Beschreibung
Energieübertragungsvorrichtung für ein Fahrzeug Die vorliegende Erfindung betrifft eine Energieübertragungs¬ vorrichtung zur Übertragung von Energie innerhalb eines Fahrzeugs, insbesondere eines Luftfahrzeugs, mit einem Kabelsys¬ tem. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit einem solchen Energieübertragungssystem sowie ein Verfahren zur Übertragung von Energie in einem Fahrzeug.
Bei bekannten Fahrzeugen werden typischerweise normalleitende Kabel verwendet, um elektrische Energie von einer Stromquelle - beispielsweise einer Batterie, Brennstoffzelle oder einem Generator - innerhalb des Fahrzeugs zu einem elektrischen
Verbraucher zu übertragen. Allgemein bei Fahrzeugen und besonders bei Luftfahrzeugen ist es dabei wichtig, dass das Ge¬ wicht über die Gesamtlänge der Energieübertragungsvorrichtung möglichst niedrig bleibt, um den Energieverbrauch für den Transport des Eigengewichts des Fahrzeugs niedrig zu halten. Bei dem elektrischen Verbraucher kann es sich beispielsweise um ein oder mehrere Elemente der Bordelektrik und/oder -elek- tronik oder auch um einen elektrischen Motor zum Antrieb des Fahrzeugs handeln, insbesondere um einen Propellermotor, Fanmotor und/oder Rotormotor. Gerade bei einem Luftfahrzeug muss ein solcher Antriebsmotor oft mit einer hohen elektrischen Leistung versorgt werden. Daher müssen von einer entsprechenden Energieübertragungsvorrichtung elektrische Leistungen im Bereich zwischen 1 MW und 20 MW zwischen der we- nigstens einen Stromquelle und dem wenigstens einen Verbrau¬ cher übertragen werden können.
Um einen Stromtransport für derart hohe Leistungen zu ermög¬ lichen, kann nach dem Stand der Technik ein normalleitendes Kabel mit Kupferleitern eingesetzt werden. Der sinnvolle
Spannungsbereich solcher Kabel in Luftfahrzeugen ist sowohl aufgrund von Ionisationsvorgängen in großer Höhe als auch durch das mit der Betriebsspannung stark ansteigende Gewicht
der nötigen Kabelisolation auf Werte unterhalb von etwa 2.5 kV beschränkt. Um eine Übertragungsleistung von 500 kW zu erreichen, kann beispielsweise Dreiphasenwechselstrom bei einer Betriebsspannung von 1 kV und einer Gesamtstromstärke von 500 A übertagen werden. Eine hierfür ausgelegte dreiphasige Übertragungsvorrichtung mit drei Leitersträngen kann ein Leitergewicht von circa 3, 6 kg pro Meter erreichen, beispielsweise bei Verwendung von drei kommerziell erhältlichen Kabeln des Typs RHEYWIND LV-RS (N) HXCMFOE 0,6/lkV der Firma Nexans . Für eine Übertragung der für den Antriebsmotor benötigten elektrischen Leistung können in einem Luftfahrzeug Kabellängen von mehreren 10 m, beispielsweise im Bereich von 50 m und bis zu 100 m, benötigt werden. Ein derart schweres Kabel, zu dessen Gewicht in der Übertragungsvorrichtung auch noch das Gewicht der benötigten Anschlussvorrichtungen hinzukommt, ist daher für den Einsatz in einem Luftfahrzeug unvorteilhaft.
Supraleitende Kabel sind generell geeignet, um mit einem niedrigen Leiterquerschnitt eine hohe Stromtragfähigkeit auch bei niedrigen Spannungen zu erreichen. Herkömmliche supraleitende Kabel sind jedoch typischerweise ebenfalls schwer, da zusätzlich zu den eigentlichen Leiterelementen noch Kryostat- wände, thermische Isolationselemente, Stützelemente und die¬ lektrische Isolationselemente zum Gesamtgewicht hinzukommen. Nach dem Stand der Technik weisen kommerziell erhältliche supraleitende Kabel für solche Übertragungsvorrichtungen einen doppelwandigen Kryostaten auf, dessen Wände jeweils als Wellrohr ausgebildet sind. Zwischen den beiden Wellrohren liegt dabei ein thermisch isolierender Vakuummantel und oft noch ein zusätzlicher thermischer Isolationsmantel vor. Derartige, auf einem Hochtemperatursupraleiter basierende Kabel sind beispielsweise von der Firma Nexans kommerziell erhält¬ lich. Im Inneren des inneren Wellrohrs ist hier ein Kühlmittelkanal angeordnet, innerhalb dessen zwei oder mehr Lagen von Leitersträngen geführt sind. Jeder Lage besteht dabei ty¬ pischerweise aus über 10 Einzelleitern, beispielsweise etwa 40 Einzelleiter pro Lage. Die einzelnen Lagen sind dabei konzentrisch umeinander angeordnet und durch Stützmaterialien
sowie Festkörperdielektrika voneinander getrennt, um die je¬ weils angegebene Spannungsfestigkeit zu erreichen. Beispiels¬ weise werden solche hochtemperatursupraleitenden Kabel für Wechselstrom-Betriebsspannungen von 350 kV oder für Gleich- strom-Betriebsspannungen von 650 kV angeboten. Durch den beschriebenen komplexen Aufbau sind solche Kabel nicht oder nicht viel leichter als bekannte normalleitende Kabel zur Übertragung hoher elektrischer Leistungen. Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Energieübertragungs¬ vorrichtung anzugeben, welche die genannten Nachteile überwindet. Insbesondere soll eine Energieübertragungsvorrichtung zur Verfügung gestellt werden, welche für die mobile Anwendung in Fahrzeugen besonders geeignet ist. Eine weitere Auf- gäbe ist es, ein Fahrzeug mit einer solchen Energieübertra¬ gungsvorrichtung sowie ein Verfahren zur Übertragung von Energie anzugeben.
Diese Aufgaben werden durch die in Anspruch 1 beschriebene Energieübertragungsvorrichtung, das in Anspruch 13 beschriebene Fahrzeug und das in Anspruch 15 beschriebene Verfahren gelöst .
Die erfindungsgemäße Energieübertragungsvorrichtung zur Über- tragung von Energie innerhalb eines Fahrzeugs, insbesondere eines Luftfahrzeugs, weist ein Kabelsystem auf, welches we¬ nigstens einen supraleitenden Kabelstrang mit wenigstens einem supraleitenden Leiterelement umfasst. Das supraleitende Kabelsystem ist dabei zur Übertragung elektrischer Energie mit einer Leistung von wenigstens 1 MW ausgelegt. Das supra¬ leitende Kabelsystem weist ein auf seine Länge bezogenes Ge¬ wicht von höchstens 2 kg/m auf.
Unter dem genannten, auf die Länge des Kabelsystems bezogenen Gewicht soll dabei hier und im Folgenden allgemein das Ge¬ samtgewicht des Kabelsystems (inklusive eventuell vorhandener Endverschlüsse) geteilt durch seine Gesamtlänge verstanden werden. Bei vergleichsweise kurzen Kabelsträngen wirkt sich
daher das Gewicht solcher Endverschlüsse, die beispielsweise zur Überwindung einer Temperaturdifferenz zwischen kryogener Temperatur und warmer Umgebungstemperatur eingesetzt werden, besonders stark aus. Weiterhin soll das genannte Gesamtge- wicht des Kabelsystems auch ein fluides Kühlmittel mit umfas¬ sen, welches zu einem Betrieb des Kabelsystems in einem inne¬ ren Kühlmittelkanal vorliegt.
Das erfindungsgemäße Übertragungssystem weist also einen oder mehrere supraleitende Kabelstränge auf, die so insgesamt so leicht sind, dass sie in Fahrzeugen eingesetzt werden können, ohne einen übermäßig hohen Beitrag zum Gesamtgewicht des Fahrzeugs zu leisten. Durch das supraleitende Leiterelement kann trotz des relativ geringen Gewichts eine hohe Stromtrag- fähigkeit erreicht werden, wodurch die Übertragung von Leistungen von wenigstens 1 MW, beispielsweise für einen An¬ triebsmotor des Fahrzeugs, möglich wird. Ein Kerngedanke der vorliegenden Erfindung ist es, diese Leistung bei vergleichsweise hohem Strom zu übertragen und dafür die hohe Stromtrag- fähigkeit des supraleitenden Leiterelements auszunutzen. Das Kabelsystem muss dann nicht für einen sehr hohen Spannungsbereich ausgelegt sein, sondern kann für niedrige Hochspannungen beispielsweise im Bereich von höchstens bis zu 10 kV aus¬ gelegt sein, wodurch die Anforderungen an die dielektrische Isolation und damit das Gewicht eines Kabelstrangs niedriger werden können. Es kann also die Komplexität des Kabelsystems im Vergleich zu herkömmlichen supraleitenden Kabelsystemen reduziert werden, um ein niedriges Kabelgewicht zu erreichen. Die elektrische Isolation des Kabels kann daher so leicht ausgeführt werden, dass das angegebene Gesamtgewicht des Ka¬ belsystems nicht überschritten wird. Im Vergleich zu normal¬ leitenden Kabelsystemen kann durch die supraleitenden Eigenschaften der Querschnitt des eigentlichen Leiterelements deutlich reduziert werden, wodurch auch wiederum ein niedri- geres Kabelgewicht erreicht werden kann.
Das erfindungsgemäße Fahrzeug, insbesondere ein Luftfahrzeug, weist eine Stromquelle, einen Verbraucher und ein erfindungs-
gemäßes Energieübertragungssystem zur Übertragung elektrischer Energie innerhalb des Fahrzeugs von der Stromquelle zu dem Verbraucher auf. Das Verfahren zur Übertragung von Energie in einem Fahrzeug, insbesondere einem Luftfahrzeug, weist die folgenden Schritte auf: Erzeugen von elektrischem Strom mittels einer im Fahrzeug angeordneten Stromquelle und Über¬ tragung des elektrischen Stroms von der Stromquelle zu einem Verbraucher mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Energieübertragungsvorrichtung. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Fahr- zeugs und des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich dabei analog zu den angegebenen Vorteilen der erfindungsgemäßen Übertragungsvorrichtung .
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfin- dung gehen aus den von den Ansprüchen 1 und 13 abhängigen Ansprüchen sowie der folgenden Beschreibung hervor. Dabei können die beschriebenen Ausgestaltungen der Energieübertragungsvorrichtung, des Fahrzeugs und des Verfahrens vorteil¬ haft miteinander kombiniert werden.
Der wenigstens eine supraleitende Kabelstrang kann vorteil¬ haft ein auf seine Länge bezogenes Gewicht von höchstens 0,7 kg/m aufweisen. Besonders vorteilhaft kann dieses Gewicht pro Kabelstrang bei höchstens 0,3 kg/m, insbesondere bei höchs- tens 0,15 kg/m liegen. Im Gegensatz zum genannten Gesamtgewicht des Kabelsystems soll das auf seine Länge bezogene Ge¬ wicht eines Kabelstrangs hier das Gewicht der eventuell vor¬ liegenden Endverschlüsse nicht mit einschließen. Allgemein kann das auf die Länge bezogene Gesamtgewicht des gesamten Kabelsystems (inklusive eventueller Endverschlüsse) vorteil¬ haft bei höchstens 1 kg/m, besonders vorteilhaft bei höchs¬ tens 0,5 kg/m liegen. Dabei kann das Kabelsystem auch mehrere Kabelstränge aufweisen, beispielsweise drei Kabelstränge zur Übertragung von Dreiphasenwechselstrom.
Das Kabelsystem kann allgemein eine Stromtragfähigkeit von wenigstens 500 A aufweisen, besonders vorteilhaft eine Strom¬ tragfähigkeit von wenigstens 1000 A, insbesondere sogar we-
nigstens 3000 A. Bei einem Kabelsystem mit mehreren Kabelsträngen kann insbesondere jeder einzelne Kabelstrang eine derart hohe Stromtragfähigkeit aufweisen. Eine solch hohe Stromtragfähigkeit ist vorteilhaft, um eine hohe elektrische Leistung von wenigstens 1 MW bei vergleichsweise geringer
Spannung im Bereich von wenigen kV zu übertragen. Beispielsweise kann dann das Kabelsystem für den Betrieb bei einer Spannung ausgelegt sein, welche unterhalb von 10 kV liegt. Beispielsweise kann eine solche Betriebsspannung des Kabel- Systems zwischen 0,5 kV und 5 kV liegen. Der Kabelstrang oder die Kabelstränge eines derart ausgelegten Kabelsystems kann/können dann entsprechend leicht ausgeführt werden, da das wenigstens eine supraleitende Leiterelement nicht gegen Spannungsüberschläge bei extrem hohen Spannungen abgesichert sein muss und die elektrische Isolation des Kabels entspre¬ chend dünn und leicht ausgeführt werden kann. So kann er¬ reicht werden, dass das Gewicht der elektrischen Isolation so weit unter dem angegebenen Gesamtgewicht liegt, dass die an¬ gegebenen Werte für das Gesamtgewicht des Kabelsystems pro Länge nicht überschritten werden.
Das Kabelsystem kann wenigstens einen doppelwandigen Kryostaten zur Kühlung des supraleitenden Leiterelements auf eine Temperatur unterhalb seiner Sprungtemperatur aufweisen. Zwi- sehen den beiden Wänden des Kryostaten kann ein Vakuum ausgebildet werden, um das Innere des Kryostaten gegen die äußere Umgebung thermisch zu isolieren. Zusätzlich kann der Kryostat beispielsweise zwischen den beiden Wänden oder auch innen und/oder außen angrenzend wenigstens ein weiteres thermisches Isolationselement aufweisen.
Kabelsysteme, welche mehrere Kabelstränge aufweisen, können dabei einen gemeinsamen Kryostaten aufweisen, innerhalb dessen mehrere Kabelstränge geführt sind. So kann das Gewicht eines solchen Kabelsystems mit mehreren Kabelsträngen vorteilhaft besonders gering gehaltenwerden. Alternativ ist es jedoch prinzipiell auch möglich, dass jeder Kabelstrang einen eigenen, ihn umgebenden Kryostaten aufweist.
Besonders vorteilhaft können die Kryostatwände des doppelwan¬ digen Kryostaten zu einem mehrheitlichen Teil der Längsausdehnung des Kabelsystems als glattwandige Rohre ausgebildet sein. Eine solche Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, um ein geringes Gewicht des Kabelsystems zu erreichen. Für Anwendungen, bei denen eine hohe mechanische Flexibilität des Kabelsystems benötigt wird, kann das glattwandige Doppelrohr eines solchen Kryostaten auch von einem oder mehreren gewellt ausgeformten Abschnitten unterbrochen sein. Die entsprechend mit einem doppelten Wellrohr ausgebildeten Teilabschnitte können ähnlich wie beim Stand der Technik für eine mechanische Verformung genutzt werden. Für das geringe Gewicht des Kabels ist es ausreichend, wenn der Kryostat auf einem über- wiegenden Teil der Kabellänge als glattwandiger Kryostat aus¬ gebildet ist. Aufgrund der in den entsprechenden Bereichen glatt ausgebildeten Kryostatwände ist vorteilhaft ein rei¬ bungsarmer Transport eines innerhalb des Kryostaten geführten flüssigen Kühlmittels möglich, was ebenfalls vorteilhaft das Gewicht eines Pumpsystems für den Kühlkreislauf reduziert. Auch Spannungsüberschläge zwischen Leiterelement und
Kryostatwand können durch eine glatte Form der Kryostatwand vorteilhaft reduziert werden, ohne dass schwere dielektrische Isolationselemente zwischen Leiterelement und Kryostatwand benötigt werden.
Allgemein kann der Gewichtsanteil des doppelwandigen Kryostaten am Gewicht des Kabelsystems vorteilhaft unterhalb von 0.25 kg/m, insbesondere unterhalb von 0.1 kg/m liegen. Die Kryostatwände können aus metallischem Material gebildet sein oder zumindest ein metallisches Material aufweisen. Alterna¬ tiv können die Kryostatwände auch aus einem Kunststoff gebil¬ det sein oder ein solches Material umfassen. Beispielsweise kann es sich bei dem Kunststoff vorteilhaft um ein Poly- etheretherketon (PEEK) handeln.
Das wenigstens eine supraleitende Leiterelement kann ein hochtemperatursupraleitendes Leitermaterial aufweisen. Hoch-
temperatursupraleiter (HTS) sind supraleitende Materialien mit einer Sprungtemperatur oberhalb von 25 K und bei einigen Materialklassen, beispielsweise den Cuprat-Supraleitern, oberhalb von 77 K, bei denen die Betriebstemperatur durch Kühlung mit anderen kryogenen Materialien als flüssigem Helium erreicht werden kann. HTS-Materialien sind deshalb besonders attraktiv, da diese Materialien abhängig von der Wahl der Betriebstemperatur sehr hohe kritische Stromdichten aufweisen können und somit für Kabelsysteme mit sehr hohen
Stromtragfähigkeiten geeignet sind.
Insbesondere kann das hochtemperatursupraleitende Material Magnesiumdiborid umfassen. Besonders vorteilhaft kann das Leiterelement als Hauptbestandteil Magnesiumdiborid aufweisen oder sogar im Wesentlichen aus Magnesiumdiborid bestehen. Magnesiumdiborid weist eine Sprungtemperatur von etwa 39 K auf und gilt somit als Hochtemperatur-Supraleiter, allerdings ist die Sprungtemperatur im Vergleich zu anderen HTS-Materialien eher niedrig. Die Vorteile dieses Materials im Ver- gleich zu oxidkeramischen Hochtemperatur-Supraleitern liegen bei seiner leichten und somit kostengünstigen Herstellbarkeit. Auf Magnesiumdiborid basierende Leiter können besonders einfach und günstig durch Aerosoldeposition oder durch das sogenannte Powder-in-Tube-Verfahren hergestellt werden.
Alternativ oder zusätzlich kann das Leiterelement aber auch andere hochtemperatursupraleitende Materialien umfassen, bei¬ spielsweise HTS-Materialien der zweiten Generation, also Verbindungen des Typs REBa2Cu30x (kurz REBCO) , wobei RE für ein Element der seltenen Erden oder eine Mischung solcher Elemente steht. REBCO-Supraleiter können aufgrund ihrer hohen
Sprungtemperaturen auch mit flüssigem Stickstoff gekühlt werden und weisen vor allem bei tieferen Temperaturen als 77 K eine besonders hohe Stromtragfähigkeit auf.
Andere vorteilhafte Materialien sind HTS-Materialien der ersten Generation, beispielsweise die verschiedenen Varianten des Bismut-Strontium-Calcium-Kupferoxids . Alternativ können
auch supraleitende Pnictide zum Einsatz kommen. Aufgrund ih¬ rer eher niedrigen Sprungtemperatur kommen supraleitende Pnictide für eine Betriebstemperatur von etwa 20 bis 30 K in Frage .
Das Kabelsystem kann zur Übertragung von Wechselstrom ausgebildet sein. Hierzu kann das Kabelsystem mehrere supraleitende Leiterelemente aufweisen, die jeweils einer Phase des Wechselstroms zugeordnet sind. Insbesondere kann es sich um ein Kabel zur Übertragung von Dreiphasenwechselstrom handeln. Die Leiterelemente, die den jeweiligen Phasen zugeordnet sind, können dabei vorteilhaft in einzelnen Kabelsträngen geführt werden. Beispielsweise kann für jede Phase ein einzel¬ ner Kabelstrang vorgesehen sein, der jeweils zwei elektrisch getrennte Leiter aufweisen kann. Die Kabelstränge der einzel¬ nen Phasen können, wie oben beschrieben, entweder vorteilhaft in einem gemeinsamen Kryostaten angeordnet sein oder alternativ in separaten Kryostaten angeordnet sein.
Alternativ kann das Kabelsystem jedoch auch als Kabelsystem zur Gleichstromübertragung ausgelegt sein. Auch bei dieser Ausführungsform kann mit supraleitenden Leiterelementen vorteilhaft eine Übertragung hoher elektrischer Leistung bei insgesamt niedrigem Gewicht des Kabelsystems erreicht werden. Zur Gleichstromübertragung werden hierfür vorteilhaft sogar nur zwei elektrisch getrennte supraleitende Leiter benötigt. Entsprechend muss noch weniger Masse pro Meter Kabelystem für Isolationselemente aufgewendet werden, und das Kabelsystem kann als Gleichstrom-Kabelsystem besonders leicht ausgeführt werden .
Allgemein kann jeder Kabelstrang vorteilhaft nur höchstens zwei separate supraleitende Leiterelemente aufweisen, die ne¬ beneinander und parallel zueinander geführt sind. Im Gegen- satz zum Stand der Technik - beispielsweise den Kabeln von Nexans - besteht hier also jede Leiterlage nicht aus einer Vielzahl von separaten Leitersträngen oder -filamenten, sondern jede elektrische Leitereinheit wird aus nur einem Lei-
terelement gebildet. Bei diesem Leiterelement kann es sich beispielsweise um einen supraleitenden Draht, einen supralei¬ tenden Bandleiter oder eine andere Art von supraleitender Schicht auf einem Substrat handeln. Wesentlich ist, dass das jeweilige Leiterelement nicht aus einer Vielzahl einzelner
Leiterstränge zusammengesetzt ist oder aus einem Litzenbündel besteht, sonder nur aus einem supraleitenden Körper besteht, so dass die Komplexität des Kabelaufbaus deutlich reduziert ist. Auf diese Weise kann ein deutlich einfacheres und leich- teres Kabelsystem realisiert werden.
Es sind alternativ auch andere Ausführungsformen als vorteilhaft anzusehen, bei denen jede elektrisch getrennte Leitereinheit nicht durch ein einzelnes, sondern nur wenige Leiter- elemente gebildet wird. Es kann sich dabei beispielsweise um zwei bis vier Leiterelemente pro elektrisch getrennter Lei¬ tereinheit handeln. Im Vergleich zur Ausführungsform mit nur einem Leiterelement pro elektrischer Leitereinheit kann hier¬ mit eine höhere Redundanz erreicht werden, wobei trotzdem noch ein einfaches und somit auch leicht auszuführendes Ka¬ belsystem vorliegt.
Unabhängig davon, ob jeder Kabelstrang nur zwei separate Leiterelemente als Einzelleiter oder wie vorab beschrieben, eine etwas größere Zahl von bis zu vier Leitersträngen pro Leitereinheit aufweist, können die beiden Leitereinheiten eines Ka¬ belstrangs vorteilhaft nebeneinander und parallel zueinander geführt sein. Im Unterschied zum Stand der Technik, bei denen die einzelnen Leitereinheit typischerweise koaxial ineinander verlaufen, kann ein solcher Aufbau wesentlich einfacher mit einer geringeren Anzahl und/oder Masse an mechanischen Stützelementen und/oder elektrischen Isolationselementen aufgebaut werden. Somit kann ein solcher Kabelstrang mit einem geringeren Gewicht pro Meter ausgebildet werden als ein herkömmli- eher Kabelstrang mit koaxial ausgebildeten Leitereinheiten.
Allgemein kann das wenigstens eine supraleitende Leiterele¬ ment von einem oder mehreren Stützelementen getragen werden
und/oder von einem oder mehreren elektrischen Isolationselementen umgeben sein. Dabei kann das Gesamtgewicht von Stützelementen und Isolationselementen in jedem Kabelstrang des Kabelsystems vorteilhaft bei höchstens 0,1 kg/m, besonders vorteilhaft bei höchstens 0,05 kg/m oder sogar nur bei höchs¬ tens 0,03 kg/m liegen. Dabei kann wiederum jeder Kabelstrang wiederum einer Phase eines Wechselstrom-Übertragungssystems zugeordnet sein. Besonders vorteilhaft liegt sogar das Ge¬ samtgewicht für Stütz- und Isolationselemente im ganzen Ka- belsystem innerhalb der angegebenen Wertebereiche. Mit einem derart niedrigen Gewicht für die Elemente der Isolation und der Abstützung können die angegebenen vorteilhaften Höchstwerte für das Gesamtgewicht pro Meter für den Kabelstrang und/oder das Gesamtgewicht pro Meter für das Kabelsystem be- sonders einfach realisiert werden.
Das wenigstens eine supraleitende Leiterelement kann beim Be¬ trieb des Kabelsystems durch ein fluides Kühlmittel gekühlt werden. Dazu kann ein Kühlmittelkanal im Inneren des Kabel- System, insbesondere im Inneren eines Kryostaten des Kabel¬ systems angeordnet sein, in dem beispielsweise flüssiger Stickstoff, flüssiger Wasserstoff oder flüssiges Helium strö¬ men kann. Vorteilhaft kann das wenigstens eine supraleitende Leiterelement so innerhalb eines Kühlmittelkanals angeordnet sein, dass es beim Betrieb der Energieübertragungsvorrichtung von einem flüssigen Kühlmittel umströmt werden kann. Dies ist besonders vorteilhaft, da dann das Kühlmittel neben der Küh¬ lung auch zur dielektrischen Isolation dienen kann und somit weniger Gewicht durch Festkörperdielektrika verursacht wird. Flüssige Kühlmittel wie flüssiger Stickstoff, flüssiger Was¬ serstoff oder flüssiges Helium weisen eine Spannungsfestig¬ keit im Bereich von 50 kV/mm auf. Wenn das wenigstens eine und insbesondere alle supraleitenden Leiterelemente radial auf allen Seiten von Kühlmittel umgeben sind, kann somit eine zusätzliche Festkörperisolation entweder ganz entfallen oder aber auf ein Minimum reduziert werden. Beispielsweise kann das wenigstens eine Leiterelement radial gesehen in allen Richtungen von wenigstens einem 1 mm bis 2 mm dicken Flüssig-
keitsmantel an Kühlmittel umgeben sein. Dieser Flüssigkeits¬ mantel kann im Wesentlichen durchgehend sein, wobei hierbei nicht ausgeschlossen sein soll, dass er von einzelnen Stützelementen, beispielsweise Stützstreben, zur mechanischen Hal- terung des wenigstens einen Leiterelements in seinem Inneren unterbrochen ist.
Der Kabelstrang kann allgemein einen kreisförmigen äußeren Querschnitt aufweisen. Er kann aber alternativ auch eine von dieser Geometrie abweichende äußere Querschnittsform aufwei¬ sen. Beispielsweise kann mit einem eckigen Querschnitt vor¬ teilhaft ein geringeres Gewicht des im Kühlmittelkanal einge¬ schlossenen Kühlmittels erreicht werden, bei gleichzeitiger Einhaltung einer vorgegebenen Mindestdicke eines die jeweili- gen Leiterelemente umgebenden Flüssigkeitsmantels von bei¬ spielsweise wenigstens 1 mm auf allen Seiten.
Flüssiger Wasserstoff ist als Kühlmittel besonders vorteil¬ haft, da es von den genannten Flüssigkeiten ein besonders niedriges spezifisches Gewicht aufweist und somit wenig zum Gesamtgewicht des jeweiligen Kabelstrangs beiträgt. So kann auch bei Kabeldurchmessern von mehreren Zentimetern der Gewichtsbeitrag des Kühlmittels unterhalb von 100 g/m und teil¬ weise sogar unterhalb von 50 g/m liegen. Beispielsweise kann bei einem Kabeldurchmesser von 2,5 cm der Gewichtsbeitrag des flüssigen Wasserstoffs als Kühlmittel bei etwa 35 g/m liegen.
Das flüssige Kühlmittel kann über den Kühlmittelkanal des Ka¬ belsystems einen geschlossenen Kreislauf ausbilden, innerhalb dessen es unter Wiederverwendung des Kühlmittels, beispiels¬ weise mittels einer Pumpe, zirkuliert wird. Es können hierzu auch mehrere Kühlmittelkanäle innerhalb desselben oder inner¬ halb unterschiedlicher Kabelstränge vorgesehen sein, um das Kühlmittel entlang des Kabelsystems hin und wieder zurück zu zirkulieren.
Alternativ kann das Kühlmittel jedoch auch vorteilhaft nur in einer Richtung entlang des Kabelsystems transportiert werden.
Dies ist vor allem dann zweckmäßig, wenn es sich bei dem Kühlmittel um flüssigen Wasserstoff handelt, welcher an dem Ende des Kabelsystems, zu welchem er fließt, zur Erzeugung von Energie verwendet wird.
Alternativ oder zusätzlich zu der elektrischen Isolation durch das Kühlmittel kann das wenigstens eine supraleitende Leiterelement durch ein umgebendes Festkörperdielektrikum elektrisch isoliert sein. Beispielsweise kann das Leiterele- ment, insbesondere jedes vorhandene Leiterelement von einem elektrisch isolierenden Polymer wie zum Beispiel extrudiertem Polyetheretherketon (PEEK) umhüllt sein. Eine solche Umhüllung kann mit geringer Schichtdicke und somit entsprechend geringem Gewichtsbeitrag zum Gewicht des Kabelsystems ausge- führt werden. Beispielsweise kann die Schichtdicke unterhalb von 2 mm, insbesondere unterhalb von 1 mm liegen.
Das supraleitende Leiterelement kann an wenigstens einem Ende des Kabelsystems mit einer supraleitenden Spulenwicklung ver- bunden sein. Insbesondere kann das supraleitende Leiterele¬ ment ohne Unterbrechung seiner auf eine kryogene Temperatur kühlbaren Umgebung mit einer solchen supraleitenden Spulenwicklung verbunden sein. Die supraleitende Spulenwicklung kann dabei entweder ebenfalls Teil der Energieübertragungs- Vorrichtung sein, oder es kann sich alternativ um eine zusätzliche elektrische Vorrichtung handeln, welche ebenfalls im Fahrzeug angeordnet ist. Wesentlich für diese Ausführungs¬ form ist, dass das Kabelsystem an dem Ende, an dem die supra¬ leitende Spulenwicklung angeordnet ist, nicht mit einem End- verschluss versehen werden muss, über welchen eine elektrische Verbindung vom kryogen gekühlten Supraleiter zu einem warmen äußeren Leiter geschaffen wird. Das entsprechende Ende des Kabels ist vielmehr vorteilhaft mit einem Kontaktelement zu Verbindung mit der supraleitenden Spulenwicklung versehen, welcher ebenso wie das supraleitende Leiterelement und die supraleitende Spulenwicklung auf eine kryogene Temperatur kühlbar ist. Bei einem Betrieb der Energieübertragungsvorrichtung befindet sich also das wenigstens eine supraleitende
Leiterelement, die supraleitende Spulenwicklung sowie der da¬ zwischen vorliegende elektrische Kontakt durchgehend in einem kryogenen Temperaturbereich, ohne dass dazwischen ein elektrisches Verbindungselement im Temperaturbereich der ver- gleichsweise warmen Umgebungstemperatur des Fahrzeugs ange¬ ordnet ist. Diese durchgehend kryogene elektrische Verbindung vom Leiterelement des Kabelsystems zum Leiter der Spulenwick¬ lung hat zum einen den Vorteil, dass auf dieser Seite das Ge¬ wicht für einen aufwendigen Endverschluss zur Verbindung von kaltem und warmem Leiter eingespart wird. Somit kann die
Energieübertragungsvorrichtung insgesamt leichter ausgeführt werden. Andererseits ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass durch die durchgehend kalte elektrische Verbindung die elektrischen Verluste reduziert werden. Besonders vorteilhaft kann die Verbindung zwischen Leiterelement des Kabelsystems und supraleitender Spulenwicklung sogar durchgehend supraleitend sein. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, um den Vorteil der Gewichtsersparnis zu realisieren. Besonders vorteilhaft ist es, wenn das supraleitende Leiterelement an beiden Enden des Kabelsystems auf die beschriebene Weise mit einer supraleitenden Spulenwicklung verbunden ist und/oder wenn alle Leiterelemente des Kabelsystems mit einer oder meh¬ reren supraleitenden Spulenwicklungen verbunden sind. Bei der vorab beschriebenen Ausführungsform kann die supraleitende Spulenwicklung eine Wicklung eines Transformators oder eine Stator- oder Rotorwicklung eines Motors oder Generators sein. Die Ausführungsform mit einer supraleitenden Transformatorwicklung ist besonders zweckmäßig, wenn es sich bei der Über¬ tragungsvorrichtung um eine Vorrichtung zur Übertragung von Wechselstrom handelt. Dann können zwei solche supraleitende Transformatorwicklungen vorgesehen sein - eine an jedem Ende des Kabelsystems - um den zu übertragenden Strom nach der
Stromquelle auf eine für die Übertragung geeignete Spannung zu transformieren und Anschließend wieder auf eine für den Verbraucher geeignete Spannung zu transformieren. Bei dieser
Ausführungsform sind die Transformatoren ebenfalls Teile der Energieübertragungs orrichtung .
Alternativ kann ein Ende des Kabelsystems mit einer Wicklung eines Motors oder eines Generators verbunden sein. Es ist auch möglich, dass ein Ende mit einer Wicklung eines Generators und das andere Ende mit einer Wicklung eines Motors ver¬ bunden ist. Der Generator kann dabei Teil einer auf dem Fahrzeug angeordneten Stromquelle sein, und/oder der Motor kann Teil eines auf dem Fahrzeug angeordneten Antriebssystems sein. Besonders vorteilhaft kann dann die ganze elektrische Kette zwischen Stromquelle, Übertragungssystem und Verbrau¬ cher durchgehend kalt und insbesondere sogar durchgehend sup¬ raleitend ausgebildet sein. Dies kann prinzipiell sowohl für Gleichstrom- als auch für Wechselstrom-Übertragungssysteme so ausgestaltet sein. Ein wesentlicher Vorteil derartiger Ausführungsformen ist, dass das Gewicht des Übertragungssystems gering gehalten werden kann, da aufwendige Verbindungselemente zur Verbindung von warmen und kalten Leiterelementen ent- fallen können. Weiterhin werden elektrische und thermische Verluste insgesamt reduziert. Bei Gleichstrom-Übertragungs¬ systemen ist eine derartige, durchgehend supraleitende Über¬ tragungskette besonders vorteilhaft, da hier keine galvani¬ sche Trennung durch Transformatoren und/oder Umrichter benö- tigt wird.
Die Energieübertragungsvorrichtung kann allgemein vorteilhaft an jedem Ende des Kabelsystems einen Transformator aufweisen, um den von einer Stromquelle erzeugten Strom zur Übertragung im Kabelsystem auf eine niedrigere Spannung zu transformieren und um den übertragenen Strom für einen Verbraucher wieder auf eine höhere Spannung zu transformieren. Dabei ist es vorteilhaft, aber nicht zwingend, wenn die Transformatoren sup¬ raleitende Spulenwicklungen aufweisen. Wenn dies der Fall ist, kann über die Wicklungen der beiden Transformatoren und über das Kabelsystem hinweg eine durchgehende, auf eine kryogene Temperatur kühlbare Umgebung vorliegen. Insbesondere kann ein Kryostat des Kabelsystems durchgehend mit den
Kryostaten der supraleitenden Transformatoren verbunden sein. Es kann ein gemeinsam kühlbarer Innenraum über diese drei Komponenten mit einem gemeinsamen Kühlmittelkreislauf vorlie¬ gen .
Allgemein ist ein Transformieren des zu übertragenden Wechselstroms auf eine niedrigere Spannung zur Übertragung vor¬ teilhaft, um die elektrische Energie mit einem Kabelsystem mit niedrigerem Gewicht zu übertragen. So kann eine Hochspan- nung von einigen 10 kV oder mehr auf eine wesentlich niedrigere Spannung im Bereich unterhalb von 10 kV transformiert werden. Es muss dann nur ein höherer Strom übertragen werden, was durch ein supraleitendes Leiterelement leicht zu reali¬ sieren ist. Andererseits muss das supraleitende Kabelsystem nicht für sehr hohe Spannungen ausgelegt sein, und der we¬ nigstens eine Kabelstrang kann aufgrund der niedrigeren Anforderungen an seine Spannungsfestigkeit entsprechend leicht ausgeführt werden. Mit supraleitenden Transformatorwicklungen kann ein Transformieren auf eine für die Übertragung günstige Spannung besonders leicht realisiert werden, ohne dass für die Transforma¬ toren viel zusätzliches Gewicht anfällt. Vorteilhaft kann ein Transformator mit einer oder mehreren supraleitenden Wicklun- gen nämlich ohne weichmagnetischen Kern im überwiegenden Teil der Wicklung ausgebildet sein, wodurch sein Gewicht wesentlich niedriger sein kann als bei Transformatoren mit solchen Kernen. Bei einem Mehrphasen-Transformator können mehrere supraleitende Wicklungen vorliegen, wobei jedes Paar von Wicklungen jeweils einer Phase zugeordnet ist. Diese Wicklun¬ gen können innerhalb eines gemeinsamen Kryostaten angeordnet sein, was ebenfalls zur Einsparung von Platz und Gewicht bei¬ trägt. Allgemein können die supraleitenden Transformatoren vorteilhaft wie in der nicht vorveröffentlichten DE
102015212824 beschrieben ausgebildet sein. Insbesondere können die einzelnen supraleitenden Wicklungen des Transformators als ringartige Wicklungen mit jeweils einer Ringöffnung und einem axialen Versatz im Bereich der Öffnung ausgebildet
sein. Über diese Öffnungen kann vorteilhaft eine vorgegebene magnetische Kopplung der einzelnen Phasen erreicht werden.
Optional kann auf der Seite der Stromquelle und/oder auf der Seite des Verbrauchers ein zusätzlicher Umrichter angeordnet sein, um eine Frequenz des zu übertragenden oder übertragenen Wechselstroms zu verändern. Ein solcher Umrichter kann beispielsweise zwischen Stromquelle und erstem Transformator oder zwischen zweitem Transformator und Verbraucher angeord- net sein. Solche Umrichter können als Teile der Übertragungs¬ vorrichtung angesehen werden.
Das Fahrzeug mit der beschriebenen Energieübertragungsvorrichtung kann ein Luftfahrzeug sein, insbesondere ein Flug- zeug oder ein Hubschrauber. Es kann sich jedoch prinzipiell auch um ein anderes Fahrzeug handeln, also auch ein Land-, Wasser- oder Raumfahrzeug, insbesondere solch ein Fahrzeug, bei dem es auf ein geringes Gewicht einer elektrischen Übertragungsvorrichtung ankommt.
Vorteilhaft kann es sich bei dem vorab genannten Verbraucher des Fahrzeugs um einen Elektromotor zum Antreiben des Fahrzeugs handeln. Es kann sich also bei dem Fahrzeug um ein elektrisch und/oder hybridelektrisch angetriebenes Fahrzeug handeln. Insbesondere kann es sich bei dem Motor um einen
Propellermotor, Fanmotor und/oder Rotormotor des elektrisch angetriebenen Fahrzeugs handeln.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die angehängten Zeichnungen beschrieben, in denen:
Figur 1 einen supraleitenden Kabelstrang nach einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung im schematischen Querschnitt zeigt,
Figur 2 einen supraleitenden Kabelstrang nach einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung im schematischen Querschnitt zeigt,
Figur 3 einen supraleitenden Kabelstrang nach einem dritten
Ausführungsbeispiel der Erfindung im schematischen
Querschnitt zeigt,
Figur 4 eine Energieübertragungsvorrichtung nach einem drit- ten Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt und
Figur 5 einen supraleitenden Kabelstrang nach einem vierten
Ausführungsbeispiel der Erfindung im schematischen
Längsschnitt zeigt. In Figur 1 ist ein schematischer Querschnitt eines supralei¬ tenden Kabelstrangs 5 nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Gezeigt sind zwei supraleitende Lei¬ terelemente 7, die jeweils nur einen Leiterstrang umfassen und nicht in weitere Teilleiter unterteilt sind. Diese beiden Leiterelemente 7 verlaufen nebeneinander und parallel zuei¬ nander im Inneren des Kabelstrangs 5. Sie sind von einem doppelwandigen Kryostaten 9 umgeben, wobei der Zwischenraum zwischen äußerer Kryostatwand 9a und innerer Kryostatwand 9b evakuiert ist. Das Vakuum V dient dazu, den Bereich innerhalb des Kryostaten thermisch gegen die warme äußere Umgebung zu isolieren, um die supraleitenden Leiterelemente 7 auf einer kryogene Betriebstemperatur unterhalb der Sprungtemperatur des jeweiligen supraleitenden Materials zu halten. Um die entsprechende Kühlung effizient zu bewirken, ist im Inneren des Kryostaten 9 ein Kühlmittelkanal 13 ausgebildet, inner¬ halb dessen ein fluides Kühlmittel 15 strömen kann. Das Kühl¬ mittel umströmt also die beiden Leiterelemente 7 und kann diese so wirksam kühlen. Um die beiden Leiterelemente 7 ge¬ geneinander und gegen die Innenwand 9b des Kryostaten 9 elektrisch zu isolieren, werden diese mittels Stützelementen 11 in einem innenliegenden Bereich des Kühlmittelkanals 13 auf einem vorgegebenen Abstand gehalten. Sie weisen also einen Mindestabstand zueinander und zur inneren Kryostatwand 9a auf, der beispielsweise bei wenigstens 1 mm liegen kann. So- mit wirkt das durch den Kühlmittelkanal 13 strömende Kühlmit¬ tel 15 als Dielektrikum und dient zur elektrischen Isolation der Leiterelemente 7 und insbesondere zur Vermeidung von Spannungsüberschlägen. Ist wie in der Figur 1 gezeigt, diese
elektrische Isolation nur durch das Kühlmittel 15 und nicht durch ein weiteres Festkörperdielektrikum gegeben, dann kann der Kabelstrang mit einem besonders niedrigen Kabelgewicht pro Kabellänge ausgeführt werden. Alternativ können die Lei- terelemente 7 allgemein jedoch auch von einer hier nicht gezeigten, zusätzlichen Festkörperisolation umgeben sein.
Wesentlich für das in Figur 1 gezeigte Beispiel ist, dass durch die einfache Ausgestaltung des Kabelstrangs 5 ein ins- gesamt sehr geringes Gewicht des Kabelstrangs 5 erzielt wer¬ den kann. Dieser Kabelstrang 5 kann in einem Kabelsystem 3 eingesetzt werden, um eine Energieübertragungsvorrichtung 1 nach der vorliegenden Erfindung zu realisieren, wie im späteren Beispiel der Figur 4 beschrieben wird. Der Kabelstrang 5 nach dem ersten Ausführungsbeispiel kann insbesondere bereits als einzelner Strang das Kabelsystem 3 der Übertragungsvorrichtung 1 ausbilden. Beispielsweise kann ein solcher einzelner Kabelstrang zur Gleichstromübertragung verwendet werden. Alternativ können auch mehrere derartige Kabelstränge verwen- det werden, um ein Kabelsystem 3 daraus zu erhalten. Beispielsweise können mehrere Kabelstränge als Teile eines sol¬ chen Kabelsystems parallel zueinander geführt werden. So kann mit drei solchen Kabelsträngen 5 ein Dreiphasenwechselstrom übertragen werden.
Im Folgenden werden beispielhafte Materialien und Dimensionen angegeben, um zu verdeutlichen, wie der in Fig. 1 gezeigte Kabelstrang 5 mit einem ausreichend geringen Gewicht entspre¬ chend der vorliegenden Erfindung ausgeführt werden kann:
Der Außendurchmesser des Kabelstrangs 5 soll im gezeigten Beispiel bei 2,5 cm liegen, wobei der Abstand der inneren Kryostatwand 9b und der äußeren Kryostatwand bei 1 mm liegt. Die Dicke der beiden Kryostatwände kann jeweils bei etwa 0,2 mm liegen. Hieraus ergibt sich bei Kryostatwänden aus Edelstahl ein Gewichtsbeitrag von etwa 250 g/m und bei Kryostat¬ wänden aus PEEK ein Gewichtsbeitrag von nur etwa 41 g/m für beide Wände 9a und 9b zusammen. Aus diesem Beispiel ist er-
sichtlich, dass der Gewichtsbeitrag der Kryostatwände signi¬ fikant ist, und dass daher die Verwendung eines Kunststoffma- terials besonders vorteilhaft ist. Auch die Verwendung von Aluminium für die Kryostatwände kann vorteilhaft sein, um im Vergleich zu Edelstahl eine Gewichtsreduktion zu erzielen. Bei den genannten Abmessungen ergibt sich für Aluminium- kryostatwände ein Gewichtsbeitrag von 84 g/m.
Der Gewichtsbeitrag der beiden Leiterelemente ergibt sich bei einer Leiterbreite von 10 mm und einer Leiterdicke von 0,2 mm unter Annahme einer mittleren Dichte von etwa 8 g/cm3 zu ungefähr 32 g/m für beide Leiterelemente 7 zusammen. Die ge¬ nannten Werte basieren auf typischen Abmessungen und Dichten für Bandleiter mit hochtemperatursupraleitenden Schichten der zweiten Generation auf einem metallischen Substratband.
Der Gewichtsbeitrag der Stützelemente 11 hängt neben der Di¬ cke und dem Material der einzelnen Elemente auch von deren axialem Abstand, also der Anzahl pro Meter Kabel ab. Im ge- zeigten Beispiel soll der Gewichtsbeitrag der Stützelemente 11 unterhalb von 30 g/m liegen, also niedriger als der der Leiterelemente 7 sein. Die Stützelemente können vorteilhaft aus Kunststoff gebildet sein oder zumindest Kunststoff als Material umfassen.
Der Gewichtsbeitrag des im Inneren der Kühlmittelkanals 13 fließenden Kühlmittels 15 ergibt sich bei den genannten Abmessungen zu etwa 380 g/m für flüssigen Stickstoff und zu nur etwa 34 g/m für flüssigen Wasserstoff.
Je nach gewählter Kombination der genannten Materialbeispiele kann das auf die Länge bezogene Gesamtgewicht des Kabel¬ strangs 5 (ohne einen Beitrag der Endverschlüsse) also zwi¬ schen etwa 137 g/m (für PEEK-Kryostatwände und flüssigen Was- serstoff) und 692 g/m (für Edelstrahl-Kryostatwände und flüs¬ sigen Stickstoff) liegen. Die genannten Abmessungen sind selbstverständlich nur beispielhaft zu verstehen, und die Gewichtsbeiträge der einzelnen Komponenten skalieren in bekann-
ter Weise mit dem Durchmesser des Kabelstrangs 5, des Kühl¬ mittelkanals 15, den Wandstärken der Kryostatwände 9a, 9b und den Abmessungen der Leiterelemente 7 sowie den Dichten der eingesetzten Materialien. Insbesondere der Außendurchmesser des Kabelstrangs 5 kann sowohl höher als auch niedriger sein als im hier angegebenen Beispiel. Es soll hier lediglich beispielhaft aufgezeigt werden, wie durch den Einsatz vorteil¬ hafter Materialien und den Verzicht auf einen hohen Volumenanteil eines Festkörperdielektrikums ein sehr leichter Kabel- sträng 5 realisiert werden kann.
In Figur 2 ist ein schematischer Querschnitt eines supralei¬ tenden Kabelstrangs 5 nach einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Gezeigt ist ein Kabelstrang 5 zur Übertragung von Dreiphasenwechselstrom mit insgesamt sechs supraleitenden Leiterelementen 7, die jeweils paarweise nebeneinanderliegend geführt sind. Innerhalb eines Paares liegt dabei jeweils ein Phasenleiter und ein Rückleiter vor. Diese beiden Leiter eines Paares sind durch vergleichsweise kurze Stützelemente 11 gegeneinander abgestützt, während je¬ des Paar insgesamt durch längere Stützelemente 11 gegen die Innenwand 9b des alle Leiterelemente 7 gemeinsam umschließen¬ den Kryostaten abgestützt ist. Im Innenraum des Kryostaten ist ein Kühlmittelkanal 13 ausgebildet, innerhalb dessen die Leiterelemente 7 und die Stützelemente 11 von fluidem Kühl¬ mittel umspült werden können.
In Figur 3 ist ein schematischer Querschnitt eines alternati¬ ven supraleitenden Kabelstrangs 5 gezeigt, der ebenfalls zur Übertragung von Dreiphasenwechselstrom ausgelegt ist. Auch hier sind insgesamt sechs supraleitende Leiterelemente 7 in¬ nerhalb eines gemeinsamen Kryostaten 9 angeordnet. In diesem Beispiel sind drei als Rückleiter wirkenden Leiterelemente 7 als parallel geführtes Bündel im Zentrum des inneren Hohl- raums angeordnet, wobei diese einzelnen Rückleiter wiederum durch kurze Stützelemente 11 gegeneinander und durch längere Stützelemente 11 gegen die innere Kryostatwand 9b abgestützt sind. Die drei Phasenleiter 7 sind dagegen einzeln in radial
weiter außenliegenden Bereichen des Kühlmittelkanals 13 angeordnet und sind jeweils einzeln durch mehrere Stützelemente 11 gegen die innere Kryostatwand 9b abgestützt. Bei dieser Anordnung ergibt sich insgesamt ein komplexeres Netz aus Stützelementen. Die in der schematischen Querschnittsdarstellung gezeigte Kreuzung verschiedener Stützelemente 11 ist in der Realität jedoch unproblematisch, da diese in axialer Richtung des Kabelstrangs 5 an unterschiedlichen Positionen geführt sein können und sich daher nicht wirklich an überlap- pender Position befinden.
Die Kabelstränge 5 des zweiten und dritten Ausführungsbei¬ spiels können im Übrigen, insbesondere im Bezug auf die Ab¬ stände der Leiterelemente 7 zueinander und zur Kryostatwand, das Kühlmittel und die optional vorhandene zusätzliche Fest¬ körperisolation um die Leiterelemente analog wie der Kabel¬ strang des ersten Ausführungsbeispiels aufgebaut sein.
Figur 4 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung einer Energieübertragungsvorrichtung 1 nach einem vierten
Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Energieübertragungs¬ vorrichtung 1 ist zur Übertragung von Dreiphasenwechselstrom ausgebildet. Sie weist dazu ein Kabelsystem 3 auf, welches beispielsweise drei Kabelstränge gemäß dem Ausführungsbei- spiel der Figur 1 oder gemäß dem Ausführungsbeispiel der Fi¬ gur 2 umfassen kann. Über dieses Kabelsystem 3 wird elektrische Energie, die von einem Generator 21 erzeugt wird, zu ei¬ nem Motor 23 übertragen. Hierbei sind sowohl Übertragungssys¬ tem 1 als auch Generator 21 und Motor 23 auf einem mobilen Fahrzeug angeordnet, welches hier nicht näher dargestellt wird. Der Generator 21 dient also zur Erzeugung von Dreiphasenwechselstrom mit einer Generatorspannung UG und einem Generatorstrom der Stärke IG. Beispielsweise kann UG bei etwa 33 kV und IG bei etwa 30 A liegen. Diese Werte für Strom und Spannung können im gleichen Bereich liegen wie die vom Motor 23 des Fahrzeugs benötigten Werte für Strom IM und Spannung UM. Zur Übertragung mittels der Energieübertragungsvorrichtung 1 wird hier der Eingangsstrom jedoch mittels eines
Transformators 19 auf eine niedrigere Übertragungsspannung UT heruntertransformiert. Nach der Übertragung wird der Strom mittels eines weiteren Transformators 19 wieder herauf trans¬ formiert. Die beiden gezeigten Transformatoren 19 sind hier jeweils Teil der Übertragungsvorrichtung 1. Beispielsweise kann die Übertragungsspannung UT im Bereich von etwa 1 kV liegen und der Übertragungsstrom IT kann im Bereich von etwa 1 kA liegen. Somit kann eine elektrische Leistung im Bereich von 1 MW übertragen werden. Das wenigstens eine supraleitende Leiterelement 7 des Kabelsystems 3 wird hierbei genutzt, um die benötigte hohe Stromtragfähigkeit für den vergleichsweise hohen Übertragungsstrom IA zu erreichen. Da die Übertragungsspannung UT vergleichsweise niedrig ist, kann die dielektri¬ sche Isolation des Kabelstrangs beziehungsweise der Kabel- stränge relativ leicht und auch platzsparend realisiert wer¬ den, so dass das Gesamtgewicht des Kabelsystems 3 (inklusive des darin enthaltenen Kühlmittels 15) erfindungsgemäß niedrig gehalten werden kann.
Die beiden Transformatoren 19 der Figur 4 können jeweils mit supraleitenden Transformatorwicklungen 17 aufgebaut sein. Um diese supraleitenden Transformatorwicklungen 17 auf einer kryogenen Betriebstemperatur zu halten, können diese Wicklungen 17 innerhalb eines als Kryostat ausgebildeten Transforma¬ torgehäuses 20 angeordnet sein. Dabei können die zur Trans¬ formation von Dreiphasenwechselstrom benötigten insgesamt sechs Wicklungen innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses 20 an¬ geordnet sein, wie in Figur 4 angedeutet. Der weitere Aufbau der jeweiligen Transformatoren kann beispielsweise wie in der nicht vorveröffentlichten DE 102015212824 beschrieben sein. So können die drei Phasen auch weichmagnetisches Kopplungs¬ joch 28 in den Endbereichen der Wicklungen 17 magnetisch gekoppelt sein. Ein Vorteil der supraleitenden Ausführungsform der Transformatoren 19 im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist, dass die Kryostaten 20 der Transformatoren 19 zusammen mit dem wenigstens einen Kryostaten 9 des Kabelsystems 5 in
ihrem Inneren eine gemeinsame, durchgehend kalte Umgebung ausbilden können. Diese drei Kryostaten 20 können also wie in Figur 4 angedeutet über die Länge 1 des Kabelsystems 5 hinweg zu einem durchgehend kalten System verbunden sein. Für die Übergänge zwischen den supraleitenden Leiterelementen 7 des Kabelsystems 3 zu den Spulenwicklungen 17 der Transformatoren 19 ist also insbesondere keine Durchführung im Endbereich des Kabelsystems 3 zwischen kalter und warmer Umgebung nötig. Das in herkömmlichen Kabelsystemen benötigte Gewicht für die ent- sprechend ausgeführten Endstücke für die Überwindung einer solchen Temperaturdifferenz wird also eingespart.
Im Beispiel der Figur 4 sind Generator 21 und Motor 23 jeweils mit einem weiteren Anschlusssystem 25 beziehungsweise 27 mit dem jeweiligen zugeordneten Transformator 19 verbunden. Diese weiteren Anschlusssysteme 25 und 27 sind bevorzugt sehr kurz im Vergleich zum Kabelsystem 3 ausgebildet, so dass sie entsprechend nur wenig zum Gewicht des Fahrzeugs beitra¬ gen. Hier kann der Strom auch über normalleitende Kabel im Warmen übertragen werden, vor allem dann, wenn Generator und Motor normalleitende Wicklungen aufweisen. Die Transformato¬ ren können dann auf den jeweils von dem Kabelsystem 3 abgewandten Seite Durchführungen zur Verbindung der kalten Wicklungen 17 mit dem warmen Anschlusssystem 25 oder 27 aufwei- sen.
Alternativ zu einer solchen Ausführungsform können aber auch Generator 21 und/oder Motor 23 eine oder mehrere supraleitende Statorwicklungen aufweisen. Dann kann auch die Generator- beziehungsweise die Motorseite der Transformatoren über durchgehend supraleitende Leitungen mit den entsprechenden supraleitenden Statorwicklungen in einer durchgehend kalten Umgebung verbunden sein. Dies spart das für Durchführungen zwischen kalter und warmer Umgebung typischerweise benötigte Gewicht ein und reduziert weiterhin die elektrischen sowie thermischen Verluste.
Figur 5 zeigt einen schematischen Längsschnitt eines supra¬ leitenden Kabelstrangs 5 nach einem fünften Ausführungsbei¬ spiel der Erfindung. Der Kabelquerschnitt kann dabei bei¬ spielsweise ähnlich wie beim Beispiel der Figur 1 aufgebaut sein. Der doppelwandige Kryostat 9 ist zu einem mehrheitli¬ chen Teil der Länge 1 des Kabelstrangs mit glatten, also ungewellten Kryostatwänden 9a und 9b ausgebildet. Im gezeigten Ausschnitt sind dies die Segmente 33. Dazwischen ist im gezeigten Ausschnitt ein gewelltes Segment 31 angeordnet. In solchen gewellten Segmenten 31 weist die vakuumisolierte Hül¬ le ein wellenförmiges Profil auf, was eine mechanische Flexi¬ bilität der Leitung sowohl bezüglich Dehnung oder Stauchung als bezüglich einer Biegung in diesem Bereich erhöht. Um trotzdem einen möglichst niedrigen Strömungswiderstand und möglichst geringe Verwirbelungen des im Kühlmittelkanal 13 strömenden Kühlmittels 15 zu erreichen, kann die Kryostat- innenwand 9b in diesen Segmenten innen mit einem glattwandi- gen Rohreinsatz 29 ausgekleidet sein.