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Wasserfilter bei möglichst grofser Unruhe selbsttätig hervorgerufen durch tangentiale Einströmung in eine cylindrische Oeffnung des Filterkörpers und konstante oder periodische Abführung der Unreinigkeiten mit einem Theile des unfiltrirten Wassers

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DE965C

Germany

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Current Assignee
H Muehlrad Civil Ingenieur

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1877 DE

Application DE000000000965DA events
Anticipated expiration
Expired - Lifetime

Description

1877.
Klasse 12.
HEINRICH MÜHLRAD in MAGDEBURG.
Wasserfilter bei möglichst großer Unruhe, selbstthätig hervorgerufen durch tangentiale Einströmung des Wassers in eine cylindrische Oeffnung des Filterkörpers und constante oder periodische Abführung der Unreinigkeiten mit einem Theile des unfiltrirten Wassers.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1877 ab.
; Das Princip der jetzt angewendeten Wasserfilter läfst sich neben der Einwirkung der Kohle kurz charakterisiren: als Filtration der Ruhe unter Zurückhaltung der festen Bestandteile im Filtergefäfs. Die Filtration in vorliegendem Apparat erfolgt unter möglichst grofser Unruhe und unter selbstthätiger constanter oder periodischer Abführung der Verunreinigungen in einem Theil des ungeklärten Wassers.
Der Apparat besteht aus dem Gehäuse C mit dem an seinem Boden befestigten Rohr a, dem Deckel D und dem Filterkörper E, der einen hohlen Cylinder bildet. Durch den Deckel D erfolgt bei b die Einströmung, durch Kanal c fliefst das filtrirte Wasser ab. Der Einströmungskanal b ist einmal in der verticalen Ebene und das zweite mal in der horizontalen Ebene rechtwinklig umgebogen, wie aus Fig. 1 und Fig. 4 ersichtlich ist; hierdurch erfolgt eine tangentiale Einströmung des Wassers in den cylindrischen Hohlraum des Filterkörpers E. Dieses hat zur Folge, dafs die Flüssigkeit in diesem Hohlräume mit bedeutender Vehemenz rotirt; hierdurch folgen nur die kleinsten Verunreinigungen zum geringsten Theil der schwachen Bewegung des Wassers durch die grofse Fläche des Filterkörpers; sie werden vielmehr in dem rotirenden Wasser in der Schwebe erhalten. Würde hierbei dem inneren Räume, in welchem das Wasser rotirt, kein unreines Wasser abgezogen, so würde die Concentration ,immer mehr sich steigern, bis der ganze Raum gefüllt wäre mit dem Filterproduct.
Wird aber ein gewisses kleines Quantum Wasser, sei es constant oder periodisch aus dem inneren Raum abgeführt, so erreicht die Concentration nur eine bestimmte Höhe, entsprechend dem Verhältnifs des mitten abgeführten zu dem zugeführten Wasserquantum. Angenommen, A sei das zugeführte Wasserquantum mit Ä°/o Verunreinigung; B sei das filtrirte Wasserquantum in derselben Zeit mit noch darin enthaltenen b °/0 Verunreinigungen; Csei das mitten abgelassene Wasserquantum in derselben Zeit mit c"/0 Verunreinigungen, so ist, da A = B
+ C ist: C= — die Grenze der Concentration, die sich in dem rotirenden Wasser bilden kann.
Rotirt eine Flüssigkeit in einem ruhenden Gefäfs, so haben sowohl die specifisch leichteren als auch die specifisch schwereren in ihr suspendirten Körperchen das Bestreben nach der Mitte des Gefäfses sich zu bewegen: erstere, weil sie durch die schwereren Wassertheilchen, die gröfsere Centrifugalkraft haben, nach der Axe gedrängt werden, letztere, weil sie zu Boden gesunken durch Reibung an dem ruhenden Boden an Drehung und mithin an Centrifugalkraft verlieren und durch die Wassertheilchen auch nach innen getrieben werden.
In vorliegender Filterconstruction ist das im Boden befestigte Rohr α überdeckt mit dem Kappenrohr d, welches durch die Feder e so getragen wird, dafs es im Stillstande das Rohr a nicht verschliefst. Dieses Kappenrohr reicht bis fast auf den Boden des Gefäfses und da beim Anlassen des Filters das Rohr α von dem Kappenrohr noch nicht geschlossen ist, so werden die Verunreinigungen, die sich am Boden und zumeist durch die vorangegangene Drehung am Rohr α angesammelt haben, mit einem Theil von Wasser ganz zuerst hinausgeworfen. Da jedes Filtermaterial aber einen Widerstand dem Durchflusse des Wassers entgegensetzt, so bildet sich im inneren Räume des Filterkörpers ein gewisser Druck. Dieser Druck veranlafst, dafs das Kappenrohr d heruntergedrückt wird, wodurch das Rohr α geschlossen wird. Ein vollständiger Abschlufs, wie er bei einem richtigen Ventil stattfindet, braucht dieser Abschlufs nicht zu sein, da hier noch ein constanter oder periodischer Abflufs bezweckt wird. ■ Um ersteren hervorzubringen, wird in die obere Kante der Wandung des Rohres α eine Kerbe, Fig. 1, eingefeilt, so dafs durch diese Oeffnung constant beim Filtriren ein kleines Quantum Wasser mit den Verunreinigungen abfrierst. Da beim Abstellen des Filters das Kappenrohr d eine Bewegung macht, so kann diese Kerbe sich nicht verstopfen, wie es geschehen würde, wenn statt der Kerbe eine kleine Oeffnung von dem Querschnitt der Kerbe im Rohr α angebracht wäre.

Claims (1)
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  1. Wird eine periodische Abführung eines Theils des unreinen Wassers beabsichtigt, so erhält das Rohr α keinen Kerb und der für das filtrirte Wasser bestimmte Abzugskanal c reicht nicht so weit, wie auf der Zeichnung angegeben, sondern bildet nur eine Ausflufsschnauze. Hierdurch kommt nach Schlufs des Wasserzuführungshahnes das Rohr α mit dem Kappenrohr d als Heber zur Wirkung und der Apparat entleert sich seines schmutzigen Wassers unter den günstigen Umständen, dafs das Wasser im Innern des Filterkörpers auch noch nach Schlufs des Wasserzuführungshahnes weiter rotirt und die innere Fläche des Filters abwäscht. Ist der Wasserabführungskanal c bis nach unten geführt, wie auf der Zeichnung, so erfolgt beim Abstellen des Filters kein Entleeren, da die im Abflufsrohr c hängende Wassersäule dem entgegenwirkt. Indem nun dieses Wasser abfliefst, fliefst auch das im Rohr α befindliche ab und die Wirkung des Hebers wird unterbrochen.
    Da das Wasser der Wasserleitungen im allgemeinen gesund ist und nur mechanisch verunreinigt ist, so ist die Anwendung von Kohle entbehrlich, namentlich da die Wirkung der letzteren bei längerem Gebrauch sehr zweifelhaft ist. Glaswolle, analog dargestellt, wie die Schlackenwolle, ist, zu einem Cylinder fest zusammengeprefst, ein vorzügliches Material zum Filtriren von Wasser.
    Patent-Anspruch: Filtration bei gröfstmöglichster Unruhe, selbstthätig hervorgerufen durch tangentiale Einströmung des Wassers in eine cylmdrische Höhlung des Filterkörpers und constante oder periodische Abführung der Unreinigkeiten mit einem Theile des unfdtrirten Wassers.
    ftr
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.