DEM0024795MA - - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 11. Oktober 1954 Bekanntgemacht am 16. August 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Geradlaufsteuerung für fahrbare Brücken mit einzeln und unabhängig
voneinander angetriebenen Fahrwerken.
Es sind bereits verschiedene Verfahren und Einrichtungen zur Steuerung der Antriebsmotoren
fahrbarer Brücken mit Einzelantrieb der Fahrwerke bekanntgeworden. Alle diese Steuerungen
haben zum Ziel, entweder von vornherein einen Geradlauf der Brücke zu gewährleisten oder Abweichungen
vom Geradlauf, die durch äußere Einflüsse, z. B. Winddruck, bedingt sind, zu korrigieren.
So verwendet man im ersten Fall unter anderem die elektrische Welle in Verbindung mit
Schleifringläufermotoren, im zweiten Fall bedient man sich z. B. eines Korrekturmotors, der durch
ein Langzeigergerät gesteuert wird.
Neuerdings ist noch vorgeschlagen worden, die Antriebsmotoren mittels,einer elektrischen Widerstandsbrücke
zu steuern. Dabei verursachen Abweichungen vom Geradlauf Differenzspannungen in einem Brückenzweig, die dann zum Regeln der
Antriebsmotoren ausgenutzt werden. Dies Verfahren ermöglicht zwar die Verwendung der wirt-,
schaftlichen und unempfindlichen Drehstrom-
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Kurzschlußläufermotoren, erfordert aber eine gewisse laufende Wartung bestimmter Teile der
Einrichtung.
Die vorliegende Erfindung, die gleichfalls die
·. 5 Verwendung von Drehstrom-Kurzschlußläufermotören
zuläßt, beruht auf der Anwendung eines kardanisch aufgehängten Kreisels mit raumfester
Achse als Steuerorgan, Derartige Kreisel werden seit langem in der Schiffahrt zur Kurssteuerung
ίο benutzt. Sie zeichnen sich durch Einfachheit,
Robustheit und sichere Funktion, aus, sind also für den vorliegendenZweck inbesonderem Maße geeignet.
Das Prinzip der Brückensteuerung mittels eines
Kreisels ist folgendes: Die Drehimpulsachse eines kardanisch aufgehängten Kreisels stellt sich parallel
zur Erdachse, d. h. in Nord-Süd-Richtung, ein und behält diese Lage unveränderlich bei. Ist ein
solcher Kreisel auf einer fahrbaren Brücke angeordnet, so zeigt er jede Abweichung vom Geradlauf
als Änderung der Brückenlage gegenüber einer, auf die Kreiselachse bezogenen Normallage an.
Die Genauigkeit einer solchen Steuerung ist sehr groß, so daß sich schon Abweichungen vom Geradlauf
feststellen und korrigieren lassen, die einem Vorlauf eines der Fahrwerke von weniger als ein
Tausendstel der Brückenspannweite entsprechen.
Die Wahl der Mittel zum Auslösen von Steuerimpulsen durch den Kreisel ist weitgehend durch
die gewünschte Genauigkeit, Empfindlichkeit und Regelgeschwindigkeit bestimmt. Das einfachste
Mittel sind an der Brücke angeordnete Schalter, die unmittelbar durch den Kreisel betätigt werden.
Bei hohen Ansprüchen verwendet man eine lichtelektrische Auslösung oder die Veränderung eines
elektrischen oder magnetischen Feldes durch den Kreisel. Es ist auch möglich, für diesen Zweck eine
vom Kreisel gesteuerte ionisierende Strahlung zu benutzen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der schematischen Abbildungen ausführlicher beschrieben.
In Abb. ι ist die Brücke 21 in Normallage, d. h.
bei Geradlauf, dargestellt. Die Achse 2 des Kreisels 1, der z. B. als Anker eines kardanisch
aufgehängten Elektromotors ausgebildet ist, und eine angenommene Bezugsachse 22 der Brücke 21
haben dieselbe Richtung. In dieser Brückenlage sind die an der Brücke angeordneten Schalter 4
und 5 geöffnet, die Steuerkreise 11 und 12 also
stromlos, so daß die Antriebsmotoren 13 und 14
unbeeinflußt arbeiten.
Tritt nun eine Abweichung vom Geradlauf der Brücke 21 auf, so ändert sich, wie Abb. 2 zeigt, die
Lage der Brücke bzw. ihrer Bezugsachse 22 relativ zur Kreiselachse 2, die ihre Lage unverändert beibehält. Diese Änderung bewirkt, daß der Schalter 5
geschlossen, im Steuerkreis 11 ein Impuls ausgelöst und dadurch der Motor des in diesem Fall vor-,
laufenden Fahrwerkes gedrosselt oder, abgeschaltet wird, bis der Geradlauf wiederhergestellt ist.
Bei Vorlauf des anderen, vom Motor 14 an-
- getriebenen Fahrwerkes nimmt die Brücke 21, eine
entgegengesetzte Lage ein, so daß der Schalter 4 geschlossen und im Steuerkreis 12 ein entsprechender Impuls zur Drosselung des Motors 14 ausgelöst
wird. Diese Anordnung ist besonders einfach und ermöglicht eine bequeme /Einstellung des Schaltpunktes
durch geeignete Wahl des Schließweges der Schalter 4 und 5. ';'' ■ ',■:;■
Abb. 3 gibt eine Ausführung mit lichtelektrischer Auslösung der Steuerimpulse wieder.'Bei dieser
Anordnung sind vom Kreisel keine Betätigungskräfte aufzubringen, sie ist also besonders vorteilhaft,
wo große Empfindlichkeit verlangt .wird, also z. B. bei Brücken extrem großer Spannweite.
Am Kreisel 1 ist hier, vorzugsweise in der vertikalen
Drehachse seiner kardanischen Aufhängung, ein Spiegel 6 angeordnet, der den Relativbewegungen
der Kreiselachse 2 gegenüber der Brückenachse 22 folgt und bei Änderungen der Brückenlage einen
Lichtstrahl 10 von der Lichtquelle 9, je nach der Richtung der Abweichung, auf die an der Brücke
21 angeordneten Photozellen oder -elemente 7
bz\v. 8 lenkt. Die bei Belichtung der Photozellen 7 bzw. 8 entstehenden Photöströme lösen, gegebenenfalls
nach der Verstärkung mittels des Verstärkers ■15, entsprechende Impulse im Steuerkreis 11
bzw. 12 aus. Der weitere Vorgang entspricht dem. oben beschriebenen.
Abb. 4 zeigt schematisch in ebener Abwicklung eine Einrichtung zur Auslösung der Steuerimpulse
mit Hilfe ionisierender Strahlung. Am ringförmigen, in einer horizontalen Ebene liegenden
Lager 34 des Kreisels 1 sind in geeignetem Abstand voneinander künstlich radioaktive Präparate
2ο.β, 2O.J der bekannten Art als Beta- oder/und
Gammastrahler vorgesehen. Diese Strahler 20,ß, 2O,6
sind bei Geradlauf, d. h. Normallage der Brücke 21, durch das an der Brücke 21 angeordnete, mit zwei
Schlitzen 36,,, 366 versehene, gleichfalls ringförmige .100
Abschirmmittel 26 abgedeckt. Hinter den Schlitzen ' 36«» 36ft befinden sich geeignete, mit strahlendurchlässigen
Fenstern 37, 38 ausgestattete, in bekannter Weise in Verstärkerkreisen 24, 25 liegende Ionisationskammern
27, 28 als Strahlungsempfänger bzw. Impulsgeber, die mit dem Abschirmmittel 26 fest verbunden sind.
Ändert sich nun die Brückenlage infolge Abweichung vom Geradlauf, so drehen sich, je nach
der Richtung der Abweichung, Abschirmmittel 26 und Ionisationskammern 27, 28 relativ zur Kreiselaufhängung
34 in Richtung des Pfeiles 30 bzw. 31. Sobald ein bestimmter, einstellbarer Drehwinkel
überschritten.ist, wird die Abdeckung des Strahlers 2o.a bzw. 2O,6 aufgehoben, die Strahlung dringt
durch das Fenster 37 bzw. 38 in die Kammern 27 bzw· 28 ein und löst durch Ionisierung des in den
Kammern 27, 28 befindlichen Gases entsprechende Impulse aus. Diese Impulse werden dann nach Ver- /
Stärkung zum Steuern der Antriebsmotoren verwendet. . ·■'·...
Der Vorteil dieser Anordnung ist genau wie bei lichtelektrischer Auslösung darin gelegen, daß, der
Kreisel keine Betätigungskräfte aufzubringen hat. Außerdem läßt sich eine sehr feinstufige Regelung
der Motoren damit erzielen.
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Diese Beispiele sollten mögliche Ausführungsformen im Prinzip andeuten. Sie sind im einzelnen,
je nach den Umständen, beliebig abwandelbar.
Ebenso kann auch die Änderung eines elek-,
irischen oder magnetischen Feldes mit Hilfe des Kreisels zur Auslösung von Steuerimpulsen benutzt
werden.
Ferner können Vorkehrungen getroffen sein,
durch die bei Überschreitung einer vorgegebenen
ίο Zeit für die Wiederherstellung des Geradlaufs
oder bei Störungen im Steuerkreis die gesamte Anlage abgeschaltet wird. Ebenso läßt sich die
Einrichtung so ausbilden, daß die Antriebsmotoren wahlweise unter Beobachtung der Kreiselanzeige
von Hand oder vollautomatisch gesteuert werden können.
Die Wahl der Antriebsmotoren ist beliebig, es lassen sich also ohne weiteres die elektrisch und
mechanisch günstigen Drehstrom-Kurzschlußläufermotoren verwenden.
Der Kreisel selbst kann in bekannter Weise mit einer Dämpfung ausgerüstet sein. Er wird zweckmäßig
zusammen mit den übrigen Steuereinrichtungen in der Fahrerkabine untergebracht, kann
aber auch bei vollautomatischer Arbeitsweise an einer beliebigen Stelle der Brücke angeordnet sein.
Claims (10)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Geradlauf steuerung für fahrbare Brücken mit einzeln und unabhängig voneinander angetriebenen Fahrwerken, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmotoren mit Hilfe eines auf der Brücke angeordneten, kardanisch aufgehängten Kreisels mit raumfester Achse gesteuert werden.
- 2. Geradlauf steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisel (1) Abweichungen vom Geradlauf als von der Richtung der Abweichung abhängige Änderungen der Brückenlage gegenüber einer auf die Kreiselachse (2) bezogenen Normallage anzeigt und bei Überschreitung einer bestimmten Abweichung, in Abhängigkeit von deren Richtung, elektrische Impulse zum selbsttätigen Einregeln der Antriebsmotoren (13, 14) auf Geradlauf der Brücke (21) auslöst.
- 3. Geradlaufsteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kreisel in an sich bekannter Weise als Anker eines kardanisch aufgehängten Elektromotors ausgebildet ist.
- 4. Geradlauf steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse durch Betätigung von Schaltern (4, 5) unmittelbar durch den Kreisel (1) ausgelöst werden.
- 5. Geradlaufsteuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse auf lichtelektrischem Wege mittels eines vom Kreisel (1) gesteuerten Lichtstrahles (10) ausgelöst werden.
- 6. Geradlaufsteuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse durch Veränderung eines elektrischen Feldes durch den Kreisel (1) ausgelöst werden.
- 7. Geradlauf steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse durch Veränderung eines magnetischen Feldes durch den Kreisel (1) ausgelöst werden.
- 8. Geradlauf steuerung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulse durch eine vom Kreisel (1) gesteuerte ionisierende Strahlung ausgelöst werden.
- 9. Geradlaufsteuerung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwei an einem ringförmigen, in einer horizontalen Ebene liegenden Lager (34) des Kreisels (1) vorgesehene künstlich radioaktive Strahler (29,,, 29,,) bei Geradlauf der Brücke (21) durch ein mit Schlitzen (36,,, 3O1) versehenes Abschirmmittel (26) gegenüber zwei hinter den Schlitzen (36,,, 3O0) und zusammen mit dem Abschirmmittel (26) an der Brücke (21) angeordneten, in Verstärkerkreisen (24, 25) liegenden Ionisationskammern (27, 28) abgedeckt sind und diese Abdeckung bei Ab\veichung vom Geradlauf in Abhängigkeit von der Richtung (30, 31) der Abweichung für jeweils einen der Strahler (29,,, 29,,) aufgehoben und dadurch in der dem Strahler (29,, bzw. 29&) zugeordneten Kammer (27 bzw. 28) Impulse ausgelöst werden.
- 10. Geradlauf steuerung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch Vorkehrungen, zur Abschaltung der gesamten Anlage bei Überschreitung einer vorgegebenen Zeit für die Wiederherstellung des Geradlaufes oder bei Störungen im elektrischen Teil der Steuereinrichtung.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 609 579/219· 8.56
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