EP4702643A1 - Verfahren zur herstellung mindestens eines flüssigkeitskanals in einem blechpaket, damit hergestelltes blechpaket und elektrische maschine mit diesem blechpaket - Google Patents
Verfahren zur herstellung mindestens eines flüssigkeitskanals in einem blechpaket, damit hergestelltes blechpaket und elektrische maschine mit diesem blechpaketInfo
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- EP4702643A1 EP4702643A1 EP23724187.2A EP23724187A EP4702643A1 EP 4702643 A1 EP4702643 A1 EP 4702643A1 EP 23724187 A EP23724187 A EP 23724187A EP 4702643 A1 EP4702643 A1 EP 4702643A1
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines Flüssigkeitskanals (18) in einem Blechpaket (3), ein damit hergestelltes Blechpaket (3) und eine elektrische Maschine mit diesem Blechpaket (3) gezeigt. Um hervorragende Eigenschaften zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, dass zumindest zwei Aussparungen (16) der Blechteile (2b) jeweils einen Kragen (20) mit Laschen (24) aufweisen, wobei diese Kragen (20) entlang des Flüssigkeitskanals (18) ineinander eingreifen und sich zumindest mit ihren Laschen (24) überlappen.
Description
Verfahren zur Herstellung mindestens eines Flüssiqkeitskanals in einem Blechpaket, damit hergestelltes Blechpaket und elektrische Maschine mit diesem Blechpaket
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung mindestens eines Flüssigkeitskanals in einem Blechpaket, bei dem in ein Blech oder Blechband, das auf zumindest einer Flachseite zumindest einen Klebstoff, insbesondere Schmelzklebelack, aufweist, mehrere Aussparungen mit einer Umfangskontur eingebracht, insbesondere eingestanzt, werden, nachfolgend vom Blech oder Blechband mehrere Blechteile vereinzelt werden, die je mindestens eine Aussparung der Aussparungen aufweisen, die Blechteile derart übereinandergestapelt werden, dass die Aussparungen zumindest den sich im Blechpaket, insbesondere axial, erstreckenden Flüssigkeitskanal begrenzen, und die übereinandergestapelten Blechteile durch den Klebstoff miteinander zum Blechpaket verklebt werden.
Zur Kühlung eines Blechpakets eines Stators einer elektrischen Maschine, nämlich eines Generators, ist es bekannt (EP2109206A1 , DE29707181 U1 ), im Blechpaket des Stators einen axialen Flüssigkeitskanal vorzusehen, der von Aussparungen in Blechteilen des Blechpakets begrenzt wird.
Hierzu werden - beispielsweise unter Anwendung eines Paketierverfahrens - diese Blechteile aus einem Blech oder Blechband ausgestanzt, in das vorher Aussparungen für den Flüssigkeitskanal eingestanzt wurden. Nach dem Übereinanderstapeln der Blechteile werden diese zum Blechpaket laminiert, womit im Blechpaket ein axialer Flüssigkeitskanal hergestellt wird. Das Laminieren kann auch, wie in DE29707181 U1 geoffenbart, durch Verkleben erfolgen.
Der Flüssigkeitskanal wird von Kühlflüssigkeit durchströmt, wobei Problemen einer Leckage im Flüssigkeitskanal, etwa aufgrund von Laminierungsdefekten, durch Verwendung einer elektrisch isolierenden Kühlflüssigkeit begegnet wird.
Elektrische Kurzschlüsse lassen sich damit zwar vermeiden - nachteilig erhöht ausgetretene Kühlflüssigkeit aber den Drehwiderstand an der elektrischen Maschine, was wiederum deren Wirkungsgrad reduziert.
Außerdem ist bei Blechpaketen im Hochleistungsbereich eine hohe Druckbeständigkeit gefordert, um eine ausreichende Flüssigkeitskühlung sicherstellen zu können.
Darstellung der Erfindung
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Verfahren der eingangs geschilderten Art derart zu verändern, dass reproduzierbar ein flüssigkeitsdichter Flüssigkeitskanal im Blechpaket geschaffen wird, der zudem eine hohe Druckbeständigkeit und eine hohe Effizienz in der Temperierung des Blechpakets aufweisen kann. Zudem soll das Verfahren einfach handhabbar sein und eine zeit- sowie kostengünstige Herstellung von Blechpaketen ermöglichen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 .
Weisen die Umfangskonturen von zumindest zwei eingebrachten Aussparungen mehrere, insbesondere radial nach innen gerichtete, Laschen auf, kann im Flüssigkeitskanal eine Struktur geschaffen werden, die die Druckbeständigkeit des Blechpakets erhöhen kann. In diesem Verfahrensschritt können die Laschen beispielsweise radial nach innen gerichtet sein.
Nachfolgend wird an den zumindest zwei Aussparungen jeweils ein Kragen durch Umformen eingebracht, sodass diese Kragen derart ausgebildet werden, dass diese bei übereinandergestapelten Blechteilen, welche diese Kragen aufweisen, über die Länge des Flüssigkeitskanals ineinander eingreifen und sich zumindest mit ihren Laschen überlappen. Mit dieser Überlappung der Laschen kann nämlich ein Eindringen von Flüssigkeit in die Verklebung zwischen den Blechteilen erschwert werden, zumal diese überlappenden Laschen auch entsprechend dem Flüssigkeitsdruck aufeinandergedrückt werden. Das Blechpaket kann daher gegenüber Leckage deutlich standfester ausgebildet werden. Zudem ist es je nach gewählter Kontur der Laschen auch
möglich, die Effizienz der Kühlung des Blechpakets zu verändern, beispielsweise indem die Kontur der überlappenden Laschen derart gewählt wird, dass sich für einen hohe Wärmeübergang zwischen der Flüssigkeit und dem Blechpaket eine turbulente Strömung im Flüssigkeitskanal einstellt oder sich diese erhöht.
Zudem ist das Verfahren zur Erzeugung der Laschen und eines Kragens mit gattungsgleichen Verfahrensschritten möglich, durch welche die Aussparungen am Blech oder Blechband oder am Blechteil geschaffen werden, sodass das Verfahren handhabungsfreundlich sowie zeit- und kostengünstig bleiben kann. Beispielsweise kann das Umformen zur Erzeugung der Kragen ein Hohlprägen sein. Die Kragen können beispielsweise in das Blech oder Blechband oder in das Blechteil durch Umformen eingebracht werden. Im Gegensatz zum Stand der Technik kann sich das erfindungsgemäße Verfahren daher durch eine wesentlich höhere Prozessgeschwindigkeit auszeichnen. Von Vorteil kann weiter sein, wenn das damit hergestellte Blechpaket für eine elektrische Maschine, beispielsweise Elektromotor oder Elektrogenerator, verwendet wird.
Vorzugsweise sind die Laschen an der jeweiligen Aussparung in Umfangsrichtung nacheinander regelmäßig verteilt angeordnet, um den Flüssigkeitskanal in allen radialen Richtungen gleichmäßig beständig auszubilden.
Dies kann beispielsweise weiter verbessert werden, wenn die Laschen in den Abmessungen im Wesentlichen identisch ausgeführt sind und damit Symmetrien genützt werden können. Außerdem kann dies die Reproduzierbarkeit des Verfahrens weiter erhöhen.
Verläuft beispielsweise die Umfangskontur zwischen den Laschen schlitzförmig oder trichterförmig, kann diese das Umformen an den Aussparungen zur Erzeugung der Kragen weiter erleichtern.
Vorzugsweise verläuft die Umfangskontur an den Laschen gekrümmt. Dies kann beispielsweise den Wärmeübergang zwischen Flüssigkeit und Blechpaket durch
verbesserte Strömungsverhältnisse im Kühlkanal weiter verbessern. Besonders dann, wenn die Umfangskontur an den Laschen kreisförmig gekrümmt verläuft.
Die Umfangskontur an den Laschen kann aber auch rechteckig verlaufen.
Vorzugsweise werden Laschen eine Laschenhöhe 0,05-mal bis 5-mal der Dicke des Blechs oder Blechbands hergestellt, um damit für einen ausreichende Überlappung der Laschen zu sorgen.
Vorstellbar ist weiter, dass Laschen mit einer Laschenbreite im Bereich von 1 -mal bis 20-mal der Laschenhöhe hergestellt werden, um das Kragen-Umformen weiter zu erleichtern.
Diese Flüssigkeitsbeständigkeit und Effizienz in der Temperierung kann beispielsweise weiter erhöht werden, wenn bei aufeinandergestapelten Blechteilen die Laschen am Kragen des einen Blechteils gegenüber den Laschen am Kragen des an dieses nachfolgenden Blechteils in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind. Beispielsweise können sich damit die Laschen der Kragen in schuppenartig überlappen. Dieser Versatz kann beispielsweise die halbe Laschenbreite sein. Beispielweise kann für den relativen Versatz der Laschen das zu stapelnde Blechteil oder der Stapel gedreht werden, was vergleichsweise einfach handhabbar ist und das Verfahren zur Herstellung der Blechpakete erleichtert.
Die Mediendichtheit des Flüssigkeitskanals kann beispielsweise weiter verbessert werden, wenn die Kragen jeweils einen konischen, insbesondere im Querschnitt hohlkegelstumpfförmig ausgebildeten, Abschnitt aufweisen, an den die Laschen anschließen. Insbesondere schließt der konische Abschnitt an die Blechebene des Blechs oder Blechbands bzw. des Blechteils an. Vorzugsweise sind die Kragen in ihrem konischen Abschnitt im Querschnitt hohlkegelstumpfförmig ausgebildet - was das Verfahren zur Erzeugung dieser Kragen weiter erleichtern kann.
Vorzugsweise werden die konischen Abschnitte mit einer Abschnittsbreite im Bereich von 0,2-mal bis 2-mal der Dicke des Blechs oder Blechbands hergestellt, um den Flüssigkeitskanal noch besser abdichten zu können.
Beispielsweise werden konischen Abschnitte mit einer Abschnittshöhe im Bereich von größer gleich 0,5-mal bis kleiner gleich 2-mal der Dicke des Blechs oder Blechbands hergestellt, um eine weitere Verbesserung in der Abdichtung des Flüssigkeitskanal zu erreichen.
Der Flüssigkeitskanal kann handhabungsfreundlich über die gesamte Länge des Blechpakets geschaffen werden, wenn im Blechpaket abgesehen vom ersten Blechteil alle diesem ersten Blechteil nachfolgend gestapelten Blechteile Kragen mit Laschen an ihren Aussparungen für den Flüssigkeitskanal aufweisen.
Beispielsweise kann das Verfahren zur Herstellung des Blechpakets erleichtert werden, wenn die Kragen in das Blech oder Blechband und/oder Blechteil durch Umformen gedrückt werden, was gleiche ausgebildete Kragen kostengünstig und in den Abmessungen reproduzierbar schaffen kann. Dies Drücken kann beispielsweise durch ein Hohlprägen erfolgen.
Die Erfindung hat sich zudem die Aufgabe gestellt, ein Blechpaket mit einem Flüssigkeitskanal zu schaffen, welches Blechpaket eine hohe Druckbeständigkeit gegenüber Flüssigkeitsdruck und eine hohe Effizienz in der Temperierung durch den Flüssigkeitskanal aufweist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 10.
Indem zumindest zwei Aussparungen der Blechteile jeweils einen Kragen mit Laschen aufweisen, wobei diese Kragen entlang des Flüssigkeitskanals ineinander eingreifen und sich zumindest mit ihren Laschen überlappen, kann zunächst durch die Verlängerung der stoffschlüssigen Verbindung zwischen den Blechteilen die Druckbeständigkeit im Bereich des Flüssigkeitskanals erhöht werden. Zudem kann die sich
durch überlappende Laschen ergebende Wandstruktur des Flüssigkeitskanals auch die Effizienz in der Temperierung des Blechpakets eingestellt und optimiert werden. Ein standfestes und hocheffizient temperiertes Blechpaket kann damit geschaffen werden. Beispielsweise kann dieses Blechpaket nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestellt werden.
Vorzugsweise verläuft die Umfangskontur zwischen den Laschen schlitzförmig oder trichterförmig, was die Effizienz des Kühlkanals in der Temperierung des Blechpakets weiter erhöhen kann.
Vorstehendes kann weiter sich weiter verbessern, wenn beispielsweise die Umfangskontur an den Laschen gekrümmt verläuft oder rechteckig verläuft. Beispielsweise können die Laschen kreisförmig gekrümmt verlaufen.
Vorzugsweise sind die Laschen am Kragen des einen Blechteils gegenüber den Laschen am Kragen des an dieses nachfolgenden Blechteils in Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet, um mit einer Art schuppenartigen Überlappung eine vergleichsweise hohe Druckbeständigkeit zu ermöglichen. Dieser Versatz kann beispielsweise eine halbe Laschenbreite betragen.
Vorzugsweise weisen die Laschen eine Laschenhöhe im Bereich von 0,05-mal bis 5- mal der Dicke des Blechteils und/oder eine Laschenbreite im Bereich von 1 -mal bis 20-mal der Laschenhöhe auf.
Der flüssigkeitsdichte Anschluss zwischen den Blechteilen kann weiter verbessert werden, wenn die Kragen jeweils einen konischen, insbesondere im Querschnitt hohlkegelstumpfförmigen, Abschnitt aufweisen, an denen die Laschen anschließen.
Beispielsweise weisen die konischen Abschnitte eine Abschnittsbreite im Bereich von 0,2-mal bis 2-mal der Dicke des Blechteils und/oder eine Abschnittshöhe im Bereich von 0,5-mal bis 2-mal der Dicke des Blechteils auf.
Insbesondere eignet sich das erfindungsgemäße Blechpaket bei einer elektrischen Maschine. Die elektrische Maschine kann beispielsweise ein Elektromotor oder Elektrogenerator sein. Das Blechpaket ist beispielsweise ein Rotor oder ein Stator der elektrischen Maschine.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand einer Ausführungsvariante näher dargestellt. Es zeigen
Fig. 1 eine schematische Ansicht auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Blechpaketen mit einem Flüssigkeitskanal,
Fig. 2 eine vergrößerte Draufsicht auf ein mit der Vorrichtung nach Fig. 1 hergestellten Blechteil vor dem Kragenformen,
Fig. 3 eine vergrößerte dreidimensionale Ansicht auf das mit der Vorrichtung nach Fig. 1 hergestellten Blechteil nach dem Kragenformen und
Fig. 4 eine vergrößerte Teilansicht auf zwei ineinandergreifenden Kragen zweier Blechteile des Blechpakets nach Fig. 1 .
Weg zur Ausführung der Erfindung
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 wird eine Vorrichtung 1 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch dargestellt. Diese Vorrichtung 1 dient dem Paketieren von freigestanzten Blechteilen 2a, 2b zu Blechpaketen 3. Bei diesem Verfahren handelt es sich daher um ein Paketierverfahren. Das damit hergestellte Blechpaket 3 kann beispielsweise bei einer elektrischen Maschine Verwendung finden.
Hierzu wird von einem Coil 4 ein Blechband 5, nämlich Elektroband (oder von einem Elektroblech im Falle eines Blechs), abgehaspelt, welches auf beiden Flachseiten 6, 7 eine vollflächige Klebstoffschicht 8, 9, nämlich heißhärtende
Schmelzklebstoffschicht, wie Backlack, aufweist. Diese Schmelzklebstoffschichten 8, 9 sind in Fig. 1 in überzogener Vergrößerung angedeutet zu erkennen.
Dieses Elektroband/-blech, typischerweise aus einer Eisen-Silizium-Legierung, wird beispielsweise als nicht-kornorientierte Bleche bzw. kornorientierte Bleche hergestellt. Nicht-kornorientierten Elektrobleche werden aufgrund ihrer isotropen magnetischen Eigenschaften hauptsächlich bei rotierenden Maschinen, wie beispielsweise Elektromotoren, eingesetzt.
Im Allgemeinen wird erwähnt, dass solch eine, insbesondere thermisch aktivierbare und damit heißhärtende Schmelzklebelackschicht 8, 9 bzw. Schmelzklebstoffschicht auch unter der Bezeichnung „Backlack“ bekannt ist. Beispielsweise kann der Schmelzklebelack eine Epoxidharzbasis aufweisen. Vorzugsweise handelt es sich beim Schmelzklebelack um ein Bisphenol-basiertes Epoxidharz-System mit einem Härter, beispielsweise mit einer Dicyandiamidbasis. Insbesondere kann es sich beim erwähnten Schmelzklebelack um ein Bisphenol-A-Epichlorhydrinharz-System mit Dicyanamid als Härter handeln. Dieses zweistufig aushärtende Epoxidharz-System befindet sich auf dem Blechband 5 im B-Zustand. Damit ist der teilvernetzte Schmelzklebelack reaktionsfähig. Durch Wärmezufuhr reagiert der sich im B-Zustand befindende Schmelzklebelack weiter und kann damit in den vollvernetzten C-Zustand übergeführt werden - was auch als Verbacken bezeichnet wird. Typischerweise hat diese teilvernetzte Schmelzklebelackschicht 8, 9 eine Dicke von einigen Mikrometern.
Vorzugsweise beträgt die Dicke d des Blechs oder Blechbands 5 und damit auch die Dicke d der Blechteile 2a, 2b von 0,1 mm (Millimeter) bis 0,35 mm, bevorzugt von 0,2 mm bis 0,3 mm. Bevorzugt ist die Dicke d des Blechbands 5 von 0,3 mm (Millimeter).
Vom klebstoffbeschichteten Blechband 5 werden mithilfe eines Stanzwerkzeugs 11 - im Ausführungsbeispiel Folgestanzwerkzeugs - mehrere Blechteile 2a, 2b vereinzelt, und zwar freigestanzt. Solch ein Freistanzen kann - im Allgemeinen erwähnt - ein
Ausschneiden, Abschneiden, Ausklinken, Beschneiden, Zerteilen durch Ausdrücken etc. sein.
Wie der Fig. 1 weiter zu entnehmen, führt das Stanzwerkzeug 11 ein Schneiden mit mehreren Hüben 12 durch. Hierzu wirken die Schneiden 13a, 13b im Oberwerkzeug 11 a des Stanzwerkzeugs 11 mit den jeweiligen Matrizen 14a, 14b des Unterwerkzeugs 11 b des Stanzwerkzeugs 11 zusammen und bilden damit im Stanzwerkzeug 10 zwei Stanzstufen 15a, 15b aus.
Mit der ersten Schneide 13a des Oberwerkzeugs 11 a werden mehrere Aussparungen 16 mit einer Umfangskontur 23 in das Blechband 5 eingebracht, nämlich eingestanzt, was an dem ausgestanzten Reststück 17 in Fig. 1 zu erkennen ist. Mit der zweiten Schneide 13b wird das Blechteil 2a bzw. 2b vom Blechband 5 vereinzelt, beispielsweise ausgestanzt oder auch ausgedrückt, etc.
Die Aussparungen 16 werfen im Blechband 5 für jedes vereinzelte Blechteil 2a, 2b vorgesehen, da diese Aussparung 16 im Blechpaket 3 einen axial durch das Blechpaket 3 durchgehend verlaufenden Flüssigkeitskanal 18 begrenzt, wie in Fig. 1 zu erkennen. Der axiale Flüssigkeitskanal 18 ist zudem exzentrisch im Blechpaket 3 angeordnet.
Danach werden mithilfe der Stanzstufe 15b die Blechteile 2a, 2b freigestanzt und durch Druck des Oberwerkzeugs 11 a in eine Stapeleinrichtung 19 gedrängt und dort gestapelt. Hierzu weist die Stapeleinrichtung 19 eine Führung im Unterwerkzeug 11 b auf. Auch ist ein Gegenhalter 10 in der Führung vorgesehen.
Die Stapeleinrichtung 19 wird aktiv beheizt, um den Klebstoff, nämlich im Beispiel den thermohärtbaren Schmelzklebelack 8, 9, zu aktivieren und zwischen den Blechteilen
2 eine Klebstoffverbindung bzw. stoffschlüssige Verbindung durch Verbacken herzustellen. Damit werden die Blechteil 2a, 2b miteinander verklebt bzw. zum Blechpaket
3 laminiert.
Um einen gegenüber Leckage höchst mediendichten Flüssigkeitskanal 18 zu schaffen, werden besondere Aussparungen 16 hergestellt, und zwar weisen die Umfangskonturen 23 dieser eingebrachten Aussparungen 16 mehrere radial nach innen gerichtete Laschen 24 auf, wie in der Fig. 2 zu erkennen.
Nachfolgend wird in den, in das Blechband 5 eingebrachten Aussparungen jeweils ein Kragen 20 durch Hohlprägen an der Umformstufe 21 mit einem Stempel 22a und einer Matrize 22b hergestellt. Die Kragen 20 der Blechteile 2b sind derart ausgebildet, dass diese bei übereinandergestapelten Blechteilen 2b, die ja diese Kragen 20 aufweisen, entlang der Längsrichtung L des Flüssigkeitskanals 18 ineinander eingreifen und sich mit zumindest ihren Laschen 24 überlappen. Dies stellt einen besonders dichten Anschluss der Blechteile 2b her - und sichert damit den Flüssigkeitskanal 18 gegen ein Austreten von Flüssigkeit ab.
Um einen Überstand der Laschen 24 aus dem Flüssigkeitskanal 18 zu vermeiden, weist das jeweils erste Blechteil 2a eines Blechpakets 3 solch einen Kragen 20 mit Laschen 24 nicht auf.
Diese Laschen 24 sind auch in Umfangsrichtung U der jeweiligen Aussparung 16 nacheinander regelmäßig verteilt angeordnet und in den Abmessungen im Wesentlichen identisch ausgeführt. So ist in den Figuren 2 bis 4 zu erkennen, dass jener erste Abschnitt 23a der Umfangskontur 23 an den Laschen 24 kreisförmig gekrümmt verläuft. Der zweite Abschnitt 23b der Umfangskontur 23 zwischen zwei nebeneinander angeordneten Laschen 24 verläuft trichterförmig.
Es ist aber auch vorstellbar, was nicht dargestellt worden ist, dass dieser erste Abschnitt 23a der Umfangskontur 23 rechteckförmig verläuft. In diesem Fall kann dann der zweite Abschnitt 23b schlitzförmig verlaufen.
Wie zudem der Fig. 4 entnommen werden kann, weisen alle Laschen 24 eine Laschenhöhe Lh im Bereich von 0,05-mal bis 5-mal der Dicke d des Blechs oder Blechbands 5 auf, nämlich 0,3 * 2 = 0,6 mm (Millimeter).
Die Laschenbreite Lb aller Laschen 24 ist im Bereich von 1 -mal bis 20-mal der Laschenhöhe Lh, nämlich 0,6 * 10 = 6 mm (Millimeter).
Wie zudem in der Fig. 4 zu erkennen, sind stets die Laschen 24 am Kragen 20 des einen Blechteils 2b gegenüber den Laschen 24 am Kragen 20 des an dieses nachfolgenden Blechteils 2b in Umfangsrichtung U zueinander versetzt angeordnet. Der in Fig. 4 beispielsweise dargestellte Versatz V beträgt die Hälfte der Laschenbreite Lb der im Wesentlichen in den Abmessungen identen Laschen 24.
Die Laschen 24 des einen Kragens 20 können aber auch auf Lücke zu den Laschen 24 des nachfolgenden Kragens 20 angeordnet sein.
Dieser Versatz V kann handhabungsfreundlich im Verfahren ermöglicht werden, in dem die Schneide 13a des Oberwerkzeugs 11 a in eine Drehrichtung 25 gedreht wird. Anstatt einer Schneide 13a kann bei Verwendung eines Lasers dessen Bahn dementsprechend adaptiert werden. Zudem ist vorstellbar, dass das zu stapelnde Blechteil 2b oder die gestapelten Blechteile 2a, 2b gedreht werden, was nicht näher dargestellt worden ist.
Wie in Fig. 3 zu erkennen, weisen die Kragen 20 jeweils einen konischen Abschnitt 20a auf, an den die Laschen 24 anschließen. Wie in Fig. 3 weiter zu erkennen, ist der konische Abschnitt 20b im Querschnitt hohlkegelstumpfförmig ausgebildet. Es ist aber auch vorstellbar, dass die Kragen 20 ausschließlich aus den Laschen 24 bestehen, was nicht näher dargestellt worden ist.
Der konische Abschnitt 20a weist eine Abschnittsbreite Ab von 0,10 mm (Millimeter) auf, was den Flüssigkeitskanal gegenüber Leckage besonders gut abdichtet.
Zudem beträgt die Abschnittsbreite Ah des konische Abschnitts 20a 0,2 mm (Millimeter), was kleiner der Dicke d und größer der Hälfte der Dicke d des Blechbands 5 bzw.
des davon abgetrennten Blechteils 2b ist. Dies schafft einen besonders stabilen Kragen 20 für einen robusten mediendichten Anschluss zwischen den Blechteilen 2a, 2b.
Im Allgemeinen wird festgehalten, dass „insbesondere“ als „more particularly" ins Englische übersetzt werden kann. Ein Merkmal, dem „insbesondere" vorangestellt ist, ist als fakultatives Merkmal zu betrachten, das weggelassen werden kann, und stellt damit keine Einschränkung, beispielsweise der Ansprüche, dar. Das Gleiche gilt für „vorzugsweise“, ins Englische übersetzt als „preferably“.
Claims
1. Verfahren zur Herstellung mindestens eines Flüssigkeitskanals (18) in einem Blechpaket (3), bei dem in ein Blech oder Blechband (5), das auf zumindest einer Flachseite (6, 7) zumindest einen Klebstoff (8, 9), insbesondere Schmelzklebelack, aufweist, mehrere Aussparungen (16) mit einer Umfangskontur (23) eingebracht, insbesondere eingestanzt, werden, nachfolgend vom Blech oder Blechband (5) mehrere Blechteile (2a, 2b) vereinzelt werden, die je mindestens eine Aussparung (16) der Aussparungen (16) aufweisen, die Blechteile (2a, 2b) derart übereinandergestapelt werden, dass die Aussparungen (16) zumindest den sich im Blechpaket (3), insbesondere axial, erstreckenden Flüssigkeitskanal (18) begrenzen, und die übereinandergestapelten Blechteile (2a, 2b) durch den Klebstoff (8, 9) miteinander zum Blechpaket (3) verklebt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskonturen (23) von zumindest zwei eingebrachten Aussparungen (16) mehrere, insbesondere radial nach innen gerichtete, Laschen (24) aufweisen, und dass nachfolgend an den zumindest zwei Aussparungen (16) jeweils ein Kragen (20) durch Umformen eingebracht wird, sodass diese Kragen (20) derart ausgebildet werden, dass diese bei übereinandergestapelten Blechteilen (2b), welche diese Kragen (20) aufweisen, entlang des Flüssigkeitskanals (18) ineinander eingreifen und sich zumindest mit ihren Laschen (24) überlappen.
2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (24) an der jeweiligen Aussparung (16) in Umfangsrichtung (U) nacheinander regelmäßig verteilt angeordnet sind und/oder dass die Laschen (24) in ihren Abmessungen im Wesentlichen identisch ausgeführt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (23) zwischen den Laschen (24) schlitzförmig oder trichterförmig verläuft.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (23) an den Laschen (24), insbesondere kreisförmig, gekrümmt verläuft oder rechteckig verläuft.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Laschen (24) mit einer Laschenhöhe (Lh) im Bereich von 0,05-mal bis 5-mal der Dicke (d) des Blechs oder Blechbands (5) und/oder mit einer Laschenbreite (Lb) im Bereich von 1 -mal bis 20-mal der Laschenhöhe (Lh) hergestellt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei aufeinandergestapelten Blechteilen (2a, 2b) die Laschen (24) am Kragen (20) des einen Blechteils (2b) gegenüber den Laschen (24) am Kragen (20) des an dieses nachfolgenden Blechteils (2b) in Umfangsrichtung (U) zueinander versetzt, insbesondere um eine halbe Laschenbreite (Lb) zueinander versetzt, angeordnet sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kragen (20) jeweils einen konischen, insbesondere im Querschnitt hohlkegelstumpfförmig ausgebildeten, Abschnitt (20a) aufweisen, an den die Laschen (24) anschließen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die konischen Abschnitte (20a) mit einer Abschnittsbreite (Ab) im Bereich von 0,2-mal bis 2-mal der Dicke (d) des Blechs oder Blechbands (5) und/oder mit einer Abschnittshöhe (Ah) im Bereich von 0,5-mal bis 2-mal der Dicke (d) des Blechs oder Blechbands (5) hergestellt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Blechpaket (3) abgesehen vom ersten Blechteil (2a) alle diesem ersten Blechteil
(2a) nachfolgend gestapelten Blechteile (2b) Kragen (20) mit Laschen (24) an ihren Aussparungen (16) für den Flüssigkeitskanal (18) aufweisen.
10. Blechpaket mit einem Flüssigkeitskanal (18) und mit mehreren übereinandergestapelten Blechteilen (2a, 2b), die durch zumindest einen Klebstoff (8, 9), insbesondere Schmelzklebelack, miteinander verklebt sind, wobei die Blechteile (2a, 2b) Aussparungen (16) aufweisen, die den sich im Blechpaket (3), insbesondere axial, erstreckenden Flüssigkeitskanal (18) begrenzen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Aussparungen (16) der Blechteile (2b) jeweils einen Kragen (20) mit Laschen (24) aufweisen, wobei diese Kragen (20) entlang des Flüssigkeitskanals (18) ineinander eingreifen und sich zumindest mit ihren Laschen (24) überlappen.
11. Blechpaket nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (23) zwischen den Laschen (24) schlitzförmig oder trichterförmig verläuft.
12. Blechpaket nach Anspruch 10 oder 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangskontur (23) an den Laschen (24), insbesondere kreisförmig, gekrümmt verläuft oder rechteckig verläuft.
13. Blechpaket nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (24) am Kragen (20) des einen Blechteils (2b) gegenüber den Laschen (24) am Kragen (20) des an dieses nachfolgenden Blechteils (2b) in Umfangsrichtung (U) zueinander versetzt, insbesondere um eine halbe Laschenbreite (Lb) zueinander versetzt, angeordnet sind.
14. Blechpaket nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Laschen (24) eine Laschenhöhe im Bereich von 0,05-mal bis 5-mal der Dicke (d) des Blechteils (2b) und/oder eine Laschenbreite (Lb) im Bereich von 1 -mal bis 20- mal der Laschenhöhe (Lh) aufweisen.
15. Blechpaket nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kragen (20) jeweils einen konischen, insbesondere im Querschnitt
hohlkegelstumpfförmigen ausgebildeten, Abschnitt (20a) aufweisen, an denen die Laschen (24) anschließen.
16. Blechpaket nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die konischen Abschnitte (20a) eine Abschnittsbreite (Ab) im Bereich von 0,2-mal bis 2-mal der Dicke (d) des Blechteils (2b) und/oder eine Abschnittshöhe (Ah) im Bereich von 0,5-mal bis 2-mal der Dicke (d) des Blechteils (2a) aufweisen.
17. Elektrische Maschine mit einem Blechpaket (3) nach einem der Ansprüche 10
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