DE950316C - Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von Industrieoefen - Google Patents
Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von IndustrieoefenInfo
- Publication number
- DE950316C DE950316C DED14601A DED0014601A DE950316C DE 950316 C DE950316 C DE 950316C DE D14601 A DED14601 A DE D14601A DE D0014601 A DED0014601 A DE D0014601A DE 950316 C DE950316 C DE 950316C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- heating
- cooling
- cooling down
- vault
- industrial ovens
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
- F27D—DETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
- F27D1/00—Casings; Linings; Walls; Roofs
- F27D1/12—Casings; Linings; Walls; Roofs incorporating cooling arrangements
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
- Tunnel Furnaces (AREA)
Description
- Zierfahren zum Anheizen oder zum Abkühlen von Industrieöfen Es sind Gewölbe aus feuerfesten Steinen, insbesondere für Siemens-Martin-Öfen, bekannt, bei denn luftgekühlte, mit Durchbohrung versehene feuerfeste Steine Verwendung finden, deren Bohrungen beim Zusammenbau zusammenhängende, von Kühlmitteln durchströrribare Kanäle bilden. Durch die Kühlung des Gewölbes wird die Wärme, die von den Steinen aufgenommen worden ist, abgeführt, wodurch es ermöglicht wird, im Ofen mit Temperaturen zu arbeiten, die über die Druckfeuerbeständigkeit der Steine hinausgehen.
- Auch ist es bekannt, daß sowohl das Anheizen als auch die Abkühlung des aus Silikasteinen bestehenden Gewölbes mit Rücksicht auf die reversiblen Umwandlungen der Modifikationen des Tridymits und des Christobalits nur langsam vorgenommen werden darf. Hierüber sagt L i t i n s k y in seinem Buche »Schamotte und S,ilika«, Leipzig, 1925: »Wie die Erfahrung lehrt, findet eine starke Volumenausdehnung der Quarzite etwa bei 6-oo° C statt, so daß gerade dieses Temperaturintervall mit äußerster Vorsicht durchlaufen werden muß. Ein aus Tridymit bestehender Stein würde von den Temperaturveränderungen viel unabhängiger sein; aber die anzustrebende vollständige Umwandlung des Quarzes in Tridymit wird bei einem Brand im keramischen Brennofen nie erreicht. Bei jeder raschen Erhitzung ruft die plötzliche Aüsdehgung starke Risse und. Sprünge im Stein hervor und kann den Bestand des ganzen Mauerwerks gefährden. Für die Abkühlung gilt -genau dasselbe wie für das .Anwärmen. Wird die Temperaturstufe zu rasch unterhalb 6oo° C passiert, so kann der Stein infolge der schnell verlaufenden, mit- bedeutenden Raumveränderungen verbundenen umkehrbaren Reaktionen der a- und ß-Modifikationen des Quarzes mürbe und rissig werden. Dasselbe gilt auch für eine zeitweilige Außerbetriebnahme von Öfen. Handelt es sich nur um kurze Zeit, so dürfte es sieh empfehlen, die Öfen auf Rotglut zu erhalten. Im anderen Falle muß sich die Abkühlung unterhalb der Rotglut über eine lange Zeit erstrecken. Hier gilt also der Grundsatz: Der Silikaofen muß viel langsamer und vorsichtiger angeheizt und,'äbgekühlt werden, als der aus Schamotte hergestellte.« Die Erfindung gestattet die vorgenannten. Nachteile zu beheben und außerdem einen: Zeitgewinn zu erzielen. Erfindungsgemäß besteht das Verfahren zum Anheizen oder zum Abkühlen von Industrie= öfen während längerer Stillstandszeiten darin, durch den Kühlkanal innerhalb der Decke oder des Gewölbes des Industrieofens hindurch auf 5oo bis 6oo° erwärmte Heizluft zu leiten. Auf diese Weise gelingt es, nicht nur Spannungen in den Silikasteinen zu verhüten bzw. zu vermindern, sondern auch die insbesondere in dem Temperaturgebiet zwischen ioo und 3oo° durch Umwandlung zusätzlich entstehenden Spannungen unschädlich zu machen. Wenn die Steine nach dem Anheizen bzw. Wiederanheizen nach unvermeidlichen Ofenstillständen die Temperatur von 5oo bis 6oo° erreicht haben, dann kann in der üblichen Weise mit nicht vorgewärmter Kühlluft gearbeitet werden. Selbstverständlich wird man nicht sofort mit dem Durchblasen kalter Luft beginnen, sondern die Temperatur der Kühlluft allmählich senken.
- Die Durchwärmung bzw. Abkühlung der Steine ist viel gleichmäßiger und geschieht mit größter Sicherheit, womit Spannungen im Steingefüge vermieden werden. Infolge der wesentlich verbesserten Wärmeverteilung innerhalb des Steines kann, die Anheiz- bzw. Abkühlzeit verkürzt werden, ohne daß die Steine nach dem Abkühlen, besonders aber beim erneuten Wiederanheizen, stückweise abspringen, da die durch eine gleichmäßige Durchwärmung bzw. Abkühlung auftretende Rißbildung im Stein und die damit verbundene Zermürbung vermieden werden.
- Die mit Gewölben, mit Kühlkanälen gemachten Erfahrungen führen weiterhin dazu, bei dem neuen Verfahren die Gewölbe mit solchen Silikasteinen auszurüsten, deren Kanalgrund mindestens 5o mm von der Gewölbeinnenseite entfernt ist. Im Betriebe hat sich hierfür ein Maß von etwa 70 mm besonders gut bewährt. Im Falle des etwaigen Abplatzens der unter den Kühlkanälen liegenden. Steinmasse kann immer noch mit dem verbleibenden Rest des Gewölbes, wenn auch dhne Kühlung, weitergearbeitet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Anheizen oder zum Abkühlen von Industrieöfen während längerer Stillstandszeiten, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Kühlkanal innerhalb der Decke oder des Gewölbes des Industrieofens hindurch auf 5oo bis 6oo° vorgewärmte Heizluft geleitet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Zeitschrift »Glückauf«, 1952, Heft i/2, S. 13 bis 2i; Koppers Handbuch der Brennstofftechnik, 1937, S. 512 bis 515; deutsche-Patentschrift Nr. 6q.4.923; Zeitschrift »Feuerungstechnik«, 17. Jahrgang, Heft 8; S. 91 bis 93; L.. L i t i n s k y , »Schamotte und Silika«, Leipzig, 1925, S. 44, 45.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED14601A DE950316C (de) | 1953-03-18 | 1953-03-18 | Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von Industrieoefen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED14601A DE950316C (de) | 1953-03-18 | 1953-03-18 | Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von Industrieoefen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE950316C true DE950316C (de) | 1956-10-04 |
Family
ID=7034793
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED14601A Expired DE950316C (de) | 1953-03-18 | 1953-03-18 | Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von Industrieoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE950316C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1246783B (de) * | 1959-06-29 | 1967-08-10 | Mannesmann Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Anheizen von Schmelzoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE644923C (de) * | 1934-10-03 | 1937-05-18 | Hans Momburg | Verfahren zum Ausbessern und Instandhalten von erhitzten Boden-, Wand- und Deckenflaechen von OEfen und Feuerungsanlagen |
-
1953
- 1953-03-18 DE DED14601A patent/DE950316C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE644923C (de) * | 1934-10-03 | 1937-05-18 | Hans Momburg | Verfahren zum Ausbessern und Instandhalten von erhitzten Boden-, Wand- und Deckenflaechen von OEfen und Feuerungsanlagen |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1246783B (de) * | 1959-06-29 | 1967-08-10 | Mannesmann Ag | Verfahren und Vorrichtung zum Anheizen von Schmelzoefen, insbesondere Siemens-Martin-OEfen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE950316C (de) | Verfahren zum Anheizen oder zum Abkuehlen von Industrieoefen | |
| DE346473C (de) | ||
| DED0014601MA (de) | ||
| US2638333A (en) | Continuous furnace | |
| DE524247C (de) | Verfahren zur Regelung des Abkuehlvorganges im Tunnelofen | |
| DE966713C (de) | Wagenofen | |
| AT323778B (de) | Verfahren und schachtofen zum schmelzen von stahlschrott | |
| US90314A (en) | Improvement in tempering steel wire | |
| DE220844C (de) | ||
| DE548381C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Reduzieren von Eisenerzen in einem Schachtofen durch heisse Gase | |
| DE568300C (de) | Tunnelofen | |
| DE597103C (de) | Verfahren zum Brennen von Zement in Schachtoefen | |
| DE485976C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pflastersteinen und aehnlichen keramischen Erzeugnissen in Tunneloefen | |
| DE713073C (de) | Senkrecht beaufschlagter Regenerator | |
| AT156352B (de) | Schachtröstofen mit Gasbeheizung. | |
| AT234287B (de) | Kupolofen | |
| AT223755B (de) | Kupolofen | |
| DE844267C (de) | Vorrichtung zum Vorwaermen und Trocknen des Rohgutes in Drehoefen | |
| US1493140A (en) | Method of and apparatus for heat-treating sheets and plates | |
| AT33688B (de) | Schmelzofen mit Ölfeuerung und zwei oder mehr abwechselnd als Schmelz- oder Vorwärmeraum dienenden Kammern. | |
| US182527A (en) | Improvement in reverberating-furnaces | |
| AT19594B (de) | Backofen mit Kanälen zur Zuführung von heißer Luft zur Feuerung. | |
| US1104448A (en) | Regenerative open-hearth furnace. | |
| DE483494C (de) | Herdofen zum Schmelzen und Reduzieren von Erzen | |
| US112828A (en) | Improvement in the manufacture of iron and steel |