DE974019C - Multiplikationssteuerung fuer Rechenmaschinen - Google Patents
Multiplikationssteuerung fuer RechenmaschinenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. AUGUST 1960
D 3415 IX j 42m
Zusatz zum Patent 957
(Ges. v. 15. 7. 1951)
Rechenmaschinen, die selbsttätig verkürzt multiplizieren, sind bekannt. Es handelt sich um nach dem
Prinzip der gehäuften Addition arbeitende Maschinen, bei denen, um die erforderliche Anzahl der Rechenwellenumdrehungen
zu vermindern, durch mechanische Steuermittel erreicht wird, daß Multiplikationen
mit einem den Wert 4 oder 5 überschreitenden Werten als Multiplikation mit 10 — (10 — n) durchgeführt
werden. Dies erfordert ein verhältnismäßig kompliziertes Arbeitsspiel, bei dem ein Zählwerk unterschiedlich
entweder additiv oder subtraktiv unter Mitwirkung einer Zehnerschaltung abgearbeitet werden muß
oder aber auch durch vorbereitende Arbeitsspiele oder verwickelte mechanische Schaltmechanismen eine Umformung
der eingestellten Multiplikatorwerte vorgenommen wird. Ferner gibt es elektrisch arbeitende
Rechenmaschinen, bei denen eine Verkürzung der Multiplikation durch vorab erfolgende Bildung gewisser
Vielfacher des Multiplikanden erzielt wird. Hierbei sind besondere Speichereinrichtungen für die Multiplikandenvielfachen
sowie eine Mehrzahl von Addierwerken für die Produktbildung erforderlich.
009 575/26
Das Patent 957 081 schützt eine Multiplikationssteuerung für Rechenmaschinen mit unter Mitwirkung
eines Multiplikatorprüf schalters elektrisch geschalteten, selbsttätig aufeinanderfolgenden Auslösungen des den
Multiplikanden verarbeitenden Schaltwerks und die der Änderung der Dekadenzuordnung bewirkenden
Glieder, bei der der Multiplikatorprüfschalter als zu schlagartigem Rücksprung befähigter Schrittschalter
mit nur einer Kontaktreihe ausgebildet ist, deren Kontakte jeweils mit mehreren untereinander vielfachgeschalteten
Wertkontakten einer Reihe von die einzelnen Multiplikatorziffern aufnehmenden Kontaktgebern
verbunden sind. Diese Multiplikationssteuerung wird dahingehend vereinfacht, daß für eine verkürzte
Multiplikation eine gegenüber der Zahl der je Dekade einstellbaren Multiplikatorziffern geringere
Anzahl Steuerleitungen für die Arbeitsspielüberwachung vorgesehen ist, die gleichzeitig die Verbindung
zu allen Dekaden herstellen, wobei der Kontaktarm die einzelnen, den Multiplikatorstellen zugeordneten
Kontaktarme des Multiplikatoreinstellwerks nacheinander über Kontakte zur Wirkung bringt.
Den Wertkontakten einer Dekade können sechs Steuerleitungen »0« bis »5« zugeordnet sein, die mittels
eines die Leitungen ausprüfenden Schrittschaltwerks null bis fünf Schaltwerksbeispiele veranlassen, wobei
die Wertkontakte »0« bis »5« an die Steuerleitungen »0« bis »5« und die Wertkontakte »6« bis »9« an die
Steuerleitungen »4« bis »1« in umgekehrter Reihenfolge angeschlossen sind. Mit den Kontaktarmen sind
gleichzeitig Kurvenscheiben einzustellen, die bei Einstellung von Ziffern einer bestimmten Zifferngruppe
im Zusammenwirken mit einer von der Dekadenumschalteinrichtung gesteuerten Schalteinrichtung Kontakte
zum Umschalten des Arbeitssinnes des Schaltwerks wirksam werden lassen.
Außer den aus obigem bereits hervorgehenden Vorteilen ergibt sich bei der erfindungsgemäßen Multipli-■
kationseinrichtung unter anderem ein einfacher Aufbau mit einfach herstellbaren, wenig beanspruchten
Teilen, außerdem hängt die Multiplikatoreinstelleinrichtung nur elektrisch mit den übrigen Teilen der
Rechenmaschine zusammen, ist daher an keine räumliche Anordnung gebunden und kann auch als räumlieh
von der Rechenmaschine getrennt, von Hand oder auch durch andere Maschinen einstellbarer Zahlengeber
angeordnet werden.
Die Zeichnungen zeigen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, und zwar
Fig. ι ein Gesamtschema der Wirkungsweise der Multiplikationseinrichtung,
Fig. 2 die wesentlichen Teile der drei obersten Dekaden der Multiplikator-Einstellvorrichtung in perspektivischer
Darstellung mit axial auseinandergezogenen Teilen,
Fig. 3 eine Kontaktscheibe hieraus mit dem Schema ihrer Anschaltung.
In Fig. ι ist 1 die Rechenwelle oder Schaltwerkswelle, 2 eine Dekadenumschaltwelle. Die von diesen
betätigten Teile der Rechenmaschine sind nicht näher dargestellt, da die Einrichtung gemäß der Erfindung
für Rechenmaschinen beliebigen Systems, die nach dem Prinzip der gehäuften Addition arbeiten, geeignet
ist. Handelt es sich um eine mechanisch arbeitende Rechenmaschine mit verschiebbarem Schlitten, so
kann die Dekadenumschaltwelle 2 beispielsweise mittels eines aufgesetzten Ritzels, das bei 3 angedeutet
ist, die schrittweise Schlittenverlegung bewirken, bei elektrischen Rechenmaschinen kann sie einen z. B. als
Drehschalter ausgebildeten elektrischen Dekadenordner betätigen. Im vorliegenden Beispiel ist die Multiplikationseinrichtung
so ausgebildet, daß eine Voreinstellung sämtlicher Ziffern des Multiplikators vor Beginn
der Rechnung erfolgt. Zunächst seien deshalb die elektrischen Schaltmittel beschrieben, die die selbsttätige,
abwechselnde Arbeit des Schaltwerks und der Dekadenverlegungseinrichtung bewirken.
Die voll durchgedrückte Starttaste 4 schließt einen Kontakt 5 α, federt dann ein Stück zurück und wird
in bekannter Art durch ein Sperrorgan gehalten, das erst am Schluß des Multiplikationsganges die Taste
freigibt. So lange bleibt der Kontakt 5 b geschlossen, der als Hauptkontakt die Maschine an den Stromkreis
anschaltet. Durch die anfängliche Schließung des Kontaktes 5« erhält ein Relais A Strom und schließt seine
beiden Kontakte A1 und a%. Kontakt ax schließt einen
Haltestromkreis für Relais A, Kontakt a2 schließt den
Stromkreis für einen Magneten 6, der hierbei durch Betätigen des Hebels 7 eine Eintourenkupplung 8 freigibt.
Hierdurch wird eine die Hauptrechenwelle 1 antreibende Zwischenwelle 9 unter Antrieb durch den
mittels 5 b eingeschalteten Motor 10 in Drehung versetzt. Vor Vollendung der ersten Umdrehung von 9
und ι wird ein Nocken 11 einer an Welle 9 befestigten
Nockenscheibe 12 wirksam und schließt den Kontakt 13, wodurch ein Magnet 14 einen Stromstoß erhält.
Mittels des Klinkenhebels 15 schaltet dieser Magnet 14
ein Schrittschaltstück 16 um einen Schritt weiter, wobei ein an 16 befestigter Kontaktarm 17 vom ersten
Kontakt einer Kontaktbahn 18 auf deren nächsten Kontakt tritt. Über die sechs Kontakte 18 und sechs
Steuerleitungen 19 prüft der Kontaktarm 17 die Multiplikatorziffern
aus, die durch Einstellung von Kontaktarmen 20 auf bestimmte, an die Steuerleitungen 19
angeschlossene Kontakte 21 bereitgestellt sind. Durch einen Kontaktarm 22, der von der Dekadenumschaltwelle
2 gedreht wird, werden die einzelnen, den Multiplikatorstellen zugeordneten Kontaktarme 20 des Multiplikatoreinstellwerkes
nacheinander über die Kontakte 23 zur Wirkung gebracht. In jeder Dekade hängt die Anzahl der Umdrehungen der Rechenwelle 1 von
der Einstellung des Kontaktarmes 20 der betreffenden Dekade und damit der Steuerleitung 19, die hierdurch
unter Strom gesetzt ist, ab. Bei jeder Umdrehung der Welle ι wird nämlich, wie angegeben, der Kontaktarm
17 um einen Schritt weitergeschaltet. Sobald er auf einen stromführenden Kontakt 18 gelangt, fließt
ein Strom von der stromführenden Steuerleitung 19 über Schaltarm 17 in den Magneten 24, der die Sperrklinke
25 aus der Verzahnung von 16 aushebt, so daß unter der Wirkung der Feder 26 das Schaltstück 16
und damit der Kontaktarm 17 wieder in die gezeichnete Grundstellung zurückkehren. Der vorher durch
24 gelangte Stromstoß gelangt ferner in ein Relais B, das seine Kontakte O1 und δ2 betätigt. Kontakt S1
unterbricht den Haltestromkreis des Relais A, so daß
dessen Kontakte abfallen. Durch das Abfallen von a2
wird der Magnet 6 stromlos, der Hebel 7 fällt unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder in die gezeichnete
Stellung zurück und fängt die Eintourenkupplung 8 auf, wodurch die Hauptwelle 1 nach einer
durch die ausgewählte Steuerleitung· 19 bestimmten Anzahl von Umdrehungen wieder stillgesetzt wird.
Der Kontakt b2 des Relais B schickt einen Stromstoß
in den Magneten 27, welcher eine Kupplung 28 durch Betätigung des Hebels 29 freigibt. Hierdurch wird die
Dekadenumschaltwelle 2 in Drehung versetzt (die im Schema auseinander gezeichneten Zahnräder 30 und 31
stehen miteinander in Triebverbindung und laufen unter Antrieb durch Motor 10 um). Im vorliegenden
Fall sind fünf Multiplikationsstellen zugrunde gelegt (ihre Anzahl ist an sich beliebig), deswegen ist die
Kupplung 28, die im übrigen nach gleichem Prinzip wie die Kupplung 8 arbeitet, mit fünf Auffangnasen 32
versehen. Statt dessen könnte natürlich eine Eintouren-
ao kupplung mit dahintergeschalteter entsprechender Untersetzung vorgesehen werden. Die Welle 2 dreht
sich nach der Auslösung durch Magnet 27 um ein Fünftel, bewirkt damit die Dekadenverlegung, z. B.
Schlittenverschiebung, um einen Schritt und schaltet den Kontaktarm 22 auf den nächstfolgenden Kontakt
23 (diese sind auf einem Vollkreis entsprechend verteilt zu denken), wodurch die nächstfolgende Multiplikatorziffer
für die Abrechnung bereitgestellt wird. Kurz nach dem Übertritt von 22 auf den neuen Kontakt
23 wird ein Nocken 33 einer an 2 befestigten Nockenscheibe 34 wirksam und schließt kurzzeitig den
Kontakt 35, der erneut das Relais A unter Strom setzt, wodurch das beschriebene Spiel, nämlich die Umdrehungen
der Rechenwelle 1 unter Ausprüfung der Steuerleitungen 19, erneut beginnt usf.
Steht die unterste, dem Wert 0 zugeordnete Steuerleitung 19 unter Strom, so bedeutet dies, daß in der
betreffenden Dekade nicht gerechnet werden soll. Der Kontaktarm 17 der Schrittschalteinrichtung steht in
der gezeichneten Ruhestellung auf dem Kontakt, der an diese Steuerleitungen »0« angeschlossen ist. Wenn
in einer Dekade der Wert 0 bereitgestellt ist und der Kontaktarm 22 auf den Kontakt 23 der betreffenden
Dekade läuft, wird daher sogleich der Stromkreis geschlossen, der über Magnet 24 und Relais B läuft.
Hierdurch erhält über Kontakt b2 der Magnet 27 Strom, wodurch Hebel 29 ausgeschwenkt wird, so daß
die Welle 2 durch diese Dekade hindurchläuft. Der Kontakt bu der geöffnet wird, macht unterdessen die
Betätigung des Kontaktes 35 durch den Nocken 33 der betreffenden Dekade wirkungslos, indem Relais A
nicht ansprechen kann und damit eine Auslösung von Rechenwellenumdrehungen in der betreffenden Dekade
unterbleibt.
Die einzelnen Multiplikatorziffern werden, wie erwähnt, durch Einstellung der vier Kontaktarme 20
bereitgestellt. In der gezeichneten Stellung stehen diese auf dem Kontakt »0«, die neun anschließenden
Kontakte 21 jeder Kontaktbahn sind den Einstellwerten
1 bis 9 zugeordnet. Jedoch soll nach an sich bekanntem Prinzip bei Einstellung eines Wertes größer
als 4 die Anzahl der Rechenwellenumdrehungen nicht diesem Wert gleich sein, sondern dessen Komplementwert zu 10, wobei dann in der nächsthöheren Multiplikationsstelle
eine zusätzliche Umdrehung stattfinden muß, die additiv ist, während die der Komplementzahl
entsprechende Anzahl von Umdrehungen subtraktiv wirksam werden muß, um den richtigen Wert
durch die Multiplikation mit 10 — (10 —ri) zu erhalten.
Die Wirksammachung der Komplementzahl zu 10 an Stelle der eingestellten, den Wert 4 überschreitenden
Ziffer erfolgt, wie das Schaltbild erkennen läßt, dadurch, daß während die Kontakte »0« bis »4« in dieser
Reihenfolge an die Steuerleitungen »0« bis »4« angeschlossen sind, die Kontakte »5«, »6«, »7«, »8«, »9« an die
Steuerleitungen in umgekehrter Reihenfolge, also »5«, »4«, »3«, »2«, »1«, angeschlossen sind. Wird also in einer
Dekade beispielsweise der Wert 7 eingestellt, so wird, wenn der Kontaktarm 22 auf den Kontakt 23 der
betreffenden Dekade tritt, die Steuerleitung »3« angeschlossen, so daß also in dieser Dekade auf die oben
beschriebene Weise drei Hauptrechenwellenumdrehungen ausgeführt werden. Mit den Kontaktarmen 20
werden gleichzeitig Kurvenscheiben 36 eingestellt, die, falls der eingestellte Wert den Wert 4 überschreitet,
einen Kontakt 37 schließen. Über diesen Kontakt 37 wird, sobald der Schaltarm 22 den Kontakt 23 der
betreffenden Dekade erreicht, bei Werten größer als 4 ein Magnet 38 unter Strom gesetzt, der die Umschaltung
des Rechensinnes des Schaltwerkes bewirkt. Wie dies geschieht, hängt von der Art des verwendeten
Schaltwerksystems ab, im dargestellten Beispiel schaltet der Magnet 38 eine Kegelrad-Wendekupplung 39
um, wodurch die anschließend ausgelösten Umdrehungen der Rechenwelle 1 in entgegengesetzter (subtraktiver)
Richtung erfolgen. Bei Werten kleiner oder gleich 4 erfolgt diese Umschaltung nicht, da die Kontakte
37 der betreffenden Dekaden geöffnet bleiben. Bei elektrischen Rechenmaschinen beispielsweise kann
durch den Umschaltmagneten 38 eine Komplementumschaltung nach an sich bekanntem Prinzip zur
Erzielung der subtraktiven Arbeitsweise bewirkt werden.
Ist in einer Dekade ein Wert größer als 4 eingestellt, so wird die Anzahl der Umdrehungen in der nächsthöheren
Dekade um eine additive Einheit vermehrt. Das bedeutet: ist in dieser höheren Dekade einer der
Werte 1 bis 4 eingestellt, so wird eine additive Umdrehung mehr, ist einer der Werte 5 bis 9 eingestellt,
so wird eine subtraktive Umdrehung weniger gemacht, d. h., bei den eingestellten Werten 5, 6, 7, 8, 9 erfolgen
dann statt dessen vier, drei, zwei, eine, null Umdrehungen, und zwar mit subtraktiver Arbeitsweise. Dies
wird dadurch erreicht, daß die Kontaktbahnen 21 um einen Kontaktschritt entgegen dem Uhrzeiger gegenüber
dem betreffenden Kontaktarm 20 verstellt werden. Wie aus dem Schaltbild erkennbar, ist hinter dem
zehnten Kontakt jeder Kontaktbahn 21, der dem Einstellwert 9 zugeordnet und an die Steuerleitung »1«
angeschlossen ist, noch ein weiterer Kontakt vorge- iao sehen, der an die Steuerleitung »0« angeschlossen ist
und auf den der Kontaktarm 20 gelangt, wenn in der betreffenden Dekade eine 9 eingestellt ist und die Kontaktbahn
durch Einstellung eines Wertes größer als 4 in der nächstniedrigeren Dekade um einen Schritt
verstellt wird (dieser elfte Kontakt kann bei Anord-
nung der Kontakte auf einer vollständigen Kreisbahn mit dem ersten Kontakt »o« identisch sein).
Vor der höchsten der vier einstellbaren Multiplikatorstellen ist noch eine fünfte Stelle vorgesehen, die
aber nur die Kontakte »o« und »i« enthält. Der Kontaktarm 40 ist nicht einstellbar, es erfolgt lediglich
eine gegenseitige Verstellung der Kontakte und des Arms dergestalt, daß entweder der Kontakt »0« oder
der Kontakt »1« wirksam wird, je nachdem, ob in der
höchsten einstellbaren Stelle mittels Kontaktarm 20 ein Wert kleiner oder gleich 4 oder ein Wert größer
als 4 eingestellt ist. Die Multiplikation erfolgt im dargestellten Beispiel mit der höchsten Stelle beginnend,
d. h., der Kontaktarm 22 steht zunächst auf dem mit Schaltarm 40 verbundenen Kontakt 23. Steht Kontaktarm
40 auf 0, d. h. ist in der nächstniedrigeren Stelle ein Wert kleiner oder gleich 4 eingestellt, so
wird bei Auslösung der Maschine durch die Taste 4 in der beschriebenen Weise nicht die Rechenwelle 1,
sondern sogleich die Dekadenumschaltwelle 2 mittels des Magneten 27 ausgelöst. Steht der Kontaktarm 40
j edoch auf dem Kontakt »1«, so erfolgt zunächst eine additive
Rechenwellenumdrehung in der fünften Dekade, bevor die Abrechnung in der vierten Dekade beginnt.
Es sei bemerkt, daß die zusätzliche gegenseitige Verstellung der Kontakte 21 und des zugehörigen Kontaktarmes
20 entweder durch Verstellung des Kontaktbahnträgers oder durch zusätzliche Verstellung des
Kontaktarmes, etwa über ein Differential, erfolgen kann.
Ein Beispiel für die bauliche Ausgestaltung des Multiplikatoreinstellwerkes zeigt Fig. 2, und zwar sind
die höchsten drei Stellen dargestellt und die Teile axial auseinandergezogen. Die Einstellung der Multiplikatorziffern
erfolgt durch Drehung der Zahnräder 41, an denen Anzeigeziffernrollen befestigt sein können. Die
Einstellung kann an den Rädern selbst, durch Hebel oder durch Tasten bewirkt werden oder auch dadurch,
daß die Zahnräder 41 in andere Zahnräder eingenickt werden, von denen der Wert abgegriffen werden soll.
Zahnrad 41 dreht mit Untersetzung 2:1 ein aus Isolierpreßstoff
bestehendes Zahnrad 42, an dem der Kontaktarm 20 mit Schleifring für die Stromzuführungsfeder 50
befestigt ist. Ein in die Verzahnung von 42 eingreifender Rasthebel 43 sichert unter Wirkung einer nicht
dargestellten Feder die Einstellräder 42 mit ihren Kontaktarmen 20 in der eingestellten Lage. Die Kontaktarme
20 liegen federnd gegen die Köpfe von Kontaktnieten in den aus Isolierpreßstoff bestehenden
Scheiben 44 (vgl. auch Fig. 3). Auf der anderen Seite der Scheiben 44 liegen je sechs Kontaktfedern 45, durch
die der Anschluß an die sechs Steuerleitungen hergestellt wird. Da sämtliche Kontakte 21 gleichen Wertes,
wie aus Fig. 1 hervorgeht, vielfachgeschaltet sind, sind die einander entsprechenden Kontaktfedern 45 der
verschiedenen Stellen durch entsprechende Verdrahtung miteinander verbunden und an eine der sechs
Steuerleitungen angeschlossen. Mit den Zahnrädern 42 und Kontaktarmen 20 sind die Kurvenscheiben 36
drehbar, die die Hebel 46 betätigen, und zwar zwangläufig durch gabelförmige Ausbildung von 46 und
Anordnung von zwei durch 36 gesteuerten Stiften (nur der vordere ist sichtbar) in bekannter Art. Sobald
der mittels 41 an 20 eingestellte Wert vier Schaltschritte überschreitet, wird die Erhöhung der Kurvenscheibe
36 wirksam und verschwenkt den Hebel 46 entgegen dem Uhrzeiger. Der abgebogene Lappen 46 a
des Hebels 46 schließt dabei einmal den Federkontakt 37, zum anderen ist an dem Hebel 46 ein Hebel 47
angelenkt, dessen anderes Ende an der Kontaktscheibe 44 der nächsthöheren Dekade befestigt ist. Diese
Scheibe wird dadurch um den erwähnten Kontaktschritt gegenüber dem zugeordneten Kontaktarm gedreht.
Der Einfachheit halber sind die Schaltelemente ' der höchsten Dekade entsprechend ausgebildet. Hier
ist der Schaltarm 40 durch einen in der Verzahnung des Rades 42 liegenden Sperrwinkel 48 ortsfest gemacht.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, sind mittels der von den Kantaktarmen 20 bestrichenen Kontaktniete auf der
anderen Seite der Scheibe 44 Kontaktbleche 49 festgenietet, von denen die Stromabnahme durch die
Kontaktfedern 45 erfolgt. Da die einander gegenüberliegenden Wertkontakte (bezogen auf die waagerechte
Symmetrieachse) den gleichen Anschaltwert haben, sind sie durch die Kontaktbleche 4g leitend verbunden,
und die Stromabnahme durch die Federn 45 erfolgt abwechselnd auf den beiden Seiten der Symmetrieachse,
wobei der außer beim Kontakt »5« vor jedem zweiten Wertkontakt dadurch zur Verfügung stehende
Raum benutzt ist für die vorspringenden Nasen der Kontaktbleche 49, die unter den Federn 45 liegen,
wenn die Scheibe 44 durch 47 um einen Schritt entgegen dem Uhrzeiger verstellt ist. Die Anschaltung
der Federn 45 an die Steuerleitungen 19 geht aus Fig. 3 hervor.
Es sei noch bemerkt, daß bei der beschriebenen Anordnung, wie ersichtlich, die Abrechnung des Multiplikatorwertes
5 als Multiplikation mit (10 — 5) vor sich geht, wenn der Wert 5 am Schaltarm 20 eingestellt
wurde, hingegen als Multiplikation mit dem Wert 5 selbst (additiv), wenn er entstanden ist durch Einstellung
einer 4 und Verwandlung in 5 durch Verstellung der Kontaktbahn.
Claims (8)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Multiplikationssteuerung für Rechenmaschinen mit unter Mitwirkung eines Multiplikatorprüfschalters elektrisch geschalteten, selbsttätig aufeinanderfolgenden Auslösungen des den Multiplikanden verarbeitenden Schaltwerks und der die Änderung der Dekadenzuordnung bewirkenden Glieder nach Patent 957 081, bei der der Multiplikatorprüfschalter als zu schlagartigem Rücksprung befähigter Schrittschalter mit nur einer Kontaktreihe ausgebildet ist, deren Kontakte jeweils mit mehreren untereinander vielfachgeschalteten Wertkontakten einer Reihe von die einzelnen Multiplikatorziffern aufnehmenden Kontaktgebern verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß für eine verkürzte Multiplikation eine gegenüber der Zahl der je Dekade einstellbaren Multiplikatorziffern geringere Anzahl Steuerleitungen (19) für die Arbeitsspielüberwachung vorgesehen ist, die gleichzeitig die Verbindung zu allen Dekaden her-stellen, wobei der Kontaktarm (22) die einzelnen, den Multiplikatorstellen zugeordneten Kontaktarme (20) des Multiplikatoreinstellwerks nacheinander über Kontakte (23) zur Wirkung bringt.
- 2. Multiplikationssteuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Wertkontakten (21) einer Dekade sechs Steuerleitungen (19) »0« bis »5« zugeordnet sind, die mittels eines die Leitungen ausprüfenden Schrittschaltwerks (14 bis 18, 24, 25) null bis fünf Schaltwerks-Arbeitsspiele veranlassen, wobei die Wertkontakte »0« bis »5« an die Steuerleitungen »0« bis »5« und die Wertkontakte »6« bis »9« an die Steuerleitungen »4« bis »1« in umgekehrter Reihenfolge angeschlossen sind.
- 3. Multiplikationssteuerung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch mit den Kontaktarmen (20) gleichzeitig einzustellende Kurvenscheiben (36), die bei Einstellung von Ziffern einer bestimmten Zifferngruppe im Zusammenwirken mit einer von der Dekadenumschalteinrichtung (2) gesteuerten Schalteinrichtung (22, 23) Kontakte (37) zur Umschaltung des Arbeitssinnes des Schaltwerks wirksam werden lassen.
- 4. Multiplikationseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung eines einen Grenzwert, insbesondere den Wert 4, überschreitenden Wertes die von den Einstellgliedern betätigbaren Mittel (36, 46, 47) für die Multiplikation in der nächsthöheren Dekade eine zusätzliche gegenseitige Verstellung der Wertkontakte (21) und des Gegenkontaktgliedes (20, 40) um eine Einheit bewirken.
- 5. Multiplikationseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für Voreinstellung aller Multiplikatorziffern je Wertstelle ein Wertkontaktträger (44) sowie vor der höchsten einstellbaren Stelle ein weiterer, die Kontakte »0« und »1« enthaltender Kontaktträger vorgesehen ist, wobei jeder einstellbaren Stelle ein Kontakt (37) zur Bestimmung des Arbeitssinnes des Schaltwerks sowie Umschaltglieder (36, 46, 47) zugeordnet sind, die bei Einstellung von den Grenzwert überschreitenden Werten in der nächsthöheren Stelle die Kontakte (21) und ihr Gegenkontaktglied (20, 40) um eine Einheit gegeneinander verstellen.
- 6. Multiplikationseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wertkontakte (21) und die den Arbeitssinn des Schaltwerks beherrschenden Kontakte (37) der einzelnen Dekaden durch eine vorzugsweise von der Dekadenumschaltvorrichtung (2) betätigte Schalteinrichtung (22, 23) nacheinander zur Wirkung gebracht werden.
- 7. Multiplikationseinrichtung nach Anspruch 5 und 6, gekennzeichnet durch einen für die Werteinstellung in einer Dekade gegenüber einem Wertkontaktträger (44) verstellbaren Kontaktarm (20), bei dessen Einstellung über den Grenzwert hinaus der Kontaktbahnträger (44) der nächsthöheren Dekade durch eine auch den Umschaltkontakt (37) betätigende Kurvenscheibe (36) gegenüber dem zugeordneten Schaltarm (20) verstellt wird.
- 8. Multiplikationseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakte (21) des Kontaktbahnträgers (44) über Abnahmefedern (45) an die Steuerleitungen (19) angeschlossen sind, wobei Kontakte gleichen Abnahmewertes durch Kontaktbleche (49) leitend verbunden sind, die gleichzeitig als Gegenkontakte für die Abnahmefedern (45) ausgebildet sind.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 747 500.Hierzu ι Blatt Zeichnungen© 009 575/26 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3415D DE974019C (de) | 1944-10-01 | 1944-10-01 | Multiplikationssteuerung fuer Rechenmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED3415D DE974019C (de) | 1944-10-01 | 1944-10-01 | Multiplikationssteuerung fuer Rechenmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE974019C true DE974019C (de) | 1960-08-18 |
Family
ID=7030462
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED3415D Expired DE974019C (de) | 1944-10-01 | 1944-10-01 | Multiplikationssteuerung fuer Rechenmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE974019C (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747500C (de) * |
-
1944
- 1944-10-01 DE DED3415D patent/DE974019C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE747500C (de) * |
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