EP4702658A1 - Verfahren zur imprägnierung sowie eine imprägniervorrichtung - Google Patents

Verfahren zur imprägnierung sowie eine imprägniervorrichtung

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EP4702658A1
EP4702658A1 EP24714794.5A EP24714794A EP4702658A1 EP 4702658 A1 EP4702658 A1 EP 4702658A1 EP 24714794 A EP24714794 A EP 24714794A EP 4702658 A1 EP4702658 A1 EP 4702658A1
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EP
European Patent Office
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winding
impregnating
rotation
impregnation
impregnating material
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EP24714794.5A
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Klaus Büttner
Tobias Katzenberger
Klaus Kirchner
Bastian PLOCHMANN
Matthias Warmuth
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Innomotics GmbH
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Innomotics GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K15/00Processes or apparatus specially adapted for manufacturing, assembling, maintaining or repairing of dynamo-electric machines
    • H02K15/12Impregnating, moulding insulation, heating or drying of windings, stators, rotors or machines

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Abstract

Die Erfindung betrifft Verfahren zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung (41) tragenden Körpers (4), insbesondere für eine elektrische Maschine (1), beispielsweise für einen Rotor (3) oder Stator (2), wobei der Körper (4) mit einem, vorzugsweise Harz aufweisenden, Imprägniermaterial (6) beträufelt wird, wobei die Wicklung, insbesondere während und/oder nach der Imprägnierung, mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt wird, wobei eine auftretende Teilentladung durch ein Mikrophon detektiert wird.

Description

Beschreibung
Verfahren zur Imprägnierung sowie eine Imprägniervorrichtung
Die Erfindung betri f ft ein Verfahren zur Imprägnierung sowie eine Imprägniervorrichtung .
Die Imprägnierung von Elektromotoren, also insbesondere das Eintauchen, Beträufeln bzw . ein Beschichten der Rotoren und/oder Statoren, mit , vorzugsweise flüssigem, Imprägnierharz und die meist anschließende , insbesondere thermische , Härtung ist im Herstellungsprozess des Motors sind oft analog ausgestaltet . Es gibt meist einen vordefinierten, j ustierten Prozess ( z . B . im Falle eines Tauchprozesses : Vorhei zen, Eintauchen in Flüssigharz und Aushärten bzw . im Falle eines Träufelprozesses : Vorhei zen, Träufeln des Flüssigharzes und Aushärten) , welcher meist nicht bauteilspezi fisch angepasst wird, sondern ein technisches und wirtschaftliches Optimum über die vorhandenen Baugrößen darstellt , insbesondere im Hinblick auf Zeiten, Geschwindigkeiten und Temperaturen der Öfen zur thermischen Härtung . Eine Qualität des Prozesses kann erst im Anschluss im Nachhinein festgestellt werden .
DE 10 2021 124 670 B3 betri f ft eine Prüfvorrichtung zum Lokalisieren einer Teilentladung in oder an einer elektrischen Komponente . Die Prüfvorrichtung weist eine oder mehrere Antennen zum Erfassen einer elektromagnetischen Welle verursacht durch eine Teilentladung in der elektrischen Komponente auf . Die Prüfvorrichtung beinhaltet mehrere Mikrophone , welche in der vorgegebenen Umgebung um die elektrischen Komponente angeordnet sind, wobei die Mikrophone ausgebildet sind, akustische Schallwellen, verursacht durch die Teilentladung zu erfassen . Es wird überprüft , ob die von einer der mehreren Antennen erfasste Intensität der elektromagnetischen Welle einen ersten Grenzwert überschreitet , und/oder die von einer der mehreren Mikrofone erfasste Intensität der Schallwelle einen zweiten Grenzwert überschreitet . In Abhängigkeit von der erfassten Schallwelle und/oder elektromagnetischen Welle sowie der Überprüfung betreffend den ersten und/oder zweiten Grenzwert kann ein Ort der Teilentladung bestimmt werden .
DE 10 2011 052 141 Al bezieht sich auf ein Verfahren zum Imprägnieren elektrischer Bauteile mit Wickelkörper mit einem Imprägnierharz . Eine zuverlässige Qualitätsüberwachung wird dadurch erreicht , dass zum Überwachen oder Prüfen der Imprägnierqualität während des Imprägnierprozesses bei erwärmtem Imprägnierharz zumindest zeitweise eine Kapazitätsmessung an dem Bauteil im Bereich des mit Imprägnierharz beaufschlagten Wickelkörpers durchgeführt wird und dass auf der Grundlage der Kapazitätsmessung eine Anzeigeinformation erzeugt und/oder Ausgabedaten für eine Prozesssteuerung bereitgestellt werden .
DE 20 2019 001 441 Ul of fenbart eine Imprägniervorrichtung zur Träufelimprägnierung eines Stators einer Elektromaschine mit einem unter Temperaturerhöhung aushärtenden Kunstharz , wobei der Stator einen hohl zylindrischen Statorkern sowie wenigstens eine Wicklung aufweist , wobei koaxial innerhalb des Stators eine Antriebswelle angeordnet ist , welche von einem Antriebsmotor antreibbar ist , wobei an der Antriebswelle wenigstens eine Haltevorrichtung angeordnet ist , mittels welcher der Stator mit der Antriebswelle lösbar verbindbar ist , wobei eine Träufelvorrichtung vorhanden ist , mittels welcher das Kunstharz auf zumindest ein axiales Ende der Wicklung des Stators leitbar ist , wobei eine Hei zvorrichtung vorhanden ist , mittels welcher die Wicklung sowie der Statorkern auf eine vorbestimmte Träuf eltemperatur aufhei zbar ist , und bei der die Hei zvorrichtung wenigstens einen elektromagnetischen Induktor aufweist , der koaxial oder achsparallel zum Stator bewegbar angeordnet ist , dadurch gekennzeichnet , dass radial innerhalb des Statorkerns wenigstens ein Temperatursensor angeordnet ist , mittels dem die Temperatur an der radialen Innenseite des Statorkerns und/oder der Wicklung messbar ist . Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde , die Imprägnierung von Elektromotoren dahingehend zu verbessern .
Die Lösung der Aufgabe gelingt durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 , d . h . ein Verfahren zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung tragenden Körpers , insbesondere für eine elektrische Maschine , beispielsweise für einen Rotor oder Stator, wobei der Körper mit einem, vorzugsweise Harz aufweisenden, Imprägniermaterial beträufelt wird, wobei die Wicklung, insbesondere während und/oder nach der Imprägnierung, mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt wird, wobei eine auftretende Teilentladung durch ein Mikrophon detektiert wird .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach die auftretende Teilentladung akustisch durch ein Ultraschall-Richtmikrophon erkannt wird .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach das Ultraschall-Richtmikrophon axial über den Körper verfahren wird .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach eine Stelle des Körpers , an welcher eine Teilentladung ( kurz auch : TE ) detektiert wurde , erneut beträufelt wird .
Insbesondere im Hinblick auf eine spätere Belastung des Körpers , insbesondere Stator oder Rotor einer elektrischen Maschine , durch z . B . Pulse mit steilen Flanken und Überspannungen im Umrichterbetrieb, ist eine Detektion von Schwachstellen im System während der Imprägnierung von Vorteil , um direkt und zielgerichtet durch eine Nachdosierung von beispielsweise flüssigem Imprägnierharz im kritischen Bereich eine TE-Einset zspannung und somit die Güte des gesamten Systems zu erhöhen .
Feldaus fälle von elektrischen Maschinen, insbesondere der Wicklung dieser Maschinen, sind oftmals durch die eine schwache Stelle im I soliersystem verursacht , weshalb durch eine gezielte Optimierung dieser Bereiche die Aus fallwahrscheinlichkeit und dadurch die statistische Lebensdauer der Maschine erhöht werden kann .
Die Erfindung bietet den Vorteil , dass über Anschlussleitungen eine TE-Messung im laufenden Träufelverfahren durchführbar ist . Durch eine geeignete Sensorik, wie z . B . die erwähnten Ultra- schall-Richtmikrofone , können Bereiche in den Wickelköpfen und in den Nuten detektiert werden, welche zum Zeitpunkt der Messung noch eine Schwachstelle im I soliersystem darstellen . Es kann also in-situ eine ortsaufgelöste Messung durchgeführt werden, welche Harzmangel oder Drahtkreuzungen of fenbart . Das zu dieser Zeit noch flüssige Imprägnierharz ist durch seine im Vergleich zum ausgehärteten Formstof f deutlich erhöhten Dielektri zitätszahl ( 10- 15 anstatt 3-5 ) zudem von Vorteil , da die elektrische Feldstärke stärker in Fehlstellen verdrängt wird ( Dielektri zitäts zahl Luft = 1 ) , wodurch bereits bei niedrigeren anliegenden Prüfspannungen Teilentladungen in den genannten Bereichen auftreten und detektiert werden können . Da diese ortsaufgelöste Messung während des Imprägniervorgangs voll zogen werden kann, kann nun zielgerichtet über die Harzdosiervorrichtung flüssiges Imprägnierharz nachdosiert werden, um die aufgezeigten Schwachstellen zu entschärfen .
Es können somit aufwandsarm Statoren, Rotoren oder auch andere Körper, die eine Wicklung tragen, wenigstens im Wesentlichen ohne Schwachstellen im geforderten Qualitätsbereich herstellt werden und auch individuell höhere Anforderungsklassen erreicht werden, ohne nennenswert höhere wirtschaftliche Kosten zu verursachen . Denn es ist keine komplette Doppelimprägnierung notwendig . So können Material- und Fertigungs zeit eingespart werden . Eine Aus fallwahrscheinlichkeit der Motoren im Feld wird deutlich reduziert , da Aus fallmechanismen an Schwachstellen im I soliersystem bereits in der Herstellung detektiert und behoben werden können .
Ein Dosierort ist bspw . ein Wickelkopf ( innen und/oder außen, Nutaustritt , verschiedene Phasen) . Das Verfahren ist besonders gut geeignet für Rotoren und/oder Statoren dynamoelektrischer rotatorischer Maschinen . Ferner ist das Verfahren auch geeignet , um elektrische Maschinen im Allgemeinen, z . B . Trans formatoren, zu imprägnieren .
Imprägnieren steht vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung für Imprägnieren, Verfestigen oder Elektroisolieren .
Das Imprägniermaterial weist vorzugsweise Harz auf .
Das Harz ist vorzugsweise dergestalt , dass es unter Temperaturerhöhung aushärtet .
Das Imprägniermaterial kann ausschließlich Harz aufweisen . Das Imprägniermaterial kann auch ein Harz-Härter-Gemisch sein, insbesondere in Form eines mehrkomponentigen Harzsystems , aufweisend wenigstens zwei Komponenten, wobei eine erste Komponente ein Harz ist , wobei eine zweite Komponente ein Härter ist .
Das Harz ist vorteilhaft ein Epoxidharz .
Der Härter ist vorteilhaft aminbasiert .
Der Körper wird vor und/oder während und/oder nach der Beträufe- lung um eine Rotationsachse bewegt .
Der Körper voll zieht vorteilhaft keine Dauerrotation, sondern pendelt vorteilhaft zwischen zwei Stellungen .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach die Kapazität zyklisch ermittelt wird .
Besonders vorteilhaft dauert ein Zyklus wenigstens zwei Sekunden und höchstens 20 Sekunden an, vorzugsweise wenigstens fünf und höchstens zehn Sekunden . Dies bietet den Vorteil , dass , wenn beispielsweise alle fünf bis zehn Sekunden gemessen wird, z . B . zwischen Hei zphasen, eine Füllstandsverteilung über die Zeit ermitteln lässt .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach der Körper um einen ersten Winkel in einer ersten Drehrichtung, vorzugsweise in positiver Drehrichtung, gedreht wird, wobei der Körper um den negativen ersten Winkel oder einen zweiten Winkel in einer zweiten Drehrichtung, vorzugsweise in negativer Drehrichtung, gedreht wird .
In anderen Worten bedeutet dies , dass der Körper um einen ersten Winkel in Vorwärtsrichtung gedreht wird, wobei der Körper um den ersten Winkel oder einen zweiten Winkel in Rückwärtsrichtung gedreht wird .
Der Körper rotiert vorteilhaft in einer Pendelrotation . Vorteilhaft voll zieht der Körper keine fortlaufende Bewegung mit einer bestimmten Winkelgeschwindigkeit .
Vorteilhaft wird der Körper in der ersten Drehrichtung bewegt , angehalten ( also Geschwindigkeit=O ) und anschließend in der zweiten Drehrichtung bewegt .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach der Körper in der ersten Drehrichtung mit einer ersten Drehgeschwindigkeit bewegt wird, wobei der Körper in der zweiten Drehrichtung mit einer zweiten Drehgeschwindigkeit bewegt wird, wobei die erste Drehgeschwindigkeit größer ist als die zweite Drehgeschwindigkeit .
So kann eine besonders homogene Verteilung des Imprägniermaterials erreicht werden .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach die Drehgeschwindigkeit in Abhängigkeit der ermittelten Kapazität angepasst wird . Dies bietet den Vorteil, dass eine gute Harzverteilung erreicht wird .
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach das Imprägniermaterial mittels einer Dosierdüse auf den Körper bzw. in Richtung des Körpers geleitet wird.
Auf diese Weise gelingt die Beträufelung besonders gut und gleichmäßig .
Es können auch zwei oder mehr Dosierdüsen ausgebildet sein.
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach eine Dosiermenge, die auf den Körper aufgetragen wird, wenn er in der ersten Drehrichtung bewegt wird, größer ist als eine Dosiermenge, die auf den Körper aufgetragen wird, wenn er in der zweiten Drehrichtung bewegt wird.
In anderen Worten bedeutet dies: Die Dosiermenge kann z.B. während einer vollen Umdrehung um 360° in Vorwärtsrichtung ein Maximum erreichen und anschließend in Rückwärtsrichtung ein Minimum erreichen.
Ein Übergang von Maximum zu Minimum kann abrupt sein.
Ein Übergang von Maximum zu Minimum kann auch fließend sein.
So kann ein Abtropfen verhindert werden.
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach das Imprägniermaterial auf ein axiales Ende des Körpers geleitet wird.
Besonders vorteilhaft ist dies, wenn der Körper sich in einer in Bezug zur Horizontalen gekippten Lage befindet. Das Imprägniermaterial, z. B. Harz, wird vorteilhaft auf das axiale Ende des Körpers, welches bezüglich der Erdoberfläche höher liegt als das andere axiale Ende, aufgebracht. Das Imprägniermaterial kann vorteilhaft durch die geneigte Stellung in Richtung des anderen axialen Endes fließen bzw. in Richtung eines Punktes, an welchem die Imprägnierung enden soll. Der Körper kann vollständig oder teilweise imprägniert werden.
Besonders vorteilhaft ist, wenn der Körper rotiert, wenn das Imprägniermaterial aufgebracht wird. Auf diese Weise kann eine besonders homogene Verteilung des Imprägniermaterials erricht werden .
Alternativ oder zusätzlich kann die Düse verfahren werden.
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach die Dosierdüse, vorzugsweise parallel zum Körper, verfahren wird.
Dies hat den Vorteil, dass jede Stelle des Körpers gut beträufelt werden kann.
Die Düse kann hierzu verfahren werden, während der Körper gedreht wird.
Die Düse kann auch verfahren werden, bevor der Körper gedreht wird und/oder nachdem der Körper gedreht wurde.
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach der Körper im Bezug zur Horizontalen vertikal gekippt wird. Vorteilhaft ist hierbei ein Kippwinkel, der zwischen 5° und 60° bezüglich der Horizontalen liegt .
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach der erste Winkel n-360° ist, wobei n eine natürliche Zahl ist.
Natürliche Zahlen sind 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, ....
Der Körper vollzieht vorteilhaft eine volle Umdrehung. Jedoch sind auch zwei oder mehr volle Umdrehungen möglich. Auch Umdrehungen <360° sind möglich. Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach der zweite Winkel zwischen -(n-360° + 1°) und -(n-360° + 10°) liegt, vorzugsweise - (n-360° + 5°) ist, wobei n eine natürliche Zahl ist.
Dies hat den Vorteil, dass auch die Beträufelung gleichmäßig ist. Es soll verhindert werden, dass manche Stellen mit zu viel Imprägniermaterial beträufelt werden, was zu einem Abtropfen führen könnte. Das Abtropfen von Imprägniermaterial soll vermieden werden.
Eine besonders homogene Verteilung des Imprägniermaterials lässt sich durch eine beispielhafte Winkelfolge erreichen: 360°, -365°, +370°, ...
Vorteilhaft ist eine Ausführung, wonach der Körper abwechselnd in erster Drehrichtung um den ersten Winkel und in zweiter Drehrichtung um den zweiten Winkel bewegt wird, wobei der zweite Winkel wenigstens «2 = > (cg + 1°) und höchstens «2 = > (cg + 10°) ist, vorzugsweise «2 = > (cg + 5°) ist.
Vorteilhaft wird der Körper während der Beträufelung derart bewegt .
Die Wicklung wird vor und/oder während und/oder nach der Beträufelung von Strom durchflossen.
Durch die joulesche Erwärmung der Wicklung wird vorteilhaft der gesamte Körper erwärmt. Eine Erwärmung mittels eines Ofens ist dann nicht mehr nötig, was zu einer Zeit- und Kostenersparnis führt. Zudem wird Energie gespart.
Der Körper kann vor, während und nach der Imprägnierung auf diese Weise erwärmt werden. Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach eine dreiphasige Wicklung von Dreiphasenwechelstrom durchflossen wird, wobei eine einphasige Wicklung von Einphasenwechelstrom durchflossen wird .
Am Beispiel eines Stators mit dreiphasiger Wicklung erläutert werden vorteilhaft folgende Schritte ausgeführt : Die Zuleitungen des Stators werden an die Anschlussleitungen, die seitens einer Imprägniervorrichtung vorgesehen sind, angeschlossen bzw . mit diesen verbunden . Dies kann beispielsweise auch mittels einer Klemmplatte gelingen .
Ein Stromabgri f f mittels Schlei fkontakten ist auch möglich . In diesem Fall ist auch eine Dauerrotation des Körpers möglich .
Da Schlei fkontakte j edoch mit vielen Nachteilen behaftet sind, z . B . Bürstenfeuer, wird eine Aus führung mit fest verbundenen Anschlussleitungen, z . B . mittels flexibler Litzenleiter mit geeignetem Querschnitt , im Rahmen der Erfindung bevorzugt .
Der Querschnitt der Litzenleiter ist vorteilhaft größer als der Querschnitt der Wicklung .
Die Anschlussleitungen sind mit einer Energieversorgungseinheit verbunden oder verbindbar, die vorzugsweise Energie in Form von Dreiphasenwechselstrom bereitstellt .
Die drei Phasen des Stators werden bestromt , wodurch sich die Wicklungen erwärmen . Die Wicklungen sind vorteilhaft als Kupferwicklungen ausgebildet .
Die Wicklungen können dauerhaft bestromt werden . Jedoch sind auch Pausen möglich .
Analog zum Beispiel „Stator" kann auch ein Rotor oder ein Transformator oder eine andere elektrische Maschine imprägniert werden . Die Lösung der Aufgabe gelingt ferner durch eine Imprägniervorrichtung zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung tragenden Körpers , insbesondere für eine elektrische Maschine , insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche , aufweisend :
- einen Antrieb mit einer Antriebswelle , wobei der Antrieb zur Bewegung des Körpers um eine Rotationsachse ausgebildet ist , wobei die Antriebswelle wenigstens ein Befestigungselement zur lösbaren Anbindung des Körpers an die Antriebswelle aufweist ,
- eine Träufeleinheit , wobei die Träufeleinheit zur Beträufelung des Körpers mit einem Imprägniermaterial ausgebildet ist ,
- eine Anschlusseinheit , wobei die Anschlusseinheit zum Anschluss der Wicklung an eine elektrische Energieversorgung ausgebildet ist .
Die Anschlusseinheit kann eine Klemmplatte aufweisen, an welcher die Wicklungsenden anklemmbar sind .
Alternativ oder zusätzlich kann die Anschlusseinheit auch einzelne Leiter umfassen, die mit den Wicklungsenden verbindbar sind .
Alternativ oder zusätzlich kann die Anschlusseinheit auch Schlei fkontakte umfassen .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach der Antrieb im Bezug zur Hori zontalen vertikal kippbar ausgebildet ist .
Vorteilhaft ist eine Aus führung, wonach die Träufeleinheit eine Dosierdüse zur Ausleitung des Imprägniermaterials umfasst .
Die Lösung der Aufgabe gelingt ferner durch einen Rotor und/oder Stator, imprägniert nach einem derartigen Verfahren .
Die Erfindung bietet den Vorteil , dass ressourcenef fi zient imprägniert werden kann, da die auf den Körper auf geträufelte Harzmenge exakt und individuell dosiert werden kann z . B . im Vergleich zu bekannten Tauchverfahren .
Es besteht die Möglichkeit , mehrkomponentige Harzsysteme zu verwenden, wie in EP 3 872 962 A2 bereits of fenbart .
Diese mehrkomponentigen Harzsysteme weisen im gemischten Zustand eine derart hohe Reaktivität auf , dass eine Gelierung und eine Härtung bei Raumtemperatur oder nur leicht erhöhter Temperatur möglich sind .
Die Lösung der Aufgabe gelingt zudem durch einen als digitalen Zwilling eines wenigstens eine Wicklung tragenden Körpers fungierenden Softwareobj ekts , wobei der Körper mittels des Verfahrens imprägniert wird .
Die Lösung der Aufgabe gelingt ferner durch ein Verfahren zur Erzeugung eines als digitaler Zwilling eines wenigstens eine Wicklung tragenden Körpers fungierenden Softwareob ekts , wobei der Körper mittels des beschriebenen Verfahrens imprägniert wird .
Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten Aus führungsbeispiele näher beschrieben und erläutert .
Es zeigen :
FIG 1 eine dynamoelektrische rotatorische Maschine ,
FIG 2 und 3 einen Körper,
FIG 4 eine Imprägniervorrichtung,
FIG 5 das Verfahren,
FIG 6 und 7 eine Rotation, FIG 8 bis 11 einen Verlauf der Aufnahme des Imprägniermateri- als ,
FIG 12 bis 14 eine Vernetzung,
FIG 15 einen als digitaler Zwilling fungierendes Soft- wareobj ekt ,
FIG 16 weitere mögliche Anordnungen des Mikrophons ,
FIG 17 und 18 Details und mögliche Fehler .
FIG 1 zeigt eine dynamoelektrische rotatorische Maschine 1 mit einem Stator 2 , einem Rotor 3 und einer Welle 31 .
Der Rotor und/oder Stator wurden mittels des beschriebenen Verfahrens imprägniert .
FIG 2 zeigt einen Körper 4 , der eine Wicklung 41 trägt .
Der Körper 4 ist beispielsweise der in FIG 1 gezeigte Rotor 3 oder der Stator 2 . Jedoch sind auch andere Körper, die eine Wicklung 41 tragen, mittels des Verfahrens imprägnierbar .
Der Körper 4 wird in der Figur imprägniert , indem dieser mittels eine Dosierdüse 5 Imprägniermaterial 6 , insbesondere Harz oder eine Harz aufweisende Mischung, beträufelt wird .
Der Körper 4 wird vor und/oder während und/oder nach der Beträu- felung um eine Rotationsachse A bewegt .
Die Wicklung 41 wird vor und/oder während und/oder nach der Be- träufelung von Strom durchflossen .
Dies gelingt in der Figur durch angeschlossene Litzenleiter LU, LV, LW . Diese sind vorteilhaft an eine Energieversorgungseinheit ( siehe Bezugs zeichen 25 in FIG 4 ) angeschlossen . Durch den Stromfluss und einen damit einhergehenden Wärmeverlust , wird der Körper erwärmt .
Das Bezugs zeichen RI zeigt , dass der Körper 4 um einen ersten Winkel in einer ersten Drehrichtung, vorzugsweise in positiver Drehrichtung, gedreht wird . Das Bezugs zeichen R2 zeigt , dass der Körper um den negativen ersten Winkel gedreht wird . Dies wird in FIG 6 verdeutlicht .
Es ist auch möglich, dass der Körper um einen zweiten Winkel in einer zweiten Drehrichtung, vorzugsweise in negativer Drehrichtung, gedreht wird . Dies wird in FIG 7 verdeutlicht .
Vorteilhaft ist bei der Beträuf elung, wenn der Körper abwechselnd in erster Drehrichtung um den ersten Winkel und in zweiter Drehrichtung um den zweiten Winkel bewegt wird, wobei der zweite Winkel wenigstens a2 = - ( al + 1 ° ) und höchstens a2 = - ( al + 10 ° ) ist , vorzugsweise a2 = - ( al + 5 ° ) ist .
Die Figur zeigt ein Mikrophon 200 , insbesondere ein Ultraschall- Richtmikrophon . Dieses ist vorteilhaft dazu ausgebildet , Schallwellen 201 , die durch Teilentladungen entstehen, zu erkennen .
Das Mikrophon 200 kann sich auf einer Achse C bewegen (mit 202 gekennzeichnet .
Die Wicklung 41 wird, insbesondere während und/oder nach der Imprägnierung, mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt .
Im Falle einer fehlerhaften Imprägnierung und/oder einer nicht ausreichenden Imprägnierung und/oder einer Drahtkreuzung (nicht abschließende Auf zählung) wird eine vom Spannungsimpuls hervorgerufene auftretende Teilentladung durch das Mikrophon 200 de- tektiert . Dies gelingt vorteilhaft, indem die auftretende Teilentladung akustisch durch ein Ultraschall-Richtmikrophon erkannt wird.
Damit alle Fehlerstellen erkannt werden, ist es von Vorteil, wenn das Mikrophon 200 axial über den Körper 4 und somit über die Wicklung 41 verfahren wird.
Um einen erkannten Fehler zu beheben, ist es von Vorteil, wenn eine Stelle des Körpers, an welcher eine Teilentladung detek- tiert wurde, erneut beträufelt wird.
Vorteilhaft wird ein Hochspannungsimpuls auf einen Prüfling (also den Körper, z.B. Stator oder Rotor) gegeben.
FIG 3 zeigt den Körper 4, im Bezug zur Horizontalen vertikal gekippt ist. Vorteilhaft ist hierbei ein Kippwinkel ß, der zwischen 5° und 60° bezüglich der Horizontalen liegt.
Besonders gut ist ein Kippwinkel ß, der zwischen 10° und 35° bezüglich der Horizontalen liegt.
FIG 4 zeigt eine Imprägniervorrichtung 10.
Die Imprägniervorrichtung 10 zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung tragenden Körpers, insbesondere für eine elektrische Maschine 1, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gemäß FIG 4 weist auf: Einen Antrieb 11 mit einer Antriebswelle 12, wobei der Antrieb 11 zur Bewegung des Körpers 4 um die Rotationsachse A ausgebildet ist. Die Antriebswelle 12 weist wenigstens ein Befestigungselement 13 zur lösbaren Anbindung des Körpers 4 an die Antriebswelle 12 auf.
Die in der Figur gezeigte Imprägniervorrichtung 10 weist zudem eine Träufeleinheit 51 auf, wobei die Träufeleinheit 51 zur Be- träufelung des Körpers 4 mit dem Imprägniermaterial 6 ausgebildet ist. Die Träufeleinheit 51 weist in der Figur die Dosierdüse 5 auf sowie ein Reservoir 7 , in welchem das Imprägniermaterial 6 vorgehalten wird .
Die Träufeleinheit 51 kann z . B . entlang einer Achse B verfahren werden .
Zudem weist die gezeigte Imprägniervorrichtung 10 eine Anschlusseinheit 24 auf , wobei die Anschlusseinheit 24 zum Anschluss der Wicklung 41 an eine elektrische Energieversorgung ausgebildet ist . Hierzu ist in der Figur die Energieversorgungseinheit 25 dargestellt .
Die Wicklung 41 ist in der Figur mittels der Litzenleiter LU, LV, LW an die Energieversorgungseinheit angeschlossen . In der Figur gelingt dies durch eine Klemmplatte 23 .
Auf diese Weise wird ein Stromfluss durch die Wicklung ermöglicht .
Die Litzenleiter sind vorteilhaft flexibel .
Die Litzenleiter sind vorteilhaft so lang, dass sie auch bei z .
B . drei vollen Umdrehungen des Körpers die Wicklung 41 mit der Energieversorgungseinheit 25 verbinden und nicht abreißen bzw . sich nicht lösen . Sie können sich beim Drehen um die Antriebswelle 12 wickeln und an dieser anliegen .
Je nach Anwendung, sind die Litzenleiter so lang, dass zwischen einer und zehn vollen Umdrehungen möglich sind .
Wenn der Körper 4 z . B . in die Gegenrichtung bewegt wird, werden die auf der Antriebswelle 12 auf gewickelten Litzenleiter LU, LV, LW wieder abgewickelt . Es ist auch möglich, mittels Schleifkontakten Strom von der Energieversorgungseinheit für die Wicklung abzugreifen. Jedoch wird die in der Figur dargestellte Aus führungs form bevorzugt.
Die Figur zeigt zudem einen Geber 8.
Die Figur zeigt einen Arm 20 und einen Arm 21, die mittels eines Gelenks 22 verbunden sind. Dies ist eine beispielhafte Ausführungsform, die ein in Bezug zur Horizontalen vertikales Kippen des Antriebs 11 bzw. des Körpers 4 ermöglicht. Es sind auch andere Formen möglich.
Beispielsweise wird ein Stator 2 oder Rotor 3 (siehe FIG 1) auf die gezeigte Antriebswelle 12 aufgespannt und mittels des Befestigungselements 13 befestigt. Auch andere Aufnahmevorrichtungen sind möglich. Vorteilhaft ist eine Aufnahmevorrichtung, die dazu ausgebildet ist, den Körper 4 um seine Längsachse zu rotieren.
Das Imprägniermaterial 6 ist vorzugsweise flüssig. Im Fall eines zu imprägnierenden Stators wird das Imprägniermaterial 6 beispielsweise auf die Wickelköpfe geträufelt und kann sich aufgrund der Drehbewegung tropffrei und homogen im Wickelkopf verteilen. Durch auftretende Kapillarkräfte kann wird das Imprägniermaterial vorteilhaft in vorliegende Nuten gezogen werden.
Da der Stator durch die Bestromung erwärmt ist bzw. erwärmt wird, wird z. B. die Fließfähigkeit des Imprägniermaterials 6, vorzugsweise des Harzes, verbessert. Zudem wird so besonders gut eine Gelierung und Härtung des Imprägniermaterials 6 herbeigeführt .
FIG 5 zeigt das Verfahren.
In einem Verfahrensschritt S1 wird der Körper 4 (siehe FIG 4) von Strom durchflossen. Der Körper 4 erwärmt sich dadurch. Es ist möglich, eine definierte Zeitspanne abzuwarten, um mit Verfahrensschritt S2 fortzufahren . Alternativ wird unmittelbar danach im Verfahrensschritt S2 mittels der Dosierdüse 5 Imprägniermaterial 6 zur Beträufelung des Körpers 4 ausgeleitet .
Der Körper 4 wird in einem Verfahrensschritt S3 in die erste Drehrichtung RI rotiert und kann anschließend in die zweite Drehrichtung R2 rotiert werden .
Die Beträufelung kann nun bereits vollständig sein und die Ausleitung des Imprägniermaterials in einem Verfahrensschritt S4 angehalten werden .
In einem Verfahrensschritt S5 wird die Wicklung mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt , wobei eine auftretende Teilentladung durch das Mikrophon detektiert wird .
In einem Verfahrensschritt S 6 kann eine Stelle des Körpers , an welcher eine Teilentladung detektiert wurde , oder auch mehrere Stellen erneut beträufelt werden .
Anschließend kann ein Aushärten erfolgen .
Alternativ kann schon während der Beträufelung eine Teilentladungsdetektion erfolgen . Dann kann im Verfahrensschritt S4 die Wicklung mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt werden und eine auftretende Teilentladung durch das Mikrophon detektiert werden, im Verfahrensschritt S5 eine Stelle des Körpers , an welcher eine Teilentladung detektiert wurde , oder auch mehrere Stellen erneut beträufelt werden und die Beträufelung im Verfahrensschritt S 6 angehalten werden .
Die Dosierdüse 5 kann j edoch auch, während sie Imprägniermaterial ausleitet , verfahren werden . Die Ausleitung des Imprägniermaterials kann j edoch auch gestoppt werden, wenn die Dosierdüse verfahren werden soll . Eine Kombination von Erwärmung der Wicklung, wobei die Wicklung vorteilhaft Kupfer aufweist, durch die beschriebene Bestromung sowie das Aufbringen des Imprägniermaterials durch Träufeln und die Pendelbewegung des zu imprägnierenden Körpers verhindert ein Abtropfen des Imprägniermaterials. Eine homogene Verteilung des Imprägniermaterials, beispielsweise im Wickelkopf, oder z. B. in Nuten von Rotor oder Stator kann dadurch gut erreicht werden.
Im Verfahren kann - z. B. je nach Art und Größe des Körpers - eine Umkehrgeschwindigkeit, eine Position der Dosierdüsen, zeitweise Verringerung der Dosiermenge vor und während der Umkehr sowie eine zeitliche Varianz aufeinander folgender Umkehrprozesse variiert werden.
Die Dosiermenge kann z.B. während einer vollen Umdrehung maximiert werden, um dann während des Umkehrprozesses minimiert zu werden, um ein Abtropfen zu verhindern.
Der Umkehrprozess kann z.B. nach jeweils 360° (oder ganze Vielfache davon) oder aber nach variablen Rotationswinkeln (z.B. 1. 360°, 2. -365°, 3. +370°, ...) geschehen, um eine möglichst homogene Verteilung zu gewährleisten.
Die Anschlussleitungen können auch derart flexibel und lang ausgestaltet sein, dass nur wenige oder gar keine Umkehrungen während des eigentlichen Dosierprozesses notwendig sind. Die Länge und Art der Anschlussleitungen sind vorteilhaft so zu wählen, dass möglichst geringe joulesche Verluste in den Anschlussleitungen vorhanden sind.
Besonders vorteilhaft sind hierbei die beschriebenen flexiblen Litzenleiter mit einem geeigneten Querschnitt, der z. B. nennenswert größer ist als der Querschnitt der Wicklung. Jedoch sind auch andere Aus führungs formen möglich.
FIG 8 - FIG 11 zeigen den Verlauf der Aufnahme des Imprägniermaterials, insbesondere Harzaufnahme. Die Abs zisse kennzeichnet einen zeitlichen Verlauf t , der die Aufnahme des Imprägniermaterials , siehe FIG 8 bis 11 , und eine Vernetzung, siehe FIG 12 bis 14 umfasst . Die Ordinate kennzeichnet eine Kapazität 30 , insbesondere eine Kapazitätserhöhung in den FIG 8 bis 11 sowie eine Kapazitätserniedrigung in den FIG 12 bis 14 .
Es wird eine Erhöhung der Kapazität 30 zwischen den Phasen U und V, V und W sowie U und W angezeigt , siehe Ml , wie auch eine Ka- pazitätserhöhung zwischen U gegen Erde , V gegen Erde und W gegen Erde ( gezeigt durch Ground G) , siehe M2 .
Die Aufnahme des Imprägniermaterials 6 beginnt bei tl in FIG 1 , indem die Düse 5 das Imprägniermaterial 6 , vorzugsweise tröpfchenweise , auf die Wicklung 41 aufbringt bzw . die Wicklung 41 beträufelt . Die Wicklung 41 ist vorteilhaft wenigstens teilweise in Nuten des Körpers 4 , insbesondere Blechpaket , angeordnet . An einem axialen vorderen Ende und an einem axialen hinteren Ende sind vorteilhaft Wickelköpfe ausgebildet .
Zusätzlich kann an einem anderen Ende der Wicklung 41 eine weitere Düse 5a Imprägniermaterial 6a aufbringen .
In den FIG 9 - 11 ist sichtbar, dass die Wicklung Imprägniermaterial 6 auf genommen hat . In t2 wird eine Sättigung der Wickelköpfe erreicht , in t3 ein Einfließen in den Nutaustritt , in t4 eine Sättigung der Nuten .
FIG 11 zeigt zudem, dass durch eine Kontaktierung von Einzelblechen 39 eine bessere Auflösung möglich ist und somit eine Kapazität von U gegen Erde , V gegen Erde und W gegen Erde besser ermittelt werden kann .
Die Erfindung ist von Vorteil , da dadurch eine Messung und Verarbeitung der elektrischen Kapazitäten zwischen einzelnen Phasen U, V und W bzw . der j eweiligen Kapazitäten zwischen den vorgenannten Phasen und dem Eisenblech (Erde ) möglich ist . Aus daraus , vorteilhaft in Echtzeit , erhaltenen Informationen können im laufenden Prozess Parameter, wie Dosiermenge , Dosierort ( insbesondere Wickelkopf innerhalb und/oder außerhalb, Nutaustritt , verschiedene Phasen) , Wicklungstemperatur der Einzelphasen angepasst werden .
Ein besonderer Vorteil ist dadurch gegeben, dass die Träufeltechnologie , insbesondere die Möglichkeit , die einzubringende Harzmenge gezielt zeit- und ortsaufgelöst zu j ustieren, sowie die Möglichkeit , die Wicklungstemperatur über die angeschlossenen Leitungen des direkt und phasenindividuell einstellen zu können in Kombination mit dem Wissen über die Harz füllmenge , insbesondere innerhalb der Wickelköpfe sowie der einzelnen Nuten, einen hochpräzisen, bauteilspezi fischen Prozess erlaubt . Zudem können Energie und Ressourcen gespart werden .
Die Messung der Kapazitäten kann in zwei Bereiche , einen Dosierbereich ( siehe FIG 8 bis FIG 11 ) und einen Gelier- bzw . Härtungsbereich ( FIG 12 bis FIG 14 ) aufgeteilt werden .
Im Laufe der Eindosierung des Imprägniermaterials 6 bzw . 6a kommt es vorteilhaft zur Verdrängung der Luft in den Zwischenräumen der Wicklung, insbesondere in den Lackdraht-Zwischenräumen, durch das , vorzugsweise flüssige , Imprägniermaterial . Dieses erhöht vorteilhaft aufgrund seiner hohen dielektrischen Zahl ( >10 ) die gemessene Kapazität sukzessive .
Hierbei ist eine Di f ferenzierung der Messpunkte wichtig für die Verteilung des Imprägniermaterials , was in den Figuren dargelegt ist .
Eine Erhöhung der Phase-Phase-Kapazität zeigt vorteilhaft die Füllung des Imprägniermaterials in den Wickelköpfen an ( aufgelöst nach den einzelnen Bereichen des Wickelkopfes ) . Eine Erhöhung der Phase (n) -Erde-Kapazität zeigt vorteilhaft die Füllmenge in den einzelnen Nuten an . Möglich ist zudem ein Abgrei fen der Erdelektrode an j edem Einzelblech 39 , vgl FIG 11 , mit einer kleinen Messspitze . Dies kann die Auflösung innerhalb der Nuten zusätzlich verbessern .
Über die Kenntnis welche Phase in welcher Nut des rollierenden Stators läuft , sowie in welchen Bereichen des Wickelkopfes j eweils zwei der drei Phasen aneinander liegen und somit maßgeblich den kapazitiven Aufbau beeinflussen, kann zielgerichtet , insbesondere über eine Synchronisierung der Rotationsgeschwindigkeit und damit der Winkelposition der kritischen Bereiche mit der Dosiermenge , eine optimale Verteilung des Imprägniermaterials gewährleistet werden . Durch eine zeitgleiche Messung oder in kurzen Sequenzen von beispielsweise fünf bis zehn Sekunden, z . B . zwischen Hei zphasen, von Temperatur und Kapazität kann eine Füllstandsverteilung über die Zeit ermittelt werden .
Im weiteren Verlauf , siehe FIG 12 bis 14 , der Gelierung bzw . der Härtung des verteilten Imprägniermaterials , z . B . Reaktivharzes , innerhalb der Wicklung 41 kommt es vorteilhaft aufgrund der Vernetzung zu einer Verkleinerung der Dielektri zitäts zahl bis hin zum Endzustand der vollständigen Vernetzung, welche , j e nach Harzchemie sowie Anzahl und Beschaf fenheit polarer Gruppen eine Dielektri zitäts zahl vorteilhaft zwischen 2 und 5 aufweist . Dieser Vorgang schlägt sich vorteilhaft in der Messung der Kapazitäten nieder, wodurch durch eine Messung der veränderlichen Kapazitäten eine Aussage über den Vernetzungsgrad und damit über die ggf . verbleibende Viskosität getrof fen werden kann, welche bei einer Träufelanlage zyklus zeitbestimmend ist .
Insbesondere mittels der thermokinetischen Simulationen, welche Teil der europäischen Patentanmeldung mit der Anmeldenummer 22183330 . 4 sind, kann hierbei ein prozesstechnischer Vorteil generiert werden, indem beispielsweise bauteilindividuell ein notwendiger Geliergrad, der j e nach Bauteilgröße und Beschaf fenheit variieren kann, im laufenden Betrieb ermittelt werden und somit eine Bauteilentnahme veranlasst werden bzw . gezielt über Einzel- phasenbestromung die Härtungsreaktion katalysiert werden kann .
FIG 12 , 13 und 14 zeigen eine Erniedrigung der Kapazität 30 . Die Kapazitätserniedrigung ist im Wesentlichen eine Folge der Gelierung (Vernetzung) .
In t5 ( siehe FIG 12 und 13 ) liegt ein Beginn der Vernetzung, in t6 ein Gelierpunkt , in t7 liegt eine vollständige Vernetzung vor .
Im Zeitfenster At56 , siehe FIG 14 , liegt vorteilhaft ein tropffreier Stator vor, wobei dies insbesondere taktzeitenabhängig und auch variantenabhängig ist .
Kapazitätsschwellwerte können einen Vernetzungsgrad anzeigen und Taktzeiten somit in situ optimiert werden . Dies gelingt vorteilhaft dann besonders gut , wenn ein Kapazitätsverlauf über den Vernetzungsvorgang in Korrelation mit der Viskosität bekannt ist .
Da das Imprägniermaterial als , vorteilhaft flüssiges , Dielektrikum während der Imprägnierung sukzessive Luft verdrängt , gilt vorteilhaft :
Kapazität ~ £0£r Geometriekonstante sr von Luft ist 1 , sr von flüssigem Harz liegt vorteilhaft zwischen 10 und 15 .
Die Vereinbarung von Träufeln, also insbesondere das gezielte Eindosieren einer Harzmenge in spezielle Bereiche des Stators , mit der Möglichkeit des Leitungsanschlusses ( auch Reversierträufeln genannt ) , bietet die Möglichkeit , verschiedene Messungen am Stator oder einem anderen Körper, der eine Wicklung aufweist , im laufenden Prozess durchzuführen und eine zielgerichtete bzw . partielle Aufhei zung der Wicklung zu realisieren . Somit kann erstmals varianzunabhängig im sog . One piece flow individuell imprägniert und gehärtet werden . Daraus bietet die Möglichkeit von Material- und Energieeinsparungen sowie Taktzeitenoptimierungen und somit Produktivität in der Fertigung .
FIG 15 zeigt einen als digitaler Zwilling eines wenigstens eine Wicklung 41 tragenden Körpers 4 fungierendes Softwareobj ekt 400 . Der Körper 4 wird mittels des beschriebenen Verfahrens imprägniert .
Ein digitaler Zwilling ist vorteilhaft ein digitales Abbild bzw . eine datentechnische Entsprechung des Körpers 4 , also bspw . des Rotors und/oder des Stators .
Der digitale Zwilling ist somit vorteilhaft ein Datensatz , welcher direkt oder indirekt alle diej enigen Daten 401 umfasst , die zur Beschreibung der relevanten Eigenschaften des Körpers 4 notwendig sind . Die Eigenschaften sind z . B . Maße des Körpers .
Der digitale Zwilling ist für das Verfahren zur Imprägnierung besonders vorteilhaft . Dadurch kann ein Abbild von fehlerhaften Stellen geschaf fen werden und so gezielt nachgebessert werden .
Auch andere Größen können miteinfließen . Wenn der Körper 4 mit einem, vorzugsweise Harz aufweisenden, Imprägniermaterial 6 beträufelt wird und eine Kapazität 30 zwischen zwei Phasen der Wicklung ermittelt wird und/oder eine Kapazität 30 zwischen einer Phase der Wicklung 41 gegen Erdpotential G ermittelt wird und eine Menge auf genommenen Imprägniermaterials durch eine Änderung der Kapazität 30 ermittelt wird, kann der Körper 4 vor und/oder während und/oder nach der Beträufelung um eine Rotationsachse A bewegt werden, insbesondere um das Imprägniermaterial gut zu verteilen . Das Imprägniermaterial kann so gut in bspw . Nuten einziehen .
Es besteht die Möglichkeit , durch den digitalen Zwilling zu erfahren, wie lange noch geträufelt werden sollte , ob bestimmte Stellen erneut beträufelt werden sollten oder ob eine Rotationsbewegung nötig ist , um gute Ergebnisse zu erzielen . Zudem kann durch den digitalen Zwilling ein Wissen darüber erreicht werden, welche Dosiermenge und/oder welcher Dosierort welche Einspeisung von Energie in die Wicklung zur Änderung einer Wicklungstempera- tur nötig ist .
So kann z . B . eine Steuerung für Verbesserungen der Imprägnierung angewiesen werden .
FIG 16 zeigt weitere mögliche Anordnungen des Mikrophons . Alternativ oder zusätzlich kann ein Mikrophon 200a und/oder ein Mikrophon 200b an den gezeigten Stellen angeordnet werden, um Fehler besser erkennen zu können . Die Bewegungsrichtungen 202 a und 202b sind ebenso dargestellt .
Ferner sind Details des imprägnierten Körpers , ebenso in FIG 17 und FIG 18 , gezeigt . Fehler sind beispielsweise eine mangelhafte Imprägnierung 300 oder eine ungünstige Drahtkreuzung 301 ( z . B . unterschiedlicher Phasen U, V, W oder niedrige und hohe Windung derselben Phase ) . Vorteilhaft wird dies durch ein axiales Abfahren des Körpers durch die Ultraschall-Richtmikrophone erkannt . Die Teilentladungen können durch den entstehenden Ultraschall gut lokalisiert werden . So ist ein zielgerichtetes Nachdosieren möglich .
Beispielsweise wird der Fehler der mangelhaften Imprägnierung 300 durch eine Schließung der harzverarmten Region, siehe 302 , behoben . Bei ungünstigen Drahtkreuzungen 301 ist eine Erhöhung der Harzmenge und dadurch der Imprägnierqualität im kritischen Bereich, siehe 303 , von Vorteil .

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung (41) tragenden Körpers (4) , insbesondere für eine elektrische
Maschine (1) , beispielsweise für einen Rotor (3) oder Stator (2) , wobei der Körper (4) mit einem, vorzugsweise Harz aufweisenden, Imprägniermaterial (6) beträufelt wird, wobei die Wicklung während und/oder nach der Imprägnierung mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt wird, wobei eine auftretende Teilentladung durch ein Mikrophon detektiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die auftretende Teilentladung akustisch durch ein Ultraschall-Richtmikrophon erkannt wird .
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Ultraschall-Richtmikrophon axial über den Körper verfahren wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Stelle des Körpers, an welcher eine Teilentladung detektiert wurde, erneut beträufelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Kapazität (30) zwischen zwei Phasen (U, V, W) der Wicklung (41) ermittelt wird und/oder wobei eine Kapazität (30) zwischen einer Phase (U, V, W) der Wicklung (41) gegen Erdpotential (G) ermittelt wird, wobei eine Menge auf genommenen Imprägniermaterials durch eine Änderung der Kapazität (30) ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Körper (4) vor und/oder während und/oder nach der Beträufelung um eine Rotationsachse (A) bewegt wird, wobei die Wicklung (41) vor und/oder während und/oder nach der Beträufelung zur Erwärmung der Wicklung von Strom durchflossen wird, wobei eine Dosiermenge und/oder ein Dosierort und/oder eine Einspeisung von Energie in die Wicklung zur Änderung einer Wicklungstemperatur , insbesondere der einzelnen Phasen, in Abhängigkeit der ermittelten Kapazität angepasst wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, wobei die Kapazität zyklisch ermittelt wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Körper (4) um einen ersten Winkel (cg) in einer ersten Drehrichtung, vorzugsweise in positiver Drehrichtung (RI) , gedreht wird, wobei der Körper (4) um den negativen ersten Winkel -(cg) oder einen zweiten Winkel («2) in einer zweiten Drehrichtung (R2) , vorzugsweise in negativer Drehrichtung, gedreht wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Körper (4) in der ersten Drehrichtung (RI) mit einer ersten Drehgeschwindigkeit bewegt wird, wobei der Körper (4) in der zweiten Drehrichtung (R2) mit einer zweiten Drehgeschwindigkeit bewegt wird, wobei die erste Drehgeschwindigkeit größer ist als die zweite Drehgeschwindigkeit.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Drehgeschwindigkeit in Abhängigkeit der ermittelten Kapazität angepasst wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Imprägniermaterial (6) mittels einer Dosierdüse (5) auf den Körper (4) bzw. in Richtung des Körpers (4) geleitet wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Imprägniermaterial (6) auf ein axiales Ende des Körpers (4) geleitet wird.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Dosierdüse (5) , vorzugsweise parallel zum Körper (4) , verfahren wird .
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Körper (4) im Bezug zur Horizontalen vertikal gekippt wird.
15. Imprägniervorrichtung (10) zur Imprägnierung eines wenigstens eine Wicklung (41) tragenden Körpers (4) , insbesondere für eine elektrische Maschine (1) , insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend:
- einen Antrieb (11) mit einer Antriebswelle (12) , wobei der Antrieb (11) zur Bewegung des Körpers (4) um eine Rotationsachse (A) ausgebildet ist, wobei die Antriebswelle (12) wenigstens ein Befestigungselement (13) zur lösbaren Anbindung des Körpers (4) an die Antriebswelle (12) aufweist,
- eine Träufeleinheit (51) , wobei die Träufeleinheit (51) zur Beträufelung des Körpers (4) mit einem Imprägniermaterial (6) ausgebildet ist,
- eine Anschlusseinheit (24) , wobei die Anschlusseinheit (24) zum Anschluss der Wicklung (41) an eine elektrische Energieversorgung (25) ausgebildet ist,
- ein Mikrophon zur Detektion einer Teilentladung.
16. Körper, aufweisend wenigstens eine Wicklung, insbesondere Rotor (3) und/oder Stator (2) , imprägniert nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
17. Als digitaler Zwilling eines wenigstens eine Wicklung (41) tragenden Körpers (4) fungierendes Softwareobjekt (400) , wobei der Körper (4) mittels eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 14 imprägniert wird.
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