Beschreibung
Prüfen einer vorgegebenen Bahn eines Roboters
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und System zum Prüfen einer vorgegebenen Bahn eines Roboters sowie ein Computerprogramm bzw. Computerprogrammprodukt zur Durchführung des Verfahrens.
Roboterbahnen können insbesondere mithilfe einer simulierten Umgebung und/oder durch Einlernen („Teachen“), insbesondere von Bahnpunkten, vorgegeben werden.
Insbesondere zur Inbetriebnahme soll vorzugsweise vorab geprüft werden, ob ein realer Roboter beim Abfahren einer vorgegebenen Bahn mit seiner realen Umgebung kollidieren könnte oder würde, die sich von der simulierten Umgebung oder der realen Umgebung, wie sie beim Einlernen war, unterscheiden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Betrieb von Robotern, insbesondere (durch) das Prüfen vorgegebener Bahnen, zu verbessern.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ansprüche 14, 15 stellen ein System bzw. Computerprogramm bzw.
Computerprogrammprodukt zur Durchführung eines hier beschriebenen Verfahrens, unter Schutz. Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren zum Prüfen einer vorgegebenen Bahn eines Roboters („Roboterbahn“) die Schritte:
Ermitteln oder Bereitstellen eines computerimplementierten dreidimensionalen Umgebungsmodells;
Ermitteln eines Abstands zwischen
- einem computerimplementierten Modell des Roboters und
- dem Umgebungsmodell für verschiedene Abschnitte der Bahn; und
Visualisieren einer virtuellen Repräsentation der Bahn mithilfe einer Visualisierungsvorrichtung in einer augmentierten Realität zum Prüfen der Bahn, wobei bei dieser Visualisierung
- für einen Abschnitt der Bahn eine Warnung ausgegeben wird, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Warnbereich liegt, und
- für einen, insbesondere diesen, Abschnitt der Bahn (stattdessen) eine Entwarnung ausgegeben wird, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Entwarnbereich liegt.
Dadurch kann in einer Ausführung eine Prüfperson die vorgegebene Bahn zuverlässig(er) und/oder rasch(er) auf die Gefahr möglicher Kollisionen mit der realen Umgebung hin (über)prüfen. In einer Ausführung wird die Bahn, vorzugsweise durch die bzw. eine Prüfperson, mithilfe bzw. auf Basis der visualisierten virtuellen Repräsentation und der ausgegebenen Warnung und/oder Entwarnung geprüft, in einer Weiterbildung werden ein oder mehrere Abschnitte, für den bzw. die (jeweils) eine Warnung ausgegeben wird, speziell, insbesondere eingehend(er), genau(er) und/oder gesondert geprüft, insbesondere auf mögliche Kollisionen des Roboters mit der Umgebung, und die Bahn, insbesondere wenigstens diese(r) Abschnitt(e), gegebenenfalls modifiziert.
Der Roboter weist in einer Ausführung einen Roboterarm mit drei oder mehr, vorzugsweise wenigstens sechs, in einer Ausführung wenigstens sieben, Gelenken, in einer Weiterbildung Drehgelenken, die bewegliche Glieder des Roboters miteinander verbinden und durch Antriebe, insbesondere Motoren, des Roboters beweglich sind, und/oder eine mobile, insbesondere mithilfe wenigstens eines Antriebs, insbesondere Motors, des Roboters, verfahrbare Basis auf. Für solche Roboter ist die Erfindung, insbesondere aufgrund der damit möglichen komplexen Bahnen, besonders vorteilhaft. In einer Ausführung bildet ein robotergeführtes Werkzeug oder Werkstück ein (distales) bewegliches Glied des Roboters im Sinne der vorliegenden Erfindung bzw. weist das Modell des Roboters (auch) ein Modell eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks auf.
Die Bahn ist in einer Ausführung programmtechnisch bzw. durch ein Arbeitsprogramm vorgegeben und ist, insbesondere wird, in einer Weiterbildung mithilfe einer simulierten Umgebung und/oder durch Einlernen bzw. Teachen, insbesondere von Bahnpunkten, vorgegeben.
Das dreidimensionale Umgebungsmodell umfasst in einer Ausführung, insbesondere dauerhaft oder temporär abgespeicherte Daten, die eine bzw. mehrere dreidimensionale Kontur(en) bzw. Geometrie(n) einer realen Umgebung des Roboters, insbesondere einer Roboterzelle, Fertigungs- oder Lagerhalle oder dergleichen, angeben bzw. beschreiben.
Das Modell des Roboters umfasst in einer Ausführung, insbesondere dauerhaft oder temporär abgespeicherte Daten, die die dreidimensionale(n) Kontur(en) bzw. Geometrie(n) des (realen) Roboters, insbesondere eines oder mehrerer seiner beweglichen Glieder angeben bzw. beschreiben. Wie vorstehend erwähnt, bildet in einer Ausführung ein robotergeführtes Werkzeug oder Werkstück ein (distales) bewegliches Glied des Roboters im Sinne der vorliegenden Erfindung bzw. weist das Modell des Roboters (auch) ein Modell eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks auf.
Ein Abschnitt der Bahn, für den eine Warnung bzw. Entwarnung ausgegeben wird, kann aus einem (Bahn)Punkt bestehen bzw. ein (Bahn)Punkt sein, für den der Abstand ermittelt wird.
In einer Ausführung erstreckt sich ein Abschnitt der Bahn, für den eine Warnung bzw. Entwarnung ausgegeben wird, ein- oder beidseitig über einen (Bahn)Punkt hinaus bzw. weist mehrere (Bahn)Punkte auf, er kann dabei kontinuierlich oder diskret sein, insbesondere eine kontinuierliche oder diskrete Punktefolge.
In einer Ausführung wird zum Ermitteln des Abstands für einen mehrere Punkte aufweisenden Abschnitt der Abstand eines ausgewählten dieser Punkte, beispielsweise eines Anfangs-, End- oder mittleren Punktes dieses Abschnitts (als Abstand dieses Abschnitts) ermittelt und in einer Weiterbildung der mehrere Punkte aufweisende Abschnitt entsprechend bzw. in Abhängigkeit von dem ermittelten Abstand dieses Punktes eingefärbt. Dadurch kann in einer Ausführung die Prüfung rasch(er) durchgeführt werden.
In einer Ausführung werden zum Ermitteln des Abstands für einen mehrere Punkte aufweisenden Abschnitt die Abstände von zwei oder mehr diskreter, insbesondere ausgewählter, Punkte dieses Abschnitts, beispielsweise eines Anfangs- und eines
Endpunktes dieses Abschnitts, eines Anfangspunktes, eines Endpunktes und eines mittleren Punktes dieses Abschnitts oder dergleichen, ermittelt und der kleinste dieser Abstände als Abstand dieses Abschnitts ermittelt. Dadurch kann in einer Ausführung die Prüfung gleichermaßen rasch und präzise durchgeführt werden.
In einer Ausführung wird zum Ermitteln des Abstands für einen mehrere Punkte aufweisenden Abschnitt, insbesondere einen kontinuierlichen Abschnitt, der minimale Abstand bzw. der Abstand zu dem umgebungsmodellnächsten Punkt als Abstand dieses Abschnitts ermittelt. Dadurch kann in einer Ausführung die Prüfung präzise(r) durchgeführt werden.
In einer Weiterbildung wird ein Abschnitt, insbesondere ein aus einem oder mehreren Punkten bestehender, Abschnitt entsprechend bzw. in Abhängigkeit von dem ermittelten Abstand eingefärbt. Hierdurch kann in einer Ausführung die Präzision der Prüfung verbessert werden. Beispielsweise wird ein Punkt bzw. Abschnitt, insbesondere also ein einzelner Punkt oder ein mehrere Punkte aufweisender Abschnitt, rot eingefärbt, um eine Warnung auszugeben, und/oder grün eingefärbt, um eine Entwarnung auszugeben. Gleichermaßen kann die Färbung auch mehrstufig und/oder anders diskretisiert sein, beispielsweise in {rot, gelb, grün} oder dergleichen, insbesondere mit anderen Farben und/oder feiner diskretisiert, oder sich kontinuierlich mit dem maßgeblichen, insbesondere kleinsten, Abstand ändern, beispielsweise von rot für (zu) kleine Abstände hin zu grün für (ausreichend) große Abstände oder dergleichen.
In einer Ausführung umfasst das Verfahren den Schritt:
- Erfassen von Daten einer realen Umgebung des Roboters mithilfe einer, in einer Ausführung mobilen, in einer Weiterbildung, insbesondere von einer Person, tragbaren, Erfassungsvorrichtung; wobei das Umgebungsmodell auf Basis dieser erfassten Daten ermittelt wird.
Dadurch kann in einer Ausführung eine reale Umgebung des Roboters vorteilhaft bei der Prüfung berücksichtigt und so die Gefahr einer Kollision mit dieser besonders zuverlässig geprüft werden.
In einer Ausführung ist die Erfassungsvorrichtung an der Visualisierungsvorrichtung, in einer Weiterbildung integriert oder lösbar, angeordnet. Dadurch kann in einer Ausführung vorteilhaft das Umgebungsmodell in situ bzw. zeitnah vor dem Visualisieren ermittelt werden und damit besonders aktuell und dadurch die Prüfung besonders zuverlässig bzw. aussagefähig sein.
In einer Ausführung wird die Erfassungsvorrichtung zum Erfassen der Daten relativ zu der realen Umgebung translatorisch und/oder rotatorisch und/oder manuell, insbesondere durch eine die Visualisierungsvorrichtung handhabenden Prüfperson, bewegt. Dadurch kann in einer Ausführung ein größerer Bereich der Umgebung und/oder die Umgebung präzise(r) erfasst werden und so die Prüfung besonders zuverlässig bzw. aussagefähig sein.
In einer Ausführung weist die Erfassungsvorrichtung einen oder mehrere berührungslos messende Abstandsmesser auf, in einer Weiterbildung einen oder mehrere Radar-Abstandsmesser, einen oder mehrere Ultraschall-Abstandsmesser und/oder einen oder mehrere Lidar-Abstandsmesser. Hierdurch kann in einer Ausführung das Umgebungsmodell präzise(r) ermittelt werden und so die Prüfung besonders zuverlässig bzw. aussagefähig sein. Dabei sind Lidar-Abstandsmesser besonders vorteilhaft, da diese kompakt bauen und präzise messen.
Zusätzlich oder alternativ weist die Erfassungsvorrichtung in einer Ausführung einen oder mehrere Kameras, in einer Weiterbildung ein 3D-Kamerasystem, welches in einer Ausführung wenigstens zwei bzw. Stereokameras, ein Triangulationssystem, bei dem wenigstens eine Lichtquelle ein definiertes Muster auf die Umgebung abbildet und wenigstens eine Kamera dieses Muster, vorzugsweise aus einem anderen Blickwinkel, aufnimmt, wenigstens eine TOF-Kamera, wenigstens eine Interferometrie-Kamera, wenigstens eine Lichtfeldkamera oder dergleichen aufweist, und/oder eine Bildauswertung auf. Hierdurch kann in einer Ausführung die Umgebung rasch(er) erfasst werden und so die Prüfung besonders rasch durchgeführt und/oder eine größere Umgebung berücksichtigt werden.
Alternativ oder besonders bevorzugt zusätzlich zur Ermittlung auf Basis der erfassten Daten der realen Umgebung wird das Umgebungsmodell in einer Ausführung auf Basis vorgegebener Soll-Daten, in einer Weiterbildung CAD-Daten, der Umgebung
ermittelt. Durch die Berücksichtigung solcher Daten kann in einer Ausführung das Umgebungsmodell rasch(er) und/oder präzise(r) ermittelt werden.
In einer Ausführung wird das Modell des Roboters auf Basis vorgegebener Soll-Daten, in einer Weiterbildung auf Basis der vorgegebenen Bahn des Roboters und/oder auf Basis von CAD-Daten des Roboters, und/oder einer Vermessung des Roboters ermittelt. Durch die Berücksichtigung solcher Daten kann in einer Ausführung das Modell des Roboters rasch(er) und/oder präzise(r) ermittelt werden. In einer Ausführung weist das Modell des Roboters für die verschiedenen Abschnitte, insbesondere Punkte, der Bahn jeweils eine durch die vorgegebene Bahn vorgegebene Pose der Roboterglieder zueinander und/oder einem umgebungsfesten Bezugssystem, auf bzw. gibt eine solche an. Eine Pose bzw. Lage im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst in einer Ausführung eine ein-, zwei- oder dreidimensionale Position und/oder eine ein-, zwei- oder dreidimensionale Orientierung.
Wie vorstehend erläutert, bildet in einer Ausführung ein robotergeführtes Werkzeug oder Werkstück ein bewegliches Glied des Roboters im Sinne der vorliegenden Erfindung. Entsprechend weist in einer Ausführung das Modell des Roboters ein computerimplementiertes Modell eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks als bewegliches Glied des Roboters auf. Dadurch kann in einer Ausführung vorteilhaft die Gefahr einer Kollision eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks mit der Umgebung geprüft werden. Entsprechend wird in einer Ausführung das Modell des Roboters auf Basis vorgegebener Soll-Daten, in einer Weiterbildung CAD-Daten, des Werkzeugs oder Werkstücks, und/oder einer Vermessung des Werkzeugs oder Werkstücks ermittelt.
In einer Ausführung weist das Umgebungsmodell ein oder mehrere Geometrieprimitive in einer vorgegebenen Relation, insbesondere räumlichen Lage, zu einem realen Umgebungshindernis, insbesondere also zu mehreren realen Umgebungshindernissen jeweils wenigstens ein Geometrieprimitiv in einer vorgegebenen Relation, insbesondere räumlichen Lage, zu diesem realen Umgebungshindernis, auf. Zusätzlich oder alternativ weist in einer Ausführung das Modell des Roboters ein oder mehrere Geometrieprimitive in einer vorgegebenen Relation, insbesondere räumlichen Lage, zu einem Glied des Roboters, insbesondere
also zu mehreren Gliedern des Roboters, vorzugsweise wenigstens einem Endeffektor, jeweils wenigstens ein Geometrieprimitiv in einer vorgegebenen Relation, insbesondere räumlichen Lage, zu diesem Roboterglied, auf. Dadurch können in einer Ausführung der bzw. die Abstände rasch(er) ermittelt werden. Ein Geometrieprimitiv im Sinne der vorliegenden Erfindung ist in einer Ausführung ein Polyeder, insbesondere Prisma, insbesondere Quader, oder ein Zylinder, Kegel, Ellipsoid, insbesondere eine Kugel, oder dergleichen. Dadurch können in einer Ausführung der bzw. die Abstände besonders rasch ermittelt werden.
In einer Ausführung wird das Umgebungsmodell mithilfe wenigstens einer Approximation von mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfassten Merkmalen, insbesondere Punkten, besonders bevorzugt einer mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfassten Punktewolke, ermittelt, in einer Weiterbildung mithilfe eines oder mehrerer Gitter und/oder einer oder mehrerer Approximationsflächen, insbesondere ebener Approximationsflächen und/oder ein- oder mehrfach gekrümmter Approximationsflächen, wobei solche Gitter bzw. Approximationsflächen in einer Ausführung durch Ausgleichs-, insbesondere Inter- bzw. Extrapolations-, Glättungs- und/oder andere Fittingfunktionen von mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfassten Punkten ermittelt werden, insbesondere kann das Umgebungsmodell diese Approximation aufweisen. Durch eine solche Approximation kann die Umgebung in einer Ausführung jeweils besonders vorteilhaft, insbesondere rasch und/oder präzise, modelliert werden.
In einer Ausführung wird das Umgebungsmodell auf Basis des Roboters, insbesondere mithilfe von einer, insbesondere der, Erfassungsvorrichtung erfassten Daten des Roboters, und/oder auf Basis des Modells des Roboters ermittelt. In einer Weiterbildung wird dabei der gegebenenfalls bei der Erfassung von Daten der realen Umgebung des Roboters mithilfe der Erfassungsvorrichtung miterfasste Roboter wenigstens teilweise eliminiert bzw. ausgeblendet. Dadurch kann in einer Ausführung das Umgebungsmodell verbessert werden.
In einer Ausführung wird das Umgebungsmodell auf Basis einer Auswahl eines Umgebungsbereichs durch eine Prüfperson ermittelt. In einer Weiterbildung wird dabei ein durch die Prüfperson ausgewählter Umgebungsbereich durch das Umgebungsmodell nicht berücksichtigt, in einer Weiterbildung bereits nicht mithilfe der
Erfassungsvorrichtung erfasst, und/oder nur ein durch die Prüfperson ausgewählter Umgebungsbereich durch das Umgebungsmodell berücksichtigt, in einer Weiterbildung nur dieser Umgebungsbereich mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfasst. Dadurch kann in einer Ausführung das Umgebungsmodell verbessert und/oder rasch(er) ermittelt werden.
In einer Ausführung wird der Abstand zwischen dem Modell des Roboters und dem Umgebungsmodell für einen oder mehrere der verschiedenen Abschnitte der Bahn jeweils auf Basis eines minimalen Abstands zwischen
- einer imaginären Hülle eines ausgewählten beweglichen Glieds des Roboters, in einer Ausführung eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks, oder
- einer imaginären Hülle mehrerer, in einer Ausführung aller, beweglichen Glieder des Roboters, in einer Ausführung entsprechend inklusive eines robotergeführten Werkzeugs oder Werkstücks, und
- einer imaginären Hülle der gesamten durch das Umgebungsmodell beschriebenen Umgebung des Roboters oder
- einer imaginären Hülle eines ausgewählten Teilbereichs dieser Umgebung bzw. Hülle ermittelt, kann insbesondere der entsprechende Abstand sein.
Eine solche imaginäre Hülle ist in einer Ausführung wenigstens teilweise durch das Modell des Roboters bzw. Umgebungsmodell, in einer Ausführung ein oder mehrere der Geometrieprimitive des Robotermodells und/oder ein oder mehrere der Geometrieprimitive des Umgebungsmodells und/oder die Approximation von mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfassten Punkten, mithilfe der das Umgebungsmodell ermittelt wird bzw. die das Umgebungsmodell aufweist, bestimmt, kann insbesondere wenigstens teilweise durch Oberflächen, Ecken, Kanten, Knoten, Koordinatenlinien oder dergleichen der Geometrieprimitive bzw. der Approximation, insbesondere des bzw. der Gitter(s) bzw. der Approximationsfläche(n) gebildet sein, und/oder einen vorgegebenen, insbesondere mittleren, minimalen und/oder maximalen, Abstand zu dem Roboter(glied) bzw. einer Oberfläche der Umgebung bzw. des Umgebungsbereichs und/oder einen vorgegebenen, insbesondere mittleren,
minimalen und/oder maximalen, Abstand zu dem bzw. den Geometrieprimitiv(en), Gitter(n) bzw. Approximationsfläche(n) aufweisen bzw. entsprechend definiert bzw. vorgegeben sein bzw. werden. Eine imaginäre Hülle kann insbesondere kontinuierlich oder auch diskret sein. Somit kann beispielsweise der minimale Abstand zwischen Ecken, Kanten und/oder Flächen eines Geometrieprimitives des Robotermodells in Form eines Quaders und einem Gitter oder einer Approximationsfläche des Umgebungsmodells zum Ermitteln eines Abstands zwischen dem Modell des Roboters und dem Umgebungsmodell verwendet werden.
Indem der Abstand auf Basis eines minimalen Abstands einer imaginären Hülle eines ausgewählten beweglichen Glieds des Roboters bzw. eines ausgewählten Teilbereichs der gesamten durch das Umgebungsmodell beschriebenen Umgebung des Roboters ermittelt wird, kann in einer Ausführung die Ermittlung rasch(er) durchgeführt, insbesondere auf prima facie relevante Bereich beschränkt werden.
Indem der Abstand auf Basis eines minimalen Abstands einer imaginären Hülle mehrerer, in einer Ausführung aller, beweglichen Glieder des Roboters bzw. der gesamten durch das Umgebungsmodell beschriebenen Umgebung des Roboters ermittelt wird, kann in einer Ausführung die Prüfung zuverlässig(er) durchgeführt werden, insbesondere können auch mehrere verschiedene Kollisionsmöglichkeiten berücksichtigt werden.
In einer Ausführung ist die Visualisierungsvorrichtung eine mobile, insbesondere (durch eine Person, vorzugsweise mit einer Hand) tragbare, Visualisierungsvorrichtung, in einer Ausführung weist sie ein Handgerät, vorzugsweise ein Handheld, Tablet, Smartphone, einen Laptop oder dergleichen, und/oder eine Brille, insbesondere A(ugmented)R(eality)-Brille, auf. Dadurch kann in einer Ausführung die Prüfung in situ bzw. vor Ort durchgeführt und damit verbessert werden. In einer Ausführung ist die Visualisierungsvorrichtung (hard- und/oder softwaretechnisch) zum Steuern des Roboters eingerichtet bzw. wird (auch) hierzu verwendet. Dadurch kann in einer Ausführung eine Inbetriebnahme rasch(er) und/oder sicher(er) durchgeführt werden.
In einer Ausführung weist die (visualisierte) virtuelle Repräsentation der Bahn einen, in einer Ausführung kontinuierlichen, Weg eines roboterfesten Referenzpunkts,
vorzugsweise eines Endeffektors des Roboters, und/oder eine Darstellung von einem oder mehreren, insbesondere allen, beweglichen Gliedern des Roboters auf, in einer Ausführung mittels bzw. durch Geometrieprimitive des Modells des Roboters. Die Darstellung des bzw. der Glieder des Roboters ändert sich in einer Ausführung während der Visualisierung entsprechend der vorgegebenen Bahn, entsprechend kann die virtuelle Repräsentation insbesondere eine virtuelle Simulation des Roboters bzw. Darstellung der Bewegung eines oder mehrerer seiner Glieder beim Abfahren der Bahn aufweisen.
Durch die Visualisierung des Wegs kann in einer Ausführung die Prüfung rasch(er) und/oder zuverlässig(er) durchgeführt werden, insbesondere eine Prüfperson die Bahn einfach(er), intuitiv(er) und/oder rasch(er) prüfen bzw. beurteilen. In einer Ausführung umfasst das Ausgeben einer Warnung bzw. Entwarnung das Hervorheben, vorzugsweise Einfärben und/oder Beleuchten, des entsprechenden Bahn- bzw. Wegabschnitts entsprechend des hierfür ermittelten Abstands, wobei verschiedenen Abständen unterschiedliche Hervorhebungen, vorzugsweise Farben bzw. Beleuchtungen, zugeordnet sein können, beispielsweise allen Abständen im Warnbereich die Farbe Rot und allen Abständen im Entwarnbereich die Farbe Grün, oder auch allen Abständen im Warnbereich die Farbe Rot, kleineren Abständen im Entwarnbereich die Farbe Gelb und größeren Abständen im Entwarnbereich die Farbe Grün, oder auch eine Farbe, die sich mit dem ermittelten Abstand kontinuierlich oder in mehreren diskreten Stufen ändert, und/oder Bahn- bzw. Wegabschnitte mit Abständen im Warnbereich leuchtend und Bahn- bzw. Wegabschnitte mit Abständen im Entwarnbereich nicht-leuchtend dargestellt werden bzw. sich die Beleuchtung mit den Abständen ändert.
Zusätzlich oder alternativ kann das Ausgeben einer Warnung bzw. Entwarnung das Hervorheben, vorzugsweise Einfärben und/oder Beleuchten, der Darstellung von einem oder mehreren, insbesondere allen, beweglichen Gliedern des Roboters entsprechend des für den jeweiligen Abschnitt ermittelten Abstands umfassen, wobei verschiedenen Abständen unterschiedliche Hervorhebungen, vorzugsweise Farben und/oder Beleuchtungen, zugeordnet sein können wie vorstehend beschrieben. Beispielsweise wird die Darstellung für bzw. längs Abschnitte(n) mit (zu) geringen Abständen rot und für bzw. längs Abschnitte(n) mit (ausreichend) großen Abständen
grün eingefärbt, gleichermaßen kann sich die Farbe der Darstellung mit dem ermittelten Abstand kontinuierlich oder in mehreren diskreten Stufen ändern, und/oder die Darstellung für Abstände im Warnbereich leuchtend und im Entwarnbereich nichtleuchtend dargestellt werden bzw. sich deren Beleuchtung mit den Abständen ändert.
Gleichermaßen kann das Hervorheben bzw. Ausgeben einer Warnung bzw. Entwarnung in einer Ausführung eine Stilart des entsprechenden Bahn- bzw. Wegabschnitts bzw. der Darstellung entsprechend des hierfür ermittelten Abstands umfassen, wobei verschiedenen Abständen unterschiedliche Stile zugeordnet sein können, beispielsweise allen Abständen im Warnbereich dicke und/oder durchgezogene Linien und allen Abständen im Entwarnbereich dünne und/oder gestrichelte Linien, wobei natürlich auch eine Vielzahl anderer Stile verwendet werden kann, beispielsweise eine Strichstärke sich mit dem Abstand kontinuierlich oder in diskreten Stufen ändern kann oder dergleichen.
Durch die Hervorhebung, insbesondere Färbung und/oder Beleuchtung, des Wegs kann in einer Ausführung eine Prüfperson die Bahn rasch(er) prüfen bzw. beurteilen, durch die Hervorhebung, insbesondere Färbung und/oder Beleuchtung, der Darstellung des bzw. der Roboterglieder i ntuitiv(er), durch die Variation der Stilart die Visualisierung vereinfacht und/oder ihre Erkennbarkeit verbessert werden.
In einer Ausführung wird für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn eine erste virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Warnbereich liegt, und für das Visualisieren dieses Abschnitts der Bahn eine hiervon verschiedene zweite virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Entwarnbereich liegt. Beispielsweise kann, wie an anderer Stelle erläutert, für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn eine erste virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen rot gefärbten Wegabschnitt eines roboterfesten Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Warnbereich liegt, und für das Visualisieren dieses Abschnitts der Bahn eine hiervon verschiedene zweite virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen grün gefärbten Wegabschnitt des roboterfesten Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Entwarnbereich liegt.
In einer Weiterbildung wird für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn eine erste virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem Teil des Warnbereichs liegt, und für das Visualisieren dieses Abschnitts der Bahn eine andere erste virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem anderen Teil des Warnbereichs liegt. Zusätzlich oder alternativ wird in einer Weiterbildung für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn eine zweite virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem Teil des Entwarnbereichs liegt, und für das Visualisieren dieses Abschnitts der Bahn eine andere zweite virtuelle Repräsentation verwendet, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem anderen Teil des Entwarnbereichs liegt.
Beispielsweise kann für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn eine erste virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen dicken und/oder rot gefärbten Wegabschnitt eines roboterfesten Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Warnbereich liegt, eine andere erste virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen dünneren und/oder orange gefärbten Wegabschnitt des Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand größer ist, aber noch in dem Warnbereich liegt, eine zweite virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen dicken und/oder gelb gefärbten Wegabschnitt des Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Entwarnbereich liegt, und eine andere zweite virtuelle Repräsentation verwendet werden, die einen dünneren und/oder grün gefärbten Wegabschnitt des Referenzpunkts aufweist, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Warnbereich liegt, aber größer ist.
Die oben genannten Farben, Beleuchtungen bzw. Stilarten und Einteilungen sind natürlich nur exemplarisch, wobei eine Vielzahl anderer Diskretisierungen und/oder Warnungen bzw. Entwarnungen möglich sind.
In einer Ausführung werden beim Visualisieren der virtuellen Repräsentation der Bahn ein oder mehrere Parameter der Bahn ausgegeben, in einer Ausführung eine Geschwindigkeit und/oder wenigstens ein Parameter, beispielsweise eine Geschwindigkeit, für wenigstens einen, insbesondere von einer Prüfperson, ausgewählten Abschnitt, insbesondere Punkt, der Bahn und/oder wenigstens ein
Parameter, beispielsweise eine Geschwindigkeit, für einen beim Visualisieren gerade bzw. aktuell simuliert ab- bzw. angefahrenen Abschnitt, insbesondere Punkt, der Bahn.
Zusätzlich oder alternativ wird beim Visualisieren in einer Ausführung ein Wert des ermittelten Abstands für wenigstens einen Abschnitt der Bahn, insbesondere eines global minimalen Abstands und/oder eines Abstands für einen, insbesondere von einer Prüfperson, ausgewählten Abschnitt, insbesondere Punkt, der Bahn und/oder für einen beim Visualisieren gerade bzw. aktuell simuliert abgefahrenen Abschnitt, insbesondere simuliert angefahrenen Punkt, der Bahn, ausgegeben.
Die Ausgabe eines Parameters und/oder eines Abstandswertes erfolgt in einer Ausführung numerisch, akustisch und/oder symbolisch. Beispielsweise kann eine Fahrtrichtung durch einen Pfeil ausgegeben werden, eine TCP-Geschwindigkeit durch eine entsprechende Zahlenangabe, ein Abstandswert symbolisch durch eine entsprechende Linie, insbesondere Bemaßungslinie mit, beispielsweise durch Pfeile, Querstriche oder dergleichen, symbolisierten Enden, und/oder numerisch durch eine entsprechende Zahlenangabe, und/oder ein Parameter bzw. Abstandswert akustisch, insbesondere durch verschiedene Tonhöhen in Bezug auf einen Referenzton, insbesondere einen Referenzton, der einem Nullwert des Parameters bzw. Abstandswerts entspricht.
Durch eines oder mehrere der vorstehend genannten Merkmale kann in einer Ausführung eine Prüfperson die Bahn rasch(er) und/oder zuverlässig(er) prüfen bzw. beurteilen.
Je nach Ergebnis der Prüfung wird die Bahn in einer Ausführung modifiziert, in einer Weiterbildung durch (Ein- bzw. Vorgaben durch) die Prüfperson oder auch automatisch. Dann kann ein hier beschriebenes Verfahren für die bzw. mit der modifizierte(n) Bahn erneut durchgeführt werden, um in analoger Weise diese modifizierte Bahn zu prüfen, wobei dabei in einer Weiterbildung erneut Daten der realen Umgebung erfasst und das Umgebungsmodell auf Basis dieser Daten erneut ermittelt wird, was vorteilhaft Veränderungen der realen Umgebung berücksichtigen kann, in einer anderen Weiterbildung stattdessen das zuvor verwendete Umgebungsmodell weiterverwendet bzw. (erneut) bereitgestellt wird, was vorteilhaft Aufwand und Zeitbedarf reduzieren kann.
Die Erfindung kann mit besonderem Vorteil beim bzw. zum Inbetriebnehmen des Roboters zum Abfahren der vorgegebenen Bahn durchgeführt werden, da hier besonders vorteilhaft die Sicherheit erhöht und/oder Aufwand und/oder Zeit reduziert werden kann, sie ist jedoch nicht hierauf beschränkt.
Nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung ist ein System, insbesondere hard- und/oder software-, insbesondere programmtechnisch, zur Durchführung eines hier beschriebenen Verfahrens eingerichtet und/oder weist auf:
- Mittel zum Ermitteln oder Bereitstellen eines computerimplementierten dreidimensionalen Umgebungsmodells;
- Mittel zum Ermitteln eines Abstands zwischen einem computerimplementierten Modell des Roboters und dem Umgebungsmodell für verschiedene Abschnitte der Bahn; und
- eine Visualisierungsvorrichtung zum Visualisieren einer virtuellen Repräsentation der Bahn in einer augmentierten Realität zum Prüfen der Bahn, wobei bei dieser Visualisierung für einen Abschnitt der Bahn eine Warnung ausgegeben wird, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Warnbereich liegt, und für einen Abschnitt der Bahn eine Entwarnung ausgegeben wird, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Entwarnbereich liegt.
In einer Ausführung weist das System bzw. sein(e) Mittel auf:
- eine, insbesondere mobile, insbesondere tragbare, Erfassungsvorrichtung zum Erfassen von Daten einer realen Umgebung des Roboters und Mittel zum Ermitteln des Umgebungsmodells auf Basis dieser erfassten Daten, insbesondere mithilfe wenigstens einer Approximation von mithilfe der Erfassungsvorrichtung erfassten Punkten, wobei die Erfassungsvorrichtung in einer Ausführung an der Visualisierungsvorrichtung angeordnet ist und/oder wenigstens einen berührungslos messenden Abstandsmesser, insbesondere wenigstens einen Lidar-, Radar- oder Ultraschall-Abstandsmesser, und/oder wenigstens eine Kamera, insbesondere ein 3D-Kamerasystem, und/oder eine Bildauswertung aufweist; und/oder
- Mittel zum Ermitteln des Umgebungsmodells auf Basis vorgegebener Soll-Daten, insbesondere CAD-Daten, der Umgebung und/oder auf Basis des Roboters,
insbesondere mithilfe einer, insbesondere der, Erfassungsvorrichtung erfassten Daten des Roboters, und/oder auf Basis des Modells des Roboters und/oder auf Basis einer Auswahl eines Umgebungsbereichs durch eine Prüfperson; und/oder
- Mittel zum Ermitteln des Modells des Roboters auf Basis vorgegebener Soll-Daten, insbesondere der vorgegebenen Bahn des Roboters und/oder CAD-Daten des Roboters, und/oder einer Vermessung des Roboters; und/oder
- Mittel zum Ermitteln des Abstands zwischen dem Modell des Roboters und dem Umgebungsmodell für wenigstens einen der verschiedenen Abschnitte der Bahn auf Basis eines minimalen Abstands zwischen einer imaginären Hülle eines ausgewählten beweglichen Glieds des Roboters oder einer imaginären Hülle mehrerer, insbesondere aller, beweglichen Glieder des Roboters und einer imaginären Hülle der gesamten durch das Umgebungsmodell beschriebenen Umgebung des Roboters oder eines ausgewählten Teilbereichs hiervon; und/oder
- Mittel zum Verwenden einer ersten virtuellen Repräsentation für das Visualisieren eines Abschnitts der Bahn, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Warnbereich, insbesondere einem Teil des Warnbereichs, liegt, und einer hiervon verschiedenen zweiten virtuellen Repräsentation, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in dem Entwarnbereich, insbesondere einem Teil des Entwarnbereichs, liegt, insbesondere einer anderen ersten virtuellen Repräsentation, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem anderen Teil des Warnbereichs liegt, und/oder einer anderen zweiten virtuellen Repräsentation, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem anderen Teil des Entwarnbereichs liegt; und/oder
- Mittel zum Ausgeben wenigstens eines Parameters der Bahn, insbesondere einer Geschwindigkeit und/oder für wenigstens einen ausgewählten Abschnitt der Bahn und/oder für einen beim Visualisieren simuliert ab- bzw. angefahrenen Abschnitt, insbesondere Punkt, der Bahn, und/oder eines Werts des ermittelten Abstands für wenigstens einen Abschnitt der Bahn, insbesondere eines global minimalen Abstands und/oder eines Abstands für einen ausgewählten Abschnitt der Bahn und/oder für einen beim Visualisieren simuliert ab- bzw. angefahrenen Abschnitt, insbesondere Punkt, der Bahn, beim Visualisieren der virtuellen Repräsentation der Bahn, insbesondere numerisch und/oder symbolisch; und/oder
- Mittel zum Modifizieren der Bahn.
Ein System und/oder ein Mittel im Sinne der vorliegenden Erfindung kann hard- und/oder softwaretechnisch ausgebildet sein, insbesondere wenigstens eine, vorzugsweise mit einem Speicher- und/oder Bussystem daten- bzw. signalverbundene, insbesondere digitale, Verarbeitungs-, insbesondere Mikroprozessoreinheit (CPU), Graphikkarte (GPU) oder dergleichen, und/oder ein oder mehrere Programme oder Programmmodule aufweisen. Die Verarbeitungseinheit kann dazu ausgebildet sein, Befehle, die als ein in einem Speichersystem abgelegtes Programm implementiert sind, abzuarbeiten, Eingangssignale von einem Datenbus zu erfassen und/oder Ausgangssignale an einen Datenbus abzugeben. Ein Speichersystem kann ein oder mehrere, insbesondere verschiedene, Speichermedien, insbesondere optische, magnetische, Festkörper- und/oder andere nicht-flüchtige Medien aufweisen. Das Programm kann derart beschaffen sein, dass es die hier beschriebenen Verfahren verkörpert bzw. auszuführen imstande ist, sodass die Verarbeitungseinheit die Schritte solcher Verfahren ausführen kann und damit insbesondere die virtuelle Repräsentation der Bahn visualisieren bzw. die Warnung bzw. Entwarnung ausgeben kann. Ein Computerprogrammprodukt kann in einer Ausführung ein, insbesondere computerlesbares und/oder nicht-flüchtiges, Speichermedium zum Speichern eines Programms bzw. von Anweisungen bzw. mit einem darauf gespeicherten Programm bzw. mit darauf gespeicherten Anweisungen aufweisen, insbesondere sein. In einer Ausführung veranlasst ein Ausführen dieses Programms bzw. dieser Anweisungen durch ein System bzw. eine Steuerung, insbesondere einen Computer oder eine Anordnung von mehreren Computern, das System bzw. die Steuerung, insbesondere den bzw. die Computer, dazu, ein hier beschriebenes Verfahren bzw. einen oder mehrere seiner Schritte auszuführen, bzw. sind das Programm bzw. die Anweisungen hierzu eingerichtet.
In einer Ausführung werden ein oder mehrere, insbesondere alle, Schritte des Verfahrens vollständig oder teilweise automatisiert durchgeführt, insbesondere durch das System bzw. sein(e) Mittel.
In einer Ausführung weist das System den Roboter auf. In einer Ausführung ist bzw. wird der Warnbereich so bzw. derart vorgegeben, dass bei diesem eine Kollision zwischen Roboter und Umgebung vorliegt oder wahrscheinlich(er) ist, und/oder der
Entwarnbereich so bzw. derart vorgegeben, dass bei diesem keine Kollision zwischen Roboter und Umgebung vorliegt oder wenig(er) wahrscheinlich ist.
In einer Ausführung weist das Verfahren den Schritt auf:
- Abfahren der geprüften Bahn mit dem Roboter.
Dadurch kann die Bahn in einer Ausführung vorteilhaft mit dem realen Roboter überprüft werden, wobei das Abfahren nach dem Prüfen in der augmentierten Realität vorteilhafterweise die Sicherheit beim Abfahren mit dem Roboter erhöht.
Entsprechend weist in einer Ausführung das System bzw. sein(e) Mittel auf:
- Mittel zum Abfahren der geprüften Bahn mit dem Roboter.
In einer Ausführung umfasst das Verfahren auch ein Betreiben des Roboters mit Abfahren der geprüften Bahn mit dem Roboter, kann also insbesondere ein Verfahren zum Betreiben eines bzw. des Roboters sein. Entsprechend kann auch das System in einer Ausführung ein System zum Betreiben eines bzw. des Roboters sein.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Ausführungsbeispielen. Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
Fig. 1 : ein System zum Prüfen einer vorgegebenen Bahn eines Roboters nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung; und
Fig. 2: ein Verfahren zum Prüfen der vorgegebenen Bahn des Roboters nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein System zum Prüfen einer vorgegebenen Bahn eines Roboters 1 mithilfe einer Visualisierungsvorrichtung in Form einer AR-Bri Ile 2 oder eines T ablets 3 durch eine Prüfperson 4.
In einem Schritt S10 (vgl. Fig.2) wird mithilfe einer an der Visualisierungsvorrichtung 2 bzw. 3, vorzugsweise integriert oder lösbar, angeordneten Erfassungsvorrichtung 5A bzw. 5B, beispielsweise einem 3D-Kamerasystem, Lidarsensor oder dergleichen, eine reale Umgebung 6 des Roboters erfasst und in einem Schritt S20 mithilfe dieser
Daten ein computerimplementiertes Umgebungsmodell ermittelt. In einer nicht dargestellten Abwandlung kann das Umgebungsmodell zusätzlich oder alternativ auf Basis von Soll-Daten der Umgebung erstellt oder nur bereitgestellt, beispielsweise aus einem Speicher abgerufen, werden.
In einem Schritt S30 werden für verschiedene Abschnitte, in einer Ausführung Punkte, der Bahn jeweils ein Abstand zwischen einem computerimplementierten Modell des Roboters und dem Umgebungsmodell ermittelt, wobei die Bahn beispielsweise mithilfe einer simulierten Umgebung oder durch Einlernen bzw. Teachen vorgegeben wurde.
Beispielsweise kann das Robotermodell Geometrieprimitive in Form von Quadern, Zylindern oder dergleichen aufweisen, die jeweils einem der beweglichen Glieder des Roboters zugeordnet sind und deren Pose bzw. Lage sich entsprechend des jeweiligen Abschnitts bzw. Bahnpunkts bzw. beim simulierten Abfahren der Bahn durch den Roboter entsprechend ändert. Das Umgebungsmodell kann beispielsweise ein Gitter oder eine Approximationsfläche aufweisen, das bzw. die eine beim Erfassen der realen Umgebung erfasste Punktewolke approximiert. Als Abstand zwischen Roboter- und Umgebungsmodell wird dann beispielsweise der minimale Abstand zwischen all diesen Geometrieprimitiven und dem Gitter bzw. der Approximationsfläche ermittelt.
In einem Schritt S40 wird eine virtuelle Repräsentation der Bahn mithilfe der Visualisierungsvorrichtung 2 bzw. 3 in einer augmentierten Realität zum Prüfen der Bahn visualisiert, beispielsweise der Weg des TCPs als Linie und/oder die Geometrieprimitive beim simulierten Abfahren der Bahn.
Bei dieser Visualisierung wird für einen Abschnitt der Bahn eine Warnung ausgegeben, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Warnbereich liegt, und für einen Abschnitt der Bahn eine Entwarnung ausgegeben, wenn der für diesen Abschnitt ermittelte Abstand in einem vorgegebenen Entwarnbereich liegt, beispielsweise in vorstehend beschriebener Weise mittels Hervorheben von entsprechenden Abschnitten oder dergleichen.
Mithilfe dieser visualisierten virtuellen Repräsentation und der ausgegebenen Warnungen bzw. Entwarnungen kann die Prüfperson 4 in Schritt S40 prüfen, ob die Gefahr einer Kollision des Roboters 1 mit der Umgebung beim Abfahren der vorgegebenen Bahn vorliegt bzw. wie groß diese ist.
Dabei kann sie sich vorteilhaft auf die Abschnitte beschränken bzw. konzentrieren, für die eine Warnung ausgegeben wird, und diese genaue(er) prüfen und die Bahn gegebenenfalls, insbesondere in solchen Abschnitten, in einem Schritt S50 modifizieren, woraufhin die Schritte S30, S40 und gegebenenfalls S50 erneut durchgeführt werden können.
Die geprüfte Bahn kann in einem Schritt S60 mit dem realen Roboter abgefahren werden.
Obwohl in der vorhergehenden Beschreibung exemplarische Ausführungen erläutert wurden, sei darauf hingewiesen, dass eine Vielzahl von Abwandlungen möglich ist. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den exemplarischen Ausführungen lediglich um Beispiele handelt, die den Schutzbereich, die Anwendungen und den Aufbau in keiner Weise einschränken sollen. Vielmehr wird dem Fachmann durch die vorausgehende Beschreibung ein Leitfaden für die Umsetzung von mindestens einer exemplarischen Ausführung gegeben, wobei diverse Änderungen, insbesondere in Hinblick auf die Funktion und Anordnung der beschriebenen Bestandteile, vorgenommen werden können, ohne den Schutzbereich zu verlassen, wie er sich aus den Ansprüchen und diesen äquivalenten Merkmalskombinationen ergibt.
Bezuqszeichenliste
1 Roboter
2 AR-Brille 3 T ablet
4 Prüfperson
5A; 5B Erfassungsvorrichtung
6 Umgebung
TCP Tool Center Point