EP1007744A1 - Verfahren zum entsilizieren von roheisen vor einem frischen zu stahl - Google Patents

Verfahren zum entsilizieren von roheisen vor einem frischen zu stahl

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EP1007744A1 EP19990924566 EP99924566A EP1007744A1 EP 1007744 A1 EP1007744 A1 EP 1007744A1 EP 19990924566 EP19990924566 EP 19990924566 EP 99924566 A EP99924566 A EP 99924566A EP 1007744 A1 EP1007744 A1 EP 1007744A1
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Entsilizieren von Roheisen vor einem nachfolgenden Frischen zu Stahl wird flüssige Stahlschlacke in einer dem Si-Gehalt des Roheisens und dem Fe- und/oder Cr-Oxid-Gehalt der Schlacke entsprechenden Menge nach dem Hochofenabstich auf das abgestochene Roheisen- und ggf. das Hochofenschlackenbad aufgegeben. Die Menge der Stahlschlacke ist dabei so bemessen, daß der Si-Gehalt des Roheisens auf unter 0,5 Gew.-% bei gleichzeitigem Anstieg des SiO2-Gehaltes der Schlacke unter Reduktion von Fe- und/oder Cr-Oxiden der Schlacke zu flüssigen Metallen gebracht wird. Die Schlacken-Eisenbadtemperatur wird unter 1500 °C gehalten.

Description

Verfahren zum Entsilizieren von Roheisen vor einem Frischen zu Stahl

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entsilizieren von Roheisen vor einem nachfolgenden Frischen zu Stahl.

Hochofen-Roheisen enthält in der Regel etwa 0,4 bis 2,8 % Silizium und über 4 Gew.% Kohlenstoff. Bei einem Frischvorgang wird Silizium zu Siθ2 und Kohlenstoff zu Kohlenmonoxid oxidiert, wo- bei im Zuge des Frischprozesses naturgemäß auch ein Eisenabbrand durch die Sauerstoffzufuhr nicht verhindert werden kann. Die beim Stahlfrischen entstehende Schlacke fällt in der Regel als stark basische Schlacke an, da ein entsprechend hoher Kalksatz aufgegeben werden muß, welcher teilweise durch das gebildete Siθ2 neutralisiert wird. Die hohe Basizität derartiger Stahlschlacken sowie der hohe Anteil an Eisen- und Chromoxiden sowie gegebenenfalls an Schwermetalloxiden lassen den unmittelbaren Einsatz von Stahlschlacke aus Gründen einer möglichen Toxizität nicht ohne weiteres zu. Während Hochofenschlacke günstige hydraulische Eigenschaften und einen wesentlich geringeren Eisenoxidgehalt aufweist und damit einer Verwertung als Baugrundstoff leichter zugeführt werden kann, bereitet die Entsorgung von Stahlwerksschlacken zunehmend Schwierigkeiten, da derartige Stahlwerksschlacken in der anfallenden Zusammensetzung, d.h. ohne nachträgliche metallurgische Bearbeitung nicht ohne weiteres für Bauzwecke od.dgl. verwendbar sind. Eine metallurgische Aufarbeitung der Stahlwerksschlacke ist in aller Regel mit einem hohen Energieverbrauch und einem hohen Investitionsaufwand verbunden.

Aus der EP 666 930 Bl ist bereits ein Verfahren bekanntgeworden, bei welchem Stahlschlacke zum Frischen von Roheisen eingesetzt wurde. Bei diesem bekannten Verfahren wird der hohe Eisenoxidgehalt der flüssigen Stahlschlacke ausgenützt, um flüssiges Roh- eisen mit relativ hohem Kohlenstoff- und Siliziumgehalt zu frischen. Eisenoxid setzt sich hiebei mit Kohlenstoff bzw. Eisenkarbid zu Eisen und Kohlenmonoxid um, wohingegen das Eisen- oxid der Schlacke gemeinsam mit dem Silizium des Roheisenbades zu Eisen und Siθ2 reagiert. Diese Reaktionen sind relativ stark exotherm und bei entsprechend dem bekannten Vorschlag langer Reaktionszeit kann unmittelbar ein Rohstahl gewonnen werden, wo- bei die Schlackenparameter, insbesondere in gesonderten Konvertern, durch Zusatz von Additiven, wie CaC03 , AI2O3 und/oder Siθ2, für eine nachfolgende Verwendung im Rahmen von hydraulisch aktiven Bindemitteln optimiert werden können.

Beim Frischen von Roheisen entsteht insbesondere bei hochsili- ziumhältigen Roheisen eine nicht unerhebliche Menge an Siθ2 , welche zu einer Erhöhung des erforderlichen Kalksatzes im Frischverfahren führt .

Die Erfindung zielt nun darauf ab, die Wärmebilanz einer Umsetzung von Roheisen mit Stahlschlacke besser zu nutzen und gleichzeitig ein Ausgangsprodukt für das nachfolgende Frischen zur Verfügung zu stellen, bei welchem die Schlackenmenge beim Frischen und insbesondere der Kalksatz verringert und gleich- zeitig das Eisenausbringen verbessert werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht das erfindungsgemäße Verfahren im wesentlichen darin, daß flüssige Stahlschlacke in einer dem Si-Gehalt des Roheisens und dem Fe- und/oder Cr-Oxid-Gehalt der Schlacke entsprechenden Menge nach dem Hochofenabstich auf das abge- stochene Roheisen- und ggf. das Hochofenschlackenbad aufgegeben wird, welche Menge so bemessen ist, daß der Si-Gehalt des Roheisens auf unter 0,5 Gew.-% bei gleichzeitigem Anstieg des Siθ2- Gehaltes der Schlacke unter Reduktion von Fe- und/oder Cr-Oxiden der Schlacke zu flüssigen Metallen gebracht wird und daß die Schlacken-Eisenbadtemperatur unter 1500° C gehalten wird. Dadurch, daß nun der Einsatz von Stahlschlacke unter Berücksichtigung der speziellen Analysenwerte reduziert bzw. angepaßt wird und lediglich in einem Ausmaß erfolgt, welcher zu einem weitest- gehenden Absenken des Siliziumgehaltes des Roheisens führt, wird die Möglichkeit geschaffen, die beim nachfolgenden Stahlfrischen entstehende Siliziumdioxidmenge zu reduzieren und damit die erforderliche Basizität der Stahlschlacken durch Zusatz geringeren Kalksatzes sicher einzuhalten. Dadurch, daß die Stahlschlacke unmittelbar auf das aus dem Hochofen abgezogene flüssige Roheisen und gegebenenfalls das aufschwimmende Hochofenschlackenbad aufgegeben wird, kann die gegebenenfalls mitgeführte Hochofen- schlacke zur Verdünnung und damit zur Abstumpfung der oxidativen Umsetzungsreaktion herangezogen werden. Die Beschränkung auf ein Frischen des Siliziums ohne nennenswerte Absenkung des Kohlen- stoffgehaltes erlaubt in der Folge die konventionelle Stahlherstellung ohne wesentliche Modifikationen mit Ausnahme einer Ver- ringerung des Kalksatzes. Gleichzeitig mit der Absenkung des Siliziumgehaltes können Eisen- und Chromoxidgehalte der aufgelegten Stahlschlacke in exothermer Reaktion reduziert werden, wobei sich die Gesamtwärmebilanz überaus vorteilhaft darstellt. Bei einer derartigen Umsetzung, beispielsweise in einer Pfanne, welche somit mit geringem Investitionsaufwand durchgeführt werden kann, lassen sich beim Siliziumfrischen ca. 610 MJ/t Schlacke an Wärme gewinnen. Die Wärmeverluste einer Pfanne, welche durch Konvektion oder Abstrahlung auftreten, betragen etwa 160 MJ/t Schlacke, sodaß ein Gesamtwärmeüberschuß von etwa 450 MJ/t Schlacke besteht. Aufgrund dieser Wärmebilanz ist es beispielsweise möglich dem Roheisen vor dem Einbringen in den Frischkonverter auch noch Additive, wie beispielsweise AI2O3 in fester Form aufzugeben, welche in der Folge die Zusammensetzung der Schlacke für eine Verwendung als Zuschlagsstoff für hydrau- lische Bindemittel wesentlich verbessern. Zum Erwärmen von 100 kg AI2O3-Additiv je Tonne Schlacke werden etwa 200 MJ Wärme benötigt, die aus der obigen Wärmebilanz zur Gänze gedeckt werden können. Die immer noch verbleibende Überschußenthalpie kann beispielsweise auch noch dazu verwendet werden, um bereits im Mischer oder in der Pfanne, insbesondere einer Torpedopfanne, Schrott zusetzen oder aber auf eine Zusatzfeuerung bei einem Roheisenmischer zu verzichten. Die Abstimmung der aufgegebenen Menge an Stahlschlacke auf den gewünschten Endwert des Siliziumgehaltes erlaubt somit eine besonders wirtschaftliche Verfah- rensweise, bei welcher der nachfolgende Stahlherstellungsprozeß in keiner Weise beeinträchtigt wird, sondern im Gegenteil aufgrund der geringeren Siθ2-Mengen beim Stahlfrischen sogar ver- bessert wird. Die gleichzeitige Vermischung mit gegebenenfalls vorhandener Hochofenschlacke in der Roheisenrinne bzw. dem Roheisenmischer oder einer Pfanne führt aufgrund der dadurch erzielten Verdünnung zu einer Verringerung der Reaktionsgeschwin- digkeit und damit zu einer Verringerung der Frisch-Enthalpie, wobei allerdings gleichzeitig die Qualität der Schlacke, welche insbesondere dadurch bereits verbessert wurde, daß Eisen- und Chromoxide zu flüssigen Metallen reduziert werden konnten, verbessert und ihre Entsorgung oder Weiterverwendung erleichtert wird.

Eine wesentliche Voraussetzung für die wirtschaftliche Durchführbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens ist aber nun der Umstand, daß die Schlacken-Eisenbadtemperatur unter 1500° C ge- halten wird. Oberhalb dieser Temperatur reagiert Kohlenstoff bevorzugt mit dem Eisenoxid der Stahlschlacke, da oberhalb dieser Temperatur Kohlenstoff unedler als Silizium wird. Erst die Begrenzung der Temperaturen auf 1500° C ermöglicht ein wirtschaftlich sinnvolles Entsilizieren und verhindert die andernfalls möglichen explosionsartigen Eruptionen des Schlacke-Eisenbades durch spontane unkontrollierbare Kohlenmonoxidbildung . Von entscheidender Bedeutung für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist somit die Temperaturkontrolle, die durch Zugabe von Schrott, Zugabe von kalter Schlacke, Wärmeabfuhr, Gasein- bringen od.dgl. entsprechend gesteuert werden kann, wie dies nachfolgend noch näher erläutert wird.

Mit Vorteil wird das erfindungsgemäße Verfahren so durchgeführt, daß der Si-Gehalt des Roheisens auf unter 0,2 Gew.-% gebracht wird.

Wie bereits eingangs erwähnt, kann das erfindungsgemäße Verfahren ohne großen anlagentechnischen Aufwand durchgeführt werden, wobei bevorzugt das Verfahren so durchgeführt wird, daß die Stahlschlacke in einem Roheisenmischer oder einer Pfanne, insbesondere einer Torpedopfanne aufgegeben wird. Um sicherzustellen, daß eine positive Energiebilanz verbleibt und eine entsprechend hohe Menge an flüssiger Stahlschlacke entsorgt bzw. verarbeitet werden kann, wird mit Vorteil so vorgegangen, daß Stahlschlacke in einer Menge aufgegeben wird, welche kleiner ist als 1/2, vorzugsweise kleiner als 1/4 der Hochofenschlackenmenge. Die Begrenzung der Stahlschlackenmenge ermöglicht es gleichzeitig auch auf die Feuerfestproblematik Rücksicht zu nehmen, da auf diese Weise die gewünschte Schlacken- anfangsbasizität eingestellt werden kann. Anstelle der Hochofen- schlackenmenge kann naturgemäß auch die verbliebene reduzierte Schlackenmenge in diese Berechnung der Mengen einbezogen werden.

Wie bereits eingangs erwähnt, erlaubt die positive Wärmebilanz das Aufschmelzen von Additiven, wie beispielsweise von AI2O3 , sodaß für eine nachfolgende Weiterverwendung im Rahmen der Herstellung hydraulischer Bindemittel eine optimale Zusammensetzung gewährleistet werden kann. Mit Vorteil wird hiezu so vorgegangen, daß mit der Stahlschlacke Additive wie z.B. AI2O3 in Mengen von 50 bis 180 kg/t Schlacke aufgegeben werden, wobei die Wärmebilanz zum Aufschmelzen derartiger Mengen an AI2O3 ausreicht .

Um die gewünschten Parameter und insbesondere die gewünschte Absenkung des Siliziumgehaltes auf vordefinierte Werte sicher ein- halten zu können, wird mit Vorteil so vorgegangen, daß die Aufgabe der Stahlschlacke über eine regel- oder steuerbare Aufgabeeinrichtung vorgenommen wird, welche in Abhängigkeit von der Stahlschlacken- und der Hochofenschlackenzusammensetzung sowie der Roheisenbadzusammensetzung geregelt bzw. gesteuert wird. Die Reaktionsgeschwindigkeit und die vollständige Umsetzung läßt sich noch dadurch verbessern, daß in das vom Hochofen abgestochene Roheisen-Schlackengemisch Inertgase, insbesondere Stickstoff, eingeblasen wird.

Dadurch, daß die Inertgase mit Vorteil in eine Roheisenbadrinne, auf welche die Stahlschlacke bzw. das Schlackengemiεch aufgegeben wird, eingeblasen werden, wird gleichzeitig die erforder- liehe Regelung der Temperatur auf < 1500° C erreicht. Die Temperaturregelung auf < 1500° C kann aber auch durch Zugabe von kalten Additiven, kalter Schlacke und/oder Schrott vorgenommen werden .

Roheisenmischer dienen in integrierten Hüttenwerken als Roh- eisenzwischenspeicher zwischen Hochofen und Stahlkonverter, wobei die Kapazität derartiger Roheisenmischer zumeist mindestens einer Tagesstahlwerksproduktion entspricht. Die Speicherung einer derartigen Tagesstahlwerksproduktion im Roheisenmischer dient gleichzeitig auch der Vergleichmäßigung der Roheisenqualität. Anstelle eines derartigen Roheisenmischers werden auch mobile Torpedopfannen eingesetzt, in welchen die Durchmischung durch selbständiges Schwenken des Inhaltes während des Trans- portes vom Hochofen zum Stahlwerk begünstigt wird. In derartigen Torpedopfannen wird vorteilhafterweise die flüssige zu reduzierende Schlacke vorgelegt und das Hochofenroheisen aufgegossen, wodurch eine hohe Turbulenz und eine intensive Umsetzung gewährleistet ist.

Der durch Stahlschlacken in das Roheisenbad allenfalls eingebrachte Phosphor wird durch den anschließenden oxidierenden Frischvorgang verschlackt. Eine weitere Möglichkeit zur Unterbrechung des Phosphorkreislaufes besteht darin, das Roheisenbad unter reduzierenden Bedingungen zu entphosphorn. Dies geschieht durch Einbringen von Kalziumkarbid oder Feinstbranntkalk. Die hochphosphorhaltige Zwischenschlacke kann durch oxidative Nachbehandlung zu hochwertigem chromfreien Düngemittel umgewandelt werden.

Insgesamt lassen sich eine Reihe von Zusätzen, wie Stahlstäube und weitere silikat- und aluminathältige Hüttenreststoffe nun aufgrund der überaus positiven Wärmebilanz unmittelbar gemeinsam mit den sauren Additiven, wie A1203 sowie gegebenenfalls weiterem Siθ2, aufschmelzen, wodurch die Basizität der Stahlschlacke wesentlich abgesenkt werden kann. Siθ2-hältige Additive müssen allerdings im Vergleich zu üblichen Schlackenverfahren in wesentlich geringeren Mengen zugesetzt werden, da ja Siθ2 unmittelbar bei der Umsetzung der Stahlschlacke mit dem Roheisenbad gebildet wird. Vorteilhaft ist hiebei auch, daß das Roheisen durch den Schlacken-CaO-Gehalt zumindest teilweise entschwefelt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich bevorzugt mit einer speziell adaptierten Vorrichtung durchführen. Eine derartige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist hiebei im wesentlichen gekennzeichnet durch eine Laufrinne für Roheisen, an deren Rinnengrund Spülsteine oder Durchbrechungen für das Eintragen von Inertgasen angeordnet sind und in welche ein Schlackenfeeder sowie ein Hochofen-Roheisen-Feeder mündet und eine der Laufrinne nachgeschaltete Pfanne zur Trennung von Schlacken- und Eisenbad. Mittels einer derartigen Lau rinne, auf welche die gewünschten Additive zur Kühlung aufgegeben werden können, läßt sich durch die Inertgase und im besonderen durch Druckstickstoff die Turbulenz erhöhen, sodaß eine bessere Durchmischung gleichzeitig mit einer besseren Wärmeabfuhr gewährlei- stet wird. Die Rinnenbegasung stellt somit sicher, daß es nicht zu lokalen Überhitzungen kommen kann und daß die Temperatur zuverlässig unter 1500° C gehalten werden kann.

Die Vorrichtung ist mit Vorteil dahingehend weitergebildet, daß die Laufrinne in ein Tauchrohr mündet, welches in das Eisenbad der Pfanne ragt. Mittels eines derartigen Tauchrohres, welches in das Eisenbad der Trennpfanne hineinragt, wird die Reduktionsstrecke der aufsteigenden Schlackentröpfchen erhöht und eine vollständige Umsetzung sichergestellt. Alternativ kann eine intensive Durchmischung auch dadurch erreicht werden, daß die Rinne als Kaskade ausgebildet ist, wobei der Schlackenüberlauf einer nachfolgenden Kaskadenstufe unterhalb der Ebene des Zulaufes des Eisenbades aus der vorangegangenen Kaskadenstufe angeordnet ist.

Die Erf indung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In der Zeichnung zeigen Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und Fig. 2 eine schematische Seitenansicht teilweise im Schnitt durch Teile einer Einrichtung nach Fig. 1.

In Fig. 1 ist mit 1 schematisch eine Stahlschlackenpfanne angedeutet, mit 2 ist eine Roheisenpfanne bezeichnet. Die aus der Stahlschlackenpfanne abgezogenen Schlackenmengen ebenso wie die Roheisenmenge werden über entsprechend gesteuerte Drosselorgane 3 auf eine Laufrinne 4 aufgegeben und gelangen in der Folge zu einer Trennpfanne 5, in welcher das Eisenbad von der Schlacke getrennt wird.

Aus der Darstellung nach Fig. 2 sind Details einer derartigen Einrichtung näher ersichtlich. Mit 1 ist wiederum die Stahlschlackenpfanne bezeichnet, an welche ein Schlacken-Tundish 6 angeschlossen ist, dessen Schlackenfeeder mit 7 bezeichnet ist. Die Stahlschlacke gelangt auf die Laufrinne 4, wobei aus der Darstellung nach Fig. 2 ersichtlich ist, daß über Öffnungen 8 im Grund der Rinne Inertgas unter Druck und insbesondere Stickstoff eingebracht wird. Der Laufrinne 4 wird, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet, gesondert Roheisen gegebenenfalls vermischt mit Hochofenschlacke aufgegeben.

Das in der Laufrinne weitgehend entsilizierte Material gelangt in der Folge in einen Trichter 9 eines Tauchrohres 10, welcher unterhalb des Eisenbades 11 der Trennpfanne 5 mündet. Die auf- steigenden Schlackentröpfchen werden weiterreduziert und es schwimmt eine chromatfreie Schlacke 12 auf dem Eisenbad 11 in der Trennpfanne 5 auf, welche gesondert ausgebracht werden kann.

Die Laufrinne 4 kann über eine entsprechende hydraulische Ein- richtung 13 in ihrer Neigung verstellt werden, wobei gemeinsam mit dem Druck Stickstoff der Rinnenbegasung hier die Fließgeschwindigkeit und die Turbulenz entsprechend eingestellt werden kann, um eine optimale Wärmeabfuhr zu erzielen, sodaß die gewünschte Begrenzung der Temperatur der Umsetzung sicher eingehalten wird. Die Temperatur kann auch durch einen nicht dargestellten Kühlwindkasten oberhalb der Laufrinne unter 1500° C ge- halten werden.

Ausführungsbeispiel

Eine Konverterschlacke mit folgender Zusammensetzung wurde ein- gesetzt:

Das im Roheisenmischer vorliegende Roheisen weist 1 % Si sowie 4,6 % C auf. Auf 1 t Roheisen werden 150 kg konfektionierte Konverterschlacke aufgelegt. Konfektioniert bedeutet, daß die CaO/Siθ2-Basizität von 3,14 in der Pfanne abgesenkt sowie der AI2O3-Gehalt auf 10 % angehoben wurde.

Silizium-Bilanz

1 % Si im Roheisen (10 kg Si pro t Roheisen) standen unter Berücksichtigung der obigen Analyse folgenden zu reduzierenden Schlackenkomponenten gegenüber :

P205 16,5 kg/t LDS MnO 35, 3 kg/t LDS FeO 228 kg/t LDS Cr203 2 kg/t LDS

Es wurden 150 kg konfektionierte Konverterschlacke auf das Roheisenbad aufgelegt, sodaß pro t Roheisen die folgenden Schlackenkomponenten zu reduzieren sind.

P2θ5 1, 98 kg/t Roheisen MnO 4,23 kg/t Roheisen FeO 27,36 kg/t Roheisen Cr2θ3 0,24 kg/t Roheisen

Das Roheisen-Si reduzierte nun die oben beschriebenen Schlacken- komponenten wie folgt:

2 P2O5 + 5 Si -> 5 Siθ2 + 4 P 2 MnO + Si -> Siθ2 + 2 Mn 2 FeO + Si -> Siθ2 + 2 Fe 2 Cr2θ3 + 3 Si -> 3 Siθ2 + 4 Cr

Somit ergab sich der folgende Silizium-Bedarf: P2O5 0,97 kg Si MnO 0,85 kg Si FeO 5,20 kg Si Cr2θ3 0,07 kg Si

Summe: 7,98 kg Si

Das vorliegende Roheisen enthielt 10 kg Si/t Roheisen ( 1 % im Roheisen) , sodaß im Roheisen nach der Umsetzung 2 kg Si/t Roheisen oder 0,2 % Si vorlagen. Die Schlackenreduktion mittels Silizium ist exotherm, sodaß für diesen Vorgang keine zusätzliche Energie zugeführt werden mußte. Durch die Schlackenreduktion wurde Siθ2 in folgenden Mengen gebildet:

-> aus P2θ5~Reduktion: 2, 1 kg Siθ2

-> aus MnO-Reduktion: 1,8 kg Siθ2

-> aus FeO-Reduktion: 11,5 kg Siθ2

-> aus Cr?Q^-Reduktion; 0, 14 kσ SiOo

Summe: 15, 5 kg Siθ2

Somit ergab sich die folgende Schlacken-Zwischenanalyse:

Eine derartige Schlackenzwischenanalyse weist bereits eine geringere Schlackenbasizität auf, eine weitere externe Siθ2~Kor- rektur kann in der Folge durch Zugabe von 250 kg Siθ2 pro t Schlacke erfolgen, sodaß ein Siθ2-Gehalt von 44 Gew.% und ein Wert für die CaO/Siθ2 -Basizität von 1,6 erreicht wird. Der Schlacken AI2O3 -Gehalt wurde noch auf 10 Gew.% erhöht, was jedoch gleichfalls im Roheisenmischer bzw. der Torpedopfanne erfolgte.

Die Erhöhung des AI2O3-Gehaltes diente hiebei in erster Linie der Verbesserung der Frühfestigkeit von aus derartigen Schlacken hergestellten hydraulischen Bindemitteln.

Insgesamt ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Verfahrensfüh- rung ein geringes zusätzliches Investitionsvolumen und praktisch kein zusätzlicher Energiebedarf. Weiters wird der Zusatz von Siθ2 wesentlich geringer, da die Basizität im Zuge des Verfahrens durch das durch das Frischen von Silizium gebildete Siθ2 hinreichend abgesenkt wird.

Claims

Patentanspr├╝che :
1. Verfahren zum Entsilizieren von Roheisen vor einem nachfolgenden Frischen zu Stahl, dadurch gekennzeichnet, daß flüssige Stahlschlacke in einer dem Si-Gehalt des Roheisens und dem Fe- und/oder Cr-Oxid-Gehalt der Schlacke entsprechenden Menge nach dem Hochofenabstich auf das abgestochene Roheisen- und ggf. das Hochofenschlackenbad aufgegeben wird, welche Menge so bemessen ist, daß der Si-Gehalt des Roheisens auf unter 0,5 Gew.-% bei gleichzeitigem Anstieg des Siθ2~Gehaltes der Schlacke unter Reduktion von Fe- und/oder Cr-Oxiden der Schlacke zu flüssigen Metallen gebracht wird und daß die Schlacken-Eisenbadtemperatur unter 1500° C gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Si-Gehalt des Roheisens auf unter 0,2 Gew.-% gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlschlacke in einem Roheisenmischer oder einer Pfanne, insbesondere einer Torpedopfanne aufgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß Stahlschlacke in einer Menge aufgegeben wird, welche kleiner ist als 1/2, vorzugsweise kleiner als 1/4 der Hochofenschlacken- menge .
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Stahlschlacke Additive wie z.B. AI2O3 in Mengen von 50 bis 180 kg/t Schlacke aufgegeben werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabe der Stahlschlacke über eine regel- oder steuerbare Aufgabeeinrichtung vorgenommen wird, welche in Abhängigkeit von der Stahlschlacken- und der Hochofenschlacken- Zusammensetzung geregelt bzw. gesteuert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in das vom Hochofen abgestochene Roheisen- Schlackengemisch Inertgase, insbesondere Stickstoff, eingeblasen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Temperatur auf < 1500°C durch Einblasen von Inertgasen in eine Roheisenbadrinne erfolgt, auf welche die Stahlschlacke bzw. das Schlackengemisch aufgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Temperatur auf < 1500°C durch Zugabe von kalten Additiven, kalter Schlacke und/oder Schrott vor- genommen wird.
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