VERFAHREN ZUM DIREKTEN ÜBERTRAGEN VON ELEKTRONISCHEN
MÜNZDATENSÄTZEN ZWISCHEN ENDGERÄTEN SOWIE BEZAHLSYSTEM
TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum direkten Übertragen von elektronischen Münzdatensätzen zwischen Endgeräten. Weiter betrifft die Erfindung ein Bezahlsystem zwischen zumindest zwei Endgeräten und einer Überwachungsinstanz.
TECHNISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Sicherheit von Bezahltransaktionen und den dazugehörigen Bezahltransaktionsdaten bedeutet sowohl Schutz der Vertraulichkeit der ausgetauschten Daten; als auch Schutz der Integrität der ausgetauschten Daten; als auch Schutz der Verfügbarkeit der ausgetauschten Daten.
Herkömmliche Blockchain-basierte Bezahltransaktionen, wie beispielsweise Bitcoin, stellen zwar einen hohen Schutz der Integrität dar. Wenn elektronische Münzdatensätze, auch„Coins“ genannt, in einer Blockchain-Technologie den Besitzer wechseln, werden viele Informationen veröffentlicht. Somit sind derartige Bezahltransaktionen und insbesondere die ausgetauschten Daten nicht vollkommen vertraulich. Zudem sind die Bezahltransaktionen sehr rechenintensiv und damit energieaufwendig.
Daher werden herkömmlich oft anstelle der vertraulichen Daten nur die Hash-Werte der vertraulichen Daten in einem Blockchain-Ledger abgespeichert. Die korrespondierenden Klartext-Daten müssen dann außerhalb der Blockchain verwaltet werden. Für elektronische Münzdatensätze sind solche Konzepte bislang nicht anwendbar, weil sie grundlegende Kontrollfunktionen, insbesondere (1) das Erkennen von Mehrfachausgabe- Verfahren, auch Double-Spending, genannt und (2) das Erkennen von ungedeckten Zahlungen nicht aufweisen. Im Fall (1) versucht jemand denselben Münzdatensatz mehrfach auszugeben und im zweiten Fall versucht jemand einen Münzdatensatz auszugeben, obwohl er kein Guthaben (mehr) besitzt.
Aus der DE 10 2009 038 645 Al und der DE 10 2009 034 436 Al sind Systeme zum Übertragen von geldwerten Beträgen in Fonn elektronischer Datensätze, bei denen ein Bezahlen mit Duplikaten des Datensatzes verhindert und ein hoher Grad an Manipulationssicherheit gegeben ist, bekannt, wobei hier komplexe Strukturen und aufwendige Verschlüsselungs- und Signiervorgänge beim Austausch erforderlich sind. Die haben sich als wenig praxistauglich herausgestellt.
In der WO 2016/200885 Al ist ein Verfahren zur Verschlüsselung eines in einem Blockchain- Ledger getätigten Betrags beschrieben, wobei die Verifizierbarkeit der Transaktion erhalten
bleibt. Dabei wird ein Verschleierungsbetrag zu einem Eingangswert addiert. Dann wird ein Ausgangswert erzeugt und verschlüsselt. Sowohl der Eingangswert als auch der Ausgangswert liegen innerhalb eines Wertebereichs, wobei eine Summe von zwei beliebigen Werten innerhalb des Bereichs einen Schwellenwert nicht überschreitet. Die Summe aus dem verschlüsselten Eingangswert und dem verschlüsselten Ausgangswert kann gleich Null sein. Bereichsprüfungen, sogenannte Range-Proofs, sind jedem der Eingangswerte und dem Ausgangswert zugeordnet. Diese Bereichsprüfungen beweisen, dass der Eingangswert und der Ausgangswert in den Wertebereich fallen. Jeder öffentliche Schlüssel kann mit einer Ringsignatur signiert werden, die auf einem öffentlichen Schlüssel eines Empfängers in der Transaktion basiert. In diesem Verfahren ist eine Blockchain-Technologie notwendig, die nach Erhalt eines Münzdatensatzes angerufen werden muss, um den Münzdatensatz zu validieren.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein System zu schaffen, in denen eine Bezahltransaktion sicher aber dennoch einfach ausgestaltet ist. Dabei soll insbesondere eine direkte Bezahlung zwischen Endgeräten, wie Token, Smartphones aber auch Maschinen geschaffen werden, die anonym ist. Die Münzdatensätze sollen nach dem Erhalt sofort weiterverwendet werden können. Mehrere Münzdatensätze sollen beim Benutzer beliebig miteinander kombiniert und/oder aufgeteilt werden können, um ein flexibles Austauschen zu ermöglichen. Die ausgetauschten Münzdatensätze sollen einerseits vertraulich gegenüber anderen Systemteilnehmem sein, aber andererseits jedem Systemteilnehmer erlauben, grundlegende Buchhaltungsprüfungen durchzuführen, insbesondere das Erkennen von „Mehrfach- Ausgabe- Versuchen“ und das Erkennen von Versuchen mit nicht vorhandenen Beträgen zu zahlen.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Die gestellten Aufgaben werden mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Patentansprüchen beschrieben.
Die Aufgabe wird insbesondere durch ein Verfahren zum direkten Übertragen eines
elektronischen Münzdatensatzes zwischen einem ersten und einem zweiten Endgerät gelöst, mit den folgenden Schritten ausgeführt durch das zweite Endgerät. Empfangen des elektronischen Münzdatensatzes von dem ersten Endgerät, wobei der zumindest eine elektronische
Münzdatensatz einen monetären Betrag und einen Verschleierungsbetrag aufweist. Erzeugen eines modifizierten elektronischen Münzdatensatzes unter Verwendung des empfangenen elektronischen Münzdatensatzes. Maskieren des modifizierten elektronischen Münzdatensatzes durch Anwenden einer homomorphen Einwegfunktion auf den modifizierten elektronischen Münzdatensatz zum Erhalten eines maskierten, modifizierten elektronischen Münzdatensatzes. Senden einer Registrierungsanforderung für den maskierten modifizierten elektronischen
Münzdatensatzes an eine Überwachungsinstanz.
Bevorzugt umfasst die Registrierungsanforderung als zu registrierenden maskierten
elektronischen Münzdatensatz den maskierten modifizierten elektronischen Münzdatensatz und als bereits registrierten maskierten elektronischen Münzdatensatz einen maskierten empfangenen elektronischen Münzdatensatz für den empfangenen elektronischen Münzdatensatz.
In dem Schritt des Erzeugens kann
- aus dem empfangenen elektronischen Münzdatensatz ein umzuschaltender modifizierter elektronischer Münzdatensatz erzeugt werden, oder
- der empfangene elektronische Münzdatensatz in zumindest zwei aufgeteilte modifizierte elektronische Münzdatensätze aufgeteilt werden, oder
- der empfangene elektronische Münzdatensatz als erster elektronischer Münzdatensatz und zumindest ein zweiter elektronischen Münzdatensatz zu dem verbundenen, modifizierten elektronischen Münzdatensatzes verbunden werden.
Der maskierte modifizierte elektronische Münzdatensatz kann somit ein maskierter - entweder umzuschaltender, aufgeteilter oder verbundener - elektronischer Münzdatensatz sein.
Eine Registrierungsanforderung umfasst entsprechend vorzugsweise:
- genau einen zu registrierenden maskierten elektronischen Münzdatensatz und genau einen registrierten maskierten elektronischen Münzdatensatz, oder
- zumindest zwei zu registrierende maskierte aufgeteilte modifizierte elektronische
Münzdatensätze (und den maskierten empfangenen elektronischen Münzdatensatz), oder
- zumindest zwei registrierte maskierte elektronische Münzdatensätze (einer davon ist der maskierte empfangene elektronische Münzdatensatz und den maskierten verbundenen elektronischen Münzdatensatz).
Der maskierte empfangene elektronische Münzdatensatz wird mit Vorteil durch das zweite Endgerät aus dem empfangenen elektronischen Münzdatensatz durch Anwenden der homomorphen Einwegfunktion erhalten.
Im Schritt des Erzeugens wird besonders vorteilhaft für die verschiedenen Modifikationen Folgendes ausgeführt. Aus dem empfangenen elektronischen Münzdatensatz kann der umzuschaltende modifizierte elektronische Münzdatensatz erzeugt werden, wobei
o ein Verschleierungsbetrag für den modifizierten elektronischen Münzdatensatz unter Verwendung eines empfangenen Verschleierungsbetrags des empfangenen
elektronischen Münzdatensatzes erzeugt wird, und
o der empfangene monetäre Betrag des empfangenen elektronischen Münzdatensatzes als ein monetärer Betrag für den modifizierten elektronischen Münzdatensatz verwendet wird.
Der empfangene elektronische Münzdatensatz kann in zumindest zwei elektronische
Münzteildatensätze aufgeteilt werden, wobei
o der empfangene monetäre Betrag der Summe der monetären Beträgen der zumindest zwei elektronischen Münzteildatensätze entspricht, und
o insbesondere die Summe der Verschleierungsbeträge der zumindest zwei elektronischen Münzteildatensätze dem Verschleierungsbetrag des empfangenen elektronischen Münzdatensatz entspricht.
Der empfangene elektronische Münzdatensatz kann als erster elektronischer Münzdatensatz und zumindest ein zweiter elektronischen Münzdatensatz zu dem modifizierten, verbundenen elektronischen Münzdatensatzes verbunden werden, durch
o Berechnen eines Verschleierungsbetrags für den modifizierten elektronischen
Münzdatensatz durch Bilden der Summe aus den jeweiligen Verschleierungsbeträgen des ersten und des zweiten elektronischen Münzdatensatzes, und
o Berechnen des monetären Betrags für den modifizierten elektronischen Münzdatensatz durch Bilden der Summe aus den jeweiligen monetären Beträgen des ersten und des zweiten elektronischen Münzdatensatzes.
Nach dem Empfangen des (übertragenen) elektronischen Münzdatensatzes im zweiten Endgerät, erfolgt also in diesem Sinne ein Umschalten, Aufteilen oder Verbinden des Münzdatensatzes. Umschalten des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes zu einem weiteren elektronischen Münzdatensatz, nämlich umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz; oder Aufteilen des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes zu einem weiteren (zweiten) elektronischen Münzdatensatz; oder Verbinden des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes mit einem weiteren elektronischen Münzdatensatz zu einem weiteren elektronischen Münzdatensatz, nämlich verbundenen elektronischen Münzdatensatz. Maskiert wird der weitere (bzw. modifizierte) elektronische Münzdatensatz. In Ausgestaltungen kann in Endgeräten entweder nur ein Umschalten oder nur ein Aufteilen oder Verbinden eingesetzt werden, bevorzugt wählt das Endgerät jedoch aus einem der drei Schritte aus.
Das Endgerät sendet die Registrierungsanforderung an die Überwachungsinstanz, welche gültige, maskierte elektronische Münzdatensatze für elektronische Münzdatensätze speichert. Endgeräte wie das zweite Endgerät können die Validität eines - insbesondere des empfangenen - elektronischen Münzdatensatzes alternativ oder zusätzlich (beispielsweise vor einer weiteren Verwendung) prüfen, indem es den maskierten elektronischen Münzdatensatz in einer
Validitätsanfrage an die Überwachungsinstanz sendet. Die Überwachungsinstanz beantwortet die
Validitätsanfrage (positiv oder negativ) anhand der gespeicherten gültigen maskierten elektronischen Münzdatensatze.
Das Senden der Registrierungsanforderung (und somit der Schritt des Registrierens in der Überwachungsinstanz) wird vorzugsweise dann ausgeführt, wenn das Endgerät mit der Überwachungsinstanz verbunden ist. In einer Alternative können die beschriebenen Schritte zunächst auch ausgeführt werden, ohne dass der Schritt des Sendens der Registrierungsanforderung (und des Registrierens in der Überwachungsinstanz) ausgeführt wird. Die Schritte des Empfangens des elektronischen Münzdatensatzes und des Sendens der Registrierungsanforderung sind voneinander unabhängig. Die Schritte des Empfangens des elektronischen Münzdatensatzes und des Sendens der Registrierungsanforderung können insbesondere zeitlich versetzt unabhängig voneinander erfolgen (z.B. jetzt Empfangen nachher/ (über)morgen Registrieren) .
Beim Umschalten des übertragenen Münzdatensatzes entspricht in einer Ausgestaltung der monetäre Betrag des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes vom ersten Endgerät dem monetären Betrag des weiteren elektronischen Münzdatensatzes. Beim Aufteilen des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes entspricht in einer Ausgestaltung der monetäre Betrag des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes dem monetären Gesamtbetrag der aus dem übertragenen elektronischen Münzdatensatz erstellten weiteren elektronischen Münzteildatensätzen. Beim Verbinden entspricht in einer Ausgestaltung der monetäre Gesamtbetrag aus dem übertragenen elektronischen Münzdatensatz mit dem zweiten elektronischen Münzdatensatz dem monetären Betrag des verbundenen elektronischen Münzdatensatzes .
Ein elektronischer Münzdatensatz ist insbesondere ein elektronischer Datensatz, der einen geldwerten (=monetären) Betrag repräsentiert und umgangssprachlich auch als„digitale Münze” oder „elektronische Münze”, englisch „digital/electronic Coin“ bezeichnet wird. Dieser geldwerte Betrag wechselt bei dem Verfahren von einem ersten Endgerät zu einem anderen Endgerät. Als ein geldwerter Betrag wird im Folgenden ein digitaler Betrag verstanden, der z.B. auf einem Konto eines Geldinstituts gutgeschrieben werden kann, oder gegen ein anderes Zahlungsmittel getauscht werden kann. Ein elektronischer Münzdatensatz repräsentiert also Bargeld in elektronischer Form.
Das Endgerät kann eine Vielzahl von elektronischen Münzdatensätzen aufweisen, beispielsweise kann in einem Datenspeicher des Endgeräts die Vielzahl von Münzdatensätzen hinterlegt sein. Der Datenspeicher stellt dann beispielsweise eine elektronische Geldbörse dar. Das Endgerät wird die Schritte in der Regel vollständig selbst ausführen, es kann jedoch einen Endgerätedienst
(einer externen Serverinstanz) aufrufen, der mindestens einen (insbesondere genau einen oder genau zwei oder alle drei) der Schritte Erzeugen, Maskieren und Senden für das Endgerät ausfuhrt (vorzugsweise , Erzeugen und Maskieren4 oder , Maskieren und Senden oder Senden).
Das Endgerät kann beispielsweise ein passives Gerät, wie z. B. ein Token, ein mobiles Endgerät, wie z.B. ein Smartphone, ein Tablet-Computer, ein Computer oder eine Maschine sein.
Ein erfindungsgemäßes Verfahren in einer Überwachungsinstanz, welche gültige, maskierte elektronische Münzdatensatze speichert, die jeweils durch Anwenden einer homomorphen Einwegfunktion auf einen elektronischen Münzdatensatz gebildet sind, wobei elektronische Münzdatensätze einen monetären Betrag und einen Verschleierungsbetrag aufweisen, umfasst folgende Schritte:
- Empfangen einer Registrierungsanforderung, welche zumindest einen zu registrierenden maskierten elektronischen Münzdatensatz und zumindest einen registrierten maskierten elektronischen Münzdatensatz umfasst;
- Prüfen der empfangenen Registrierungsanforderung, wobei
o geprüft wird ob der registrierte maskierte elektronischen Münzdatensatz der Registrierungsanforderung als gültiger maskierter elektronischer Münzdatensatz in der Überwachungsinstanz gespeichert ist, und
o geprüft wird ob die maskierten elektronischen Münzdatensätze der Registrierungsanforderung insgesamt monetär betragsneutral sind; und
- Speichern des zu registrierenden maskierten elektronischen Münzdatensatzes als gültiger maskierter elektronischer Münzdatensatz, wobei der bisher als gültig gespeicherte registrierte maskierte elektronische Münzdatensatz der Registrierungsanforderung nicht mehr gültig ist.
Das Prüfen der monetären Betragsneutralität der Registrierungsanforderung (ist aufgrund der verwendeten homomorphen Einwegfunktion möglich) erfolgt bevorzugt betragsanonym mittels Differenzbildung aus den maskierten elektronischen Münzdatensätzen.
In bevorzugten Verfahren empfängt die Überwachungsinstanz von einer Herausgeberinstanz Erstellungs- und/oder Deaktivierungsanforderungen, welche zumindest einen maskierten erstellten bzw. zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatz umfassen, insbesondere respektive für einen von der Herausgeberinstanz neu herausgegebenen elektronischen Münzdatensatz bzw. einen von der Herausgeberinstanz zurückgenommenen elektronischen Münzdatensatz.
Die Erstellungs- und/oder Deaktivierungsanforderung kann für einen maskierten elektronischen Münzdatensatz eine Signatur des Herausgebers über den maskierten elektronischen
Münzdatensatz umfassen, wobei vorzugsweise die Signatur des maskierten, neu erstellten elektronischen Münzdatensatzes in der Überwachungsinstanz hinterlegt wird.
Ein elektronischer Münzdatensatz kann in der Überwachungsinstanz durch Markieren oder durch Löschen des entsprechenden maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der Überwachungsinstanz ungültig werden. Besonders bevorzugt wird auch der entsprechende maskierte elektronische Münzdatensatzes oder der entsprechende elektronische Münzdatensatz in der Herausgeberinstanz deaktiviert.
Ein elektronischer Münzdatensatz ist insbesondere einmalig und eindeutig und unterscheidet sich bereits dadurch von einem herkömmlichen Datensatz. Er wird vorteilhaft in einem Sicherheitskonzept verwendet, welches optional beispielsweise Signaturen oder Verschlüsselungen umfassen kann. In einem elektronischen Münzdatensatz sollten prinzipiell alle Daten enthalten sein, die für eine empfangende Instanz bezüglich Verifikation und Weitergeben an andere Instanzen benötigt werden. Eine zusätzliche Kommunikation zwischen den Endgeräten beim Austausch der elektronischen Münzdatensätze ist daher grundsätzlich nicht erforderlich, kann aber angewandt werden.
Erfindungsgemäß weist ein zum Übertragen zwischen zwei Endgeräten verwendeter elektronischer Münzdatensatz einen monetären Betrag, also ein Datum, das einen Geldwert des elektronischen Münzdatensatzes darstellt, und einen Verschleierungsbetrag, beispielsweise eine Zufallszahl, auf. Darüber hinaus kann der elektronische Münzdatensatz weitere Metadaten aufweisen, beispielsweise welche Währung der monetäre Betrag repräsentiert. Ein elektronischer Münzdatensatz wird durch diese wenigstens beiden Daten (monetärer Betrag und Verschleierungsbetrag) eindeutig repräsentiert. Jeder, der Zugriff auf diese beiden Daten eines gültigen Münzdatensatzes hat, kann diesen elektronischen Münzdatensatz zum Bezahlen verwenden. Die Kenntnis dieser beiden Werte (monetärer Betrag und Verschleierungsbetrag) ist also gleichbedeutend mit dem Besitz des digitalen Geldes. Dieser elektronische Münzdatensatz wird zwischen zwei Endgeräten, nämlich wenigstens zwischen dem ersten und zweiten Endgerät, direkt übertragen. In einer Ausgestaltung der Erfindung besteht ein elektronischer Münzdatensatz aus diesen beiden Daten, es ist somit zum Austausch von digitalem Geld nur die Übertragung des monetären Betrags und der Verschleierungsbetrag notwendig.
Jedem elektronischen Münzdatensatz ist ein entsprechender maskierter elektronischer Münzdatensatz zugeordnet. Die Kenntnis eines maskierten elektronischen Münzdatensatzes ermöglicht es nicht, das digitale Geld, das durch den elektronischen Münzdatensatz repräsentiert wird, auszugeben. Dies stellt einen wesentlichen Unterschied zwischen maskierten elektronischen Münzdatensätzen und (nicht maskierten) elektronischen Münzdatensätzen dar
und ist ein Kern der hier vorliegenden Erfindung. Der maskierte elektronische Münzdatensatz ist einzigartig und eindeutig einem elektronischen Münzdatensatz zuzuordnen, also einer 1-zu-l Beziehung. Das Maskieren des elektronischen Münzdatensatzes erfolgt bevorzugt durch eine Recheneinheit des Endgeräts innerhalb des Endgeräts das auch den zumindest einen elektronische Münzdatensatz aufweist. Alternativ kann das Maskieren durch eine Recheneinheit des Endgeräts, das den elektronischen Münzdatensatz empfängt, erfolgen.
Dieser maskierte elektronische Münzdatensatz wird durch Anwenden einer homomorphen Einwegfunktion, insbesondere einer homomorphen kryptographischen Funktion, erhalten. Diese Funktion ist eine Einwegfunktion, also eine mathematische Funktion, die komplexitätstheoretisch „leicht“ berechenbar, aber „schwer“ bis praktisch unmöglich umzukehren ist. Hierbei wird unter Einwegfunktion auch eine Funktion bezeichnet, zu der bislang keine in angemessener Zeit und mit vertretbarem Aufwand praktisch ausführbare Umkehrung bekannt ist. Somit ist die Berechnung eines maskierten elektronischen Münzdatensatzes aus einem elektronischen Münzdatensatz vergleichbar mit der Generierung eines öffentlichen Schlüssels in einem Verschlüsselungs verfahren über eine Restklassengruppe. Vorzugsweise wird eine Einwegfunktion verwendet, die auf eine Gruppe operiert, in der das diskrete Logarithmusproblem schwer zu lösen ist, wie z. B. ein kryptographisches Verfahren analog einer elliptischer-Kurve-Verschlüsselung, kurz ECC, aus einem privaten Schlüssel eines entsprechenden Kryptographieverfahrens. Die umgekehrte Funktion, also die Erzeugung eines elektronischen Münzdatensatzes aus einem maskierten elektronischen Münzdatensatzes, ist dabei - äquivalent zur Erzeugung des privaten Schlüssels aus einem öffentlichen Schlüssel in einem Verschlüsselungsverfahren über einer Restklassengruppe - sehr zeitintensiv. Wenn im vorliegenden Dokument von Summen und Differenzen oder anderen mathematischen Operationen die Rede ist, dann sind dabei im mathematischen Sinn die jeweiligen Operationen auf der entsprechenden mathematischen Gruppe zu verstehen, beispielsweise der Gruppe der Punkte auf einer elliptischen Kurve.
Die Einwegfunktion ist homomorph, also ein kryptographisches Verfahren, welches über Homomorphie-Eigenschaften verfügt. Somit können mit dem maskierten elektronischen Münzdatensatz mathematische Operationen durchgeführt werden, die parallel dazu auch auf dem (unmaskierten) elektronischen Münzdatensatz durchgeführt und somit nachvollzogen werden können. Mit Hilfe der homomorphen Einwegfunktion können Berechnungen mit maskierten elektronischen Münzdatensätzen in der Überwachungsinstanz nachvollzogen werden, ohne dass die entsprechenden (unmaskierten) elektronischen Münzdatensätze dort bekannt sind. Daher können bestimmte Berechnungen mit elektronischen Münzdatensätzen, beispielsweise für ein Verarbeiten des (unmaskierten) elektronischen Münzdatensatzes (zum Beispiel Aufteilen oder Verbinden), auch parallel mit den dazugehörigen maskierten elektronischen Münzdatensätzen
nachgewiesen werden, beispielsweise zu Validierungsprüfungen oder zur Überprüfung über die Rechtmäßigkeit des jeweiligen elektronischen Münzdatensatzes. Die Homomorphie- Eigenschaften treffen zumindest auf Additions- und Subtraktionsoperationen zu, sodass ein Aufteilen oder Kombinieren (=Verbinden) von elektronischen Münzdatensätzen auch mittels der entsprechend maskierten elektronischen Münzdatensätze in der Überwachungsinstanz festgehalten und von anfragenden Endgeräten und/ oder von der Überwachungsinstanz nachvollzogen werden kann, ohne Kenntnis über den monetären Betrag und das durchführende Endgerät zu erlangen.
Die Homomorphie-Eigenschaft ermöglicht es also, eine Eintragung von gültigen und ungültigen elektronischen Münzdatensätzen auf Basis ihrer maskierten elektronischen Münzdatensätze in einer Überwachungsinstanz zu führen ohne Kenntnis der elektronischen Münzdatensätze, auch wenn diese elektronische Münzdatensätze verarbeitet werden (aufgeteilt, verbunden, umschalten). Dabei wird sichergestellt, dass kein zusätzlicher monetärer Betrag geschaffen wurde oder dass eine Identität des Endgeräts in der Überwachungsinstanz festgehalten wird. Das Maskieren ermöglicht somit dabei ein hohes Maß an Sicherheit, ohne einen Einblick in den monetären Betrag oder das Endgerät zu geben. Somit ergibt sich ein zweischichtiges Bezahlsystem. Zum einen existiert die Verarbeitungsschicht in der maskierte elektronische Datensätze geprüft werden und zum anderen die Direkttransaktionsschicht in der zumindest zwei Endgeräte elektronische Münzdatensätze übertragen.
Während die elektronischen Münzdatensätze für direktes Bezahlen zwischen zwei Endgeräten verwendet werden, werden die maskierten Münzdatensätze in der Überwachungsinstanz registriert.
Der Schritt des Umschaltens des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes umfasst die folgenden Teilschritte:
Generieren eines umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes im zweiten Endgerät aus dem übertragenen Münzdatensatz, wobei
- ein Verschleierungsbetrag für den umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz unter Verwendung eines übertragenen Verschleierungsbetrags des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes im zweiten Endgerät erzeugt wird; und
der übertragene monetäre Betrag des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes als monetärer Betrag für den umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz verwendet wird.
Beim Übertragen des elektronischen Münzdatensatzes vom ersten Endgerät auf das zweite Endgerät haben somit zwei Endgeräte Kenntnis über den elektronischen Münzdatensatz. Um zu
verhindern, dass das sendende erste Endgerät den elektronischen Münzdatensatz bei einem anderen (dritten) Endgerät ebenfalls zum Bezahlen verwendet, wird ein Umschalten des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes vom ersten Endgerät auf das zweite Endgerät ausgeführt. Das Umschalten kann bevorzugt automatisch beim Empfangen eines elektronischen Münzdatensatzes geschehen. Zusätzlich kann es auch auf Anforderung, beispielsweise eines Befehls vom ersten und/ oder zweiten Endgerät, geschehen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Generieren ein Erzeugen eines Verschleierungsbetrags für den umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz, vorzugsweise unter Verwendung des Verschleierungsbetrags des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes in Verbindung mit einem neuen Verschleierungsbetrag, beispielsweise einer Zufallszahl. Bevorzugt ergibt sich der Verschleierungsbetrag des umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes als Summe aus dem Verschleierungsbetrag des übertragenen elektronischen Münzdatensatz und der Zufallszahl, die als neuer, also zusätzlicher Verschleierungsbetrag dient. Des Weiteren wird der monetäre Betrag des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes bevorzugt als monetärer Betrag für den umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz verwendet. Somit wird kein weiteres Geld generiert, die monetären Beträge beider Münzdatensätze sind identisch.
Das Registrieren nach dem Umschalten-Schritt führt dazu, dass der vom ersten Endgerät gesendete elektronische Münzdatensatz ungültig wird und bei einem zweiten Ausgeben- Versuch des ersten Endgeräts als entsprechend ungültig erkannt wird. Der vom zweiten Endgerät generierte (weitere) Münzdatensatz wird nach erfolgreichem Durchlaufen der Prüfungen gültig.
Beim Umschalten, auch„switch“ genannt, ergibt also der vom ersten Endgerät erhaltene elektronische Münzdatensatz einen neuen elektronischen Münzdatensatz bevorzugt mit gleichem monetären Betrag, dem sogenannten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz. Der neue elektronische Münzdatensatz wird vom zweiten Endgerät generiert vorzugsweise indem der monetäre Betrag des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes als monetärer Betrag des umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes verwendet wird. Dabei wird ein neuer Verschleierungsbetrag, beispielsweise eine Zufallszahl, generiert, Der neue Verschleierungsbetrag wird beispielsweise zum Verschleierungsbetrag des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes addiert, damit die Summe beider Verschleierungsbeträge (neu und erhalten) als Verschleierungsbetrag des umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes dient. Nach dem Umschalten wird bevorzugt der erhaltene elektronische Münzdatensatz und der umzuschaltende elektronische Münzteildatensatz im Endgerät durch Anwenden der homomorphen Einwegfunktion auf jeweils den erhaltenen elektronischen Münzdatensatz und den umzuschaltenden elektronischen Münzteildatensatz maskiert, um entsprechend einen
maskierten erhaltenen elektronischen Münzdatensatz und einen maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzteildatensatz zu erhalten. Des Weiteren werden bevorzugt zusätzliche Informationen, die zum Registrieren des Umschaltens des maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz benötigt werden, im Endgerät berechnet. Bevorzugt beinhalten die zusätzlichen Informationen einen Bereichsnachweis über den maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz und einen Bereichsnachweis über den maskierten erhaltenen elektronischen Münzdatensatz. Bei dem Bereichsnachweis handelt es sich um einen Nachweis, dass der monetäre Wert des elektronischen Münzdatensatzes nicht negativ ist, der elektronische Münzdatensatz gültig erstellt und/ oder der monetäre Wert und der Verschleierungsbetrag des elektronischen Münzdatensatzes dem Ersteller des Bereichsnachweises bekannt sind. Insbesondere dient der Bereichsnachweis dazu, diese(n) Nachweis(e) zu führen ohne den monetären Wert und/oder den Verschleierungsbetrag des maskierten elektronischen Münzdatensatzes zu offenbaren. Diese Bereichsnachweise werden auch „Zero-Knowledge-Range-Proofs“ genannt. Bevorzugt werden als Bereichsnachweis Ringsignaturen verwendet. Anschließend erfolgt ein Registrieren des Umschaltens des maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz.
Dieses Umschalten ist notwendig, um den vom ersten Endgerät erhaltenen elektronischen Münzdatensatz zu invalidieren (ungültig machen), um ein doppeltes Ausgeben zu vermeiden. Denn, solange der elektronische Münzdatensatz nicht umgeschaltet ist, kann - da das erste Endgerät in Kenntnis des elektronischen Münzdatensatzes und somit noch in dessen Besitz ist - das erste Endgerät diesen erhaltene elektronische Münzdatensatz an ein drittes Endgerät weitergeben. Das Umschalten wird beispielsweise durch Hinzufügen eines neuen Verschleierungsbetrags zum Verschleierungsbetrag des erhaltenen elektronischen Münzdatensatz ab gesichert, wodurch ein Verschleierungsbetrag erhalten wird, den nur das zweite Endgerät kennt. Neu geschaffene Verschleierungsbeträge müssen eine hohe Entropie aufweisen, da sie als Blendungsfaktor für die entsprechenden maskierten elektronischen Münzteildatensätze verwendet werden. Bevorzugt wird dazu ein Zufallszahlengenerator auf dem Endgerät verwendet. Diese Absicherung kann in der Überwachungsinstanz nachverfolgt werden.
Beim Schritt des Aufteilens wird der elektronische Münzdatensatz des zweiten Endgeräts in den ersten elektronischen Münzteildatensatz und den zweiten elektronischen Münzteildatensatz aufgeteilt. Das Aufteilen geschieht vorzugsweise, indem zum Einen ein monetärer Teilbetrag sowie ein Teilverschleierungsbetrag für den ersten elektronischen Münzdatensatz festgelegt wird (die jeweils zwischen 0 und dem erhaltenen monetären Betrag bzw. Verschleierungsbetrag liegen) und zum Anderen der monetäre Betrag des zweiten elektronischen Münzteildatensatzes als Differenz aus dem erhaltenen monetären Betrag und dem monetären Teilbetrag des ersten elektronischen Münzteildatensatzes, sowie der Verschleierungsbetrag des zweiten elektronischen
Münzteildatensatzes als Differenz ans dem erhaltenen Verschleierungsbetrag und dem Teil verschleierungsbetrag des ersten elektronischen Münzteildatensatzes berechnet wird. Nach dem Aufteilen wird der aufzuteilende elektronische Münzdatensatz, der erste elektronische Münzteildatensatz und der zweite elektronische Münzteildatensatz im zweiten Endgerät durch jeweiliges Anwenden der homomorphen Einwegfunktion maskiert, um entsprechend einen maskierten aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatz, einen maskierten ersten elektronischen Münzteildatensatz und einen maskierten zweiten elektronischen Münzteildatensatz zu erhalten. Des Weiteren werden zusätzliche Informationen, die zum Registrieren des Aufteilens des maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz benötigt werden, im Endgerät berechnet. Bevorzugt beinhalten die zusätzlichen Informationen einen Bereichsnachweis über den maskierten aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatz, einen Bereichsnachweis über den maskierten ersten elektronischen Münzdatensatz und einen Bereichsnachweis über den maskierten zweiten elektronischen Münzdatensatz. Bei dem Bereichsnachweis handelt es sich um einen Nachweis, dass der monetäre Wert des elektronischen Münzdatensatzes nicht negativ ist, der elektronische Münzdatensatz gültig erstellt und/ oder der monetäre Wert und der Verschleierungsbetrag des elektronischen Münzdatensatzes dem Ersteller des Bereichsnachweises bekannt sind. Insbesondere dient der Bereichsnachweis dazu, diese(n) Nachweis zu führen ohne den monetären Wert und/oder den Verschleierungsbetrag des maskierten elektronischen Münzdatensatzes zu offenbaren. Diese Bereichsnachweise werden auch„Zero-Knowledge-Range-Proofs“ genannt. Bevorzugt werden als Bereichsnachweis Ringsignaturen verwendet. Anschließend erfolgt ein Registrieren des Aufteilens des maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz. Auf diese Weise können zu übertragende monetäre Beträge an den entsprechenden Bedarf angepasst werden. Ein Endgeräte-Besitzer ist nicht gezwungen, stets den gesamten monetären Betrag an ein weiteres Endgerät weiterzugeben.
Das Aufteilen und anschließende Registrieren hat den Vorteil, dass ein Besitzer des zumindest einen elektronischen Münzdatensatzes nicht gezwungen ist, stets den gesamten monetären Betrag auf einmal zu übertragen, sondern nunmehr entsprechende Unterbeträge zu übertragen. Der Geldwert kann ohne Einschränkungen aufgeteilt werden, solange alle elektronische Münzdatenteilsätze einen positiven monetären Betrag aufweisen, der kleiner ist als der monetäre Betrag des elektronische Münzdatensatzes, von dem aus aufgeteilt wird und die Summe der elektronischen Münzteildatensätze gleich dem aufzuteilenden elektronischen Münzteildatensatzes ist. Alternativ oder zusätzlich können feste Denominationen genutzt werden. Alternativ kann der Verschleierungsbetrag außerhalb des Endgeräts generiert werden und über einen (sicheren) Kommunikationskanal bezogen werden. Bevorzugt wird dazu ein Zufallszahlengenerator auf dem Endgerät verwendet. Um alle Prüfungen zu verfolgen, kann die Überprüfungsinstanz beispielsweise in entsprechenden Stellen die Teilschritte der
Überwachungsinstanz vermerken, wobei dazu auch Markierungen, englisch Flags, gesetzt werden, um Zwischenstadien zu dokumentieren. Bevorzugt wird nach erfolgreichem Erfüllen der Prüfungen, die für den Aufteilen-Befehl relevant sind, also bei entsprechender Vollständigkeit der Markierungen, der (maskierte) erste elektronische Münzteildatensatz und (maskierte) zweite elektronische Münzteildatensatz als gültig markiert. Dabei wird automatisch der (maskierte) aufzuteilende elektronische Münzdatensatz ungültig. Bevorzugt teilt die Überwachungsinstanz das Ergebnis des Ausführens des Aufteilen-Befehls dem„befehlenden“ Endgerät mit, d.h. welche der involvierten maskierten elektronischen Münzdatensätze nach Ausfuhren des Aufteilen-Befehls gültig sind.
Beim Schritt des Verbindens von elektronischen Münzdatensätzen ein weiterer elektronischer Münzdatensatz (verbundener elektronischer Münzdatensatz) aus einem ersten und einem zweiten elektronischen Münzdatensatz bestimmt. Dabei wird der Verschleierungsbetrag für den zu verbindenden elektronischen Münzdatensatz durch Bilden der Summe aus den jeweiligen Verschleierungsbeträgen des ersten und des zweiten elektronischen Münzdatensatzes berechnet. Weiterhin wird vorzugsweise der monetäre Betrag für den verbundenen elektronischen Münzdatensatz durch Bilden der Summe aus den jeweiligen monetären Beträgen des ersten und des zweiten elektronischen Münzdatensatzes berechnet.
Nach dem Verbinden wird der erste elektronische Münzdatensatz, der zweite elektronische Münzdatensatz, sowie der zu verbindende elektronische Münzdatensatz im (ersten und/ oder zweiten) Endgerät durch Anwenden der homomorphen Einwegfunktion auf jeweils den ersten elektronischen Münzdatensatz, den zweiten elektronischen Münzdatensatz, sowie den zu verbindenden elektronischen Münzdatensatz maskiert, um entsprechend einen maskierten ersten elektronischen Münzdatensatz, einen maskierten zweiten elektronischen Münzdatensatz, sowie einen maskierten zu verbindenden elektronischen Münzdatensatz zu erhalten. Des Weiteren werden zusätzliche Informationen, die zum Registrieren des Verbindens der maskierten elektronischen Münzdatensätze in der entfernten Überwachungsinstanz benötigt werden, im Endgerät berechnet. Bevorzugt beinhalten die zusätzlichen Informationen einen Bereichsnachweis über den maskierten ersten elektronischen Münzdatensatz und einen Bereichsnachweis über den maskierten zweiten elektronischen Münzdatensatz. Bei dem Bereichsnachweis handelt es sich um einen Nachweis, dass der monetäre Wert des elektronischen Münzdatensatzes nicht negativ ist, der elektronische Münzdatensatz gültig erstellt und/ oder der monetäre Wert und der Verschleierungsbetrag des elektronischen Münzdatensatzes dem Ersteller des Bereichsnachweises bekannt sind. Insbesondere dient der Bereichsnachweis dazu, diese(n) Nachweis zu führen ohne den monetären Wert und/oder den Verschleierungsbetrag des maskierten elektronischen Münzdatensatzes zu offenbaren. Diese Bereichsnachweise werden auch„Zero-Knowledge-Range-Proofs“ genannt. Bevorzugt werden
als Bereichsnachweis Ringsignaturen verwendet. Anschließend erfolgt ein Registrieren des Verbindens der beiden maskierten elektronischen Münzdatensätze in der entfernten Überwachungsinstanz.
Mit dem Befehl bzw. Schritt des Verbindens können zwei elektronische Münzdatensätze zusammengefasst werden. Dabei werden die monetären Beträge sowie auch die Verschleierungsbeträge addiert. Wie beim Aufteilen kann somit auch beim Verbinden eine Validität der beiden ursprünglichen Münzdatensätze durchgeführt werden.
Ein Hauptunterscheidungsmerkmal dieses Erfmdungskonzepts gegenüber bekannten Lösungen ist, dass die Überwachungsinstanz nur (also ausschließlich) Kenntnis über die maskierten elektronischen Münzdatensätze und optional eine Liste mit Verarbeitungen bzw. Änderungen an dem maskierten elektronischen Münzdatensatz führt. Der tatsächliche Zahlungsverkehr wird in der Überwachungsinstanz nicht registriert und findet in einer Direkttransaktionsschicht direkt zwischen Endgeräten statt.
Erfindungsgemäß ist demnach ein zweischichtiges Bezahlsystem aus einer Direktbezahltransaktionsschicht, zum direkten Austauschen von (umnaskierten) elektronischen Münzdatensätzen und einer Überwachungsschicht, welche auch als „Verschleierter- elektronischer-Datensatz-Ledger“ bezeichnet werden kann, vorgesehen. In der Überwachungsinstanz der Überprüfungsschicht, werden keine Bezahltransaktionen festgehalten, sondern ausschließlich maskierte elektronische Münzdatensätze und deren Verarbeitungen zum Zweck der Verifizierung der Gültigkeit von (unmaskierten) elektronischen Münzdatensätzen. So wird die Anonymität der Teilnehmer des Bezahlsystems gewährleistet. Die Überwachungsinstanz gibt Auskunft über gültige und ungültige elektronische Münzdatensätze, um beispielsweise eine Mehrfach- Ausgabe des gleichen elektronischen Münzdatensatzes zu vermeiden oder die Echtheit des elektronischen Münzdatensatzes als gültig herausgegebenes elektronisches Geld zu verifizieren.
Das erste und/ oder zweite Endgerät kann also in der Direktbezahltransaktionsschicht einem anderen Endgerät elektronische Münzdatensätze übertragen ohne Verbindung zur Überprüfungsinstanz, insbesondere wenn das Endgerät offline ist.
Das erste und/ oder zweite Endgerät kann vorliegend ein Sicherheitselement aufweisen, in dem die elektronischen Münzdatensätze sicher abgelegt sind. Ein Sicherheitselement ist bevorzugt ein spezielles Computerprogrammprodukt, insbesondere in Form einer abgesicherten Laufzeitumgebung innerhalb eines Betriebssystems eines Endgeräts, englisch Trusted Execution Environments, TEE, gespeichert auf einem Datenspeicher, beispielsweise eines mobilen
Endgeräts, einer Maschine, vorzugsweise Bankautomat. Alternativ ist das Sicherheitselement beispielsweise als spezielle Hardware, insbesondere in Form eines gesicherten Hardware- Plattform-Moduls, englisch Trusted Platform Module, TPM oder als ein eingebettetes Sicherheitsmodul, eUICC, eSIM, ausgebildet. Das Sicherheitselement stellt eine vertrauenswürdige Umgebung bereit.
Die Kommunikation zwischen zwei Endgeräten kann drahtlos oder drahtgebunden, oder z.B. auch auf optischem Weg, bevorzugt über QR-Code oder Barcode, erfolgen und kann als ein gesicherter Kanal ausgebildet sein. Der optische Weg kann beispielsweise die Schritte des Generierens einer optischen Codierung, insbesondere einer 2D-Codierung, vorzugsweise ein QR-Code, und des Einlesens der optischen Codierung umfassen. Somit ist der Austausch des elektronischen Münzdatensatzes beispielsweise durch kryptografische Schlüssel gesichert, beispielsweise einem für einen elektronischen Münzdatensatz-Austausch ausgehandelten Sitzungsschlüssel oder einem symmetrischen oder asymmetrischen Schlüsselpaar.
Durch das Kommunizieren zwischen Endgeräten, beispielsweise über ihre Sicherheitselemente, werden die ausgetauschten elektronischen Münzdatensätze vor Diebstahl oder Manipulation geschützt. Die Ebene der Sicherheitselemente ergänzt so die Sicherheit etablierter Blockchain- Technologie.
Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass die elektronischen Münzdatensätze in beliebiger Formatierung übertragen werden können. Dies impliziert, dass sie auf beliebigen Kanälen kommuniziert, also übertragen werden können. Sie müssen nicht in einem festgelegten Format oder in einem bestimmten Programm gespeichert werden.
Als ein Endgerät wird insbesondere ein mobiles Telekommunikationsendgerät, beispielsweise ein Smartphone angesehen. Alternativ oder zusätzlich kann das Endgerät auch ein Gerät, wie Wearable, Smartcard, Maschine, Werkzeug, Automat oder auch Behälter bzw. Fahrzeug sein. Ein erfmdungsgemäßes Endgerät ist somit entweder stationär oder mobil.
Das Endgerät ist vorzugsweise ausgebildet, das Internet und/ oder andere öffentliche oder private Netze zu nutzen. Dazu verwendet das Endgerät eine geeignete Verbindungstechnologie, beispielsweise Bluetooth, Lora, NFC und/ oder WiFi und weist wenigstens eine entsprechende Schnittstelle auf. Das Endgerät kann auch ausgebildet sein, mittels Zugang zu einem Mobilfimknetz mit dem Internet und/ oder anderen Netzen verbunden zu werden.
In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das erste und/ oder zweite Endgerät bei dem aufgezeigten Verfahren die empfangenen elektronischen Münzdatensätze bei Vorliegen oder
Empfang mehrerer elektronischer Münzdatensätze diese entsprechend ihrer monetären Wertigkeit abarbeitet. So kann vorgesehen sein, dass elektronische Münzdatensätze mit höherer monetärer Wertigkeit vor elektronische Münzdatensätze mit niedriger monetärer Wertigkeit verarbeitet. In einer Ausgestaltung kann das erste und/ oder zweite Endgerät ausgebildet sein, nach Empfang eines elektronischen Münzdatensatzes diesen in Abhängigkeit von beigefügter Information, beispielsweise einer Währung oder Denomination, mit bereits im zweiten Endgerät vorhandenem elektronischen Münzdatensatz zu verbinden und entsprechend einen Schritt des Verbindens auszuführen. Weiterhin kann das zweite Endgerät auch zum automatisierten Ausfuhren eines Umschaltens nach Empfang des elektronischen Münzdatensatzes vom ersten Endgerät ausgebildet sein.
In einer Ausgestaltung werden beim Übertragen weitere Informationen, insbesondere Metadaten, vom ersten Endgerät auf das zweite Endgerät übermittelt, beispielsweise eine Währung. Diese Infomaation kann in einer Ausgestaltung vom elektronischen Münzdatensatz umfasst sein.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weist das Verfahren die folgenden weiteren Schritte auf: Maskieren des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes im zweiten Endgerät durch Anwenden der homomorphen Einwegfunktion auf den übertragenen elektronischen Münzdatensatz; und Senden des maskierten übertragenen elektronischen Münzdatensatzes an die entfernte Überwachungsinstanz zum Prüfen der Validität des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes durch die entfernte Überwachungsinstanz. In diesem Fall wurde beispielsweise der gesamte monetäre Betrag im Rahmen des elektronischen Münzdatensatzes an das zweite Endgerät übertragen. Bevor ein Zahlungsempfänger diesen elektronischen Münzdatensatz akzeptiert, überprüft er gegebenenfalls dessen Gültigkeit. Zu diesem Zweck erzeugt das zweite Endgerät den maskierten übertragenen elektronischen Münzdatensatz, sendet diesen zur Überwachungsinstanz und fragt dabei bei der Überwachungsinstanz die Gültigkeit des elektronischen Münzdatensatzes ab. Die Überwachungsinstanz prüft nun, ob der maskierte übertragene elektronische Münzdatensatz überhaupt vorhanden ist und ob er weiterhin gültig ist, also nicht bereits durch ein anderes Endgerät verbraucht ist, um so Doppelausgaben zu vermeiden.
In einer Ausgestaltung wird im zweiten Endgerät ein Nachweis erstellt. Der Nachweist umfasst eine Information über die Übereinstimmung des monetären Betrags des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes mit dem monetären Betrags des umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes. Vorzugsweise umfasst der Nachweis lediglich eine Information über die Übereinstimmung, nicht aber einen der monetären Beträge.
Bevorzugt erfolgt während des Registrierens in der Überwachungsinstanz ein Prüfen der elektronischen Münzdatensätze des ersten und/ oder zweiten Endgeräts. Die Prüfung erfolgt in Abhängigkeit der der Prüfung vorangehenden Schritte, beispielsweise ob ein Schritt des Umschaltens, des Verbindens und/ oder des Aufteilens erfolgt ist. Dabei kann die Überwachungsinstanz beispielsweise die Gültigkeit der (maskierten) übertragenen und/oder aufzuteilenden und/oder ersten und zweiten elektronischen Münzdatensätzen prüfen. Dies ermöglicht es, festzustellen, ob die elektronischen Münzdatensätze zum ersten Mal verarbeitet werden. Falls die (maskierten) elektronischen Münzdatensätze nicht gültig sind (also insbesondere falls sie nicht in der Überwachungsinstanz vorliegen) kann das Registrieren nicht erfolgreich ausgeführt werden, zum Beispiel weil das Endgerät versucht einen elektronischen Münzdatensatz mehrfach auszugeben.
In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung erfolgt nach dem Ausführen des Umschalten-Schritts in dem Endgerät beispielsweise das Versenden des vom Endgerät vorbereiteten Umschalten- Befehls (als Registrierungsanforderung) an die Überwachungsinstanz. Bevorzugt enthält der Umschalten-Befehl den maskierten erhaltenen elektronischen Münzdatensatz, den maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz und bevorzugt weitere Informationen, die für Prüfungen in der Überwachungsinstanz gebraucht werden, enthält. Die weiteren Informationen dienen dem Nachweis des„befehlenden“ Endgerätes der Kenntnis des monetären Betrags und des Verschleierungsbetrags des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes ohne die Werte mitzuteilen, bevorzugt mittels eines kenntnisfreien Beweises, engl zero knowledge proof. Die Überprüfüngsinstanz prüft die Nachvollziehbarkeit des kenntnisfreien Beweises, die Gültigkeit des maskierten erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes und dass der monetäre Betrag des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes gleichwertig mit dem monetären Betrag des umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz ist. Um zu beweisen, dass nur ein neuer Verschleierungsbetrag zum Verschleierungsbetrag des erhaltenen elektronischen Münzdatensatz hinzugefügt wurde, der monetäre Betrag aber gleichgeblieben ist, kann das zweite Endgerät bevorzugt nachweisen, dass die Differenz aus dem maskierten erhaltenen Münzdatensatz und dem maskierten umzuschaltenden Münzdatensatz eine besondere Darstellung aufweist, nämlich die eines öffentlichen Schlüssels ist. Dies erfolgt durch das Erzeugen einer Signatur für den maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes mit dem hinzugefügten Verschleierungsbetrag. In der Überwachungsinstanz kann dann diese erzeugte Signatur des maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatzes geprüft werden, was als Beweis gilt, dass das zweite Endgerät in Kenntnis des hinzugefügten Verschleierungsbetrags ist. Bevorzugt wird nach erfolgreichem Erfüllen der Prüfungen, die für den Umschalten-Befehl relevant sind, also bei entsprechender Vollständigkeit der Markierungen, der (maskierte) umzuschaltende elektronische Münzdatensatz als gültig markiert. Dabei wird gegebenenfalls automatisch der maskierte zuvor registrierte elektronische Münzdatensatz ungültig. Alternativ
wird der maskierte zuvor registrierte elektronische Münzdatensatz als ungültig markiert oder gelöscht. Bevorzugt teilt die Überwachungsinstanz das Ergebnis des Ausführens des Umschalten-Befehls dem„befehlenden“ Endgerät mit, d.h. welche der involvierten maskierten elektronischen Münzdatensätze nach Ausfuhren des Umschalten-Befehls gültig sind.
In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung wird zum Registrieren, nach dem Ausfuhren des Aufteilungs- Schritts des Endgerätes, ein vom Endgerät vorbereiteter Aufteilen-Befehl (als Registrierungsanforderung) an die Überwachungsinstanz gesendet. Er enthält den maskierten aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatz, den maskierten ersten elektronischen Münzteildatensatz, den maskierten zweiten elektronischen Münzteildatensatz und bevorzugt weitere Informationen, die für Prüfungen in der Überwachungsinstanz gebraucht werden. Die weiteren Informationen dienen dem Nachweis des„befehlenden“ Endgerätes der Kenntnis des monetären Betrags und des Verschleierungsbetrags des aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatzes ohne die Werte mitzuteilen, bevorzugt mittels eines kenntnisfreien Beweises, engl zero knowledge proof. Die Überprüfungsinstanz prüft die Nachvollziehbarkeit des kenntnisfreien Beweises, die Gültigkeit des maskierten aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatzes und dass die Summe des monetären Betrags des ersten elektronischen Münzteildatensatzes und des monetären Betrags des zweiten elektronischen Münzteildatensatzes gleichwertig mit dem monetären Betrag des aufzuteilenden elektronischen Münzdatensatz ist (Betragsneutralität). Dies geschieht bevorzugt indem die Überwachungsinstanz die Summe aus dem maskierten ersten elektronischen Münzteildatensatz und dem maskierten zweiten elektronischen Münzteildatensatz mit dem maskierten aufzuteilenden Münzteildatensatz vergleicht.
In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung wird zum Registrieren, nach dem Ausführen des Verbinden-Schritts des Endgerätes, ein vom Endgerät vorbereiteter Verbinden-Befehl (als Registrierungsanforderung) an die Überwachungsinstanz gesendet. Er enthält den ersten maskierten elektronischen Münzdatensatz, den zweiten maskierten elektronischen Münzdatensatz und den maskierten zu verbindenden Münzteildatensatz und bevorzugt weitere Informationen, die für Prüfungen in der Überwachungsinstanz gebraucht werden. Die weiteren Informationen dienen dem Nachweis des„befehlenden“ Endgerätes der Kenntnis der monetären Beträge und der Verschleierungsbeträge der ersten und zweiten elektronischen Münzdatensätze ohne die Werte mitzuteilen, bevorzugt mittels eines kenntnisfreien Beweises, engl zero knowledge proof. Die Überprüfüngsinstanz prüft die Nachvollziehbarkeit der kenntnisfreien Beweise, die Gültigkeit des maskierten ersten elektronischen Münzdatensatzes, die Gültigkeit des maskierten zweiten elektronischen Münzdatensatzes und dass die Summe des monetären Betrags des ersten elektronischen Münzdatensatzes und des monetären Betrags des zweiten elektronischen Münzdatensatzes gleichwertig mit dem monetären Betrag des zu verbindenden
elektronischen Münzdatensatzes ist (Betragsneutralität). Dies geschieht bevorzugt indem die Überwachungsinstanz die Summe aus dem maskierten ersten elektronischen Münzdatensatz und dem maskierten zweiten elektronischen Münzdatensatz mit dem maskierten zu verbindenden Münzteildatensatz vergleicht. Bevorzugt wird nach erfolgreichem Erfüllen der Prüfungen, die für den Verbinden-Befehl relevant sind, also bei entsprechender Vollständigkeit der Markierungen, der (maskierte) zu verbindende elektronische Münzdatensatz als gültig markiert. Dabei wird automatisch der (maskierte) erste elektronische Münzdatensatz und der (maskierte) zweite elektronische Münzdatensatz ungültig. Alternativ werden die maskierten zuvor registrierten elektronischen Münzdatensätze aktiv als ungültig markiert oder gelöscht. Bevorzugt teilt die Überwachungsinstanz das Ergebnis des Ausfahrens des Verbinden-Befehls dem„befehlenden“ Endgerät mit, d.h. welche der involvierten maskierten elektronischen Münzdatensätze nach Ausführen des Verbinden-Befehls gültig sind.
In einer Ausgestaltung wird das Maskieren des übertragenen elektronischen Münzdatensatzes und dessen Gültigkeitsprüfung ausgeführt, bevor der übertragene elektronische Münzdatensatz in der Überwachungsinstanz registriert wird. Das zweite Endgerät sendet zunächst eine Validitätsanfrage für den maskierten empfangenen elektronischen Münzdatensatz und verwendet den empfangenen elektronischen Münzdatensatzes nur falls er gültig ist. Beispielsweise kann danach die Registrierungsanforderung gesendet werden oder der empfangene elektronische Münzdatensatz (unmodifiziert) weitergegeben werden, insbesondere an ein anderes Endgerät oder an einen anderen Systemteilnehmer, wie eine Serverinstanz einer Geschäftsbank.
In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Überwachungsinstanz eine entfernte Instanz. Damit ist beispielsweise zum Registrieren des elektronischen Münzdatensatzes der Aufbau einer Kommunikationsverbindung zu der Überwachungsinstanz vorgesehen.
Die Überwachungsinstanz ist als übergeordnete Instanz ausgebildet. Die Überwachungsinstanz ist demnach nicht zwingend in der Ebene bzw. in der Schicht der Endgeräten (Direkttransaktionsschicht) angeordnet. Vorzugsweise ist die Überwachungsinstanz zur Verwaltung und Prüfung von maskierten elektronischen Münzdatensätzen vorgesehen. Sie ist in einer Herausgeberschicht, in welcher auch eine Herausgeberinstanz angeordnet ist, und/ oder in einer eigenständigen Überwachungsschicht angeordnet. Es ist denkbar, dass die Überwachungsinstanz zusätzlich Transaktionen zwischen den ersten und zweiten Endgeräten verwaltet und prüft.
Die Überwachungsinstanz ist bevorzugt eine dezentral gesteuerte Datenbank, englisch Distributed Ledger Technology, DLT, in der die maskierten elektronischen Münzdatensätze mit entsprechender Verarbeitung des maskierten elektronischen Münzdatensatzes registriert sind. In
einer bevorzugten Ausgestaltung lässt sich daraus ein Gültigkeitsstatus des (maskierten) elektronischen Münzdatensatzes ableiten. Bevorzugt wird die Gültigkeit der (maskierten) elektronischen Münzdatensätze in der und durch die Überprüfungsinstanz vermerkt. Die Registrierung der Verarbeitung bzw. der Verarbeitungsschritte kann auch das Registrieren von Prüfergebnissen und Zwischenprüfergebnissen betreffend die Gültigkeit eines elektronischen Münzdatensatzes betreffen. Ist eine Verarbeitung endgültig, wird dies beispielsweise durch entsprechende Markierungen oder einer abgeleiteten Gesamtmarkierung angezeigt. Eine endgültige Verarbeitung entscheidet sodann, ob ein elektronischer Münzdatensatz gültig oder ungültig ist.
Diese Datenbank ist weiter bevorzugt eine nicht-öffentliche Datenbank, kann aber auch als öffentliche Datenbank realisiert werden. Diese Datenbank ermöglicht es auf einfache Weise, Münzdatensätze bezüglich ihrer Gültigkeit zu prüfen und „Double-Spending“, also Mehrfachausgaben, zu verhindern, ohne dass die Bezahltranskation selbst registriert oder protokolliert wird. Die DLT beschreibt dabei eine Technik für vernetzte Computer, die zu einer Übereinkunft über die Reihenfolge von bestimmten Transaktionen kommen und darüber, dass diese Transaktionen Daten aktualisieren. Es entspricht einem dezentral geführten Verwaltungssystem oder einer dezentral geführten Datenbank.
In einer weiteren Ausgestaltungen kann die Datenbank auch als öffentliche Datenbank ausgebildet sein.
Alternativ ist die Überwachungsinstanz eine zentral geführte Datenbank, beispielsweise in Form eines öffentlich zugänglichen Datenspeichers oder als Mischform aus zentraler und dezentraler Datenbank.
Bevorzugt werden initiale elektronische Münzdatensätze ausschließlich von der Herausgeberinstanz erstellt. Vorzugsweise können jedoch umgeschaltete, aufgeteilte oder verbundene elektronischen Münzdatensätze, insbesondere elektronischen Münzteildatensätze, auch durch ein Endgerät generiert werden. Das Erstellen und das Wählen eines monetären Betrags beinhaltet bevorzugt auch das Wählen eines Verschleierungsbetrags mit hoher Entropie.
Die Herausgeberinstanz ist ein Rechensystem, welches bevorzugt entfernt vom ersten und/ oder zweiten Endgerät ist. Besonders bevorzugt ist die Herausgeberinstanz einer Zentralbank zugeordnet. Nach dem Erstellen des neuen elektronischen Münzdatensatzes wird der neue elektronische Münzdatensatz in der Herausgeberinstanz durch Anwenden der homomorphen Einwegfunktion auf den neuen elektronischen Münzdatensatz maskiert, um entsprechend einen maskierten neuen elektronischen Münzdatensatz zu erhalten. Des Weiteren werden zusätzliche
Informationen, die zum Registrieren des Erstellens des maskierten neuen elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz benötigt werden, im der Herausgeberinstanz berechnet. Bevorzugt sind diese weiteren Informationen ein Nachweis, dass der (maskierte) neue elektronische Münzdatensatz von der Herausgeberinstanz stammt, beispielsweise durch eine signieren des maskierten neuen elektronischen Münzdatensatzes. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Herausgeberinstanz einen maskierten elektronischen Münzdatensatz beim Erzeugen des elektronischen Münzdatensatzes mit ihrer Signatur signiert. Die Signatur der Herausgeberinstanz wird bevorzugt in der Überwachungsinstanz hinterlegt. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Herausgeberinstanz einen Bereichsnachweis zum erzeugten elektronischen Münzdatensatzes mitsendet um den Besitz des elektronischen Münzdatensatzes nachzuweisen.
Bevorzugt kann die Herausgeberinstanz einen elektronischen Münzdatensatz, der sich in ihrem Besitz befindet (also von dem sie den monetären Betrag und den Verschleierungsbetrag kennt) deaktivieren, indem sie den maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatz mit der homomorphen Einwegfunktion maskiert und einen Deaktivieren-Befehl bzw. eine Deaktivierungsanforderung für die Überwachungsinstanz vorbereitet. Teil des Deaktivieren- Befehls ist bevorzugt neben dem maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatzes auch der Nachweis, dass der Deaktivieren Schritt von der Herausgeberinstanz initiiert wurde, beispielsweise in Form des signierten maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatzes. Als zusätzliche Information könnten im Deaktivieren-Befehl Bereichsprüfungen für den maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatz enthalten sein. Anschließend erfolgt ein Registrieren des Deaktivierens des maskierten elektronischen Münzdatensatzes in der entfernten Überwachungsinstanz. Mit dem Deaktiveren- Befehl wird der Schritt des Deaktivierens ausgelöst.
In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung wird in der Herausgeberinstanz ein Deaktivieren- Befehl (bzw. eine Deaktivierungsanforderung) vorbereitet, der an die Überwachungsinstanz gesendet wird. Der Deaktivieren-Befehl enthält den maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatz und bevorzugt weitere Informationen, die für Prüfungen in der Überwachungsinstanz gebraucht werden. Die weiteren Informationen dienen dem Nachweis, dass der Deaktivieren-Befehl von der Herausgeberinstanz initiiert wurde, bevorzugt mittels des signierten maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatzes. Die Überprüfungsinstanz prüft die Signatur, die Gültigkeit des maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatzes und optional die Bereichsnachweise über den maskierten zu deaktivierenden elektronischen Münzdatensatzes. Bevorzugt wird nach erfolgreichem Erfüllen der Prüfungen, die für den Deaktivieren-Befehl relevant sind, also insbesondere bei entsprechender Vollständigkeit der Markierungen, der (maskierte) zu deaktivierende
elektronische Münzdatensatz als ungültig markiert (oder gelöscht). Bevorzugt teilt die Überwachungsinstanz das Ergebnis des Ausführens des Deaktivieren-Befehls der Herausgeberinstanz mit, d.h. dass der (maskierte) zu deaktivierende elektronische Münzdatensatz nach Ausführen des Deaktivieren-Befehls ungültig ist.
Die Schritte Erstellen und Deaktivieren erfolgen bevorzugt an gesicherten Orten, insbesondere nicht in den Endgeräten. In einer bevorzugten Ausgestaltung werden die Schritte des Erstellens und Deaktivierens nur von der Herausgeberinstanz durchgeführt bzw. angestoßen. Vorzugsweise finden diese Schritte an einen gesicherten Ort statt, beispielsweise in einer Hard- und Software- Architektur, die zur Verarbeitung von sensiblem Datenmaterial in unsicheren Netzen entwickelt wurde. Das Deaktivieren des entsprechenden maskierten elektronischen Münzdatensatz bewirkt, dass der entsprechende maskierte elektronische Münzdatensatz nicht mehr für weitere Verarbeitung, insbesondere Transaktionen, verfügbar ist, da er in und von der Überwachungsinstanz als ungültig markiert wurde. Jedoch kann in einer Ausführungsform vorgesehen sein, dass der deaktivierte maskierte elektronische Münzdatensatz bei der Herausgeberinstanz archivarisch bestehen bleibt. Dass der deaktivierte maskierte elektronische Münzdatensatz nicht mehr gültig ist, kann beispielsweise mithilfe eines Flags oder einer anderen Codierung gekennzeichnet oder der deaktivierte maskierte elektronische Münzdatensatz kann zerstört und/ oder gelöscht werden. Selbstverständlich kann der deaktivierte maskierte elektronische Münzdatensatz auch gelöscht werden.
Durch das erfindungs gemäße Verfahren werden verschiedene Verarbeitungsoperationen für die elektronischen Münzdatensätze und die entsprechenden maskierten elektronischen Münzdatensätze ermöglicht. Jeder der Verarbeitungsoperationen (insbesondere das Erstellen, Deaktivieren, Aufteilen, Verbinden und Umschalten) wird dabei in der Überwachungsinstanz registriert. Die Verarbeitungsoperationen können dort in unveränderlicher Form an die Liste der vorherigen Verarbeitungsoperationen für den jeweiligen maskierten elektronischen Münzdatensatz angehängt werden. Die Verarbeitungsoperationen „Erstellen“ und „Deaktivieren“, die die Existenz des monetären Betrags an sich betreffen, also die Schaffung und die Vernichtung bis hin der Zerstörung von Geld bedeuten, bedürfen einer zusätzlichen Genehmigung, beispielsweise in Form einer Signatur, durch die Herausgeberinstanz, um in der Überwachungsinstanz registriert zu werden. Die übrigen Verarbeitungsoperationen (Aufteilen, Verbinden, Umschalten) bedürfen keiner Autorisierung durch die Herausgeberinstanz oder durch den Anfordemden/Befehlsinitiator (= Zahler, bspw. das erste Endgerät).
Eine Verarbeitung in der Direkttransaktionsschicht betrifft nur die Besitzverhältnisse und/ oder die Zuordnung der Münzdatensätze zu Endgeräten der jeweiligen elektronischen Münzdatensätze. Eine Registrierung der jeweiligen Verarbeitungsergebnisse erfolgt in der
Überwachungsinstanz. Die Datenbank der gültigen maskierten Münzdatensätze wird entsprechend angepasst. Beispielsweise durch Hinzufügen und Löschen von maskierten Münzdatensätzen. Bevorzugt wird sie jedoch durch entsprechende Listeneinträge in einer Datenbank realisiert, die eine Reihe von Markierungen umfasst, die von der
Überwachungsinstanz gesetzt werden müssen. Eine mögliche Struktur für einen Listeneintrag umfasst beispielsweise Spalte(n) für einen Vorgänger-Münzdatensatz, Spalte(n) für einen Nachfolger-Münzdatensatz, eine Signatur-Spalte für die Herausgeberinstanz, und zumindest eine Markierungsspalte. Eine Änderung des Status der Markierung bedarf der Genehmigung durch die Überwachungsinstanz und muss sodann unveränderlich gespeichert werden. Eine Änderung ist endgültig, wenn und nur wenn die erforderlichen Markierungen durch die
Überwachungsinstanz validiert wurden, d.h. nach der entsprechenden Prüfung beispielsweise vom Status "0" in den Status "1" gewechselt wurden. Scheitert eine Prüfung oder dauert zu lang, so wird sie stattdessen beispielsweise vom Status in den Status "0" gewechselt. Weitere Statuswerte sind denkbar und/oder die hier genannten Statuswerte sind austauschbar. Bevorzugt wird die Gültigkeit der jeweiligen (maskierten) elektronischen Münzdatensätze aus den Statuswerten der Markierungen zusammengefasst jeweils in einer Spalte für jeden maskierten elektronischen Münzdatensatz, der im Registrieren der Verarbeitung involviert ist, dargestellt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel können wenigstens zwei vorzugsweise drei oder sogar alle der vorhergenannten Markierungen auch durch eine einzige Markierung ersetzt werden, die dann gesetzt wird, wenn alle Prüfungen erfolgreich abgeschlossen wurden. Des Weiteren lassen sich die je zwei Spalten für Vorgänger-Datensätze und Nachfolger-Datensätze zu jeweils einem zusammenfassen, in welchem alle Münzdatensätze gemeinsam ausgelistet sind. Dadurch könnten dann auch mehr als zwei elektronische Münzdatensätze je Feldeintrag verwaltet werden, und somit z.B. eine Aufspaltung in mehr als zwei Münzen realisiert werden.
Die Prüfungen durch die Überwachungsinstanz, um zu prüfen, ob eine Verarbeitung endgültig ist sind bereits oben beschrieben und sind insbesondere:
- Sind die maskierten elektronischen Münzdatensätze der Vorgänger-Spalte(n) gültig?
- Ergibt eine Überprüfung den korrekten Prüfwert?
- Sind die Bereichsnachweise für die maskierten elektronischen Münzdatensätze erfolgreich?
- Ist die Signatur des maskierten elektronischen Münzdatensatzes eine gültige Signatur der Herausgeberinstanz?
Bevorzugt gilt zudem, dass ein maskierter elektronischer Münzdatensatz ungültig ist, wenn einer der folgenden Prüfungen zutrifft, also wenn:
(1) der maskierte elektronische Münzdatensatz nicht in der Überwachungsinstanz registriert ist;
(2) die letzte Verarbeitung des maskierten elektronischen Münzdatensatzes angibt, dass es für ihn Vorgänger-Münzdatensätze gibt, diese letzte Verarbeitung aber nicht endgültig ist; oder
(3) die letzte Verarbeitung des maskierten elektronischen Münzdatensatzes angibt, dass es für ihn Nachfolger-Münzdatensätze gibt und diese letzte Verarbeitung endgültig ist.
(4) der maskierte elektronische Münzdatensatz nicht der Nachfolger von einem gültigen maskierten elektronischen Datensatz ist, es sei denn er ist von der Herausgeberinstanz signiert
Die vorliegend aufgeführten Schritte des Umschaltens, Aufteilens oder Verbindens (Registrieren von Modifikationen) und des Erstellens und Deaktivierens (Initiales Registrieren und Finales Deregistrieren) werden in der Überwachungsinstanz jeweils durch entsprechende Anforderungen (bzw. Befehle) ausgelöst, beispielsweise einem entsprechenden Erstell-, Umschalt-, Aufteil-, Verbinden- bzw. Deaktivier-Befehl.
In einem Aspekt der Erfindung ist ein Bezahlsystem zum Austausch von monetären Beträgen vorgesehen mit einer Buchhaltungsschicht mit einer Datenbank (bevorzugt dezentral gesteuerten Datenbank, englisch Distributed Ledger Technology, DLT), in der maskierte elektronische Münzdatensätze abgelegt sind; und einer Direkttransaktionsschicht mit zumindest zwei Endgeräten, in welchen das vorhergehend beschriebene Verfahren durchführbar ist; und/oder eine Herausgeberinstanz zum initialen Erzeugen bzw. Erstellen eines elektronischen Münzdatensatzes. Dabei kann die Herausgeberinstanz nachweisen, dass der maskierte erzeugte elektronische Münzdatensatz von ihr erzeugt wurde, bevorzugt kann sich die Herausgeberinstanz durch das Signieren ausweisen und die Überwachungsinstanz kann die Signatur der Herausgeberinstanz prüfen. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Herausgeberinstanz einen Bereichsnachweis zum erzeugten elektronischen Münzdatensatzes mitsendet um den Besitz des elektronischen Münzdatensatzes nachzuweisen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst das Bezahlsystem eine Herausgeberinstanz zum Erzeugen eines elektronischen Münzdatensatzes. Dabei kann die Herausgeberinstanz nachweisen, dass der maskierte erzeugte elektronische Münzdatensatz von ihr erzeugt wurde, bevorzugt kann sich die Herausgeberinstanz durch das Signieren ausweisen und die Überwachungsinstanz kann die Signatur der Herausgeberinstanz prüfen. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Herausgeberinstanz einen Bereichsnachweis zum erzeugten elektronischen Münzdatensatzes mitsendet um den Besitz des elektronischen Münzdatensatzes nachzuweisen.
Bevorzugt ist das Bezahlsystem zum Durchführen des oben genannten Verfahrens und/ oder wenigstens einer der Ausführungsvarianten ausgebildet.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Währungssystem umfassend eine Herausgeberinstanz, eine Überwachungsinstanz, ein erstes Endgerät und ein zweites Endgerät, wobei die Herausgeberinstanz ausgebildet ist, einen elektronischen Münzdatensatzes zu erstellen. Der maskierte elektronische Münzdatensatz ist ausgebildet, nachweisbar durch die Herausgeberinstanz erstellt zu sein. Die Überwachungsinstanz ist zum Ausfuhren eines der oben genannten Verfahren, also insbesondere der Verarbeitung von Registrierungsanforderangen, ausgebildet. Vorzugsweise sind die Endgeräte, d.h. wenigstens das erste und zweite Endgerät zum Ausfuhren eines der oben genannten Verfahren zum Übertragen von Münzdatensätzen geeignet.
In einer bevorzugten Ausführung des Währungssystem ist lediglich die Herausgeberinstanz berechtigt, einen elektronischen Münzdatensatz initial zu erstellen. Eine Verarbeitung, beispielsweise der Schritt des Verbindens, des Aufteilens und/ oder des Umschaltens, kann und wird vorzugsweise durch ein Endgerät durchgeführt. Der Verarbeitungsschritt des Deaktivierens kann vorzugsweise nur von der Herausgeberinstanz ausgeführt werden. Somit wäre lediglich die Herausgeberinstanz berechtigt, den elektronischen Münzdatensatzes und/ oder den maskierten elektronischen Münzdatensatz zu invaliditieren.
Bevorzugt sind jeweils die Überprüfungsinstanz und die Herausgeberinstanz in einer Serverinstanz angeordnet oder liegen als Computerprogrammprodukt auf einem Server und/ oder einem Computer vor.
Das Währungssystem kann weitere Münzbesitzerinstanzen umfassen, insbesondere Serverinstanzen oder Computerinstanzen. Die Münzbesitzerinstanzen können - wie die Endgeräte - elektronische Münzdatensätze übertragen, insbesondere untereinander oder von bzw. zu Endgeräten übertragen, und für maskierte modifizierte elektronische Münzdatensätze Registrierungsanforderungen an die Überwachungsinstanz senden. Weitere Münzbesitzerinstanzen können beispielsweise Geschäftsbanken, Online-Shops oder Dienstleistem zugeordnet sein.
Vorgeschlagen wird hierbei also eine Lösung, die digitales Geld in Form von elektronischen Münzdatensätzen heraus gibt, die an die Verwendung von konventionellen (analogen) Banknoten und/oder Münzen angelehnt ist. Das digitale Geld wird hierbei durch elektronische Münzdatensätze abgebildet. Wie bei (analogen) Banknoten werden auch diese elektronischen Münzdatensätze für alle Formen von Zahlungen, einschließlich Peer-to-Peer-Zahlungen und/oder POS-Zahlungen, verwendbar. Die Kenntnis aller Bestandteile (insbesondere monetärer Betrag und Verschleierungsbetrag) eines gültigen elektronischen Münzdatensatzes ist gleichbedeutend mit dem Besitz (Eigentum) des digitalen Geldes. Es ist daher ratsam, diese
gültigen elektronischen Münzdatensätze vertraulich zu behandeln, also beispielsweise in einem Sicherheitselement/ Tresormodul eines Endgeräts aufzubewahren und dort zu verarbeiten. Um über die Authentizität eines elektronischen Münzdatensatzes zu entscheiden und Doppelausgaben zu verhindern, werden in der Überwachungsinstanz maskierte elektronische Münzdatensätze als einzigartige, korrespondierende öffentliche Darstellung des elektronischen Münzdatensatzes vorgehalten. Die Kenntnis oder der Besitz eines maskierten elektronischen Münzdatensatzes stellt nicht den Besitz von Geld dar. Vielmehr gleicht dies dem Überprüfen der Echtheit des analogen Zahlungsmittels.
Die Überwachungsinstanz speichert die gültigen maskierten elektronischen Münzdatensätze. Daher wird ein Empfänger eines elektronischen Münzdatensatzes zunächst einen maskierten empfangenen elektronischen Münzdatensatz erzeugen und sich durch die Überwachungsinstanz die Gültigkeit der maskierten elektronischen Münzdatensatz bestätigen lassen. Ein großer Vorteil dieser erfmdungsgemäßen Lösung ist, dass das digitale Geld auf Endgeräte, Händler, Banken und andere Nutzer des Systems verteilt wird, aber kein digitales Geld oder weitere Metadaten bei der Überwachungsinstanz - also einer gemeinsamen Instanz - gespeichert wird. Die Überwachungsinstanz kann dabei vorzugsweise auch einen Gültigkeits Status der maskierten elektronischen Münzdatensätze speichern und/oder Markierungen über durchgeführte und geplante Verarbeitungen des maskierten elektronischen Münzdatensatzes enthalten. Aus den Markierungen zu den Verarbeitungen kann ein Status des jeweiligen maskierten elektronischen Münzdatensatzes abgeleitet werden, der angibt, ob der entsprechende (unmaskierte) elektronische Münzdatensatz gültig, d.h. zahlungsbereit ist.
Die vorgeschlagene Lösung kann in bestehende Zahlsysteme und Infrastrukturen eingebunden werden. Insbesondere kann eine Kombination aus analoge Zahlungsvorgänge mit Geldscheinen und Münzen und digitale Zahlungsvorgänge gemäß der vorliegenden Lösung vorliegen. So kann ein Bezahlvorgang mit Banknoten und/ oder Münzen erfolgen, das Wechselgeld bzw. Rückgeld liegt aber als elektronischer Münzdatensatz vor. Zur Transaktion können beispielsweise ATMs mit entsprechender Konfiguration, insbesondere mit geeigneter Kommunikationsschnittstelle, und/ oder mobile Endgeräte vorgesehen sein. Weiterhin ist ein Umtausch von elektronischem Münzdatensatz in Banknoten bzw. Münzen denkbar.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER FIGUREN
Nachfolgend wird anhand von Figuren die Erfindung bzw. weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung näher erläutert, wobei die Figuren lediglich Ausführungsbeispiele der Erfindung beschreiben. Gleiche Bestandteile in den Figuren werden mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Die Figuren sind nicht als maßstabsgetreu anzusehen, es können einzelne Elemente der Figuren übertrieben groß bzw. übertrieben vereinfacht dargestellt sein.
Es zeigen:
Fig.l ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems gemäß der Erfindung;
Fig.2 ein Ausführungsbeispiel einer Überwachungsinstanz;
Fig.3 ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems gemäß der Erfindung zum Aufteilen und Umschalten von elektronischen Münzdatensätzen;
Fig.4 ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems gemäß der Erfindung zum Verbinden von elektronischen Münzdatensätzen;
Fig.5 ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrensablaufdiagramms eines erfindungsgemäßen Verfahrens und entsprechenden Verarbeitungsschritte eines Münzdatensatzes;
Fig.6 ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrensablaufdiagramms eines erfindungsgemäßen Verfahrens und entsprechenden Verarbeitungsschritte eines Münzdatensatzes;
Fig.7 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Verfahrensablaufdiagramms eines erfindungsgemäßen Verfahrens.
FIGURENBESCHREIBUNG
Fig.l zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems mit Endgeräten Ml und M2 gemäß der Erfindung.
Dabei wird in einer Herausgeberinstanz 1, beispielsweise einer Zentralbank, ein elektronischer Münzdatensatz Ci erzeugt. Zu dem elektronischen Münzdatensatz Ci, der einen Verschleierungsbetrag umfasst, wird ein maskierter elektronische Münzdatensatz Zi erzeugt und in einer Datenbank 2 als Überwachungsinstanz registriert, die hier als „Verschleierter- elektronischer-Datensatz-Ledger“ bezeichnet wird. Als Ledger wird im Rahmen dieser Erfindung eine Liste, ein Verzeichnis, vorzugsweise eine Datenbankstruktur verstanden. Der elektronische Münzdatensatz Ci wird an ein erstes Endgerät Ml ausgegeben.
Beispielsweise wurde dazu als Verschleierungsbetrag n eine echte Zufallszahl erzeugt. Diese Verschleierungsbetrag n wird mit einem monetären Betrag Ui verknüpft und bildet sodann einen erfindungsgemäßen i-ten elektronischen Münzdatensatz:
Ci = (Vi,· ri} (1)
Ein gültiger elektronischer Münzdatensatz kann zur Bezahlung eingesetzt werden. Der Besitzer der beiden Werte u,· und n ist daher bereits im Besitz des digitalen Geldes, weil er es zur Bezahlung einsetzen kann. Im System ist das digitale Geld aber definiert durch ein Paar bestehend aus einem gültigen elektronischen Münzdatensatz und einem entsprechenden maskierten elektronischen Münzdatensatz Zi. Der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi wird durch Anwenden einer homomorphen Einwegfunktion f (Ci) gemäß Gleichung (2) erhalten:
Zi =f(Ci) (2)
Diese Funktion f (Ci) ist öffentlich, d.h. jeder Systemteilnehmer kann diese Funktion auffufen und verwenden. Diese Funktion f (Ci) ist gemäß Gleichung (3) definiert:
Zi Vi H + T G (3) wobei H und G Generatorpunkte einer Gruppe G, in der das diskrete Logarithmusproblem schwer ist, mit den Generatoren G und H, für die der diskrete Logarithmus der jeweils anderen Basis unbekannt ist. Beispielsweise sind G und H Generatorpunkte einer elliptischen Kurvenverschlüsselung, ECC, - also private Schlüssel der ECC, sind. Diese Generatorpunkte G und FI müssen in der Art gewählt werden, dass der Zusammenhang von G und H nicht öffentlich bekannt ist, sodass bei:
G = h · H (4) die Verknüpfung n praktisch nicht auffindbar sein darf, um zu verhindern, dass der monetäre Betrag u; manipuliert wird und trotzdem ein gültiges Z; berechnet werden könnte. Die Gleichung (3) ist ein„Pederson-Commitment für ECC“, das sicherstellt, dass der monetäre Betrag nt einer Überwachungsinstanz 2 zugestanden, also „commited“, werden kann, ohne diesen der Überwachungsinstanz 2 zu offenbaren. Der öffentlichen und entfernten Überwachungsinstanz 2 wird daher nur der maskierte Münzdatensatz Zi zugesendet (offenbart).
Auch wenn im vorliegenden Beispiel eine Verschlüsselung basierend auf elliptischen Kurven beschrieben ist bzw. wird, so wäre auch ein anderes kryptographische Verfahren denkbar, welches auf einem diskreten logarithmischen Verfahren beruht.
Die Gleichung (3) ermöglicht durch die Entropie des Verschleierungsbetrags n, dass auch bei kleinem Wertebereich für monetäre Beträge u; ein kryptografisch starkes Zi erhalten wird. Somit ist ein einfacher Brute-Force- Angriff durch bloßes Schätzen von monetäre Beträge vi praktisch nicht möglich.
Die Gleichung (3) ist eine Einwegfunktion, das heißt, dass die Berechnung von Zi aus Ci einfach ist, da ein effizienter Algorithmus existiert, wohingegen die Berechnung von Ci ausgehend von Zi sehr schwer ist, da kein in polynomialer Zeit lösbarer Algorithmus existiert.
Zudem ist die Gleichung (3) homomorph für Addition und Subtraktion, das heißt es gilt:
Somit können Additions-Operationen und Subtraktions-Operationen sowohl in der Direkttransaktionsschicht 3 also auch parallel in der Buchhaltungsschicht 4 ausgeführt werden, ohne dass die Buchhaltungsschicht 4 Kenntnis von den elektronischen Münzdatensätzen Ci hat. Die homomorphe Eigenschaft der Gleichung (3) ermöglicht eine Buchhaltung von gültigen und ungültigen elektronischen Münzdatensätzen Ci auf alleiniger Basis der maskierten Münzdatensätze Zi zu führen und sicherzustellen, dass kein neuer monetärer Betrag vj geschaffen wurde.
Durch diese homomorphe Eigenschaft kann der Münzdatensatz Ci gemäß Gleichung (1) aufgeteilt werden in:
wobei gilt:
Für die entsprechenden maskierten Münzdatensätze gilt:
Mit Gleichung (9) kann beispielsweise auf einfache Weise eine„Aufteilen“- Verarbeitung bzw. ein„Aufteilen“- Verarbeitungsschritt eines Münzdatensatzes gemäß Fig. 3 geprüft werden, ohne dass die Überwachungsinstanz 2 Kenntnis von Ci, Cj, Ck hat. Insbesondere wird die Bedingung der Gleichung (9) geprüft, um aufgeteilte Münzdatensätze Cj und Ck für gültig zu erklären und
den Münzdatensatz Ci für ungültig zu erklären. Ein derartiges Aufteilen eines elektronischen Münzdatensatzes Ci ist in Fig. 3 gezeigt.
Auf die gleiche Weise können elektronische Münzdatensätze auch zusammengefügt (verbunden) werden, siehe dazu Fig. 4 und die Erläuterungen dazu.
Zusätzlich gilt es zu prüfen, ob (nicht erlaubte) negative monetäre Beträge registriert werden. Ein Besitzer eines elektronischen Münzdatensatzes Ci muss dabei der Überwachungsinstanz 2 nachweisen können, dass alle monetären Beträge Ui in einer Verarbeitungs-Operation innerhalb eines Wertebereichs von [0, ..., n] liegen, ohne der Überwachungsinstanz 2 dabei die monetären Beträge Ui mitzuteilen. Diese Bereichsnachweise werden auch„Range-Proofs“ genannt. Als Bereichsnachweise werden bevorzugt Ringsignaturen (engl ring signature) verwendet. Für das vorliegende Ausführungsbeispiel werden sowohl der monetäre Wert als auch der Verschleierungsbetrag eines elektronischen Münzdatensatzes in Bitdar Stellung aufgelöst, d.h. U =Saj*2 für 0£j£n und aj„element“ {0; 1 } sowie ri=åbj*2J für 0£j£n und bj„element“ {0; 1}. Für jedes Bit wird vorzugsweise eine Ringsignatur mit Cij=aj-H+bj-G und Cij-ajH durchgeführt, wobei in einer Ausgestaltung vorgesehen sein kann, nur für bestimmte Bits eine Ringsignatur durchzuführen.
Nicht dargestellt ist in Fig. 1 und erst später erläutert wird, dass neue elektronische Münzdatensätze Ci bevorzugt nicht direkt an Endgeräte ausgegeben werden, sondern beispielsweise zunächst an eine Geschäftsbank.
In Fig. 1 wird ein elektronischer Münzdatensatz Ci von der Fierausgeberinstanz 1 erzeugt und mittels der Gleichung (3) ein maskierter elektronischer Münzdatensatz Z; von der Herausgeberinstanz 1 errechnet und dieser in der Überwachungsinstanz 2 registriert. Im Anschluss überträgt das erste Endgerät Ml den elektronischen Münzdatensatz Ci an ein zweites Endgerät M2. Zuvor könnte das Endgerät optional einen der Verarbeitungs-Schritte (Umschalten, Verbinden, Aufteilen) ausführen. Die Übertragung erfolgt beispielsweise drahtlos über WLAN, NFC oder Bluetooth. Die Übertragung kann durch kryptografische Verschlüsselungsverfahren zusätzlich abgesichert sein, indem beispielsweise ein Sitzungsschlüssel ausgehandelt wird oder eine PKI-Infrastruktur angewendet wird.
Im zweiten Endgerät M2 wird der übertragene elektronische Münzdatensatz Ci als Ci * erhalten. Mit dem Erhalt des elektronischen Münzdatensatzes Ci * ist das zweite Endgerät M2 im Besitz des digitalen Geldes, den der elektronische Münzdatensatz Ci * repräsentiert. Wenn sich beide Endgeräte gegenseitig vertrauen, sind keine weiteren Schritte notwendig, um das Verfahren zu beenden. Allerdings ist dem Endgerät M2 nicht bekannt, ob der elektronische Münzdatensatz Ci *
tatsächlich gültig ist. Zudem könnte das Endgerät Ml den elektronischen Münzdatensatz Ci auch noch einem dritten Endgerät (nicht dargestellt) übertragen. Um dies zu verhindern sind weitere bevorzugte Schritte im Verfahren vorgesehen.
Zum Prüfen der Validität des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes Ci * wird im zweiten Endgerät M2 mit der - öffentlichen - Einwegfunktion aus Gleichung (3) der maskierte übertragene elektronische Münzdatensatz Zi * errechnet. Der maskierte übertragene elektronische Münzdatensatz Zi * wird dann an die Überwachungsinstanz 2 übertragen und dort gesucht. Bei Übereinstimmung mit einem registrierten und gültigen maskierten elektronischen Münzdatensatz wird dem zweiten Endgerät M2 die Validität des erhaltenen Münzdatensatzes Ci * angezeigt und es gilt, dass der erhaltene elektronische Münzdatensatz Ci * gleich dem registrierten elektronischen Münzdatensatz Ci ist. Mit der Prüfung auf Validität kann in einer Ausgestaltung festgestellt werden, dass der erhaltene elektronische Münzdatensatz Ci * noch gültig ist, d.h., dass er nicht bereits durch einen anderen Verarbeitungsschritt oder bei einer anderen Transaktion bereits verwendet wurde und/ oder einer weiteren Veränderung unterworfen war.
Bevorzugt findet danach ein Umschalten des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes durch das zweite Endgerät statt.
Es gilt für das erfindungsgemäße Verfahren, dass die alleinige Kenntnis eines maskierten elektronischen Münzdatensatzes Zi nicht dazu berechtigt, das digitale Geld auszugeben. Die alleinige Kenntnis des elektronischen Münzdatensatzes Ci berechtigt aber zum Bezahlen, d.h. eine Transaktion erfolgreich durchzuführen, insbesondere wenn der Münzdatensatz Ci gültig ist. Es herrscht eine 1-zu-l Beziehung zwischen den elektronischen Münzdatensätzen Ci und den entsprechenden maskierten elektronischen Münzdatensätzen Z;. Die maskierten elektronischen Münzdatensätze Zi werden in der Überwachungsinstanz 2, beispielsweise einer öffentlichen dezentralen Datenbank, registriert. Durch dieses Registrieren wird zunächst die Gültigkeit des Datensatzes prüfbar, beispielsweise ob neue monetäre Beträge (illegaler Weise) erschaffen wurden.
Ein Hauptunterscheidungsmerkmal gegenüber konventionellen Lösungen ist, dass die maskierten elektronischen Münzdatensätze Zi in einer Überwachungsschicht 4 gespeichert werden und alle Verarbeitungen an dem elektronischen Münzdatensatz Zi dort registriert werden, wohingegen die tatsächliche Übertragung des digitalen Geldes in einer (geheimen, d.h. einer der Öffentlichkeit nicht bekannten) Direkttransaktionsschicht 3 erfolgt.
Um ein mehrfaches Ausgeben zu verhindern oder um ein flexibleres Übertragen zu gewährleisten, können die elektronischen Münzdatensätze nunmehr im erfindungsgemäßen
Verfahren verarbeitet werden. In der nachfolgenden Tabelle 1 sind die einzelnen Operationen aufgelistet, wobei mit dem angegebenen Befehl auch ein entsprechender Verarbeitungsschritt ausgeführt wird:
Tabelle 1— Anzahl von Operationen, die pro Verarbeitung eines Münzdatensatzes im Endgerät bzw.
Herausgeberinstanz durchzuführen sind; Weitere Operationen, die hier nicht aufgeführt sind, werden benötigt; Anstelle der angeführten Implementierung sind andere Umsetzungen denkbar, die andere Operationen implizieren
Die obige Tabelle 1 zeigt, dass für jeden Münzdatensatz, jede der Verarbeitungen„Erstellen“, „Deaktivieren“, „Aufteilen“, „Verbinden“ und „Umschalten“ verschiedene Operationen „Signatur erstellen“; „Zufallszahl erstellen“; „Maskierung erstellen“; „Bereichsprüfung“ vorgesehen sein können, wobei jede der Verarbeitungs-Operation in der Überwachungsinstanz 2 registriert wird. Sie kann dort in unveränderlicher Form an eine Liste vorheriger Verarbeitungs- Operationen für maskierte elektronische Münzdatensätze Zi angehängt werden. Die Operationen der Verarbeitungen „Erstellen“ und „Deaktivieren“ eines elektronischen Münzdatensatzes werden nur an sicheren Orten und/ oder nur von ausgewählten Instanzen, beispielsweise der Herausgeberinstanz 1, ausgeführt, während die Operationen aller übrigen Verarbeitungen auf den Endgeräten Ml bis M3 ausgeführt werden können.
Die Anzahl der Operationen für die einzelnen Verarbeitungen ist in der Tabelle 1 mit„0“,„1“ oder „2“ gekennzeichnet. Die Anzahl „0“ zeigt dabei an, dass das Endgerät bzw. die Herausgeberinstanz 1 diese Operation für diese Verarbeitung des elektronischen Münzdatensatzes nicht durchführen muss. Die Anzahl„1“ zeigt dabei an, dass das Endgerät bzw. die Herausgeberinstanz 1 diese Operation für diese Verarbeitung des elektronischen Münzdatensatzes einmal durchführen können muss. Die Anzahl„2“ zeigt dabei an, dass das Endgerät bzw. die Herausgeberinstanz 1 diese Operation zweimal für diese Verarbeitung des elektronischen Münzdatensatzes durchführen können muss.
Grundsätzlich kann in einer Ausgestaltung auch vorgesehen sein, dass eine Bereichsprüfung durch die Herausgeberinstanz 1 auch beim Erzeugen und/ oder Deaktivieren durchgeführt wird.
In der nachfolgenden Tabelle 2 sind für die einzelnen Verarbeitungen die für die Überwachungsinstanz 2 benötigten Operationen aufgelistet:
Tabelle 2 - Anzahl von Operationen, die pro Verarbeitung eines Münzdatensatzes in der Überwachungsinstanz durchzuführen sind; Weitere Operationen, die hier nicht aufgeführt sind, werden benötigt; Anstelle der angeführten
Implementierung sind andere Umsetzungen denkbar, die andere Operationen implizieren
Alle Operationen der Tabelle 2 können in der Überwachungsinstanz 2 durchgeführt werden, die als vertrauenswürdige Instanz, beispielsweise als dezentraler Server, insbesondere Distributed- Trusted-Server, für eine ausreichende Integrität der elektronischen Münzdatensätze sorgt.
Die Tabelle 3 zeigt die für die Systemteilnehmer im Bezahlsystem der Fig. 1 bevorzugt zu installierenden Komponenten:
Tabelle 3— Bevorzugte Einheiten in den Systemkomponenten
Tabelle 3 zeigt eine Übersicht über die bevorzugt zu verwendenden Komponenten in jedem Systemteilnehmer, also der Herausgeberinstanz 1, einem Endgerät Ml und der Überwachungsinstanz 2. Das Endgerät Ml kann als ein Wallet für elektronische Münzdatensätze, d.h. als elektronische Geldbörse, also ein Datenspeicher des Endgeräts, in dem eine Vielzahl von Münzdatensätzen hinterlegt sein können, ausgebildet sein und beispielsweise in Fonn einer Applikation auf einem Smartphone oder IT-System eines Händlers, einer Geschäftsbank oder eines anderen Marktteilnehmers implementiert sein und einen elektronischen Münzdatensatz senden oder empfangen. Somit sind die Komponenten in dem Endgerät, so wie sie in Tabelle 3 gezeigt sind, als Software implementiert. Es wird davon ausgegangen, dass die Überwachungsinstanz 2 auf einer DLT basiert und von einer Reihe vertrauenswürdiger Marktteilnehmer betrieben wird.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Überwachungsinstanz 2 der Fig. 1. In der Fig. 2 ist eine beispielhafte Datenbank in Form einer Tabelle dargestellt, in der die maskierten elektronischen Münzdatensätze Zi und ggf. - wie hier gezeigt - ihre Verarbeitungen registriert sind. In der einfachsten Ausgestaltung der Datenbank würden dagegen jeweils nur die aktuell gültigen maskierten Münzdatensätze Zi gespeichert sein. Die Überwachungsinstanz 2 ist bevorzugt lokal entfernt von den Endgeräten Ml bis M3 angeordnet und ist beispielsweise in einer Server- Architektur untergebracht.
Jede Verarbeitungs-Operation . für eine Verarbeitung (Erstellen, Deaktivieren, Aufteilen, Verbinden und Umschalten) wird dabei in der Überwachungsinstanz 2 registriert und dort in unveränderlicher Fonn an eine Liste vorheriger Verarbeitung-Operationen für maskierte elektronische Münzdatensätze Zi angehängt. Die einzelnen Operationen bzw. deren Prüfergebnis, also quasi die Zwischenergebnisse einer Verarbeitung, werden in der Überwachungsinstanz 2 festgehalten.
Die Verarbeitungen„Erstellen“ und„Deaktivieren“, die die Existenz des monetären Betrags ty an sich betreffen, also die Schaffung und die Vernichtung von Geld bedeuten, bedürfen einer zusätzlichen Genehmigung durch die Herausgeberinstanz 1, um in der Überwachungsinstanz 2 registriert (und protokolliert) zu werden. Die übrigen Verarbeitungsoperationen (Aufteilen, Verbinden, Umschalten) bedürfen keiner Autorisierung durch die Herausgeberinstanz 1 oder durch den Befehlsinitiator (= Zahler, bspw. das erste Endgerät Ml).
Eine Registrierung der jeweiligen Verarbeitung in der Überwachungsinstanz 2 wird beispielsweise durch entsprechende Listeneinträge in der Datenbank gemäß Fig. 2 realisiert. Jeder Listeneintrag hat dabei weitere Markierungen 25 bis 28, die die Zwischenergebnisse der jeweiligen Verarbeitung dokumentiert, die von der Überwachungsinstanz 2 durchgeführt werden
müssen. Bevorzugt werden die Markierungen 25 bis 28 als Hilfestellung benutzt und nach Abschluss der Befehle von der Überprüfungsinstanz verworfen. Was bleibt sind dann nicht dargestellte Markierungen über die Gültigkeit der (maskierten) elektronischen Münzdatensätze aus den Spalten 22a, 22b, 23a und/oder 23b. Die Markierungen sind bei Eingehen eines Verarbeitung-Befehls beispielsweise im Zustand
und werden nach erfolgreichem Absolvieren aller Prüfungen auf den Zustand„1“ gesetzt und bei mindestens einer gescheiterten Prüfung auf den Zustand„0“ gesetzt. Eine mögliche Struktur für einen Listeneintrag eines Münzdatensatzes umfasst beispielsweise zwei Spalten 22a, 22b für einen Vorgänger- Münzdatensatz (Ol, 02), zwei Spalten 23a, 23b für einen Nachfolger-Münzdatensatz (Sl, S2), eine Signatur-Spalte 24 für Herausgeberinstanz(en) 1 , und vier Markierungsspalten 25 bis 28. Jeder der Einträge in den Spalten 25 bis 28 weist drei alternative Zustände
„1“ oder„0“ auf. Die Spalte 25 (O-Flag) zeigt an, ob eine Gültigkeitsprüfung bezüglich eines elektronischen Münzdatensatzes in Spalte 23a/b erfolgreich war. Der Zustand„1“ bedeutet, dass eine Validitäts- Prüfung ergab, dass der elektronische Münzdatensatz der Spalte 23a/b gültig ist und der Zustand „0“ anzeigt, dass eine Validitäts-Prüfung ergab, dass der elektronische Münzdatensatz der Spalte 23a/b ungültig und der Zustand anzeigt, dass eine Validitäts-Prüfung noch nicht abgeschlossen ist. Die Spalte 26 (C-Flag) zeigt an, ob die eine Berechnung zur Prüfung der Betragsneutralität der maskierten elektronischen Münzdatensätze erfolgreich war. Der Zustand „1“ bedeutet, dass eine Berechnung erfolgreich war und der Zustand„0“ gibt an, dass die Berechnung nicht erfolgreich war und der Zustand
anzeigt, dass die Berechnung noch nicht abgeschlossen ist.
Die in Spalte 26 durchzuführende Berechnung lautet beispielsweise:
Die Spalte 27 (R-Flag) zeigt an, ob eine Prüfung der Bereichsnachweise oder des Bereichsnachweises erfolgreich war, wobei Zustand„1“ bedeutet, dass eine Validitäts-Prüfung ergab, dass die Bereichsnachweise oder der Bereichsnachweis nachzuvollziehen sind oder ist und der Zustand„0“ anzeigt, dass eine Validitäts-Prüfung ergab, dass die Bereichsnachweise oder der Bereichsnachweis nicht nachvollzogen werden konnten oder konnte und der Zustand„- “ anzeigt, dass eine Validitäts-Prüfung noch nicht abgeschlossen ist. Die Spalte 28 (S-Flag) zeigt die erfolgreiche Verifikation der Signatur an. Der Zustand„1“ bedeutet, dass eine Validitäts- Prüfung ergab, dass die Signatur als die der Herausgeberinstanz identifiziert werden konnte und der Zustand„0“ zeigt an, dass eine Validitäts-Prüfung ergab, dass die Signatur nicht als die der Herausgeberinstanz identifiziert werden konnte und der Zustand zeigt an, dass diese Validitäts-Prüfung noch nicht abgeschlossen ist.
Eine Änderung des Status eines der Markierungen (auch als„Flag“ bezeichnet) bedarf der Genehmigung durch die Überwachungsinstanz 2 und muss sodann unveränderlich in der Überwachungsinstanz 2 gespeichert werden. Eine Verarbeitung ist endgültig, wenn und nur wenn die erforderlichen Markierungen 25 bis 28 durch die Überwachungsinstanz 2 validiert wurden, d.h. nach der entsprechenden Prüfung vom Zustand„0“ in den Zustand„1“ oder den Zustand„1“ gewechselt wurden.
Um festzustellen, ob ein maskierter elektronischer Münzdatensatz Z gültig ist, sucht die Überwachungsinstanz 2 in der vorliegenden Variante nach der letzten Änderung, die den maskierten elektronischen Münzdatensatz betrifft. Es gilt, dass der maskierte elektronische Münzdatensatz Z gültig ist, wenn und nur wenn der maskierte elektronische Münzdatensatz Z für seine letzte Verarbeitung in einer der Nachfolger- Spalten 23a, 23b aufgeführt ist und diese letzte Verarbeitung die entsprechende endgültige Markierung 25 bis 28 aufweist. Es gilt auch, dass der maskierte elektronische Münzdatensatz Z gültig ist, wenn und nur wenn der maskierte elektronische Münzdatensatz Z für seine letzte Verarbeitung in einer der Vorgänger-Spalten 22a, 22b aufgeführt ist und diese letzte Verarbeitung fehlgeschlagen ist, also zumindest einer der entsprechend geforderten Zustände der Markierungen 25 bis 28 auf„0“ gesetzt ist.
Es gilt zudem, dass der maskierte elektronische Münzdatensatz Z für alle übrigen Fälle nicht gültig ist, beispielsweise, wenn der maskierte elektronische Münzdatensatz Z nicht in der Überwachungsinstanz 2 gefunden wird; oder wenn die letzte Verarbeitung des maskierten elektronischen Münzdatensatzes Z in einer der Nachfolger- Spalten 23a, 23b aufgeführt ist, diese letzte Verarbeitung aber nie endgültig wurde; oder wenn die letzte Verarbeitung des maskierten elektronischen Münzdatensatzes Z in einer der Vorgänger-Spalten 22a, 22b ist und diese letzte Verarbeitung endgültig ist.
Die Prüfungen durch die Überwachungsinstanz 2, um zu prüfen, ob eine Verarbeitung endgültig ist, werden durch die Spalten 25 bis 28 abgebildet: Der Zustand in der Spalte 25 zeigt an, ob der/die maskierten elektronischen Münzdatensätze gemäß Vorgänger- Spalten 22a, 22b gültig sind. Der Zustand in der Spalte 26 gibt an, ob die Berechnung zur Betragsneutralität, beispielsweise gemäß Gleichung (10), stimmt. Der Zustand in der Spalte 27 gibt an, ob die Bereichsnachweise für die maskierten elektronischen Münzdatensätze Z erfolgreich geprüft werden konnten. Der Zustand in Spalte 28 zeigt an, ob die Signatur in der Spalte 24 des maskierten elektronischen Münzdatensatzes Z eine gültige Signatur der Herausgeberinstanz 1 ist.
Der Zustand„0“ in einer Spalte 25 bis 28 zeigt dabei an, dass die Prüfung nicht erfolgreich war. Der Zustand„1“ in einer Spalte 25 bis 28 zeigt dabei an, dass die Prüfung erfolgreich war. Der Zustand in einer Spalte 25 bis 28 zeigt dabei an, dass keine Prüfung erfolgt ist. Die Zustände
können auch einen anderen Wert aufweisen, solange eindeutig zwischen Erfolg/Misserfolg einer Prüfung unterschieden werden kann und ersichtlich ist, ob eine bestimmte Prüfung durchgeführt wurde.
Beispielhaft sind fünf verschiedene Verarbeitungen definiert, die hier im Einzelnen erläutert werden. Dabei wird auf den entsprechenden Listeneintrag in Fig. 2 verwiesen.
Eine Verarbeitung ist beispielsweise„Erzeugen“ eines elektronischen Münzdatensatzes Ci. Das Erzeugen in der Direkttransaktionsschicht 3 durch die Herausgeberinstanz 1 beinhaltet das Wählen eines monetären Betrags vi und das Erstellen eines Verschleierungsbetrags n, wie mit Gleichung (1) bereits beschrieben wurde. Wie in Fig. 2 gezeigt, bedarf es bei der Verarbeitung „Erzeugen“ keiner Eintragungen/Markierungen in den Spalten 22a, 22b, 23b und 25 bis 27. ln der Nachfolger-Spalte 23a wird der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi registriert. Diese Registrierung erfolgt bevorzugt vor dem Übertragen an ein Endgerät Ml bis M3, insbesondere oder bereits beim Generieren durch die Herausgeberinstanz 1, wobei in beiden Fällen dazu die Gleichung (3) ausgeführt werden muss. Der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi ist beim Erstellen von der Herausgeberinstanz 1 signiert, diese Signatur ist in der Spalte 24 eingetragen, um sicherzustellen, dass der elektronische Münzdatensatz Ci tatsächlich von einer Herausgeberinstanz 1 erstellt wurde, wobei auch andere Verfahren dafür in Frage kommen. Stimmt die Signatur eines erhaltenen Zi mit der Signatur in Spalte 24 überein, so wird die Markierung in Spalte 28 gesetzt (von„0“ auf„1“).. Die Markierungen gemäß Spalte 25 bis 27 benötigen keine Statusänderung und können ignoriert werden. Der Bereichsnachweis wird nicht benötigt, da die Überwachungsinstanz 2 darauf vertraut, dass die Herausgeberinstanz 1 keine negativen monetären Beträge ausgibt. In einer alternativen Ausführung kann er aber von der Herausgeberinstanz 1 im Erstellen-Befehl mitgesendet werden und von der Überwachungsinstanz 2 geprüft werden.
Eine Verarbeitung ist beispielsweise„Deaktivieren“. Das Deaktivieren, also das Geldvemichten, bewirkt, dass der maskierte elektronische Münzdatensatz Z; nach erfolgreichem Ausfuhren des Deaktivieren-Befehls durch die Herausgeberinstanz 1 ungültig wird. Man kann also den zu deaktivierenden (maskierten) elektronischen Münzdatensatz in der Buchhaltungsschicht 4 also nicht mehr weiter verarbeiten. Um Verwirrung zu vermeiden, sollten die entsprechenden (unmaskierten) elektronische Münzdatensätze Ci auch in der Direkttransaktionsschicht 3 deaktiviert werden. Beim„Deaktivieren“ wird die Vorgängerspalte 22a mit dem elektronischen Münzdatensatz Zi beschrieben, aber keine Nachfolgerspalte 23a, 23b besetzt. Der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi ist beim Deaktivieren daraufhin zu prüfen, ob die Signatur mit der Signatur gemäß Spalte 24 übereinstimmt, um sicherzustellen, dass der elektronische Münzdatensatz Ci tatsächlich von einer Herausgeberinstanz 1 erstellt wurde, wobei wieder
andere Mittel für diese Prüfung verwendet werden können. Kann das signierte Zi, das im Deaktivieren-Befehl mitgesendet wird, als von der Herausgeberinstanz 1 signiert bestätigt werden, wird die Markierung 28 gesetzt (von„0“ auf„1“). Die Markierungen gemäß Spalte 26 bis 27 benötigen keine Statusänderung und können ignoriert werden. Die Markierungen gemäß Spalte 25 und 28 werden nach entsprechender Prüfung gesetzt.
Eine Verarbeitung ist beispielsweise „Aufteilen“. Das Aufteilen, also das Teilen eines elektronischen Münzdatensatzes Zi in zwei elektronische Münzteildatensätze Zj und Zk erfolgt zunächst in der Direkttransaktionsschicht 3, so wie es in Fig. 3 noch gezeigt wird, wobei die monetären Beträge Uj und des Verschleierungsbetrags rj generiert werden. Vk und rk ergeben sich über die Gleichungen (7) und (8). In der Überwachungsinstanz 2 werden die Markierungen 25 bis 27 gesetzt, die Vorgängerspalte 22a wird mit dem elektronischen Münzdatensatz Zi beschrieben, Nachfolgerspalte 23a wird mit Zj und Nachfolgerspalte 23b wird mit Zk beschrieben. Die gemäß Spalten 25 bis 27 benötigten Statusänderung erfolgen nach der entsprechenden Prüfung durch die Überwachungsinstanz 2 und dokumentieren das jeweilige Prüfungsergebnis. Die Markierung gemäß Spalte 28 wird ignoriert.
Eine Verarbeitung ist beispielsweise„Verbinden“. Das Verbinden, also das Zusammenfügen zweier elektronischer Münzdatensätze Zi und Zj zu einem elektronischen Münzdatensatz Zm erfolgt zunächst in der Direkttransaktionsschicht 3, so wie es in Fig. 4 noch gezeigt wird, wobei der monetäre Betrag vm und . der Verschleierungsbetrag rm berechnet werden. In der Überwachungsinstanz 2 werden die Markierungen 25 bis 27 gesetzt, die Vorgängerspalte 22a wird mit dem elektronischen Münzdatensatz Zi beschrieben, Vorgängerspalte 22b wird mit Zj und Nachfolgerspalte 23b wird mit Zm beschrieben. Die Markierungen in den Spalten 25 bis 27 benötigen Statusänderungen und die Überwachungsinstanz 2 führt die entsprechenden Prüfungen durch. Ein Bereichsnachweis muss erbracht werden, um zu zeigen, dass kein neues Geld generiert wurde. Die Markierung gemäß Spalte 28 wird ignoriert.
Eine Verarbeitung ist beispielsweise„Umschalten“. Das Umschalten ist dann nötig, wenn ein elektronischer Münzdatensatz auf ein anderes Endgerät übertragen wurde und ein erneutes Ausgeben durch das übertragende Endgerät (hier Ml) ausgeschlossen werden soll. Beim Umschalten, auch„switch“ genannt, wird der vom ersten Endgerät Ml erhaltene elektronische Münzdatensatz Ck gegen einen neuen elektronischen Münzdatensatz Ci mit gleichem monetärem Betrag ausgetauscht. Der neue elektronische Münzdatensatz Ci wird vom zweiten Endgerät M2 generiert. Dieses Umschalten ist notwendig, um die vom ersten Endgerät Ml erhaltenen elektronischen Münzdatensatz Ck zu invalidieren (ungültig machen), wodurch ein erneutes Ausgeben des gleichen elektronischen Münzdatensatzes Ck vermieden wird. Denn, solange der elektronische Münzdatensatz Ck nicht umgeschaltet ist, kann - da das erste Endgerät Ml in
Kenntnis des elektronischen Münzdatensatzes Ck ist - das erste Endgerät Ml diesen elektronischen Münzdatensatz Ck an ein drittes Endgerät M3 weitergeben. Das Umschalten erfolgt beispielsweise durch Hinzufügen eines neuen Verschleierungsbetrags radd zum Verschleierungsbetrag rk des erhaltenen elektronischen Münzdatensatz Ck, wodurch ein Verschleierungsbetrag n erhalten wird, die nur das zweite Endgerät M2 kennt. Dies kann auch in der Überwachungsinstanz 2 erfolgen. Um zu beweisen, dass nur einen neuen Verschleierungsbetrag radd zum Verschleierungsbetrag rk des maskierten erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes Zk hinzugefügt wurde, der monetäre Betrag aber gleichgeblieben ist, und also Gleichung (11):
Vk = VI (11) gilt, so muss das zweite Endgerät M2 nachweisen können, dass sich Z1-Zk als skalares Vielfaches von G also als radd*G darstellen lässt. Das heißt, dass nur ein Verschleierungsbetrag radd erzeugt wurde und der monetäre Betrag von Z1 gleich dem monetären Betrag von Zk ist, also Zi=Zk+ radd*G. Dies erfolgt durch das Erzeugen einer Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel Zi- Zk=radd*G.
In Fig. 3 ist ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems gemäß der Erfindung zum Aufteilen und Umschalten von elektronischen Münzdatensätzen gezeigt. In Fig. 3 hat das erste Endgerät Ml den Münzdatensatz Ci erhalten und möchte . nun eine Bezahl transaktion nicht mit dem gesamten monetären Betrag Ui, sondern nur mit einem Teil Vk davon durchfuhren. Dazu wird der Münzdatensatz Ci aufgeteilt. Dazu wird zunächst der monetäre Betrag geteilt:
Vi = Vj + Vk (12)
Dabei muss jeder der erhaltenen Beträge nj, vk, größer 0 sein, denn negative monetäre Beträge sind nicht zulässig. Zudem werden neue Verschleierungsbeträge abgeleitet: ri- = rj + rk (13)
Dann werden die maskierten Münzdatensätze Zj und Zk gemäß Gleichung (3) aus den Münzdatensätzen Cj und Ck erhalten und in der Überwachungsinstanz 2 registriert. Für das Aufteilen werden die Vorgängerspalte 22a mit dem Münzdatensatz Zi, die Nachfolgerspalte 23a mit Zj und die Nachfolgerspalte 23b mit Zk beschrieben. Die Markierungen in den Spalten 25 bis 27 benötigen Statusänderung und die Überwachungsinstanz 2 führt die entsprechenden Prüfungen durch. Die Markierung gemäß Spalte 28 wird ignoriert.
Dann wird ein Münzdatensatz, hier Ck vom ersten Endgerät Ml and das zweite Endgerät M2 übertragen. Um ein doppeltes Ausgeben zu verhindern, ist eine Umschalt-Operation sinnvoll, um den vom ersten Endgerät Ml erhaltenen elektronischen Münzdatensatz Ck gegen einen neuen elektronischen Münzdatensatz Ci mit gleichem monetären Betrag auszutauschen. Der neue elektronische Münzdatensatz Ci wird vom zweiten Endgerät M2 generiert. Dabei wird der monetäre Betrag des Münzdatensatzes Ci übernommen und nicht verändert, siehe Gleichung (11). Dann wird gemäß Gleichung (14) ein neuer Verschleierungsbetrag radd zum Verschleierungsbetrag rk des erhaltenen elektronischen Münzdatensatz Ck hinzugefügt,
wodurch ein Verschleierungsbetrag n erhalten wird, die nur das zweite Endgerät M2 kennt. Um zu beweisen, dass nur ein neuer Verschleierungsbetrag radd zum Verschleierungsbetrag rk des erhaltenen elektronischen Münzdatensatz Zk hinzugefügt wurde, der monetäre Betrag aber gleichgeblieben ist (vk = v1 ), muss das zweite Endgerät M2 nachweisen können, dass sich Z1-Zk als Vielfaches von G darstellen lässt. Dies erfolgt mittels öffentlicher Signatur Radd gemäß Gleichung (15):
wobei G der Generatorpunkt der ECC ist. Dann wird der umzuschaltende Münzdatensatz Ci maskiert mittels der Gleichung (3), um den maskierten Münzdatensatz Zi zu erhalten. In der Überwachungsinstanz 2 kann dann die private Signatur radd genutzt werden um beispielsweise den maskierten umzuschaltenden elektronischen Münzdatensatz Zi zu signieren,, was als Beweis gilt, dass das zweite Endgerät M2 nur ein Verschleierungsbetrag radd zum maskierten elektronischen Münzdatensatz hinzugefügt hat und keinen zusätzlichen monetären Wert, d.h. vi = Vk.
Der Beweis lautet wie folgt:
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Bezahlsystems gemäß der Erfindung zum Verbinden von elektronischen Münzdatensätzen. Dabei werden im zweiten Endgerät M2 die beiden Münzdatensätze Ci und Cj erhalten. In Anlehnung an das Aufteilen gemäß Fig. 3 wird nun ein
neuer Münzdatensatz Zm erhalten, indem sowohl die monetären Beträge als auch der Verschleierungsbetrag der beiden Münzdatensätze Ci und Cj addiert werden. Dann wird der erhaltene zu verbindende Münzdatensatz Cm maskiert und der maskierte Münzdatensatz Zm wird in der Überwachungsinstanz registriert.
In den Figuren 3 und 4 wird wiederum die Variante einer Datenbank der Überwachungsinstanz 2 dargestellt, die eine Liste von Verarbeitungen der maskierten Münzdatensätze enthält. Andere Varianten einer Datenbank, beispielsweise maskierte Münzdatensätze mit Status oder nur gültige maskierte Münzdatensätze, sind ebenso - wie zu Fig. 2 bereits erwähnt - einsetzbar.
In Fig. 5 bis 7 ist jeweils ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrensablaufdiagramms eines erfindungsgemäßen Verfahrens 100. Nachfolgend werden die beiden Figuren 5 und 6 gemeinsam erläutert.
Die Schritte 101 bis 104 sind optional für das weitere Verfahren und werden am Beispiel des Endgerätes Ml beschrieben. In den optionalen Schritten 101 und 102 wird ein Münzdatensatz angefragt und seitens der Herausgeberinstanz 1 - hier dem ersten Endgerät Ml - nach Erstellen des elektronischen Münzdatensatzes bereitgestellt. Ein signierter maskierter elektronischer Münzdatensatz wird im Schritt 103 an die Überwachungsinstanz 2 gesendet. In Schritt 103 erfolgt ein Maskieren des erhaltenen elektronischen Münzdatensatzes Ci gemäß der Gleichung (3) und wie in Fig. 1 erläutert. Dann wird im Schritt 104. der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi in der Überwachungsinstanz 2 registriert. Es könnte vorgesehen werden, dass maskierte elektronische Münzdatensätze in der Überwachungsinstanz erst gültig sind, wenn sie von einem Teilnehmer, wie Endgerät oder Server, registriert werden. Alternativ kann - wie zu Fig. 1 erläutert - der maskierte elektronische Münzdatensatz Zi in der Überwachungsinstanz 2 bereits nach Schritt 102 als gültiger maskierter elektronischer Münzdatensatz registriert sein. Optional kann das Endgerät Ml den erhaltenen elektronischen Münzdatensatz mit Schritt 104 umschalten, wie es jedoch näher erst zu Schritt 108 beschrieben wird.
In Schritt 105 erfolgt das Übertragen des Münzdatensatzes Ci in der Direkttransaktionsschicht 3 an das zweite Endgerät M2. In den optionalen Schritten 106 und 107 erfolgt eine Validitätsprüfung mit vorheriger Maskierung, bei der im Gutfall die Überwachungsinstanz 2 die Gültigkeit des Münzdatensatzes Z; bzw. Ci bestätigt wird.
In Schritt 108 erfolgt das Umschalten eines erhaltenen Münzdatensatzes Ck (es könnte natürlich auch der erhaltene Münzdatensatz Ci umgeschaltet werden) auf einen neuen Münzdatensatz Ci, wodurch der Münzdatensatz Ck ungültig wird und ein Doppeltausgeben verhindert wird. Dazu wird der monetäre Betrag Ok des übertragenen Münzdatensatzes Ck als„neuer“ monetärer Betrag
DI verwendet. Zudem wird, wie bereits mit Gleichungen (14) bis (17) erläutert, der Verschleierungsbetrag n erstellt. Der zusätzliche Verschleierungsbetrag radd wird verwendet, um zu beweisen, dass kein neues Geld (in Form eines höheren monetären Betrags) von dem zweiten Endgerät M2 generiert wurde. Dann wird unter anderem der maskierte umzuschaltende Münzdatensatz Zi an die Überwachungsinstanz 2 gesendet und das Umschalten von Ck auf Ci beauftragt.
Im Schritt 108‘ erfolgt die entsprechende Prüfung in der Überwachungsinstanz 2. Dabei wird Zk in die Spalte 22a gemäß Tabelle in Fig. 2 eingetragen und in Spalte 23b der umzuschreibende Münzdatensatz Zi. Es erfolgt sodann eine Prüfung in der Überwachungsinstanz 2, ob Zk (noch) gültig ist, also ob die letzte Verarbeitung von Zk in einer der Spalten 23a/b eingetragen ist (als Beweis dafür, dass Zk nicht weiter aufgeteilt oder deaktiviert oder verbunden wurde) und ob eine Prüfung für die letzte Verarbeitung fehlgeschlagen ist. Zudem wird Zi in die Spalte 23b eingetragen und die Markierungen in den Spalten 25, 26, 27 werden zunächst auf„0“ gesetzt. Nun erfolgt eine Prüfung, ob Zi gültig ist, wobei dabei die Prüfung gemäß Gleichungen (16) und (17) verwendet werden können. Im Gutfall wird die Markierung in Spalte 25 auf„1“ gesetzt, ansonsten auf„0“. Nun erfolgt eine Prüfung, die Berechnung gemäß Gleichung (10) ergibt, dass Zk und Zi gültig sind und entsprechend wird die Markierung in Spalte 26 gesetzt. Weiterhin wird geprüft, ob die Bereiche schlüssig sind, sodann wird die Markierung in Spalte 27 gesetzt. Wenn alle drei Prüfungen erfolgreich waren, und dies entsprechend unveränderlich in der Überwachungsinstanz 2 festgehalten wurde, gilt der Münzdatensatz als umgeschaltet. D.h. der Münzdatensatz Ck ist nicht mehr gültig und ab sofort ist der Münzdatensatz Ci gültig. Ein Doppeltausgeben ist nicht mehr möglich, wenn ein drittes Endgerät M3 die Validität des (doppelt ausgegebenen) Münzdatensatz an der Überwachungsinstanz 2 erfragt.
In der Regel werden - abweichend von der Darstellung in Figur 5 - die von der Herausgeberinstanz erstellten elektronischen Münzdatensätze Ci an eine Instanz (wie Server, Rechner ...) einer Geschäftsbank übertragen (ausgegeben). Die (Server-)Instanz der Geschäftsbank stellt die elektronischen Münzdatensätze für Endgeräte bereit. Das Endgerät Ml fordert und erhält dann in den Schritten 101 und 102 den elektronischen Münzdatensatz von der Instanz der Geschäftsbank. Insbesondere wenn das Endgerät Ml den elektronischen Münzdatensatz Ci von einem Server einer Geschäftsbank anfordert und erhält, ist ein Umschalten bereits in Schritt 104 sinnvoll.
Im Schritt 109 erfolgt ein Verbinden von zwei Münzdatensätzen Ck und Ci auf einen neuen Münzdatensatz Cm, wodurch die Münzdatensätze Ck, Ci ungültig werden und ein Doppeltausgeben verhindert wird. Dazu wird der monetäre Betrag vm aus den beiden monetären Beträgen vk und vi gebildet. Dazu wird der Verschleierungsbetrag rm aus den beiden
Verschleierungsbeträgen rk und gebildet. Zudem wird mittels Gleichung (3) der maskierte zu verbindende Münzdatensatz erhalten und dieser (mit anderen Informationen zusammen) an die Überwachungsinstanz 2 gesendet und das Verbinden als Verarbeitung erbeten.
Im Schritt 109‘ erfolgt die entsprechende Prüfung in der Überwachungsinstanz 2. Dabei wird Zm in die Spalte 23b gemäß Tabelle in Fig. 2 eingetragen. Es erfolgt sodann eine Prüfung in der Überwachungsinstanz 2, ob Zk und Zi (noch) gültig sind, also ob die letzte Verarbeitung von Zk oder Zi in einer der Spalten 23a/b eingetragen ist (als Beweis dafür, dass Zk und Zi nicht weiter aufgeteilt oder deaktiviert oder verbunden wurden) und ob eine Prüfung für die letzte Verarbeitung fehlgeschlagen ist. Zudem werden die Markierungen in den Spalten 25, 26, 27 zunächst auf„0“ gesetzt. Nun erfolgt eine Prüfung, ob Zm gültig ist, wobei dabei die Prüfung gemäß Gleichungen (16) und (17) verwendet werden können. Im Gutfall wird die Markierung in Spalte 25 auf„1“ gesetzt, ansonsten auf„0“. Nun erfolgt eine Prüfung, die Berechnung gemäß Gleichung (10) ergibt, dass Zi plus Zk gleich Zm ist und entsprechend wird die Markierung in Spalte 26 gesetzt. Weiterhin wird geprüft, ob die Bereiche schlüssig sind, sodann wird die Markierung in Spalte 27 gesetzt.
Im Schritt 110 erfolgt ein Aufteilen eines Münzdatensatz Ci in zwei Münzteildatensätzen Ck und Cj, wodurch der Münzdatensatz Ci ungültig gemacht wird und die beiden geteilten Münzteildatensätze gültig gemacht werden sollen. Dazu wird der monetäre Betrag vi in die beiden monetären Beträge vk und vj aufgeteilt. Dazu wird der Verschleierungsbetrag ri in die beiden Verschleierungsbeträge rk und rj aufgeteilt. Zudem werden mittels Gleichung (3) die maskierten Münzteildatensätze Zk und Zj erhalten und diese mit weiteren Informationen, beispielsweise den Bereichsprüfungen, an die Überwachungsinstanz 2 gesendet und das Aufteilen als Verarbeitung erbeten.
Im Schritt 110‘ erfolgt die entsprechende Prüfung in der Überwachungsinstanz 2. Dabei werden Zj und Zk in die Spalten 23a/b gemäß Tabelle in Fig. 2 eingetragen. Es erfolgt sodann eine Prüfung in der Überwachungsinstanz 2, ob Zi (noch) gültig ist, also ob die letzte Verarbeitung von Zi in einer der Spalten 23a/b eingetragen ist (als Beweis dafür, dass Z; nicht weiter aufgeteilt oder deaktiviert oder verbunden wurde) und ob eine Prüfung für die letzte Verarbeitung fehlgeschlagen ist. Zudem werden die Markierungen in den Spalten 25, 26, 27 zunächst auf„0“ gesetzt. Nun erfolgt eine Prüfung, ob Zj und Zk gültig sind, wobei dabei die Prüfung gemäß Gleichungen (16) und (17) verwendet werden können. Im Gutfall wird die Markierung in Spalte 25 auf„1“ gesetzt. Nun erfolgt eine Prüfung, die Berechnung gemäß Gleichung (10) ergibt, dass Zi gleich Zk plus Zj ist und entsprechend wird die Markierung in Spalte 26 gesetzt. Weiterhin wird geprüft, ob die Bereiche schlüssig sind, sodann wird die Markierung in Spalte 27 gesetzt.
Fig. 7 zeigt im Überblick noch einmal die Verfahrensschritte 101- 110‘ in einem Ablauf. Aus der Sicht des zweiten Endgerätes M2 wird ein elektronischer Münzdatensatz empfangen 105, der von dem Endgerät Ml registriert wurde 104. Mit diesem elektronischen Münzdatensatz wird ein weiterer (modifizierter) elektronischer Münzdatensatz für ein Umschalten, Verbinden oder Aufteilen erzeugt und maskiert 108-110. Die entsprechende Registrierungsanforderung wird an die Überwachungsinstanz gesendet, welche diese empfängt und verarbeitet 108‘-110‘. Ausgestaltungen für diese Schritte und für die gestrichelt dargestellten in den verschiedenen Varianten optionalen Schritte sind bereits hinreichend beschrieben. Im Rahmen der Erfindung können alle beschriebenen und/oder gezeichneten und/oder beanspruchten Elemente beliebig miteinander kombiniert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE