Technisches Gebiet
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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Datenauswertung von Achszähler-Daten, wobei ein eindimensionaler Zeitverlauf mittels des Achszählers aufgenommen wird und ausgewertet wird mittels Bestimmen/Detektieren von Signalen in dem eindimensionalen Zeitverlauf und Klassifizieren der Signale in dem eindimensionalen Zeitverlauf in einem Schritt (einstufig) mittels eines auf Deep Learning basierenden einstufigen Algorithmus. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung und auf ein Achszähler-System.
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Die Erfindung kann sich somit auf das technische Gebiet der Auswertung von Datensätzen eines Achszählers beziehen, insbesondere im Hinblick auf Schienenfahrzeuge.
Technischer Hintergrund
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Achszähler sind im Bereich der Schienen-gebundenen Fahrzeuge bzw. der Schieneninfrastruktur bekannt und bilden einen wesentlichen Teil der Kontrolle, z.B. dahingehend, ob ein Rad bzw. eine Radachse (eines Zuges) ein Gleis passiert und wie viele Räder vorbeigefahren sind. Dies kann für viele Anwendungen, z.B. die Gleisfreimeldung und insbesondere für die Sicherheit innerhalb einer Schieneninfrastruktur, von entscheidender Bedeutung sein. In der Regel sind Abschnitte eines Gleises jeweils mit zwei Achszähler-Sensoren (sogenannte Zählpunkte) ausgestattet, wobei sich der eine am Anfang und der andere am Ende des Abschnitts befindet. Ob ein Gleisabschnitt als frei oder belegt ermittelt wird, hängt dann insbesondere von der Anzahl der Räder ab, die von den beiden Achszähler-Sensoren erfasst werden. Eine übergeordnete Auswerteeinheit (diese kann z.B. mit den Achszähler-Sensoren ein Achszähler-System bilden) wertet die durch die Sensoren erfassten Signale aus und leitet darauf den Zustand des Gleisabschnittes ab. Nur wenn ein Abschnitt auch tatsächlich als frei erkannt wird, darf ein Zug diesen Gleisabschnitt passieren.
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Im Kontext des vorliegenden Dokuments kann der Begriff "Achszähler" sowohl die Einheit "Sensor (bzw. Zählpunkt) und Auswerteeinheit" umfassen als auch nur auf die Auswerteeinheit (der eigentliche Achszähler) bezogen werden. Soll speziell auf den Sensor Bezug genommen werden, so kann der Begriff "Achszähler Sensor" verwendet werden, und soll speziell nur auf die Auswerteinheit Bezug genommen werden, so kann der Begriff "Auswerteeinheit" verwendet werden. Sollen Achszähler-Sensor und Achszähler-Auswerteeinheit gemeinsam bezeichnet werden, so kann man von Achszähler-System sprechen.
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Insbesondere im Bereich der Schienenfahrzeuge werden aber besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit gestellt. Entsprechend können in zahlreichen Anwendungsfällen ausgewertete Datensätze eines Achszählers, insbesondere zur Automatisierung des Schienenverkehrs, nur dann eingesetzt werden, wenn eine besonders hohe Zuverlässigkeit nachgewiesen ist.
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Bisher kann ein Achszähler in der Anwendung keine 100%ige Zählgenauigkeit erreichen. Dies liegt zum einen an komplizierten/komplexen Signalen, die von den Achszählersensoren erfasst werden, und zum anderen an den Verarbeitungsmethoden von Signalen, die nicht genau genug sind, um komplexe zu behandeln; unter andrem, auch weil die Signale eventuell gestört (Rauschen) sein können und weil sie ggf. durch die unterschiedlichen Geschwindigkeiten vielzählige Kurvenformen entstehen. In Extremfällen können Züge am Sensor stehen und/oder umdrehen. Dies wäre dann kein sicherheitstechnisches Problem, da die Zählungen immer zur sicheren Seite gehen (im Sinne, dass der Sicherheitspuffer erhöht wird), sondern ein Verfügbarkeitsproblem.
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Derzeit wird die Zählung der Räder (bzw. Auswerten des Datensatzes) sehr konservativ durchgeführt, um die Sicherheit der Schienenfahrzeuge zu gewährleisten. So wird ein Abschnitt einer Strecke als "besetzt" und nicht als "frei" betrachtet, wenn die Zählgenauigkeit nicht zu 100 % sicher ist.
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Eine weitere Einschränkung der konventionellen Achszähler besteht darin, dass sie zwar mit hoher Sicherheit das Auftreten von Rädern erkennen können, jedoch selbst hochmoderne Produkte solche Ergebnisse nur auf Kosten von falsch-positiv-Erkennungen liefern können (was bedeutet, dass, obwohl kein Rad den Sensor passiert, ein Signal erkannt wird (z.B. durch Metallmassen, die den Sensor beeinflussen) und wie ein vorbeifahrendes Rad vom Sensor gezählt wird).
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Ferner kann ein konventioneller Achszähler Merkmale eines passierenden Schienenfahrzeugs (z.B. Magnetschienenbremsen, Räder, Drehgestelle, oder auch ob es sich um einen Güterzug, Personenzug usw. handelt) nicht weiter klassifizieren.
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Figur 8 zeigt ein Beispiel eines Datensatzes 200 welcher von einem Achszähler-Sensor (oder auch Zählpunkt, hier bestehend aus zwei Sensorteilsystemen) aufgenommen wurde. Der Datensatz weist insbesondere einen eindimensionalen Zeitverlauf auf (es wird nur ein Parameter, die Spannung, über die Zeit gemessen). In diesem Beispiel haben vier Drehgestelle eines Schienenfahrzeugs den Sensor passiert. Da jedes Drehgestell in diesem Beispiel zwei Achsen (mit jeweils zwei Rädern, von denen immer dasjenige auf Seite des Sensors erfasst wird) aufweist, sind immer zwei Signale (bzw. Peaks, Pulse) dicht beieinander lokalisiert (Peak Cluster). Anders ausgedrückt entsprechen die hohen Signale den realen Rädern. Ferner können im zweiten und dritten Drehgestell geringere Signale zwischen den hohen Signalen beobachtet werden. Diese werden gewöhnlich von Magnetschienenbremsen verursacht.
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Figur 9 zeigt eine Detailansicht eines Signal Clusters (Signal-Musters) eines zweiachsigen Drehgestells, wobei ein niedriges Signal einer Magnetschienenbremse 204 zwischen zwei hohen Signalen der Räder 203 lokalisiert ist.
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Konventionell wird zur Verarbeitung von Achszählersignalen die "single-thresholding" (einfacher Schwellenwert) Methode verwendet. Diese Methode ist in Figur 10 anschaulich dargestellt. Für jeden Achszähler wird ein vordefinierter Schwellenwert konfiguriert. Nach dem Aufnehmen des Datensatzes 200 werden die erfassten Signal bei einem bestimmten Schwellenwert eines Achszählers abgeschnitten (truncation) (Bezugszeichen 210): Werte oberhalb dieses festen Schwellenwerts werden auf "1" und Werte unterhalb des Schwellenwerts auf "0" abgebildet. Der Wert "1" gibt einen Zeitpunkt an, an dem ein Rad einen Achszähler passiert. Datenreihe 210 zeigt somit nach dem "Abschneiden" (truncation) im Idealfall nur noch Radsignale. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sie schnell genug ist, um eine Echtzeiterkennung für das Vorhandensein von Rädern bereitzustellen.
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Jedoch kann die konventionelle Methode einen entscheidenden Nachteil haben: der Kontext wird nicht berücksichtigt. Wenn ein Radsignal den Schwellenwert nicht erreicht, so kann es nicht erfasst werden (falsch negativ). Wenn der Datensatz ein Rauschen bzw. nicht-Rad-Signal aufweist, z.B. verursacht durch eine Magnetschienenbremse, kann dieses Signal den Schwellenwert überschreiten und ein zusätzliches, nicht vorhandenes, Rad wird gezählt (falsch positiv).
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Wenn sich die Signale nahe am Schwellenwert befinden, kann es somit äußerst schwierig sein zu bestimmen, ob es sich um ein Rad handelt oder nicht. Dies sind auch die Hauptgründe für "falsch positiv" und "falsch negativ" Detektion. Solche Fehlerfälle können recht häufig auftreten und zu ungenauen Auswertungen der Achszähler Datensätze führen. Dies führt dann z.B. dazu, dass ein Gleisabschnitt als belegt gilt und den Zugverkehr behindert, bis er dann manuell wieder aufgelöst wird.
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Figur 11 zeigt ein Beispiel für einen "false positiv" Fehler (falsch positiv) gemäß der konventionellen "single threshold" Methode. Innerhalb der eingezeichneten Box zeigt die erste Zeile das vom ersten Sensorteilsystem erfasste Signal und die zweite Zeile das vom zweiten Sensorteilsystem erfasste Signal. Dies sind die beiden Sensoren in einem Achszähler. Die dritte und vierte Zeile sind die Ergebnisse eines konventionellen single threshold-Algorithmus, der die digitalisierten Schwellenwertsignale des ersten bzw. zweiten Sensorteilsystems auswertet (entsprechend der Bewertung der analogen Signale aus der ersten bzw. zweiten Zeile). Die horizontale Linie in der ersten Zeile zeigt den festgelegten Schwellenwert (Triggerschwelle) an. Im Beispiel der Box betrachtet der Algorithmus für einen einzelnen Schwellenwert aufgrund des Peaks in der Mitte (verursacht durch eine Magnetschienenbremse zwischen den beiden Rädern) fälschlicherweise das Ergebnis als drei Räder auf einem zweiachsigen Drehgestell.
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Figur 12 zeigt ein Beispiel für einen "false negative" Fehler (falsch negativ) gemäß der konventionellen "single threshold" Methode. Wie in Figur 11 sind in den Reihen eins bis vier die Signale von dem ersten Sensorteilsystem und dem zweiten Sensorteilsystem sowie deren Schwellenwerte angegeben. Im Beispiel der eingezeichneten Box, in der zweiten Reihe, gibt es zwei hohe Signale von Rädern und ein niedrigeres Signal, welches durch eine Magnetschienenbremse verursacht wird. Die horizontale Linie ist der festgelegte Schwellenwert. In der entsprechenden vierten Reihe, die das Schwellwertsignal von dem zweiten Sensorteilsystem zeigt, wird jedoch kein Rad erkannt. Dies liegt daran, dass die Werte der Signale in der zweiten Zeile zu niedrig sind und den Schwellenwert nicht überschreiten.
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Die oben ausgeführten Nachteile stehen nicht in Einklang mit einem effizienten Schienenverkehr. Ferner können diese Nachteile einer gewünschten voranschreitenden Automatisierung im Schienenverkehr (bei zugleich hohen Sicherheitsstandards) entgegenstehen.
Zusammenfassung der Erfindung
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Es könnte ein Bedarf bestehen, einen Datensatz eines Achszählers schnell und zuverlässig auszuwerten.
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Ein Verfahren zum Auswerten eines Datensatzes eines Achszählers, eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung, ein Achszähler-System, und ein Computerprogrammprodukt werden im Folgenden beschrieben.
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Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein (insbesondere Computer-implementiertes) Verfahren zum Auswerten eines Datensatzes (eines Achszählers) beschrieben, das Verfahren aufweisend:
- i) Aufnehmen (bzw. Messen/Bestimmen) eines eindimensionalen Zeitverlaufs (es wird nur eine Messgröße über die Zeit gemessen/bestimmt, z.B. die Spannung) als Datensatz mittels eines Achszählers (bzw. Achszähler-Sensors), und
- ii) (Computer-implementiertes) Auswerten des Datensatzes mittels
- a) Bestimmen/Detektieren von Signalen (insbesondere Bestimmen von Signal-Merkmalen, weiter insbesondere Signal-Punkten, z.B. Position von Peak-Spitzen) in dem eindimensionalen Zeitverlauf und
- b) Klassifizieren der Signale (insbesondere Zuordnen von Signal-Merkmalen und/oder Signal-Mustern zu Signal-Klassen) in dem eindimensionalen Zeitverlauf (z.B. als Rad, Drehgestell, etc.)
- c) in einem Schritt (einstufig) mittels eines auf künstlicher Intelligenz (z.B. Deep Learning) basierenden einstufigen Algorithmus (bzw. Single-Stage-Detector) (z.B. YOLO oder SSD).
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Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung (z.B. ein Computer, ein Steuerungssystem, eine Achszähler-Auswerteeinheit, etc.) beschrieben, welche zumindest einen Prozessor aufweist, und welche eingerichtet ist zum:
- i) Erhalten eines von einem Achszähler aufgenommenen eindimensionalen Zeitverlaufs (insbesondere wobei der Datensatz von analog zu digital konvertiert wird/wurde), und
- ii) Auswerten des Datensatzes mittels
- a) Bestimmen von Signalen in dem eindimensionalen Zeitverlauf und
- b) Klassifizieren der Signale in dem eindimensionalen Zeitverlauf,
- c) in einem Schritt mittels eines auf Deep Learning basierenden einstufigen Algorithmus.
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Gemäß einem dritten Aspekt der Erfindung wird ein Achszähler-System (bzw. Anordnung) beschrieben, die aufweist:
- i) zumindest einen Achszähler (insbesondere aufweisend zumindest ein Achszähler-Sensor) zum Aufnehmen eines eindimensionalen Zeitverlaufs, und
- ii) eine Vorrichtung zur Datenverarbeitung wie oben beschrieben (insbesondere konfiguriert als Achszähler-Auswerteeinheit), welche mit dem zumindest einen Achszähler (kommunikativ) gekoppelt ist (z.B. miteinander verbaut, Fernbetrieb, drahtgebunden oder drahtlos gekoppelt, etc.).
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Gemäß einem vierten Aspekt der Erfindung wird ein Computerprogrammprodukt beschrieben, welches Befehle aufweist, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen veranlassen das oben beschriebene Verfahren auszuführen.
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "künstliche Intelligenz (KI)" insbesondere auf Computer-basierte Ansätze zur Nachahmung kognitiver Funktionen eines menschlichen Geistes beziehen, insbesondere Lernen und Problemlösung. Es wurden eine Vielzahl verschiedener mathematischer Algorithmen und Berechnungsmodelle entwickelt, um Kl-Funktionalitäten zu implementieren, beispielsweise "maschinelles Lernen", insbesondere mittels neuronaler Netzwerke. Der Hauptzweck dieser Ansätze kann darin gesehen werden, ein Modell zu entwickeln und zu verbessern, indem der Algorithmus mit Trainingsdaten trainiert wird, so dass ein Lerneffekt auftritt und sich die Problemlösungsfähigkeit des Algorithmus im Laufe der Zeit verbessert. Dies kann mit oder ohne menschliches Eingreifen (z.B. Verbessern) geschehen.
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "Deep Learning" (mehrschichtiges/tiefes Lernen) insbesondere auf eine spezielle Form von maschinellem Lernen (als spezielle Form von Kl), insbesondere neuronalen Netzwerken, beziehen. Insbesondere werden bei Deep Learning Algorithmen künstliche neuronale Netze mit zahlreichen Zwischenschichten (hidden layers) zwischen Eingabeschicht und Ausgabeschicht einsetzt, wodurch eine umfangreiche innere Struktur herausbildet werden kann. Deep Learning kann sich in einem Beispiel besonders gut dafür eignen, dass ein Algorithmus sich selbst durch Training verbessert (selbstadaptiv).
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "Convolutional Neural Network (CNN)" (faltendes neuronales Netzwerk) insbesondere auf einen speziellen Deep Learning Ansatz beziehen. Die Struktur eines Convolutional Neural Networks kann in einem Beispiel ein oder mehr Convolutional Layer aufweisen, gefolgt von ein oder mehr Pooling Layer. Nach einigen sich wiederholenden Einheiten kann zuletzt eine Fully-Connected Layer vorgesehen werden. Aufgrund der Reduktion der Datenmenge in den Convolutional und Pooling Schichten können sich CNNs besonders gut dafür eignen hohe Datenmengen zu verarbeiten, z.B. Bilder mit besonders hoher Auflösung.
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "einstufiger Algorithmus" bzw. "single stage algorithm" insbesondere auf einen Algorithmus beziehen, der auf KI (insbesondere auf Deep Learning, weiter insbesondere auf CNN) basiert und eingerichtet ist, ein Bestimmen und Klassifizieren von Signalen in einem Schritt (bzw. einstufig) durchzuführen. In einem exemplarischen Beispiel kann ein solcher einstufiger Algorithmus mittels eines etablierten Algorithmus wie YOLO oder SSD (Ausprägungen für single-stage Algorithmen) implementiert werden. Konventionelle Ansätze zum Auswerten von zweidimensionalen Daten wie Bildern (wie CNN) verwenden einen zweistufigen Ansatz: zunächst wird ein Bestimmen der Objekte durchgeführt und erst in einem nachfolgenden Schritt werden diese Objekte klassifiziert. Der einstufige Algorithmus führt im Gegensatz hierzu das Bestimmen und Klassifizieren in einem Schritt durch, wodurch Bearbeitungszeit (und damit auch Computerressourcen) eingespart werden können. Beispielsweise kann der einstufige Algorithmus ein Bild mittels eines Gitters in Abschnitte zerteilen und abschnittsweise analysieren. Jeder Abschnitt kann dann einmal betrachten ("shot") und in einem Schritt analysiert werden.
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "eindimensionaler Zeitverlauf" (bzw. Zeitreihe) insbesondere auf eine Darstellung oder Analyse von Daten beziehen, die nur eine Dimension hat, nämlich die Zeit. Mittels dieser Darstellung kann die Entwicklung/Änderung einer bestimmten Messgröße über die Zeit hinweg betrachtet werden (ohne dass räumliche oder andere Variablen einbezogen werden). Im Falle eines Achszählers kann z.B. ein elektrischer Parameter wie die Spannung über die Zeit betrachtet werden, um die Anwesenheit von Achsen (insbesondere Räder, Drehgestelle, etc.) im Zeitverlauf zu analysieren.
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "Bestimmen von Signalen" insbesondere darauf beziehen, dass Signale innerhalb des Datensatzes erkannt bzw. detektiert werden, insbesondere anhand (eindeutiger) "Signal-Merkmale" (signal features). In einem Beispiel kann das Detektieren eines Peaks (z.B. einer Radachse) als ein Bestimmen des Signal-Merkmals "lokales Maximum" verstanden werden. In einem Ausführungsbeispiel kann ein Signal-Merkmal mittels eines Signal-Punkts lokalisiert werden (hier z.B. die Peak-Spitze). In einem Ausführungsbeispiel kann anhand von ein oder mehr Signal-Merkmalen ein "Signal-Muster" erkannt werden, z.B. das Detektieren von zwei oder drei Signal-Merkmalen (in einem Signal Cluster, z.B. eines Drehgestells) als Bestimmen der Signal-Merkmale "zwei/drei lokale Maxima in Folge". In anderen Worten kann das Bestimmen sich darauf beziehen zu detektieren, ob und wo sich in einem Signal(-verlauf) ein eindeutiges/ unverwechselbares Merkmal befindet (Lokalisieren und Extrahieren; wo ist es?) (siehe z.B. auch Figuren 2, 3, und 4).
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In einem Ausführungsbeispiel kann das "Bestimmen" in einer präziseren Variante ausgeführt werden, die als "Segmentieren" bezeichnet werden kann. Hierbei kann eine präzise Lokalisierung von mehreren Signal-Merkmalen stattfinden, z.B. mehrere Peaks in einem Drehgestell Signal Cluster (Herausarbeiten von feineren Strukturen).
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Im Kontext dieses Dokuments kann sich der Begriff "Klassifizieren (Zuordnen) von Signalen" insbesondere darauf beziehen, dass ein oder mehr Signale (bzw. Signal-Merkmale und/oder Signal-Muster) einer bestimmen Signal-Klasse (Signal Typ) zugeordnet werden. Um Signale zu klassifizieren, werden diese anhand von Signal-Merkmalen detektiert/bestimmt (konventionell erfolgen die Schritte "Bestimmen" und "Klassifizieren" in zwei Durchläufen/Stufen). In einem Beispiel kann das Zuordnen eines einzelnen Signal-Merkmals "Peak" in die Signal-Klasse "Rad" ein Klassifizieren sein. Ferner kann z.B. das Zuordnen eines Signal-Musters "hoher Peak-niedriger Peak-hoher Peak" in die Signal-Klasse "Drehgestell mit Magnetschienenbremse" ein Klassifizieren sein.
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Gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel kann die Erfindung auf der Idee basieren, dass ein Datensatz eines Achszählers (der eindimensionale Zeitverlauf) schnell und zuverlässig ausgewertet werden kann, wenn das Bestimmen und Klassifizieren der Signale in einem Schritt mittels eines einstufigen Kl-Algorithmus erfolgt.
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Im Gegensatz hierzu basieren konventionelle Ansätze zur Auswertung von Achszähler-Datensätzen (auch mittels KI) darauf, dass zunächst ein Detektieren und danach (in einem zweiten Durchlauf) ein Klassifizieren der Signale stattfindet.
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Algorithmen zur Analyse von Bildern (also zweidimensionalen Datensätzen) sind bekannt, wie z.B. Convolutional Neural Networks. Diese Netzwerke werden konventionell für anspruchsvolle 2D und 3D Darstellungen verwendet, denn sie können besonders vorteilhaft sein zum Verarbeiten von großen Datenmengen wie komplexen Bilder mit hoher Auflösung. Gewöhnlich verwenden diese Algorithmen das Konzept der "bounding boxes", um bestimmte Objekte in den Bildern erkennen zu können. Es sind ferner Algorithmen bekannt (siehe YOLO, SSD) die eine solche 2D/3D Bildanalyse einstufig durchführen können.
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Es wurde von den Erfindern nun erkannt, dass sich solche einstufigen Algorithmen zur Analyse von zweidimensionalen Bildern auf überraschend schnelle, effektive, und zuverlässige Weise auf eindimensionale Datensätze wie den Zeitverlauf eines Achszählers übertragen lassen können. Ein solcher Ansatz ist bisher unbekannt, weil Algorithmen wie YOLO oder SSD eben für zweidimensionale Bilder optimiert sind und eine vorteilhafte Implementierung bezüglich eindimensionaler (Mess-) Daten daher nicht umgesetzt wird.
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Erfindungsgemäß kann die gleichzeitige Klassifizierung und Detektion des eindimensionalen Signals (Räder, Bremsen usw.) mittels der einstufigen ("Einzelschuss") Technik verwendet werden.
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Das beschriebene Verfahren kann in einem Beispiel verschiedene Arten von Zugmerkmalen, wie Magnetschienenbremsen, Räder, Drehgestelle und ganze Waggons, erkennen und klassifizieren (und segmentieren), im Gegensatz zu konventionellen Auswerte-Ansätzen, die z.B. nur Räder erkennen und nicht zwischen anderen Merkmalen (wie Magnetschienenbremsen) unterscheiden können.
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Das beschriebene Verfahren kann in einem Beispiel dazu beitragen die Robustheit gegenüber Signalrauschen deutlich zu erhöhen, da größere Intervalle des Signals zur Detektion und Klassifizierung verwendet werden. Darüber hinaus kann das Verfahren ein "Qualitätsmaß" des zugrunde liegenden Signals berechnen, das in übergeordneten Steuerungssystemen zur Berechnung von Zuverlässigkeitswerten verwendet werden kann.
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Das beschriebene Verfahren kann in einem Beispiel deutlich verbesserte Genauigkeitswerte im Vergleich zu aktuellen Methoden nach dem Stand der Technik ermöglichen. Eine besonders zuverlässige Auswertung in kurzer Zeit kann somit erhalten werden, welche neben der Bestimmung auch eine gleichzeitige Klassifizierung der erfassten Signale ermöglicht. Das beschriebene Verfahren kann rechentechnisch besonders schnell und kostengünstig durchführbar sein und direkt in existierende Systeme implementiert werden.
Exemplarische Ausführungsbeispiele
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist der einstufige Algorithmus ein Convolutional Neural Network (CNN) auf. Dies kann den Vorteil haben, dass eine Implementierung mittels eines effizienten und etablierten Algorithmus gelingen kann. CNN sind jedoch bislang aus der Analyse von Bildern (zweidimensionale Daten) bekannt, eine vorteilhafte Anwendung auf eindimensionale Messdaten, insbesondere hinsichtlich der speziellen Anwendung Achszähler, wird bislang nicht verwendet.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist der einstufige Algorithmus einen YOLO Algorithmus (oder ein Derivat davon) oder einen SSD Algorithmus (oder ein Derivat davon) auf. Dies kann den Verteil haben, dass eine schnelle und zuverlässige Implementierung mittels erprobter und zuverlässiger Mittel gelingen kann.
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YOLO (You Only Look Once) ist eine beliebte Variante, die häufig in Computer-Vision-Anwendungen verwendet wird. YOLO ist ein Objekterkennungsalgorithmus, der ein ganzes Bild in einem einzigen Durchgang verarbeitet und bounding-box-Koordinaten und Klassenwahrscheinlichkeiten direkt vorhersagt. Der Algorithmus kann Echtzeitleistung erreichen, indem das Bild in ein Raster (Grid) unterteilt wird und für jede Rasterzelle die Erkennung von Objekten durchführt.
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SSD (Single-Shot Detector) verwendet mehrere feature-maps mit unterschiedlichen Auflösungen, um Objekte unterschiedlicher Größe effizient in Echtzeit zu erkennen. SSD ist bekannt für seine Genauigkeit, insbesondere bei der Erkennung kleiner Objekte, was den Algorithmus für eine Vielzahl von Computer-Vision-Anwendungen nützlich macht.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird der einstufige Algorithmus abschnittsweise (in Abschnitten) entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs durchgeführt. Gemäß einem Ausführungsbeispiel weisen die Abschnitte eine bestimmte Abschnittsbreite auf (in anderen Worten werden zumindest zwei Abschnitte mit derselben Dimensionierung verwendet). Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Abschnittsbreite teilweise variabel (in anderen Worten werden zumindest zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Dimensionierung verwendet).
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Einstufige Algorithmen wie YOLO oder SSD teilen ein zweidimensionales Bild in ein Raster ein und analysieren die Rasterzellen. Um diesen Ansatz auf eindimensionale Daten zu übertragen können erfindungsgemäß Abschnitte eingesetzt werden. Diese können aneinandergereiht werden (mit oder ohne Abstand zwischen den Abschnitten), so dass der Algorithmus den Datensatz Abschnitt per Abschnitt analysieren kann. In einem bevorzugten Beispiel wird nur ein Durchlauf (einstufig) des Algorithmus durch die Abschnitte benötigt. Ein anschauliches Beispiel der Abschnitte ist z.B. in den Figuren 5 und 6 gezeigt. Die Abschnittsbreite kann (teilweise) variiert werden, z.B. breiter bei einem langsamen Zug und enger bei einem schnelleren Zug.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Bestimmen auf: Erkennen von Signal-Merkmalen in dem eindimensionalen Zeitverlauf. In einem Ausführungsbeispiel weist das Bestimmen auf: Erkennen von Signal-Mustern (basierend auf Signal-Merkmalen) in dem eindimensionalen Zeitverlauf. Objekterkennungs-Algorithmen verwenden gewöhnlich das Konzept der bounding-boxes, um Objekte (z.B. ein Auto) in einem Bild zu lokalisieren. Im vorliegenden Fall wird jedoch mit eindimensionalen Daten gearbeitet, so dass dieses Konzept nicht anwendbar ist.
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Es wurde jedoch von den Erfindern erkannt, dass in effizienter und zuverlässiger Weise Signal-Merkmale, insbesondere in Form einzelner Punkte, und/oder Signal-Muster analog zu bounding-boxes verwendet werden können. In einem Beispiel kann ein lokales Maximum (Peak-Spitze) als Signal-Merkmal erkannt werden und mittels Lokalisieren dieses Punktes bestimmt werden (siehe z.B. Figuren 2 und 3).
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Bestimmen von Signal-Mustern auf: Erkennen eines (Drehgestell-assoziierten) Signal-Musters basierend auf fünf Signal-Punkten.
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Diese Variante kann speziell für das Erkennen von Drehgestellen effizient sein. Beispielsweise können die fünf Signal-Punkte wie folgt gesetzt werden:
- i) Start des Drehgestells,
- ii) Position erstes Rad (z.B. Peak-Spitze),
- iii) Position Magnetschienenbremse (vorhanden oder nicht),
- iv) Position zweites Rad (z.B. Peak-Spitze), und
- v) Ende des Drehgestells.
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Können diese fünf Signal-Merkmale gesetzt werden, so kann das Signal-Muster "Drehgestell" bestimmt werden. Hierdurch kann sich zugleich die Klassifizierung in die Signal-Klasse "Drehgestell" ergeben.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Bestimmen von Signal-Merkmalen auf: Erkennen eines (Rad-assoziierten) Signal-Musters basierend auf zumindest einem Signal-Punkt (und dessen Höhe/Position).
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In dieser Variante kann jedes Signal-Merkmal einem Signal-Muster entsprechen, z.B. "Rad" oder "Bremse" (hier kann die Höhe des Signal-Punktes entscheidend sein). Durch das Erkennen des Signal-Mesters "Rad" ergibt sich in einem Beispiel auch die Klassifizierung in die Signal-Klasse "Rad".
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Verfahren auf: Feststellen, ob ein Abschnitt (relevante) Information enthält, und i) Nutzen von Information-haltigen Abschnitten und/oder ii) Aussortieren von Information-freien Abschnitten. Der Begriff "Information" kann in diesem Zusammenhang insbesondere zumindest ein Signal-Merkmal umfassen. Die Effizienz kann erhöht werden, wenn nur Information-haltige Abschnitte analysiert (in Betracht gezogen) werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird der einstufige Algorithmus in Anker-Bereichen entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs zusätzlich zu den Abschnitten durchgeführt. In anderen Worten werden nicht nur Abschnitte definiert und berücksichtigt, sondern es können zusätzlich Anker-Bereiche an bestimmten Positionen definiert und berücksichtigt werden.
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In einem Beispiel werden die Abschnitte nach einem festen Muster homogen eingesetzt (analog einem Raster), während die Anker-Bereiche inhomogen an bestimmten Positionen verwendet werden. Mittels der Anker-Bereiche können Bereiche von Interesse (hoher Dichte an Signal-Merkmalen) spezifischer analysiert werden. Siehe ferner die Veranschaulichung in Figur 7.
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Einstufige Algorithmen (z.B. Yolo) verwenden "Gitterzellen" zur Erkennung charakteristischer Muster (z.B. ein Auto). Die Gitterzellen können abgeleitet werden, indem das Bild einfach in mehrere kleinere Felder unterteilt wird. Manchmal fügt dieser einstufige Objekterkennungsalgorithmus zusätzlich das Konzept der Ankerboxen hinzu. In diesem Fall werden an Gitterpositionen unterschiedliche Größen des Bildes (z.B. für Training und Inferenz) extrahiert. In einem Ausführungsbeispiel wird der Zeitverlauf in Felder mit vorgegebener fester Länge/Breite unterteilt (Abschnitte). Wie bei vielen einstufigen Ansätzen kann auch erfindungsgemäß das Konzept der Verwendung von Anker-Bereichen angewendet werden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weisen die Anker-Bereiche zumindest zwei unterschiedliche Dimensionierungen auf. In einem Beispiel können die Anker-Bereiche in Form von Rahmen/Boxen vorgesehen werden. Hierbei können sich z.B. die Größen unterscheiden.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist zumindest ein Anker-Bereich in zumindest einer Dimension kleiner/größer als ein korrespondierender Abschnitt. Hierdurch kann eine besondere Flexibilität gegeben sein.
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Bei einem feinen Raster (im Vergleich zu den zu detektierenden Signalen) (bzw. enger Abschnittsbreite) und großen Anker-Bereichen kann es zu redundanten Detektionen kommen. In solchen Fällen kann es erforderlich sein, Erkennungen mit geringerer Zuverlässigkeit zu unterdrücken (non-maxima suppression).
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Verfahren auf: Bereitstellen einer Ausgabe (output), welche die Signal-Klasse (Klassifizierung bzw. Klassifizierungswahrscheinlichkeit; was ist es?) und zumindest ein Signal-Merkmal (Bestimmen/
Detektieren) (bzw. die Position von zumindest einem Signal-Merkmal; wo ist es?) aufweist, insbesondere in Vektor-Form(at). In anderen Worten weist die Ausgabe des einstufigen Algorithmus sowohl die Bestimmung als auch die Klassifizierung auf. Konventionell wird dies in zwei Stufen ausgeführt. Im einstufigen Algorithmus können die Informationen des Bestimmens und des Klassifizierens jedoch miteinander verkettet sein, z.B. als verbundene Schichten (siehe auch Figur 1).
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Klassifizieren ein Einordnen/Zuordnen in eine Signal-Klasse auf (insbesondere basierend auf zumindest einem Signal-Merkmal und/oder einem Signal-Muster). Diese Klassen können entsprechend der jeweiligen Anwendung definiert werden und der zugrunde liegende Kl-Algorithmus kann entsprechend trainiert werden. Eine Signal-Klasse kann ein oder mehr Unterscheidungsmerkmale (features) aufweisen, die für diese Klasse indikativ sind. Eine Signal-Klasse kann sich auf einzelne Signale und/oder Signal Cluster (zwei oder mehr Signale, welche miteinander assoziiert sind) beziehen.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel weisen die Signal-Klassen zumindest eine der folgenden auf: ein Rad, eine Magnetschienenbremse, zwei-Räder, zwei-Räder-eine-Magnetschienenbremse, zwei-Räder-keine Magnetmaschinenbremse, einachsiges Drehgestell, zweiachsiges Drehgestell. Dies ist nur eine beispielhafter Auswahl von Signal-Klassen, die im Bereich des Schienenverkehrs besonders häufig bzw. (Sicherheits-) relevant sein können.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Verfahren ferner auf: Trainieren des einstufigen Algorithmus mit einer Mehrzahl von eindimensionalen Zeitverläufen eines Achszählers (experimentell und/oder theoretisch bestimmt). Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Trainieren ferner aufweist: Erlernen von Signal-Mustern und/oder Signal-Merkmalen, welche für bestimmte Signal-Klassen indikativ sind.
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Die Trainingsdaten können hierbei gemessene (reale) und/oder simulierte Datensätze umfassen. Je nach Anwendung können bestimmte Trainingsansätze besonders geeignet sein.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Verfahren ferner auf: Bestimmen von zumindest einem der folgenden basierend auf der Auswertung: einer Geschwindigkeit, einer Länge, eines Fahrzeug-Typs, einer Anomalie, insbesondere einem Defekt, einer benötigten Wartung.
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Dadurch kann das beschriebene Verfahren neue Möglichkeiten für das gesamte Steuerungssystem von Schienenfahrzeugen ermöglichen, im Folgenden einige Ausführungsbeispiele:
- i) Die Erkennung und Klassifizierung von Drehgestellen könnte zur Berechnung der Zuggeschwindigkeit verwendet werden (bzw. der Zugtyp und die Abmessungen sind bekannt, so dass die Geschwindigkeit berechnet werden kann);
- ii) Die Länge und die Art des Zuges (z.B. Güterzug, Passagier) könnte geschätzt werden. Die Anzahl der Waggons könnte gezählt werden;
- iii) Anomalien (z.B. Defekte an den Rädern und/oder Magnetschienenbremsen) könnten erkannt und gemeldet werden;
- iv) Auch eine vorausschauende Wartung könnte auf dem vom Achszähler aufgezeichneten Signal basieren.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel weist das Verfahren ferner auf: Vorprozessieren des Datensatzes zum Entfernen von Rauschen, insbesondere mittels Glätten (smoothing) und/oder down-sampling. Dies kann den Vorteil haben, dass auch niedrig aufgelöste Signale verwendet werden können.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel wird das Verfahren im Zusammenhang/Kontext mit Schienen-gebundenen Fahrzeugen und/oder Schienen-Infrastruktur eingesetzt.
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Oben wurde bereits detailliert die Achszähler Anwendung im Schienenverkehr diskutiert. Ferner hat der Bereich der Schienenfahrzeuge besonders hohe Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit und entsprechende Normen. Daher kann der Einsatz des Verfahren zum Validieren von Auswertungen in diesem Zusammenhang besonders wichtig und vorteilhaft sein.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der einstufige Algorithmus/Klassifikator sehr schnell (schneller als andere Deep-Learning basierten Methoden, z.B. Unet). In einem Beispiel basiert der Algorithmus auf Single-Shot-Klassifikatoren (wie das YOLO-Modell, das in der Computer Vision zur Objekterkennung verwendet wird).
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel wird ein echtes neuronales End-to-End Netzwerk beschrieben, das Vorhersagen von bounding-boxes (Signal-Merkmalen) und Klassenwahrscheinlichkeiten auf einmal trifft. Es ist in einem Beispiel nicht erforderlich, die Daten nachzubearbeiten (d.h. Klassen oder Koordinaten basierend auf der Vorhersage des neuronalen Netzes zu berechnen), was das gesamte algorithmische System robuster machen kann.
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Es ist zu beachten, dass Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme auf verschiedene Gegenstände beschrieben wurden. Insbesondere wurden einige Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Verfahrensansprüche beschrieben, während andere Ausführungsformen unter Bezugnahme auf Vorrichtungsansprüche beschrieben wurden. Ein Fachmann wird jedoch aus dem Vorstehenden und der folgenden Beschreibung entnehmen, dass, sofern nicht anders angegeben, neben jeder Kombination von Merkmalen, die zu einer Art von Gegenstand gehören, auch jede Kombination von Merkmalen, die sich auf verschiedene Gegenstände beziehen, als von diesem Dokument offenbart gilt. Dies insbesondere auch zwischen Merkmalen der Verfahrensansprüche und Merkmalen der Vorrichtungsansprüche.
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Die oben definierten Aspekte und weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den nachstehend zu beschreibenden Beispielen der Ausführungsformen und werden unter Bezugnahme auf die Beispiele der Ausführungsformen erläutert. Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf Ausführungsformen, auf die die Erfindung jedoch nicht beschränkt ist, näher beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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- Figur 1 zeigt schematisch ein Verfahren gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 2 zeigt ein Bestimmen von Signal-Mustern basierend auf fünf Signal-Punkten, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 3 zeigt ein Bestimmen von Signal-Mustern basierend auf fünf Signal-Punkten, gemäß einem weiteren exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 4 zeigt ein Bestimmen von Signal-Mustern basierend auf einzelnen Signal-Punkten, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 5 zeigt ein abschnittsweises Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs mit fünf Signal-Punkten, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 6 zeigt ein abschnittsweises Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs mit einzelnen Signal-Punkt, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
- Figur 7 zeigt ein Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs in Abschnitten und Anker-Bereichen, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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Die Figuren 8 und 9 zeigen jeweils einen Datensatz eines Achszählers.
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Die Figuren 10 bis 12 illustrieren eine konventionelle Schwellenwert-basierte Methode und deren Nachteile.
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Figur 13 zeigt ein Achszähler-System gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
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Die Darstellung in den Zeichnungen sind schematisch. Es wird darauf hingewiesen, dass in unterschiedlichen Abbildungen ähnliche oder identische Elemente oder Merkmale mit den gleichen Bezugszeichen oder mit Bezugszeichen versehen sind, die sich von den entsprechenden Bezugszeichen nur innerhalb der ersten Ziffer unterscheiden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, werden Elemente oder Merkmale, die bereits in Bezug auf eine zuvor beschriebene Ausführungsform erläutert wurden, an einer späteren Stelle der Beschreibung nicht noch einmal erläutert.
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Darüber hinaus werden räumlich relative Begriffe wie "vorne" und "hinten", "oben" und "unten", "links" und "rechts" usw. verwendet, um die Beziehung eines Elements zu einem anderen Element zu beschreiben, wie in den Abbildungen dargestellt. So können die räumlich relativen Begriffe auf verwendete Orientierungen zutreffen, die von der in den Abbildungen dargestellten Orientierung abweichen. Offensichtlich beziehen sich diese räumlich relativen Begriffe lediglich auf eine Vereinfachung der Beschreibung und die in den Abbildungen gezeigte Orientierung und sind nicht notwendigerweise einschränkend, da eine Vorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung andere Orientierungen als die in den Abbildungen dargestellten annehmen kann, insbesondere wenn sie verwendet wird.
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Figur 1 zeigt schematisch ein Verfahren gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Zunächst wird ein Datensatz 110 (input) bereitgestellt, der von einem Achszähler (siehe z.B. Figur 13) aufgenommen/gemessen wurde. Der Datensatz weist einen eindimensionalen Zeitverlauf auf (siehe z.B. Figuren 8 und 9). Das Auswerten dieses Datensatzes 110 wird mittels eines einstufigen Kl-Algorithmus (single stage/shot algorithm/detector) 150 durchgeführt.
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Der Kl-Algorithmus 150 kann z.B. als CNN mit bis zu zwanzig Schichten 151 aufgebaut sein. Am Ende des CNN stehen z.B. zwei vollständig verbundene Schichten 152, die folgende Ausgabe (output) bereitstellen: die Klassenwahrscheinlichkeit und die Position der Signal-Merkmale.
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Signal-Merkmale (signal features) können im vorliegenden Kontext verwendet werden, um eine bestimmte Signal-Position zu lokalisieren. Während im zweidimensionalen Bereich eine bounding-box verwendet wird, um Position und Größe eines Objekts zu definieren, kann dies erfindungsgemäß im eindimensionalen Bereich punktweise erfolgen bzw. Signal-Merkmale können in Form von Signal-Punkten gesetzt werden. Ein oder mehr Signal-Punke können für ein bestimmtes Signal-Muster indikativ sein. Das Signal-Muster kann analog zu der bounding-box verwendet werden. In einem Ausführungsbeispiel kann das Bestimmen von Signalen bezeichnen: "wo ist es?"; während das Klassifizieren von Signalen bezeichnen kann: "was ist es?".
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Im gezeigten Beispiel wurde ein lokales Maximum als eine Peak-Spitze erkannt und mittels eines Signal-Punktes ein Signal-Merkmal 112 gesetzt (Bestimmen von Signalen). Basierend auf dem Signal-Merkmal wurde das Signal-Muster 111 "Rad" erkannt (hier als bounding-box Analogon), woraus die Zuordnung in die Signal-Klasse "Rad" gelingt (Klassifizieren von Signalen). Das Auswerten des Datensatzes gelingt somit mittels Bestimmen von Signalen in dem eindimensionalen Zeitverlauf und Klassifizieren der Signale in dem eindimensionalen Zeitverlauf in einem Schritt mittels eines auf Deep Learning basierenden einstufigen Algorithmus.
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Figur 2 zeigt ein Bestimmen von Signal-Merkmalen basierend auf fünf-Signal-Punkten, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Mittels der fünf Signal-Merkmale kann ein bestimmtes Signal-Muster erkannt werden, hier ein Drehgestell-assoziiertes Signal-Muster. Das gezeigte Signal Cluster befindet sich zur einfacheren Darstellung innerhalb eines einzigen Abschnitts 160.
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Folgende Signal-Punkte 112 können gesetzt werden:
- i) Start des Drehgestells,
- ii) Position erstes Rad (Signal-Merkmal hoher Peak 130),
- iii) Position Magnetschienenbremse 135 (Signal-Merkmal niedriger Peak 135),
- iv) Position zweites Rad (Signal-Merkmal hoher Peak), und
- v) Ende des Drehgestells.
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Alle fünf Signal-Punkte können gesetzt werden und das Signal-Muster "Drehgestell-mit-Magnetschienenbremse" 131 kann erkannt werden, wodurch sich zugleich die zugehörige Klassifizierung in die Signal-Klasse "Drehgestell-mit-Magnetschienenbremse" ergibt.
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Figur 3 zeigt ein Bestimmen von Signal-Merkmalen basierend auf fünf-Signal-Punkten, gemäß einem weiteren exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dieses Beispiel ist jenem der Figur 2 ähnlich. Der Unterschied besteht darin, dass an der Position iii) kein Peak für die Magnetschienenbremse vorhanden ist. Daher ergeben die fünf Signal-Punkte das Signal-Muster "Drehgestell-ohne-Magnetschienenbremse" 132, wodurch sich zugleich die zugehörige Klassifizierung (Signal-Klasse "Drehgestell-ohne-Magnetschienenbremse") ergibt.
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Figur 4 zeigt ein Bestimmen von Signal-Merkmalen basierend auf jeweils einem Signal-Punkt und dessen Höhe/Position, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Mittels jeweils einem Signal-Merkmal 112 kann ein bestimmtes Signal-Muster 111 erkannt werden. Zur einfacheren Darstellung befindet sich jedes Signal-Muster 111 in einem eigenen Abschnitt 160-162.
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Im ersten Abschnitt 160 wird ein lokales Maximum erkannt und das Signal-Merkmal "hoher Peak" 130 kann gesetzt werden. Dies führt zu dem Signal-Muster "Rad". Im zweiten Abschnitt 161 wird ein lokales Maximum erkannt und das Signal-Merkmal "niedriger Peak" 135 kann gesetzt werden. Dies führt zu dem Signal-Muster "Magnetschienenbremse". Im dritten Abschnitt 162 wird ein lokales Maximum erkannt und das Signal-Merkmal "hoher Peak" 130 kann gesetzt werden. Dies führt zu dem Signal-Muster "Rad". Die Signal-Muster Abfolge "Rad-Magnetschienenbremse-Rad" führt hierbei zum Zuordnen in die Signal-Klasse "Drehgestell mit Magnetschienenbremse".
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Während bei den Beispielen der Figuren 2 und 3 fünf Signal-Merkmalen 112 ein gemeinsames Signal-Muster 111 zugeordnet ist, ist bei Figur 4 jedem Signal-Merkmal 112 ein einzelnes Signal-Muster 111 zugeordnet. In beiden Fällen ist aber nur eine Signal-Klasse vorhanden.
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Figur 5 zeigt ein Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs durch drei Abschnitte 160-162 mit Anwenden der fünf Signal-Punkte Erkennung, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die fünf Signal-Punkte können wie für die Figuren 2 und 3 beschrieben gesetzt werden.
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Im Falle des zweiten Abschnitts 161 war eine korrekte Klassifizierung der Signalkurve und das Setzen der fünf Signal-Punkte ("Regressionsbox") möglich, obwohl nur ein Teil der Signalkurve im zweiten Abschnitt 161 vorhanden ist. Im ersten Abschnitt 160 und im zweiten Abschnitt 162 ist jedoch eine korrekte Klassifizierung nicht möglich: aus den gegebenen Daten wäre die Wahl mehrdeutig.
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Figur 6 zeigt ein Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs durch drei Abschnitte 160-162(dies wären die "shots") mit Anwenden der ein Signal-Punkt Erkennung, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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In den ersten drei Abschnitten 160-162 ist eine Klassifizierung (mit den "regression-windows" die vom neuronalen Netz errechnet wurden) des Signal-Merkmals bzw. Signal-Musters 111 möglich (Rad oder Bremse). Der vierte Abschnitt 163 enthält jedoch kein Feature (Signal-Merkmal) und wird daher als Information-freier Abschnitt betrachtet, insbesondere verworfen.
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Figur 7 zeigt ein Durchführen des einstufigen Algorithmus entlang des eindimensionalen Zeitverlaufs in Abschnitten 160 und Anker-Bereichen 170, gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Im Gegensatz zu den anderen Beispielen wird ein sehr feines Abtastraster (geringe Abschnittsbreite) verwendet. Anker-Bereiche/Boxen 170 mit größerer Dimensionierung werden zusätzlich verwendet. Dies kann zu mehrfachen Erkennungen führen, welche mit einem non-maxima suppression Algorithmus bearbeitet werden können, um nur jene Erkennungen mit höchstem Konfidenzintervall zu verwenden. Es können Anker-Bereiche verschiedener Dimensionierung verwendet werden (siehe 170-172), um verschiedene Signalhöhen abzudecken. Nicht ideal platzierte Anker-Bereiche 175 können in diesem Beispiel kein Signal-Merkmal erkennen.
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Figur 13 zeigt ein Achszähler-System 100 gemäß einem exemplarischen Ausführungsbeispiel der Erfindung. Dieses weist eine Achszähler-Sensorvorrichtung 102 (z.B. ein, zwei, oder mehr Sensoren, z.B. Doppelsensor-System) auf, die an einer Schiene 101 befestigt ist und die oben beschriebenen Datensätzen (eindimensionale Zeitreihen) aufnehmen/messen kann. Die Sensorvorrichtung 102 ist in diesem Beispiel über Kabel (alternativ kabellos) mit einer Achszähler-Auswerteeinheit 103 verbunden. Diese Auswertevorrichtung 103 ist eingerichtet den gemessenen Datensatz zu erhalten und nach dem oben beschriebenen Verfahren auszuwerten bzw. zu validieren. Das Auswerten kann alternativ auch im Fernbetrieb durchgeführt werden.
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Es sei darauf hingewiesen, dass der Begriff "aufweisend" andere Elemente oder Schritte nicht ausschließt und die Verwendung des Artikels "ein" eine Vielzahl nicht ausschließt. Auch Elemente, die in Verbindung mit verschiedenen Ausführungsformen beschrieben werden, können kombiniert werden. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass Bezugszeichen in den Ansprüchen nicht so ausgelegt werden sollten, dass sie den Umfang der Ansprüche einschränken.
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Unabhängig vom grammatikalischen Geschlecht eines bestimmten Begriffes sind Personen mit männlicher, weiblicher oder anderer Geschlechtsidentität mit umfasst.
Bezugszeichen
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- 100
- Achszähler-System
- 101
- Schiene
- 102
- Achszähler-Sensor
- 103
- Achszähler-Auswerteeinheit
- 110
- Datensatz, Zeitreihe
- 111
- Signal-Muster, Signal-Klasse
- 112
- Signal-Merkmal, Signal-Punkt
- 130
- Signal-Merkmal hoher Peak
- 131
- Signal-Muster Drehgestell-mit-Magnetschienenbremse
- 132
- Signal-Muster Drehgestell-ohne-Magnetschienenbremse
- 135
- Signal-Merkmal niedriger Peak
- 150
- Einstufiger Algorithmus
- 151
- Schichten
- 152
- Verbundene Schichten
- 160-163
- Abschnitt
- 170-172
- Anker-Bereich
- 175
- Weiterer Ankerbereich
- 200
- Datensatz
- 201
- Signal Cluster Drehgestell-ohne-Magnetschienenbremse
- 202
- Signal Cluster Drehgestell-mit-Magnetschienenbremse
- 203
- Signal Radachse
- 204
- Signal Magnetschienenbremse