entgegen der Einschubrichtung X bewegbar ist .
Das Verriegelungselement 15 weist wenigstens eine Gleitkontur 28 auf , welche entlang der wenigstens einen Gleitschräge 25 bewegbar ist .
Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Verriegelungselement 15 wenigstens zwei Gleitkonturen 28 , 28a auf , welche entlang der beiden Gleitschrägen 25 , 25a bewegbar sind . Die vorgesehenen Gleitschrägen 25 , 25a können im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen .
Fig . 4 zeigt die Befestigungsvorrichtung 6 mit dem zu verriegelnden Halteteil 13 in einer Zwischenstellung , in welcher das Federelement 24 maximal komprimiert ist .
Das Verriegelungselement 15 ist durch das Einschieben des Halteteiles 13 in Einschubrichtung X in die Befestigungsvorrichtung 6 und durch das Zusammenwirken des Halteabschnitts 20 mit der Anschlagschräge 21 des Halteteiles 13 entgegen der Kraft des Federelementes 24 in eine quer zur Einschubrichtung X verlaufende Richtung bewegbar .
Dabei gleitet das Verriegelungselement 15 entlang der wenigstens einen Gleitschräge 25 , 25a , sodass das Verriegelungselement 15 mit einer Bewegungs komponente in eine Richtung entgegen der Einschubrichtung X bewegbar ist .
Das wenigstens eine Verriegelungselement 15 weist wenigstens eine , vorzugsweise in Montagelage nach unten hin geöffnete , Kerbe 23 zur Aufnahme des Halteabschnitts 20 des Halteteiles 13 auf .
An der Kerbe 23 kann wenigstens eine Einzugsschräge 29 zum Einziehen des Halteteiles 13 in die Befestigungsvorrichtung 6 angeordnet sein, wobei die wenigstens eine Gleitschräge 25 , 25a und die Einzugsschräge 29 in unterschiedlichen Richtungen geneigt sind .
Die wenigstens eine Einzugsschräge 29 ist derart geneigt , dass eine Einzugs kraft in Einschubrichtung X auf das Halteteil 13 ausübbar ist .
Fig . 5 zeigt die Befestigungsvorrichtung 6 mit dem Halteteil 13 in einer verriegelten Stellung . Wenn das Halteteil 13 weiter in Einschubrichtung X bewegt wird, so tritt der Halteabschnitt 20 des Halteteiles 13 in die Kerbe 23 des Verriegelungselementes 15 ein, wobei das Verriegelungselement 15 durch die Kraft des sich entspannenden Federelementes 24 in die Verriegelungsstellung nach unten gedrückt wird .
In einem verriegelten Zustand ist das Löseelement 17 außerhalb der Schubladenseitenwand 2 angeordnet und für eine manuelle Betätigung oder für eine mittels eines Werkzeuges erfolgende Betätigung direkt
zugänglich . Durch Druck auf das Löseelement 17 entgegen der Kraft des Federelementes 24 kann die Verriegelung zwischen dem Verriegelungselement 15 und dem Halteteil 13 wieder gelöst werden .
Fig . 6 zeigt die Befestigungsvorrichtung 6 der Schubladenseitenwand 2 mit dem zu verriegelnden Halteteil 13 in einer Explosionsansicht .
Der Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 ist vorzugsweise aus Kunststoff gebildet , wobei das Verriegelungselement 15 am oder im Grundkörper 6a verschiebbar gelagert ist .
Am Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 ist wenigstens eine Gleitschräge 25 , 25a angeordnet oder ausgebildet , durch welche das wenigstens eine Verriegelungselement 15 beim Einschieben des Halteteiles 13 in die Befestigungsvorrichtung 6 mit einer Bewegungs komponente quer zur Einschubrichtung X und mit einer Bewegungskomponente in eine Richtung entgegen der Einschubrichtung X bewegbar ist .
Das wenigstens eine Federelement 24 zur Kraftbeaufschlagung des Verriegelungselementes 15 kann beispielsweise eine Formfeder aus Metall oder Kunststoff umfassen .
Das bewegbare Verriegelungselement 15 ist vorzugsweise als ein im Wesentlichen plattenförmiger Riegel ausgebildet . Auf diese Weise ist eine kompakte Bauweise der Befestigungsvorrichtung 6 möglich .
Das Verriegelungselement 15 umfasst im gezeigten Ausführungsbeispiel einen vom plattenförmigen Abschnitt quer abstehenden Steg 27 zum Abstützen des Federelementes 24 .
Das Löseelement 17 ist ebenfalls durch einen vom Verriegelungselement 15 quer abstehenden Steg gebildet .
Die Anschlagschräge 21 des Verriegelungselementes 15 ist dem Halteteil 13 zugewandt . Das Verriegelungselement 15 weist wenigstens eine Gleitkontur 28 , 28a auf , welche an einer dem Halteteil 13 abgewandten
Seite am Verriegelungselement 15 angeordnet ist .
Die wenigstens eine Gleitkontur 28 , 28a des Verriegelungselementes 15 ist bei einem Einschieben des Halteteiles 13
Einschubrichtung X entlang der wenigstens einen Gleitschräge 25 , 25a bewegbar .
Durch die wabenförmige Struktur des Grundkörpers 6a kann eine hohe mechanische Festigkeit ( insbesondere eine hohe Biegesteifigkeit ) bei geringem Materialeinsatz und geringem Gewicht gewährleistet werden .
Fig . 7a-7d zeigen verschiedene Ausführungsformen der Gleitschräge 25 der Befestigungsvorrichtung 6 und der Einzugsschräge 29 des Verriegelungselementes 15 . Durch die Wahl der Geometrie und der Winkel der Gleitschräge 25 und der Einzugsschräge 29 kann der Beginn, der Verlauf und das Ende des Verriegelungsvorganges beeinflusst werden .
Gemäß möglichen Ausführungsbeispielen kann vorgesehen sein, dass die Schubladenseitenwand 2 eine an die Schubladenfrontblende 3 anlegbare Stirnseite 7 und/oder dass der Grundkörper 6a der Befestigungsvorrichtung 6 eine Stirnseite 7a aufweist , wobei die wenigstens Gleitschräge 25 und/oder die Einzugsschräge 29 einen Winkel (o, ß ) zwischen 5 ° und 25 ° , vorzugsweise zwischen 8 ° und 20 ° , relativ zur Stirnseite 7 , 7a einschließt .
Beispielsweise können die Gleitschräge 25 des Grundkörpers 6a und die Einzugsschräge 29 des Verriegelungselementes 15 einen identischen Winkel (o, ß ) oder alternativ einen voneinander abweichenden Winkel (o, ß ) relativ zur Stirnseite 7 , 7a einschließen .
Die Gleitschräge 25 und die Einzugsschräge 29 können in unterschiedlichen Richtungen geneigt sein .
Fig . 7a zeigt , dass der zwischen der Gleitschräge 25 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel ( o) und der zwischen der Einzugsschräge 29 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel ( ß ) j eweils 8 ° beträgt .
Fig. 7b zeigt, dass der zwischen der Gleitschräge 25 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel (o) und der zwischen der Einzugsschräge 29 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel (ß) jeweils 10° beträgt.
Fig. 7c zeigt, dass der zwischen der Gleitschräge 25 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel (o) und der zwischen der Einzugsschräge 29 und der Stirnseite 7a eingeschlossene Winkel (ß) jeweils 12° beträgt.
Fig. 7d zeigt, dass die Gleitschräge 25 des Grundkörpers 6a und die Einzugsschräge 29 des Verriegelungselementes 15 einen unterschiedlichen Winkel (o, ß) relativ zur Stirnseite 7a des Grundkörpers 6a einschließen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel schließt die Gleitschräge 25 einen Winkel (o) von 8° relativ zur Stirnseite 7a des Grundkörpers 6a ein. Die Einzugsschräge 29 des Verriegelungselementes 15 schließt hingegen einen Winkel (ß) von 15° relativ zur Stirnseite 7a des Grundkörpers 6a ein.