DE975529C - Zeichenmaschine mit Parallelfuehrung - Google Patents

Zeichenmaschine mit Parallelfuehrung

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DE975529C
DE975529C DEL321A DEL0000321A DE975529C DE 975529 C DE975529 C DE 975529C DE L321 A DEL321 A DE L321A DE L0000321 A DEL0000321 A DE L0000321A DE 975529 C DE975529 C DE 975529C
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DEL321A
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Siegfried Lehsten
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Siegfried Lehsten
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L13/00Drawing instruments, or writing or drawing appliances or accessories not otherwise provided for
    • B43L13/02Draughting machines or drawing devices for keeping parallelism

Description

  • Zeichenmaschine mit Parallelführung Die Erfindung betrifft eine Zeichenmaschine mit Parallelführung, bei welcher eine horizontale Führungsstange von zwei Wagen oder eine vertikale Führungsstange von einem oder zwei Wagen getragen wird und mittels dieses bzw. dieser senkrecht zu ihrer Längsachse verschiebbaren, am Rand des Reißbrettes mit mit Rillen versehenen Rädern auf Schienen laufenden Wagen parallel zu sich selbst über die ganze Reißbrettfläche beweglich sowie feststellbar ist und an einem auf ihr verschiebbaren Schlitten einen Drehkopf trägt, der zur Einstellung der an ihm befestigten Zeichenlineale mit einer Rastvorrichtung für bevorzugte Winkelstellungen und mit einer Klemmvorrichtung für die zwischen diesen liegenden Winkelstellungen versehen ist, wobei die Auslösemittel für diese beiden Vorrichtungen am Drehkopf derart angeordnet sind, daß sie von der auf diesem ruhenden Hand des Zeichners betätigt werden können. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Zeichenmaschine der vorstehend definierten hekannten Art mit nur einer Hand derart bedienbar zu gestalten, daß durch die auf dem Drehkopf ruhende Hand des Zeichners der Drehkopf für die Winkeleinstellung der Lineale, das Verschieben und Festklemmen des den Drehkopf tragenden Schlittens und das Abschwenken des Drehkopfes allein oder mit der ihn tragenden Führungsstange von der Zeichenfläche vorgenommen werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Drehkopf an einem starr mit dem Schlitten verbundenen Halteteil gelagert ist, daß die zum Arretieren und Auslösen des Schlittens auf der Führungsstange dienende Betätigungseinrichtung so angeordnet ist, daß sie ebenfalls von der auf dem Drehkopf ruhenden Hand bedienbar ist, und der Drehkopf für sich um die einen runden Querschnitt aufweisende Führungsstange oder zusammen mit der Führungsstange um deren Längsachse oder bei Vorhandensein nur eines Wagens zusammen mit der Führungsstange um ein zwischen Führungsstange und Wagen vorgesehenes Gelenk oder ebenfalls bei Vorhandensein nur eines Wagens zusammen mit der Führungsstange und dem starr mit dieser verbundenen Wagen um die Laufschiene des Wagens von der Zeichenebene abhebbar ist.
  • Nach einer besonderen Ausführungsform ist die Zeichenmaschine ferner dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten einen unter Federwirkung stehenden Klemmkörper, z. B. einen zwischen der Führungsstange und den Widerlagern des Schlittens längs der Führungsstange beweglichen Bremskeil, aufweist, der den Schlitten selbsttätig auf der Führungsstange arretiert und durch die Betätigungseinrichtung entgegen der Kraft der Feder auslösbar ist. Für diese an sich bekannte Ausbildung wird nur im Zusammenhang mit dem Gegenstand des Anspruchs i Patentschutz gewährt.
  • Ferner kann vorzugsweise ein weiterer Hebel, der mit einer Einrastvorrichtung versehen ist, vorgesehen sein, wobei der Hebel ebenfalls von der auf dem Drehkopf ruhenden Hand betätigt werden kann und durch den Klemmkörper bzw. den Bremskeil in der Auslösestellung feststellbar ist.
  • Das Auslösemittel für die Rastvorrichtung für die bevorzugten Winkelstellungen der Zeichenlineale besteht erfindungsgemäß aus einem in der Mitte des Drehkopfes axial verschiebbaren Druckknopf. Ferner kann die Rastvorrichtung aus einem unter Federwirkung stehenden, in Bohrungen einer an einem der Halteteile befestigten Scheibe einrastbaren Bolzen bestehen, der in einem mit dem Drehkopf verbundenen Teil und achsparallel zu diesem geführt ist und über einen Hebel mit dem Druckknopf verbunden ist.
  • Des weiteren kann die Rastvorrichtung aus einem unter Federdruck stehenden, in Rasten einer an dem Halteteil befestigten Scheibe einrastbaren Zapfen bestehen, der in einem mit dem Drehkopf verbundenen Teil radial zum Drehkopf mittels einer Stange geführt und entgegen der Federwirkung durch den Druckknopf verschiebbar ist.
  • Bei Vorhandensein nur eines Wagens und einer senkrecht angeordneten Führungsstange ist vorzugsweise am unteren Ende der Führungsstange eine sich gegen das Reißbrett anliegende Laufrolle vorgesehen. Bei Vorhandensein nur eines Wagens und senkrecht angeordneter Führungsstange kann die Laufschiene einen runden oder elliptischen, parallel zur Zeichenebene die größere Achse aufweisenden Ouerschnitt haben und außerdem der Wagen mit Rollen versehen sein, die sich von oben und unten gegen die Laufschiene anlegen, wobei alle Rollen mit Rillen oder bei elliptischer Laufschiene nur die oberen Rollen mit Rillen, die unteren Rollen aber als Glattrollen ausgebildet sind.
  • An Hand der Zeichnungen wird nachstehend die Erfindung näher erläutert. Der Erfindungsgegenstand ist in mehreren Ausführungsbeispielen zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. i die neue Zeichenmaschine in Vorderansicht, während Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt darstellt; Fig. 3 zeigt in Draufsicht eine Einzelheit, Fig. 4 in geschnittener Seitenansicht ein zweites Ausführungsbeispiel des Drehkopfes, Fig. 5 in Vorderansicht ein drittes Ausführungsbeispiel, insbesondere die Anordnung einer Führungsschiene, statt waagerecht nunmehr senkrecht; Fig.6 und 7 erläutern in Vorder- und Seitenansicht ein viertes und Fig. 8 und 9 in gleichen Ansichten ein fünftes Ausführungsbeispiel; Fig. io stellt in Vorderansicht und größerem Maßstab ein sechstes Ausführungsbeispiel dar; Fig. ii ist eine Rückansicht der Fig. io; Fig. 12 zeigt einen Schnitt durch eine besonders zweckmäßige Bremseinrichtung, deren Draufsicht in Fig. 13 dargestellt ist; Fig. 14, 15 und 16 Zeigen die Anwendung und Ausbildung der Laufwagenrollenpaare auf einer Führungsschiene.
  • Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach den Fig. i bis 3 besteht die Zeichenmaschine im wesentlichen aus einem Drehkopf i, dessen Zapfen 2 eine Zunge 3 trägt, an welcher ein Lineal 4 angeschlossen ist, zu welchem Zweck das Lineal 4 konische Bohrungen aufweist, in die konische Zapfen 5, die an der Zunge 3 befestigt sind, eingreifen. Das Lineal 4 wird mit Hilfe einer Schraube 6 an die konischen Zapfen 5 herangezogen. Dadurch erreicht man nicht nur eine Zentrierung, sondern auch ein sattes Anliegen des Lineals 4 an der Zunge 3. Mit Hilfe des Drehkopfes i kann nun das Lineal 4 in verschiedene Winkellagen gebracht werden, wobei die gewählte Stellung durch eine im nachstehenden beschriebene Sperrvorrichtung festgehalten und mit Hilfe einer Auslösevorrichtung ausgerückt werden kann.
  • Wie die Fig. i und 2 erkennen lassen, besteht die Sperrvorrichtung aus einem unter der Wirkung einer Feder 7 stehenden Bolzen 8, der in eine der konzentrisch zur Achse des Drehkopfes angeordneten Bohrungen 9 einer festliegenden Scheibe io (Fig. i) eingreift, so daß die eingestellte Lage des Lineals 4 gesichert ist. Die Scheibe io ist dabei über die Platte 2,5 am Schlitten 23 befestigt und somit durch die Führungsstange 22 gegen eine Verdrehung gesichert. Die mit dieser Sperrvorrichtung zusammenarbeitende Auslösevorrichtung besteht aus einem im Drehkopf i axial beweglich gelagerten Druckknopf i i, der auf einen an den Sperrbolzen 8 angelenkten Hebel 12 einwirkt, und zwar in der Weise, daß beim Niederdrücken des Knopfes i i der Sperrbolzen 8 aus der Bohrung 9 herausgezogen wird und dadurch die Sperrung löst. Dieser Sperr- und Auslösevorrichtung kann noch eine Klemmeinrichtung, bestehend aus einer Klemmplatte 13 und einem Klemmhebel 14, zugeordnet sein zum Zweck, die Lineale in eine Winkellage einstellen zu können, die zwischen zwei Abständen der Bohrungen 9 liegt. Die Klemmplatte 13 ist an sich auf der Zunge 3 befestigt. Diese Befestigung ist jedoch der Übersichtlichkeit wegen in Fig.2 nicht dargestellt. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist die Klemmplatte 13 an ihrem die Sperrwirkung verursachenden Rand schräg ausgebildet, wodurch eine besonders wirksame, kein Verschmutzen zulassende Bremswirkung erzielt wird.
  • Die Zeichenmaschine kann demnach mit nur einer Hand bedient werden, und zwar derart, daß der Drehkopf i von Hand so erfaßt wird, daß der Handballen den Drehkopf i umgreift und den Druckknopf i i niederdrücken und so den Kopf i drehen kann, wodurch das Lineal 4 eingestellt wird. Läßt der Druck des Handballens auf den Knopf i i nach, dann sperrt der Bolzen 8 die eingestellte Lage. Die Finger der Hand können dann den Klemmhebel 14 betätigen.
  • Ein etwas anderes Ausführungsbeispiel der Sperr- und Auslösevorrichtung zeigt die Fig. 4. Hier besteht die Sperrvorrichtung aus einem unter der Wirkung der Feder 15 stehenden Zapfen 16, der in eine Raste 17 einer festliegenden Rastenscheibe 18 eingreift. Die Rastenscheibe 18 entspricht in ihrer Wirkung der Scheibe io der Fig. i und 2 und ist in gleicher Weise wie die Scheibe io gegen Verdrehung gesichert. Die Auslösevorrichtung besteht aus einem im Drehkopf i axial beweglich gelagerten Druckknopf i i, der auf eine den Zapfen 16 tragende Stange i9 einwirkt, und zwar derart, daß beim Niederdrücken des Knopfes i i der Zapfen 16 aus der Raste 17 herausgehoben wird und dadurch die Sperrung löst. Im übrigen ist die Handhabung der Zeichenmaschine mit der in Fig. 4 gezeichneten Sperr- und Auslösevorrichtung die gleiche wie diejenige nach dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. i und 2.
  • Wie die Fig. i, 2 und 3 erkennen lassen, ist der Drehkopf i samt der dazugehörigen Sperr- und Auslösevorrichtung nebst den Zeichenlinealen 4 und 2o auf einer vom Reißbrett 21 getragenen Stange 22, einem Rohr od. dgl. geführt und auf dieser ver-und feststellbar, beispielsweise dadurch, daß die Stange 22 von einem als Klemmbacken ausgebildeten, den Halteteil für den Drehkopf i bildenden Schlitten 23 umfaßt wird, der mittels Klemmhebel 24 festgestellt werden kann. Diese Feststellung kann von Hand erfolgen. Wie die Fig. i bis 3 zeigen, trägt der Schlitten 23 einen Halteteil 25, der seinerseits als Lagerung für den Drehkopf i bzw. dessen Zapfen 2 dient. Die Enden der Führungsstange 22 sind in Wagen 26 gelagert, die an den Seiten des Reißbrettes 21 auf und ab bewegt werden können, zu welchem Zweck die Wagen 26 mit Führungsrollen 27 versehen sind, die auf Schienen 28 gleiten. Der Schlitten 23 ist um die Führungsstange bzw. mit dieser schwingbar, und zwar in Richtung des in Fig. 2 eingezeichneten Doppelpfeils, so daß der Drehkopf i mitsamt der Sperr-und Auslösevorrichtung nebst den Zeichenlinealen 4 und 2o von dem Reißbrett 21 entfernt bzw. auf das Reißbrett aufgelegt werden kann.
  • Bei den bis jetzt beschriebenen Ausführungsbeispielen handelt es sich um die Anordnung der Führungsstange 22 in waagerechter Richtung. Dabei sind die Führungsschienen 28 in senkrechter Richtung angeordnet, wie Fig. i erkennen läßt. Diese Anordnung der Führungsstange 22 und Führungsschienen 28 ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, denn das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 zeigt, daß die Führungsstange 31 für den Drehkopf i senkrecht angeordnet ist, während die Wagen 32 mit Laufrollen 33 auf waagerecht liegenden Schienen 34 geführt sind. Diese Ausführung zeigt außerdem, daß die Zeichenmaschine auch mit zwei Zeichenlinealen 4 und 35 ausgestattet sein kann, während das Lineal 2o (F ig. 2) in Wegfall kommt.
  • Anstatt zwei Wagen 32 anzuordnen (Fig. 5), kann mit besonderem Vorteil auch nur ein Wagen 36 zur Anwendung kommen, wie das Ausführungsbeispiel nach den Fig.6 und 7 zeigt. Hier ist der Wagen 36 mit mehreren gegenüberliegend angeordneten Laufrollen 37 ausgestattet und ferner an dem Wagen 36 die Führungsstange 38 mit Hilfe eines Gelenks 39 angebracht, das nach außen, d. h. in Richtung vom Reißbrett 21 weg, geschwenkt werden kann, wie in Fig.7 in strichpunktierten Linien angedeutet. Die Führungsstange 38, auf welcher längsverschiebbar der Drehkopf i mit der nicht dargestellten Sperr- und Auslösevorrichtung angeordnet ist, ist am unteren Ende noch mit einer Laufrolle 40 versehen. In Fig. 7 erkennt man außerdem die elliptische Ausgestaltung der Laufschiene 43, die auch bei senkrechter Führungsstange 38 vorhanden ist.
  • Eine weitere Ausführung der Erfindung bei Vorhandensein nur eines Laufwagens zeigt das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 8 und 9. Der Wagen 41 trägt die senkrecht angeordnete Führungsstange 42. Während die Führungsschiene 43 nach den Fig. 6 und 7 einen elliptischen Querschnitt mit parallel zur Zeichenebene größerer Achse aufweist, ist die Führungsschiene 45 nach den Fig. 8 und 9 rund gehalten. Auch hier kommen wieder mehrere gegenüberliegend angeordnete Laufrollen 44 zur Anwendung, doch ist die Führungsstange 42 starr mit dem Wagen verbunden, der aber samt Führungsstange 42 um die Führungsschiene 45 geschwungen werden kann (vgl. die strichpunktierte Stellung in Fig. 9).
  • In gleicher Weise kann auch der Schlitten 23 (Fig. i und 3) für den Zeichenmaschinenkopf ausgebildet sein.
  • Damit bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis 3 der Zeichenkopf weitgehend nach links und rechts auf dem Zeichenbrett verschoben werden kann, um die Zeichenfläche gut ausnützen zu können, weist der den Drehkopf i tragende, auf der Stange 22 gleitende Schlitten 23 an seiner Unterseite Ausnehmungen 46 (Fig. 3) und der Wagen 26 eine Ausnehmung 47 auf, so daß Vorsprünge 48 und 49 entstehen, die in der Endstellung des Schlittens 23 sich gegenseitig übergreifen (vgl. die strichpunktierte Lage in Fig. 3).
  • Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen handelt es sich also um eine Zeichenmaschine mit Parallelführung, wobei ein oder mehrere Zeichenlineale 4, 35 von einem Drehkopf i gehalten werden, der die Zeichenlineale 4, 35 in einem beliebigen Winkel einstellt, wobei die gewählte Einstellung durch eine dem Drehkopf i zugeordnete Sperrvorrichtung festgehalten wird, die mit Hilfe einer im Bereich des Drehkopfes i liegenden Auslösevorrichtung ausgerückt werden kann. Nach den Fig. i, 2 und 4 bis 7 liegt nun die Auslösevorrichtung insofern im Bereich des Drehkopfes i, als der Auslösebolzen i i im Drehkopf i selbst liegt. Damit sind aber die Ausführungen der Anordnung der Auslösevorrichtung keineswegs erschöpft, denn diese kann auch auf eine andere Art im Bereich des Drehkopfes i liegen, als es in den Fig. i, 2 und 4 bis 7 dargestellt ist.
  • So zeigen dieFig. io und i i ein besonders zweckmäßiges Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung, bei welchem die Auslösevorrichtung ebenfalls im Bereich des Drehkopfes i liegt, und zwar ist hier die Auslösevorrichtung auf der das oder die Zeichenlineale 4 bzw. 35 tragenden Grundplatte 53 angeordnet. Dabei besteht die Sperrvorrichtung aus einem unter der Wirkung einer Feder 54 stehenden Zapfen 55, der in Rasten 56 einer auf einem Schlitten 57 angeordneten Kastenscheibe 58 eingreift, so daß die mit Hilfe des Drehkopfes i (Fig. io) eingestellte Lage der beiden Lineale 4, 35, die in Fig. i i in strichpunktierten Linien angedeutet sind, jetzt festliegt.
  • Die Einrichtung kann auf einer z. B. senkrecht angeordneten Führungsstange 59 verschoben und mittels Spannhebel 6o festgestellt werden. Die Lagerung und Beweglichkeit der Stange 59 kann dabei auf verschiedene Arten erfolgen, z. B. so wie die Führungsstangen 31, 38, 42 in den Fig. 5 bis 9 oder so wie die Führungsstange 22 in den Fig. i, 2 und 3.
  • Die Auslösevorrichtung besteht aus einem auf der die Zeichenlineale 4, 35 tragenden Grundplatte 53 bei 61 schwingbar gelagerten, doppelarmigen Hebel 62, 63, dessen einer Arm 62 den unter der Wirkung der Feder 54 stehenden Zapfen 55 aus der Raste 56 anhebt, sobald der andere Hebelarm 63 von der Hand oder dem Daumen 64 des die Zeichenmaschine Bedienenden beeinflußt wird. Der Hebelarm 63 weist einen Zapfen, Knopf 65 od. dgl. auf, so daß der doppelarmige Hebel 62,63 mit Hilfe des Daumens 64 in Richtung des in Fig. io eingezeichneten Pfeils bewegt werden kann, wobei alsdann der Sperrzapfen 55 aus der Raste 56 herausgezogen und so die Sperrung aufgehoben wird. Auf der Vorderseite der Kastenscheibe 58 ist eine Skalenscheibe vorgesehen, deren Skala 66 in Fig. io nur angedeutet ist. Die Feder 54 ist dabei in einer entsprechenden Aussparung der Grundplatte angeordnet, wodurch sich eine äußerst flache, zweckentsprechende Konstruktion ergibt.
  • Zusätzlich ist der Sperr- und Auslösevorrichtung eine Klemmeinrichtung zugeordnet, die von der Grundplatte 53 getragen wird. Diese Einrichtung besteht aus einer Klemmplatte 67, die vor den durch die Rasten 56 gebildeten Zähnen der Kastenscheibe 58 liegt und mit Hilfe eines ebenfalls auf der Grundplatte .53 sitzenden Klemmhebels 68 fest gegen die Kastenscheibe 58 angepreßt werden kann, so daß nicht nur die Grundplatte 53 mit den Zeichenlinealen 4, 35 entsprechend den Kastenabständen ein- und festgestellt werden kann, sondern auch auf Teilungen, die zwischen zwei benachbarten Rasten 56 liegen.
  • Um nun die beiden Hebel, und zwar Auslösehebel 63 bzw. Knopf 65 und Klemmhebel 68, leicht betätigen zu können, liegen diese beiden Hebel nahe beisammen.
  • Die in Fig. io dargestellte Zeichenmaschine ist für Linkshänder gedacht, und die Handhabung dieser Zeichenmaschine ist, kurz beschrieben, folgende Mit der linken Hand wird zunächst der Spannhebel 6o gelockert und der Schlitten 57 auf der Stange 59 in die gewünschte Lage verschoben und dann der Hebel 6o wieder angezogen. Nunmehr faßt man mit der linken Hand den Drehkopf i, und zwar so, daß der Daumen 64 den Knopf 65 des Hebelarms 63 berührt. Hierauf drückt man gegen den Knopf 65, wodurch die Sperrung, wie vorstehend beschrieben, aufgehoben wird, so daß man jetzt in der Lage ist, durch Drehen des Kopfes i die Lineale 4,35 in eine Gradstellung zu bringen. Nach Erreichung der gewünschten Gradstellung wird der Knopf 65 freigegeben, und der Zapfen 55 schnappt wieder in eine Raste 56 ein. Falls die Gradeinstellung der Lineale so ist, daß der Zapfen 55 einer Raste 56 nicht gegenüberliegt und somit nicht einschnappen kann, dann wird von dem Daumen 64 der Knopf 65 losgelassen und der Spannhebel 68 vom Daumen 64 hintergriffen und umgelegt, wodurch die Klemmplatte 67 die Kastenscheibe 56 einspannt und so die Grundplatte 53 festliegt.
  • Weiterhin ist Vorsorge getroffen, daß der Drehkopf i und auch der Hebelarm 63 bei dem Zusammenbau des Zeichenmaschinenkopfes auf eine einfache Art und rasch in die richtige Lage gebracht und gehalten werden, was mit Hilfe einer konischen Achsenzentrierung erreicht wird. So zeigt Fig. 4, daß der Drehkopf i samt Druckknopf i i mittels Konus 69 in der Kastenscheibe 18 zentriert wird.
  • Die Fig. i und 2 zeigen, daß der Schlitten 23 mit einer Schale 72 ausgestattet ist, die als Ablage für Bleistifte, Zirkel, Zeichenhilfsmittel u. dgl. dient, so daß diese bei einer Verschiebung des Zeichenmaschinenkopfes auf der Stange 22 stets im Bereich der Hand sind. Außerdem kann auch der Wagen 32 (Fig. 5) als Träger für eine Beleuchtungseinrichtung, z. B. eine Glühlampe, dienen.
  • Die Sperrung des Laufwagens oder der Gleitführung kann mit besonderem Vorteil auch durch eine Keilbremse erfolgen, wie sie beispielsweise in Fig. i2 schematisch dargestellt ist. Dort ist mit 72 der Bremskeil bezeichnet, welcher auf der einen Seite mit seinen Keilflächen an den Zapfen 73 a geführt ist, während er auf der anderen Seite an die Führungsstange 38 angedrückt wird. Er wird durch Betätigung des Steuerhebels 74 entgegen der Kraft der Feder 75, welche im Führungsschlitten 76 vorgesehen ist, nach abwärts bewegt, wodurch der Druck des Bremskeils 72 auf die Führungsstange 38 aufgehoben und dadurch die Bremswirkung ausgeschaltet wird. 77 ist ein Rastenstift, der bei Bewegung des Steuerteils 78 in das Rastenloch 8o einschnappt, falls bei Aufwärtsbewegung des Steuerteils 78 die Entspannung des Bremskeils 72 durchgeführt und auch bei losgelassenem Steuerhebel 74 aufrechterhalten werden soll.
  • In den Fig. 14, 15 und 16 ist die Anordnung der beiden verschiedenartigen Rollenpaare zur Führung des Laufwagens auf der Schiene 99 noch einmal im einzelnen dargestellt. Nach Fig. 15 laufen auf der runden Schiene 99 oben und unten mit Rillen versehene Rollen 95 und ioo, während nach Fig. 16 nur die oberen Rollen mit Rillen versehen sind, die Gegenrollen aber ohne Rillen auf der Unterkante der elliptischen Schiene 99 laufen. Die Feineinstellung zum richtigen Anpressen der Laufrollen an die Laufschiene 99 ist bei 98 angedeutet. Die Laufschiene selbst ist über Einstellböcke 9o mit Stellschrauben 87 und Muttern 89 an dem Tragkonstruktionsteil der Zeichenmaschine befestigt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zeichenmaschine mit Parallelführung, bei welcher eine horizontale Führungsstange von zwei Wagen oder eine vertikale Führungsstange von einem oder zwei Wagen getragen wird und mittels dieses bzw. dieser senkrecht zu ihrer Längsachse verschiebbaren, am Rand des Reißbrettes mit mit Rillen versehenen Rädern auf Schienen laufenden Wagen parallel zu sich selbst über die ganze Reißbrettfläche beweglich sowie feststellbar ist und an einem auf ihr verschiebbaren Schlitten einen Drehkopf trägt, der zur Einstellung der an ihm befestigten Zeichenlineale mit einer Rastvorrichtung für bevorzugte Winkelstellungen und mit einer Klemmvorrichtung für die zwischen diesen liegenden Winkelstellungen versehen ist, wobei die Auslösemittel für diese beiden Vorrichtungen am Drehkopf derart angeordnet sind, daß sie von der auf diesem ruhenden Hand des Zeichners betätigt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkopf (i) an einem starr mit dem Schlitten (23, 57, 76) verbundenen Halteteil (25, 58) gelagert ist, daß die zum Arretieren und Lösen des Schlittens auf der Führungsstange (22, 31, 38, 42, 59) dienende Betätigungseinrichtung (24, 6o, 74) so angeordnet ist, daß sie ebenfalls von der auf denn Drehkopf ruhenden Hand bedienbar ist, und daß der Drehkopf für sich um die einen runden Querschnitt aufweisende Führungsstange (22, 31, 38, 59) oder zusammen mit der Führungsstange (22) um deren Längsachse oder bei Vorhandensein nur eines Wagens (36) zusammen mit der Führungsstange (38) um ein zwischen Führungsstange und Wagen vorgesehenes Gelenk (39) oder ebenfalls bei Vorhandensein nur eines Wagens (41) zusammen mit der Führungsstange (42) und dem starr mit dieser verbundenen Wagen um die Laufschiene (45) des Wagens von der Zeichenebene abhebbar ist.
  2. 2. Zeichenmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (76) einen unter Federwirkung stehenden Klemmkörper, z. B. einen zwischen der Führungsstange (38) und Widerlagern (73) des Schlittens längs der Führungsstange beweglichen Bremskeil (72), aufweist, der den Schlitten selbsttätig auf der Führungsstange arretiert und durch die Betätigungseinrichtung (74) entgegen der Kraft der Feder (75) auslösbar ist (Fig. 14, 15).
  3. 3. Zeichenmaschine nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zusätzlichen, mit einer Einrastvorrichtung (77, 80) versehenen Hebel (78) od. dgl., der ebenfalls von der auf dem Drehkopf (i) ruhenden Hand des Zeichners betätigt werden kann und durch den der Klemmkörper bzw. Bremskeil (72) in der ausgelösten Stellung feststellbar ist (Fig. 14). Zeichenmaschine nach einem der Ansprüche i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösemittel der Rastvorrichtung (8, 9 bzw. 16, 17) für die bevorzugten Winkelstellungen der Zeichenlineale (4, 35) aus einem in der Mitte des Drehkopfes (i) axial verschiebbaren Druckknopf (ii) besteht (Fig. i, 2, 5 bis 8). 5. Zeichenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtung aus einem unter Federwirkung stehenden, in Bohrungen (9) einer an dem Halteteil (25) befestigten Scheibe (io) einrastbaren Bolzen (8) besteht, der in einem mit dem Drehkopf (i) verbundenen Teil und achsparallel zu diesem geführt ist und über einen Hebel (12) mit dem Druckknopf (ii) verbunden ist (Fig. i, 2). 6. Zeichenmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastvorrichtung aus einem unter Federwirkung stehenden, in Rasten (17) einer an dem Halteteil (25) befestigten Scheibe (18) einrastbaren Zapfen (16) besteht, der in einem mit dem Drehkopf (i) verbundenen Teil radial zum Drehkopf mittels einer Stange (i9) geführt und entgegen der Wirkung der Feder (15) durch den Druckknopf (i i) verschiebbar ist (Fig. 5). 7. Zeichenmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein nur eines Wagens (36) und senkrecht angeordneter Führungsstange (38) am unteren Ende der Führungsstange eine sich gegen das Reißbrett (21) anlegende Laufrolle (40) vorgesehen ist (Fig. 7 und 8). B. Zeichenmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Vorhandensein nur eines Wagens (36 bzw. 41) und senkrecht angeordneter Führungsstange (38 bzw. 42) die Laufschiene (43 bzw. 45) runden oder elliptischen, parallel zur Zeichenebene die größere Achse aufweisenden Querschnitt hat und der Wagen Rollen (44) aufweist, die sich von oben und von unten gegen die Laufschiene anlegen, wobei alle Rollen mit Rillen oder bei elliptischer Laufschiene nur die oberen Rollen mit Rillen versehen, die unteren aber als glatte Rollen. ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 47846, 3i4230, 354 435, 438 807, 484 526, 530 717, 548 591, 58o 186, 653 354, 682 322, 731786; schweizerische Patentschrift Nr. 232 388; französische Patentschriften Nr. 582:257, 733 6oo; USA.-Patentschriften Nr. 2 049 303, 2 243 838, 2:256 445-
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