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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erproben einer Hinderniserkennung für einen Gefahrenraum. Außerdem betrifft die Erfindung eine Anordnung zur Erkennung von Hindernissen mit einer Sensoreinrichtung zum Erfassen von Objekten in einem Gefahrenraum. Zuletzt betrifft die Erfindung ein Computerprogramm sowie eine Bereitstellungsvorrichtung für dieses Computerprogramm, wobei das Computerprogramm mit Programmbefehlen zur Durchführung dieses Verfahrens ausgestattet ist.
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In der Automobilindustrie gibt es weit verbreitete Algorithmen zur Hinderniserkennung, die aber in der offenen Straßenumgebung noch nicht zum Einsatz kommen, da in der Vergangenheit bereits Fälle von Versagen mit Unfallfolge bekannt geworden sind. Grundsätzlich erfolgt die Erkennung von Hindernissen dadurch, dass mittels einer geeigneten Sensorik (optische Sensoren, Radar, Ultraschall) Objekte im vor dem Fahrzeug liegenden Bereich als solche erkannt werden und rechnergestützt vorzugsweise durch Nutzung von künstlicher Intelligenz klassifiziert werden. Das Ergebnis der Klassifikation ist die Erkennung derjenigen Objekte, die als Hindernis zu werten sind. Ein Hindernis ist in diesem Zusammenhang ein Objekt, mit dem eine Kollision mit dem betreffenden Fahrzeug droht.
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Andererseits können auch Objekte erkannt werden, die beispielsweise außerhalb des Fahrweges des Fahrzeuges stehen, weswegen keine Kollision droht. Diese werden auch nicht als Hindernis klassifiziert. Insbesondere bei Bahnstrecken gibt es eine Vielzahl von Objekten, die die Strecke säumen. Als Beispiele sind Signale, Weichen, Gleiselemente wie Balisen, Oberleitungen, Tunnel, Bahnhöfe und dergleichen zu nennen. Diese dürfen nicht als Hindernis klassifiziert werden, da das Fahrzeug ungehindert daran vorbeifahren soll.
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Gefahrenräume können beispielsweise durch Bahnübergänge oder Bahnsteige, Tunneleingänge oder Brücken gebildet sein. Der Gefahrenraum ist dabei der Gleisbereich, der bei Durchfahrt eines Fahrzeugs, also dem Zug, frei von Hindernissen sein muss. Bahnübergänge mit (Voll-)Schranken werden vom Personal oder mit verhältnismäßig teuren) Radarscannern überwacht, die eine Sicherheitszulassung (Sicherheitsstufe SIL-3) benötigen. Auch bei der Überwachung von Bahnsteigen z. B. bei der VAG Nürnberg werden sehr aufwändige Lösungen mit Radarscannern eingesetzt.
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Beim automatischen Fahren insbesondere auf der Schiene müssen Hindernisse sicher erkannt werden. Die Sicherheitsanforderungen hängen nach DIN V0831-103 entscheidend vom sog. proof-test-interval (PTI) ab. Ein Proof Test (PT) ist ein externer Test, der die komplette Funktion einer Applikation bestätigt. In der Regel ist dieser schwer in den Betrieb integrierbar, so dass in der Regel PTI > 1 Jahr üblich sind.
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AI Anwendungen werden derzeit nicht für Safety-Anwendungen (also Anwendungen auf einem hohen Sicherheitslevel) im Bahnbereich zugelassen, insbesondere, da ihre genaue Funktion nur schwer nachvollzogen werden kann und auch nicht die geforderten Entfernungen, die im Bahnbereich für eine Sensorik notwendig sind, abdeckt werden können. Sie können nur wie eine Black Box behandelt werden, die mit spezifischen Methoden überwacht werden muss. Dies ist ein besonderes Problem bei der Hinderniserkennung für das automatische Fahren auf der Schiene, die mit einer hohen Sicherheit erfolgen muss. Bei der Verwendung von AI kann nicht vorhergesehen werden, wie weit die Sensorik in der konkreten Situation Hindernisse erkennen kann und ob sie überhaupt ausreichend erkennungsfähig ist, und es ist nicht klar festzustellen, ob das Lichtraumprofil einer Strecke frei von Hindernissen ist.
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Unter künstlicher Intelligenz (im Folgenden auch mit KI abgekürzt) ist im Rahmen dieser Erfindung im engeren Sinne das rechnergestützte Machine Learning (im Folgenden auch mit ML abgekürzt) zu verstehen. Es geht dabei um das statistische Lernen der Parametrisierung von Algorithmen, vorzugsweise für sehr komplexe Anwendungsfälle. Mittels ML erkennt und erlernt das System anhand von zuvor eingegebenen Lerndaten Muster und Gesetzmäßigkeiten bei den erfassten Prozessdaten. Mithilfe geeigneter Algorithmen können durch ML eigenständig Lösungen zu aufkommenden Problemstellungen gefunden werden. ML gliedert sich in drei Felder - überwachtes Lernen, unüberwachtes Lernen und bestärkendes Lernen (Reinforcement Learning), mit spezifischeren Anwendungen, zum Beispiel Regression und Klassifikation, Strukturerkennung und -vorhersage, Datengenerierung (Sampling) oder autonomes Handeln.
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Beim überwachten Lernen wird das System durch den Zusammenhang von Eingabe und zugehöriger Ausgabe bekannter Daten trainiert und erlernt auf diese Weise approximativ funktionale Zusammenhänge. Dabei kommt es auf die Verfügbarkeit geeigneter und ausreichender Daten an, denn wenn das System mit ungeeigneten (z.B. nicht-repräsentativen) Daten trainiert wird, so lernt es fehlerhafte funktionale Zusammenhänge. Beim unüberwachten Lernen wird das System ebenfalls mit Beispieldaten trainiert, jedoch nur mit Eingabedaten und ohne Zusammenhang zu einer bekannten Ausgabe. Es lernt, wie Datengruppen zu bilden und zu erweitern sind, was typisch für den betreffenden Anwendungsfall ist und wo Abweichungen bzw. Anomalien auftreten. Dadurch lassen sich Anwendungsfälle beschreiben und Fehlerzustände entdecken. Beim bestärkenden Lernen lernt das System durch Versuch und Irrtum, indem es zu gegebenen Problemstellungen Lösungen vorschlägt und über eine Feedbackfunktion eine positive oder negative Bewertung zu diesem Vorschlag erhält. Je nach Belohnungsmechanismus erlernt das KI-System, entsprechende Funktionen auszuführen.
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Das maschinelle Lernen kann beispielsweise durch künstliche neuronale Netze (im Folgenden für artificial neural network, kurz ANN genannt) durchgeführt werden. Künstliche neuronale Netze basieren meist auf der Vernetzung vieler Neuronen, beispielsweise McCulloch-Pitts-Neuronen oder leichter Abwandlungen davon. Grundsätzlich können auch andere künstliche Neuronen Anwendung in ANN finden, z. B. das High-Order-Neuron. Die Topologie eines Netzes (die Zuordnung von Verbindungen zu Knoten) muss abhängig von seiner Aufgabe bestimmt werden. Nach der Konstruktion eines Netzes folgt die Trainingsphase, in der das Netz "lernt". Dabei kann ein Netz beispielsweise durch folgende Methoden lernen:
- Entwicklung neuer Verbindungen
- Löschen existierender Verbindungen
- Ändern der Gewichtung (der Gewichte von Neuron j zu Neuron i)
- Anpassen der Schwellenwerte der Neuronen, sofern diese Schwellwerte besitzen
- Hinzufügen oder Löschen von Neuronen
- Modifikation von Aktivierungs-, Propagierungs- oder Ausgabefunktion
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Außerdem verändert sich das Lernverhalten bei Veränderung der Aktivierungsfunktion der Neuronen oder der Lernrate des Netzes. Praktisch gesehen lernt ein ANN hauptsächlich durch Modifikation der Gewichte der Neuronen. Eine Anpassung des Schwellwertes kann hierbei durch ein on-Neuron miterledigt werden. Dadurch sind ANN in der Lage, komplizierte nichtlineare Funktionen über einen Lernalgorithmus, der durch iterative oder rekursive Vorgehensweise aus vorhandenen Ein- und gewünschten Ausgangswerten alle Parameter der Funktion zu bestimmen versucht, zu erlernen. ANN sind dabei eine Realisierung des konnektionistischen Paradigmas, da die Funktion aus vielen einfachen gleichartigen Teilen besteht. Erst in ihrer Summe wird das Verhalten komplex.
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Der bekannte Stand der Technik, ein Artikel mit dem Titel "Ein ICE in Lichterfelde: DB-Versuchszug fährt auf der Berliner Goerzbahn" veröffentlicht: https://www.deutschebahn.com/pr-berlin-de/aktuell/presseinform ationen/Ein-ICE-in-Lichterfelde-DB-Versuchszug-faehrt-auf-der-Berliner-Goerzbahn--5888114, von dem die Erfindung ausgeht, betrifft einen Verfahren zur Hinderniserkennung gemäß Anspruch 1. Die dargestellten Probleme machen es demnach erforderlich, dass eine automatische Hinderniserkennung vor ihrem sicherheitsrelevanten Einsatz unter Realbedingungen getestet wird.
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Danach soll eine im Augenblick ungenutzte Strecke in Berlin-Lichterfelde für die Erprobung von Hinderniserkennungssystemen mit einem Versuchszug der Deutschen Bahn, dem sogenannten advanced TrainLab, einem dieselgetriebenen ICE der Baureihe 605, verwendet werden. Nach Angaben der Bahn biete die 2,5 km lange Strecke optimale Voraussetzungen, um verschiedene Systeme zur Objekt- und Hinderniserkennung sowie zur Umfeld-Wahrnehmung zu erproben. Es gebe rund 40 Stellen, an denen der Autoverkehr den Streckenabschnitt quere.
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Bei einer Erprobung im realen Umfeld bestehen jedoch hohe Anforderungen an die Sicherheit. Insbesondere kann eine Erprobung nur mit geringer Geschwindigkeit erfolgen, damit Unfälle mit realen Verkehrsteilnehmern gegebenenfalls durch eine Notbremsung verhindert werden können.
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In der nachveröffentlichten
europäischen Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen 21209512.9 ist ein Verfahren zum Erproben einer Hinderniserkennung von Fahrzeugen beschrieben, bei dem eine Sensoreinrichtung Hindernisse erkennt und diese Hindernisse rechnergestützt bewertet werden. Zum Zwecke der Erprobung werden Testobjekte an einer Teststrecke derart in das Lichtraumprofil eines Fahrzeugs hineinbewegt, dass diese als Hindernisse erkannt werden müssen. Für den Fall, dass das Fahrzeug die Hindernisse nicht erkennt, werden diese zur Vermeidung von Kollisionen wieder aus dem Lichtraumprofil entfernt, bevor das Fahrzeug diese erreichen würde. Für dieses Verfahren der Erprobung müssen somit eine Teststrecke und entsprechend präparierte Hindernisse zur Verfügung stehen.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es, Verfahren zur Erprobung der Hinderniserkennung eines Fahrzeugs anzugeben, welches unter möglichst realistischen Bedingungen (insbesondere hinsichtlich realisierter Geschwindigkeiten) ablaufen kann und dabei hohe Anforderungen an die Sicherheit (Safety) erfüllt. Außerdem ist es Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung anzugeben, welche ein solches Verfahren ausführen kann. Zuletzt besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Computerprogrammprodukt sowie eine Bereitstellungsvorrichtung für dieses Computerprogrammprodukt anzugeben, mit dem das vorgenannte Verfahren durchgeführt werden kann.
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Diese Aufgabe wird mit dem eingangs angegebenen Anspruchsgegenstand (Verfahren) erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Erprobung während des laufenden Regelbetriebs des Gefahrenraums durchgeführt wird, wobei die Sensoreinrichtung parallel zu einer zugelassenen Freimeldeeinrichtung für den Gefahrenraum betrieben wird.
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Die grundsätzliche Idee besteht darin, den normalen Betrieb auf Schiene und Straße (zum Beispiel bei einem Bahnübergang) für die Erprobung, auch Proof Test oder kurz PT genannt, zu verwenden. Da es hierdurch gelingt, den PT zur Hinderniserkennung einfach in den Regelbetrieb von Fahrzeugen zu integrieren, können die Sicherheitsanforderungen an die Hinderniserkennung während der Erprobung vorteilhaft reduziert werden, da die zugelassene Freimeldeeinrichtung für den Gefahrenraum den geforderten Sicherheitsstandard zur Verfügung stellt. Mit anderen Worten kann während der Erprobung der Hinderniserkennung hingenommen werden, dass diese fehlerhaft ist und erst durch die Erprobung, insbesondere durch ein maschinelles Lernen einer künstlichen Intelligenz den erforderlichen Sicherheitsstandard erreicht.
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Der erfinderische Schritt besteht mit anderen Worten in der Einführung einer betrieblichen Ausfalloffenbarung, die aus unterschiedlichen Testobjekten bestehen kann, sowie deren einfache Integration in den Betrieb und somit einen PT unter Realbedingungen. Der Vorteil besteht darin, dass man auf die Erkennung bekannter Objekte setzt, die erkannt werden müssen. Deswegen kann man sicher sein, dass zumindest für diese Objekte die Objekterkennung wie spezifiziert funktioniert, wenn diese erkannt werden. Dadurch können die Sicherheitsanforderungen gesenkt werden, beispielsweise um ein bis zwei SIL-Stufen, sobald der PT erfolgreich abgeschlossen wurde. Besonders vorteilhaft kann man bei Gefahrenräumern sogar auf Sicherheitstechnik verzichten, wenn die Sicherheitstechnik durch die Hinderniserkennung im Fahrzeug übernommen wird.
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Die Objekte, die gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren erkannt werden sollen, sind vorzugsweise diejenigen, deren Position aufgrund bekannter Eigenschaften des Gefahrenraumes (also einer Beschreibung des Gefahrenraumes mit zu erkennenden Objekten, die einen Vergleich mit den bei der Messung durch die Sensoreinrichtung (die Sensoreinrichtungen werden im Rahmen dieser Anmeldung synonym kurz auch als Sensoren bezeichnet) erfassten und erkannten Objekten ermöglichen) bekannt sind. Deswegen kann für den Fall, dass diese Objekte nicht an der zu erwartenden Position erkannt werden, darauf geschlossen werden, dass die Hinderniserkennung noch nicht richtig funktioniert.
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Das Verfahren hat den Vorteil, dass bei der Erprobung auch vorher bekannte Objekte erkannt werden müssen. Dies lässt sich mit einer größeren Verfahrenssicherheit bewerkstelligen, als die Hindernisse selbst zu erkennen, deren Form und Positionierung auf oder an der Strecke erst bekannt sind, wenn diese als solche erkannt wurden
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Die erfindungsgemäße Idee, die AI für einen PT durch bekannte Objekte des Gefahrenraums zu unterstützen, wird für eine Erprobung der Gefahrenraumfreimeldung genutzt, d. h. es sollen explizit Räume innerhalb des Sicherheitsabstandes vor dem Fahrzeug identifiziert werden, in denen sich kein Hindernis befinden darf.
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Bei der Modellbildung für die Hinderniserkennung wird zumindest ein Teil der folgenden Annahmen berücksichtigt (hierzu im Folgenden noch mehr):
- Es gibt bekannte Objekte in der Umgebung des Gefahrenraums, deren Form bekannt ist. Das könnte z. B. ein Signal sein, oder Tafeln oder andere Marker. Diese können weitere Eigenschaften besitzen wie z. B. Farbe der Tafel, Symbole auf der Tafel, Reflexionsvermögen (für Licht oder Radarstrahlung).
- Die Objekte sind in einem Muster verzeichnet (z. B. über einen Vektor am Fußpunkt des Gefahrenraumes), vorzugsweise eindeutig relativ zum die Strecke bildenden Gleis, auf dem das Fahrzeug fährt.
- Ein oder mehrere Sensoren im oder am Gefahrenraum erfassen die Umgebung.
- Ein AI-Algorithmus erkennt die Objekte und extrahiert die gewünschten Eigenschaften der Objekte, insb. deren Umrisse, ggf. bereinigt von Überschneidungen oder Störungen
- Ein sicherer Rechner trifft daraufhin Entscheidungen, z. B. die Ansteuerung oder Anforderung einer Bremsung eines nahenden Fahrzeugs (insbesondere eines Zuges) zur Notbremsung.
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Das Muster ist dadurch gekennzeichnet, dass er zu erkennenden Objekte in Relation zu ihrer Position an der Strecke im oder am Gefahrenraum abbildet bzw. beschreibt. Hierbei können unterschiedliche Formate gewählt werden.
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Das Muster kann zweidimensional ausgebildet sein. Dabei kann die Ausdehnung des Gefahrenraumes an der Erdoberfläche berücksichtigt werden. Hierbei handelt es sich um eine zweidimensionale Projektion. Es kann die Ausdehnung des Musters auch dreidimensional im Muster abgebildet sein. Hierbei kann die Position der zu erkennenden Objekte auch hinsichtlich ihrer Höhe über dem Gleis definiert werden. Das dreidimensionale Muster kann insbesondere als virtuelle Realität abgebildet werden.
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Als virtuelle Realität, (im Folgenden kurz VR), wird die Darstellung der Wirklichkeit (auch als physische Realität bezeichnet) in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet. Wie detailliert die VR erzeugt werden muss, hängt vom individuellen Anwendungsfall ab. Im Allgemeinen wird die VR einem dreidimensionalen Raum erzeugt und bildet dessen physikalischen Eigenschaften, insbesondere Topographie, vereinfacht ab.
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Voraussetzung für die Anwendung einer VR ist die Kenntnis des Ortes und der Blickrichtung des Betrachters, hier also der Sensoreinrichtung zur Erfassung der Objekte. Wird eine VR für den Schienenverkehr verwendet ergeben sich hierbei gewisse Vereinfachungen.
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Vorteilhaft wird eine Lösung dargestellt, die nach dem PT ohne zusätzliche Sicherungstechnik auskommt (bis auf kommerzielle Sensoren und Überwachungsmechanismen) und die trotzdem eine zuverlässige Erkennung von Objekten bzw. Hindernissen ermöglicht. Dabei wird erfindungsgemäß ausgenutzt, dass es sich um stationäre Szenerien handelt, bei denen sich aber möglicherweise Umgebungsbedingungen ändern wie Wetter, Tageszeit etc. Es hat sich gezeigt, dass man mit kommerziellen Sensoren wie Kameras, Lidar, Radar usw. in Kombination mit Mustererkennung sehr zuverlässige Resultate erhält, allerdings fällt der Nachweis schwer, da z. B. Verfahren des Machine Learning (ML) z. B. Neuronale Netzwerke (NN) schwer erklärbar sind. Dies gilt insbesondere, wenn sich die Umgebungsbedingungen ändern können.
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Unter "rechnergestützt" oder "computerimplementiert" kann im Zusammenhang mit der Erfindung eine Implementierung des Verfahrens verstanden werden, bei dem mindestens ein Computer oder Prozessor mindestens einen Verfahrensschritt des Verfahrens ausführt.
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Der Ausdruck "Rechner" oder "Computer" deckt alle elektronischen Geräte mit Datenverarbeitungseigenschaften ab. Computer können beispielsweise Personal Computer, Server, Handheld-Computer, Mobilfunkgeräte und andere Kommunikationsgeräte, die rechnergestützt Daten verarbeiten, Prozessoren und andere elektronische Geräte zur Datenverarbeitung sein, die vorzugsweise auch zu einem Netzwerk zusammengeschlossen sein können.
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Unter einem "Prozessor" kann im Zusammenhang mit der Erfindung beispielsweise einen Wandler einen Sensor zur Erzeugung von Messsignalen oder eine elektronische Schaltung, verstanden werden. Bei einem Prozessor kann es sich insbesondere um einen Hauptprozessor (engl. Central Processing Unit, CPU), einen Mikroprozessor, einen Mikrocontroller, oder einen digitalen Signalprozessor, möglicherweise in Kombination mit einer Speichereinheit zum Speichern von Programmbefehlen, etc. handeln.
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Auch kann unter einem Prozessor ein virtualisierter Prozessor oder eine Soft-CPU verstanden werden.
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Unter einer "Speichereinheit" kann im Zusammenhang mit der Erfindung beispielsweise ein computerlesbarer Speicher in Form eines Arbeitsspeichers (engl. Random-Access Memory, RAM) oder Datenspeichers (Festplatte oder Datenträger) verstanden werden.
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Als "Schnittstellen" können hardwaretechnisch, beispielsweise kabelgebunden oder als Funkverbindung, und/oder softwaretechnisch, beispielweise als Interaktion zwischen einzelnen Programmmodulen oder Programmteilen eines oder mehrerer Computerprogramme, realisiert sein.
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Als "Cloud" soll eine Umgebung für ein "Cloud-Computing" (deutsch Rechnerwolke oder Datenwolke) verstanden werden. Gemeint ist eine IT-Infrastruktur, welche über Schnittstellen eines Netzwerks wie das Internet verfügbar gemacht wird. Sie beinhaltet in der Regel Speicherplatz, Rechenleistung oder Software als Dienstleistung, ohne dass diese auf dem die Cloud nutzenden lokalen Computer installiert sein müssen. Die im Rahmen des Cloud-Computings angebotenen Dienstleistungen umfassen das gesamte Spektrum der Informationstechnik und beinhaltet unter anderem Infrastruktur, Plattformen und Software.
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Als "Programmmodule" sollen einzelne Funktionseinheiten verstanden werden, die einen erfindungsgemäßen Programmablauf von Verfahrensschritten ermöglichen. Diese Funktionseinheiten können in einem einzigen Computerprogramm oder in mehreren miteinander kommunizierenden Computerprogrammen verwirklicht sein. Die hierbei realisierten Schnittstellen können softwaretechnisch innerhalb eines einzigen Prozessors umgesetzt sein oder hardwaretechnisch, wenn mehrere Prozessoren zum Einsatz kommen.
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gefahrenraum eines Gleises eines Bahnüberganges überwacht wird.
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Folgendes wird an dem Beispiel des Gefahrenraums am Bahnübergang deutlich. Die Gefahrenräume von Bahnübergängen bestehen aus den zwischen den Schranken befindlichen Bahngleisen, die durch das herannahende Fahrzeug überquert werden sollen. In diesem Bereich dürfen daher keine Hindernisse verbleiben, beispielsweise Fußgänger oder Fahrzeuge, die die Bahnstrecke queren und zwischen den Schranken eingesperrt sind.
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Sensoreinrichtung an mindestens einem Schrankenbaum oder mindestens einem Schrankenantrieb des Bahnüberganges angebracht ist und in einer Blickrichtung zum Gleis hin den Gefahrenraum überwacht.
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Am Schrankenantrieb sowie der Schranke selbst werden (ausgerichtet auf den Gefahrenraum selbst bzw. die gegenüberliegende Schranke) beispielsweise eine oder mehrere Kameras installiert. Gleichzeitig werden am Schrankenbaum optisch gut erkennbare Marker aufgebracht, z. B. reflektierend, fluoreszierend, mit einer charakteristischen Form etc. Dazu können insbesondere auch Hängegitter genutzt werden, die eine bessere Abdeckung des Bereichs bringen. Diese können, wie auch echte (unvorhergesehene) Hindernisse wie Fahrzeuge oder Fußgänger jenseits der Schranken, dazu genutzt werden, die Hinderniserkennung zu erproben und so einen PT durchzuführen. Vorteilhaft helfen Marker also dabei, Objekte zur Verfügung zu stellen, die den Prozess der Erprobung beschleunigen können. Dabei wird erfindungsgemäß ausgenutzt, dass die Erkennung von Markern gut überprüft bzw. vorhergesehen werden kann.
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gefahrenraum eines Gleises an einem Bahnsteig überwacht wird.
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Bei Bahnsteigen besteht die Gefahr, dass Fahrgäste oder Gegenstände wie Gepäckstücke von dem Bahnsteig auf das Gleis fallen. In diesem Fall müssen Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet werden, beispielsweise muss ein in den Bahnhof einfahrendes Fahrzeug verlangsamt oder sogar angehalten werden.
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Bei Bahnsteigen, insb. im Nahverkehr bei Metros, oder bei geringeren Sicherheitsanforderungen, kann man die Anordnung auch einseitig ausführen, z. B. Kameras nur auf der einen Seite, z. B. unterhalb des Bahnsteigs.
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist demnach vorgesehen, dass die erste Sensoreinrichtung an oder unterhalb einer Bahnsteigkante am Bahnsteig oder dem Bahnsteig gegenüberliegend angebracht ist und in einer Blickrichtung zum Gleis hin den Gefahrenraum überwacht.
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Gefahrenraum eines Infrastruktur-Bauwerkes für ein Gleis, insbesondere eines Tunnels oder einer Brücke, überwacht wird.
Einschub
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Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Sensoreinrichtung an dem Infrastruktur-Bauwerk, insbesondere dem Tunnel oder der Brücke, angebracht ist und in einer Blickrichtung zum Gleis hin den Gefahrenraum überwacht.
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Als Infrastruktur-Bauwerke sollen Bauwerke verstanden werden, die für die Infrastruktur des spurgeführten Fahrzeugs erforderlich sind. Dabei bilden die Infrastruktur-Bauwerke die Infrastruktur aus oder sind zumindest an deren Bildung beteiligt. Insbesondere kann das Infrastruktur-Bauwerk durch eine Brücke, über die das Gleis zur Spurführung des Fahrzeugs führt, oder durch einen Tunnel, durch den das Gleis zur Spurführung des Fahrzeugs führt, gebildet sein.
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Infrastruktur-Bauwerke können ebenfalls Gefahrenräume beinhalten. Bei einem Tunnel sind dies beispielsweise die Einfahrt bzw. die Ausfahrt des Tunnels, die schwer einzusehen sind. Bei einer Brücke können Gefahrenräume am Anfang der Brücke durch die Brückeneinfahrt und am Ende der Brücke durch die Brückenausfahrt gebildet sein. Sowohl Tunnel als auch Brücken sind als Infrastruktur-Bauwerke besonders zu schützen, da sich eventuelle Störfälle bzw. Unfälle hier besonders schwerwiegend auswirken können.
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Gemäß einer Alternative der Erfindung ist bei einer Anordnung vorgesehen, dass diese Anordnung eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche auszuführen.
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Dadurch, dass eine zweite (zusätzliche Sensoreinrichtung, d. h. zusätzlich zur ersten Sensoreinrichtungen, die an Infrastruktur-Bauwerken, Bahnsteigen, Bahnübergängen oder anderen Gefahrenräumen am Gleis angebracht sind) oder die erste Sensoreinrichtung an dem Fahrzeug angebracht ist, ist es möglich, den vor dem Fahrzeug liegenden Gleisabschnitt durchgehend zu überwachen. Dieser bildet an sich aufgrund der Annäherung des Fahrzeugs somit auch einen Gefahrenraum, da potenziell Kollisionen mit Hindernissen in diesem Bereich auftreten können. Durchläuft das Fahrzeug mit einer zweiten Sensoreinrichtung einen Gefahrenraum, welcher zusätzlich in der vorstehend bereits beschriebenen Weise mit einer ersten Sensoreinrichtung gesichert ist, so entsteht durch die am Fahrzeug befindliche zweite Sensoreinrichtung Redundanz mit dem verbundenen Vorteil, dass die Sicherheit der Gefahrenraumüberwachung erhöht werden kann.
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Die genannte Aufgabe wird alternativ mit dem eingangs angegebenen Anspruchsgegenstand einer Anordnung erfindungsgemäß auch dadurch gelöst, dass die Anordnung eingerichtet ist, ein Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche auszuführen.
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Mit der Anordnung, die als Teil von einem Bahnübergang, einem Bahnsteig oder einem Infrastruktur-Bauwerk, wie einer Brücke oder einem Tunnel sein kann, lassen sich die Vorteile erreichen, die im Zusammenhang mit dem obenstehend näher beschriebenen Verfahren bereits erläutert wurden. Das zum erfindungsgemäßen Verfahren Aufgeführte gilt entsprechend auch für diese erfindungsgemäßen Vorrichtungen.
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Des Weiteren wird ein Computerprogrammprodukt mit Programmbefehlen zur Durchführung des genannten erfindungsgemäßen Verfahrens und/oder dessen Ausführungsbeispielen beansprucht, wobei mittels des Computerprogrammprodukts jeweils das erfindungsgemäße Verfahren und/oder dessen Ausführungsbeispiele durchführbar sind. Das Computerprogrammprodukt umfasst Programmbefehle, die bei der Ausführung des Programms durch einen Computer diesen dazu veranlassen, das Verfahren oder zumindest computerimplementierte Schritte des Verfahrens durchzuführen.
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Darüber hinaus wird eine Bereitstellungsvorrichtung zum Speichern und/oder Bereitstellen des Computerprogrammprodukts, insbesondere ein computerlesbares Speichermedium, auf dem das genannte Computerprogrammprodukt gespeichert ist, beansprucht. Die Bereitstellungsvorrichtung ist beispielsweise ein Speichereinheit, die das Computerprogrammprodukt speichert und/oder bereitstellt. Alternativ und/oder zusätzlich ist die Bereitstellungsvorrichtung beispielsweise ein Netzwerkdienst, ein Computersystem, ein Serversystem, insbesondere ein verteiltes, beispielsweise cloudbasiertes Computersystem und/oder virtuelles Rechnersystem, welches das Computerprogrammprodukt vorzugsweise in Form eines Datenstroms speichert und/oder bereitstellt.
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Die Bereitstellung erfolgt in Form eines Programmdatenblocks als Datei, insbesondere als Downloaddatei, oder als Datenstrom, insbesondere als Downloaddatenstrom, des Computerprogrammprodukts. Diese Bereitstellung kann beispielsweise aber auch als partieller Download erfolgen, der aus mehreren Teilen besteht. Ein solches Computerprogrammprodukt wird beispielsweise unter Verwendung der Bereitstellungsvorrichtung in ein System eingelesen, sodass das erfindungsgemäße Verfahren auf einem Computer zur Ausführung gebracht wird.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Gleiche oder sich entsprechende Zeichnungselemente sind jeweils mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden nur insoweit mehrfach erläutert, wie sich Unterschiede zwischen den einzelnen Figuren ergeben.
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Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzusehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Komponenten auch durch mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen der Erfindung kombinierbar.
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Es zeigen:
- Figur 1 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsbemäßen Anordnung an einem Bahnübergang mit ihren Wirkzusammenhängen schematisch,
- Figur 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsbemäßen Anordnung an einem Bahnsteig mit ihren Wirkzusammenhängen schematisch,
- Figur 3 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsbemäßen Anordnung an einer Brücke und an einem Tunnel mit ihren Wirkzusammenhängen schematisch,
- Figur 4 ein Ausführungsbeispiel einer Computer-Infrastruktur der Vorrichtung gemäß Figur 1 als Blockschaltbild, wobei die einzelnen Funktionseinheiten Programmmodule ausführen, die jeweils in einem oder mehreren Prozessoren ablaufen können und wobei die Schnittstellen demgemäß softwaretechnisch oder hardwaretechnisch ausgeführt sein können,
- Figur 5 ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens als Flussdiagramm, wobei die einzelnen Verfahrensschritte einzeln oder in Gruppen durch Programmmodule verwirklicht sein können und wobei die Funktionseinheiten und Schnittstellen gemäß Figur 2 beispielhaft angedeutet sind.
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In Fig. 1 ist ein Bahnübergang BU dargestellt. Dieser weist zwei Schranken auf, die jeweils aus einem Schrankenantrieb SRA1, SRA2 und einem Schrankenbaum SRB1, SRB2 bestehen. Der Bahnübergang BU wird durch ein Gleis GL durchlaufen, welches einen Fahrweg FW überquert. Zwischen den Schrankenbäumen SRB1, SRB2 bildet sich daher ein Gefahrenraum GFR aus, der auf das Vorhandensein von Hindernissen HD1, im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 eine Person, überprüft werden soll.
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Zum Zwecke der Überprüfung sind an den Schrankenantrieben SRA1, SRA2 sowie den Schrankenbäumen SRB1, SRB2 Sensoreinrichtungen oder kurz Sensoren SN1 in Form von Kameras angebracht, die in einer Blickrichtung BR, angedeutet durch einen Aperturwinkel, auf den Gefahrenraum GFR gerichtet sind. Insbesondere können die Sensoren SN1 durch Überschneidung der Aperturwinkel ein zusammenhängendes Bild der jeweils gegenüberliegenden Schranke erzeugen.
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Um den Gefahrenraum GFR mit einer geforderten Sicherheit auf Hindernisse HD1 zu überwachen, sieht das erfindungsgemäße Verfahren vor, dass in einem nicht dargestellten Computer (hierzu im Folgenden mehr) die Messergebnisse einer Freimeldeeinrichtung (beispielsweise einer Kamera, einem Radar, einem Lidar usw.) ausgewertet werden. Die Freimeldeeinrichtung ist zum Zwecke der Überwachung des Gefahrenraumes GFR zugelassen und kann diesen mit der geforderten Sicherheit überwachen.
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Zur Erprobung der ersten Sensoren SN1 wird das erfindungsgemäße Verfahren zur Erprobung der Hinderniserkennung angewendet. Hierbei wird ein Ansatz verfolgt, dass in den durch die Sensoren SN1 aufgenommenen Bildern verschiedene Objekte OB1 ... OB7, die auf den Bildern erkannt werden müssen, als Muster bekannt sind. So kann der gesamte Bahnübergang beispielsweise als virtuelle Realität oder auch zweidimensional, beispielsweise als Anzahl gespeicherter Bilder vorliegen. Solange sich kein reales Hindernis HD im Gefahrenraum GFR befindet, müssen demnach die Objekte OB1 ... OB7 erkannt werden, um eine Erprobung der Hinderniserkennung durchführen zu können. Auch können Objekte verwendet werden, welche potentiellen Hindernissen entsprechen, sich allerdings außerhalb des Gefahrenraumes befinden und daher in dem Augenblick keine Hindernisse darstellen. Beispielsweise warten bei einem geschlossenen Bahnübergang verschiedene Verkehrsteilnehmer (Lkw, Pkw, Fußgänger, Radfahrer usw.) vor den Schranken, also nicht im Gefahrenraum GFR, können allerdings dennoch zur Erprobung erfasst werden (Training des Hinderniserkennungsverfahrens) . Werden nicht alle bekannten Objekte OB1 ... OB7, die in einem Muster hinterlegt sind, erkannt, erfolgt eine Meldung, dass die Erprobung der Hinderniserkennung nicht erfolgreich war.
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Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erprobung kann beispielsweise angewendet werden, wenn die Freimeldeeinrichtung FRE beispielsweise aus Altersgründen erneuert werden muss. Wenn diese allerdings noch zuverlässig funktioniert, mit anderen Worten den sicheren Bahnbetrieb durch zuverlässige Überwachung des Gefahrenraums GFR noch gewährleisten kann, so kann bereits die erfindungsgemäße Anordnung installiert werden, um diese zu erproben und nach Erprobung anstelle der Freimeldeeinrichtung FRE einzusetzen.
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Die Bezugszeichen OB1 ... OB7 bezeichnen bestimmte Arten von Objekten, die im Folgenden kurz erläutert werden. Bei dem Objekt OB1 handelt es sich um einen Reflektor, der insbesondere bei einer optischen Überwachung ein starkes Signal durch reflektierendes Licht bildet. Kommt als Sensor SN1 ein Radar zum Einsatz, so könnte es sich bei dem Objekt OB1 auch um einen Reflektor für Radarwellen handeln. Das Objekt OB2 ist eine farbliche Markierung auf dem Schrankenbalken SRB1, wie diese üblicherweise aufgebracht werden. Diese können auch auf einem Bild gut erkannt werden. Das Objekt OB3 ist eine farbliche Kennzeichnung auf dem Fahrweg FW, in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 zwischen den Schienen des Gleises GL. Bei Objekt OB4 handelt es sich um die Schienenschwellen. Diese können insbesondere im Randbereich des Bahnübergangs, also vor und hinter dem Fahrweg FW optisch überwacht werden. Auch der Schrankenbaum SRB1 bildet ein Objekt OB5, welches auf dem Bild erkennbar wird. Ein Hängegitter HG, das von den Schrankenbäumen SRB1, SRB2 herabhängen kann, ist als Objekt OB6 zu erfassen und in Figur 1 nur angedeutet. Zuletzt ergibt auch der Schrankenantrieb SRA1 ein Objekt OB7, welches nicht verdeckt werden darf.
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Es zeigt sich, dass sowohl Elemente des Bahnübergangs, die konstruktiv vorgesehen werden müssen, wie Schrankenantriebe SRA1, SRA2, Schienenschwellen usw. in dem Muster Verwendung finden, wie auch spezielle Markierungen OB1, OB2, OB3, die extra für eine Bilderkennung zu Testzwecken im Bahnübergang vorgesehen werden und insofern als Marker zum Einsatz kommen.
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In Figur 2 ist ein Bahnsteig gezeigt, an dessen Bahnsteigkante BK zum Gleis GL hin ein Gefahrenraum GFR entsteht. Um diesen zu überwachen, wird eine ähnliche Anordnung aufgebaut, die, wie in Figur 1 beschrieben, parallel zur bereits installierten Freimeldereinrichtung FRE betrieben wird. Damit wird einerseits durch die Freimeldeeinrichtung FRE der sichere Betrieb des Bahnsteigs und andererseits durch die Erprobung der ersten Sensoren SN1 die Einrichtung eines neuen Systems gewährleistet. Das bei dem Herannahen eines Fahrzeugs FZ in Fahrtrichtung FR keine Hindernisse HD (in Figur 2 ein Gepäckstück) vorhanden sind, wird mittels der Sensoren SN1, die jeweils in einer Blickrichtung von der Bahnsteigkante BK weg bzw. zu der Bahnsteigkante BK hin ausgerichtet sind, und parallel durch die Freimeldeeinrichtung FRE überprüft. Dabei werden ähnliche Objekte OB1 als Reflektoren, OB2 als farbliche Markierungen, OB4 als Schienenschwellen usw. in einem Muster abgespeichert und deren Vorhandensein in den Sensorergebnissen überprüft.
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In Figur 3 ist schematisch eine Landschaft mit einem Berg B einem Tal T dargestellt. Durch den Berg B führt ein Tunnel TL und über das Tal T führt eine Brücke BR. Bei dem Tunnel TL und der Brücke BR handelt es sich um Infrastruktur-Bauwerke einer Strecke mit einem Gleis GL, welches in Figur 3 nur angedeutet ist. Auf dem Gleis GL fährt ein spurgeführtes Fahrzeug FZ in einer Fahrtrichtung FR.
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Am Tunneleingang und am Tunnelausgang sowie am Brückeneingang als auch am Brückenausgang befinden sich Gefahrenräume GFR. Diese müssen durch Freimeldeeinrichtungen FRE überwacht werden, wobei diese in bereits beschriebene Weise für eine Gefahrenraumüberwachung zugelassen sind.
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Zusätzlich befinden sich zur Erprobung einer Hinderniserkennung erste Sensoren SN1 am Tunneleingang sowie am Tunnelausgang und am Brückenanfang sowie am Brückenende, die jeweils auf die Gefahrenräume GFR gerichtet sind. Mit diesen lassen sich zur Erprobung einer Hinderniserkennung Messdaten erzeugen. Außerdem befindet sich ein zweiter Sensor SN2 am vorderen Ende (in Fahrtrichtung) des Fahrzeugs FZ, welcher in der Darstellung gemäß Figur 3 auf den am weitesten rechts befindlichen Gefahrenraum GFR gerichtet ist und zusätzlich zu dem am Brückenanfang angebrachten ersten Sensor SN1 den Gefahrenraum GFR überwachen kann. Bei der Weiterfahrt des Fahrzeugs FZ ist selbstverständlich auch eine zusätzliche Überwachung der weiteren Gefahrenräume GFR jeweils parallel zu den jeweils zum Einsatz kommenden ersten Sensoren möglich.
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In Figur 4 ist eine Computerinfrastruktur dargestellt, die zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist. Programmmodule können hierbei durch einen ersten Computer CP1 in eine Leitzentrale LZ oder einem Stellwerk (nicht dargestellt), durch einen zweiten Computer CP2 im einer Steuerung ST für einen Bahnübergang BU, für einen Bahnsteig BS, eine Brücke BR, einen Tunnel TL oder ein Fahrzeug FZ und innerhalb einer Cloud CLD abgearbeitet werden. Es können für die vorgenannten Einsatzzwecke selbstverständlich weitere nicht dargestellte Computer und Speichereinrichtungen zum Einsatz kommen.
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Die Leitzentrale LZ besitzt einen ersten Computer CP1, der über eine dritte Schnittstelle S3 mit einer ersten Speichereinrichtung SE1 verbunden ist. Außerdem ist der erste Computer CP1 über eine achte Schnittstelle S8 mit der Cloud CLD verbunden. Außerdem ist der erste Computer CP1 über eine erste Schnittstelle S1 mit einem zweiten Computer CP2 der Steuerung ST verbunden.
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Der zweite Computer CP2 weist eine vierte Schnittstelle S4 zu einer zweiten Speichereinrichtung SE2 auf. Die Steuerung weist außerdem einen ersten Sensor SN1, beispielsweise eine Kamera, und einen optional einen zweiten Sensor SN2, beispielsweise ein Radar, auf.
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Die Sensordaten des ersten Sensors SN1 werden über eine fünfte Schnittstelle S5 und die Sensordaten des zweiten Sensors SN2 über eine sechste Schnittstelle S6 an den zweiten Computer CP2 übertragen.
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Figur 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen Verfahrensablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens, ergänzt um einige vorbereitende Abläufe. Dargestellt ist die Cloud CLD, die einen Dienst zur Erprobung eines Hinderniserkennungsverfahrens sowie zur Erstellung eines Musters zwecks Erprobung zur Verfügung stellt. Zu diesem Zweck wird durch ein Messdienstleister FZM eine Vermessung und gegebenenfalls eine Markierung (vgl. Figuren 1 und 2) des Gefahrenraumes durchgeführt, die nach einem Start des Verfahrens in einem Erzeugungsschritt für Musterdaten GEN_MD Musterdaten erzeugt, bei denen es sich beispielsweise um die digitalen Bilder von dem Gefahrenraum handelt. Diese können in einem Ausgabeschritt für Musterdaten MD_OT über eine Schnittstelle S9 an die Cloud CLD übertragen werden und dort gespeichert werden. An die Cloud CLD ist weiterhin ein nicht näher dargestellter Dienstleister angeschlossen, welcher in einem Erzeugungsschritt für den das Muster GEN_MST ein Muster MST erstellt. Dieses kann insbesondere aus einer virtuellen Realität VR bestehen, also einer dreidimensionalen Darstellung des Umfelds des Gefahrenraumes. Alternativ ist es möglich, eine zweidimensionale Darstellung zu wählen. Das Muster MST wird in der Cloud CLD abgespeichert.
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Nachdem in der Leitzentrale LZ das Verfahren gestartet wurde, wird das Muster MST über die achte Schnittstelle S8 in einem Eingabeschritt für das Muster MST_IN zur Verfügung gestellt. Außerdem wird in einem Eingabeschritt für den Fahrplan FPL_IN ebenfalls über die achte Schnittstelle S8 aus der Cloud CLD ein Fahrplan FPL für Fahrzeuge geladen.
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In einem darauffolgenden Abfrageschritt FZ? wird geklärt, ob sich ein Fahrzeug im Einsatz befindet. Ist dies nicht der Fall, wird in einem Abfrageschritt für das Verfahrensende STP? abgefragt, ob das Betriebsverfahren in der Leitzentrale LZ beendet werden soll. Ist dies der Fall, wird das Verfahren gestoppt. Ist dies nicht der Fall, so wird in einem weiteren Eingabeschritt FPL_IN eine Erneuerung der Fahrplandaten vorgenommen und das Verfahren beginnt von Neuem.
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Wenn das Fahrzeug FZ gestartet wurde, führt der Abfrageschritt FZ? dazu, dass der Leitzentrale LZ bestätigt wird, dass ein Fahrzeug im Einsatz ist, sodass das Muster über die erste Schnittstelle S1 in einem Eingabeschritt für den Fahrplan FPL_IN eingelesen werden kann. Anschließend erfolgt im Fahrzeug ein Erfassungsschritt für Objekte SEN_OB, bei dem Sensordaten zur Erkennung von Objekten erzeugt werden. In einem nachfolgenden Erkennungsschritt für Objekte IDF_OB werden die Sensordaten dahingehend verarbeitet, dass in oder an dem Gefahrenraum liegende Objekte OB zwecks Erprobung erkannt werden.
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In einem nachfolgenden Erkennungsschritt für (potentielle) Hindernisse IDF_HD wird zusätzlich nach Objekten gesucht, die nicht als Muster erfasst sind. Diese Objekte können beispielsweise an einem Bahnübergang oder einem Bahnsteig aus Personen oder Fahrzeugen bestehen. Diese stellen so lange kein eigentliches Hindernis dar, wie sie nicht im Gefahrenraum vorhanden sind. Dennoch können Sie als potentielle Hindernisse erkannt werden und den Erprobungsprozess unterstützen. Andererseits können diese Hindernisse als "echte" Hindernisse auch tatsächlich im Gefahrenraum vorhanden sein. Im letzteren Fall werden diese allerdings nicht nur durch die Sensoren erfasst, sondern auch durch die parallel laufende (sicherheitsrelevante) Gefahrraumfreimeldung, welche durch die Freimeldeeinrichtung durchgeführt wird.
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Wurde ein (potentielles) Hindernis erkannt, wird daher in einem Abfrageschritt für kritische Hindernisse CRT? geprüft, ob das Hindernis ein Problem für das herannahende Fahrzeug darstellt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn es durch die freie Meldeeinrichtung erfasst wurde. Ist das Hindernis nicht kritisch, wird in einem Abfrageschritt für das Verfahrensende ermittelt, ob der Betrieb des Fahrzeugs FZ beendet wurde. Ist dies der Fall, wird das Verfahren gestoppt. Ist dies nicht der Fall, beginnt der geschilderte Verfahrensablauf mit dem Erfassungsschritt für Objekte SEN_OB von neuem.
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Handelt es sich um ein kritisches Hindernis, wird in einem nächsten Schritt eine Notbremsung EBK beim herannahenden Fahrzeug ausgelöst. Dies kann in nicht dargestellter Weise auch durch die Leitzentrale LZ und nicht durch die Steuerung ST übernommen werden. Anschließend erfolgt in einem Ausgabeschritt für den Notfall E_OT über die erste Schnittstelle S1 eine Mitteilung an die Leitzentrale LZ, die daraufhin eine entsprechende Fahrplanänderung vornimmt (in Figur 5 nur angedeutet). In jedem Falle wird auch nach der Notbremsung EBK das Verfahren der Steuerung gestoppt.
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In Figur 5 ist weiterhin dargestellt, dass Daten, die während des Erprobungsverfahrens in der Steuerung ST generiert werden, über eine neunte Schnittstelle S9 in die Cloud übergeben werden können. Dort können Sie beispielsweise der Musterdatenbank MST hinzugefügt werden, wobei in der Cloud durch einen nicht dargestellten Computer gleichzeitig eine Verarbeitung der Daten erfolgt. Diese Datenverarbeitung kann vorzugsweise durch eine künstliche Intelligenz und ein maschinelles Lernen durchgeführt werden, wobei eine Erfahrungsdatenbank während der Erprobung entsteht, die die Sicherheit der Hinderniserkennung durch die Sensoren SN1, SN2 immer weiter verbessert. Das Erprobungsverfahren ist darauf angelegt, auf Dauer die Sensoren SN1, SN2 und das Hinderniserkennungsverfahren so weit abzusichern, dass dieses die Arbeit der Freimeldeeinrichtung FRE nach Abschluss des Proof Tests übernehmen kann.
Bezugszeichenliste
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- LZ
- Leitzentrale
- BU
- Bahnübergang
- BS
- Bahnsteig
- GFR
- Gefahrenraum
- FRE
- Freimeldeeinrichtung
- FZ
- Fahrzeug
- FR
- Fahrtrichtung
- BR
- Blickrichtung
- GL
- Gleis
- FW
- Fahrweg
- HD1 ... HD2
- Hindernis
- OB1 ... OB7
- Objekt
- MST
- Muster
- SRB1 ... SRB2
- Schrankenbaum
- SRA1 ... SRA2
- Schankenantrieb
- HG
- Hängegitter
- BK
- Bahnsteigkante
- B
- Berg
- T
- Tal
- CP1 ... CP2
- Computer
- SE1 ... SE2
- Speichereinrichtung
- SN1 ... SN2
- Sensoreinrichtung (kurz auch Sensor genannt)
- S1 ... S9
- Schnittstelle
- CLD
- Cloud
- GPS
- Ortungsmodul
- FZM
- Messdienstleister
- MST
- Muster
- MD
- Musterdaten
- GEN_MD
- Erzeugungsschritt für Musterdaten
- MD_OT
- Ausgabeschritt für Musterdaten
- MST_MST
- Erzeugungsschritt für Muster
- MST_IN
- Eingabeschritt für Muster
- FPL_IN
- Eingabeschritt für Fahrplan
- SEN_OB
- Erfassungsschritt für Objekte
- IDF_OB
- Erkennungsschritt für Objekte
- IDF_HD
- Erkennungsschritt für Hindernisse
- CRT?
- Abfrageschritt für kritisches Hindernis
- EBK
- Notbremsung
- STP?
- Abfrageschritt für Verfahrensende
- FZ?
- Abfrageschritt für Fahrzeug im Einsatz
- E_OT
- Ausgabeschritt für Notfall