EP3949192A1 - System zur datenübertragung für ein nutzfahrzeug sowie verfahren hierzu - Google Patents

System zur datenübertragung für ein nutzfahrzeug sowie verfahren hierzu

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EP3949192A1
EP3949192A1 EP20715031.9A EP20715031A EP3949192A1 EP 3949192 A1 EP3949192 A1 EP 3949192A1 EP 20715031 A EP20715031 A EP 20715031A EP 3949192 A1 EP3949192 A1 EP 3949192A1
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EP
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EP20715031.9A
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Stefan PRAMS
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Knorr Bremse Systeme fuer Nutzfahrzeuge GmbH
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Knorr Bremse Systeme fuer Nutzfahrzeuge GmbH
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    • H04L1/22Arrangements for detecting or preventing errors in the information received using redundant apparatus to increase reliability
    • HELECTRICITY
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    • HELECTRICITY
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    • H04L12/00Data switching networks
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    • H04L12/40045Details regarding the feeding of energy to the node from the bus
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04LTRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
    • H04L1/00Arrangements for detecting or preventing errors in the information received
    • H04L1/08Arrangements for detecting or preventing errors in the information received by repeating transmission, e.g. Verdan system

Definitions

  • the strengths of the protection can be different in each case, so that in the later offsetting, i.e. in the comparison, an overall stronger protection, and with inverted data values, a higher resolution can be achieved.

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Small-Scale Networks (AREA)
  • Detection And Prevention Of Errors In Transmission (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System (10) zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug, mit wenigstens einem ersten Kommunikationspfad (12) und mit wenigstens einem zweiten Kommunikationspfad (14), wobei der erste Kommunikationspfad (12) ein erstes Absicherungsmodul (16) aufweist und wobei der zweite Kommunikationspfad (14) ein zweites Absicherungsmodul (18) aufweist, wobei das erste Absicherungsmodul (16) derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer ersten Weise über den ersten Kommunikationspfad (12) zu sendende Daten abzusichern, und wobei das zweite Absicherungsmodul (18) derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer zweiten, von der ersten Weise sich unterscheidenden Weise, über den zweiten Kommunikationspfad (14) zu sendende Daten abzusichern.

Description

BESCHREIBUNG
System zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug sowie Verfahren hierzu
Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Datenübertragung für ein
Nutzfahrzeug sowie ein Verfahren hierzu.
Systeme zur Datenübertragung in Nutzfahrzeugen sowie die entsprechenden Verfahren dienen zur sicheren Datenübertragung auf den Bordkommunikationsmitteln von
Fahrzeugen, insbesondere Nutzfahrzeugen. Dabei stellt sich insbesondere die Frage der Absicherung der Kommunikationswege elektronischer Systeme und Komponenten für derartige Fahrzeuge.
Die Anforderung, eine ausreichende Absicherung bereitzustellen, wird beispielsweise von Sicherheitsnormen der Automobilindustrie gestellt, wie beispielsweise der ISO 26262 sowie auch anderen Normen.
In Bezug zur Absicherung von Datenkommunikation existiert eine Reihe von
grundsätzlichen Methoden, die als Einzelmethoden allgemein verbreitet sind und von gängigen technischen Normen referenziert werden.
Etwa nennt die Sicherheitsnorm ISO 26262 eine Reihe solcher Methoden zur
Absicherung, wie„Information redundancy“,„Frame counter“ etc. (ISO 26262-5 Table D6).
Die konkrete Anwendung und Ausgestaltung der Methoden wird jedoch nicht vorgegeben und die Erreichung eines angemessenen Absicherungslevels wird dem Entwickler selbst überlassen.
Die Stärke einer Absicherung der Kommunikation mittels eines Protokolls hängt dabei von der genauen Ausgestaltung des Protokolls bzw. der Absicherungsmaßnahmen ab. Sie ist damit limitiert / beeinflusst, etwa durch die technischen Möglichkeiten der Protokoll (-konfiguration), der Sende-Einheit oder durch die Anforderungen an eine maximale Sendezeit (pro Messwert) etc.
Wünschenswert wäre es, die Absicherung der Kommunikationswege insgesamt zu verbessern, um Fernzugriffe und Manipulationen ausschließen zu können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein System zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Danach ist vorgesehen, dass ein System zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug bereitgestellt wird, mit wenigstens einem ersten Kommunikationspfad und mit wenigstens einem zweiten Kommunikationspfad, wobei der erste Kommunikationspfad ein erstes Absicherungsmodul aufweist und wobei der zweite Kommunikationspfad ein zweites Absicherungsmodul aufweist, wobei das erste Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer ersten Weise über den ersten
Kommunikationspfad zu sendende Daten abzusichern, und wobei das zweite
Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer zweiten, von der ersten Weise sich unterscheidenden Weise und/oder in einer zumindest teilweise identische Art und Weise, über den zweiten Kommunikationspfad zu sendende Daten abzusichern.
Die Erfindung basiert auf dem Grundgedanken, dass die grundliegenden
technologischen Möglichkeiten von Übertragungsprotokollen im Kontext redundanter Ausführungen der Kommunikationspfade in einer vorteilhaften Weise genutzt werden. Durch die Bereitstellung wenigstens zweier Kommunikationspfade wird bereits eine Redundanz erzielt. Dann soll aber eine Diversität bzgl. der Kommunikationsinhalte hinsichtlich Daten und Messdaten auf den redundanten Kommunikationskanälen erfolgen. Die Diversität betrifft hierbei auch die Ausgestaltung der
Absicherungsmaßnahmen der einzelnen redundanten Kommunikationswege. Dies ermöglicht eine erhöhte Absicherung der Kommunikation. Als Vorteile sind
insbesondere eine höhere Absicherung, ein geringeres residuales Risiko für
Bevölkerung und Nutzer der Geräte zu nennen. In Modelrechnungen in Anlehnung an die ISO 26262 konnte gezeigt werden, dass die Erfindung die Fähigkeit zur Erkennung von Kommunikationsfehlern (sog. Diagnoseabdeckung / diagnostic coverage) merklich erhöhen kann. Diese Erhöhung kann je nach Applikationskontext bei ca. 30% (relativ) oder weitaus höher liegen.
Der weitere Vorteil, der über die rein numerisch errechnete Erhöhung der
Diagnoseabdeckung hinausgeht, ist, dass eine (erhöhte) Absicherung gegen
Kommunikationsfehler hinsichtlich verschiedenartiger Ursachen geschaffen werden kann.
Als weitere Vorteile sind beispielsweise zu nennen, dass die Erreichung der
Anforderungen höherer Automotive Safety Integrity Level möglich wird. Zudem ist es möglich, neuere und weitere Technologien im Produkt sowie weitere Bauteile oder Protokolle entsprechend verwenden zu können. Auch ein größerer Umfang an benötigten Integritäts-Leveln mit gleicher Technologie bzw. gleichen Bauteilen wird ermöglicht. Hierdurch lassen sich Skaleneffekte im Einkauf, wie Kostenreduktion, Streamlining im Beschaffungsaufwand generell ein besseres Kostenmanagement erreichen. Ein weiterer Vorteil ist ebenfalls, dass durch eine Realisierung mit sog.„Off the shelf“ Komponenten insgesamt die Bereitstellung und Ausgestaltung der Systeme verbessert. Es ist keine Änderung hin zu einem Custom-protokoll nötig, d.h. also keinerlei selbstproduzierte Lösung nötig, da man auf bestehende Lösungen in neuer Kombination zurückgreifen kann. Insgesamt lässt sich so der Entwicklungsaufwand und auch der Änderungsaufwand verringern und auch gleichzeitig die Verfügbarkeit absichern.
Weiter ist es möglich, eine Einsparung von Bauteilen zu erreichen, etwa in der internen Fahrzeugkommunikation, wie beispielsweise der Can-Kommunikation (Can-Transmitter oder externe Micro- Controller, die in diesem Zusammenhang zu nennen wären).
Auch ist eine schnellere Daten/Messwertübermittlung im Sinne einer Refreshrate der Protokolle, der Updater-Rate, einer höheren Anzahl an Nachrichtenpakete oder Nutzdaten pro Zeit ermöglicht. Dies ergibt sich auch wegen einer kürzeren
„Telegrammlänge“ bei Aufrechterhaltung bzw. Erhöhung der Absicherung. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das erste Absicherungsmodul und das zweite Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet sind, dass der
Absicherungsgrad des ersten Absicherungsmoduls sich vom Absicherungsgrad des zweiten Absicherungsmoduls unterscheidet oder umgekehrt. Insbesondere soll erreicht werden, dass durch eine Diversität der Absicherung ein höherer Schutzgrad erreicht werden kann, als dies mit herkömmlichen Verfahren der Fall ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass durch das erste Absicherungsmodul und das zweite Absicherungsmodul eine asymmetrische Absicherung der abzusendenden Daten realisiert ist. Durch die Asymmetrie wird eine Verbesserung der Absicherung und damit ein höherer Schutzgrad erreicht. Gleichzeitig ist der Aufwand der
Absicherungsmaßnahmen insgesamt geringer, als dies bei einer symmetrischen
Absicherung, die aber gleichzeitig einen sehr hohen Schutzgrad anstrebt, der Fall ist.
Die Stärken der Absicherung können jeweils verschieden sein, so dass in der späteren Verrechnung, also im Abgleich, eine insgesamt stärkere Absicherung, bei invertierten Datenwerten auch eine höhere Auflösung, erreicht werden kann.
Die Daten können insbesondere Sensordaten sein und/oder umfassen. Sensordaten sind hier besonders vorteilhaft einzusetzen bzw. das vorgestellte System arbeitet mit Sensordaten insbesondere deshalb vorteilhaft, weil diese oft mit teilweise
sicherheitskritischen Laufzeit- und Timinganforderungen versehen sind, für welche anderen Absicherungsmethoden, wie etwa das Integrieren oder Vergleichen mehrerer hintereinander gesendeter Datenwerte, zeitlich problematisch und nachteilsbehaftet sind.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das erste Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Message-Counter-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann.
Insbesondere kann dabei eine Absicherung gegen eingeschobene und/oder verlorene und/oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete erfolgen. Denkbar ist beispielsweise, dass es sich bei den Message-Countern um sog. Rolling-Counters handelt, die eine Absicherung unter anderem gegen eingeschobene, verlorene oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete ermöglichen. Als Absicherungsstärke ist hier in
Anlehnung an die ISO 26262 beispielsweise eine mittlere Absicherungsstärke von 8bit zu nennen.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das erste Absicherungsmodul zusätzlich derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Information-Redundancy-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine
Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten Nachrichtenpaketen erfolgt. Hier kann es sich beispielsweise um eine sog. Information-Redundancy mittels Redundant Bits handeln, d.h. eine Absicherung eines Kleinteils der Nutzdaten durch wiederholtes (ggf.
invertiertes) Ablegen im Nachrichtenpaket. Als Stärke ist hier eine geringe Stärke von 4bit zu nennen.
Außerdem ist denkbar, dass das erste Absicherungsmodul zusätzlich derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine CRC-Information-Redundancy-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme erfolgt. Bei der Information-Redundancy („CRC“) erfolgt eine Absicherung der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme, deren Stärke aber deutlich von ihrer Länge an Bits abhängt. Als Stärke ist eine geringe Stärke von 4bit zu nennen.
Denkbar ist beispielsweise, dass der erste Kommunikationspfad identisch zum zweiten Kommunikationspfad ausgebildet ist.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das zweite Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Message-Counter-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann, insbesondere wobei eine Absicherung gegen eingeschobene und/oder verlorene und/oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete erfolgt. Außerdem ist denkbar, dass das zweite Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Information-Redundancy-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten Nachrichtenpaketen erfolgt.
Außerdem ist denkbar, dass das zweite Absicherungsmodul zusätzlich derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine CRC-Information-Redundancy-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine
Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme erfolgt.
Denkbar ist auch, dass die Information-Redundancy-Funktionalität des zweiten
Absicherungsmodul derart ausgestaltet und beschaffen ist, dass eine Absicherung des gesamten Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten Nachrichtenpaketen erfolgt.
Außerdem kann vorgesehen sein, dass weiter ein Abgleichmodul vorgesehen ist, dass derart beschaffen und eingerichtet ist, dass die mittels des ersten und zweiten
Absicherungsmoduls abgesicherten Daten nach erfolgtem Versand oder Empfang dieser Daten zumindest teilweise gegeneinander abgeglichen werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen nun anhand eines in den Zeichnungen näher dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Systems zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug;
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel eines Systems zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug; und Fig. 3 ein weiteres, drittes Ausführungsbeispiel eines Systems zur
Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug gemäß der vorliegenden
Erfindung.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines Systems 10 zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug (das Nutzfahrzeug ist nicht näher dargestellt).
Das System 10 weist dabei einen ersten Kommunikationspfad 12 und wenigstens einen zweiten Kommunikationspfad 14 auf.
Der erste Kommunikationspfad 12 weist dabei ein erstes Absicherungsmodul 16 auf.
Der zweite Kommunikationspfad 14 weist weiter ein zweites Absicherungsmodul 18 auf.
Das erste Absicherungsmodul 16 ist dabei derart beschaffen und eingerichtet, dass es in einer ersten Weise über den ersten Kommunikationspfad 12 zu sendende Daten absichern kann.
Das zweite Absicherungsmodul 18 ist dabei derart beschaffen und eingerichtet, dass dieses in einer zweiten, von der ersten Weise sich unterscheidenden Weise über den zweiten Kommunikationspfad 14 zu sendende Daten absichern kann.
Das System 10 kann beispielsweise Anwendung finden im Zusammenhang mit der Kommunikation von Daten von Positionssensoren an ein Steuergerät eines
Nutzfahrzeugs (electronic control unit (ECU)) bzw. einen Mikrocontroller (pC).
Eine Anwendung für die Kommunikation von Daten zwischen
Sensoren/hochintegrierten Hardware Elementen ist ebenfalls denkbar.
Außerdem ist es möglich, dass das System für die Kommunikation von Daten innerhalb der ECU oder zwischen Steuergeräten eingesetzt wird. Das System 10 kann wie folgt (mit Fokus auf Absicherungserhöhung) mit nicht- diversitärer Redundanz in den Absicherungsmaßnahmen ausgestaltet sein:
Der erste Kommunikationspfad 12 mit dem ersten Absicherungsmodul 16 ist dabei derart beschaffen und ausgestaltet, dass die folgenden Maßnahmen umgesetzt werden:
Als erste Maßnahme M1 der Kommunikationsabsicherung im ersten
Kommunikationspfad 12 werden MessageCounters („Rolling Counters“) eingesetzt, die eine Absicherung u.A. gegen eingeschobene, verlorene oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete (Stärke, in Anlehnung an IS026262: mittel, 8 Bit) bieten.
Als zusätzliche zweite Maßnahme M2 im ersten Kommunikationspfad 12 erfolgt eine Information Redundancy („Redundant Bits“), die eine Absicherung eines (kleinen) Teils der Nutzdaten durch wiederholtes (ggf. invertiertes) Ablegen im Nachrichtenpakte (Stärke: gering, 4 Bit) bietet.
Als weitere, zusätzliche dritte Maßnahme M3 im ersten Kommunikationspfad 12 erfolgt eine weitere Information Redundancy („CRC“), die eine Absicherung der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme realisiert, deren Stärke aber deutlich von ihrer Länge an Bits abhängt (Stärke: gering, 4 Bit).
Der zweite Kommunikationspfad 14 mit dem zweiten Absicherungsmodul 18 ist dabei derart beschaffen und ausgestaltet, dass er identisch wie der erste
Kommunikationspfad 12 mit dem ersten Absicherungsmodul 16 ausgebildet und abgesichert ist, d.h. der zweite Kommunikationspfad 14 mit dem zweiten
Absicherungsmodul 18 realisiert ebenfalls die Maßnahmen M1 , M2 und M3, in Fig. 1 mit den Bezugszeichen MT, M2‘ und M3‘ bezeichnet.
Durch den zweiten Kommunikationsweg (mit gleichen Maßnahmen) kann sich, eine nachgelagerte Abgleichlogik vorausgesetzt, die Gesamtabsicherungsstärke des
Nutzsignals zwar noch erhöhen, jedoch bleiben die grundlegenden Schwächen der Maßnahmen erhalten. So erbringt etwa (je nach Anforderung der Anwendung) die Maßnahme der„Redundant Bits“ für große Teile des (ggf. sicherheitskritischen)
Nutzdatenbereichs gar keine Absicherung.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Systems 110 zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug (das Nutzfahrzeug ist nicht näher dargestellt).
Das System 110 ist dabei hinsichtlich seiner strukturellen und funktionalen Merkmale identisch wie das System 10 gemäß Fig. 1 und wie vorstehend beschrieben
ausgebildet. Identische oder vergleichbare Merkmale sind einem um den Wert 100 erhöhten Bezugszeichen gekennzeichnet.
Es bestehen die folgenden Unterschiede:
Das System 110 kann wie folgt (mit Fokus auf Absicherungserhöhung) mit diversitärer Redundanz in den Absicherungsmaßnahmen ausgestaltet sein:
Als erste Maßnahme M1 der Kommunikationsabsicherung im ersten
Kommunikationspfad 112 werden MessageCounters („Rolling Counters“) eingesetzt, die eine Absicherung u.A. gegen eingeschobene, Verlorene oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete (Stärke, in Anlehnung an IS026262: mittel, 8 Bit) bieten.
Als zusätzliche zweite Maßnahme M2 im ersten Kommunikationspfad 112 erfolgt eine Information Redundancy („Redundant Bits“), die eine Absicherung eines (kleinen) Teils der Nutzdaten durch wiederholtes (ggf. invertiertes) Ablegen im Nachrichtenpakte (Stärke: gering, 4 Bit) bietet.
Als weitere, zusätzliche dritte Maßnahme M3 im ersten Kommunikationspfad 112 erfolgt eine weitere Information Redundancy („CRC“), die eine Absicherung der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme realisiert, deren Stärke aber deutlich von ihrer Länge an Bits abhängt (Stärke: gering, 4 Bit).
Abweichend von vorstehend beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist der zweite Kommunikationspfad 114 wie folgt abweichend ausgestaltet: Als erste Maßnahme M4 im zweiten Kommunikationspfad 114 erfolgt eine Information Redundancy („Redundant Bits“), die eine Absicherung des gesamten Teils der
Nutzdaten durch wiederholtes (ggf. invertiertes) Ablegen im Nachrichtenpakte (Stärke: hoch, 12bit) bietet.
Als weitere, zusätzliche zweite Maßnahme M5 im zweiten Kommunikationspfad 114 erfolgt eine weitere Information Redundancy („CRC“), die eine Absicherung der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme realisiert, deren Stärke aber deutlich von ihrer Länge an Bits abhängt (Stärke: gering, 4 Bit).
Die diversitäre Absicherung der Kommunikationsweg ermöglicht es einer
nachgelagerten Abgleichlogik die Stärken der Absicherungsmaßnahmen
gewinnbringend zu kombinieren. Bei geeigneter Auslegung wird in der Praxis das Fehlen eines MessageCounters im zweiten Kommunikationspfad 114 stark
vernachlässig-baren/keinen Einfluss auf die erreichbare Gesamtabsicherung während die Erhöhung der Information Redundancy einen großen Absicherungsgewinn bewirken können (etwa durch Redundanz aller oder aller ,Safety-Significant-Bits‘).
Ein Vorteil dieser Architektur ist, dass in dieser sogenannten diversitären Ausführung wird die (Mess)datenübermittlung sicherer wird.
Des Weiteren sind auch andere diversitäre Ausgestaltungen vorteilsbringend und umsetzbar (etwa starker„CRC“ bei Verzicht/Schwächung auf„Redundant Bit“ bzw. „Rolling Counter“ in einem Kommunikationsweg). Diese Möglichkeiten diversitärer Absicherung sind hier mit gemeint, auch wenn sie nicht bis ins letzte Detail als Beispiel ausgeführt sind.
Des Weiteren ermöglicht oben ausgeführtes Beispiel der Abgleichlogik nicht nur die verbesserte Erkennung von Kommunikationsfehlern sondern auch die Bewertung und Methoden zur Kompensation. Etwa durch ein 2oo3 voting mit optimaler/hoher
Auflösung/Genauigkeit des Nutzdatenbereichs (12bit x 3 (+4bit x 1 )). Vorteil bzgl.
Robustheit der Kommunikation und bzgl. Fail-Operational Eigenschaften. Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Systems 210 zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug (das Nutzfahrzeug ist nicht näher dargestellt).
Das System 210 ist dabei hinsichtlich seiner strukturellen und funktionalen Merkmale identisch wie das System 10 gemäß Fig. 1 und wie vorstehend beschrieben
ausgebildet. Identische oder vergleichbare Merkmale sind einem um den Wert 200 erhöhten Bezugszeichen gekennzeichnet.
Es bestehen die folgenden Unterschiede:
Das System 210 kann wie folgt (mit Fokus auf schnelle Datenverfügbarkeit, bei dennoch hoher Gesamtabsicherung) mit diversitärer Redundanz in den
Absicherungsmaßnahmen ausgestaltet sein:
Der Kommunikationspfad 212 kann als„Maßnahme“ M6 auf kurze„Telegrammlänge“ und hohe Senderate/Updaterate getrimmt sein, z.B. durch Einsprung von Bits bei den Absicherungsmaßnahmen. Denkbar ist hier, nur (4bit) Rolling Counter, etc.
einzusetzen.
Der Kommunikationspfad 214 kann als„Maßnahme“ M7 mit längerer„Telegrammlänge“ und starken Absicherungsmaßnahmen ausgestattet sein, z.B. mit Rolling Counter, vielen redundanten Bits, starker CRC, oder vergleichbaren Absicherungen.
Weiter denkbar ist eine Abstimmung der Zeiten aufeinander, so dass etwa
Kommunikationspfad 212 in einem ganzzahligen Vielfachen von Kommunikationspfad 214 sendet.
Dies ist insbesondere vorteilhaft bei der Realisierung von mehreren
(System)Funktionen mit verschiedenen Anforderungen bzgl. Absicherung und Timing sowie bei der Realisierung einer (System-)Funktion, die verschiedene Anforderungen bzgl. , Performance-Timing' und .Absicherungs-Timing' hat. Ein Anwendungsbeispiel in diesem Zusammenhang ist beispielsweise im Zusammenhang mit Drucksensoren gegeben.
BEZUGSZEICHENLISTE
10 System
12 erster Kommunikationspfad
14 zweiter Kommunikationspfad
16 erstes Absicherungsmodul
18 zweites Absicherungsmodul
110 System
112 erster Kommunikationspfad
114 zweiter Kommunikationspfad
116 erstes Absicherungsmodul
118 zweites Absicherungsmodul
210 System
212 erster Kommunikationspfad
214 zweiter Kommunikationspfad
216 erstes Absicherungsmodul
218 zweites Absicherungsmodul
M1 Maßnahme
M2 Maßnahme
M3 Maßnahme
M4 Maßnahme
M5 Maßnahme
M6 Maßnahme
M7 Maßnahme

Claims

PATENTANSPRÜCHE
1. System (10; 110; 210) zur Datenübertragung für ein Nutzfahrzeug, mit wenigstens einem ersten Kommunikationspfad (12; 112; 212) und mit wenigstens einem zweiten Kommunikationspfad (14; 114; 214), wobei der erste Kommunikationspfad (12; 112; 212) ein erstes Absicherungsmodul (16; 116; 216) aufweist und wobei der zweite Kommunikationspfad (14; 114; 214) ein zweites Absicherungsmodul (18; 118; 218) aufweist, wobei das erste Absicherungsmodul (16; 116; 216) derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer ersten Weise über den ersten Kommunikationspfad (12; 112; 212) zu sendende Daten abzusichern, und wobei das zweite Absicherungsmodul (18; 118; 218) derart beschaffen und eingerichtet ist, in einer zweiten, von der ersten Weise sich unterscheidenden Weise und/oder in einer zumindest teilweise identische Art und Weise, über den zweiten Kommunikationspfad (14; 114; 214) zu sendende Daten abzusichern.
2. System nach Anspruch 1 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Absicherungsmodul und das zweite Absicherungsmodul derart beschaffen und eingerichtet sind, dass der Absicherungsgrad des ersten Absicherungsmoduls sich vom Absicherungsgrad des zweiten Absicherungsmoduls unterscheidet oder umgekehrt.
3. System nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
durch das erste Absicherungsmodul und das zweite Absicherungsmodul eine asymmetrische Absicherung der zu sendenden Daten realisiert ist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Daten zumindest teilweise Sensordaten sind oder umfassen.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Absicherungsmodul (16; 116) derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Message-Counter-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad (12; 112) erfolgt oder erfolgen kann, insbesondere wobei eine Absicherung gegen eingeschobene und/oder verlorene und/oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete erfolgt.
6. System (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Absicherungsmodul (16; 116) derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Information-Redundancy-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad (12; 112) erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten
Nachrichtenpaketen erfolgt.
7. System (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste Absicherungsmodul (16; 116) derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine CRC-Information-Redundancy-Funktionalität auf dem ersten Kommunikationspfad (12; 112) erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme erfolgt.
8. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Absicherungsmodul (18) derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Message-Counter-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad (14) erfolgt oder erfolgen kann, insbesondere wobei eine Absicherung gegen eingeschobene und/oder verlorene und/oder wiederholt gesendete Nachrichtenpakete erfolgt.
9. System (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Absicherungsmodul (18; 118) derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine Information-Redundancy-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad (14; 114) erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten
Nachrichtenpaketen erfolgt.
10. System (10; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Absicherungsmodul (18; 118; 218) zusätzlich derart beschaffen und eingerichtet ist, dass eine CRC-Information-Redundancy-Funktionalität auf dem zweiten Kommunikationspfad (14; 114; 214) erfolgt oder erfolgen kann, bei der eine
Absicherung zumindest eines Teils der Nutzdaten durch Bildung einer Checksumme erfolgt.
11. System (10; 110) nach Anspruch 9 oder Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Information-Redundancy-Funktionalität des zweiten Absicherungsmoduls (18; 118) derart ausgestaltet und beschaffen ist, dass eine Absicherung des gesamten Teils der Nutzdaten durch wiederholtes und/oder invertiertes Ablegen in gesendeten
Nachrichtenpaketen erfolgt.
12. System (10; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
weiter ein Abgleichmodul vorgesehen ist, dass derart beschaffen und eingerichtet ist, dass die mittels des ersten und zweiten Absicherungsmoduls (16; 18; 116; 118; 216; 218) abgesicherten Daten nach erfolgtem Versand oder Empfang dieser Daten zumindest teilweise gegeneinander abgeglichen werden.
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