Beschreibung
Anlage zum Stabilisieren eines Wechselspannungsnetzes
Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Stabilisieren eines Wechselspannungsnetzes mit einem Stromrichter und wenigstens einem elektrischen Energiespeicher.
Mittels des elektrischen Energiespeichers kann beispielsweise dem Wechselspannungsnetz entnommene elektrische Energie ge speichert werden und diese zu einem anderen Zeitpunkt dem Wechselspannungsnetz zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise ist die Anlage sowohl zum Austausch von Blindleistung als auch von Wirkleistung mit dem Wechselspannungsnetz einge richtet .
Durch einen Austausch der Wirkleistung zwischen dem elektri schen Energiespeicher und dem Wechselspannungsnetz kann bei spielsweise die Frequenz im Wechselspannungsnetz beeinflusst werden. Ist das Wechselspannungsnetz beispielsweise ein Ener gieversorgungsnetz, so ist die Grundfrequenz einer Wechsel spannung im Wechselspannungsnetz meist 50 Hz oder 60 Hz. Die se Frequenz soll nach Möglichkeit in der Zeit konstant blei ben. Aufgrund einer geänderten Leistungsaufnahme durch ange schlossene Verbraucher und/oder Leistungsabgabe durch ange schlossene Erzeuger unterliegt sie jedoch zeitlichen Fluktua tionen. Die Stabilisierung der Frequenz und damit des Wech selspannungsnetzes kann in solchen Fällen dadurch erreicht werden, dass bei Frequenzerhöhung im Wechselspannungsnetz (Überfrequenz) die Kompensationsanlage zu einer Wirkleis tungsaufnahme und bei einer Frequenzsenkung (Unterfrequenz) zu einer Wirkleistungsabgabe veranlasst wird.
Bekannte Anlagen zur Stützung eines Wechselspannungsnetzes bestehen beispielsweise aus einem Niederspannungswechselrich ter, der über einen Transformator zur Spannungsanpassung an das Wechselspannungsnetz angeschlossen ist. Mit einer zuneh menden Nennleistung steigen dabei die Blindleistungsverluste
durch den Transformator. Zudem wird der Transformator selbst immer größer. Bei Leistungen oberhalb von 10 MW muss schließ lich ein kostenintensiver Hochspannungstransformator einge setzt werden. Bedingt durch den Einsatz eines Niederspan nungsenergiespeichers nimmt auch der Oberschwingungsgehalt zu, welcher durch aufwendige Gegenmaßnahmen, wie Passivfil ter, verringert werden muss.
Wird hingegen der elektrische Energiespeicher bei einer hohen Gleichspannung betrieben, so wird eine aufwendige Isolation innerhalb der Anlage erforderlich. Bei einem Einsatz von Bat teriespeichern ist dies besonders problematisch, da Batterie speicher stets eine Restspannung aufweisen. Diese Restspan nung erschwert insbesondere eine Wartung der Anlage.
Eine artgemäße Anlage ist aus der WO 2016/150466 Al bekannt. Der Stromrichter der bekannten Anlage umfasst in einer Drei eckschaltung verbundene Stromrichterarme. In jedem Strom richterarm ist eine Reihenschaltung von Schaltmodulen vorge sehen, wobei jedes Schaltmodul einen schaltmoduleigenen elektrischen Energiespeicher aufweist.
Aus der EP 3 361 598 A2 ist ferner eine Anordnung bekannt, die einen modularen Stromrichter in einer sogenannten Doppel sternanordnung umfasst. Gleichspannungsseitig des Stromrich ters und zu diesem Parallel ist ein elektrischer Energiespei cher bereitgestellt, der eine Vielzahl parallel- und reihen geschalteter Energiespeichermodule aufweist.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine eingangs genannte An lage vorzuschlagen, die möglichst kostengünstig und zuverläs sig ist.
Die Aufgabe wird bei einer artgemäßen Anlage erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Stromrichter ein Matrix-Umrichter ist, der primärseitig mit einem m-phasigen Wechselspannungs netz verbindbar ist und dessen Sekundärseite einen n- phasigen Anschluss aufweist, die Anlage ferner wenigstens ei-
nen Transformator umfasst, der mit der Sekundärseite des Mat rix-Umrichters verbindbar ist, zudem wenigstens ein Wechsel richtermodul vorgesehen ist, das eine Wechselspannungsseite und eine Gleichspannungsseite aufweist, wobei die Wechsel spannungsseite mittels des Transformators mit der Sekundär seite des Matrix-Umrichters verbindbar ist, und der elektri sche Energiespeicher mit der Gleichspannungsseite des Wech selrichtermoduls verbindbar ist. Mit der erfindungsgemäßen Anlage kann demnach eine netzfrequente, beispielsweise drei phasige Wechselspannung, beispielsweise im Mittelspannungsbe reich, mittels des Matrixumrichters in eine Wechselspannung höherer Frequenz, vorzugsweise einer Frequenz zwischen 100 Hz und 500 Hz, umgewandelt werden. Diese Wechselspannung höherer Frequenz kann mittels des Transformators, beispielsweise mit tels eines kompakten Hochfrequenztransformators , auf eine niedrigere Spannungsamplitude, bevorzugt zwischen 500 V und 1 kV, überführt werden. Diese Wechselspannung niedrigerer Span nungsamplitude kann wiederum mittels des wenigstens einen Wechselrichtermoduls in eine Gleichspannung umgewandelt wer den. Die erfindungsgemäße Anlage erlaubt es, einige Nachteile des Standes der Technik zu überwinden. Die Wandlungsverluste sind aufgrund der Möglichkeit der Verwendung höherer Überset zungsfrequenzen reduziert. Auch ist es möglich, kompaktere und kostengünstigere Transformatoren einzusetzen. Durch die Anbindung des elektrischen Energiespeichers auf einem nieder frequenten Potenzial ist die Wartung der Anlage erleichtert. Bei einer Anbindung an ein dreiphasiges Wechselspannungsnetz ist der Matrix-Umrichter zweckmäßigerweise primärseitig mit einem dreiphasigen Anschluss versehen, um mit einem dreipha sigen Wechselspannungsnetz verbindbar zu sein.
Vorzugsweise ist der Matrix- Umrichter ein modularer Mehrstu fenumrichter. Ein modularer Mehrstufenumrichter (MMC) umfasst in seinem Grundaufbau mehrere Konverterarme, wobei jeder Kon verterarm eine Serienschaltung zweipoliger Schaltmodule auf weist. Häufig verwendete Schaltmodultypen sind Schaltmodule in Halbbrückenschaltung bzw. in Vollbrückenschaltung. Jedes der Schaltmodule des modularen Mehrstufenumrichters ist mit-
tels einer Ansteuereinrichtung einzeln ansteuerbar. Eine an einem der Konverterarme abfallende Spannung ist gleich der Summe von Spannungen, die an den zugehörigen Schaltmodulen abfallen. Mittels des MMC ist eine besonders vorteilhafte stufenförmige Konverterspannung erzeugbar.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist n=2. In diesem Fall sind ein erster und ein zweiter sekundärseitiger An schluss des Matrix-Umrichters vorgesehen, wobei der wenigs tens eine Transformator ein Einphasentransformator ist, mit tels dessen Primärwicklung die beiden sekundärseitigen An schlüsse miteinander verbunden sind. Der Stromrichter stellt also sekundärseitig eine einphasige Wechselspannung bereit, die mittels des Einphasentransformators auf ein niedrigeres Spannungsniveau übersetzt werden kann. Entsprechend weist das wenigstens eine Wechselrichtermodul wechselspannungsseitig einen einphasigen Anschluss. Ein solcher Aufbau der Anlage ist vorteilhaft einfach, insbesondere durch den einfachen Aufbau des Einphasentransformators.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der obigen Ausfüh rungsvariante sind mehrere Einphasentransformatoren und ihnen zugeordnete Wechselrichtermodule und Energiespeichermodule vorgesehen. Dabei sind die Primärwicklungen der Einphasen transformatoren ein einer Parallelschaltung miteinander ver bunden. Eine Sekundärwicklung eines jeden der Einphasentrans formatoren ist entsprechend mit der Wechselspannungsseite des zugeordneten Wechselrichtermoduls verbindbar, wobei die
Gleichspannungsseite eines jeden der Wechselrichtermodule mit dem diesem Wechselrichtermodul zugeordneten Energiespeicher verbindbar ist. Die Sekundärseite des Stromrichters ist hier mit mit einer Vielzahl von parallelgeschalteten Transformato ren verbunden. Durch die Parallelschaltung der Transformato ren kann die Stromtragfähigkeit der Anlage erhöht werden.
Gemäß einer alternativen Variante sind mehrere Einphasen transformatoren und ihnen zugeordnete Wechselrichtermodule und Energiespeichermodule vorgesehen, wobei die Primärwick-
lungen der Einphasentransformatoren ein einer Reihenschaltung miteinander verbunden sind. Hierbei ist die Sekundärwicklung eines jeden der Einphasentransformatoren mit der Wechselspan nungsseite des zugeordneten Wechselrichtermoduls verbindbar, wobei die Gleichspannungsseite eines jeden der Wechsel- richtermodule mit dem diesem Wechselrichtermodul zugeordneten Energiespeicher verbindbar ist. Die Sekundärseite des Strom richters ist hiermit mit einer Vielzahl von in Reihe geschal teten Transformatoren verbunden. Durch die Reihenschaltung der Transformatoren kann die erreichbare Spannung vorteilhaft erhöht werden. In den oben beschriebenen Ausführungsformen können zur Stromerhöhung die Gleichspannungsseiten der Wech- selrichtermodule des Weiteren parallelgeschaltet werden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist n=3. Damit sind ein erster, ein zweiter und ein dritter sekundärseitiger An schluss des Matrix-Umrichters vorgesehen, wobei der wenigs tens eine Transformator ein Dreiphasentransformator ist, und das wenigstens eine Wechselrichtermodul eine dreiphasige Wechselspannungsseite aufweist. Der sekundärseitige Anschluss des Matrix-Umrichters ist damit dreiphasig. Entsprechend ist auch die Wechselspannungsseite des Wechselrichtermoduls drei phasig ausgestaltet.
Zweckmäßigerweise sind mehrere Transformatoren und ihnen zu geordnete Wechselrichtermodule und Energiespeichermodule vor gesehen. Dabei sind die Primärwicklungen der Transformatoren ein einer Parallelschaltung miteinander verbunden und die Se kundärwicklungen eines jeden der Transformatoren mit der Wechselspannungsseite des zugeordneten Wechselrichtermoduls verbindbar ist, wobei die Gleichspannungsseite eines jeden der Wechselrichtermodule mit dem ihm zugeordneten Energie speicher verbindbar ist. Die Sekundärseite des Stromrichters ist hiermit mit einer Vielzahl von parallelgeschalteten
Transformatoren verbunden. Durch die Parallelschaltung der Transformatoren kann die Stromtragfähigkeit der Anlage erhöht werden .
Geeigneterweise umfasst das wenigstens eine Wechselrichtermo dul eine n-phasige Brückenschaltung mit Leistungshalbleiter schaltern. Damit kann die Brückenschaltung insbesondere zwei- phasig oder dreiphasig sein, wobei die Wechselspannungsseite des Wechselrichtermoduls über einen entsprechend n-phasigen Anschluss verfügt. Die Brückenschaltung kann beispielsweise eine dem Fachmann bekannte Vollbrückenschaltung sein. Dabei umfasst die Brückenschaltung n parallel angeordnete Reihen schaltungen von jeweils zwei der Leistungshalbleiterschalter, wobei die beiden äußeren Potenzialpunkte der Reihenschaltun gen der Leistungshalbleiterschalter zweckmäßigerweise mit der Gleichspannungsseite des Wechselrichtermoduls verbunden sind. Die Anschlüsse der Wechselspannungsseite des Wechselrichter moduls sind geeigneterweise mit Potenzialpunkten zwischen den Leistungshalbleiterschalter jedes der Reihenschaltungen ver bunden .
Vorzugsweise umfasst das wenigstens eine Wechselrichtermodul, einen Brückenkondensator in einer Parallelschaltung zu der Brückenschaltung. Damit ist der Brückenkondensator beispiels weise direkt mit der Gleichspannungsseite des Wechselrichter moduls verbunden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst das wenigs tens eine Wechselrichtermodul ferner ein DCDC-Wandler, der mit einer Gleichspannungsseite der Brückenschaltung verbunden ist .
Bevorzugt weist der DCDC-Wandler zwei Halbleiterschalter so wie einen Wandlerkondensator in einer Halbbrückenschaltung auf, wobei die Gleichspannungsseite des Wechselrichtermoduls parallel zum Wandlerkondensator angeordnet ist. Zwischen der Brückenschaltung und dem DCDC-Wandler kann zudem eine Glät tungsdrossel angeordnet sein.
Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn der Transformator ein Mittel- oder Hochfrequenztransformator ist. Die Arbeitsfre-
quenz des Transformators kann damit beispielsweise bei über 100 Hz liegen, insbesondere zwischen 100 Hz und 500 Hz.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 15 weiter erläutert.
Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfin dungsgemäßen Anlage in einer schematischen Darstellung;
Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfin dungsgemäßen Anlage in einer schematischen Darstellung;
Figur 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfin dungsgemäßen Anlage in einer schematischen Darstellung;
Figur 4 zeigt ein erstes Beispiel eines Matrix-Umrichters in einer schematischen Darstellung;
Figur 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfin dungsgemäßen Anlage in einer schematischen Darstellung;
Figur 6 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfin dungsgemäßen Anlage in einer schematischen Darstellung;
Figur 7 zeigt ein zweites Beispiel eines Matrix-Umrichters in einer schematischen Darstellung;
Figur 8 zeigt ein Beispiel eines Schaltmoduls für einen der Matrix-Umrichter der Figuren 4 und 7 in einer schematischen Darstellung;
Figuren 9 und 10 zeigen jeweils ein Beispiel eines Wechsel richtermoduls in einer schematischen Darstellung;
Figur 11 zeigt ein Beispiel einer Brückenschaltung für eines der Wechselrichtermodule der Figuren 9 und 10;
Figuren 12 und 13 zeigen weitere Beispiele für ein Wechsel richtermodul in einer schematischen Darstellung;
Figur 14 zeigt ein Beispiel einer Brückenschaltung für eines der Wechselrichtermodule der Figuren 12 und 13 in einer sche matischen Darstellung;
Figur 15 zeigt ein Beispiel eines DCDC-Wandlers für eines der Wechselrichtermodule der Figuren 9, 10, 12 und 13.
In Figur 1 ist eine Anlage 1 zum Stabilisieren eines Wechsel spannungsnetzes 2 dargestellt. Die Anlage umfasst einen
Stromrichter 3, der ein Matrix-Umrichter ist. Auf den Aufbau des Stromrichters 3 wird in der nachfolgenden Figur 4 näher eingegangen. Der Stromrichter 3 weist einen primärseitigen dreiphasigen Wechelspannungsanschluss 4 und ist damit mit dem dreiphasigen Wechselspannungsnetz 2 verbindbar. Über eine Se kundärseite mit einem sekundärseitigen, einphasigen Anschluss 5 ist der Stromrichter 3 mit einem Einphasentransformator, im gezeigten Ausführungsbeispiel einem einphasigen Mittelfreu- quenztransformator 6, bzw. dessen Primärwicklung verbunden. Über eine Sekundärwicklung ist der Mittelfrequenztransforma tor 6 mit einer Wechselspannungsseite 8 eines Wechselrichter moduls 7 verbunden. Auf den Aufbau des Wechselrichtermoduls 7 wird in den nachfolgenden Figuren 9-11 näher eingegangen. Die Anlage 1 umfasst ferner einen elektrischen Energiespeicher 10, der mit einer Gleichspannungsseite 9 des Wechselrichter moduls 7 verbunden ist. Im dargestellten Beispiel ist der elektrische Energiespeicher 10 ein Batteriespeicher.
Die Anlage umfasst ferner eine Ansteuereinheit 11 zum Steuern des Stromrichters 3 mittels einer Ansteuerung dessen steuer barer Halbleiterschalter. Die Ansteuereinheit 11 kann darüber hinaus Regelung des Leistungsaustausches zwischen der Anlage 1 und dem Wechselspannungsnetz 2 durchführen. Ströme und Spannungen sowohl auf der Primärseite als auch auf der Sekun därseite des Stromrichters 3 werden mittels geeigneter Mess vorrichtungen 12-14 erfasst und der Ansteuereinheit 11 zuge-
führt, welche in Abhängigkeit von Betriebspunktvorgaben An steuersignale für den Stromrichter 3 und die übrigen Elemente der Anlage 1 generiert.
In Figur 2 ist eine Anlage 15 zum Stabilisieren eines Wech selspannungsnetzes 2 dargestellt. Gleiche und gleichartige Elemente und Anlagenteile sind in den Figuren 1 und 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen. Der Aufbau der Anlage 15 entspricht weitgehend demjenigen der Anlage 1 der Figur 1.
Aus Übersichtlichkeitsgründen wird daher im Folgenden ledig lich auf die Unterschiede zwischen den Anlagen 1 und 15 ein gegangen. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Figur 3.
Im Unterschied zur Anlage 1 der Figur 1 umfasst die Anlage 15 eine Mehrzahl von Einphasentransformatoren 6a, 6b, die als
Mittelfrequenztransformatoren ausgebildet sind. Im darge stellten Beispiel sind es zwei, es ist jedoch denkbar und oh ne weiteres möglich, deren Anzahl grundsätzlich beliebig mit entsprechendem Aufbau zu erhöhen. Die Mittelfrequenztransfor matoren 6a, b sind primärseitig in einer Parallelschaltung miteinander verbunden. Jeder der Mittelfrequenztransformato ren 6a, b ist sekundärseitig mit einem eigenen Wechsel richtermodul 7a bzw. 7b verbunden, dessen Gleichspannungssei te 9 jeweils mit einem zugeordneten elektrischen Energiespei cher 10a bzw. 10b verbunden ist.
Die Anlage 15 verfügt, wie die Anlage 1, über eine dazu gleichartig aufgebaute Ansteuereinheit mit entsprechenden Messvorrichtungen, die jedoch in Figur 2 figürlich nicht ex plizit dargestellt ist.
In Figur 3 ist eine Anlage 16 zum Stabilisieren des Wechsel spannungsnetzes 2 dargestellt.
Im Unterschied zur Anlage 1 der Figur 1 umfasst die Anlage 16 eine Mehrzahl von Einphasentransformatoren 6c, 6d, die als
Mittelfrequenztransformatoren ausgebildet sind. Im darge stellten Beispiel sind es zwei, es ist jedoch denkbar und oh-
ne weiteres möglich, deren Anzahl grundsätzlich beliebig mit entsprechendem Aufbau zu erhöhen. Die Mittelfrequenztransfor- matoren 6c, d sind primärseitig in einer Reihenschaltung mit einander verbunden. Jeder der Mittelfrequenztransformatoren 6c, d ist sekundärseitig mit einem eigenen Wechselrichtermo dul 7c bzw. 7d verbunden, dessen Gleichspannungsseite 9 je weils mit einem zugeordneten elektrischen Energiespeicher 10c bzw. lOd verbunden ist.
Auch die Anlage 16 verfügt, wie die Anlagen 1 und 15 der Fi guren 1 und 2, über eine Ansteuereinheit mit entsprechenden Messvorrichtungen, die jedoch in Figur 3 figürlich nicht ex plizit dargestellt ist.
Figur 4 zeigt einen Stromrichter 3 für eine der Anlagen 1,
15, 16 der Figuren 1 bis 3. Der Stromrichter 3 ist ein Mat rix-Umrichter mit einer Primärseite 21 und einer Sekundärsei te 22. Die Primärseite 21 weist einen dreiphasigen Anschluss 23 mit drei Anschlusszweigen A, B, C auf, mittels dessen der Stromrichter beispielsweise mit einem dreiphasigen Wechsel spannungsnetz verbindbar ist. Die Sekundärseite 22 weist ei nen einphasigen Anschluss 24 mit zwei Anschlusszweigen U, V auf, mittels dessen der Stromrichter 3 beispielsweise mit ei nem Einphasentransformator verbindbar ist. Der Stromrichter 3 umfasst sechs Umrichterarme 25 bis 30, wobei jeder primärsei tige Anschlusszweig A-C jeweils über einen der Umrichterarme 25-30 mit einem sekundärseitigen Anschlusszweig U,V verbunden ist. Im in Figur 4 dargestellten Beispiel sind die Umrichter arme 25-30 gleichartig aufgebaut, was jedoch im Allgemeinen nicht notwendig ist. Jeder Umrichterarm 25-30 weist eine Glättungsinduktivität 31 sowie eine Reihenschaltung zweipoli ger Schaltmodule 32 auf. Die Anzahl der Schaltmodule 32 in einem Umrichterarm kann bis zu mehreren Hundert und mehr be tragen. Auf den Aufbau der Schaltmodule 32 wird nachfolgend in der Figur 8 näher eingegangen. Der Stromrichter kann fer ner eine figürlich nicht dargestellte, eigene Steuerungsvor richtung umfassen.
In Figur 5 ist eine Anlage 33 zum Stabilisieren des Wechsel spannungsnetzes 2 dargestellt. Gleiche und gleichartige Ele mente und Anlagenteile sind in den Figuren 1 und 5 mit glei chen Bezugszeichen versehen. Der Aufbau der Anlage 33 ent spricht weitgehend demjenigen der Anlage 1 der Figur 1. Aus Übersichtlichkeitsgründen wird daher im Folgenden lediglich auf die Unterschiede zwischen den Anlagen 1 und 33 eingegan gen. Gleiches gilt im Übrigen auch für die nachfolgende Figur 6.
Die Anlage 33 umfasst einen Stromrichter 34. Der Stromrichter 34 weist einen primärseitigen dreiphasigen Wechelspannungsan- schluss 4 und ist damit mit dem dreiphasigen Wechselspan nungsnetz 2 verbindbar. Über eine Sekundärseite mit einem se kundärseitigen, ebenfalls dreiphasigen Anschluss 35 ist der Stromrichter 34 mit einem Dreiphasentransformator 36, im ge zeigten Ausführungsbeispiel einem einphasigen Mittelfreu- quenztransformator, verbunden. Über dessen Sekundärwicklungen ist der Mittelfrequenztransformator 36 mit einer Wechselspan nungsseite 38 eines Wechselrichtermoduls 37 verbunden. Auf den Aufbau des Wechselrichtermoduls 37 wird in den nachfol genden Figuren 12-14 näher eingegangen.
In Figur 6 ist eine Anlage 39 zum Stabilisieren des Wechsel spannungsnetzes 2 dargestellt. Im Unterschied zur Anlage 33 der Figur 5 umfasst die Anlage 34 eine Mehrzahl von Dreipha sentransformatoren 36a, 36b, die als Mittelfrequenztransfor- matoren ausgebildet sind. Im dargestellten Beispiel sind es zwei, es ist jedoch denkbar und ohne weiteres möglich, deren Anzahl grundsätzlich beliebig mit entsprechendem Aufbau zu erhöhen. Die Mittelfrequenztransformatoren 36a, 36b sind pri märseitig in einer Parallelschaltung miteinander verbunden. Jeder der Mittelfrequenztransformatoren 36a, 36b ist sekun därseitig mittels entsprechender Anschlüsse 38 mit einem ei genen Wechselrichtermodul 37a bzw. 37b verbunden, dessen Gleichspannungsseite 9 jeweils mit einem zugeordneten
elektrischen Energiespeicher lOe bzw. lOf verbunden ist.
Auch die Anlagen 33 und 39 verfügen, wie die Anlage 1 der Fi gur 1, über eine Ansteuereinheit mit entsprechenden Messvor richtungen, die jedoch in den obigen Figuren 5 und 6 figür lich nicht explizit dargestellt sind.
Figur 7 zeigt einen Stromrichter 34 für eine der Anlagen 33, 39 der Figuren 5 und 6. Gleiche und gleichartige Elemente und Anlagenteile sind in den Figuren 4 und 7 mit gleichen Bezugs zeichen versehen. Aus Übersichtlichkeitsgründen wird im Fol genden lediglich auf die Unterschiede zwischen den Stromrich tern 3 und 34 eingegangen.
Der Stromrichter 34 ist ein Matrix-Umrichter mit einer Pri märseite 21 und einer Sekundärseite 41. Im Unterschied zum Stromrichter 3 der Figur 4 weist die Sekundärseite 41 einen dreiphasigen Anschluss 40 mit drei Anschlusszweigen U, V und W auf, mittels dessen der Stromrichter 34 beispielsweise mit einem Dreiphasentransformator verbindbar ist. Der Stromrich ter 34 umfasst neun Umrichterarme 42 bis 50, wobei jeder pri märseitige Anschlusszweig A-C jeweils über einen der Um richterarme 42-50 mit einem sekundärseitigen Anschlusszweig U,V,W verbunden ist. Im in Figur 7 dargestellten Beispiel sind die Umrichterarme 42-50 gleichartig aufgebaut, was je doch im Allgemeinen nicht notwendig ist.
Figur 8 zeigt ein Schaltmodul 32 für einen der Stromrichter 3 bzw. 34 der Figuren 4 und 7. Das Schaltmodul 32 ist als ein sogenanntes Vollbrückenmodul ausgebildet und umfasst entspre chend vier abschaltbare Halbleiterschalter Sl-4, denen je weils eine Freilaufdiode D antiparallel geschaltet ist. Pa rallel zu der Brückenschaltung der Halbleiterschalter Sl-4 ist ein Kondensator C angeordnet, an dem eine Kondensator spannung Uc ansteht, sowie eine Spannungsmessvorrichtung 51 zur Erfassung der Kondensatorspannung Uc. An den Anschluss klemmen 521, 522 des Schaltmoduls kann eine Spannung erzeugt werden, durch geeignete Ansteuerung der Halbleiterschalter Sl-4, die der Kondensatorspannung Uc, einer negativen Konden satorspannung -Uc oder einer Nullspannung entspricht.
In Figur 9 ist ein Beispiel eines Wechselrichtermoduls 51 für eine der Anlagen der Figuren 1 bis 3 dargestellt. Das Wech selrichtermodul 51 umfasst eine Brückenschaltung 54 sowie ei nen DCDC-Wandler 55. Die Brückenschaltung 54 weist eine Wech selspannungsseite 52 mit einem einphasigen Anschluss mit zwei Anschlusszweigen Yl, Y2 sowie eine Gleichspannungsseite 53 mit zwei Anschlüssen ZI, Z2 auf. Auf den Aufbau der Brücken schaltung wird in der nachfolgenden Figur 11 näher eingegan gen. Der DCDC-Wandler 55 ist mittels Anschlüsse DC+, DC- mit einem elektrischen Energiespeicher verbindbar. Auf den Aufbau des DCDC-Wandlers 55 wird in der nachfolgenden Figur 15 näher eingegangen .
In Figur 10 ist ein weiteres Beispiel eines Wechselrichtermo duls 56 für eine der Anlagen der Figuren 1 bis 3 dargestellt. Das Wechselrichtermodul 56 umfasst eine Brückenschaltung 54. Im Unterschied zum Wechselrichtermodul 51 der Figur 9 umfasst das Wechselrichtermodul 56 weist keinen DCDC-Wandler. Die Brückenschaltung 54 weist eine Wechselspannungsseite 52 mit einem einphasigen Anschluss mit zwei Anschlusszweigen Yl, Y2 sowie eine Gleichspannungsseite 53 mit zwei Anschlüssen ZI,
Z2 auf. Auf den Aufbau der Brückenschaltung wird in der nach folgenden Figur 11 näher eingegangen.
In Figur 11 ist eine Brückenschaltung 54 für eines der Wech- selrichtermodule 51 bzw. 56 der Figuren 9 und 10 dargestellt. Die Brückenschaltung 54 umfasst vier abschaltbare Halbleiter schalter S1-S4 sowie dazu antiparallele Dioden D. In einer Parallelschaltung zu den gleichspannungsseitigen Anschlüssen ZI und Z2 der Brückenschaltung 54, die eine Gleichspannungs seite 53 der Brückenschaltung ausbilden, ist ein Brückenkon densator CB angeordnet.
In Figur 12 ist ein Beispiel eines Wechselrichtermoduls 57 für eine der Anlagen der Figuren 5 und 6 dargestellt. Das Wechselrichtermodul 57 umfasst eine Brückenschaltung 58 sowie einen DCDC-Wandler 55. Die Brückenschaltung 58 weist eine
Wechselspannungsseite 59 mit einem dreiphasigen Anschluss mit drei Anschlusszweigen Yl-3 sowie eine Gleichspannungsseite 53 mit zwei Anschlüssen ZI, Z2 auf. Auf den Aufbau der Brücken schaltung wird in der nachfolgenden Figur 14 näher eingegan gen. Der DCDC-Wandler 55 ist mittels Anschlüsse DC+, DC- mit einem elektrischen Energiespeicher verbindbar. Auf den Aufbau des DCDC-Wandlers 55 wird in der nachfolgenden Figur 15 näher eingegangen .
In Figur 13 ist ein weiteres Beispiel eines Wechselrichtermo duls 60 für eine der Anlagen der Figuren 5 oder 6 darge stellt. Das Wechselrichtermodul 60 umfasst eine Brückenschal tung 59. Im Unterschied zum Wechselrichtermodul 57 der Figur 12 umfasst das Wechselrichtermodul 60 weist keinen DCDC- Wandler. Die Brückenschaltung 58 weist eine Wechselspannungs seite 52 mit einem dreiphasigen Anschluss mit drei Anschluss zweigen Yl-3 sowie eine Gleichspannungsseite 53 mit zwei An schlüssen ZI, Z2 auf. Auf den Aufbau der Brückenschaltung wird in der nachfolgenden Figur 14 näher eingegangen.
In Figur 14 ist eine Brückenschaltung 58 für eines der Wech- selrichtermodule 57 bzw. 60 der Figuren 12 und 13 darge stellt. Die Brückenschaltung 58 umfasst sechs abschaltbare Halbleiterschalter S1-S6 sowie dazu antiparallele Dioden D.
In einer Parallelschaltung zu den gleichspannungsseitigen An schlüssen ZI und Z2 der Brückenschaltung 58 ist ein Brücken kondensator CB angeordnet.
In Figur 15 ist ein DCDC-Wandler 61 für eines der Wechsel- richtermodule der Figuren 9 und 12 dargestellt. Der DCDC- Wandler 61, der auch als Hochsetz-Tiefsetz-Steller bezeichnet wird, umfasst ein erstes Anschlusspaar 62, 63 zum Verbinden mit einer Brückenschaltung und ein zweites Anschlusspaar DC+, DC- zum Verbinden mit einem elektrischen Energiespeicher 64. Ferner umfasst der DCDC-Wandler 61 zwei Halbleiterschalter Hl, H2, die mit einem Wandlerkondensator Cw in einer Halbbrü ckenschaltung angeordnet sind. Den Halbleiterschaltern Hl, 2 ist jeweils eine Diode Dl bzw. D2 antiparallel geschaltet.
Eine zusätzliche Induktivität 65 kann an einem der Anschlüsse 62, 63 des ersten Anschlusspaars angeordnet sein.