Beschreibung
Titel
Erhöhung der Performance und Zuverlässigkeit von Akkumulatorsystemen Stand der Technik
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum Steuern der Abgabe elektrischer Energie aus einem Energiespeichernetz mit wenigstens einem
leistungsoptimierten Energiespeicher und einem energieoptimierten
Energiespeicher, ein Energiespeichernetz mit einer Parallelschaltung aus wenigstens einem leistungsoptimierten Energiespeicher und einem
energieoptimierten Energiespeicher und ein Verfahren zum Steuern der Abgabe elektrischer Energie aus einem Energiespeichernetz mit wenigstens einem leistungsoptimierten Energiespeicher und einem energieoptimierten
Energiespeicher.
Es zeichnet sich ab, dass in Zukunft sowohl bei stationären Anwendungen wie zum Beispiel Windkraftanlagen als auch in Fahrzeugen wie zum Beispiel Hybridoder Elektrofahrzeuge vermehrt neue Akkumulatorsysteme zum Einsatz kommen werden, an die sehr hohe Anforderungen bezüglich Zyklisierung, Lebensdauer,
Verfügbarkeit und Performance gestellt werden. Hintergrund dieser hohen Anforderungen ist, dass ein Ausfall oder Performanceverlust des Akkumulators zu einem Ausfall des Gesamtsystems führen kann. Beispielsweise führt bei einem Elektrofahrzeug ein Ausfall der Traktionsbatterie zu einem sogenannten "Liegenbleiber". Dies kann sogar zu sicherheitsrelevanten Problemen führen.
Beispielsweise werden bei Windkraftanlagen Akkumulatoren eingesetzt, um bei starkem Wind die Anlage durch eine Rotorblattverstellung vor unzulässigen Betriebszuständen zu schützen. Das Prinzipschaltbild eines herkömmlichen Akkumulatormoduls 40 ist in Figur 6 dargestellt. Um die geforderten Leistungs- und Energiedaten mit dem
Akkumulatormoduls 40 zu erzielen, werden einzelne Akkumulatorzellen 42 permanent in Serie zu einem Akkumulatorstrang 44 geschaltet. Das heißt, es handelt sich um nicht schaltbare Verbindungen. Zusätzlich werden sie teilweise parallel geschaltet. Neben den Akkumulatorzellen 42 weist das
Akkumulatormodul 40 noch eine sogenannte Lade- und Trenneinrichtung 46, die in Figur 6 beispielhaft zwischen dem Pluspol 48 des Akkumulatormoduls 40 und den Akkumulatorzellen 42 angeordnet ist. Mit einem Trennschalter 50 kann das Akkumulatormodul 40 einpolig zu- beziehungsweise abgeschaltet werden. Als optionale Funktionseinheit ist in Figur 6 noch eine weitere Trenneinrichtung 51 dargestellt, mit der das Akkumulatormodul 40 - falls gefordert über einen zweiten Trennschalter 52 - zweipolig abgeschaltet werden kann. In der Lade- und Trenneinrichtung 46 befindet sich noch ein sogenannter Ladeschalter 54, mit dem ein Ladewiderstand 56 zwischen die Akkumulatorzellen 42 und die extern angeschlossenen elektrischen Verbraucher geschaltet werden kann, um die Ausgleichsströme beim Zuschalten des Akkumulatormoduls 40 zu begrenzen.
Nach dem heutigen Stand der Technik sind alle elektrischen Energiespeicher, wie zum Beispiel Blei-Säure-Akkumulatorsysteme, Ni-Akkumulatorsysteme, Li- Akkumulatorsysteme, Doppelschichtkondensatoren entweder für einen hohen Leistungs- oder hohen Energiebedarf ausgelegt. Elektrische Energiespeicher, die beide Anforderungen in gleichem Umfang erfüllen, sind zur Zeit nicht verfügbar. Derartige Energiespeicher wären beispielsweise für Traktionsanwendungen, wie in Elektrofahrzeugen, vorteilhaft, wo eine hohe Leistungsfähigkeit für den Beschleunigungsvorgang und eine hohe Energiemenge zum Fahren über weite Distanzen gefordert wird. Wird ein Energiespeicher, der beispielsweise für hohe Energiemengen ausgelegt ist, dennoch bei hohen Leistungen betrieben, nimmt seine Lebensdauer sehr stark ab.
Offenbarung der Erfindung
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Schaltung zum Steuern der Abgabe elektrischer Energie aus einem Energiespeichernetz mit wenigstens einem leistungsoptimierten Energiespeicher und einem energieoptimierten
Energiespeicher anzugeben, mit der die Performance und Zuverlässigkeit von Energiespeichernetzen gegenüber heutigen Energiespeichernetzen deutlich erhöht werden kann.
Die Erfindung gibt daher eine Schaltung zum Steuern der Abgabe elektrischer Energie aus einem Energiespeichernetz mit wenigstens einem
leistungsoptimierten Energiespeicher und einem energieoptimierten
Energiespeicher an. Erfindungsgemäß weist die Schaltung einen ersten Schalter auf, der zum Verwalten der elektrischen Verbindung des leistungsoptimierten Energiespeichers oder des energieoptimierten Energiespeichers mit dem Energiespeichernetz basierend auf den Lastanforderungen eines an das Energiespeichernetz angeschlossenen elektrischen Verbrauchers vorgesehen ist. Die erfindungsgemäße Schaltung erlaubt es somit einen leistungsoptimierten
Energiespeicher und einen energieoptimierten Energiespeicher zusammen in einem einzigen Energiespeichernetz zusammen arbeiten zu lassen. Die
Performanceanforderungen des an das Energiespeichernetz angeschlossenen Verbrauchers kann damit optimal abgestimmt werden. Auch führt beispielsweise der Ausfall eines einzelnen Energiespeichers nicht zum vollständigen Ausfall des gesamten Energiespeichernetzes. Das Energiespeichernetz kann somit noch mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit weiter verwendet werden.
Grundgedanke der Erfindung ist es somit, eine Schaltung für ein
Energiespeichernetz zu schaffen, mit der heutige Energiespeichernetze intern um eine zusätzliche Funktionseinheit erweitert werden können. Die
erfindungsgemäße Schaltung stellt dabei eine Trenneinrichtung dar. Auf Basis dieser Schaltung können neuartige Energiespeichernetze oder
Energiespeichersysteme aufgebaut werden, die aus mehreren Energiespeichern bestehen. Unter einem Energiespeicher wird im Weiteren eine einzelne
Energiespeicherzelle oder mehrere in Reihe geschaltete Energiespeicherzellen verstanden. Diese Energiespeicher unterscheiden sich durch ihre Energie- bzw. Leistungscharakteristik. Je nach Lastanforderungen des Verbrauchers können die einzelnen Energiespeicher somit geeignet zum Energiespeichernetz zu- oder abgeschaltet. Dadurch wird die Performance des Energiespeichersystems gegenüber herkömmlichen Energiespeichersystemen wesentlich verbessert.
Die Unteransprüche zeigen bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
In einer besonderen Ausführung kann die Schaltung eine
Begrenzungseinrichtung zur Begrenzung eines elektrischen Stroms durch den
ersten Schalter aufweisen. Eine derartige Begrenzungseinrichtung stellt eine Ladeeinrichtung dar, welche die beim Zuschalten eines Energiespeichers an das Energiespeichernetz auftretenden Lade- beziehungsweise Ausgleichsströme begrenzt. Ursache für diese Ströme sind die Eingangskapazitäten des oder der mit dem Energiespeichernetz verbundenen elektrischen Verbraucher beziehungsweise die ungleichen Ladezustände der einzelnen Energiespeicher, welche im Allgemeinen vor ihrem Zuschalten nicht die selbe Spannung aufweisen, wie die Gesamtspannung des Energiespeichernetzes. In einer Weiterbildung der Erfindung kann die Schaltung einen zweiten Schalter zum Überbrücken des ersten Schalters und der Begrenzungseinrichtung aufweisen. Auf diese Weise werden Verlustleistungen, die durch die
Begrenzungseinrichtungen auftreten im Arbeitspunkt des Gesamtsystems vermieden.
In einer zusätzlichen oder alternativen Ausführung der Erfindung kann die Begrenzungseinrichtung ein elektrischer Widerstand und der zweite Schalter zum Überbrücken des ersten Schalters und des Widerstandes, basierend auf einem Spannungsabfall am Widerstand, vorgesehen sein. Damit erfolgt die Begrenzung der Lade- beziehungsweise Ausgleichsströme im einfachsten Fall über einen
Widerstand, welcher dem ersten Schalter, wenn er als Ladeschalter arbeitet, in Serie geschaltet ist. Durch geeignete Wahl des Widerstandswertes können die Ausgleichsströme auf zuverlässige Werte für das Energiespeichersystem und für die externen Systeme begrenzt werden. Weist die Spannung an den Polen des Energiespeichermoduls mit Lade- und Trenneinrichtung nahezu die selbe
Spannung auf, wie die Gesamtspannung des Energiespeichersystems, was heißt, dass der Spannungsabfall am Lastwiderstand gering ist, kann der
Trennschalter in der Lade- und Trenneinrichtung geschlossen werden. In einer anderen oder zusätzlichen Weiterbildung der Erfindung kann die
Schaltung Signalleitungen zur Steuerung und Diagnose der Funktionseinheiten für wenigstens einen der Energiespeicher aufweisen. Dies schafft zusätzliche Überwachungsmittel, die es erlauben, beim Ausfall eines oder mehrerer
Energiespeicher diese abzuschalten. Das Energiespeichernetz weist dann zwar eine für den elektrischen Verbraucher eingeschränkte Leistungsfähigkeit gegenüber dem regulären Betrieb auf. Bei geeigneter Auslegung des
Energiespeichernetzes kann aber ein Ausfall des Energiespeichernetzes beziehungsweise ein sicherheitskritischer Zustand des Energiespeichernetzes vermieden werden. Darüber hinaus wird der Ausfall des Energiespeichers erkannt und es können Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden. Dadurch kann Zuverlässigkeit des Energiespeichernetzes deutlich erhöht werden.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung kann wenigstens der erste Schalter ein DC/DC-Wandler sein.
Die Erfindung gibt auch ein Energiespeichernetz mit einer Parallelschaltung aus wenigstens einem leistungsoptimierten Energiespeicher und einem
energieoptimierten Energiespeicher an. Dabei ist das Energiespeichersystem zur Abgabe einer elektrischen Energie an einen elektrischen Verbraucher vorgesehen. Erfindungsgemäß weist das Energiespeichernetz eine erste zum leistungsoptimierten Energiespeicher in Reihe geschaltete erfindungsgemäße Schaltung und eine zweite zum energieoptimierten Energiespeicher in Reihe geschaltete erfindungsgemäße Schaltung auf. Auf Basis der erfindungsgemäßen Schaltung können somit Energiespeichemetze aufgebaut werden, die aus parallel verschalteten Energiespeichern bestehen. Diese Energiespeichernetze weisen gegenüber herkömmlichen Energiespeichernetzen aufgrund ihrer Fähigkeit trotz defekter Energiespeicher innerhalb ihres Netzes trotzdem weiter elektrische Energie zu liefern eine wesentlich höhere Zuverlässigkeit auf.
In einer besonderen Ausführung der Erfindung kann der leistungsoptimierte und/oder der energieoptimierte Energiespeicher eine Reihenschaltung aus wenigstens zwei Energiespeicherzellen aufweisen, um beispielsweise
Hochvoltbatterien bereitzustellen.
In einer zusätzlichen oder anderen Weiterbildung der Erfindung kann das Energiespeichemetz oder die erfindungsgemäße Schaltung wenigstens eine Diagnoseeinrichtung zum Überprüfen des Funktionszustandes des
leistungsoptimierten und/oder energieoptimierten Energiespeichers aufweisen.
In einer alternativen oder zusätzlichen Ausführung der Erfindung kann das Energiespeichernetz oder die erfindungsgemäße Schaltung eine Anzeigeeinheit zum Anzeigen des Funktionszustandes des leistungsoptimierten und/oder
energieoptimierten Energiespeichers aufweisen, um den Ausfall eines
Energiespeichers zu erkennen und Reparaturmaßnahmen einzuleiten.
In einer weiteren Ausbildung der Erfindung können die erste und zweite erfindungsgemäßen Schaltungen entsprechend zum Trennen des
leistungsoptimierten und energieoptimierten Energiespeichers vom
Energiespeichernetz vorgesehen sind, wenn der jeweilige Energiespeicher einen kritischen Funktionszustand erreicht hat, um den betreffenden Energiespeicher beispielsweise vor weiterer Beschädigung zu schützen.
Der kritische Funktionszustand kann in diesem Zusammenhang ein
Performanceverlust oder ein Ausfall des jeweiligen Energiespeichers sein.
Die Energiespeicher selbst können Blei-Säure-Akkumulatorsysteme, Nickel- Akkumulatorsysteme, Lithium-Akkumulatorsysteme und/oder
Doppelschichtkondensatorsysteme aufweisen. Akkumulatorsysteme sind meist geeignet, elektrische Energie energieoptimiert aufzunehmen und abzugeben, während Kondensatorsysteme eher in der Lage sind, elektrische Energie leistungsorientiert aufzunehmen und abzugeben.
In einer weiteren Ausführung der Erfindung kann eine dritte erfindungsgemäße Schaltung zum Verwalten der Verbindung des Energienetzes zum elektrischen Verbraucher.
Dabei kann die dritte Schaltung zum gemeinsamen Laden der beiden
Energiespeicher vorgesehen sein. So können die einzelnen erfindungsgemäßen Schaltungen, die zum Anschließen und Trennen der einzelnen Energiespeicher innerhalb des Energiespeichernetzes vorgesehen sind beim Anschließen des Energiespeichernetzes an einen elektrischen Verbraucher mit einer einzigen Begrenzungsschaltung an diesen angeschlossen werden, was nicht nur die Kosten für die einzelnen Begrenzungsschaltungen in den Zweigen des
Energiespeichernetzes spart, das Energiespeichernetz verbraucht auch weniger Platz.
Die Erfindung gibt auch ein Verfahren zum Steuern der Abgabe elektrischer Energie aus einem Energiespeichernetz mit wenigstens einem
leistungsoptimierten Energiespeicher und einem energieoptimierten
Energiespeicher an. Erfindungsgemäß wird die elektrische Verbindung zwischen dem leistungsoptimierten Energiespeicher oder dem energieoptimierten
Energiespeichers und dem Energiespeichernetz basierend auf den
Lastanforderungen eines an das Energiespeichernetz angeschlossenen elektrischen Verbrauchers verwaltet.
Zeichnungen
Nachfolgend werden nicht einschränkende Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen im Detail beschrieben. In den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figur 2 eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Figur 3 ein Energiespeichernetz gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel mit erfindungsgemäßen Schaltungen;
Figur 4 ein Energiespeichernetz gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel mit erfindungsgemäßen Schaltungen;
Figur 5 eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Figur 6 ein Energiespeichernetz gemäß dem Stand der Technik.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
Nachfolgend werden unter Bezugnahme auf die Figuren bevorzugte
Ausführungsformen der Erfindung im Detail beschrieben.
Bevor die Erfindung detailliert beschrieben wird, soll zunächst der Begriff Zuverlässigkeit im hier verwendeten Sinn definiert werden. Gemäß
Lauber/Göhner, Prozessautomatisierung 1 , 3. Auflage, Springer-Verlag versteht man unter der Zuverlässigkeit (engl, reliability) die Fähigkeit eines Systems, für eine vorgegebene Zeit fehlerfrei zu arbeiten. Dies wird manchmal auch
Verlässlichkeit genannt.
Erfindungsgemäß kann die Performance eines Energiespeichernetzes deutlich erhöht werden, wenn die einzelnen Energiespeicher zu einem geeigneten Lastzeitpunkt des elektrischen Verbrauchers zu- beziehungsweise abgeschaltet werden. Die Zuverlässigkeit von herkömmlichen Energiespeichernetzen kann deutlich erhöht werden, wenn der Ausfall eines einzelnen Energiespeichers nicht unmittelbar zum Ausfall des gesamten Energiespeichernetzes führt. Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Energiespeichernetz gegenüber herkömmlichen Energiespeichernetzen intern um wenigstens eine erfindungsgemäße zusätzliche Schaltung als Funktionseinheiten erweitert, die im Folgenden zunächst beschrieben werden.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Im ersten Ausführungsbeispiel ist die erfindungsgemäße Schaltung als
Trenneinrichtung 2 mit einem Trennschalters 3 aufgebaut und dient dazu, das einen Energiespeicher 4, der in Figur 1 als Reihenschaltung mehrerer
Energiespeicherzellen 6 dargestellt ist, einpolig von einem seiner beiden Pole 8, 10 abzuschalten beziehungsweise niederohmig an den entsprechenden Pol 8 anzubinden. Für eine zweipolige Abschaltung des Energiespeichers 4 können auch zwei erfindungsgemäße Trenneinrichtungen 2 zum Einsatz kommen. Sinnvollerweise sind diese direkt am Pluspol 8 und direkt am
Minuspol 10 des Energiespeichers 4 angeordnet. Weiter kann wenigstens eine Signalleitung 12 zur Steuerung und Diagnose der einzelnen
Funktionseinheiten 2, 4 vorgesehen sein, die ihre Ergebnisse an eine
Steuerungs- und/oder Anzeigeeinheit 14 weiterleitet. Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung ist unabhängig von der konkreten
Realisierung des Trennschalters 3 in der Trenneinrichtung 2, für den unter
anderem die Realisierung als elektromechanischer Schalter, wie beispielsweise ein Relais oder ein Schütz, als elektronischer Schalter, wie beispielsweise ein Halbleiterschalter oder eine Kombination aus elektromechanischem und elektronischem Schalter in Betracht kommen.
Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur 2 sind Elemente aus Figur 1 , die die gleiche Funktion erfüllen mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Danach kann die erfindungsgemäße Schaltung eine Lade- und
Trenneinrichtung 16 sein, die die funktionale Erweiterung der Trenneinrichtung 2 aus Figur 1 um eine Ladeeinrichtung darstellt, und beim Zuschalten des
Energiespeichers 4 die auftretenden Lade- beziehungsweise
Ausgleichsströme 17 begrenzt. Ursache für diese Ströme 17 sind die
Eingangskapazitäten der elektrischen Verbraucher als externe Systeme beziehungsweise die ungleichen Ladezustände der Energiespeicher 4, welche im Allgemeinen vor Zuschalten des Energiespeichers 4 nicht die selbe Spannung aufweisen, wie die Gesamtspannung des schlussendlichen
Energiespeichemetzes. Die Begrenzung der Lade- beziehungsweise
Ausgleichsströme 17 erfolgt im einfachsten Fall über einen Widerstand 18, welcher dem hier als Ladeschalter fungierenden Trennschalter 3 in Serie geschaltet ist. Dieser Widerstand und/oder der Schalter 3 kann auch als DC/DC- Wandler ausgeführt werden. Durch eine geeignete Wahl des Widerstandswertes oder eine geeignete Aussteuerung des DC/DC-Wandlers können die
Ausgleichsströme 17 auf zuverlässige Werte für das Energiespeichernetz und für die an das Energiespeichernetz angeschlossenen elektrischen Verbraucher begrenzt werden. Weist die Spannung 22 an den Polen des Energiespeichers 4 mit Lade- und Trenneinrichtung 16 nahezu die selbe Spannung auf, wie die Gesamtspannung 24 des Energiespeichersystems, was heißt, dass der
Spannungsabfall 26 am Lastwiderstand 18 gering ist, kann der mit dem
Ladeschalter 3 in Reihe geschaltete Widerstand 18 durch einen weiteren Trennschalter 20 in der Lade- und Trenneinrichtung 16 überbrückt werden.
Optional kann der Ladeschalter 3 nun geöffnet werden.
Der Zuschaltvorgang eines Energiespeichers 4 zu einem Energiespeichernetz läuft somit wie folgt ab. Zunächst wird bei geöffnetem Trennschalter 20 der
Ladeschalter 3 der Lade- und Trenneinrichtung 16 geschlossen. Die Kapazitäten des elektrischen Verbrauchers beziehungsweise der bereits zugeschalteten Energiespeicher werden daraufhin auf- beziehungsweise umgeladen, bis die Spannung an den Polen 28, 30 der Gesamtanordnung in etwa der Spannung der anderen Energiespeicher im Energiespeichernetz entspricht. Dann wird der
Trennschalter 20 geschlossen und der Ladevorgang abgeschlossen. Die
Energiespeicherzellen 6 des Energiespeichers 4 sind dann niederohmig mit den Polen 28,30 des Energiespeichernetzes verbunden. Das Grundprinzip der vorliegenden Erfindung ist unabhängig von der konkreten
Realisierung der Ladeschalter 3 und Trennschalter 20 in der Lade- und
Trenneinrichtung 16, für den unter anderem die Realisierung als
elektromechanischer Schalter, wie beispielsweise ein Relais oder ein Schütz, als elektronischer Schalter, wie beispielsweise ein Halbleiterschalter oder eine Kombination aus elektromechanischem und elektronischem Schalter in Betracht kommen.
Auf Basis der beschriebenen Schaltungen 2, 16 und 39 als Funktionseinheiten können Energiespeichermodule mit parallel verschalteten
Energiespeicherzellen 4 aufgebaut werden. Abhängig von den Anforderungen an das Energiespeichernetz, kann der Einsatz verschiedener Topologien für das Energiespeichermodul sinnvoll sein.
Ein Energiespeichermodul 32 mit einer Trenneinrichtung 2 wie in Figur 1 gezeigt kann eingesetzt werden, um die Energiespeicherzellen 6 einpolig von einem der beiden Pole 28, 30 des Energiespeichermoduls 32 abzuschalten
beziehungsweise die Energiespeicherzellen 6 niederohmig an den
entsprechenden Pol 8, 10 anzubinden. Die Trenneinrichtung 2 kann
beispielsweise, wie in Figur 4 gezeigt, am Pluspol 8 angeordnet sein. Beim Ausfall oder Performanceverlust einer oder mehrerer Energiespeicherzellen 6 kann die Trenneinrichtung 2 die Energiespeicherzellen 6 dauerhaft abschalten.
Ein Energiespeichermodul 34 mit einer Lade- und einer Trenneinrichtung 16, wie in Figur 2 gezeigt, kann gegenüber dem Energiespeichermodul 32 aus Figur 1 eingesetzt werden, um die Lade- beziehungsweise Ausgleichsströme 17 beim
Zuschalten an das Energiespeichernetz zu begrenzen. Im Übrigen entspricht die
Topologie des Energiespeichermoduls 34 der Topologie des Energiespeichermoduls 32 aus Figur 1.
Mit den beschriebenen Energiespeichermodulen 32, 34 können modulare Energiespeichernetze aufgebaut werden, die gegenüber herkömmlichen Energiespeichernetzen eine deutliche höhere Zuverlässigkeit aufweisen. Als Beispiele für die Verschaltung der beschriebenen Energiespeichermodule 32, 34 sollen zwei Energiespeichernetze mit unterschiedlichen Topologien betrachtet werden.
In Figur 3 ist eine erste Topologie 36 für ein Energiespeichernetz mit den zuvor beschriebenen Energiespeichermodulen 32, 34 gezeigt.
In dieser ersten Topologie 36 ist im Energiespeichernetz eine separate Lade- und Trenneinrichtung 16 aus Figur 2 vorgesehen, wobei die einzelnen
Energiespeichermodule 32 gemäß der Topologie aus Figur 1 verschaltet sind. Dies hat den Vorteil, dass unterschiedliche Energiespeicher 4 mit
unterschiedlichen Energie- und Leistungscharakteristiken in den einzelnen Energiespeichermodulen 32 eingesetzt werden können. Auch ist insgesamt nur eine einzige Ladeeinrichtung 3, 18 notwendig, die beim Zuschalten zum
Energiespeichernetz aktiv wird. Jedoch ist das Energiespeichernetz dieser Topologie erhöhten Spannungsschwankungen und Ausgleichsströmen 17 ausgesetzt, da keine Ladeeinrichtungen 3, 18 an den einzelnen
Energiespeichermodulen 32 vorgesehen sind.
In Figur 4 ist eine zweite Topologie 38 für ein Energiespeichernetz mit den zuvor beschriebenen Energiespeichermodulen 32, 34 gezeigt.
In dieser zweiten Topologie sind mehrere Energiespeichermodule 34 gemäß der Topologie aus Figur 2 oder 5 miteinander verschaltet. Dies hat den Vorteil, dass unterschiedliche Energiespeichermodule 34 mit unterschiedlichen Energie- und Leistungscharakteristiken eingesetzt werden können. Gegenüber der vorstehenden Topologie 36 aus Figur 3 treten nun auch weniger
Spannungsschwankungen und Ausgleichsströme 17 auf, da jedes
Energiespeichermodul 34 eine eigene Lade- und Trenneinrichtung 16 aufweist. Jedoch ist hier ein höherer Zusatzaufwand für die Ladeeinrichtung 3, 18 oder die
DC/DC-Wandler 39 in jedem Energiespeichermodul 34 notwendig, was sich in höheren Kosten und einem größeren Bauraum des gesamten
Energiespeichernetzes widerspiegelt. Für alle zuvor beschriebenen Energiespeichernetze gilt, dass bei Ausfall oder
Performanceverlust eines oder mehrerer Energiespeichermodule 32, 34 das betroffene Energiespeichermodul 34 nach Öffnen des Trennschalters 3, 20 oder Abschalten des DC/DC-Wandlers 39 permanent vom Energiespeichernetz abgeschaltet werden kann. Das Energiespeichernetz steht dann mit
eingeschränkter Leistungsfähigkeit weiterhin zur Verfügung. Abhängig von der
Anzahl der Energiespeichermodule 32, 34 des Energiespeichernetzes und der Anzahl von Energiespeichermodulen 32, 34 mit unterschiedlicher Energie- und Leistungscharakteristik, kann das Energiespeichernetz optimal auf die externen Anforderungen der an das Energiespeichernetz angeschlossenen elektrischen Verbraucher abgestimmt werden und damit die Performance des
Energiespeichernetzes entscheidend verbessert werden.
Figur 5 zeigt eine erfindungsgemäße Schaltung gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel der Erfindung. In Figur 5 sind Elemente aus Figur 1 und 2, die die gleiche Funktionen erfüllen mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Danach kann die erfindungsgemäße Schaltung ein DC/DC-Wandler sein, der die funktionale Erweiterung der Lade- und Trenneinrichtung 16 aus Figur 2 darstellt, und ein stufenlose Spannungsanpassung des Energiespeichers 4 gegenüber des schlussendlichen Energiespeichernetzes zulässt. Der DC/DC-Wandler 39 erlaubt die Nutzung von verschiedenen Energiespeichern 4, die unterschiedliche
Spannungen 24 untereinander aufweisen. Der DC/DC-Wandler sorgt dabei für eine Spannungsanpassung, sodass alle Energiespeichermodule die gleiche Spannung 22 im Energiespeichernetz aufweisen und es zu keinen
Ausgleichströmen 17 zwischen den Energiespeichermodulen 34 kommt.
Gleichzeitig erlaubt der DC/DC-Wandler 39 für jeden Energiespeicher 4 eine individuelle Betriebsführung, die die Spannung 22 nicht beeinflusst.
Erfindungsgemäß kann durch einen Schalter, der basierend auf den
Lastanforderungen eines an ein Energiespeichernetz angeschlossenen elektrischen Verbrauchers zum Verwalten einer elektrischen Verbindung zwischen einem leistungsoptimierten Energiespeicher oder einen
energieoptimierten Energiespeicher mit dem Energiespeichernetz vorgesehen ist, die Performance des Energiespeichernetzes gesteigert werden.
Neben der obigen Offenbarung wird hier ausdrücklich auf die Offenbarung der Figuren verwiesen.