DE937247C - Verfahren zur Herstellung antianaemischer Praeparate aus Hefe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung antianaemischer Praeparate aus Hefe

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DE937247C
DE937247C DEZ3989A DEZ0003989A DE937247C DE 937247 C DE937247 C DE 937247C DE Z3989 A DEZ3989 A DE Z3989A DE Z0003989 A DEZ0003989 A DE Z0003989A DE 937247 C DE937247 C DE 937247C
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DE
Germany
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autolysis
yeast
bone marrow
mixture
preparations
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Expired
Application number
DEZ3989A
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English (en)
Inventor
Ulrich Dr Med Haenel
Andreas Dr Hock
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
Original Assignee
Zellsloff Fabrik Waldhof AG
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Publication date
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL, OR TOILET PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/06Fungi, e.g. yeasts
    • A61K36/062Ascomycota
    • A61K36/064Saccharomycetales, e.g. baker's yeast
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/06Lysis of microorganisms
    • C12N1/063Lysis of microorganisms of yeast

Description

  • Verfahren zur Herstellung antianämischer Präparate aus Hefe Zusatz zum Patent 820 788 Das Patent 820 788 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Präparaten mit gesteigerter antianämischer Wirkung, bei dem tierische Organe oder Gewebe zerkleinert und mit Hefe einer gemeinsamen Autolyse unterworfen werden. Nach diesem Verfahren können beispielsweise durch gemeinsame Autolyse von Leber und Hefe Produkte erhalten werden, die eine hervorragende Wirksamkeit gegen perniziöse Anämie und ähnliche Erkrankungen besitzen.
  • Es wurde nun gefunden, daß es gelingt, nach dem Verfahren des Hauptpatents auch Präparate mit gesteigerter Wirkung gegen Zustände von akuter und chronischer Knochenmark-Insuffizienz, wie Panmyelophthise, zu gewinnen, wenn man Knochenmark mit Hefe einer gemeinsamen Autolyse unterwirft.
  • Es ist bekannt, daß im Knochenmark gesunder Tiere Substanzen enthalten sind, die bei Knochenmark-Insuffizienzen eine heilende Wirkung ausüben können. Man hat daher bereits Knochenmark zu Extrakten und ähnlichen Präparationen verarbeitet. Mit allen diesen bekannten Mitteln konnten jedoch bisher keine restlos befriedigenden Wirkungen erzielt werden.
  • Es wurde gefunden, daß es gelingt, die im Knochenmark enthaltenen Wirkstoffe in besonders günstiger und bei keinem der bekannten Präparate erreichten Weise zur Wirkung zu bringen, wenn man Knochenmark mit Hefe einer gemeinsamen Autolyse unterwirft, wobei durch das Enzymsystem der Hefe offenbar eine Freilegung der Wirkstoffe des Knochenmarks erfolgt.
  • Die so gewonnenen Erzeugnisse zeigen eine hervorragende heilende Wirkung bei Zuständen von akuten und chronischen Knochenmark-Insuffizienzen, wie Panmyelophthise, Panmyelopathie, Leukopenien verschiedener Genese und ähnlichen aplastischen oder hypoplastischen Anämien.
  • Die gemeinsame Autolyse von Knochenmark und Hefe kann in verschiedener Weise durchgeführt werden. Man kann Hefe beliebiger Herkunft verwenden, wie Wuchshefen, z. B. der Gattung Torula oder Candida, oder Kulturhefen, wie Bäckereihefe und Bierhefe. Das Knochenmark kann als solches zur Anwendung kommen; man kann aber auch den gesamten Knochen mahlen und der Autolyse mit Hefe unterwerfen.
  • Das gewonnene Autolysat kann als solches verwendet werden, gegebenenfalls nach vorheriger Eindampfung. Man kann aus ihm auch Extrakte herstellen, die vor allem für Injektionszwecke oftmals besonders geeignet sind. Man kann aber auch das Autolysat trocknen und auf Tabletten verarbeiten.
  • Verwendet man als Verdünnungsmittel bei der Autolyse Wasser, so muß man diesem zweckmäßig in an sich bekannter Weise zellabtötende Mittel, wie Toluoyl, Essigester od. dgl., zusetzen.
  • Es wurde in weiterer Ausgestaltung des Verfahrens gefunden, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn man die Autolyse statt in wäßrigem Medium in einem Überschuß eines zellabtötenden organischen Lipoidlösungsmittels vornimmt. Man hat hierbei einerseits den Vorteil des sterilen Arbeitens.
  • Es wurde andererseits aber darüber hinaus ge funden, daß auf diese Weise besonders einfach die Abtrennung der erfindungsgemäß zu gewinnenden Wirkstoffe von der Fettsubstanz des Ausgangsmaterials gelingt. Dies läßt sich besonders zweckmäßig und einfach so bewerkstelligen, daß man nach beendeter Autolyse das Autotysat mit so viel Wasser versetzt, daß sich zweieSchichten bilden, worauf man die die Fettstoffe enthaltende Lösungsmitteischioht in beliebiger, an sich bekannter Weise von der wäßrigen Schicht, die die zu gewinnenden Wirkstoffe enthält, abtrennen kann. Etwa in der wäßrigen Schicht noch vorhandene unlösliche Verunreinigungen können in einfacher Weise, z; B. durch Filtration, aus ihr entfernt werden. Diese Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens hat besondere Vorteile beispielsweise dann, wenn man nicht von reinem Knochenmark ausgeht, sondern gemahlene Knochen verarbeitet, durch die der Gehalt an Feststoffen in dem Autolysat vergrößert wird.
  • Die in der so gewonnenen wäßrigen Schicht enthaltenen Wirkstoffe können in beliebiger, an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Eindampfen, angereichert werden. Es wurde in weiterer Ausgestaltung des Verfahrens gefunden, daß eine besonders vorteilhafte Anreicherung möglich ist, wenn man die wäßrige' Phase mit so viel Alkohol, wie Äthyl- oder Methylalkohol, versetzt, daß in der Mischung etwa 50 bis 70°/o Alkohol vorhanden sind, von dem hierbei ausgefällten Niederschlag abtrennt, und den so gewonnenen Extrakt beispielsweise durch Eindampfen weiterverarbeitet.
  • Zur näheren Erläuterung des beanspruchten Verfahrens werden nachfolgend einige zahlenmäßige Ausführungsbeispiele gegeben.
  • Beispiel I 275 kg rotes Knochenmark aus Kälberknochen werden mit I30 kg Backhefe und 20 1 Toluol verrührt.
  • Der Ansatz wird 43 Stunden bei 370 der Autolyse überlassen.
  • Nach Beendigung der Autolyse wird der ganze Ansatz im Vakuumtrocknungsraum zur Trockene eingedampft; dabei wird das für die therapeutische Verwendung störende Toluol mit dem Wasser verdampft. Ausbeute: 205 kg. Die Masse wird auf Tabletten verarbeitet.
  • Beispiel 2 I750 kg gemahlenes Knochenmark von Kälbern werden mit 440 kg Backhefe und IIOO 1 Toluol gemischt.
  • Der Ansatz wird 72 Stunden lang bei 370 autolysiert. Die Toluollösung wird dekantiert, die wäßrige Suspension nach Zusatz von 100 1 Wasser zentrifugiert. Der Rückstand wird auf der Zentrifuge in drei. weiteren Portionen mit weiteren 2500 1 Wasser ausgewaschen.
  • Die dekantierte Toluolschicht wird dreimal mit je 500 1 Wasser ausgeschüttelt.
  • Sämtliche wäßrigen Extrakte werden vereinigt und im Umlaufverdampfer auf 2300 1 eingeengt.
  • Zu dem eingeengten wäßrigen Konzentrat werden 2300 1 Methanol zugesetzt. Den entstandenen Niederschlag läßt man absitzen und zentrifugiert ihn am nächsten Tage ab. Der Zentrifugenrückstand wird dreimal mit je 500 1 500/obigen Methanols åusgewaschen. Sämtliche Methanolextrakte werden vereinigt und im Umlaufverdampfer eingedickt.
  • Der so gewonnene Extrakt kann direkt auf ein orales medizinisches Präparat verarbeitet werden.
  • Gewonnen werden auf diese Weise 455 1 folgender Zusammensetzung: Trockensubstanz I6,I O/o, Asche I,370/o, Gesamtstickstoff 0,190/0, Aminostickstoff o, I6 o,I60/o.
  • PATENTANSPRSCHE 1. - Verfahren zur Herstellung von Präparaten mit gesteigerter antianämischer Wirkung nach Patent 820 788, dadurch gekennzeichnet, daß man an Stelle von Leber Khochenmark einer gemeinsamen Autolyse mit Hefe unterwirft und das Autolysat gegebenenfalls zu Preßsäften, Extrakten oder nach dem Trocknen zu Tabletten verarbeitet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch aus Knochenmark und Hefe vor der Autolyse - in an sich bekannter Weise zellabtötende Mittel, wie Toluoyl, Essigester od. dgl., zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsame Autolyse von Knochenmark und Hefe in einem Überschuß eines zellabtötenden organischen Lipoidlösungsmittels, wie Toluoyl, Essigester od. dgl., durchgeführt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man nach beendeter Autolyse dem Autolysiergemisch so viel Wasser zusetzt, daß das organische Lipoidlösungsmittel bequem abgetrennt werden kann und die wäßrige Phase zweckmäßig nach Eindampfung, gegebenenfalls nach Trocknung, zu Tabletten verarbeitet.
    5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Phase mit so viel Alkohol versetzt, daß in dem Gemisch etwa 50 bis 700/0 Alkohol vorhanden sind, von dem ausgefällten Niederschlag abtrennt und den erhaltenen Extrakt beispielsweise durch Eindampfen weiterverarbeitet.
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