Wndenergieanlage zum Einspeisen elektrischer Leistung in ein elektrisches Versorgungsnetz
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einspeisen elektrischer Leistung in ein eine Netzspannung aufweisendes elektrisches Versorgungsnetz mittels einer Windenergieanlage. Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine entsprechende Wndener- gieanlage. Die Erfindung betrifft auch einen entsprechenden Wndpark. Windenergieanlagen sind bekannt und sie dienen üblicherweise dazu, elektrische Leistung in ein elektrisches Versorgungsnetz einzuspeisen. Inzwischen wurde erkannt, dass Wnd- energieanlagen auch gut geeignet sind, das elektrische Versorgungsnetz zu stützen. Dazu gehört auch, dass Windenergieanlagen tolerant auf Netzfehler reagieren können. Besonders können sie im Netzfehlerfall die Einspeisung elektrischer Leistung an Vorgaben eines Netzbetreibers des elektrischen Versorgungsnetzes anpassen. Besonders können sie im Fall eines Netzfehlers, bei dem die Netzspannung einbricht, je nach Vorgabe die elektrische Leistung verringern oder unterbrechen und nach Ende des Netzfehlers die Einspeisung fortsetzen.
Solche Netzfehler, bei denen die Netzspannung kurzfristig einbricht, sind üblicherweise von sehr kurzer Dauer und dauern in der Regel weniger als 1 Sekunde. Neben dem Durchfahren eines solchen Netzfehlers ist besonders auch das Verhalten am Ende und kurz nach
Ende des Netzfehlers wichtig. In dem Moment befindet sich das elektrische Versorgungsnetz in einer nicht sehr stabilen Übergangsphase. Wird in dieser Übergangsphase elektrische Leistung von vielen Erzeugern, die in dasselbe elektrische Versorgungsnetz einspeisen, unkontrolliert, ungünstig und/oder falsch eingespeist, so kann das leicht zu einem er- neuten Netzfehler führen, möglicherweise sogar zu einem schwerwiegenderen als der, der gerade überwunden wurde.
Ein Verfahren zum Durchsteuern eines solchen Netzfehlers ist beispielsweise in dem US- Patent US 7,525,208 B2 beschrieben. Dort wird besonders vorgeschlagen, das Einspeisen der Leistung so zu steuern, dass unmittelbar nach dem Netzfehler eine höhere Leistung eingespeist wird als unmittelbar vor dem Netzfehler.
Es wurde nun aber erkannt, dass es auch Situationen und/oder Bedingungen geben kann, bei denen es zweckmäßig ist, dass die eingespeiste Leistung unmittelbar nach dem Netzfehler nicht höher ist als die eingespeiste Leistung unmittelbar vor dem Netzfehler. Dennoch sollte aber die Leistung nach dem Netzfehler möglichst schnell wieder eingespeist werden bzw. die Einspeisung möglichst schnell wieder erhöht werden, dennoch aber möglichst das Einspeisen einer höheren Leistung als vor dem Netzfehler vermieden werden.
Das Deutsche Patent- und Markenamt hat in der Prioritätsanmeldung zur vorliegenden Anmeldung folgenden Stand der Technik recherchiert: EP 3 004 637 B1 , EP 1 831 987 B1 , US 2009/0206606 A1 und DE 10 2017 106 436 A1 . Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, zumindest eines der vorstehend genannten Probleme zu adressieren. Insbesondere soll eine Lösung vorgeschlagen werden, mit der es möglich ist, mittels einer Windenergieanlage einen Netzfehler, bei dem kurzfristig die Netzspannung einbricht, zu durchsteuern, und zwar so, dass unmittelbar nach dem Netzfehler die eingespeiste Leistung wieder erhöht wird, ohne aber den Wert der eingespeisten Leistung, der unmittelbar vor dem Netzfehler aktuell war, zu überschreiten. Zumindest soll gegenüber bisher bekannten Lösungen eine alternative Lösung vorgeschlagen werden.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren nach Anspruch 1 vorgeschlagen. Das Verfahren betrifft somit das Einspeisen elektrischer Leistung in ein elektrisches Versorgungsnetz. Das
Einspeisen erfolgt mittels einer Windenergieanlage und diese weist insbesondere ein sogenanntes Vollumrichterkonzept auf, bei dem elektrische Leistung von einem Generator der Windenergieanlage erzeugt wird, gleichgerichtet wird und durch einen Wechselrichter in das elektrische Versorgungsnetz eingespeist wird. Das elektrische Versorgungsnetz ist dabei durch eine Netzspannung gekennzeichnet, also die Spannung, die das elektrische Versorgungsnetz aufweist.
Die Windenergieanlage weist somit zum Einspeisen der elektrischen Leistung einen Wechselrichter auf, der wiederum einen Gleichspannungszwischenkreis hat. Der Wechselrichter steht insoweit auch repräsentativ für mehrere Wechselrichter bzw. für eine Wechselrichter- einrichtung mit mehreren Wechselrichtern. Der Gleichspannungszwischenkreis weist eine Zwischenkreisspannung auf, die in ihrer Spannungshöhe variieren kann. Beispielsweise kann sie im Bereich von 550 V bis 700 V variieren. Es kommen aber auch andere Werte in Betracht. Diese anderen Werte können ähnlich sein, oder sie können signifikant höher sein, wenn mittels des Wechselrichters eine entsprechend höhere Spannung ausgegeben wer- den soll. Bei mehreren Wechselrichtern können auch entsprechend mehrere Gleichspan- nungszwischenkreise vorgesehen sein, es kann aber auch ein gemeinsamer Gleichspannungszwischenkreis von mehreren Wechselrichtern verwendet werden.
An den Gleichspannungszwischenkreis ist außerdem eine Chopperschaltung angeschlossen, zum Abführen elektrischer Energie aus dem Gleichspannungszwischenkreis. Natür- lieh führt der Wechselrichter beim Einspeisen elektrischer Leistung Energie aus dem Gleichspannungszwischenkreis ab. Darüber hinaus kann aber eine solche Chopperschaltung bei Bedarf zusätzlich oder ausschließlich Energie aus dem Gleichspannungszwischenkreis abführen. Das erfolgt so, dass dieses Abführen elektrischer Energie über ein Pulsmuster gesteuert wird. Es entsteht dann im Wesentlichen ein gepulster Strom, der durch einen Widerstand oder eine Widerstandsbank geführt wird, um dort in Wärme umgewandelt zu werden.
Mit einer solchen Windenergieanlage mit einem beschriebenen Wechselrichter, der einen Gleichspannungszwischenkreis mit Chopperschaltung aufweist, wird das vorgeschlagene Einspeisen elektrischer Leistung durchgeführt.
Dabei erfolgt ein Einspeisen elektrischer Leistung in das elektrische Versorgungsnetz mittels des Wechselrichters in einem Normalbetrieb, wenn kein Netzfehler des elektrischen Versorgungsnetzes erkannt wurde. Besonders bevorzugt kann die Windenergieanlage hierbei in einem sogenannten Netzparallelbetrieb arbeiten, in dem sämtliche erzeugte Leis- tung in das elektrische Versorgungsnetz eingespeist wird. Hier wird unter einem Normalbetrieb ein Betrieb verstanden, bei dem kein Netzfehler erkannt wurde. Das kann aber auch bedeuten, dass der beschriebene Netzparallelbetrieb verlassen wird und beispielsweise die eingespeiste Leistung wegen einer im elektrischen Versorgungsnetz erkannten Frequenzerhöhung verringert wird, um ein Beispiel zu nennen. Unter einen Normalbetrieb wird hier insoweit ein Betrieb verstanden, bei dem kein Fehler auftritt, bei dem die Netzspannung signifikant abfällt.
Ein Netzfehler wird somit erkannt, es wird also von einem Netzfehler ausgegangen, wenn die Netzspannung unter einen vorgegebenen Unterspannungswert abfällt. Ein solcher Unterspannungswert kann insbesondere bei oder unterhalb von 80 % der Netznennspannung liegen. Es geht also darum, dass die Netzspannung signifikant abfällt. Die Netzspannung kann beispielsweise auch auf 10 % der Netznennspannung abfallen. Leichte Spannungsschwankungen, beispielsweise im Bereich von wenigen Prozent, wie beispielsweise 1 bis 3 %, führen noch nicht dazu, dass ein Netzfehler erkannt wird.
Wurde nun ein solcher Netzfehler erkannt, wird das Einspeisen elektrischer Leistung in das elektrische Versorgungsnetz verringert oder sogar ganz unterbrochen. Aber selbst in dem Fall, dass das Einspeisen elektrischer Leistung in das elektrische Versorgungsnetz unterbrochen wird, bleibt die Windenergieanlage bzw. ihr Wechselrichter vorzugsweise dennoch an das elektrische Versorgungsnetz angeschlossen, besonders, ohne dass ein Netztrennschalter geöffnet wird oder die Windenergieanlage sogar heruntergefahren und ausge- schaltet wird. Besonders bleibt die Steuerung aktiv und die Windenergieanlage wird möglichst dazu bereitgehalten, nach Ende des Netzfehlers so schnell wie möglich den Normalbetrieb wieder aufnehmen zu können. Den Normalbetrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen kann aber auch bedeuten, dass nach Ende des Netzfehlers die Leistung nicht sprunghaft auf den Wert des Normalbetriebs erhöht wird, sondern dass beispiels- weise eine kurze Anstiegsflanke vorgesehen ist, um die Amplitude der eingespeisten Leistung etwas langsamer als durch einen Sprung an den gewünschten Endwert heranzufüh- ren.
Jedenfalls wird das Unterbrechen oder Verringern der Einspeisung bzw. das verringerte Einspeisen beendet, wenn ein Netzfehlerende erkannt wurde. Ein Netzfehlerende wird besonders dann erkannt, wenn die Netzspannung wieder einen normalen Wert erreicht hat, insbesondere, wenn sie wieder Netznennspannung erreicht hat. Dabei können leichte Schwankungen, wie die oben bereits beschriebenen beispielhaften 1 bis 3 %, tolerierbar sein. Ein Netzfehlerende wird also auch dann erkannt, wenn solche geringen Schwankungen vorliegen.
Dabei wird vorgeschlagen, dass während des Netzfehlers und/oder ab dem Netzfehlerende die eingespeiste Leistung auf eine Begrenzungsleistung begrenzt wird. Besonders wird so erreicht, dass während des Netzfehlers und/oder kurz danach die eingespeiste elektrische Leistung diese Begrenzungsleistung nicht überschreitet. Die Begrenzungsleistung kann dabei auch als zeitlicher Verlauf vorgegeben werden.
Es wird nun weiter vorgeschlagen, dass zum Begrenzen der eingespeisten Leistung auf die Begrenzungsleistung während des Netzfehlers und/oder ab dem Netzfehlerende die Zwischenkreisspannung in Abhängigkeit der Begrenzungsleistung mittels der Chopperschaltung begrenzt wird.
Die Höhe der Zwischenkreisspannung hängt besonders davon ab, wie viel Leistung seitens des Generators der Windenergieanlage in diese Zwischenkreisspannung eingespeist wird und wie viel Leistung von dem Wechselrichter aus diesem Gleichspannungszwischenkreis in das elektrische Versorgungsnetz eingespeist wird, wobei dieser Wert auch negativ sein kann, da ein Wechselrichter also auch Leistung aus dem Netz aufnehmen könnte, worauf es hier aber nicht ankommt. Vereinfacht ausgedrückt steigt die Zwischenkreisspannung, wenn mehr Leistung in den Gleichspannungszwischenkreis eingegeben als entnommen wird und umgekehrt. Diese Leistungsbilanz kann nun, was hier vorgeschlagen wird, durch die Chopperschaltung beeinflusst werden. Dabei wird hier vorgeschlagen, gezielt die Zwischenkreisspannung im Netzfehlerfall, also während des Netzfehlers und/oder kurz danach, über diese Chopperschaltung zu steuern. Damit kann auch die Leistung beeinflusst werden, die der Wechselrichter aus dem Gleichspannungszwischenkreis in das elektrische Versorgungsnetz einspeist.
Hier wurde besonders erkannt, dass im Falle eines kurzen Netzfehlers bei einem Netzspannungseinbruch sehr schnelle Leistungsänderungen der eingespeisten Leistung durchgeführt werden müssen, um ein unkontrolliertes oder schlecht kontrolliertes Einspeisen elektrischer Leistung in das Versorgungsnetz in einem solchen kritischen Zustand zu ver- meiden.
Besonders wird vorgeschlagen, dass der Wechselrichter elektrische Leistung in das elektrische Versorgungsnetz in Abhängigkeit der Zwischenkreisspannung, also in Abhängigkeit der Höhe der Zwischenkreisspannung, in das elektrische Versorgungsnetz einspeist.
Gemäß einer Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass das Begrenzen der eingespeis- ten Leistung auf die Begrenzungsleistung ab dem Netzfehlerende für einen vorbestimmten Erholungszeitraum durchgeführt wird. Dieser Erholungszeitraum ist dafür vorgesehen, dass das elektrische Versorgungsnetz Zeit hat, sich von dem Netzfehler zu erholen, um in einem stabilen Arbeitspunkt zurückzukehren. Der vorbestimmte Erholungszeitraum liegt im Bereich von 10 ms bis 10 Sekunden, vorzugsweise im Bereich von 50 ms bis 2 Sekunden. Der Erholungszeitraum beträgt also wenigstens 10 ms, nämlich ab Netzfehlerende. In dieser Zeit wird das Begrenzen der eingespeisten Leistung auf die Begrenzungsleistung durchgeführt. Die Begrenzungsleistung kann dabei auch innerhalb dieses Erholungszeitraums eine veränderliche Größe sein, besonders eine ansteigende Flanke.
Es wird weiter vorgeschlagen, dass in diesem Erholungszeitraum die eingespeiste Leis- tung nicht höher liegt als unmittelbar vor dem Erkennen des Netzfehlers. Das vorgeschlagene Verfahren verhindert somit, dass die eingespeiste Leistung nach Ende des Netzfehlers über den Wert unmittelbar vor dem Netzfehler erhöht wird, sodass eine entsprechende Leistungsüberhöhung vermieden wird. Das wird besonders durch die vorgeschlagene Begrenzung der Zwischenkreisspannung mittels der Chopperschaltung erreicht. Vorzugs- weise wird die Begrenzungsleistung als zeitabhängiger Leistungsverlauf vorgegeben, insbesondere mit ansteigender Flanke, um die eingespeiste Leistung nach Fehlerende auf einen Wert der eingespeisten Leistung unmittelbar vor dem Netzfehler zurückzuführen. Damit kann die eingespeiste Leistung besonders ab Netzfehlerende geführt werden und besonders Leistungsüberhöhungen können vermieden werden. Es ist im Übrigen auch zu beachten, dass ein Netzfehler, bei dem die Netzspannung einbricht, üblicherweise so kurz ist, dass sich die aufgrund der vorherrschenden Windverhältnisse erzeugbare elektrische
Leistung aus Wind nicht in relevanter Höhe verändert. Mit anderen Worten kann von einer näherungsweise in konstanter Höhe verfügbaren Leistung ausgegangen werden. Durch die Vorgabe der Begrenzungsleistung kann daher auch die eingespeiste Leistung wieder auf ihren Wert unmittelbar vor dem Netzfehler zurückgeführt werden. Besonders wurde hier erkannt, dass dadurch, dass die Zwischenkreisspannung in Abhängigkeit der Begrenzungsleistung begrenzt wird, über die Vorgabe der Begrenzungsleistung auch Einfluss auf die Grenze der Zwischenkreisspannung genommen werden kann. Besonders wird vorgeschlagen, dass die Grenze der Zwischenkreisspannung qualitativ der Begrenzungsleistung folgt. Insbesondere wird vorgeschlagen, dass bei ansteigender Flanke der Begrenzungsleistung auch eine ansteigende Flanke einer Grenze der Zwischenkreisspannung eingestellt wird.
Gemäß einer Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass zum Begrenzen der Zwischenkreisspannung während des Netzfehlers und/oder ab dem Netzfehlerende wenigstens eine Grenzspannung in Abhängigkeit des Netzfehlers und/oder in Abhängigkeit der Begren- zungsleistung vorgegeben wird und dass die Chopperschaltung elektrische Energie abhängig davon aus dem Gleichspannungszwischenkreis abführt, ob die Zwischenkreisspannung die Grenzspannung erreicht oder überschreitet. Über die Vorgabe einer solchen Grenzspannung kann somit die Chopperschaltung gesteuert werden. Es wird die Zwischenkreisspannung erfasst und mit der Grenzspannung verglichen und davon abhängig die Chopperschaltung gesteuert. Insoweit führt die Chopperschaltung eine Regelung der Zwischenkreisspannung durch, zu der die Grenzspannung als Sollwert angesehen werden kann. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass umso mehr Energie pro Zeit, also eine umso höhere Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abgeführt wird, je stärker die Grenzspannung von der Zwischenkreisspannung überschritten wird. Vorzugsweise wird zum Begrenzen der Zwischenkreisspannung eine untere Grenzspannung und eine obere Grenzspannung in Abhängigkeit des Netzfehlers und/oder in Abhängigkeit der Begrenzungsleistung vorgegeben. Die vorstehend beschriebene Grenzspannung, in Abhängigkeit derer die Chopperschaltung gesteuert werden kann, kann hier der unteren Grenzspannung entsprechen.
Weiterhin ist vorgegeben, dass die obere Grenzspannung um einen veränderbaren Bandabstand größer als die untere Grenzspannung ist. Die untere und obere Grenzspannung bilden somit ein Grenzspannungsband.
Es wird weiter vorgeschlagen, dass Leistung mittels der Chopperschaltung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abgeführt wird, sobald die Zwischenkreisspannung die untere Grenzspannung erreicht. Zusätzlich wird dazu vorgeschlagen, dass umso mehr Leistung mittels der Chopperschaltung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abgeführt wird, je näher die Zwischenkreisspannung an die obere Grenzspannung kommt. Durch das Abführen von Leistung wird natürlich auch Energie aus dem Gleichspannungszwischen- kreis abgeführt. Die Betrachtung der abgeführten Leistung, also der abgeführten Energie pro Zeit, ist hier jedoch zweckmäßiger, um zu erläutern, dass mehr Leistung, also mehr Energie pro Zeit, mittels der Chopperschaltung abgeführt wird, je näher die Zwischenkreisspannung an die obere Grenzspannung herankommt, umso größer die Zwischenkreisspannung also ist. Weiterhin wird vorgeschlagen, dass vor dem Netzfehler, also in dem Normalbetrieb, der Bandabstand einen Vorfehlerabstand aufweist. Ein solcher Vorfehlerabstand kann als vergleichsweise groß angesehen werden und kann beispielsweise eine Größe von 2 % bis 5 % der Zwischenkreisspannung, insbesondere einer Zwischenkreisnennspannung aufweisen, die beispielsweise 700 V betragen kann. Es wird weiterhin vorgeschlagen, dass bei Erkennen des Netzfehlers der Bandabstand reduziert wird, um zum Halten der Zwischenkreisspannung möglichst viel Leistung mittels der Chopperschaltung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abzuführen, sobald die Zwischenkreisspannung die untere Grenzspannung erreicht hat. Insbesondere liegt hier der Gedanke zugrunde, dass im Normalbetrieb die Chopperschaltung Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abzuführen beginnt, wenn die Zwischenkreisspannung den unteren Grenzwert der Chopperschwelle, nämlich die untere Grenzspannung, erreicht. In diesem Moment wird allerdings nur sehr wenig Leistung durch die Chopperschaltung abgeführt. Diese erhöht sich dann, je näher die Zwischenkreisspannung an die obere Grenzspannung herankommt. Erreicht die Zwischenkreisspannung die obere Grenzspan- nung, so führt die Chopperschaltung dann maximale Leistung aus dem Gleichspannungs-
zwischenkreis ab, also so viel Leistung wie mit der Chopperschaltung einschließlich angeschlossener Widerstandsbank oder Widerstandsbänken und aufgrund der Zwischenkreisspannung möglich ist. Die Höhe der abgeführten Leistung wird somit abhängig davon gesteuert, wo sich die Zwischenkreisspannung in dem Grenzspannungsband befindet. Davon ausgehend führt das Reduzieren des Bandabstandes, besonders, wenn er auf einen sehr geringen Wert reduziert wird, dazu, dass mit Erreichen der unteren Grenzspannung die Zwischenkreisspannung auch gleichzeitig fast die obere Grenzspannung erreicht und somit die Chopperschaltung maximale Leistung aus dem Gleichspannungszwischen- kreis abführt. Genau dieser Effekt wird somit durch das Reduzieren des Bandabstandes, besonders durch sein Reduzieren auf einen Wert nahe null, erreicht. Damit wird erreicht, dass während des Netzfehlers die Zwischenkreisspannung die untere bzw. obere Grenzspannung nicht überschreitet, aber auch nicht darunter abfällt. Die Zwischenkreisspannung wird also auf Höhe der unteren bzw. oberen Grenzspannung geführt bzw. gehalten. Damit kann auch die eingespeiste Leistung gut geführt und gehalten werden. Außerdem oder alternativ wird vorgeschlagen, dass ab dem Netzfehlerende der Bandabstand vergrößert wird, um mittels der Chopperschaltung aus dem Gleichspannungszwi- schenkreis abgeführte Leistung zu verringern. Besonders wird der Bandabstand von einem Wert null aus und/oder kontinuierlich vergrößert und damit immer weniger Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis mittels der Chopperschaltung abgeführt. Dies wird für die Zeit ab dem Netzfehlerende vorgeschlagen, wenn der Netzfehler behoben ist und das elektrische Versorgungsnetz dabei ist, sich zu beruhigen bzw. in einen normalen, möglichst stabilen Betriebspunkt wieder überzugehen.
In diesem Fall wird auch die eingespeiste Leistung wieder ansteigen, sodass immer mehr Leistung durch den Wechselrichter in das elektrische Versorgungsnetz eingespeist wird und immer weniger Leistung durch die Chopperschaltung abgeführt wird. Dadurch kann auch erreicht werden, dass sich die Zwischenkreisspannung wieder verringert, sofern sie mit Eintreten des Netzfehlers erhöht wurde. Dann kann sie nämlich wieder auf ihren alten Wert vor dem Netzfehler verringert werden. Sobald das erreicht ist, speist die Windenergieanlage bzw. ihr Wechselrichter im Wesentlichen wieder in einem Normalbetrieb in das elektrische Versorgungsnetz ein.
Außerdem oder alternativ wird vorgeschlagen, dass ab dem Netzfehlerende der Bandabstand innerhalb des Erholungszeitraums kontinuierlich vergrößert wird. Die Vergrößerung des Bandabstands ab Netzfehlerende kann somit zeitlich über diesen Erholungszeitraum vorgegeben werden. Vorzugsweise vergrößert sich der Bandabstand ab Netzfehlerende auf einen Wert bis zum Vorfehlerabstand. Der Bandabstand vergrößert sich also nach Netzfehlerende wieder auf einen Wert, den er vor dem Netzfehler hatte. Auch dies hat den Zweck und Vorteil, dass der Netzfehler durchfahren werden kann und danach, zumindest nach Ablauf des Erholungszeitraums, die Windenergieanlage wieder normal, nämlich im Normalbetriebsmodus, in das elektrische Versorgungsnetz einspeist.
Vorzugsweise nimmt zumindest die obere Grenzspannung vor dem Netzfehler einen größeren Wert an als während des Netzfehlers. Insbesondere erhöht sich die obere Grenzspannung dann ab Ende des Netzfehlers wieder. Vorzugsweise kann die obere Grenzspannung von einem Wert vor dem Netzfehler auf einen Wert während des Netzfehlers um 3 bis 10 % reduziert werden.
Gemäß einer Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass zum Einspeisen im Normalbetrieb für die Zwischenkreisspannung eine Zwischenkreisarbeitsspannung in Abhängigkeit eines Arbeitspunktes der Windenergieanlage bestimmt wird. Besonders ist die Zwischenkreisspannung und damit die zu bestimmende Zwischenkreisarbeitsspannung im Normal- betrieb von der Höhe der Netzspannung, einer Impedanz einer Netzdrossel und dem einzuspeisenden Storm, nämlich seinem Phasenwinkel und seiner Amplitude, abhängig. Der einzuspeisende Strom, besonders der einzuspeisende Wirkstromanteil, hängt dabei von der verfügbaren Windleistung ab. Ein Blindstromanteil kann von einem Zustand des elektrischen Versorgungsnetzes und/oder von Vorgaben eines Netzbetreibers abhängen. Es wird nun vorgeschlagen, dass beim Erkennen des Netzfehlers für die Zwischenkreisspannung eine Zwischenkreisfehlerspannung in Abhängigkeit der zuvor bestimmten Zwischenkreisarbeitsspannung bestimmt wird. Die zuvor bestimmte Zwischenkreisarbeitsspannung ist dabei jene, die zuletzt, also unmittelbar vor dem erkannten Netzfehler, bestimmt wurde, also der letzte Wert der Zwischenkreisarbeitsspannung. Hier liegt besonders
der Gedanke zugrunde, dass beim Auftreten des Netzfehlers weder ausreichend Zeit vorhanden ist noch stabile Zustände vorliegen, um dann eigenständig eine Zwischenkreisfehlerspannung zu bestimmen. Stattdessen kann sich diese am letzten Wert der Zwischenkreisarbeitsspannung orientieren. Es wird besonders vorgeschlagen, dass die Zwischenkreisfehlerspannung auf eine vorbestimmte Zwischenkreisfehlerspannung gesetzt wird, wenn die zuvor bestimmte Zwischenkreisarbeitsspannung niedriger ist als die vorbestimmte Zwischenkreisfehlerspannung. In diesem Fall wird also der Wert erhöht, nämlich von der Zwischenkreisarbeitsspannung auf die vorbestimmte Zwischenkreisfehlerspannung. Anderenfalls wird die Zwischenkreisfeh- lerspannung auf die zuvor bestimmte Zwischenkreisarbeitsspannung gesetzt. Mit anderen Worten wird beim Übergang vom Normalbetrieb auf den Betrieb im Fehlerfall der Vorgabewert für die Zwischenkreisspannung nicht verringert, sondern entweder erhöht, wenn die Zwischenkreisarbeitsspannung niedrig war, anderenfalls, wenn die Zwischenkreisarbeitsspannung hoch war, ein solcher hoher Wert beibehalten. Hier wurde besonders erkannt, dass im Netzfehlerfall und auch im Hinblick auf ein Ende des Netzfehlers eher eine hohe Zwischenkreisspannung vorzusehen ist, um dem Wechselrichter zum Einspeisen elektrischer Leistung einen ausreichenden Arbeitsbereich zur Verfügung zu stellen. Daher sollte die Zwischenkreisspannung im Fehlerfall möglichst nicht verringert werden. Gleichwohl soll die dann gewählte Zwischenkreisfehlerspannung auch eingehalten werden und durch die Chopperschaltung und das vorgeschlagene Verfahren wird dies möglichst auch erreicht.
Besonders wird dazu vorgeschlagen, dass die Grenzspannung bzw. die obere Grenzspannung beim Erkennen des Netzfehlers auf den Wert der Zwischenkreisfehlerspannung gesetzt wird. Die Zwischenkreisfehlerspannung und die Grenzspannung, bei der die Chopperschaltung maximale Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abführen würde, weisen somit einen gleichen Wert auf. Gegebenenfalls kann vorgesehen sein, dass die Zwischenkreisfehlerspannung minimal kleiner gesetzt wird als die Grenzspannung bzw. obere Grenzspannung. Das ist aber nur eine Option und die ist nicht unbedingt erforderlich.
Es wird somit nun erreicht, dass die Zwischenkreisspannung mittels der Chopperschaltung auf den Wert der Zwischenkreisfehlerspannung gesteuert wird. Dadurch wird besonders erreicht, dass sich diese Zwischenkreisspannung auf einem stabilen Wert hält, nämlich
dem Wert der Zwischenkreisfehlerspannung. Damit kann die eingespeiste Leistung gut gesteuert werden.
Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass ab Netzfehlerende die Zwischenkreisfehlerspannung verringert, insbesondere kontinuierlich verringert wird und gleichzeitig die Grenzspan- nung bzw. die obere Grenzspannung erhöht, insbesondere kontinuierlich erhöht wird. Vorzugsweise erfolgt dies beides innerhalb des Erholungszeitraums. Damit kann besonders erreicht werden, dass ein Überschreiten der eingespeisten Leistung über einen Wert, den die eingespeiste Leistung unmittelbar vor dem Netzfehler hatte, vermieden wird.
Gemäß einer Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass ab dem Netzfehlerende die ein- gespeiste Leistung auf einen Einspeisewert im Normalbetrieb zurückgeführt wird, insbesondere, dass sie über einen monoton steigenden Leistungsverlauf auf den Einspeisewert im Normalbetrieb zurückgeführt wird. Dadurch kann ein Überschwingen dieser eingespeisten Leistung nach dem Netzfehlerende vermieden werden. Das wird besonders durch die beschriebene Begrenzung der Zwischenkreisspannung erreicht. Dadurch kann die Wind- energieanlage einen Beitrag dazu leisten, dass das elektrische Versorgungsnetz möglichst sicher und stabil von dem Netzfehler in einen stabilen Normalbetrieb zurückfindet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass die Begrenzung der Zwischenkreisspannung zusätzlich in Abhängigkeit eingespeister Blindleistung gesteuert wird. Hier kommt besonders in Betracht, dass dies in Abhängigkeit einer Blindleistung er- folgt, die unmittelbar vor dem Netzfehler eingespeist wurde. Die Begrenzung der Zwischenkreisspannung, die beispielsweise im Falle eingespeister Blindleistung höher liegen kann als wenn keine oder weniger Blindleistung eingespeist wird und der Arbeitspunkt ansonsten gleich oder ähnlich ist, kann dadurch schon eine Vorbereitung für den Einspeisebetrieb unmittelbar nach dem Netzfehler sein. Nach dem Netzfehler kann dann nämlich ebenfalls das Einspeisen einer entsprechend hohen Blindleistung wie vor dem Netzfehler gefordert sein und die Zwischenkreisspannung kann dann darauf bereits vorbereitet sein.
Außerdem oder alternativ wird vorgeschlagen, dass die Begrenzung der Zwischenkreisspannung ab dem Netzfehlerende mit einem vorbestimmbaren zeitlichen Anstieg erhöht wird. Hier wird besonders vorgeschlagen, einen entsprechenden Gradienten für die Be- grenzung derZwischenkreisspannung vorzusehen. Der Wiederanstieg dieser Begrenzung,
insbesondere der Grenzspannung bzw. oberen Grenzspannung, kann einhergehen mit einem Abfallen der Zwischenkreisspannung oder auch einem Gleichbleiben der Zwischenkreisspannung, und sie kann einhergehen mit einem Anstieg der eingespeisten Leistung. Besonders kann ebenfalls die Leistung gemäß einem vorbestimmbaren Gradienten erhöht werden und das kann auch mittels der beschriebenen Erhöhung der Begrenzung der Zwischenkreisspannung gesteuert werden, zumindest kann dadurch eine Steuerung der Leistung begünstigt werden.
Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass die Begrenzung der Zwischenkreisspannung ab dem Netzfehlerende erst nach einer vorbestimmbaren Wartezeit erhöht wird. Dies wird be- sonders für einen Fehlerfall vorgeschlagen, bei dem die Netzspannung bis auf null abgefallen ist. In diesem Fall kann diese vorbestimmbare Wartezeit, die im Bereich von 5 bis 100ms, insbesondere von 5 bis 50 ms liegen kann, dazu genutzt werden, dass zunächst überhaupt das Netz wiederkehrt, also überhaupt einen von null verschiedenen Netzspannungswert aufweist, bevor dann Leistung eingespeist und erhöht wird, um schließlich wie- der einen normalen Betriebspunkt des elektrischen Versorgungsnetzes herzustellen. Erfindungsgemäß wird auch eine Windenergieanlage vorgeschlagen. Eine solche Windenergieanlage zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie ein gemäß wenigstens einer vorstehend beschriebenen Ausführungsform gekennzeichnetes Verfahren ausführt bzw. dazu vorbereitet ist, ein solches auszuführen. Insbesondere weist sie dazu eine Steuereinrich- tung auf, die dazu den wenigstens einen Wechselrichter der Windenergieanlage steuert. Die Steuereinrichtung kann zum Steuern eines solchen Verfahrens besonders dadurch dazu eingerichtet sein, dass entsprechende Steuermodi in einem enthaltenen Prozessrechner vorprogrammiert sind. Außerdem oder ergänzend sind entsprechende Steuerverbindungen zu dem wenigstens einen Wechselrichter und optional zusätzlich zu der wenigs- tens einen Chopperschaltung des jeweiligen Wechselrichters vorgesehen, um dadurch das Steuerverfahren, zu dessen Ausführung die Steuereinrichtung vorbereitet ist, durchzuführen.
Die vorgeschlagene Windenergieanlage kann einen oder mehrere Wechselrichter aufweisen. Bei modernen, großen Windenergieanlagen sind üblicherweise mehrere Wechselrich- ter vorgesehen. Diese können in ihrer Gesamtheit auch als Wechselrichtereinrichtung bezeichnet werden. Jeder Wechselrichter kann einen eigenen Gleichspannungszwischen- kreis aufweisen oder es kann ein gemeinsamer Gleichspannungszwischenkreis für einen
oder mehrere Wechselrichter vorgesehen sein. Entsprechend kann eine Chopperschaltung für jeden einzelnen Gleichspannungszwischenkreis vorgesehen sein oder eine gemeinsame Chopperschaltung oder mehrere gemeinsame Chopperschaltungen für einen gemeinsamen Gleichspannungszwischenkreis. Die vorgeschlagenen Lösungen zum Steuern des Einspeisens vor, während und nach einem Netzfehler können mit all den genannten Topologien umgesetzt werden, sodass wenigstens alle genannten Topologien bevorzugte Ausführungsformen sind. Darüber hinaus kann das Steuern der Einspeisung beispielsweise auch durch einen gemeinsamen Wechselrichter oder eine gemeinsame Wechselrichtereinrichtung eines mehrere Windenergieanlagen aufweisenden Windparks durchge- führt werden. Auch das ist eine bevorzugte Ausführungsform.
Erfindungsgemäß wird somit auch ein Windpark vorgeschlagen, der mehrere Windenergieanlagen aufweist und dadurch gekennzeichnet ist, dass er dazu vorbereitet ist, wenigstens ein Verfahren zum Einspeisen elektrischer Leistung gemäß wenigstens einer vorstehend beschriebenen Ausführungsform durchzuführen. Insbesondere weist der Windpark eine zentrale Parksteuereinrichtung auf, die dazu vorbereitet ist, ein solches Verfahren durchzuführen. Insbesondere ist die Parksteuereinrichtung dafür mit einem Prozessrechner versehen, auf dem ein solches Verfahren vorprogrammiert ist. Vorzugsweise weist der Windpark dazu wenigstens eine zentrale Wechselrichtereinrichtung auf, die die gesamte Leistung des Windparks an einem Netzanschlusspunkt in das elektrische Versorgungsnetz einspeist. Vorzugsweise wird eine solche gemeinsame Wechselrichtereinrichtung von der zentralen Parksteuereinrichtung gesteuert.
Nachfolgend wird die Erfindung exemplarisch anhand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die begleitenden Figuren näher erläutert:
Figur 1 zeigt eine Windenergieanlage in einer perspektivischen Darstellung. Figur 2 zeigt einen Windpark in einer schematischen Darstellung.
Figur 3 zeigt Diagramme von Spannungs- und Leistungsverläufen zur Veranschaulichung eines vorgeschlagenen Verfahrens.
Figur 4 zeigt einige Elemente einer Windenergieanlage in einer schematischen Darstellung.
Figur 1 zeigt eine Windenergieanlage 100 mit einem Turm 102 und einer Gondel 104. An der Gondel 104 ist ein Rotor 106 mit drei Rotorblättern 108 und einem Spinner 1 10 ange- ordnet. Der Rotor 106 wird im Betrieb durch den Wind in eine Drehbewegung versetzt und treibt dadurch einen Generator in der Gondel 104 an.
Außerdem ist schematisch ein Wechselrichter 150 dargestellt, der einen Gleichspannungs- zwischenkreis 152 mit einem Gleichspannungszwischenkreiskondensator 154 sowie ein Wechselrichterschaltmodul 156 zum Erzeugen eines dreiphasigen Wechselstroms auf- weist. Dem Wechselrichterschaltmodul 156 kann ein Drosselmodul 158 nachgeschaltet sein, das ebenfalls als Teil des Wechselrichters 150 angesehen werden kann.
Außerdem ist eine Chopperschaltung 160 vorgesehen, die an den Gleichspannungszwi- schenkreis 152 angeschlossen ist und im Wesentlichen ein Chopperschaltmodul 162 und einen Chopperwiderstand 164 aufweist. Auch diese Chopperschaltung 160 kann als Teil des Wechselrichters 150 angesehen werden.
Zum Ansteuern des Wechselrichters 150 ist eine Steuereinrichtung 166 vorgesehen, die besonders das Wechselrichterschaltmodul 156 ansteuert, was durch einen Doppelpfeil zum Wechselrichterschaltmodul 156 angedeutet ist. Die Steuereinrichtung 166 steuert ebenfalls die Chopperschaltung 160, nämlich insbesondere das Chopperschaltmodul 162 an. Das kann mittelbar über das Wechselrichterschaltmodul 156 erfolgen, was durch einen entsprechenden Doppelpfeil zwischen dem Wechselrichterschaltmodul 156 und dem Chopperschaltmodul 162 angedeutet ist. Besonders kann das Steuern der Chopperschaltung 160 bzw. des Chopperschaltmoduls 162 von einer erfassten Zwischenkreisspannung UDC abhängen, die wiederum von dem Wechselrichterschaltmodul 156 erfasst wird oder dort auch verwendet wird. Alternativ kann die Steuereinrichtung 166 das Chopperschaltmodul 162 unmittelbar ansteuern.
Das Chopperschaltmodul 162 arbeitet nun so, dass es über ein Pulsmuster Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis 152 abführt. Dabei entsteht ein gepulster Ableitstrom
ΪA, der in dem Chopperwiderstand 164 zu einer Erwärmung führt, wodurch dort Energie aus dem Gleichspannungszwischenkreis als Wärme abgegeben wird.
Diese Ansteuerung der Chopperschaltung 160 und damit des Chopperschaltmoduls 162 kann in Abhängigkeit einer Netzspannung UG, einem Arbeitspunkt der Windenergieanlage 100 und/oder aktuellen Einstellungen des Wechselrichters 150, insbesondere des Wechselrichterschaltmoduls 156 erfolgen. Entsprechend verarbeitet die Steuereinrichtung 166 dafür notwendige Informationen. Die Netzspannung UG kann dafür an einer Primärseite eines Netztransformators 168 erfasst werden, überden in das elektrische Versorgungsnetz 170 eingespeist wird. Die Netzspannung UG müsste bei der gezeigten Verschaltung noch umgerechnet werden, könnte alternativ aber auch an einer Sekundärseite des Netztransformators 168 erfasst werden.
Über die Erfassung der Netzspannung UG kann ein Spannungseinbruch im elektrischen Versorgungsnetz 170 erkannt werden und damit ein Netzfehler erkannt werden. Davon abhängig kann die Steuereinrichtung 166 arbeiten und dann auch bei Bedarf die Chopper- Schaltung 160 ansteuern.
Zum Erfassen eines Arbeitspunkts der Windenergieanlage 100 können entsprechende Informationen von der Windenergieanlage erhalten werden, was über den Zustandsvektor x angedeutet werden soll. Dazu können beispielsweise Drehzahl, Blattwinkel und eine eingestellte Erregerleistung des Generators der Windenergieanlage gehören, um nur einige Beispiele zu nennen. Tatsächlich ist natürlich der Wechselrichter 150 selbst auch als Teil der Windenergieanlage 100 zu verstehen und seine Informationen, wie beispielsweise die jeweils aktuell abgegebene Wirkleistung und aktuell abgegebene Blindleistung, können somit auch berücksichtigt werden. Das ist durch einen entsprechenden Doppelpfeil zwischen der Steuereinrichtung 166 und dem Wechselrichterschaltmodul 156 angedeutet. Figur 2 zeigt einen Windpark 112 mit beispielhaft drei Windenergieanlagen 100, die gleich oder verschieden sein können. Die drei Windenergieanlagen 100 stehen somit repräsentativ für im Grunde eine beliebige Anzahl von Windenergieanlagen eines Windparks 112. Die Windenergieanlagen 100 stellen ihre Leistung, nämlich insbesondere den erzeugten Strom, über ein elektrisches Parknetz 114 bereit. Dabei werden die jeweils erzeugten Ströme bzw. Leistungen der einzelnen Windenergieanlagen 100 aufaddiert und meist ist
ein Transformator 1 16 vorgesehen, der die Spannung im Park hochtransformiert, um dann an dem Einspeisepunkt 1 18, der auch allgemein als PCC bezeichnet wird, in das Versorgungsnetz 120 einzuspeisen. Figur 2 ist nur eine vereinfachte Darstellung eines Windparks 1 12, in dem beispielsweise das Parknetz 1 14 anders gestaltet sein kann, in dem beispiels- weise auch ein Transformator am Ausgang jeder Windenergieanlage 100 vorhanden ist, um nur ein anderes Ausführungsbeispiel zu nennen.
Zum Steuern des Windparks kann eine zentrale Parksteuereinrichtung 180 vorgesehen sein, die die einzelnen Windenergieanlagen 100 ansteuern kann und von diesen Windenergieanlagen auch Informationen erhalten kann. Außerdem kann die zentrale Parksteuereinrichtung 180 gemäß einer Ausführungsform eine Netzspannung UG des elektrischen Versorgungsnetzes 120 erfassen. Das elektrische Versorgungsnetz 120 kann dem elektrischen Versorgungsnetz 170 der Figur 1 entsprechen. Die Netzspannung UG kann die zentrale Parksteuereinrichtung 180 alternativ oder ergänzend auch von wenigstens einer der Windenergieanlagen 100 erhalten. Zur Veranschaulichung einer Ausführungsform ist in Figur 2 eine gemeinsame Wechselrichtereinrichtung 182 vorgesehen, die als zentraler Wechselrichter für den Windpark 1 12 arbeiten kann. Diese gemeinsame Wechselrichtereinrichtung 182 ist gestrichelt dargestellt, um zu verdeutlichen, dass dies eine Option ist. Wird diese Option gewählt, so kann vorgesehen sein, dass entgegen der Darstellung der Figur 2 elektrische Leistung der gemeinsa- men Wechselrichtereinrichtung 182 von den einzelnen Windenergieanlagen 100 nicht als dreiphasiger Wechselstrom zugeführt wird, sondern durch ein Gleichspannungs- bzw. Gleichstromnetz. Die gemeinsame Wechselrichtereinrichtung 182 kann dann das Wechselrichten dieser so insgesamt empfangenen Leistung durchführen.
Auch diese gemeinsame Wechselrichtereinrichtung 182 kann ebenfalls durch die zentrale Parksteuereinrichtung 180 gesteuert werden und auch Informationen an diese zentrale Parksteuereinrichtung 180 übertragen, was durch einen gestrichelt dargestellten Doppelpfeil angedeutet ist.
Eine vorgeschlagene Begrenzung einer Zwischenkreisspannung kann in dieser gemeinsamen Wechselrichtereinrichtung 182 durchgeführt werden, sodass auch dort eine entsprechende Chopperschaltung vorgesehen ist. Alternativ kann auch bei Verwendung dieser oder einer anderen gemeinsamen Wechselrichtereinrichtung 182 vorgesehen sein, dass das Wechselrichten zwar in der gemeinsamen Wechselrichtereinrichtung 182 durchgeführt wird, das Ansteuern einer oder mehrerer Chopperschaltungen allerdings in den einzelnen Windenergieanlagen durchgeführt wird. Dies kann von derzentralen Parksteuereinrichtung 180 koordiniert werden.
Figur 3 zeigt drei einzelne Diagramme A, B und C, denen dieselbe Zeitachse zugrunde liegt. Damit soll veranschaulicht und erläutert werden, welcher Zusammenhang zwischen den Funktionen besteht, die in den Diagrammen dargestellt sind.
Das oberste Diagramm A zeigt einen Verlauf einer Netzspannung UG. Diese Netzspannung UG weist idealerweise den Wert der Netznennspannung UN auf. Der Verlauf dieser Netzspannung UG ist exemplarisch für einen Fehlerfall schematisch dargestellt, wobei die durchgezogene Linie einen tatsächlichen, erfassten Verlauf der Netzspannung UG darstellt. Der Einfachheit halber werden in den Darstellungen der Figur 3 Messungenauigkeiten, einschließlich Messverzögerungen, nicht dargestellt und damit nicht thematisiert.
In dem Diagramm A ist außerdem durch eine waagerechte gestrichelte Linie ein Unterspannungswert Um angezeigt, den die Netzspannung UG nicht unterschreiten soll. Unter- schreitet sie diesen Wert dennoch, so wird von einem Netzfehler aufgrund eines erkannten Spannungseinbruchs ausgegangen.
Ein solcher Netzfehler, bei dem die Netzspannung UG unter den Unterspannungswert Um abfällt, tritt zum Zeitpunkt ti auf und kennzeichnet damit einen Netzfehleranfang. Zum Zeitpunkt t2 steigt die Netzspannung UG wieder über den Unterspannungswert Um an und das kennzeichnet das Netzfehlerende.
Es wird wiederholt, dass diese Diagramme in der Figur 3 schematischer Natur sind und insbesondere die Netzspannung besonders im Bereich zwischen ti und t2 auch beispielsweise schwanken kann. Der Zeitpunkt t2 kennzeichnet das Netzfehlerende, weil die Netzspannung UG den Unterspannungswert Um wieder überschreitet. Gleichwohl kann dann
das elektrische Versorgungsnetz aber noch recht instabil sein und es können noch Nachwirkungen des Netzfehlers vorhanden sein, wie beispielsweise vom Netz getrennte Verbraucher oder vom Netz getrennte Einspeiser oder überhaupt Verbraucher und Einspeiser, die noch erst wieder hochgefahren werden müssen, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Grundsätzlich wird aber davon ausgegangen, dass zum Zeitpunkt t3 das elektrische Versorgungsnetz sich wieder gut stabilisiert hat.
Das Diagramm A zeigt insoweit auch nur ein Beispiel eines möglichen Netzfehlers eines Spannungseinbruchs, bei dem die Netzspannung UG auf einen geringeren Wert abfällt. Es kommt aber auch in Betracht, dass die Netzspannung auf einen ganz kleinen Wert oder sogar auf null abfällt. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die mögliche eingespeiste Leistung und insoweit bezieht sich auch die nachfolgend noch erläuterte Darstellung des Diagramms C mit den dort gezeigten Verläufen gemäß durchgezogener und strichpunktierter Linien auf den gezeigten Spannungseinbruch gemäß Diagramm A, bei dem die Spannung nicht auf null abfällt. Damit auch die Windenergieanlage, oder gegebenenfalls der Windpark, einen Beitrag zur Stabilisierung des Netzes leisten kann, ist ein Verlauf der eingespeisten Leistung wie gemäß Diagramm C vorgesehen. Der Verlauf der Leistung P orientiert sich dabei auch an den drei Zeitpunkten ti bis t3. Ein alternativer Verlauf ist als Line aus x-Symbolen eingezeichnet. Zum Zwecke der Darstellung wird davon ausgegangen, dass die aus dem Wind erzeugbare Leistung für die Zeitdauer der Darstellung der Diagramme der Figur 3 im Wesentlichen gleichbleibt und etwaige Schwankungen bei der Darstellung vernachlässigt werden können. Daher können auch gezeigte maximale Leistungen gehalten werden.
Jedenfalls zeigt das Diagramm C die an das elektrische Versorgungsnetz von der Wind- energieanlage bzw. gemäß einer anderen Ausführungsform von dem Windpark abgegebene Leistung P. Diese weist zu Beginn der Darstellung die Anfangsleistung PA auf. Diese Anfangsleistung PA ist dann zur Orientierung als gestrichelte waagerechte Linie eingezeichnet.
Die tatsächlich eingespeiste Leistung P weist somit den Wert PA auf. Die kleine, am Anfang des Diagramms gezeigte Abweichung zwischen der waagerechten gestrichelten Linie für PA und der durchgezogenen Linie für P dient nur der besseren Übersichtlichkeit. Tatsächlich sollen diese beiden Leistungen, soweit technisch realisierbar, identisch sein, was auch für den Bereich nach dem dritten Zeitpunkt t3 gilt.
Zum Zeitpunkt ti, also bei Netzfehleranfang, wird die Leistung auf den Wert einer Begrenzungsleistung PB reduziert. Diese Begrenzungsleistung PB ist als strichpunktierte Linie eingezeichnet und verläuft zunächst zwischen den Zeitpunkten ti und t2 waagerecht, nämlich während der Dauer des Netzfehlers. Ab Netzfehlerende zum Zeitpunkt t2 steigt dieser Ver- lauf der Begrenzungsleistung PB über eine vorgegebene Flanke bis auf den Wert der Anfangsleistung PA zum Zeitpunkt t3 an. Auch die strichpunktierte Linie der Begrenzungsleistung PB ist nur aus Gründen der Darstellung oberhalb der durchgezogenen Linie der Leistung P dargestellt. Idealerweise sollen diese beiden Verläufe zusammenfallen.
Jedenfalls weist die eingespeiste Leistung P vordem Netzfehler den Wert der Anfangsleis- tung PA auf, wird dann bei Fehleranfang zum Zeitpunkt ti durch die Vorgabe der Begrenzungsleistung PB auf eben diesen Wert der Begrenzungsleistung PB ZU dem Zeitpunkt her- untergesteuert und auf diesem niedrigen Wert bis zum Netzfehlerende zum Zeitpunkt t2 gehalten. Dann wird die abgegebene Leistung P durch den ansteigenden Verlauf der Begrenzungsleistung PB langsam auf den Wert der Anfangsleistung vor dem Netzfehler zu- rückgesteuert.
Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass bei diesen Leistungsänderungen, besonders auch zum Netzfehlerende zum Zeitpunkt t2 die eingespeiste Leistung P zum Überschwingen neigen kann. Das kann besonders durch den plötzlichen Spannungsanstieg zum Zeitpunkt t2, also zum Netzfehlerende, der Netzspannung UG aufgrund der Dynamik des Systems be- günstigt werden. Obwohl es Situationen gibt, in denen ein solches Überschwingen der Leistung nach dem Netzfehlerende über einen Wert der Anfangsleistung PA vorgeschlagen wird, kann das in manchen Situationen unerwünscht sein und daher wird hier vorgeschlagen, die eingespeiste Leistung P auch und besonders zum Ende des Netzfehlers und danach ohne Überschwingen einzuspeisen. Um das zu erreichen, wird eine besondere Steu- erung der Zwischenkreisspannung vorgeschlagen, was Diagramm B veranschaulichen soll.
Das Diagramm B zeigt somit den Verlauf einer Zwischenkreisspannung UDC eines Gleich- spannungszwischenkreises eines Wechselrichters einer Windenergieanlage oder auch eines Windparks. Der Gleichspannungszwischenkreis kann auch mit mehreren Wechselrichtern gekoppelt sein. In Diagramm B zeigt die durchgezogene Linie den entsprechenden Spannungsverlauf als steuerungstechnisch geforderte bzw. vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR. Zur Vereinfachung wird hier davon ausgegangen, dass sich die Zwischenkreisspannung UDC tatsächlich so einstellt wie durch die vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR gefordert ist.
Es wird auch darauf hingewiesen, dass an der Ordinate des Diagramms B angedeutet ist, dass diese unterbrochen ist, also bei tatsächlicher Darstellung deutlich länger wäre. Mit anderen Worten sind die in Diagramm B gezeigten Spannungsvariationen im Vergleich zur gesamten Amplitude der Zwischenkreisspannung vergleichsweise gering.
Zu Beginn der Darstellung, wenn der Netzfehler also noch nicht eingetreten ist, wird eine Zwischenkreisspannung UDCR in Abhängigkeit des Arbeitspunkts der Windenergieanlage vorgegeben. Das kann hier besonders bedeuten, dass dies in Abhängigkeit der Netzspannung, der Impedanz einer Netzdrossel, wie der Netzdrossel 158 der Figur 1 , und in Abhängigkeit des Phasenwinkels und der Amplitude des einzuspeisenden Stroms erfolgt. Die Zwischenkreisspannung UDC kann dann besonders durch einen vorgelagerten Hochsetzsteller, oder alternativ durch einen aktiven Gleichrichter, die beide zwischen einem Gene- rator und dem Gleichspannungszwischenkreis liegen, gesteuert werden. Außerdem kann sie auch durch das Einspeisen, also durch ein Wechselrichterschaltmodul, wie das Wechselrichterschaltmodul 156 der Figur 1 , gesteuert werden. Außerdem kann sie durch die Chopperschaltung, wie beispielsweise durch die Chopperschaltung 160 der Figur 1 , gesteuert werden. Idealerweise, bzw. insbesondere in einem sogenannten Netzparallelbe- trieb, wird aber vorgeschlagen, dass die Chopperschaltung die Zwischenkreisspannung nur im Ausnahmefall steuert, denn wenn die Chopperschaltung anspricht, wird Leistung verbraucht, nämlich ansonsten ungenutzt in Wärme umgewandelt. Es kann aber Situationen geben, in denen die Chopperschaltung steuernd eingreift und ein solcher Fall wird für den in Figur 3 veranschaulichten Netzfehler vorgeschlagen. Zum Steuern der Chopperschaltung wird eine untere Grenzspannung UDCU und eine obere Grenzspannung UDCL2 vorgegeben. In dem Diagramm B ist die untere Grenzspannung
UDCLI als strichpunktierte Linie eingezeichnet und die obere Grenzspannung UDCL2 als einfach gestrichelte Linie. Sie weisen einen veränderbaren Bandabstand AUDCL zueinander auf. Dieser Bandabstand ist vor dem Netzfehler vergleichsweise groß und hat folgenden technischen Zweck. Erreicht die Zwischenkreisspannung UDC die untere Grenzspannung UDCLI , SO fängt die Chopperschaltung an, wenig Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abzuführen. Das Schaltmuster ist dann also so, dass ein Chopperschalter, der als Halbleiterschalter ausgeführt ist, vergleichsweise kurz geschlossen und vergleichsweise lange geöffnet ist. Es gibt also kurze Stromspitzen, um entsprechend wenig Leistung abzuführen. Je hö- her die Zwischenkreisspannung UDC aber steigt, je stärker sie sich also der oberen Grenzspannung UDCL2 nähert, umso mehr Leistung wird von der Chopperschaltung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abgeführt. Die Strompulse werden dann also immer breiter und die Pausen zwischen den Strompulsen immer schmaler. Erreicht die Zwischenkreisspannung die obere Grenzspannung, wird die Chopperschaltung dann so gesteuert, dass sie maximale Leistung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abführt.
Für den dargestellten Bereich vor dem Netzfehler sollte es dabei möglichst so sein, dass die Zwischenkreisspannung die untere Grenzspannung UDCLI gar nicht erreicht oder zumindest nicht überschreitet. Möglichst sollte die Zwischenkreisspannung in diesem Bereich nur durch das Wechselrichterschaltmodul, also durch die eingespeiste Leistung, und durch den genannten Hochsetzsteller bzw. aktiven Gleichrichter gesteuert werden. Sollte die Zwischenkreisspannung dennoch die untere Grenzspannung UDCLI überschreiten, so kann die Chopperschaltung zusätzlich einem solchen zu hohen Spannungswert entgegenwirken. Steigt die Zwischenkreisspannung dennoch weiter an, kann die Chopperschaltung diesem entsprechend mit steigender Zwischenkreisspannung immer stärker entgegenwirken. Tritt nun der Netzfehler zum Zeitpunkt ti ein, wird aber dieser Bandabstand AUDCL sofort verringert, idealerweise auf einen sehr kleinen Wert oder sogar auf den Wert nahe null. Das hat zur Folge, dass dann, wenn die Zwischenkreisspannung UDC die untere Grenzspannung UDCLI überschreitet, sie auch die obere Grenzspannung UDCL2 erreicht oder überschreitet. Das hat zur Folge, dass die Chopperschaltung dann quasi sofort maximale Leis- tung aus dem Gleichspannungszwischenkreis abführt. Genau das ist auch gewollt und in diesem Fehlerfall kommt es dann nicht mehr darauf an, möglichst viel Leistung wie im
Netzparallelbetrieb in das elektrische Versorgungsnetz einzuspeisen, sondern besonders gut zu einer Netzstabilisierung beizutragen. Es wurde erkannt, dass das durch die vorgeschlagene Ansteuerung der Chopperschaltung erreicht werden kann. Die eingespeiste Leistung P kann dadurch besser gesteuert werden. Es ist besonders zu beachten, dass durch dieses Reduzieren des Bandabstandes AUDCL die eingespeiste Wirkleistung P auch auf einen geringeren Wert gesteuert werden kann, wie dies zurZeit des Netzfehlers zwischen den Zeitpunkten ti und t2 in Diagramm C gezeigt wird. Es ist dabei zu beachten, dass es nicht unbedingt darauf ankommt, für die gezeigte Leistungsreduzierung auch die Zwischenkreisspannung zu reduzieren. Vielmehr wurde er- kannt, dass eine besonders stabile Zwischenkreisspannung trotz stark variierender weiterer Umstände, wie die schnelle Veränderung der Netzspannung UG, auch das Stabilisieren einer geringen eingespeisten Leistung begünstigen kann. Eine vergleichsweise hohe Zwischenkreisspannung kann dabei das Einspeisen der Leistung besser steuerbar machen.
Daher wird in der in Figur 3 gezeigten Variante die vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR auch zum Zeitpunkt ti , also zum Netzfehleranfang, auf einen höheren Wert angehoben, nämlich auf den Wert einer Zwischenkreisfehlerspannung UDCF. Das wird besonders dann vorgeschlagen, wenn die zuvor vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR aufgrund der arbeitspunktabhängigen Einstellungen eher einen geringeren Wert angenommen hat. Dieser geringere Wert kann beispielsweise 550V oder 630 V betragen, der dann im Netz- fehlerfall auf einen Wert von 680 V als Zwischenkreisfehlerspannung angehoben wird. War aber der Wert der vorgegebenen Zwischenkreisspannung aufgrund des Arbeitspunktes vor dem Fehler vergleichsweise hoch, betrug er beispielsweise 700 V, so wird ein solcher hoher Wert beibehalten und nicht auf den beispielhaft genannten Wert der Zwischenkreisfehlerspannung UDCF von 680 V abgesenkt. Der vorgegebene Wert für die Zwischenkreisspan- nung wird somit bei Beginn des Netzfehlers entweder angehoben, wenn er vorher vergleichsweise gering war, oder in seiner Höhe beibehalten.
Dem liegt die Überlegung zugrunde, dass eine adäquate Ermittlung eines idealen Wertes für eine Zwischenkreisspannung im Netzfehlerfall, wenn der Netzfehler also gerade vorliegt, kaum möglich ist. Es muss also zu Beginn des Netzfehlers sofort ein praktikabler Wert eingestellt werden. Dazu wurde erkannt, dass einerseits der vor dem Netzfehler ermittelte Wert der vorgegebenen Zwischenkreisspannung UDCR eine Orientierung geben kann und
außerdem der Wert der Zwischenkreisspannung im Fehlerfall nicht zu niedrig liegen sollte, um bei der Leistungseinspeisung im Fehlerfall möglichst keine Regelreserven aufzugeben.
Ist der Netzfehler nun beendet, zumindest insoweit als dass die Netzspannung UG den vorgegebenen Unterspannungswert Um wieder überschritten hat, so sollte nun in einer stabilen Art und Weise wieder Normalbetrieb hergestellt werden. Dazu sieht die Steuerung der Zwischenkreisspannung UDC vor, ab dem Netzfehlerende, also ab dem Zeitpunkt
den Bandabstand AUDCL langsam zu erhöhen. Dazu kann die untere Spannungsgrenze UDCLI mit einer Flanke allmählich bis zum Zeitpunkt t3 abfallen, während die obere Spannungsgrenze UDCL2 ebenfalls und zeitgleich bis zum Zeitpunkt t3 allmählich ansteigt. Damit geht einher, dass auch die vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR vom Netzfehlerende bis zum Zeitpunkt t3 allmählich auf ihren alten Wert vor dem Netzfehler zurückfällt. Dann, also zum Zeitpunkt t3, wird davon ausgegangen, dass sich das elektrische Versorgungsnetz von dem Netzfehler im Wesentlichen erholt hat. Deswegen wird der Zeitraum zwischen dem Netzfehlerende zum Zeitpunkt t2 und dem späteren Zeitpunkt t3 als Erho- lungszeitraum TD bezeichnet. Bereits im Erholungszeitraum TD, spätestens ab dem Zeitpunkt t3, wird dann davon ausgegangen, dass die Chopperschaltung kaum noch arbeitet, allenfalls wenig Leistung aus dem Zwischenkreis abführt, idealerweise keine Leistung aus dem Zwischenkreis mehr abführt. Wie Diagramm C zeigt, hat dann die eingespeiste Leistung P auch wieder ihren Anfangswert PA erreicht. In dem Diagramm B sind während des Netzfehlers, also zwischen den Zeitpunkten ti und t2, die obere Grenzspannung UDCL2, die untere Grenzspannung UDCLI und die vorgegebene Zwischenkreisspannung UDCR nah bei einander. Wenn UDCLI und UDCL2 zusammen fallen, dann wird 100% gechoppert, sobald die Spannung UDCLI erreicht oder überschreitet wird. Idealerweise wird ein kleiner Abstand zwischen UDCLI und UDCL2 vorgeschlagen. Die in Diagramm B zwischen den Zeiten ti und t2 gezeigten Abstände der drei Linien sind sehr klein und darstellungsbedingt so gewählt, dass dieser Abstand auch erkennbar ist, um auch dort die drei Linien unterscheiden zu können.
Im Bereich vor dem Netzfehler, also vor dem Zeitpunkt ti und nach dem Netzfehler, also nach dem Zeitpunkt t2, unterscheiden sich aber die obere Grenzspannung UDCL2 und die untere Grenzspannung UDCLI deutlicher. Ebenfalls ist in diesen Bereichen ein kleiner Un-
terschied zwischen der unteren Grenzspannung UDCU und der vorgegebenen Grenzspannung UDCR gezeigt. Gemäß einer Ausführungsform können diese beiden Verläufe allerdings zusammenfallen und die vorgegebene Grenzspannung UDCR kann für diesen Fall optional über die untere Grenzspannung UDCU vorgegeben werden. Vorzugsweise liegt UDCU etwas höher als UDCR.
In Diagramm C der Figur 3 ist als weitere Alternative ein Leistungsverlauf mit P* dargestellt, der zu Beginn des Netzfehlers auf null abfällt, aber zum Ende des Netzfehlers zum Zeitpunkt t2 ebenfalls wieder auf den Wert der Anfangsleistung zurückgesteuert wird. Dieser Verlauf ist mit x-Symbolen gekennzeichnet. Für diese Variante ist ebenfalls der Verlauf einer Blindleistung Q* dargestellt. Auch die Blindleistung fällt hier zum Beginn des Netzfehlers ti auf null ab, steigt dann aber ab Netzfehlerende zum Zeitpunkt t2 bis zum Zeitpunkt t3 auf den alten Blindleistungswert wieder an. Auch diese Variante kann mit einer Zwischenkreissteuerung realisiert werden, wie sie in Diagramm B veranschaulicht ist.
Figur 4 zeigt zu einer Windenergieanlage 400 einen Rotor 406 mit in ihrem Blattwinkel verstellbaren Rotorblättern 408. Der Rotor 406 ist mit einem Generator 430 gekoppelt, der hier als sechsphasiger Synchrongenerator mit Fremderregung ausgebildet ist. Somit erzeugt der Generator 430 einen sechsphasigen Statorstrom an seinem Generatorausgang 432, der mittels eines Gleichrichters 434 gleichgerichtet und auf einen unteren Gleichspan- nungszwischenkreis 436 gegeben wird. Von diesem unteren Gleichspannungszwischen- kreis 436 kann auch ein Erregersteller 438 versorgt werden, um einen Erregerstrom für den fremderregten Synchrongenerator 430 bereitzustellen.
An den unteren Gleichspannungszwischenkreis 436 schließt sich ein Hochsetzsteller 440 an, der die Spannung des unteren Gleichspannungszwischenkreises 436 auf eine höhere Spannung in einem sich anschließenden oberen Gleichspannungszwischenkreis 442 an- hebt. Der obere Gleichspannungszwischenkreis 442 der Figur 4 kann dem Gleichspannungszwischenkreis 152 der Figur 1 entsprechen. Der untere Gleichspannungszwischenkreis 436 kann beispielsweise in der Gondel 104 der Windenergieanlage 100 der Figur 1 angeordnet sein.
Der obere Gleichspannungszwischenkreis 442 weist ebenfalls eine Chopperschaltung 444 auf, die wie die Chopperschaltung 160 der Figur 1 aufgebaut sein kann. Zum Wechselrichten ist ein Wechselrichterschaltmodul 446 vorgesehen, das einen dreiphasigen Wechselstrom bzw. eine dreiphasige Wechselspannung ausgibt und über einen Netzfilter 448 führt, der eine entsprechende Netzdrossel beinhaltet. Schließlich ist ein Netztransformator 468 vorgesehen, der dem Netztransformator 168 der Figur 1 entsprechen kann und eine Stellvorrichtung beinhalten kann, also als Stelltransformator ausgebildet sein kann. Das Ergebnis wird dann in das elektrische Versorgungsnetz 470 eingespeist, das dem elektrischen Versorgungsnetz 170 der Figur 1 oder 120 der Figur 2 entsprechen kann. Vorzugsweise speisen Windenergieanlagen mit einem modularen Vollumrichterkonzept die aus dem Wind erzeugte Leistung in das Energiesystem ein, also in ein elektrisches Versorgungsnetz. Dabei stellt sich eine arbeitspunktabhängige Gleichrichterzwischen- kreisspannung UDI ein. Diese kann also am unteren Gleichspannungszwischenkreis 436 der Figur 4 anliegen. Die für den Einspeisebetrieb notwendige Zwischenkreisspannung UD2 wird, sofern das notwendig ist, über ein Hochsetzstellermodul auf das notwendige Niveau erhöht. Dies kann der Hochsetzsteller 440 gemäß Figur 4 beispielsweise durchführen. Eine Notwendigkeit für das Anhaben der Spannung durch diesen Hochsetzsteller 440 ergibt sich besonders dann, wenn vergleichsweise wenig Leistung dem Wind zu entnehmen ist, wenn die Windenergie- anlage, und damit der Generator, also nicht unter Volllast arbeitet.
Die notwendige Zwischenkreisspannung UD2, die der Zwischenkreisspannung UDC gemäß Figur 1 entspricht, ist besonders abhängig von der Netzspannung UG, der Impedanz der Netzdrossel, also insbesondere auch der Impedanz des Filters 448 der Figur 4, und sowohl des Phasenwinkels als auch der Amplitude des einzuspeisenden Stroms. Von dem Filter 448 ist besonders die Netzdrossel relevant und die Kapazität kann vernachlässigt werden, so dass in der Fig.1 nur die Netzdrossel 158 gezeigt ist.
Diese notwendige Zwischenkreisspannung wird auf Grundlage von Sollwerten für jeden Arbeitspunkt online berechnet und entsprechend nachgeführt. Es kann also der Arbeitspunkt erfasst werden, hier wird aber vorgeschlagen, die Sollwerte für den Arbeitspunkt zu verwenden.
Bei einem Netzfehler wird etwaige überschüssige Energie aus dem Gleichspannungszwi- schenkreis im Chopperwiderstand in Wärme umgesetzt. Am Ausgang des Wechselrichters stellt sich ein Strom ein, der von der Einspeisestrategie und der Parametrierung abhängig ist. Dieser Strom am Ausgang des Wechselrichters braucht also nicht sämtliche Leistung einzuspeisen, sondern nur diejenige Leistung, die aufgrund des gewählten oder vorgegebenen Konzeptes auch eingespeist werden soll. Der Rest wird mittels der Chopperschaltung aus dem Zwischenkreis abgeführt und in dem Chopperwiderstand in Wärme umgesetzt, der natürlich auch als Widerstandsbank realisiert sein kann.
Hier wird besonders vorgeschlagen, nach Beendigung eines Netzfehlers auf den optimalen Arbeitspunkt zurückzufahren, ohne dass ein Überschwingen am Ausgang des Wechselrichters sichtbar wird, nämlich ohne dass die eingespeiste Leistung überschwingt.
Die vorgeschlagene Erfindung ist besonders zum Anschluss an weiche Netze vorgesehen, die ansonsten mit Überspannung auf einen Leistungsüberschwinger am Ausgang des Wechselrichters reagieren würden. Ein solcher Überschwinger der Leistung und damit ein Überschwingen der Spannung des weichen Netzes, also des elektrischen Versorgungsnetzes, das eingespeist wird, wird vermieden.